Archiv der Kategorie 'Betrachtungen'

Lochergut 2010

am 27. August 2010 unter Betrachtungen abgelegt

Möchtegernunderground im zukünftigem Schickimicki-Quartier ?

Oder der gut gehütete Mythos der bösen Jungs welche jene so genannt unerklärliche 1.Maikrawalle und sonstige Gürtelschnallenprügelnde Eskapaden vollzogen.

Allen anfangs jag ich der Frage nach was in unserem Stadtquartier, namentlich genauer in der Locherguetsiedlung, Kampferprobtaustrahlende Protectasleute herumzutigern haben. Es scheint so als wären die SIP-Menschen “Sicherheit Intervention Prävention” welche vormals in der besagten Wohnsiedlung ihre Runden drehten am Ende ihrer Kräfte. Namentlich sollen sich die bösen K4 Locherguetjungs seit Jahren im Pärklein des Locherguets niedergelassen haben dies zum Unmut angrenzender Familien.


Das Siedlungswunder aus den Jahren 1966, genannt das Locherguet heiss begehrt bei allen die Rang und Namen haben sollen aus der Kreativkünstlerszene, Pipilotti Rist und Co.

Genannt haben, diese effektiv eingefleischten K11er, hauptsächlich den FCZ-Hooligans und der Hip-hop-Szene Entsprungenen, die Zone ums Locherguet zu ihrem Getto, das Pendant zur Bronx, dies zu Zeiten an denen Stadt und Städteplaner mit dicken Verkehrsberuhigungsmassnahmen ein Quartier für gutbetuchte Stadtromatiker alla Seefeld zum Boden herausstampfen wollen.


Aufgestockt wird was sich die Balken biegen mögen. Blick aus unserem Küchenfenster.

Nichts desto trotz treiben diese Stadtsubversive, hart an der Grenze möglicher teils erschöpften Tolleranzen, interessante Blüten aufkommender Hiphopkultur dies zum Unmut aller gestresster Gimmas und Co.


Hart am rechten Eck angesiedelt Don Fuego und seine Crew

Allen Anfangs Don Fuego und deren Gruppe Gsezhlos sorgen hier mächtig für Stress in der renommierten angepassten Hiphop-Elite.

Zwar mag  die Boheme Mittelklasse  welche sich hier zunehmend niederlässt einen entschiedenen Beitrag zur Lebensqualitätssteigerung beitragen doch letztlich wird Wohnraum und damit verbunden Freiraum unerschwinglich werden, wie dies bereits im Seefeld geschehen ist. In diesem Sinne kann eine gewisse Mietzins-Regulation durch etwas negativ auffallende, in den lauschigen Hinterhöfen ihr Unwesen treibende, Hiphoper und deren Mitläufer begrenzt durchaus Sinnvoll sein.

Nun denn zu den weiterführenden Infos.

Das Haus Locherguet und der Filmbeitrag aus dem Jahre 1965
“Antenne” vom 26.10.1965
Die Vermietung heute lochergut.info

Gar nicht meine Musik trotzdem im Zusammenhang mit den Locherguetjungs K4 erwähnenswert
Hip-Hop das Wiki dazu Hip-Hop
Don Fuego
Gsezhlos

Die musikalisch dicke Feindschaft
Der renommierte Hip Hop Gimma

Die etwas hilflos wirkenden Gegenspieler
Die SIPs “Sicherheit Intervention Prävention”

Artikel zu den Locherguetjungs K4
Tagi 3.12.2008 Locherguet-Jungs jagen GC-Fans mit Gürtelschnallen
Tagi 4.12.2008 der Folgeartikel Das Lochergut als Kulisse für Gewalt-Musik

Bluthunde die Zweite

am 17. August 2010 unter Betrachtungen, Reisen abgelegt

Oder wo sind sie geblieben, die jene Raketen aus der Zeit als alles im Umkreis von 200 Kilometer um die Schweiz wie ein potentieller Feind schmeckte.

Nachdem wir, gerüstet für heftigste Stürme, am Samstag unser alljährliches IG BDSM Forumsusertreffen abhielten, und all die  Stürme sowohl die Meteorogischen wie auch die Consensuellen ausblieben, hatten wir die Ruhe und die Muse weiter den Spuren der Bloodhounds zu folgen.

Die Fragestellung war, wo sind sie geblieben?
Und die Reise führte uns ins hohe Schmidrüti wo allererst uns ein doch eher schweigsamer Wachmann entgegenstarrte.


