Monat: Juli 2010

Kleine Reisen zu grossen Geheimnissen

Und sonstig schön, bunt, romantisch, brachiales.

Nachdem am Samstag die Wettergötter uns eher schlecht gesonnen waren und wir die Reise in die Goldgruben, Sinnigerweise,  Goldene Sonne , bedingt durch Blitz und Donner auf halbem Wege wieder abbrechen mussten, waren die Wetterkräfte am Sonntag gemütsverwöhnender Natur. So wagen wir mit Fotoapparaten, GPS und Grundrissplan ausgerüstet ein kleiner Ausflug zur einzig letzten im Kanton Zürich noch verbleibenden Artilleriefestung im Ebersberg, die A5438, bei Berg am Irchel .


Materialhüsli

Ein liebes Grüessli von Beat und Simone lacht uns entgegen auf dem B1520.  Das B steht meist für Unterkünfte, Seilbahnen oder Berghütten. Die anschliessende Zahl bezeichnet die Militärische Anlage. Dies Gebäude dürfte allerhöchst die Aufgabe des Materialschuppens inne gehabt haben. Heute nun dient es zur Begrüssung zumindest glaube ich dies zu meinen.

Dank eines Grundrisses welcher ich auf der Seite A5438 Artilleriewerk Rüdlingen/Ebersberg ergatterte, machte ich mich auf, alle Geheimnisse möglichst genau zu ergründen.


Eingang zur Festung

Zweifelsohne blieben auch mir die Innereien zur Festungsanlage verborgen wenndoch dank der im GPS gespeicherten Zeichnung allerlei Elemente wie das Zulufttürmchen, die 3 Artilleriestellungen plus der 2 MG-Stellungen, Eingangsportal und Nebengebäuden der besagten Festung ausgemacht werden konnten.


Gut getarnte Artillerie und MG Stellung

Mit einigem an Vorstellungskraft könnte ich so mir ein doch recht exaktes Bild der damaligen Anlage und dessen Funktionen, bis in die Jahre 1978, zusammenzimmern.

Währenddessen, meine Liebste keineswegs untätig, sie die sich leidenschaftlich der Fotografie hingibt während ich den unterirdischen Geheimnissen nachrenne, machte schöne Bilder meiner Wenigkeit, klar in denen Momenten in welchen ich nicht irgendwo mein Kopf in irgendwelche Löcher hineinsteckte.


Beblumte Luisa

Es war denn letztlich ein wahrhaftig produktiver Sonntagnachmittag und wenn doch ohne Gold in der Handtasche so doch wenigstens um viele Erfahrungswerte reicher.

Relevante Links zum geschehenen Wochenende.
Wo Blitz und Donner kam
Goldene Sonne Wiki Bergwerk Goldene Sonne
Goldene Sonne Web Die Goldene Sonne am Calanda
Goldene Sonne Familie Keller Goldene Sonne Felsberg

Die wohl ultimativste Festungswebseite Festung Oberland
Festungen im Kanton Zürich Festungen ZH
Festung Ebersberg auf Unterirdische Schweiz

Die Würde, welch seltsames Tier

Untiere TCP/IP Kommunikation

Es mag immer wieder das gleiche rotative Prinzip zu laufen in all denen Hochglanzinternetportalen. Profile werden in Serie begakkert nach einzigem Kriterium Weiblich. Nach einer möglichen Abweichung dieses  glitzekleinen Schuhschachtelbildes welches Weiblich zu definieren scheint, sinkt jeder minimale menschliche Respekt. Klar ich mit meiner unvorteilhaften Stimme falle hier gerne, beim erstmöglichen Telefonat, durch den Begriff Weiblich dieser Minimalhirne, doch nicht nur ich bin Opfer irgendwelcher gipfelnden Respektlosigkeiten. Letztlich triffts alle Frauen gleichermassen. Bleibt mir die Frage, sind Internetcommunitys grundsätzlich Frauenfeindliche Konstrukte?

Neulich geschehen in diesem so gerne zitierten Porttälchen genannt SZ folgend.

Es erreichte mich folgendes Schreiben welches, wenn es nicht sich aufreihen liesse vieler vorher erfolgten Schreiben, mich dieses nur minim zu beeindrucken vermögen würde. Doch eben, nicht eines nicht zwei, welche halbwegs auf meine Person eingehen würden, keiner vermag meine Person zu erkennen und mit mir eine Kommunikation aufbauen. Und, meine Person, welche so was von umfangreich dokumentiert ist,  wird schlicht verkannt, einzig weiblich und möglichst ins Kleinsthirn passend ist Filterkriterium. Vieles wenn nicht gar letztlich alle Frauen fallen durch dies Siebverfahren. Doch es solle ja keine Rolle spielen den es ist SM angesagt, da können Doms richtig böse und dumm sein und die Subs haben e nichts zu sagen.  Bei Luisa die heut besonders viel Kampfgeist aufgeladen hat, weit gefehlt.

