Kategorie: Seitwärts parkieren

Fremde Uranier und sonstige Ausflüge

Es war schön, es war zu schön um nicht irgendwelchen alten Untergründen nachzujagen. Schon lange war mir eine Uranmine in Erzählungen hängengeblieben und doch ergab sich nie sinnvolle Gelegenheit diesen Erzählungen näher auf den Zahn zu fühlen. Nun denn, das schöne Wetter, die dringend benötigte Häuserkampfpause und schlicht die Lust am Autofahren trieb mich in verborgene Täler ob Menzenschwand. In Menzenschwand steht das bekannte, einzigartige Radonbad welches Wasser von besagter Uranmine nutzt.

Grube Krunkelbach

Im Tal des Krunkelbachs findet sich die ebenso benannte Grube. Der Weg dem Krunkelbach entlang liegen zahlreiche alte Stützmauern die von einer damals intensiven Landwirtschaftlichen Nutzung zeugen. Der Bergbau in diesem Tal indes ist, trotz der Nähe zu St. Blasien, eher von neuerem Datum.

Berichtet wird von einer Uranerzentdeckung um 1957. 1990 war das endgültige Ende des Grubenbetriebs. Ich hoffte auf zugängliche, wenn doch potentiell widerspenstige, Stolleneingänge.

Grube Krunkelbach

Da es sich um eine moderne Grube handelte war einzig ein Stollenmund angelegt und dieser Stollenmund war, wie sichs gehört fürs Freiburger Regierungspräsidium und wie ich vor Ort herausfand, richtig fett Zurenaturalisiert.

Einige Wässerchen plätschern aus Stollennahen Ritzen doch auch diese Ritzen sind zu eng um ins Werk zu gelangen. Die 4.3 Kilometer Stollen verteilen sich auf 9 Sohlen die alle per 240 Meter tiefen Blindschacht erschlossen waren. Der Schacht wiederum ist nur über das eine Mundloch erreichbar. Dies Mundloch ist heute reichlich zugeschüttet.

Die Halde ist gegenwärtig, wie mir ein anwesenden Mineraliensammler zu berichten wusste, begehrte Uranfundstelle.

Grube Krunkelbach

Oberhalb der ehemaligen Grubenanlage und der Installationsfläche steht noch immer die Trafostation diese jedoch aktuell für das Radonbad amtend, vermutlich zum Betrieb einer Tauchpumpe. Die Wasserfassung fürs Radonbad  ist mir auch, in greifbarer Nähe zum Trafo, aufgefallen indes ist diese Fassungsstelle nicht im Stollen.

Grube Krunkelbach

Wie sichs gehört für ne Uranmine mit Radonbad lag mein Interesse bei der Erfassung einer möglichen Radioaktivität gemessen am ausströmenden Stollenwasser. Die Werte schienen indes nicht weiter abnorm. Nachdem mein Gerät gut 3 Minuten am  Wasser ruhte erschien ein Wert von 0.46 Mikrosieverd. In meiner Wohnung liegt in gleichem Zeitraum eine Dosis von 0.26 Mikrosieverd auf.

Grube Krunkelbach

In meinem QGISchen sind die Uranerzgänge der Grube Krunkelbach als rote Linien dargestellt. Alle Erzgänge waren über das einzige Mundloch erschlossen. Das Radonbad wiederum liegt mittig Menzenschwand.

Trotz der schönen Landschaft blieben die Stollen verborgen und doch, kein Hinderungsgrund zu weiteren Entdeckungen also folgte ich dem Wasserfluss vom Krunkelbach zur Alb der Alb entlang.

Tiefenstein

Unterwegs der Alb folgend auf kurvenreicher Strecke verbirgt sich eine prächtige verlassene Industrieanlage die einer genaueren Erkundung bedarf. Bei meinem scheuen Besuch fiel mir auf das gewisse Teile noch in voller Geschäftstätigkeit standen womit eher tiefe Einblicke auf einen Sonntag zu verschieben seinen. Nichts desto trotz weckte dies Bauwerk mein Interesse tiefergreifend.