Wache ehemaliges Bloodhoundabschussareal Schmidrüti

Nachdem wir die erste Hürde am Eingangstor salop genommen hatten folgte sogleich die zweite Hürde in Form einer äusserst resoluten Samariterkursleiterin. Diese Frau war denn ab meinem Vorwissen doch eher überrascht und nachdem die Diskussion ob zuoberst auf dem Berg 6 oder 8 Betonkreise anzutreffen seinen, abgeschlossen war, könnten wir weiter Richtung Abschussrampen emporsteigen.

Die oft zitierte Netz-Unabhängigkeit, das Generatorhäuschen mit zweiter Stahlbetonaussenhaut, war die erste interessante Anlage welche ich genauer in Augenschein nehmen musste ehe wir die Reise fortsetzten.


Stromversorgung Gepanzert

Auf dem Weg zur Abschussstelle die gepanzerten Bloodhoundgaragen, Annahme leer.


Bloodhoundgaragen

Oben angekommen, 8 Kreise wovon 7 noch Beton und der letzte rückgebaut heute noch Kiesplatz, doch weit und breit keine Boodhounds. Die werden doch kaum alle im Boodhound Museum auf neugierige Zuschauer warten. Womöglich sind sie doch zahlreich in den grossen Kavernen vor Sarnen verborgen. Naja wissen werde ich dies nie.


Abschussplätze deren 8

Aber, heute ist mein Geburtstag und auf diesen Freue ich mich, Locherguet, was Feines.

Und Links aus dem Text geklaut.
Boodhound Museum

Post-Karten-Schweiz

am 05. August 2010 unter Betrachtungen, Reisen abgelegt

Die letzten Tage waren wieder von gefühlsstarken Momenten, in teils archaischer Wildnis, geprägt. So war den unser zweiter Versuch die Gruben Tschengels und Fliden obhalb Felsberg, sprich die Goldene Sonne, aufzuspühren wiederholend ein Misserfolg, zumal, wie immer, wir Längstschläferinnen viel zu spät Richtung 13hunderter unterwegs waren.


Meine Liebste am abmühen der 1284 Meter über Meer

Nichts desto trotz, ein Feuer der Leidenschaft, in mitten tiefer Wildnis liess uns genüsslich den 1. August, ein Nationalfeiertag der niemand so recht zuordnen kann, einläuten. Dies als Vorstufe zur Reise in die Postkartenschweiz die wir keineswegs der Postkarten willen aufsuchten viel eher war unser Drang die Erkundung vorindustrieller Bergbauerungenschaften diesmal im Berner Oberland genauer betrachtet im Turisüberlaufenem Lauterbrunnental.

Und wahrhaftig in aller Pracht erstrahlte sie, die Postkartenschweiz, als hätte sie am 1. August alle Hochdruckreiniger über sich ersprühen lassen. Unsere Mission indes galt wie anfänglich erwähnt keineswegs der Postkartenpolitur. Mich zieht zunehmend die Industriearchäologie, namentlich hier zu finden die Blei und Silberminen Trachsellauenen.

Und wieso ich kaum was übers BDSM zu berichten weiss mag daran liegen das mich momentan andere Unruhen bewegen als die Unruhe weder als Mensch noch als Frau akzeptiert zu sein. BDSM bewegt sich zunehmend in unsere Zweierkiste, was gut so ist, Konstrukte wie Szenen füttern mein Zynismus und dieser wiederum artikuliert sich in einen nicht Strassenverkehrsrechtkompatiblen Absinthkonsum.

Die durch nichts zu ersetzende Linksamlung zum Artikel
Die Goldene Sonne gibt’s weiter zurück auf “Kleine Reisen zu grossen Geheimnissen”
Trachsellauenen Wiki
Verhüttungsanlagen von Trachsellauenen Infotafel PDF
Die Blei-Zink-Baryt-Lagerstätten im Lauterbrunnental, Berner Oberland im Bergknappen Nummer 51 als PDF
Die Walser als Bewohner des Lauterbrunnentals Internationale Walser Webseite

Ein schöner Morgen ohne Sorgen

am 20. Juli 2010 unter Betrachtungen, Ästetik abgelegt

Heute auf der Terrasse des Wärmebands Käferberg

Ein wunderschöner Blick über die Stadt bis hin zu solch fernen Bergen. 8:00 Uhr und die Welt scheint noch perfekt in Takt zu sein.