Nun denn zum Korpusdelikti, das PN aus der SZ

Interessant

Was könntest Du mir in punkto

Devotion und Masochismus bieten?

Wie devot und wie masochistisch bist Du?

Wie hoch ist Deine Schmerzgrenze

Mit zarthartem Gruss

Master René

Und meine zugegebenermassen nicht unbedingt liebliche Antwort.

Lieber Rene
Mal Vorweg, ich bin, wahrhaftig selten so schlecht behandelt worden wie in der SZ.  Ich wills mal so sagen, agierende Aggressoren, sorry, ausnahmslos Männer.

Präzisierend,
Es ist, nach meiner bescheidenen Interpretation, Zeichen einer gewissen Wertschätzung wenn mein anschreibendes Gegenüber sich die minimale Zeit nimmt meine Publikationen zu lesen. Es scheint so als hättest Du diese, meine, Publikationen allerhöchst optisch begutachtet, all die schönen Bildchen und so, die Texte indes scheinen gänzlich an Dir vorbeigezogen zu sein. Was ich wiederum als mindere Wertschätzung interpretiere und Wertschätzung ist A und sehr viel OOOOOOO zum SM.

Du fragts nach meiner Devotion.
300 Diensttage in der Schweizer Armee davon ne nette RS mit viel Schlamm und gefrässigen Mücken im netten Reussbett. Ein wenig U-Haft, etwa alles in allem 3 Wochen so gut und gerne.

Und meine Masochistische Ader,
Volle Pulle, eine Geschlechtsanpassung habe ich durchgemacht, 7 Stunden Vollnarkose, zwei Nussgrosse Löcher in der Schamlippeninnenhaut und dies während 3er Monate.  Junge, das Ganze fühlt sich an wie ne Vollfahrt, 3erBMW, in nen Brückenpfeiler obschon diese Aussage etwas Spekulativ zu sein scheint. Habe hinsichtlich Brückenpfeiler gar keine Erfahrungswerte.

Bezeichnet werden wir gerne, die Mann zu Frau Transsexuellen, in weiten Teilen asiatischer Räume als Andersartige, Magierinnen, dies nicht wegen irgendwelchem Hokuspokus sondern schlicht weil wir Mut haben unser Leben zu leben auch im Wissen das die SZ-Männerbrut uns wie ein Stück Scheisse behandeln wird.

Any
Abschliessend, wo keine Wertschätzung ist wird’s nie einvernehmlichen SM geben können denn auch ich habe das Potential zum aktiv ausführenden Totschlag nach Artikel 113 des StGB. SM ist Kommunikation die durchaus harmonisch funktionieren kann sofern dem Gegenüber eine gewisse Wertschätzung gezollt wir. Glaube, sobald Du mich telefonisch kontaktieren wirst und entsetzt meine, in Deiner glitzekleinen Schuhschachtel als Männlich taxierte Stimme  hören wirst, wird Dein Respekt abrupt den Nullpunkt erreichen.

Darum, glaube, kein Mensch mag Ablehnung es gibt nicht annähernd ein Motiv wieso ich Ablehnung zu erfahren habe. Es ist alles beschrieben und niedergeschrieben, klar, deutlich und ehrlich, wers nicht liesst verdient nicht gehört zu werden.

Allerletzt,
Sorry Du warst mein Opfer, und zweifelsohne dieser Text wird in so mach von mir geleitetes Projekt Einzug finden. Stolz bin ich und anrecht habe ich auf diesen mir zustehenden Stolz.

Liebi Grüessli

Luisa

Errungenschaften wie Internet scheinen die Kommunikationskultur massiv zu demontieren, da sag ich nur, wie wars mal mit nem Bier in einer lauschigen Gartenbeiz.

Desperate Housewives

Oder als Tonnen fliegen lernten.