Tiefenstein

Auf der Gemarkungsübersicht Baden, etwa Stand 1900, wird das Bauwerk bei Tiefenstein als Gasfabrik genannt. Ich hätte dies Gebäude eher als Weberei oder Spinnereiwerk klassifiziert auch auf Wikipedia wird, nach einer Hammerwerkepoche von einer Spinnerei berichtet. Tatsache ist, der Alb entlang ist Bergbau, anhand der anzutreffenden Flurnamenbeschiderungen, allgegenwärtig.

Nicht unweit an der Alb-Einmündung in den Rhein liegt ein weiteres Relikt vergangener Industriegeschichte.

Papierwerk Albbruck

Die letzten Überbleibsel des Papierwerks Albbruck rangen weit zum Himmel heraus. Auch dies Objekt eher eine Sonntagsexkursion da  doch hin und wieder etwas Baumaschinen herumschleichen.

Papierwerk Albbruck

Gemarkungsübersicht Baden wieder, die Ansicht des damaligen Papierwerkes welches auf dem Areal des früheren Stahlwerks, 1866 eingegangen, zu stehen kam.

Papierwerk Albbruck

Ein Foto aus dem ETH-Bibliothek-Fundus zeigt die Papierfabrik im Jahre 1925.

An Stelle der Papierfabrik wirkte bis 1866, wie bereits erwähnt, ein Stahlwerk. Dies Stahlwerk verarbeitete eine Vielzahl verschiedenster Erze.

Eisenwerk Albbruck

Die spärliche Überlieferung des Eisenwerks findet sich etwa auf der Michaeliskarte 1837 bis 1843. Dargestellt die Öfen als Sterne zwischen den Gebäuden.

Diese Eisenschmelze war auch für Schweizer Erze zuständig. So sind unter anderem Hungerberger Bohnerze zu hochwertigen Eisenprodukten in Albbruck verarbeitet worden.

Mein damaliger Artikel zu den Küttigen-Erzen, Schwerpunkt Stollenbauten, gibt’s unter: Hungerberger Unterwelten

Das Radonbad Menzenschwand Revital Therme in Menzenschwand

Als Wirkungsgrad keine Rolex spielte

Ein vorzüglicher Ausflug schaffte überaus interessante Einblicke. Mir gänzlich unbekannt war die Armeeinterne Sauerstoffproduktion im beschaulichen Ilanz.  2007 aufgegeben, steht diese schmucke Lufttrennanlage noch heute.

Lufttrennanlage

Am Rande des Ortes, auf Gemeindefläche, liegt die Lufttrennanlage die Sauerstoff und Stickstoff aus der Umgebungsluft extrahiert.

Lufttrennanlage

In guter, damaliger Militärdoktrin galt Unabhängigkeit als absolutes Muss. Zuverlässigkeit und Robustheit sind, nach früherer Militärstandards, erstrebenswerte Maschinentugenden. Wirkungsgrad und Wirtschaftlichkeit indes damals kaum von Bedeutung.

So wird diese Lufttrennanlage unabhängig per Dieselgenerator mit bescheidenen 340 KVA getrieben und es funktioniert, dies noch immer, seit 1963.

Lufttrennanlage

Im ersten Schritt wird Aussenluft komprimiert. Die V4 Maschine verdichtet die angesaugte Luft auf stimmige 35 bar.

Lufttrennanlage

Folgen strömt das verdichtete Gas in den Trennturm, recht im Bild. In dieser Anlage wird mittels Kühlung die Luft in deren Bestandteile getrennt, Sauerstoff bei −183 °C / Stickstoff −196 °C. Mittig im Bild das Schaltpult für den Trennturm, links der Sauerstoff-Füllkompressor.

Lufttrennanlage

Nach einigen Zwischenschritten werden die zwei getrennten Gase, Sauerstoff und Stickstoff, nochmals kräftig komprimiert, maximal 220 Bar, um sie in die Stahlflaschen abzupacken.

Die Anlage kann besichtigt werden, Näheres auf https://www.sauerstoff-fabrik.ch

Und über Wirkungsgräder in Finanzen,

das hiesige Stück Erde mit dessen Bewohner und Bewohnerinnen ist definitiv am verarmen.  Während sind der materielle Wohlstand einer Gemeinschaft an den jeweiligen Militärausgaben widerspiegelt, liegt der kulturelle Zerfall in der aktuellen Unfähigkeit Sauerstoff und Stickstoff zu extrahieren.

