Oder „wo sich Bundes-Chasperlis verstecken“ frei nach Aussage Martin Pfister wonach er Sitzungen vermehrt im Bunker abhaltet.
Und dieser Bunker ist durchwegs mit viel Mysterien behaftet. Niemand weiss so richtig um dies Bauwerk und doch ranken sich etliche Gerüchte. Einst gebaut, um die Jahre 1980, in grosser Geheimhaltung , sickerten einige Lokal-Beobachtugen bis in Schreiberstuben internationaler Pressestellen. Der K20 war enttarnt und die Koordinaten, im Format LV03, gar im Spiegel publiziert.
Und doch wusste niemand so richtig und auch ich bilde hier keineswegs die wissende Ausnahme.
Aber, die sichtbar unsichtbaren Spuren stimulieren die Neugierde und gleichermassen die Fantasie. Dies sei Grund für die herumgeisternden Publikationen und dies sei auch der Grund zu meinem Besuch neulich.
Alles beginnt beim Luftbild, dies zeigt das Ende des Ortes Kadersteg nahe der Talstation Sunnbüel.

Und an dieser Position treffen sich viele Neugierige den dies Eck hats Faustdick hinter den Ohren, respektive hinter den Büschen. Die Tarnung ist perfekt, vom mächtigen Vorbau ist keine Spur. Einzig die drei Becken einer Aufschwemm-Kläranlage machen den Spion stutzig.

Die Amtliche Vermessung (im Bild Regio-GIS BEO AV) kennt zwischen Tor, Kander und Felsen eine durchgehend satte Fläche. Da hilft nur eines, ein Spaziergang vor Ort.
Bei diesem Ausflug wird bald klar, wir befinden uns auf militärischem Gelände.

Dazu passend, wie wirs hundertfach gesehen haben, das Munitionsdepot in EX-Sicherer Ausführung.

Auch sonst sind überall verstreut zwischen überdimensionierten Parkplätzen, Militärisch genannt MWD, einige Leicht-Bauwerke wie wir sie aus WK-Zeit kennen.

Auffällig sind die überall installierten Kameras im Gelände welches wir, ohne überklettern irgendwelcher Abschrankungen , friedlich besuchen konnten.
Hightech ist auf dem Areal ungewohnt dominant verbaut. Am Eingangstor des ominösen, geheimnisumwitterten K20 meldet sich eine Tafel die meine Neugierde nochmals so richtig stimulierte.

Wie üblich sind Verbote die genau richtigen Botenstoffe ums Luischens Energie richtig intensiv zu entfesseln. Nichts desto trotz, ich bin nicht dumm also machte ich was wahrscheinlich bereits einige Jornis vor mir machten. Namentlich unauffällig und immer freundlich in alle Kameras hinein lächelnd, das abgesperrte Grundstück aussenrum erkunden. Da die Katasterfläche 1348 nicht vollständig Eingezäunt ist, gibt’s, ohne eine Verletzung der Dienstbarkeit, Einiges zu gucken.

Der K20 ist bestückt mit einem breiten, nach oben öffnendem Tor. Kameras, Ortsfunkantenne und sonstiger Krimskrams ist auch an dieser Fassade reichlich verbaut. Die Lastwagenzufahrt ist mit kleiner Wendefläche ausgestattet. Alle Armee-Lastwagenmodelle können so bequem in Rückwärtsfahrt in den bepflanzten Vorbau verschwinden.

An der linken Gebäudeseite sichtbar das Häuschen der Wache und im Vordergrund die 3 Becken der Aufschwemmkläranlage.

Die Befensterung an der Südfassade ist mit klaren Vollglaselementen ausgestattet. Hinter dem Klarglas sind aufeinandergestapelte SBB-Palletten-Rahmen zu erkennen, auch wieder ein typisches Stillleben wie wirs aus em WK kennen. Das Betonbauwerk schliesst satt an die steile Felswand. Aussagen der ansässigen Kandersteger Bevölkerung wie auch Eigenbeobachtungen bestätigen, am Anschluss an den Betonbau beginnt ein Untertagebau unbekannter Grösse. Das hinter dem Häuschen was Grösseres beginnt scheint einleuchtend.

Unterhalb des Hauptvorbaus, nahe der Kader liegt ein vergittertes Stollen-Portal welches ich erst bei Durchsicht der Bilder in warmer Stube erkannte. Über dessen Funktion kann nur spekuliert werden. Ein Notausgang indes schliesse ich aus. Der Fluchtweg wäre unsinnig in solch Nähe zum Hauptportal. Es gibt jedoch ungeklärte Felseinschnitte hinter dem Gebäude welche im ALT3D erscheinen. Die Felderkundung der Einschnitte hätte jedoch die Verletzung der Dienstbarkeit auf 1348 bedeutet.
Es gibt Publikationen, gestützt auf Aussagen einiger Anrainer, wonach die K20-Untertageanlage über Anschluss an den Lötschbergtunnel verfügte. Ein möglicher Notausgang würde hierbei die Taktischen Anforderungen erfüllen.
Fakt ist, die Direktdistanz Horizontal K20 Portal zum Autoverland-Lötschbergtunnel beträgt 300 m. In der Vertikalen liegt der Lötschbergtunnel 16 m tiefer Boden K20.
Auch der Schutt wäre um Längen unauffälliger per Bahn abtransportierbar gewesen. Genaue Erkenntnisse zu jener Bauzeit liegen indes keine vor. Ich berufe mich hierbei einzig auf die, von diversen Tageszeitungen, publizierten Lokalaussagen.

