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Archiv der Kategorie 'Transgender'

Blick ins Fotoalbum

am 03. September 2017 unter Transgender, Vergangenes abgelegt

Es gibt manchmal sehr bewegende Entscheide so wie etwa die Auflösung des Trans*-Stammtisches. Solch Entscheide  sind gern wiederkehrende Gelegenheit um im Fotoalbum zu stöbern und nach Erinnerungen zu forschen.  Da dies Blog auch mein geistiges Gedächtnis darstellt  und dies über die erkundeten Bergwerke hinaus, eine kleine Bilderschau der Luisa.

Luisa

Ich glaub dies Bild knipste meine damalige Freundin Monika Poser von mir. Behaupten tue ich dies sei im Jahr 1983 gewesen. Ich sitze im Cafe City Oerlikon und im Hintergrund ist noch die Gebäudezeile am Sternen Oerlikon, vor der Gentrifizierungswelle, zu erkennen.

Luisa

Die wilden Jahre vor Millennium sind geprägt von einer androgynen Artikulationsform. Experimentelle Sexualität, BDSM, Techkno, und das Kreative allgemein wirken sehr anziehend auf mich.  Gleichzeitig folgt, nach Beendigung meiner Kleinkriminellenkariere, eine neue Welle gesellschaftlicher Konflikte.

Luisa

Nen BDSM-Stammtisch, so plus minus der erste, entsteht im Widder Winterthur. Erster Meilenstein, ich bin Trans oder ich bin auch Trans, wissen tue ichs nid so genau.

Luisa

Der Switch ist perfekt, ich mach das was ich kann, ich gaff in Computer und ich mach, mir nichts dir nichts, Militär bis Ende Diensttage. Im Bild, Katastropheneinsatz Beckenried, mein letzter WK. Im Hintergrund, mein Vorgesetzter, naja ich weiss nimmer so genau wie er hiess.

Luisa

Nachts bin ich Königin der Nacht. Ich beehre Herrn Valentino an erster Stadtzürcher Dargqueenparty im Mascotte. Das Pola-Bild ist ziemlich bekannt und war nen Dankeschön fürs gegebene Fernsehen-Interview.

Luisa

Es steigt die wilde Zeit eben so wilder Partys. Fetisch, BDSM, Trans und meine überaus kommunikative Art vermengt sich zu einer hektisch pulsierenden Lebensform wer indes der hohe junge Mann neben mir ist, weiss ich leider heute nimmer.

Ich bin, Anno Domini 2000, in Jahren meiner absoluten Vitalität angekommen, Schlaf scheint in jener Zeit eine äusserst seltene Tätigkeit zu werden. Indessen ist der Glimmstängel längst nimmer mein Begleiter und mein Körpergewicht, steigt leider stetig aber unaufhaltsam.

Luisa

Es folgt, ab Mai 2001 der TG-Stammtisch,  damals im Club 696. Im August 2000 beschloss ich nur noch als Luisa zu leben.

Weiteres zu meiner Geschichte auf Luisa.net unter Bio

TG-Stammtisch ich sage tschüss

am 02. September 2017 unter Transgender abgelegt

Liebe Trans*Menschen  und Interessierte

16 Jahre sind genug

Als wir, ein recht illustres Idealistinnen-Grüppchen, damals am 31. Mai des Jahres 2001, das erste TG-Treffen organisierten dachten wir nie dass diese monatliche Zusammenkunft noch ganze 16 Jahre überdauern würde.

Luisa im 2004

Und es wurden 16 Jahre in denen ich, als letzte Verbleibende, viele, viele interessante Menschen kennenlernte und in einige Transbiografien, teils sehr nah, Einblick erhaschte. Auch ich durchlebte meine ganz eigene Trans*-Biografie und doch, jener Moment der sogenannten Transition mit allen damit verknüpften Fragen rückte mit fortschreitender Zeit weit in die Vergangenheit. Viele MitstreiterInnen, dieses oft steinigen Weges, waren auch mir wichtige Stütze auf dieser Reise genannt Transition. Heute nun ist diese Transition wichtige Geschichte aber eben, seit meiner Geschlechtsangleichenden Operation, ganze 11 Jahre zurück.

Dies wie auch die Tatsache dass die Transcommunity heute über eine Vielzahl von neuen Angeboten verfügt, veranlasst mich dazu den regelmässigen Freitagsstammtisch definitiv zu streichen. Ich bin für viele Trans, die wichtige Unterstützung brauchen, längs nimmer mögliche Identifikationsfigur indessen war ich stehts stark verwurzelt in der Geschichte des Transensyndikats. Logisch das neue Angebote, initiiert von  jungen Transmenschen, zahlreicher frequentiert werden. Anderseits wars für mich je länger je schwieriger ein geeignetes Treff-Lokal zu finden. In der bornierten Hipster-Stadt Zürich schwanden zunehmend witzig, kreative Gastro-Projekte, wichtige Orte für unsere Zusammenkünfte. Für mich und eine sich austauschend wollende Transgruppe wurde der Raum zunehmend eng gleichzeitig entstanden zahlreiche wirklich tolle Gruppen die klar jede Unterstützung verdienen.

Nach 16 Jahren nun, mit eindeutig zwei weinenden Augen,  sag ich Tschüss doch nur ganz klein Tschüss. Nach wie vor bin ich, mit meiner Geschichte, Teil der Trans*Community und solange eine Jung-SVP über uns lästert und uns der Dekadenz bezichtigt, wird mein Engagement umso wichtiger sein.

Noch ist meine  Lust gross zu machen denn als solches bezeichne ich mich gern, sprich als Macherin, und jener Space der nun frei wird, gibt Raum her für neue tolle Projekte.