Naja ich wüsste nicht wies gemacht wird.

Das Voynich Manuskript die Zweite

Nicht gänzlich unbelastet in dieser Sache bin ich. An meiner Seite begleitet mich meine Lebensgefährtin die in jungen Jahren Kunstgeschichte studierte. Dies bringt einiges an Inspiration mit sich und so musste ich doch noch einmal über dies Manuskriptchen huschen ehe ich mich wieder ins Dunkle zurückziehe.

Diesem Thema nahmen sich verschiedenste hochkarätige Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen an. Ich will an dieser Stelle keineswegs denen Kompetenz in Frage stellen doch bei gestrigen und heutigen Sichtung sind mir einige spitze Details aufgefallen. Auch nicht unbeteiligt meine Kunstgeschichtlich bewanderte Freundin Christina die mir einige Analyse-Methodiken nahe brachte.

Farbe ist Farbe

Es wirkt als wäre das besagte Werk nachträglich, teils etwas dilettantisch, nachkoloriert. Dies hauptsächlich die Aussage meiner Partnerin Christina

Voynich-Manuskript

Seite 78 v

Ich bin mir da nid so sicher ob die Frauen in irgendeiner grünen Sauce baden oder die Farbe Grün den passenden Kontrast zum Blau des Kanalinhaltes, respektive der Fensteröffnungen, darstellte. Zur dunklen Tinte gesellt sich die Farbe Blau, die Farbe Grün und die Farbe Rot, Frauenwangen, in die Illustration. Farbliche Übergänge sind nicht zu erkennen.

Voynich-Manuskript

 Seite 15 r

Auch die Sektion Pflanzenkunde, erstes Kapitel, kennt eindeutige, kontrastreiche Farben. Das Grün im Pflanzen-Blatt ist satt und Flächenfüllend im Gegensatz zur Badesauce der Frauen welches eher mit hartem Stift hinein gekritzelt erscheint.   

 Phantasiegebilde

Ich bin keineswegs eine Botanikbewanderte Person wenn doch ich in meiner Lebenszeit einiges gesehen haben sollte. Keine einzige abgebildete Pflanze erinnerte mich an, in der Natur, Gesehenes.

Voynich-Manuskript

Seite 16v

Vielleicht sind im Buch einzig Phantasiepflanzen illustriert und auch die Badesektion mit den etwas wohlgeformten Frauen und den komplexen Schlauchdarstellungen entbehrt, meiner Meinung nach, reichlich dem Realitätssinn.

Voynich-Manuskript

Seite 86v

In Astronomischen Kreisdarstellungen blinzeln immer wieder scheu, kaum erkennbar, die badenden Frauen zwischen den Dekoelementen hervor.

Text, Unsinn?

Der Text ist in einer uns nicht bekannten Zeichenform geschrieben. Es gibt die Theorie wonach der Text Hebräisch sei doch dies bliebt, bei näherer Recherche, eine Theorie. Man einigte sich, zwecks Entschlüsselung, auf eine Alphabetcodierung mit Namen „European Voynich Alphabet“ was zweifelsohne die die Textanalyse deutlich vereinfacht. Indes ergibt das European Voynich Alphabet keine schlüssige Transkription.  

Der Text kennt keine Satzzeichen indes gibt’s Absätze und Absatzeinleitende Symbole, Sterne oder ausgeschmückte Einleitungszeichen.

Es gibt vereinzelt Seitenzahlen diese jedoch könnten indes späterer Zeitepoche entstammen.

Was richtig spannend ist, Wortwiederholungen sind über etliche Textpassagen hinweg reichlich anzutreffen.

Voynich-Manuskript

Seite 115 v (reine Textseite)

Um die Wörter zu erkennen habe ich diese, so auf die schnelle, farblich koloriert und nach European Voynich Alphabet transkribiert.

Voynich-Manuskript

Rekordhalter auf der Seite 115 v ist, nach European Voynich Alphabet, „qokeegy“ dies ohne Gewähr auf Vollständigkeit. Auf einem, durch den Stern markierten, Absatz folgt dies genannte Wort 3 mal, davon zweimal aufeinander folgend, eine um ein e erleichterte Wortkombination schliesst an die Zweiergruppe. Ähnelnde Kombinationen sind richtig viele anzutreffen was gegen alle Verschlüsselungsregeln spricht. Ein möglich erkennbares Muster spricht somit eindeutig gegen eine Geheimschrift wie vorwiegend in Esoterikkreisen behauptet wird.      