Desperate Housewives

am 10. Juli 2010 unter Betrachtungen, Grungisches abgelegt

Oder als Tonnen fliegen lernten.

Eine kleine Abrechnung mit der wahrscheinlich biedersten Szene die eine vormalige Subkultur hervorbrachte. Erzählen will ich hier von meinen subjektiven Empfindungen welche, durch mein Engagement in der Schweizer SM-Szene, über die Jahre hinweg generiert wurden. Nicht immer Empfindungen welche positive Auswirkungen auf mein Wohlbefinden auslösten.  Nichts desto trotz solle hier, nachdem mich gestern die Hausärztin nach meinen stressbedingten Magenverstimmungen fragte, eine kleine Bilanz erscheinen meiner Betrachtungen. Ich selber bin nach wie vor der SM- Spielart, oder präziser der BDSM-Spielart, angetan wenn doch die Magenverstimmungen, mit zunehmenden Gleichgültigkeit dem Konstrukt Szene gegenüber, verschwanden.

Will heissen, erfreuen tue ich mich bester Gesundheit aber, zurück zum Ursprungsthema.

Man könnte glauben, im Zuge einer zunehmender gesellschaftlicher Akzeptanz, sei diese Spiel und Liebesform zu einer spriessenden Kultur, wie dies etwa die Gothik-Szene erreichte, aufgestiegen.  Weit gefehlt eine Kultur ist nie entstanden. Zwar suggestiert  uns die Werbung, Medien in all Ihrer Vielfalt,  das Mensch von heute Cool ist wenn, er, sie, sich dieser Spielart irgendwie, von ganz Zart bis hin zu ganz Hart, hingibt doch die Realität ist weit ernüchternder als das gestylte  Hochglanz-SZ-Bildchen. Die Avantgarde welche immer wieder gerne Kopiert wird, *Seeemühle lässt grüssen, kann nicht erreicht werden, Kopie bleibt Kopie.  Kreativität ist eine Symphonie der Gefühle und nicht ein Konstrukt niedergeschriebener Regelwerke. Nicht die Frage des “Wie” sollte interessieren viel eher liegt die Würze im “Wieso”.

Stattdessen, die Kaninchenzüchterfraktion, hinterher rennt sie den gestylten Regelwerken immer die Frage vor Augen “Wie”. Resultierend, den edlen Gesetzen des Neokapitalismus folgend, bildet sich eine regelrechte Industrie, in Form einer breiten Palette an Konsumgütern welche die gelangweilte Hausfrau nach deren Tatra-Eskapaden zu befriedigen versucht.

Gefühle sind die Folge von geschaffenen Räumen welche, wie ich heute zu denken geneigt bin, nur eine kleine Minderheit genannt die Avagarde schafft. Diese geschaffenen Räume welche, aufgefüllt mit starken Emotionen, in Kunst und Kultur Niederschlag finden,  sind leider oft zu bekämpfender Gegenstand durch ein Regiment Neider. Was sich ursprünglich in solch SVPligen Institutionen wie Stammtische um der Gleichgesinntheit zu frönen organisierte, verkommt zunehmend  zur Selbsthilfegruppe ständig frustrierter Tatrainnen und permanent Samenverteilenwollenden Mannsbilder. Kollektives Neidertum wird gepflegt und kultiviert all jenen gegenüber die diesen strukturellen Rahmen zu sprengen versuchen. Was bleibt ist eine in der Provinzialität erstickende Szene die versucht sich individuell mittels Bodageworkshop und sonstigem Blasurium in  die Höhen der Selbstfindung zu heben. So kanns kommen das heute in  Webseiten wie etwa die Sklavenzentrale mittels Hochglanzbildli  vorgaukelt wird, Tonnen könnten fliegen.  Der ernüchternde Blick in die Realität indes verrät uns, Tonnen sind Tonnen und Steine sind Steine wie einstmals **”And One” uns vorsang.

Wieso dies Ganze so kam bedarf einer weiterfassenden Analyse. Allererst, die hier angewandten Betrachtungen sind übertragbar auf etliche weitere Gruppen und Szenen.

Begünstigt in der BDSM-Szene ist vielleicht deren Abstrakte nur schwer verständliche und wenig erforschte Neigung. Eine Neigung die deren Lust aus der Schmerzzufügung  respektive aus der Schmerzerfahrung bezieht.  Menschen die sich an klare Strukturen, wie etwa Religionen, Gesetzte oder vorgegaukelte Demokratiemärchen,  halten, dies sind die meisten Menschen, haben ein Grenzproblem wenn die so oft erwünschte Grenze zu schwinden scheint. Vielleicht kommen eines Tages höher intelligente Wesen zum Schluss das exakt auf dieser Argumentation berufend die Spezies Homo-Sapiens gar nicht befähigt ist in Freiheit zu leben. Naja hoffen wir, das dem nicht geschehe.