Konkret solle die  Domain http://www.transensyndikat.net wie auch die dazugehörige Webseite als Informationspool weiter leben.

Die Facebookseite wird auch bleiben, ich habe an dieser viel Freude und meine Lebensgefährtin Christina pflegt dies Werk mit qualitativ hochstehenden Beiträgen.

Das Forum werde ich längerfristig löschen. Die Beiträge sind fern jeglicher Aktualität und die Interaktivität, bedingt durch die, in die Jahre gekommene PHPBB-Software, ist nur noch teilweise gegeben. Hinzukommend ist meine Lust eher gering um dem Forum wieder etwas Dynamik einzuhauchen.

Der Stammtisch ist, wie geschrieben, nimmer, nichts desto trotz wird’s wahrscheinlich wieder Aktionen wies Trans-Fondue oder den TG-Brunch geben.  Auch hätt ich Lust mal nen Filmabend aufzugleisen.

Und mich gibt’s eh immer noch,

In diesem Sinne, keine Sorge, nicht nur, aktuell, die Archäologen, werde ich aufzumischen wissen. Es gibt noch viel und noch viele um richtig intensiv aufzumischen.

Es war ne saugeile Zeit, wir, Ihr, Romelle, Cornelia, Esther,  Christina, Martina, und viele mehr, wir haben echt bewegt.

Wir waren wichtiger Impuls in dieser, hiesigen Transcommunity. Ohne unser Dazutun wären Aufklärungsfremde SVPler der Regelfall und wir eine massiv diskriminierte Subkultur. Wir sind heute selbstbewusste, stolze Persönlichkeiten, anerkannte Mitglieder, Mitgliederinnen, einer, so hoffe ich, aufgeschlossenen Gesellschaft. Diese Tatsache ist a) nicht Gottgegeben und b) definitiv auch unser Verdienst.

Ich erinnere mich an 16 sehr bewegende Jahre in denen wir, die Transcommunity, vom der Avantgarde-Ecke uns zur starken Lobby herauf arbeiteten. Viele Knochen warfen wir der Gesellschaft vor die Füsse an denen noch lange zu beissen ist. An diesen Knochen war unser Grüppchen, zeitweilig mit recht viel Impact bestückt, nid gänzlich unbeteiligt.

Und ich erinnere mich an ganz viele tolle Menschen die ich gerne wieder treffen würde.

Danke Euch für all die schönen Stunden.

Liebs Grüessli

Luisa

Trans* das neue Biedertum

am 16. Juli 2017 unter Politischer Grunk, Transgender abgelegt

Eine historische Betrachtung im Spiegelbild meiner Selbst.

Es ist lange her als ich mich zu einer, mehr oder minder beschwerlichen Metamorphose vom Manne zur Frau entschied, ein Weg voller qualitativ hochstehenden Uneindeutigkeiten. Damals, ich voller Tatendrang, glaubte an dies Grenzensprengende Phänomen Trans*. Grenzen hielten sich bis anno Dato hartnäckig und bestimmten nachhaltig und dogmatisch unser Alltag. Es war festgelegt ein weibliches Verhalten, ein männliches Verhalten und ein riesengrosser daraus resultierende String, festgesetzter Normen lies kaum Luft zum Atmen.

Als Teenager prägten mich Menschen die, in gewisser Impertinenz, Geschlechtergrenzen sprengten und, im Windschatten des Erfolgs, so ziemlich auf jede Definition scheissten. Namen wie David Bowie oder später, Pete Burns von der Band Dead or Alive waren quasi meine Idole denen ich die bitter nötige Avantgarde in starren Gesellschaftsstrukturen attestierte.

Später wars die Hausbesetzerszene, die Technokultur  oder auch der Fetisch-Lifestyle welcher mich zur Hinterfragung gegebener Genderregeln veranlasste.

Luisa mit Mädels

Es war das Jahr 1999 als noch alles offen stand und wir Mädels keinerlei Begrifflichkeiten fürchteten.

Und es sollte ein Befreiungsschlag werden, die Bewegung Trans* die sich allmählich aus kleinen Gruppen auftat  zur Inanspruchnahme des eigenen Selbstverständnisses. Wir versuchten alles mal gehörig durch den Fleischwolf zu drehen und lehnten jede neu kreierte Schublade kategorisch ab. Genderfluid, BDSM, Quer, Drag und viele weitere Artikulationsformen, ohne deren Nennung, eroberten wir im Sturm während die gaffende Gesellschaft ungläubig den Kopf schüttelte und dies unbekannte Gebilde nicht verstehen wollte. Gleichzeitig wollten wir Teil des gesellschaftlichen Lebens sein und unseren Platz inne haben.  Ein neues starkes Selbstbewusstsein, im Stile der CSD Ikone Sylvia Rivera, keimte auf .

Es schien so als würden alle Träume wahr werden und viele Grenzen, Mauern, in Schutt und Asche zerbrechen. Kurze Zeit treten uns weder Landesgrenzen, noch Gendergrenzen, alles war im Fluss und die Möglichkeiten erreichten unerschöpfliche Dimensionen.   Doch der Eindruck war nur von kurzer Dauer und keineswegs objektiv, unser Avantgardetürmchen begann allmählich zu bröckeln.

Chefideologen und Papiertieger- Professionalisierer begannen dies zarte Blümchen Trans* in neu gebaute Korsette zu pressen.  Ganze Registerkästen mit neuen Schubladen wurden errichtet und einer generell strukturliebenden Gesellschaft vorgesetzt.