Auch die Nacheinanderfolgung dreier identischer Buchstaben ist eher selten aber nicht unmöglich „Balletttruppe“, „Schifffracht“. Ob in der Frührenaissance solch Buchstabenfolgen üblich waren entzieht sich meiner Kenntnis.

Dumm betrachtet, ich als eher unwissende, auch eine Theorie,

Der Text scheint als wär dieser Sinnfrei reines Dekoelement.  Möglicherweise war im Ursprung das Manuskript ein Skizzenbuch welcher ein findiger Schreiber mit geübter Hand abzeichnete und zwischen drin wohlwirkenden Fülltext einbaute. Die Textanpassung zwischen Bildelementen wirkt sehr gewollt.

Der Text war womöglich bereits nach 1404 bis 1438, Datierung Radiokarbonanalyse, für alle unlesbar.

Manuskripte und Bücher waren in den Jahren  der Frührenaissance begehrtes und gut verkäufliches Gut. Das mystisch Geheimnisvolle könnte nochmals deutlich den Wert des Werkes in die Höhe getrieben haben.

Als Wilfrid Michael Voynich 1912 dies Buch, unter einer grossen Sammlung an weiteren alten Schriftwerken, auswählte war die Neugierde treibender Motor. Die Jesuiten des Jesuitenkollegs „Nobile Collegio Mondragone“ in der Villa Mondragone bei Frascati wussten diese Neugierde sicherlich richtig fett zu vergolden.

Zweifelsohne wird dies Werk lange früher einige helle Geister zur regen Theorien bewegt haben, zweifelsohne auch, diese Neugierde verstanden findige adlige Geschäftemacher zu immer wieder zu vergolden.

Einzig der letzte Besitzer, Buchhändler Hans Peter Kraus schien wenig Erfolg beim Verkauf des Werkes gehabt haben. Nachdem niemand das Manuskript abkaufe, landete dieses, als Spende, in der Yale-Universität.

Ich bin blind   

Kleines Detail aus dem Wikipediafundus.

Voynich-Manuskript

Wikipedia beschreibt eine Burg mit Schwalbenschwanzzinnen, als Beweis für die Manuskriptherkunft Oberitalien, auf der Seite 86 v. Ich hab diese nicht gefunden.

Indes, Update, nach langem Suchen, nun endlich, ich hab die Burg doch noch gefunden.

Voynich-Manuskript

Diese steht gemeinsam mit weiteren Bauwerken auf der Seite 86 r rechts oben.

Abschliessend, allen Voynich Manuskript Forschern und Forscherinnen, viel Spass. Ich zieh mich mal wieder ins Untergründige zurück. Ist wohl eher meine Disziplin, nichts desto trotz, hat Spass gemacht hier ins Unbekannte zu blicken. Mein Fazit, nicht jeder Text hat auch wirklich Gehalt. Dies, so glaube ich, behaupten auch einige über mein Geschreibe.

Und nochmals, das Voynich Manuskript gibt hier https://collections.library.yale.edu/catalog/2002046

Das Voynich Manuskript

Es gibt doch einige mysteriöse Texte die auf Entschlüsselung warten, da bin ich bei weitem nicht die Einzige wenndoch ich, als Unterscheidungsmerkmal, der Dunkelheit sehr angetan bin.  

Dem Voynich Manuskript gebührt solch eine, hier nennenswerte Ehre. Das Buch ist benannt nach dem Kunsthändler Wilfrid Michael Voynich. Voynich solle das  Dokument 1912 in einem Italienischem Kloster erworben haben. Nach etlichen Entschlüsselungsversuchen fand das, reichlich Illustrierte, illustre, Textwerk, den Weg die Bibliothek der Yale Universität.

Voynich-Manuskript

Das Manuskript ist, dank Radiokarbonanalyse, im Zeitbereicht zwischen  1404 und 1438  angesiedelt, würd passen zu Valdera. Ansonsten ähnelt das Buch, meine bescheiden unwissende Beurteilung, einem LSD-Trip in ausufernden Fetisch-Goa-Party. Die Illustrationen deuten auf Themen wie Pflanzenkunde, Pharmazeutik, Astronomie und badende, wohlgeformte Frauen hin.

