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Das breite Spektrum meiner Interessen als stetig wachsende Linkliste.

Archiv der Kategorie 'Vergangenes'

Einstmal wiedermal

am 18. Juni 2020 unter Kartografie, Steinerne Unterwelten, Vergangenes abgelegt

Vorweg, die Natur holt sich alles zurück und wir, unser Kulturgut, ist erschreckend endend. Bis dahin gibt uns, wir die wir am Weg, der ja bekanntlich das Ziel sein solle, etwas herum schrauben. So gibt’s eine imposante Chronologie der Geschichte die wir Teil davon sind.

Nun ja nun gut, Spinnerei Jakobstal war Thema und lange mein Besuch ausbleibend aber, bekanntlich wird alles besser und an Zeit fehlts gegenwärtig gar und ganz nimmer.

Generatorstube Spinnerei Jakobstal

Was einst Sinnbild für die gezählte und kanalisierte Kraft des Wassers war und etliche Technologiegenerationen mitmachte, ist heute schlicht die Erkenntnis das alles wieder ihren Ursprung findet. Ob nun der Klimawandel oder sonstige Geschichten, unser Einfluss ist vielleicht doch kleiner als gedacht. Das Grün wird überdauern oder das Grün wird obsiegen unsere Präsenz mag da nur ein kurzes Zeitgeschehen sein.   

Dampfkessel Spinnerei Jakobstal

Und so wird viel Stoff bleiben, in mitten der grünen Pflanzenwelt, für zukünftige Chronisten bis deren Geschichte auch wieder im Grün endet, was so betrachtet den Kreis des Lebens schliesst.

Spinnerei Jakobstal

Zweifelsohne sind es die Ansichten des Morbiden die immer wieder zu Faszinieren vermögen und so verwunderst nicht weiter dass dies Objekt der misslungenen Bauspekulation,  immer wieder eine Vielzahl an Zeitgeschehensgestallter anlockt.

Spinnerei Jakobstal

Naja, mich mit eingeschlossen wenn doch dies kiffende Kunstwerk nicht aus meiner Dose stammt.

Aber,

Immer wieder bin ich über dies Bauwerk, früherer Müllerskunst, gestolpert und immer warens Geschichten die mich faszinierten. Es sollen meine ersten Begegnungen um die Unschuldsjahre 1970er, Geschichte gewesen sein. Damals alles noch fein säuberlich in Kalkstein gepackt in Hoffnung grosser Kapitalzuwachse. Trotzdem, mir waren schon früher Einblicke möglich doch sie blieben, dank des Fehlens funktioneller Fotoapparate, exklusiv im alterndem Gedächtnis hängen. Keine Frage, auch ich werde einstmal zu Grün. Auch klar, ich tue vieles daran diesen Prozess zu verzögern.

Hotdog-Automaten Spinnerei Jakobstal

Nächstes Eckdatum findet den Frühling 1987, in einer scheuen Begegnung mit nie funktionierenden Hotdog-Automaten und weiteren Streifzügen statt. Die Horde passt ins Limmatsträsschen und weiss verdächtigst viel über nie funktionierende Hotdog-Automaten.

Bis anno Domini auch so, als Konstante, meinerseits eine Faszination fürs Vergängliche und deren daraus resultierenden Geschichten.

Die Jahre 2000 und die mich zunehmend interessierenden Bondagegeschichten bewegten mich, und eine sehr kleine Handvoll AbenteurerInnen, in dies Geschichtswürdige Industriezeugnis zur Geschichtenerzählung. Die Geschichte um Hildegard, von Lory Ekk abgelichtet und von mir geseilt, im November 2000 umgesetzt, fand auf meiner, noch immer lebenden Atelier Eisen Seite Platz . Ich glaub die paar Vollpfosten die mich letztes Jahr aus der Marktspirale kicken wollten, erlebten auf meiner, besagten Atelier Eisen Seite ungebremstes Schwanzhalleluja. Anny, andere Geschichte, die Anwälte, fanden ihren Spass und meine Gerechtigkeit.