Die Freiheit war geprügelt, nun musste jeder, jede, sich präzise ins passende Schublädchen einordnen. Begriffe wie Passing setzten neue dogmatische Richtlinien fest ab welchem Punkt die gesellschaftliche Akzeptanz eingefordert werden dürfe.

Begriffe denen ich nie Bedeutung schenkte, drängten mich zunehmend ins enge Korsett des starren Alltags. Was anfänglich mit der positiven Idee des „Trans-Sternchen“ begann, endete in einer Definitionsschlacht mit immer neuen Terminologien. Die Reihe der LGBTIB-und-so-weiter-Buchstaben vermehrte sich inflationär und markiert heute zunehmend neue Ausgrenzung statt der gewollten Diversität.

Parallel zu dieser fortschreitenden Dogmatisierung innerhalb der Trans*-Community öffneten sich Spitäler und Entscheidungsträger (Gutachter, Gerichte) gegenüber zahlreichen neuen, möglichen Lebensformen.  Eine verkehrte Welt machte sich auf. Unsere hartnäckigsten Gegner, Vertreter des repressiven Staatapparats und der Entscheidungsgewalt, reichten uns Hände, respektive Ohren, und inkludierten uns in die Entwicklungsprozesse neuer Trans*-Behandlungsrichtlinien.  Es geschah indes eine reziproke Entwicklung innerhalb der Community geschürt diese unter anderem von interner Intoleranz und wachsenden Grabenkämpfen.

Die Trans*-Bewegung entwickelt sich zu begehrtem Profilierungsfeld für Theoriewälzer und Korsettdogmatiker. Eine Entwicklung derer ich mit viel Skepsis begegne. Eine gewisse Furcht überkommt mich, jener revolutionäre Ansatz vergangener Tage vermisse ich heute zu tiefst.

Trans*fahne

Die Transfahne, für mich ein gültiges Symbol grenzübergreifender Lebensbetrachtungen. Noch heute ist für mich Trans* keineswegs absoluten Werten verknüpfbar.  Es ist mir wichtig meine ganz spezielle Individualität zu leben und wenn noch heute nicht alles restlos eindeutig erscheint so nenne mich doch bitte weiterhin „Luisa“.

Links
Eine wichtige Transrevolutionärin faulenza.blogsport.de

Einhornrap

am 22. November 2016 unter Musikalisches, Politischer Grunk, Transgender abgelegt

Ich bin zwar ganz und gar nicht im Hiphop Zuhause doch manch Text mag mich, mit meiner ganz eigenen Biografie, zutiefst bewegen.

FaulenzA , eine politisch links engagierte Queerdenkerin, spielt HipHop mit Texten aus dem Alltag einer Trans* Frau.
Kräftige Texte mit viel Trans*Power und ebenso Bildstarke selbstbewusste Videos .

FaulenzA aus Einhornrap
Eher So Geht So

Und noch ein weils so schön ist,

FaulenzA: Schönheitsideale

Liebe FaulenzA, danke für dies nötig, kräftige Statement, meine Woche ist gerettet.

Links zu FaulenzA
https://www.facebook.com/Faulenza
https://www.springstoff.de/artists/faulenza
http://faulenza.blogsport.de

Transphobie wird Salonfähig

am 07. April 2016 unter Grungisches, Politischer Grunk, Transgender abgelegt

Neulich Nacht, zu nicht allzu später Stund, im Schweizer Fernseher, eine zu Grossteilen Zuschauergebührenfinanzierte staatliche TV-Anstalt, flimmert Dreamteam Giacobbo/Müller über die Mattscheiben. Genannte zwei Herren, Viktor Giacobbo und Mike Müller nennen sich Satiriker und lästern Doppelt gemobelt, im 3 Minutentakt, über allerlei real existierende Minderheiten und dies tief unter aller Gürtellinien.

In der Sendung Giacobbo/Müller vom Sonntag 3. April 2016 war die Umbenennung der SP Frauen in SP Frauen* Thema ihrer transphob ausufernder Hetze. Fern jeglichen Satire, scheinen die gebürtigen Herren, des schlechten Geschmacks übermächtig, sich vornehmlich auf die Fähigkeit des Pickeln im Stehen zu fokussieren. Despektierlich anwendend der Begriff Transe, respektive SP-Transe, zahlreich die 3 Minuten füllend, wird, wohl verstanden staatlich öffentlich rechtlich, rege transphobische Scheisse heraus gelabbert.

Ganz im Sinne des aktuellen Zeitgeistes alla AfD und SVP, werden Minderheiten zunehmend diskreditiert und diskriminiert. Diesmal warens Menschen mit abweichender Geschlechtsidentität, morgen könntens Schwule sein, übermorgen sind Personen ohne Schweizer Pass dran und in naher Zukunft rennen vielleicht gar Killerkommandos durch die Strassen und morden alle die, welche nicht ins normative Schema etwelcher Volksverhetzter passen. Genannte zwei Herren Viktor Giacobbo und Mike Müller dürfen sich durchaus des Attributs Volksverhetzter mit erfreuen.

Satire endet da wo Hetze beginnt. Der Anfangspunkt einer Hetze sei gesetzt bei Transenwitz, Giacobbo/Müller machtens neulich vor, und die tragische Fortsetzung könnte schlicht in Hassmord enden. Soviel Giacobbo/Müller darf in einer friedlich zusammen funktionierenden, demokratischen Struktur definitiv nicht sein.

Es kann nicht sein das Minderheiten auf tiefster Genitalebene diskreditiert werden

Es kann nicht sein das der „Transenwitz“ wieder Salonfähig wird

Wir Trans* Menschen und alle freiheitlich, denkenden Gesellschaftsmitglieder und Mitgliederinnen müssen definitiv dieser Entwicklung entschieden entgegenstehen.