Dem Texte nahmen sich zahlreiche, richtig gute Kryptografen verschiedenster Spezialisationen, an. Die Resultate indes könnten nicht gegensätzlicher sein. Von Meisterstück der Schwindlerei, belanglose Aneinanderreihung immer wiederkehrender Buchstabenkombinationen, bis hin zu Althebräischer Textdarstellung, war in Sachen Theorie, über all die Forschungsjahre hinweg, so ziemlich alles drin.

Das Buch gibt’s heute Online zu bestaunen auf: https://collections.library.yale.edu/catalog/2002046

Mit Valdera, respektive Aktuell Buffalora hat dies Manuskript, bis auf die Zeitepoche, gar nix am Hut. Nichts desto trotz kanns sein dass wir eine Unmenge an Ressourcen verpulvern für Textgekritzel ohne jede erkennbare Bedeutung dies frei der Phantasie des wartenden Bergmanns entsprungen.

Voynich Manuskript- wie auch Valdera-Autoren dürften sich heute womöglich kullern vor Lachen ab so viel Deutungstheorie.

Wie angle ich einen Internetbetrüger

Eine Geschichte in 3 Akten, für all jene die ans Gute im Menschen glauben, ein kleines Lehrstück punkto Internetsicherheit im Facebook. Geklaut habens mir nichts, und en potentielles Trojaner hats auch nicht bis zu meinen Netzwerken geschafft.

1. Akt, ich brauch ein Facebookprofil mit folgenden Parametern

  • Geschlecht: Weiblich
  • Geburtsjahr: 1965
  • Beziehungsstatus: keine Angaben

2. Akt, ich hab Geduld, eindeutig nicht meine Tugend

Irgendwann werden die letzten Fotografien meines Facebookprofils, ohne erkennbarer Zusammenhang, in hoher Kadenz aber manuell, als „gefällt mir“ gesetzt.

Anschliessend, paar wenige Sekunden zeitnah, erscheint eine Freundschaftsanfrage die ich, klar, als neugieriger Mensch, akzeptiere.

Darauf kommt en Chatfenster mir mehr oder minder kryptischen Google-Translate-Text

3. Akt, hier sind Masochistinnen klar im Vorteil.

Eine Konversation auf tiefster grammatikalischer Ebene startet. Mentales Judo heisst in dieser Geschichte abwarten bis das Gegenüber die Katze aus dem Sack lässt. Die Katze ist im konkreten Fall, eine Telekioskfunktion, eine Passworteingabeaufforderung oder schlicht Kontoangaben um Geld einzuzahlen.

Bis dahin dominieren Substantive wie „Freund oder Freundschaft“ dies klar unregelmässig unter Verwendung falscher Artikel. Googletranslate ist Schrott, unbestritten.

Nun ja, zugegeben, ich habs nicht bis zur Katze geschafft.  irgendwo wars mir den doch zu Blöde.

Und die blöde Konversation gibt’s als PDF auf: https://www.luisa.net/wp-content/uploads/2021/04/uki.pdf

Und die Moral der Geschichte,

Grundsätzlich will niemand eine Freundschaft mit Luisa und wer eine Freundschaft wirklich will, wird schon wissen in welchem Loch ich anzutreffen bin.

Als LED richtig Scheisse war

Neulich bei der Mürtschenalrecherche.

Im Mai 2013 hatten die damalig abartig schweren LED Taschenlampen nur einen wirklich sinnvollen Zweck, dieser war, einem bösem Stollengeiste noch böseres anzutun.

LED Lampe

Ansonsten konnte der Totschläger keine Nägel einschlagen, keine Brückenpfeiler rammen und auch keine Sprenglöcher, auf bequemes Stollenprofil, ausweiten.

LED Lampe

Der Zweck einer Beleuchtung gar gänzlich unmöglich. Und wer diese Eigenschaft einem modernen Fotoapparat zufügte machte abstrakte Kunst.

Im Bild gleiche Stelle, 7 LED-Technologie-Jahre dazwischen.

Und auch kryptischer als jede  Enigma-Maschine, der Todschläger verschlang Unmengen an Ampere ohne den Hauch einer Handwärmenden Funktion.