Any, wir wissen, das wir hinsichtlich BDSM gar nichts wissen. Das nährt die Unsicherheit vieler Zeitgenossen dem gegenüberliegend finden sich eine Vielzahl Elemente welche uns täglich von der Coolness dieser Spielart berichten. Onvogue ist wer sich zu dieser Spielart trifft und dieser frönt. Da alle, die sich unsicher in dieser Gemeinschaft sogenannt Gleichgesinnter bewegen,  denn Onvoguegrad immer wieder unter Beweis stellen  möchten, leben und spiessen Bilderupload-Plattformen alla Sklavenzentrale. Ein “Spieglein Spieglein an der Wand Effekt” überkommt das Ganze SM-Land das Fundament der Copy-Paste-Kultur wird geschaffen, der solide Untergrund zur Missgunst.

Und ich?
Ich lernte ganz tolle Menschen kennen in dieser künstlich geschaffenen Gemeinschaft doch nicht nur, viele versuchten mich aus den Angeln zu heben, meinen Einfluss zu minimieren, mich an möglichst kurzen Ketten zu halten. Ja, ich stehe auf Ketten doch eine Liebe muss es sein die mich von dessen Notwendigkeit zu überzeugen vermag.
Als solches will ich dies Thema BDSM für mich immer noch als Grenzerfahrung, als Symphonie vielerlei Gefühle verstehen eindeutig ein Freiraum welcher ich mir nehme.

Es mag mich heute zu erstaunen das regelrechte Kriege, gegen Ende mittels Anwälten, gegen mich geführt wurden. Wieso, niemand weiss es, denn es scheint einzig das “Wie” zu interessieren.  Die Kriege haben rein gar nichts gebracht, wie immer bei Kriegen sind alle Kriegsparteien die Verlierer. Mir bleibt eine für mich enorm gesunde, letztlich jedoch für die mögliche Gemeinschaft äusserst destruktive, Portion “Leck mich am Arsch”. Die genannte Gemeinschaft indes entfernt sich zunehmend vom Ausdruck “Wahre Gefühle” hin zum  “Spieglein Spieglein an der Wand Effekt”.

Allen ein schöner Sonntag, ich bin leider am Kassen bauen im Globus.

Zuletzt, wie üblich, die von mir relevant erachteten Links.
* Die legendäre und nie wieder erreichte Seemühle-Bilderserie auf meiner Seite unter Walenstadt

**Kreativität ist ein schwer zu verstehender Begriff insbesondere deren Blüten. Menschen mögen keine Interpretationsspielräume,
darum “And One”, Interpretationspielräume in der Kunst: www.andone.de.

Züri by Night

am 05. Juli 2010 unter Betrachtungen, Ästetik abgelegt

Es war wie könnt es auch anders sein, wieder mal Zürifest und alles was funkt und furzt wurde grosszügig in den Himmel geschossen. Beginnend mit allen nur erdenklichen Fluggeräten, kunstflugmässig und sonst wie, und endend  mit traritrara leuchtendem Feuerwerk  war alles am Himmel was sich des Fluges anmasste.

Wir, Steuerzahlerinnen mit nicht minder Anspruch auf Betrachtungserlebniss, waren gestiegen, nach Achtelsfinal, auf unsere Dachzinne mit der Idee Emotionsgeladenes  Feuerwerk abzulichten. Doch weit gefehlt, der damalige Stolz aller Zürcher Hochhäuser, das Locherguet versperrte uns trotzig die Sicht.

So blieb uns einzig der romantische Blick hinweg über die Dächer  Richtung Prime Tower, der neue Stolz aller Zürcher Hochhäuser und Objekt des Neides aller Balser.

Nichts desto trotz, die Maschine machte schöne Bilder dieses Trips, über die Dächer hinweg, und wenn wir doch die Reise zur Festung Niederi nicht schafften, so waren die gelebten Impressionen zu später Samstagsstund umso schöner.

Fetische und sonstige Parodien

am 19. Februar 2010 unter Betrachtungen, Ästetik abgelegt

Hallo liebes Blog
Hallo liebe Leser von denen wenige nicht wirklich lieb sind.