Somit, liebe Leserinnen und Leser, bitte ich Euch zur Mitunterzeichnung folgender Petition:

Wir fordern eine öffentliche Entschuldigung von Giacobbo / Müller bei Transmenschen

Giacobbo / Müller

 Ich bedanke mich hiermit für die zahlreiche Unterstützung der Petition.

Nazialarm oder ein Wohnquartier wird von beschränkten Bullenhinrnern annektiert

am 31. Mai 2015 unter Grungisches, Politischer Grunk, Stadtindianer, Transgender abgelegt

Die Begegnung der transphoben Art, Tatort Züri Lochergut

Ich war, wie so oft die Tage ein und aus, in meinem Wohnquartier unterwegs. Heute, anfänglich beim Kaffee mit meiner Liebsten im Lochergut ,sollten anschliessend einige Einkäufe erledigt werden. Also steuerte ich in Begleitung meiner Lebensgefährtin in nebenan liegendes Coop-Lädeli wobei Lädeli, zugegeben, sichtlich untertrieben wirkt. Knapp vor deren Eingang erpirschen mich zwei Polizisten im zivil, Männchen und Weibchen im Duett.

Ruppig werde ich aufgefordert ihnen zu folgen und mein Ausweis auszuhändigen. Die Polizeimarke die mir unfreundlicher Herr der Schöpfung hastig entgegenstreckt, bin ich in der kurzen Sequenz, ohne Brille, nicht befähigt zu lesen. Meine Frage wieso ich mich solch einer unangenehmer Prozedur, am Eingang des Coops stellen muss, wird mit der trivialen Lüge beantwortet ich gleiche einer Person währenddessen meine Lebensgefährtin mein Verschwinden wahrnahm und in Folge zurück zum Ladeneingang kehrte. Dortig angekommen bemerkte sie meine Unangenehme Lage und Fragte nach weiteren Einzelheiten worauf Obercop des Zweiergespanns meine Liebste anschnauzte und zu 2 Meter Abstand verdonnerte.

Nachdem die obligate telefonische RIPOL-Anfrage ein negatives Ergebnis zu meinen Personalien brachte, schien das Männchen dieser unangenehmen Spezies um Exponenten bissiger zu wirken. Weibchen, Frau Zivipolizistin, wiederum wirkte komplementär zu dessen Kollege, äusserst Wortkarg und eher Auskunftsscheu. Einzige Frage die das Zivi-Weibchen an mich richtete war ob ich verbotene Sachen in meiner Handtasche mitführte.

Also, musste, nachdem sich offensichtlich über mich keinerlei Einträge im RIPOL fanden und ich eh aus deren beschränkten Hirnern immer noch äusserst suspekt wirkte, meine Geldbörse und meine Handtasche durchsucht werden. Auch diese, Juristisch nicht wirklich haltbare Aktion, brachte aus deren Sicht nicht die erhoffte Wirkung.

Coop Vorplatz

Tatort am Mittwoch den 27.5.2015 um ca 17:30 Vorplatz Coop Lochergut 681456 / 247763 / 412m

Die kleine Analyse nachträglich in aller nötigen Ruhe lässt ein einziger Schluss zu.

Ein Polizistenteam in Zivilkleidung macht Jagt auf sogenannte Briefchendealer. Irgendwo erpirscht mich das Zweiergespann beim Gespräch mit meiner Holden. Die Tatsache das ich zwar wie eine Frau gekleidet bin und auch wie eine aussehe aber meine Stimme, aus deren Verständnis heraus, gar nicht zu einer Frau zu passen scheint, wirft mich sogleich schlagartig auf die Verdächtigenliste.

Ziemlich bald haben mich die zwei Vollpfosten als Trans zu identifiziert. Logische Schlussfolgerung ich zuunterst in der Nahrungskette und sie, die herrschende Rasse welche sich sämtlicher Rechte bemächtigen kann, hat, des Auftrages willen, mich mit aller Hartnäckigkeit zu filzen.

Bullendenken, ist einfach und logisch, Trans gleich Drogendealer weitere mögliche Optionen allerhöchstens, Drogenprostituierte. Dies begründet deren Hartnäckigkeit und Verbissenheit beim durchwühlen meiner, ausnahmsweise, praktisch lehren Handtasche. Gefunden haben sie gar nix, eine Entschuldigung folgte keine stattdessen machten sich die beiden Zivibullen stillheimlich, etwas geknickt, vom Acker.

Ich, mit jeder Erfahrung reifer werdend, würde heute definitiv Einiges anderes machen. Der Kontrolle, unter denen gegebenen Umständen, tät ich mich wahrscheinlich erstmals mit einer sanft dosierten Renitenz zu entziehen versuchen. Ein Blick in die Handtasche wie auch ins Portemonnaie tät ich, solange mir möglich, auch erstmals verweigern. Die Anzeige wegen Amtsmissbrauch, obschon ich mir durchaus bewusst bin dass diese von geringer Wirkung wäre, betrachte ich als ein durchaus erstrebenswertes Ziel. Es ist nicht lange her als, in nahen Gegenden, Trans von sogenannten Ordnungshütern aufs schärfste verfolgt wurden. Unsere Sicherheit kann nur mittels Kampf und gezielter Gegenwehr wachsen.

Links:
Gruppe für Menschenrechte
www.augenauf.ch

Der Mann in Highheels

am 06. Dezember 2014 unter Transgender, Vergangenes abgelegt

Oder eine Selbstbetrachtung nach lang zurückliegendem Abschluss meiner Geschlechtsangleichungsphase.