Letztlich gibt’s nur eines, meiner Phantasie freien Lauf lassen um die Stollen meiner Vorstellung entsprechend darzustellen. Ich könnte richtig liegen, ich könnte aber auch komplett falsch liegen. Im Süden gibt’s die natürliche Grenze des Kandertobels. Im Nordwesten endet der markante Felsvorsprung bei 200 – 300 m und im Osten schneidet der Lötschbergtunnel das Felsgelände.
Die Karte ist eine Mischung aus Amtlicher Vermessung und ALT3D. Im ALT3D ist die getarnte Gebäudestruktur eindeutig auszumachen. Auch weitere Details erscheinen in der 3D Schattierung aus dem dunklen heraus Wald.
Meine angenommene Hauptstrecke zieht in leichter Kurve wenige Meter über den Lötschbergtunnnel hinweg. Grundstrecke ist auf meiner Zeichnung, gelbe Fläche, ca 460 m lang. In Nordrichtung sind Kavernen für Führungsinfrastruktur, Unterkunft und Versorgung angelegt. Kurz vor Ende des Haupttunnels neigt sich eine Stecke Richtung Lötschberg Nordportal. Weils so schön war, en kleines Föteli des besagten Portals.

Portal Nord Lötschbergtunnel.
Zurück zum Thema, mein genannter Süd-Nordstollen sollte in sicherer Distanz, 300 m ab Nordportal auf den Lötschbergtunnel treffen. Der sanfte Neigungswinkel könnte ein Normalspurgleis aufnehmen um Schutt während dem Bau abzuführen. Dieses Gleis wiederum wäre im Kriegsfall ein gedeckter Zubringer für die K20 Versorgung.
Wie ich bereits ausführte gibt’s Aussagen wonach Schutt aus unbekannter Region transportiert wurde.
Tatsache ist, am Lötschbergtunnel gibt’s weitere Mysterien die ich, so glaube ich, eher weniger mit dem Bundesratsbunker K20 zusammenhängen trotzdem sind diese nicht minder interessant. Und, auch relevant, bei unserem K20 Spaziergang lagen die zwei Erdlöcher quasi am Weg. Fast logisch das wir in diese Öffnungen hinein kriechen mussten.

Die zwei Stollenmüder sind Tagseitig vom Betonblöcken verstellt. Ein Abbruch versuchte einst die Zugänge zu versiegeln was nicht hundertprozentig gelang. Nahe Tag sind zusätzlich mehre Räume zwischen den zwei Stollen angeordnet.

Beide Stollen treffen nach wenigen Metern zusammen und vereinigen sich zu einem doppeltem Stollenwerk. Dieser Bau wiederum schliesst an den Lötschbergtunnel. Die Verbindungsstelle ist mit festen KS-Blöcken vermauert.
Über den Lötschbergtunnel ist vergleichsweise wenig dokumentiert. Die beiden Stollen könnten, meine Vermutung, zur Belüftung beigetragen haben. Sie sind, was so deren Zustand erahnen lässt, vor der Lötschbergtunnel-Sanierung 2018, angelegt. Ob die beiden Röhren jedoch aus Bauzeit Lötschbergtunnel 1906 bis 1913 stammen bezweifle ich.
Fazit,
Zum K20 sind noch heute einige Geheimnisse bestehend. Die Armee gab sich alle Mühe dies Werk neugierigen Blicken zu verbergen, was, so aus meiner misstrauischen Sicht, eh im Grundsatz suspekt erscheint. Die Architektur ähnelt zahlreichen Anlagen aus jener Zeit. Unscheinbare Eingänge aber ein wuchtiges Oho dahinter.
Herr Martin Pfister ist mir an jenem Tag nicht begegnet. Ich bezweifle weiter den aktuellen Nutzen als Bundesratsbunker, zu bekannt, international, ist dieser gegenwärtig. Das sich die Regierung zu schützen weiss und bereit ist sich weit über demokratische Grenzen hinwegzusetzen wissen wir seit Pandemiemassnahmen- Schlachten. Insofern dürfte der Bundesratsbunkerbestand lange bei K40 oder höher liegen. Wenn ichs wüsste wärs womöglich um mich geschehen also bleibe ich mal weiter bei den, vergleichsweise harmlosen, Bergwerken. Von denen solle es im Kandertal auch noch einige geben.







































































































































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