Und danne, wieder in der Vergangenheit schwelgend, eine Aufarbeitung der Geschichte, so ums 2012, eine Erste, recht unprofessionell und richtig dilettantisch auf Luisa-Net, weitere folgten. Die Sulzer Dampfmaschine ist überaus inspirierend und war auch so der Vergangenen Tage eine Geschichte auf Luisa-net wert.

Any, ich war mal wieder da, und schaute nach dem Rechten oder nach dem Falschen? Eindeutig eine Frage des Standpunktes  doch eines bleibt, viele Impressionen.

Spinnerei Jakobstal

Der Zahn der Zeit setzte der Architektur schwerlich zu.

Spinnerei Jakobstal

Und Edelmetaller, Messingmenschen und Sonstige taten den Rest.

Spinnerei Jakobstal

Die neue Dynamik der Vergänglichkeit indes öffnet ganz neue, äusserst farbenfrohe, Perspektiven.  

Spinnerei Jakobstal

Ob die Tamdemverbund-Dampfmaschine heute noch zu retten wäre mag ich zu bezweifeln. Zu tief war der Einfluss aller herum manipulierender Besucher und Besucherinnen.

Spinnerei Jakobstal

Doch nicht lange her, im November 2000, als dieser Ort eine sehr kleine Zahl Eingeweihter kannte und sich die Spekulationsgelüste eines Oskar Meiers in Grenzen hielten, schien das Gerätchen auf den kommenden Dampfstoss zu warten. Die Schaltanlage fürs Drehstromgeneratörchen scheint noch über alle Drehspulzeigerchen zu verfügen und die Ventile duften nach Frischfett.  Ganz und gar nicht heutiger Zustand, siehe drei Bilder aufsteigend, vom Schaltgerät gibt’s aktuell nur noch Gerippe.

Trotzdem hat auch der heutige Zustand seine Faszination.

Nun ja, ich hab gekuckt, wieder mal,  was früher war. Früher, in Zeiten in denen Oskar Meier nicht mal die Qualifikation eines Windelbeschmutzers inne hatte. Heutiges GIS machts möglich um in die Ferne zu schweifen und so zeigt sich auch wieder, im Kartenwerk zurückblätternd, wer einst Grund und Boden sein eigen nannte besass zahlreiche Möglichkeiten.

Spinnerei Jakobstal

Und so wart den, um die Jahre 1850, einstiger Müller der Niedermühle besass, bald Fabrikant auf der Spinnerei Jakobstal.

Spinnerei Jakobstal

Ob damaliger Müller sich zur Handänderung entschied oder ob sich die Findigkeit eines klugen Geschäftsmannes durchsetzte entzieht sich meiner Kenntnis. Sicher ist aus der Mühle wurd eine Spinnerei mit grossen wuchtigen Maschinen. Anstelle der damaligen Mühle entstand Verwaltung und Herrschaftswohnhaus. Die neualte Radstube stand fortan auf kanalisiertem Glatt-Zweig.

Und heute, nach Generation;

Mühle,

Spinnerei,

Hotdog-Automatenlagerraum,

Spekulationsobjekt,

Kunstraum,

bleibt der unermüdliche Zerfall.

Spinnerei Jakobstal

Spinnerei Jakobtal, es war eine echt geile Zeit in Deinen Gemäuern. Bekanntlich nimmt alles ein Ende und dies ist eigentlich gut so. ChronistInnen bleiben die, die bis anhin in geschehene Entwicklung weitererzählen.