Ja, heut, die Lust schlägt um sich, gelustets mich zu Lästerstund zumal Anlässe mehr als nur süss meine Zuge benetzten. Allererst, als selbst deklarierte V8-Fetischistin dürfte ich mich neulich des Detroit Turbodiesels erfreuen welcher die Notstromversorgung eines Lausanner Warenhauses garantiert. Am Freitag nun trieben mich RTU-Boxen und sonstige Abenteuer in solch entfernte Gebiete.

Und ja, Königreicher, die Debokratischen bröckeln vor sich hin. Genüsslich betrachte ich die neue Spekulationswelle Internetdomains welche mit BDSM beginnen und mit CH enden. Als wäre das Kürzel BDSM der absolute Mainstream welchem Mensch sich zwingend hinzugeben hat und CH schlicht der ultimative Nabel der Welt. Auch scheint die Schweizer Bevölkerung ein schier unstillbares Bedürfnis nach Internetdiskussionsforen zu haben.

Any, genau Richtige schiessen momentan aus dem Boden einzig mit der Legitimation der Abgrenzung zu den genau Richtigen. Wenn ich nun behaupte das ich in mitten einer Parodie mich befinde so fragt sich, ist BDSM pure Parodie oder ist das Leben unter Menschen prädestiniert um zur Parodie zu verkommen.

Und hebeln tun sie was die TCP/IP Leitungen halten, die diktatorischen Debokraten und sonstige Derivate.  Fragen tue ich mich wohin dies führen solle. Momentan ich, die Beobachterin aussen rum, und doch lange involviert in einen absolut unverständlichen Machtkampf.

So nun wird mich die Realität der Vereinspräsidentin einholen und verfassen werde ich müssen den ominösen Jahresbericht. Während gestürzte Königinnen sich als Unbesiegbar titulieren, welch Parodie mir das tattägliche Leben schreibt.

Allerletzt, Mani, Radio Schwarze Welle, sei dank zu solch inspirierende Musik.

Weichspüler

am 14. November 2009 unter Betrachtungen abgelegt

Für die einten ist es die längste Praline der Welt für die anderen ist es schlicht Schrott.
Nein, eigentlich wollte ich über Bondage schreiben respektive über Japanesebondage. Ein Thema welches hierzulande in der fernöstlich, esoterisch betörten Industriegesellschaft zunehmend an Bedeutung,  respektive Chicheitsgrad gewinnt.

Es mag nicht weiter verwundern dass renommierte Schuhäuser alla Voegele in der Werbegestaltung zunehmend auf die Darstellung von Japanesebondage, um ihre Produkte zu präsentieren, zugreifen. Japanesebondage ist wie erwähnt Chic.

Die westliche Welt bedient sich einmal mehr einer fernöstlichen Romantik um der Langeweile einer hiesigen Kultur zu entfliehen. So wird den eine damalig absolut brachiale Foltertechnik welche zu Samurais Zeiten zur Kriegsverlaufsoptimierung diente, pinkig, plüschig dekoriert,  ins heutige Zeitalter transferiert. Lieblich romantisch wollen wir heute, ach so lieb sind wir doch alle, diese Spielart als „erotisch-sinnlichen Verschnürung zum dekorativen Objekt der Begierde“ betrachtet wissen. Zweifelsohne wird all das was, annähernd dieser fernöstlicher Romantik stimmig wirkt ins gutbürgerliche schweizerische “Dojo” hineinkatapultiert.

So wird die Spielart Bondage zunehmend aus dem BDSM Kontext isoliert  um es Mainstreamig Massenmarkttauglich zu formen. Geleugnet werden hiermit all die Aspekte unseres Naturells welche nicht  einfach zu erklären sind. Bereiche, wie Macht, Überlegenheit, oder die Lust Leid zuzufügen aber auch grenzenlose Hingabe werden gänzlich aus unserer Psyche verbannt. Auf das ein Ursprünglich äusserst brachiales Ritual welches nicht nur die Japaner praktizierten weichgespült werde.

Nach Bhagwan, Zen und Buddha sind, in der gelangweiten ersten Welt, definitiv auch fette Umsätze, mittels einer Vermarktung von Japanesebondage, möglich .