Kurzum, früher war doch nicht alles besser.

Handsynchronisierte Ströme

Ein Erinnerungsbild aus meinem Fundus, etwa um das Jahr 1992 und, was viele vergessen, Strom kommt nicht immer zwangsläufig aus er Steckdose geflogen.

Sychronisation

Geschichten um Surat Thani, meine ersten Gehversuche in der Welt der Dieselgrossmotoren und die Jahre meiner ungestümen Jugend.

Und wehe Frau verhängte damals den Schaltzeitpunkt.

Rack Part II

Manchmal werde ich gar mit meiner Arbeit fertig, viel war sie diesen November.

Rack V1

Der Dezember zeigt sich etwas ruhiger womit ich wieder mehr Zeit für ausgedehnte Schreibtischforschung habe.

Einzig störend, WordPress macht mir, mit Version 5.0 einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Will heissen ich bespasse mich gegenwärtig intensiv mit CSS was ich wiederum ganz und gar nicht spassig finde. Insbesondere die Luisa.net liefert ungeahnte CSS-Knacknüsse.

Rückwärtsfahrende Lokomotiven

Ich mag bescheuert sein, da bin ich an einer grossen Dampffahrt zu Speis und Trank geladen und mich beschäftigt die Frage wie die Dampflok rückwärts fährt.

Rheinschlucht

Obschon die Landschaft durchs wunderschöne Rheintal genügen Verlockungen zu bieten hatte, liess mich die Fragestellung der rückwärts fahrenden  Dampflok nicht mehr los.

Ich weiss, seit ich mich mit der Betriebsdampfmaschine  beschäftige, dass viel  Zauber der Wirkungsgradoptimierung in der Zylinderfüllsteuerung liegt. Diese Steuereinrichtung sorgt für optimale Dampffühlung der jeweiligen Zylinderseite. Im Gegentakt schliessen und öffnen die Ventile und füllen somit Zylindervorder- und Rückseite mit Wasserdampf. Betriebsdampfmaschinen drehen konsequent nur in eine Richtung definiert durch die gewünschte Drehrichtung, folglich ist auch die Steuerwelle fest mit der Antriebseinheit verbunden.

G 3/4

Dampflokomotiven wie neulich an der besagten Dampffahrt angetroffen sind in Aufbau und Funktion grundverschieden. Das hiesige, mich zur Fragestellung animierte Modell G 3/4 Baujahr 1902 ist heute noch, mit Ölbefeuerung, für Dampffahrten, im Einsatz.

Wesentlicher Unterschied zur fest verbauten Betriebsdampfmaschine ist sicherlich deren Grösse. Die Lok muss auf kompakter Bauweise deutlich mehr Leistung entwickeln können als die kontinuierlich vor sich hin drehenden, tonnenschweren Schwungräder der Betriebsdampfer.

Auch wesentlich verschieden ist die Zylindersteuerung. Bei Dampfloks etablierte sich fast ausschliesslich, bis zum Ende der Dampflokära, die Schiebersteuerung.

G 3/4

Die Zylinderfüllung wird über einen Schieber geregelt welcher im Wechseltakt die vordere Zylinderseite mit Frischdampf füllt während Zylindersrückseitig das Ausblasens ermöglicht wird respektive im nächsten Takt Zylindersrückseite mit Frischdampf aufgefüllt wird und Zylindervorderseite ausgeblasen wird.

Der Scheiber wird gesteuert über ein, anfänglich äusserst unverständliches, an der Antriebseinheit befestigtes, Gestänge doch in diesem Gestänge liegt das Geheimnis der vor und rückwärts fahrenden Lok.

G 3/4

Das Gestängekonstrukt lässt sich vor Führerstand aus in die Umkehrrichtung stellen so das die Füllung eine Rückwärtsfahrt der Lok ermöglicht. Die Umstellung erfolgt über den Umlenkhebel welcher, im Bild im Ausschnitt der Blechverschalung, zu erkennen ist. Dieser Umlenkmechanik bewegt das Steuergestänge in einer, an der Antriebskurbel befestigten Nutführung. Abgesehen von der Vorwärts-Rückwärtsfahrt kann auch die Zylinderfüllung beeinflusst werden. Ist das Triebgestänge an den Randbereichen der getrieben Nutführung so ist die Zylinderfüllung maximal, im Mittelbereich indessen, auf Nutführungsachse, ruht der Steuerschieber. Die Steuerungseinheit nennt sich Heusinger-Steuerung und ist auf verständlich beschrieben womit ich mir, nen Plan aus meiner Feder definitiv sparen kann.