Und weitere Geschichten

Bondage, weils so richtig geil war https://www.ateliereisen.ch/hildi.html

Epoche Kunstraum http://blog.ateliereisen.ch/?p=890

Epoche Industriegeschichte http://blog.ateliereisen.ch/?p=908

Die Maschine http://blog.ateliereisen.ch/?p=911

Epoche „muss Verschlossen werden“ http://blog.ateliereisen.ch/?p=2164

Luisa die Nette und das Maschinchen https://www.luisa.net/mechanik/betriebsdampfmaschine Drehzahlregler steht noch.

Luisa die Nette und noch mehr Historiennettes https://www.luisa.net/industriearchaologisches/industriegeschichtliches/

Letzter Tage heimischer Autobahnraststätten

am 23. April 2020 unter Stadtindianer, Vergangenes abgelegt

Einst waren besagte Autobahnraststätten Ort des mittelständischen Fine-Dining, ist schon lange her. Tief im meiner Kindheit gibt’s noch wage verwurzelt solch Erinnerungen.

Heute sind einige wenige Tummelfeld sprayender Urban-Exer. Genannt etwa Objekt einschlägiger Foren die Raststätte Walensee die dessen Name aller Ehre tut.

Raststätte Walensee

Bekanntlich bin ich neugierig und selten mach ich dass was andere auch machen. Zweiteres geschah an  Ostern und so will ich der Vollständigkeitshalber auch mich, mit einer mässigen Bilderausbeute, in Szene setzten.

Raststätte Walensee

Rote Farbe ist Geil, das Beste in der Gaststätte ist zweifelsohne der rote Drache.

Raststätte Walensee

Originalfundus aus oberäzender Populärskunst.

Raststätte Walensee

Buffetanlage die an Autobahnraststätten erinnert.

Raststätte Walensee

Mitarbeiterküchenchaos im Hotelgeschoss.

Raststätte Walensee

Und es solle immer wieder welche geben die mit Garantie den leeren Hotelsafe knacken.

Kurzum, es gibt auch ästhetisch anmächliche Zivilisationsruinen, siehe meine Urbexseite

Weisse Flecken in Schweizer Geschichtsbüchern

am 02. Februar 2020 unter Politischer Grunk, Vergangenes abgelegt

Ich bin neulich, über irgend wer aus em Facebook, über eine kleine Geschichte rund um Schweizer Flüchtlingspolitik gestolpert. Genannt das „Concentrationslager“ Büren an der Aare 1940 bis 1946.

Der Vorwurf wonach diese, etwas unrühmliche Geschichte Schweizer Flüchtlingspolitik gerne aus den Geschichtsbüchern verbannt werde, bestätigte sich über einige Facebook-Posts hinweg, so viel zu Facebook.

Bekanntlich bin ich neugierig also machte ich mich auf die Reise nach Büren an der Aare, dies zumindest mittels GIS-Servern, den üblichen hier bekannten Karten-Online-Tools.

Es war die Siegfriedkarte, die mit Präzision und Detailtreue, viele Jahrzehnte lang, als das Schweizer Kartenwerk, zu überzeugen wüsste. Als Forscherin konnte ich immer wieder wichtiges Geschichtswissen aus den Publizierten Werken herausziehen.

Concentrationslager Büren an der Aare

Im Ausschnitt „Inselimatten“ westlich von Büren an der Aare, herrscht indes um 1946 tatsächlich gähnendes Weiss zwischen etwas verirrten Feldwegen. Jahre davor wie Jahre danach ist Siegfried genauso, wenn nicht deutlich minder, Dokumentiert.   

Gut gibt es ebenso zugängliche, wenn doch etwas verstecktere, Luftbilder, im Kartentool der Schweizer Eidgenossenschaft die ein ganz anderes Bild zeichnen.

Concentrationslager Büren an der Aare

Ein fein aufgelöstes Luftbild aus dem Jahre 1946 zeigt die gesamte Lageranlage in faszinierender Detailgetreue. Einzig Wachtürme wie Stachendraht sind auf dem Foto nicht zu erkennen. Aus weiteren Historischen Bildern ist mir bekannt, sowohl Wachturm wie Stacheldraht waren allgegenwärtig.