Bondage als gelebte BDSM Kutur:
Meine Seite www.ateliereisen.ch
Sex and Submission www.sexandsubmission.com
Insex www.insex.com
House of Gord www.houseofgord.com

Traumfrau vs Traum Frau

am 11. November 2009 unter Betrachtungen abgelegt

Nein, nie war es Absicht mich dem Diktat einer von der Konsumindustrie eingeschlagenen Lebensform zu unterwerfen, so werde ich nimmer Traumfrau sein, noch zweifle ich am Traum Frau zu sein. Viel eher sind Entwicklungen massgebend welche stetig voranschreiten und immer neue Wege eröffnen. Es ist das Ziel jedes Menschen sich weiter zu entwickeln und das Wohlbefinden zu optimieren.

Wie und wo mein Wohlbefinden liegt ist heut wie gestern kaum eindeutig ausmachbar. Die Menschen schreien nach einfach fassbaren Lebensmodellen. Eines dieser Konstrukte nennt sich Dualität der Geschlechter es gibt Mann und Frau und so folglich ist man Frau oder man wird Frau. Ich wurde Frau, so stehts geschrieben in den Dokumenten und so soll es gut sein.

Eine Dualität die Naturvölker und fremde Kulturen eindrücklich zu demontieren vermögen wird letztlich erdrückt durch ein modernes „wunderbares Amerika“ und dessen hoch industrialisierte Lebensideologie. Industriehochleistungsarbeitsmenschen benötigen einfache Vorgaben um möglichst ein hoher Produktionsausstoss gewährleisten zu können.

Klar, Hirnfickereien und doch,

Ich, konfrontiert mit der Frage Traum Frau, gestellt vom Filmemacher Riniker, frage mich wo ich bin. Sind nun meine Träume Wirklichkeit geworden oder gabs überhaupt solche Träume? Jeder Mensch hat Träume, wahrscheinlich sind Träume, Wünsche und Hoffnungen eins was die meisten Menschen verbindet. Frau sein war kein Traum es war eine Entwicklung die wahrlich viel der existente Dualität zu hinterfragen vermag. Damals Fasziniert von den klugen Gatois auf Surat Thanis Strassen bleibt mir die Erkenntnis das wir nimmer Traumfrauen sein werden indes werden wir Traumhafte Frauen sein den unsereins ist es gegeben die Grenzüberschreitung von Links nach Rechts und umgekehrt. Das Empfinden, das Wissen und das Verständnis beider Absolutgeschlechter lässt uns magisch, mächtig über gestellte Rollendogmen hinwegblicken.

Jene die sind wie sie sind, sind des seins willen in Harmonie mit sich selbst. Beschreiben würde ich mich als Gendernautin eindeutig im weiblichen Geschlecht wohlfühlender und doch mag ich den Ausbruch aus der Matrix existierender Geschlechterstereotypen nicht missen. Das Spiel mit jenem und solchem inspiriert und beflügelt mich gleichermassen.

luisanach

Eine Gendernautin nach erfolgter Geschlechtsangleichung im Jahre 2006.

Peitschenflechten und sonstige Wichtigkeiten

am 09. November 2009 unter Betrachtungen abgelegt

Welch durchflutendes Wochenende dies letzte doch war.

Die Ganze Hingabe aufs Peitschenflechten gelenkt, auf das mich die Dinger heftigste treffen mögen.

luisafle

Irgendwo drüben am Pass beim fröhlichen Geflecht.

Nein, die Definition der Wichtigkeit scheint faustdick ins individuelle abzudriften. Während die  Einten vergeblich an einem sich auseinanderdividierendem Königreich herumbasteln erkennen Andere im Instrumentarienbasteln,  letztlich zur Selbstgeisselung, die Teilessenz des Lebens. Nun die Gefühle machens aus, würde so mach verlorene Romantikerin behaupten.

Und doch,

Es gelten in jeder Szene, was dies auch immer sein mag, absonderliche Prädikate welche die Wichtigkeit ausmachen sollen. So scheint, im genannten Konstrukt genant hiesige BDSM-Szene,  zu den Top Ten – gehörenden, unter anderem zu sein,
Subi-Jagden veranstalten,
Königreiche aufbauen,
kollektives herumfesseln,
an Stammtischen über unmögliche Serverlösungen diskutieren,
und sich an billigen Sexmessen von der lächerlichsten Seite zeigen.

Es ist ein Alles eine kontinuierliche Wiederholung ohne Aussicht auf Veränderung geschweige den Verbesserung. Geprägt einzig durch denn Willen des Menschen  irgendwo irgendwas zu sein was verkommt zur Illusion denn was da ist war schon immer da.