Hin und wieder schaffen jene Welten der sogenannten sozialen Netzwerken freudig, konfrontative Begegnungen. Es sei, trotz allem Verpöntem und oft von mir Kritisiertem, das Kommunikationstool FB manchmal ein regelrechter Jungbrunnen voller Perlen. Die Kunst möge sein, in all dem trüben Wasser die wenigen Perlen aufzuspüren.

Themawechsel,

Manchmal sehe ich mich, mit meiner bewegten Geschichte, bei genauer Betrachtung jener Perlen, konfrontiert mit allerlei Fragen.

Was bin ich, wer bin ich, wohin entwickelte ich mich und wieso durchschritt ich genau diese Entwicklung sind einige dieser Fragen.

Zweifelsohne Fragen die nie so richtig Antworten finden und auch nie finden werden. Trotzdem sind genau diese Fragen wichtig und legitim.

Vieles meiner Person, naheliegend, entwickelte sich im Kontext zu meinem direkten wie auch meinem indirektem gesellschaftlichem Umfeld.

An dieser Stelle einige Bilder, aus meinem Fundus, die einige genannte Fragen immer wieder aufwirbeln.

Bilder die Erinnerungen an Vergangenes generieren. Die Erinnerung an die Vergangenheit wiederum reflektiert meine Entwicklung.

Luisa 2001

Das Bild, im Sommer 2001 entstanden, könnte vielleicht dem Artikel-Titel am ehesten gerecht werden. Böse Zungen äusserten zu jener Zeit solch Aussagen. Und doch war mein Weg in diesem Sommer bereits bestimmt.

Luisa 2000

Winter 2000 im legendärem Club 696

Ich liebte die Theatralik und die Zwei-Seelenvereinigkeit wenn doch ich selber nie so recht wusste was diese Zwei-Seelenvereinigkeit sei. Ich wagte einzig eine Wortkonstruktion aus damalig üblicher gesellschaftlicher Betrachtung des Zweigeschlechtersystems und meinem empfangenem Unverständnis.

Luisa 1999

Üetliberg 1999.

Ein auskitzeln gesellschaftlicher Schranken die, wie sich zeigte, doch enger gesetzt waren als anfänglich Gedacht. Ob sich heute viel änderte mag ich zeitweilig anzweifeln obschon ich, wie die meisten Menschen, einer überaus grossen Ungeduld unterliegen.

Und heute,

die Entwicklung war zu meiner vollsten Zufriedenheit.

Denn,

Als ich damals im Kleid durch die Strassen schlenderte, beschimpfte man mich als Tunte und manch Handgreiflichkeit musste ich ertragen.

Wenn ich indes heute im Tarnanzug durch die Gegend flitze, so bin ich allerhöchstens eine Kampflesbe und alle nehmen reichlich Abstand von mir.

Insofern gewann ich an Freiheiten zu sein wie ich will ohne, aus meiner Sicht, Einbussen in Kauf zu nehmen.

Und doch,

das Unwort „Toleranz“ welches in unseren Kreisen leider immer noch weit herum kursiert, sollte längst Beerdigt sein.

Einzig richtig passendes Substantiv ist und bleibt „Respekt“. Ergo bleibt so glaube ich, noch viel zu tun. Insbesondere der Blick über die Landesgrenzen hinweg lässt mich hin und wieder zutiefst erschaudern.

Inspiriert zu diesem Texte hat mich der „Der Mann in Highheels“ wenn doch dieser Mann viel mehr als nur der Mann in Highheels ist.
Andy der Mann in Highheels www.andym.ch

Christus-Fundamentalisten im Vormarsch

am 27. Januar 2013 unter Politischer Grunk, Transgender abgelegt

Es ist zweifelsohne zeitweilig eine beängstigende Epoche die wir zu durchleben haben. Ich machte meine GAOP und lebe seit Stangen Jahren mit meiner Holden zusammen im Glauben des Friede-Freude-Eierkuchens doch weit gefehlt. Die Tatsache das wir zu Zweit in einer, wollen wir sagen des Denkens, Grossstadt leben könnte, eine falsche gesellschaftliche Harmonie vortäuschen.  Alles andere ist in der Provinz und im benachbarten Ausland am laufen. Christlich Religiöse Fundamentalisten, die selbsternannten Kreuzritter, formieren sich und schiessen an Massenveranstaltungen verbal scharf gegen LGBT-Personen. Sie nennen sich Symposien gegen die Zensur und stellen die gesellschaftliche und die gesetzliche Akzeptanz  von Schwulen und Transpersonen mit Medizinbiologischen Experimenten am Mensch gleich. Verschwörungstheorien werden aus Radikalfeministischen Texten zusammeninterpretiert . Feministinnen und  Pharmaindustrie  sollen gar zusammenspannen um die so bezeichnete Naturbestimmte Familie abzuschaffen. Es wird, unter Zitat etwelcher Trivialwissenschaftlicher Publikationen,  an denen Symposien, von entstelten Menschenklonen berichtet.  Die Menge jubelt und weiss um Gottgewollte stärke.

Es ist, halt, gar nix wird besser auch wenn manche dies behaupten , der Hauch von gesprochenen Blabla zu umgesetzter Militanz gegen uns LGBT-Menschen so dünn wie ein Blättchen Papier. Nicht weit fern, in Paris wie auch in Madrid, um nur zwei Städte zu nennen,  rennen Christliche Fundis auf die Strassen um gegen die anerkannte gleichgeschlechtliche Partnerschaft zu Demonstrieren. Ich erinnere, nicht lange her ist es als unsereins, im Deutschen Reich zu Asozialen abgestempelt, in der Nazimaschinerie  umkam. Im Süden zur gleichen Zeit und weit über mein Geburtsjahr hinweg baute  eine Christliche Vereinigung, genannt hier der vom Vatikan massiv unterstützte Opus Dei, ein gekonnter Verfolgungsapparat missbilligen LGBT-Personen auf.