Ob die Erwähnung des Lagers in Geschichtsbüchern eher verschwiegen wird, kann ich hier, mit wissenschaftlicher Exaktheit, nicht wirklich wiedergeben. Bei meiner Recherche bin ich auf die Namen Jürg Stadelmann und Selina Krause gestossen die sich, im Buch „Concentrationslager Büren an der Aare 1940 bis 1946“  intensiver mit dem Lager in Büren an der Aare auseinandersetzten.  Auch en Wikipediaeintrag wie auch diverse Webseiten zum Thema sind auffindbar. Nichts desto trotz fehlt die Kartografische Aufarbeitung auf allem, von mir gefundenen Karten.

Geschichte des Lagers

1940 Das Lager wurde zur Internierung  geflüchteter 12 000 Polen, Angehörige des 45. französischen Armeekorps, erbaut. Später sind die Internierten in weitere Lager, Schweizweit verteilt worden. Eine Polen-Lageraussenstelle begegnete mir, bei meinem Bergbaurecherchen rund ums Bergwerk Cava sul Rhein mit darüber liegendem Polenweg (Ilanz Tavanasa).  

ab 1942 diente der Lagerkomplex zur Unterbringung von zivilen Kriegsflüchtlingen.  

ab 1947 wurden zahlreiche Holzbaracken abgebaut. Die verbleidenden Bauten zerrfielen.  

Links

Webseite von Jürg Stadelmann  http://geschichte-luzern.ch/

Wikipediaartikel

Kartenportal Schweizer Eidgenossenschaft Büren an der Aare

Handsynchronisierte Ströme

am 01. September 2019 unter Seitwärts parkieren, Vergangenes abgelegt

Ein Erinnerungsbild aus meinem Fundus, etwa um das Jahr 1992 und, was viele vergessen, Strom kommt nicht immer zwangsläufig aus er Steckdose geflogen.

Sychronisation

Geschichten um Surat Thani, meine ersten Gehversuche in der Welt der Dieselgrossmotoren und die Jahre meiner ungestümen Jugend.

Und wehe Frau verhängte damals den Schaltzeitpunkt.

Geschichte

am 01. September 2019 unter BDSM, Betrachtungen, Steinerne Unterwelten, Vergangenes abgelegt

Ich glaub ich habe in meinem Leben richtig viel geiles Zeugs gemacht.

Für einmal sind weniger die geschriebenen Geschichten die für mein tun sprechen, stattdessen  Fotos, welche beim Erlebten so entstanden sind.

Oft fehlt mir die Zeit, in, noch immer, sehr bewegten Tätigkeit, um reflektierend auf Vergangenes zurückzublicken. Dies Wochenende war indes Zeit zu genüge um wieder an meiner Hauptseite www.luisa.net zu schleifen.

Und, so ist aus meinem Lost Places-Bilderfundus eine, etwas morbide Seite, namens  Urbex Streifzüge entstanden. Auch längst überfällig die Aktualisierung der Reisen Seite.

Und im Bild, zwei dunkle Gestalten  beim Bauen eines legendären Projektes am Tage 13 des Julis 2001, weitere Kommentare erübrigen sich, wer mich kennt, kennt die Details.

Ansonsten, ja, die Hauptseite ist auch um einige Beiträge gewachsen und auch die Bergbauseite Bergbauübersicht erfuhr längst überfälliges Update.

Und, ganz zuletzt, alle die meine Unterseite Bergbauübersicht verlinken, die korrekte und aktuelle URL lautet: http://www.luisa.net/?page_id=3184

Und ich lass mich nicht unterkriegen

am 29. August 2019 unter Betrachtungen, Grungisches, Politischer Grunk, Vergangenes abgelegt

Um einen konträren Gegenpunkt zu meiner düsterdunklen Betrachtung, auf meiner Hauptstartseite, zu setzten, schwelge ich wieder etwas in blumigen Erinnerungen.