G 3/4

Blick in den Führerstand, noch leicht zu erkennen im hinteren Teil des Führerstands die Kurbel zur Bedienung der Heusinger-Steuerung.

G 3/4

Nochmals der ungehinderte Blick auf die Heusinger-Steuerung. Alle beweglichen Teile sind noch richtig nostalgisch, bei jeweiligem Halt, in Handarbeit geschmiert. Ölpumpen und Automatische Ölschmierungen setzten sich anfänglich im Motorwagenbau durch.

Links zum Thema
Dampfverein RhB
Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (richtig Geile Seite die auch ich, als Leihe, verstehe)
Wiki zur Steuerung
Meine Geschichte zur Betriebsdampfmaschine

Der Krucks mit dem Öllichtchen

Im Zuge meiner Erkundung Buffalorischer Eisenwerke wars mir ein Selbstversuch mit Beleuchtung unter Öllicht, wert. Von Interesse wars zu erfahren wie solch Lichtquelle funktioniert und welche Ausbeute das Flämmchen hergibt.

Öllicht

Mein Lämpchen ist ein Messingnachbau einer alten Bergbaulampe ca 1890, die so ziemlich alles schluckt. Ein 2 Jahre übers Verkaufsdatum hinweg verstrichene Fine Food Kürbiskernöl diente als Brennstoff und als Docht musste eine alte zerrissene Hose hinhalten.

Öllicht

Beim Eglibraten indes war ich froh um das reichlich vorhandene Aussenlicht.

Fazit, moderner Bergbau ist mit solchem Lämpchen schier undenkbar doch im Mittelalter funktionierte viel mit dem feinen Tastsinn. Stollen folgen oft einer Verwerfung und das Eisenerz von Buffalora lässt sich, unter gewissen Kriterien, im Gesteinsverbund gut ertasten, respektive mit Bergeisen und Fäustel, gut in deren Konsistenz erfühlen. Das Lämpchen indes hat heut noch keineswegs den Ruhestand erreicht, es solle am kommenden Samstag wieder in Einsatz stehen bei einer Cava sul Rhein-Befahrung.

PS-Protzerei

Meinem Beruf ist es zu verdanken dass mir hin und wieder Einblicke in geballte  Kraftpakete gewährt sind.

Gasmotor V20

Das kleine Motörchen, mit Erdgas gefüttert, schafft gemütlich 1400 PS mechanischer Power da können so ziemlich alle Sportwagen einpacken.

Und was lehrt uns das Ganze, alles ist relativ, ist auch gut so.

Und was mach ich, ich tüftle am Energieerhaltungsgesetz.

Fleissig Getorkenringt

Luisa, wieder mal im Bildarchiv gestöbert.

Torkenring

Industriearchäologie pur, das waren noch Zeiten, IBM Torkenring auf universeller Gebäudeverkabelung. Und ich dachte ich hät da richtig den letzten Technikschrei zwischen den Fingern. Ich glaub das war Globus um die 1999er Jahre, Projekt IT Erneuerung, Wechsel vom Typ 1 System zu ACO.

Böxli Part II

Und wenn ich nicht in irgendwelchen Untergründen herumirre so bau ich meine Böxlis, eine Weiterentwicklung zur RTU die, ganz banal, Zählerdaten, Enegie und Verbrauchsdaten, lesen kann.

Beetlebox

Heute laufen nun alle 7 Böxlis was meinerseits nen gepflegtes Judihui entlockt. Ein weiterer Meilenstein nach 6 Wochen Vollgas, 6 Tagewoche, wär geschafft.

Picatta Milanese

Somit, was feines Kochen kommt gut. Abnehmen ist eine gemütliche Mission und schliesslich besteige ich noch immer den Üetliberg 2 mal Wöchentlich.

Luisa

Und all jene die inzwischen vergessen haben wie ich aussehe.  Voila ein aktuelles Bild von Luisa in der Üetlibergwildnis.

 

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