Konspirativer Haufen im Raygrodski

Konspirativer Haufen im Raygrodski

Und heute, so scheints mir, wollen diese Idioten die tragische Geschichte wieder auferstehen lassen. Dabei nicht ausser acht zu lassen, keineswegs ist hier die Rede von wenigen isolierten Kreuz.net-Fundis im Gegenteil, hinter dieser neuen Bewegung religiöser Fanatiker verbirgt sich zunehmend ein grossteil der populistisch agierende Rechte welche mit einfachen Lebenswerten im Christusteich nach neuen Parteimitgliedern fischt.

Ein explosives Gemisch macht sich breit, gebraut aus Neukirchen, konservativen Katholiken, Christlicher Volksparteiler, allen voran die Walliser, und der hiesig herum bellenden Rechte in Form der SVP. Keineswegs kann dieser Haufen als besonders Demokratisch betrachtet werden, bekannt sind sie, insbesondere im Lager der SVP für masslose Entgleisungen auf Facebook und co.

Und wir, genannt eben die LGBT-Personen stehend für Lesbian, Gay, Bisexual und Trans, was machen wir mit dieser, keineswegs neuer Tatsache? Es scheint mir das gar nichts besser wird nur tun alle so als würde alles viel besser werden. Eine Buchvernissage  war mir am Mittwoch zuteil. Genannt dieses „Das Geschlecht der Seele“ von Tanja Polli und Ursula Markus zum Thema Transsexualität, Transgender und ich dachte an ebnen dieser Buchvernissage, die ganze Welt lacht über uns. Wir sind sowas von Lustig, wir tanzen, musizieren, singen und dekorieren, dies Minute für Minute an der Vernissage und Seite für Seite im Buch.

Es ist, meiner Meinung nach ein Gedanke wert das Freiheit keineswegs ein geschenkter Wert ist und das all die gewonnenen Errungenschaften schnell wieder verschwinden könnten, dass in den meisten Ländern rund um den Globus, wir verfolgt werden und das vielleicht wir solche Verfolgung hier erleben könnten.

Es ist, höchste Zeit wieder für unsere Rechte einzustehen und nicht faul auf gewonnenen Lorbeeren zu verhangen.

Es wird überhaupt nichts besser, ausser wir machens besser.

TG Stammtisch des Sommers, einige Gedanken

am 29. Juli 2012 unter Transgender abgelegt

Welch Glück uns beschert ist,  zumal zumeist die Wettergötter uns friedlich gesinnt sind.

Darum aller Auftakt hier etwas Bilder unseres Monatsstammtisches welcher, bei schönem Wetter,  im romantischen Garten stattfindet.

TG Stammtisch im Five Spice

Und schön war es wahrhaftig das Treffen im Five Spices welches, wie erwähnt, am letzten Freitag im Monat stattfindet.

TG Stammtisch im Five Spice

Doch nun, nach so viel schönen Bildchen, zurück zu einem Thema welches mich überaus beschäftigt, genannt hier die gerne uns abgesprochenen Wichtigkeit dieses Treffpunkts.

Eine um sich greifende Institutionalisierung hiesiger weniger Transgruppen, bezeichnet zunehmend autonom entstandene und autonom gepflegte Treffpunkte als reine Bespassungsorte. Die Wichtigkeit in Hinblick auf eine wachsende Transpower-Kultur wird uns, kleinen Anarcho-Gruppen, gänzlich abgesprochen. Indes ist eben diese genannte Vielfalt verschiedenster konsequent unabhängiger Transgruppen elementar zur Entwicklung eines jeden Einzellen und einer ganzen Bewegung. Die angestrebte Gleichschaltung und Institutionalisierung der Transbewegung kann nicht Mittel zur Stärke sein. Viel eher sind einzelne Gruppen die mit viel Engagement ein funktionierendes Netzwerk unterhalten massgeblich beteiligt am der Entwicklung des Einzellen und letztlich des Ganzen.

Wer hierbei glaubt dass wir jeweils am letzten Freitag im Monat und innerhalb der gesamten, gewachsenen Infrastruktur, uns einzig bespassen möchten, liegt grundfalsch. Im Gegenteil die Eigenart unserer Struktur und deren Konstanz spricht jene an die vielleicht anderswo sich eher minder wohl fühlen. Wir, die Pflegerinnen dieser Gruppe, sowohl des Forums wie des Stammtisches, sind logisch auch eher minder Zuhause bei anderen Initiativen und trotzdem sind diese noch so unterschiedlichen Gruppierungen immens wichtig.  Die Tiefe welche entstehen kann durch die Tatsache dass eine gewisse homogene Eigenart existiert, ist unbestritten von grossem, nicht zu unterschätzendem Wert.

Was gerne, sogenannt professionalisiert, als Beratung angepriesen wird, ist bei uns und bei etlichen anderen kleinen Initiativen, in lockerer Atmosphäre, normale lockere Kommunikation.  Netzwerke entstehen und können weiterreichend, weit über die professionalisierten Strukturen hinweg, konkrete Hilfe bewirken. Eine Transbewegung braucht Räume des Wohlfühlens, wir, die Autonomen, bauen diese.

Es ist somit die Vielfalt absolut existentiell. Ein jeder kann mit denen heutigen Infrastrukturmitteln in dieser Vielfalt das eigene Stimmige suchen und auffinden.

Vielfalt ist auch wichtig für die Bildung einer starken Transbewegung,  ich nenns mal eine Transpower-Kultur. Wichtig, unser Selbstverständnis, ein verdientes Selbstbewusstsein und eine oft nötige Wehrhaftigkeit innerhalb einer starren Gesellschaftsstruktur.