Luisa

Konkret im Ebersberger Rosenfeld, dies als noch aller Dinger in Takt schienen. Nichts desto trotz, die Scheisse kann nicht ewig wachsen und die Arschlöcher sind, aus meinem mathematischen Verständnis heraus, prädestiniert zur Selbstneutralisation.

Geburi der 54igste

am 20. August 2019 unter Betrachtungen, Kulinarik, Steinerne Unterwelten, Vergangenes abgelegt

Mal wieder, alle Jahre en Geburtstag, en toller Geburtstag.

Geburtstagschueche 2019

Dies Jahr mit Hammerkuchen den Christina, meine Lebensgefährtin, für mich montiert hat.

Und, mein Finger, der dritte Bergbauunfall, ich sollt mal wieder etwas vorsichtiger sein, wächst allmählich wieder zusammen was ein Grund zur Freude ist.

Denn üblichen, ich-treff-mal-wieder-en-Arschloch-Scheiss, scheint auch so, nach etwas Juristengegrunke, neuem Handelsregistereintrag und Mehrwertsteueranmeldung die nötige Neutralisation zu erfahren.

Die Depri-Phase ist somit mehr oder minder durch, also Raum für Neues.

Kurzum, viele Gründe zu Konstruktivem aber, ganz sachte;    

Da meine Greiferchen nicht unentwegt grosse Sprünge zulassen gibt’s eher Wellness alla Seemühlevermessen

Seemühle Bruchweg

oder Luisa-Net-Pflege mit eben dieser neuen Seemühleseite auf Die Seemühle

Maschinenhaus

Auch so, neu auf meiner Hauptseite, die Quecksilberdampf-Blabla-Gleichrichter-Überhaupt-Seite diese unter HG-Dampfgleichrichter zu finden. Heute ist dies Kind nun fertiggestellt.

Die Domain luisa.net ist bis ins Jahr 2039 bezahlt und auf meinen Namen registriert, da gibt’s Platz und Zeit für einige Inhalte.

In diesem Sinne wünsch ich viel Spass einer möglichen Leserschaft.

Leider häufen sich Homophobe Angriffe im Gebiet Zürich Locherguet

am 16. Juni 2019 unter Grungisches, Politischer Grunk, Stadtindianer, Vergangenes abgelegt

Gestern nach der Pride ist ein Paar an der Weststrasse, höhe Marienstrasse, von Unbekannten angegriffen worden (unterer oranger Punkt), Blickartikel „Schwules Paar an Gay-Pride in Zürich verprügelt“.

Zeitlich nicht lange zurückliegend, am 17.Mai 2019, wurde, am  internationalen Tag gegen Homophobie, ein Stand des vom Vereins „Achtung Liebe“ attackiert (oberer oranger Punkt), Blickartikel „Unbekannte zerstören Regenbogen-Stand beim Zürcher Lochergut“.

Homophobe Angriffe in Zürich

Die roten Punkte symbolisieren Orte in denen ich bereits Anfeindungen erlebte diese jedoch teils bereits 20 Jahre herrührend womit meinem Wohnquartier eine lange Homo und Transphobe Tradition angerechnet werden darf.

Das Rotblaue Feld umfasst ein Gebiet welchem ich besondere Vorsicht zolle und insbesondere Nachts eher meide. Der Innenhof der Lochergut-Überbauung (Nördlichster Roter Punkt) ist, meinem Wissensstand, traditionell immer wieder Treffpunkt einer äusserst homophoben Gang denen ich solche feigen Anschläge zutraue.

Kurzum, die Gruppe, wahrscheinlich immer wieder gleiche Täterschaft, die Polizei spricht von Locherguet-Jungs, verfügt über ein doch er bescheidenen Aktionsradius, kaum 500 Meter.

Wie Ihr wisst, bin ich total spitz auf georeferenziertes Zeugs, naja ihr wisst schon, Wohnadressen, Arbeitgeberadressen und sonstig Zeugs was richtig weh tun kann.

Freu mich über Eure Beobachtungen.

Alt werden

am 17. Februar 2019 unter Betrachtungen, Transgender, Vergangenes abgelegt

Es gab mal einst die Zeit da war mir klar, der Mensch kann nicht nur auf den Mund fliegen, er kann auch Schaltnetzteile bauen. Es kommt irgendwas inne und es kommt genau 24 VDC ausse.

Schaltnetzteil

Ich hab so ziemlich alle diese geilen Teile unauffällig in meine Sporttasche gepackt.

Und heute, ich merkte, es sind über 30 Jahre verstrichen. Schaltnetzteile stecken in jeder E-Zahnbürste, in sämtlichen LED Birnen in allen nur erdenklichen Haushaltdingern und niemand kümmerts.

Es gilt Abschied zu nehmen von meiner Jugend und von den 27 tausend gestruzten Schalt-Spannungswandler-Dingers. Wenige dieser Apparate waren je wieder im Einsatz.

Die vergangene Woche war Aufräumen angesagt um mal endlich meine, weit verstreuten, Domizile zu zentralisieren. Die Jahre verstrichen und so auch meine Erinnerung über all das Vorhandene nur die zu zahlende Miete bleib als Konstante über die Jahrzehnte erhalten. Zeit um Aufzuräumen nicht nur mit meiner, langsam endenden Jugend.

Und doch, bei so viel Vergangenheitsaufwältigung, treten ganz andere Schätze meiner längs vergessenen Geschichte zu Tage.

Da war mal einst meine kindliche Leidenschaft fürs Feuer, den Dampf und die Bewegung.

Dampfmaschine

Neu entdeckt am Tage Donnerstag nach Estrichräumung. Die Leidenschaft ist den, die bald mal 45 Jahre, kein bisschen erlöschen.

So schrieb ich neulich im Facebook zum Thema,

„Wenn Frau älter wird macht sie definitiv wieder richtig komische Sachen. Viel Dampf, Rauch und Lärm statt TiVi-gucken.“

Nun ja, das Älterwerden hat definitiv auch seine Vorzüge wenn doch, zweifelsohne, in den üblichen Transgeschichten die biologische Tatsache des Älterwerden zu gerne verdrängt wird.  Ich selbst tue mich auch so sichtlich schwer mit dieser Lebensrealität.

Doch manchmal erfolgen Glücksmomente, welche all den Schattenseiten wieder etwas Sonne verpassen.

Sicherheitsventil

Da ist mir mein Stolz übers wieder dicht angelötete Sicherheitsventil nicht zu nehmen, alte Frauen halt.

Ergo, es ist nicht aller Tage pinke, Einhorn reitender Prinzessinnen. Irgendwo nimmt jede Zeitepoche schmerzliches Ende doch an deren Stelle treten neue spannende Wiederentdeckungen. Auch diesen, längst vergessenen, Geschichten sollen Platz in meinem Herzen gewährt werden. Die Zeit als mir die Rolle der begehrenswerten Prinzessin zukam, ist längst verstrichen. Es waren Zeiten voller BDSM, Romantik und Emotionen, richtig geile Zeiten.

Heute nun, ich etwas zerzaust, die Bergbauforscherin, die Mechanikerin, die Industrie-Archäologin, durch und durch, auch spannende Zeiten, nicht minder erfüllend und genauso einen wichtigen Platz in der Gesellschaft inne habend.