In diesem Sinne, es lebe die Vielfalt

Und ich rede, respektive ich schreibe, vom Transensyndikat

Fünf Speicer

am 26. Februar 2012 unter Transgender, Vergangenes abgelegt

Welch wunderschön romantischer TG Stammtisch neulich.

Wo nicht, alt bekannt bei uns, Technik dominierte, so war doch diesmalig Shootingstar das etwas aus dem Ruder laufendem TGNS. Nichts desto trotz schien hier im Five Spices rein gar nichts aus dem Ruder zu laufen.

Im Gegenteil die Gaumenfreude und alle anderen Freuden schienen sich perfekt und konstruktiv gegenseitig zu verzahnen.

Es ist gebürend gesagt, im Sinne aller +12 Kommender, ein liebes Dankeschön ausgesprochen Niki und dem gesamtem Team welches so was möglich machte.

Wer pure Thaiküche in aller Raffinesse geniessen möchte und trotzdem nicht gleich Apfel, Ei und alles andere hinblättern möchte, dem sei der Besuch im Five Spices an der Zweierstrasse 106.

Und allen dies definitiv nicht kapiert haben sei gesagt,
Wir, das Transensyndikat organisieren jeden letzten Freitag im Monat dortig den Treff.

Link klar zu Five Spices

Forumsupdate

am 21. Januar 2012 unter Seitwärts parkieren, Transgender abgelegt

Seit Bildschirme abfotografieren wieder in Mode ist, will ich hier diesem Trend, äusserst unüblich für mich, gleichtun. Ich jedoch einzig um mein übig strenger Samstag zu dokumentieren.

Welch Hardcore-Nachmittag, Forumsupdate PHPBB und gleich noch lüpfig an der Datenbank herumgebogen. Zum Glück nennt diese Disziplin meine Partnerin Christina deren Eigen. Ich sah einzig Hieroglyphen über Bildschirme wandern. Wahrhaftig, viel Schwarztee war von Nöten um minimal durchblickend zu wirken.

Any, genannt dies technologisch wieder auf Topstand gesetzte Kind, ein Uraltteil meines äusserst  aktiven Lebens, das Transensynidikat

Hierbei insbesondere das allererste Schweizer TG Forum und heute wieder mit frischer Funktionalität und Hintergrundtechnik.

So will ich jetzt aber meiner Disziplin walten und die Kochtöpfe richtig durch schwingen.

Mann, Frau oder sonstwer?

am 07. Oktober 2010 unter Politischer Grunk, Transgender abgelegt

Der verzweifelte Versuch des Menschen die klare Definition seiner selbst zu finden. Ein Trip der starren Dogmen auf dem geglaubten Weg zu sich selbst. Sie sind es, jene Genderreisende die von A nach B wandern und die Existenz von C gänzlich verleugnen.

Es mag mich als Transsexuellen-Forenbetreiberin immer wieder erstaunen wie viel Starre in der Identitätendefinition erwartet wird. Meterweise wird der Frage nachgejagt um, „ich Frau bin“, „immer Frau war“, „immer im falschen Körper war“ oder was auch immer. Sendungen wie jene neulich Abend im Schweizer Fernseher genannt Club heizen die erbitterten Definitionskämpfe in all den Foren weiter an.

Absurd das manch zementierte Rollendogmen erneut,  durch Menschen die eine mögliche, Geschlechtsangleichung durchmachten (oh welch umstrittener Begriff), nachzementiert werden. Wir sind uns dessen uneins was Fortschritt zu bedeuten hat und es scheint mir als würden althergebrachte Rollenmuster, was ist eine Frau, was ist ein Mann, hervorgezaubert werden nur um die Eigenidentität zu finden.

Es behaupten viele die solch eine wundervolle Transsexuelle, Transidentische oder wie auch immer Metamorphose durchmachen dass sie entweder schon  immer Frauen waren oder im Falle der Frau zu Mann-Wandlung (auch wieder  solch ein streitbarer Begriff) schon immer Männer waren. Ich bin schon ganz wirr ab all den Transda, Transdort-Begriffen und überhaupt wie darf ich nun in denn Medien auftreten und was darf ich sein, eine schon immer gewesene Frau die irgendwie nicht immer so wie eine aussah?

Fragen über Fragen und nochmals Fragen, und der Mensch ist immer noch bedacht, genaue Grenzen zu erkennen, das ist eine Frau und das ist ein Mann, Punkt.

Wer bin ich?
Wer weiss dies schon so genau.
Prozesse, Entwicklung, Geschichte formten mich.
Ich freue mich dass mein Name im Pass sich als Luisa Maria wieder findet. Auch freue ich mich über die Definition Weiblich denn ich fühl mich eindeutig weiblicher. Doch viel bleibt meiner Individualität überlassen die viel komplexer ist als nur die zwei starren Gefässe. Und so ist Luisa auch ein wunderschöner Name. Als ich vor vielen Jahren über die Domain Luisa.ch stritt war damals vor vielen Jahren meine Argumentation das jeder Mann ein Anrecht auf ein Frauenname hätte. Heute bin ich per Gesetz kein Mann mehr und ich sehe auch nicht wie einer aus. Statt der Luisa.ch nenn ich die Luisa.net mein eigen. Trotzdem bleibt mein Plädoyer für die Diversität der Geschlechter was die Diversität der Individuen ausmacht.

Eine gesellschaftliche Uniformierung kommt einem kulturellen Stillstand gleich. Wichtig mir, das Erkennen des Menschen in seiner Komplexität und nicht die Reduzierung auf Geschlechter was zumeist mit starren Rollenmuster einhergeht.