Links, klar

Beitrag Julia Engelmann zu „Lass uns Geschichten schreiben die wir später selber gerne erzählen“

30 Jahre Techno

am 23. September 2018 unter Musikalisches, Politischer Grunk, Transgender, Vergangenes abgelegt

Ich habe ich schon lange nicht mehr über Musik berichtet. Ein Grund hierfür dürfte in der Vergänglichkeit jeweilig verfügbarer Links im WWW liegen. Nun denn diese Geschichte knüpft an Vergangenes an und basiert aufs neuliche Festival „30 Jahre Techno im Funkhaus Berlin“, produziert von Arte Concert. Die Sendungen sind, teilweise unvollständig unter 30 Jahre Techno  abrufbar.

Ich als Techno und Technologie-Kind schenkte dieser Sendungsreihe ganz besondere Aufmerksamkeit denn, zum einen sind all die Kreativköpfe welche diese Kunstgeschichtsepoche bewegten, plus minus, in meinem Alter, zum anderen assoziierte ich dieser kleine Aufbruch zu neuen Sphären mit vielen revolutionären Elementen des zivilen Ungehorsams. Ergo, der Anspruch auf Räume, sprich die aufkeimende 90er-Hausbesetzerszene, das Spiel mit allmählich erschwinglichen Sequenzern und eine aus den Kellern aufsteigende Queerbewegung machte vieles möglich. Auch für mich schien die Welt, wie durch den Tekkno-Blitz getroffen, um Lichtjahre freier zu werden.

Es war und es verging, und trotzdem waren Grundsteine gelegt zu meinem weiteren Leben, Luisa war geboren und möglich. Kunst und Musik entwickelte neue, äusserst kreative Dimensionen, Dimensionen welche auch mich stark prägten, doch leider wollten von jenem Hönigtöpfchen alle naschen. Die Zeit verstrich, das Kapital schlug richtig kräftig zu und der Begriff „Gentrifizierung“ war geschaffen dies sowohl im damals alles möglich machende Berlin wie im Schlafdörfchen Zürich. Die Veränderung, in meiner nähen Wohnumgebung Tag für Tag zu beobachten, sind frappant.

Nun, trotz des zurückgebliebenen Hippsterschrotts, 30 Jahre danach sind sie, die Altmeister vergangener Tage, durchwegs im bester Kreationslaune nur eben, wie ich auch, um einige Jährchen älter.

Miss Kittin Wahlberlinerin und aus dem öden Städtchen Grenoble kommend zog an allen Registern zur Gestaltung eines würdigen Retro-Sets.

Und auch Altmeisterphilosoph Westbam schien kein bisschen Begeisterung verloren zu haben.

Es ist, aus nostalgischer Sichtweise, viel Lebensgeist, respektive Lebensfreude verschwunden. All die tollen Industrieruinen mit den kleinen und trotzdem kaum überschaubaren Mikrokosmen sind zu Gunsten einer öden, sich inflationär ausweitenden  Hippsterkultur verschwunden.

Und doch sagte einst einer dieser Urväter, genannter Westbam, „alles was oben in den Mainstream angesaugt wird, zieht untendurch Neues an“.  Ich stell mich mal, mit meinen 53, ganz tief in den Sog der Kulturgeschichte so möge viel Neues mich zu Neuem inspirieren.

Abschliessend die Links
30 Jahre Techno auf Arte Concert
Die einzelnen Sets sind teilweise auf Youtube  in besserer Qualität und in voller Länge abrufbar.

Luisa mal wieder, in unruhigen Zeiten, etwas Städtischer

am 01. September 2018 unter Grungisches, Politischer Grunk, Vergangenes abgelegt

Zweifelsohne, wer lange in tiefen Gefilden herumkriecht und sich kurzfristig in die Haut eines Bergknappen, aus Mittelalter, begeben will, wird irgendwann wie eine ausgelutschte Scheuerbürste aussehen.

Luisa 2018

Naja, ich beschloss, in einer ganz und gar nicht hübschen Zeitepoche, mal wieder etwas hübscher zu werden.  Tanja Fehr stilbruch-züri.ch sei Dank bin wenigstens ich wieder ganz ne Schöne geworden.

Währenddessen auf den Strassen sich üble Szenen abspielen und die Jagd auf Andersdenkende, Andersfarbige, Andersglaubende, angeheizt durch die, überhaupt nicht Sozialen Medien, voll entbrannt ist. Anknüpfend an eine längs überwunden geglaubte Geschichte erwachen neue Gelüste des Tötens, entfacht von en paar Sarasinischen Hetzschriften. Es macht Unbehagen, dieser Tage, zu wissen dass Waffenexportbeschränkungen in Bürgerkriegsländer aufgehoben wurden nur zugunsten einer Profitoptimierung skrupelloser Waffenlobbisten. Keine schöne Zeit in welcher die, welche blumig das Volk genannt werden, sich zunehmend von einer geldgierigen, egoistischen Hochfinanz instrumentalisieren lassen.

Manchmal wenn ich meine Facebook-Pinnwann betrachte überkommt mich Angst und Bange. Es scheint das Rädchen der Zeitgeschichte wieder an üble vergangene Zeiten anzuknüpfen und wichtige Sozial-Kulturhistorische Errungenschaften werden mit Springerstiefel zu Tode getreten.

Sie sagen, en paar Wenige, eine neue Regierung müsse her doch dass was die Regierung ist, war und wird gewählt von dieser blumig klingenden Horde genannt das Volk. Es scheint so als würd eine Meute rufen „wir sind das Volk“ und ich bin am Rande dieser Meute, realistisch betrachtet, ein exzellentes Opferkaninchen.

Scheisse sag ich, in welche Geschichts-Scheisse ich da hineingerasselt bin, dabei ist meine Intension ganz und gar nicht die Eskalation eines Konfliktes. Im Gegenteil, als sozialer Mensch hoffe ich auf die friedliche und sich gegenseitig, geistig befruchtende Gemeinschaft.

Es mögen alle einen schönen, friedlichen Sonntag geniessen

Luisa

PS-Protzerei

am 09. August 2018 unter Seitwärts parkieren, Vergangenes abgelegt

Meinem Beruf ist es zu verdanken dass mir hin und wieder Einblicke in geballte  Kraftpakete gewährt sind.

Gasmotor V20

Das kleine Motörchen, mit Erdgas gefüttert, schafft gemütlich 1400 PS mechanischer Power da können so ziemlich alle Sportwagen einpacken.

Und was lehrt uns das Ganze, alles ist relativ, ist auch gut so.

Und was mach ich, ich tüftle am Energieerhaltungsgesetz.

Sonne Mond und Sterne

am 05. August 2018 unter Betrachtungen, Vergangenes abgelegt

Meine Freundin Christina ist zweifelsohne Astronomieinteressiert und es war am 27.7 ein Laufbahnenphänomen der Superlative zu beobachten, genannt der Blutmond respektive die totale Mondfinsternis.

Sternenberg

Also war mal, auf Sternenberg, rege Aufbauen angesagt. Ein lustiges Völkchen äussert ambitionierter Fotografen  und Astronomen machte sich, bei zunehmender Dunkelheit, auf dem Parkplatz breit.

Sternenberg

Ab so viel Ehrfurcht vor solch geballtem Wissens wendete ich mich nach Westen und Fotografierte, banal, den Sonnenuntergang.

Für alle die den Standort, ideal zur Sternenbeobachtung, kennen möchten, dieser liegt auf 712923 / 249073

Fleissig Getorkenringt

am 08. Juli 2018 unter Seitwärts parkieren, Vergangenes abgelegt

Luisa, wieder mal im Bildarchiv gestöbert.

Torkenring

Industriearchäologie pur, das waren noch Zeiten, IBM Torkenring auf universeller Gebäudeverkabelung. Und ich dachte ich hät da richtig den letzten Technikschrei zwischen den Fingern. Ich glaub das war Globus um die 1999er Jahre, Projekt IT Erneuerung, Wechsel vom Typ 1 System zu ACO.