Relevantes
Ein Film der bewegte, der mich bewegte über Coco, ein Individium
Traum: Frau
Fast schon erschlagende Erklärungsversuche trotzdem durchaus
a)Interessant
b) sehr gehaltvoll.
diana.tgirl.ch

Traumfrau vs Traum Frau

am 11. November 2009 unter Betrachtungen, Transgender abgelegt

Nein, nie war es Absicht mich dem Diktat einer von der Konsumindustrie eingeschlagenen Lebensform zu unterwerfen, so werde ich nimmer Traumfrau sein, noch zweifle ich am Traum Frau zu sein. Viel eher sind Entwicklungen massgebend welche stetig voranschreiten und immer neue Wege eröffnen. Es ist das Ziel jedes Menschen sich weiter zu entwickeln und das Wohlbefinden zu optimieren.

Wie und wo mein Wohlbefinden liegt ist heut wie gestern kaum eindeutig ausmachbar. Die Menschen schreien nach einfach fassbaren Lebensmodellen. Eines dieser Konstrukte nennt sich Dualität der Geschlechter es gibt Mann und Frau und so folglich ist man Frau oder man wird Frau. Ich wurde Frau, so stehts geschrieben in den Dokumenten und so soll es gut sein.

Eine Dualität die Naturvölker und fremde Kulturen eindrücklich zu demontieren vermögen wird letztlich erdrückt durch ein modernes „wunderbares Amerika“ und dessen hoch industrialisierte Lebensideologie. Industriehochleistungsarbeitsmenschen benötigen einfache Vorgaben um möglichst ein hoher Produktionsausstoss gewährleisten zu können.

Klar, Hirnfickereien und doch,

Ich, konfrontiert mit der Frage Traum Frau, gestellt vom Filmemacher Riniker, frage mich wo ich bin. Sind nun meine Träume Wirklichkeit geworden oder gabs überhaupt solche Träume? Jeder Mensch hat Träume, wahrscheinlich sind Träume, Wünsche und Hoffnungen eins was die meisten Menschen verbindet. Frau sein war kein Traum es war eine Entwicklung die wahrlich viel der existente Dualität zu hinterfragen vermag. Damals Fasziniert von den klugen Gatois auf Surat Thanis Strassen bleibt mir die Erkenntnis das wir nimmer Traumfrauen sein werden indes werden wir Traumhafte Frauen sein den unsereins ist es gegeben die Grenzüberschreitung von Links nach Rechts und umgekehrt. Das Empfinden, das Wissen und das Verständnis beider Absolutgeschlechter lässt uns magisch, mächtig über gestellte Rollendogmen hinwegblicken.

Jene die sind wie sie sind, sind des seins willen in Harmonie mit sich selbst. Beschreiben würde ich mich als Gendernautin eindeutig im weiblichen Geschlecht wohlfühlender und doch mag ich den Ausbruch aus der Matrix existierender Geschlechterstereotypen nicht missen. Das Spiel mit jenem und solchem inspiriert und beflügelt mich gleichermassen.

luisanach

Eine Gendernautin nach erfolgter Geschlechtsangleichung im Jahre 2006.

Coco

am 10. November 2009 unter Transgender, Vergangenes abgelegt

Es liegt etliche Jahre zurück als ich Coco im Albisriederhaus kennen lernte. Massgeblich die kurze Bekanntschaft ein Schlüsselerlebnis meiner weiteren Entwicklung.
Wieso, frage ich mich heute,
wahrscheinlich weil ein mir gangbarer Weg eröffnet wurde trotz aller Brachialität.

Heute sollte ich mich nun erinnern an die damalige Bekanntschaft. Vielleicht wars der ominöse Kreis welcher immer sich schliessen will, was mich zu dieser Besinnung inspiriert.

Coco, so wird berichtet, sei die allererste Transsexuelle welche hierzulande eine Geschlechtsangleichung machte, gewesen. Berichtet wurde fehlerhaft den bereits vor 1990 wurden solch chirurgische Eingriffe im Alpenländle durchgeführt. Indes liebte Coco Bühnen, die Selbstinszenierung war ihr Lebenselixier, und es war denn nicht abwegig das damalige Wunderkinder Medialer Flimmerscheiben sich ihrer annahmen. Was letztlich ihr ein Bekanntheitskoeffizient weit über die Revolverpresse hinaus brachte.

Im Jahre 1998 beendete Coco ihr durch die Osteoporose gezeichnetes Leben.

Heute nun, ich frage mich wer die geheimnisvolle, zwischen den Geschlechtern wandernde, Person war.

Eine Suchende, kollidierend mit etlichen Grenzen gesellschaftlicher Dogmen?
Eine weit fern Abgedriftete irgendwo zwischen der Kunstiszene Wien und dem Zürcher Underground?

Niemand wird’s je erfahren.

Ist denn diese Fragestellung von Bedeutung?
Nein, einzig meine Existenz solle optimiert werden anhand auch trauriger Reflektionen und Beobachtungen. Ich kenne meine Gemeinsamkeiten welche mich mit Coco, trotz nur flüchtiger Bekanntschaft damals, verbinden.

So sei denn die Schuhschachtel viel kleiner als mir lieb ist trotzdem ist sie lebenswert.
Die Kunst liegt einzig darin dieser zu entweichen ohne Schaden zu nehmen.

Erinnerung an Coco auf Transgender.at
Artikel Coco suchte vergeblich im Transensyndikat.net
Filmemacher „Traum Frau“ Paul Riniker
Der geschlossene Kreis, Kunstiszene Wien LIZVLX