Eine kleine Abrechnung mit der wahrscheinlich biedersten Szene die eine vormalige Subkultur hervorbrachte. Erzählen will ich hier von meinen subjektiven Empfindungen welche, durch mein Engagement in der Schweizer SM-Szene, über die Jahre hinweg generiert wurden. Nicht immer Empfindungen welche positive Auswirkungen auf mein Wohlbefinden auslösten.  Nichts desto trotz solle hier, nachdem mich gestern die Hausärztin nach meinen stressbedingten Magenverstimmungen fragte, eine kleine Bilanz erscheinen meiner Betrachtungen. Ich selber bin nach wie vor der SM- Spielart, oder präziser der BDSM-Spielart, angetan wenn doch die Magenverstimmungen, mit zunehmenden Gleichgültigkeit dem Konstrukt Szene gegenüber, verschwanden.

Will heissen, erfreuen tue ich mich bester Gesundheit aber, zurück zum Ursprungsthema.

Man könnte glauben, im Zuge einer zunehmender gesellschaftlicher Akzeptanz, sei diese Spiel und Liebesform zu einer spriessenden Kultur, wie dies etwa die Gothik-Szene erreichte, aufgestiegen.  Weit gefehlt eine Kultur ist nie entstanden. Zwar suggestiert  uns die Werbung, Medien in all Ihrer Vielfalt,  das Mensch von heute Cool ist wenn, er, sie, sich dieser Spielart irgendwie, von ganz Zart bis hin zu ganz Hart, hingibt doch die Realität ist weit ernüchternder als das gestylte  Hochglanz-SZ-Bildchen. Die Avantgarde welche immer wieder gerne Kopiert wird, *Seeemühle lässt grüssen, kann nicht erreicht werden, Kopie bleibt Kopie.  Kreativität ist eine Symphonie der Gefühle und nicht ein Konstrukt niedergeschriebener Regelwerke. Nicht die Frage des „Wie“ sollte interessieren viel eher liegt die Würze im „Wieso“.

Stattdessen, die Kaninchenzüchterfraktion, hinterher rennt sie den gestylten Regelwerken immer die Frage vor Augen „Wie“. Resultierend, den edlen Gesetzen des Neokapitalismus folgend, bildet sich eine regelrechte Industrie, in Form einer breiten Palette an Konsumgütern welche die gelangweilte Hausfrau nach deren Tatra-Eskapaden zu befriedigen versucht.

Gefühle sind die Folge von geschaffenen Räumen welche, wie ich heute zu denken geneigt bin, nur eine kleine Minderheit genannt die Avagarde schafft. Diese geschaffenen Räume welche, aufgefüllt mit starken Emotionen, in Kunst und Kultur Niederschlag finden,  sind leider oft zu bekämpfender Gegenstand durch ein Regiment Neider. Was sich ursprünglich in solch SVPligen Institutionen wie Stammtische um der Gleichgesinntheit zu frönen organisierte, verkommt zunehmend  zur Selbsthilfegruppe ständig frustrierter Tatrainnen und permanent Samenverteilenwollenden Mannsbilder. Kollektives Neidertum wird gepflegt und kultiviert all jenen gegenüber die diesen strukturellen Rahmen zu sprengen versuchen. Was bleibt ist eine in der Provinzialität erstickende Szene die versucht sich individuell mittels Bodageworkshop und sonstigem Blasurium in  die Höhen der Selbstfindung zu heben. So kanns kommen das heute in  Webseiten wie etwa die Sklavenzentrale mittels Hochglanzbildli  vorgaukelt wird, Tonnen könnten fliegen.  Der ernüchternde Blick in die Realität indes verrät uns, Tonnen sind Tonnen und Steine sind Steine wie einstmals **“And One“ uns vorsang.

Wieso dies Ganze so kam bedarf einer weiterfassenden Analyse. Allererst, die hier angewandten Betrachtungen sind übertragbar auf etliche weitere Gruppen und Szenen.

Begünstigt in der BDSM-Szene ist vielleicht deren Abstrakte nur schwer verständliche und wenig erforschte Neigung. Eine Neigung die deren Lust aus der Schmerzzufügung  respektive aus der Schmerzerfahrung bezieht.  Menschen die sich an klare Strukturen, wie etwa Religionen, Gesetzte oder vorgegaukelte Demokratiemärchen,  halten, dies sind die meisten Menschen, haben ein Grenzproblem wenn die so oft erwünschte Grenze zu schwinden scheint. Vielleicht kommen eines Tages höher intelligente Wesen zum Schluss das exakt auf dieser Argumentation berufend die Spezies Homo-Sapiens gar nicht befähigt ist in Freiheit zu leben. Naja hoffen wir, das dem nicht geschehe.

Any, wir wissen, das wir hinsichtlich BDSM gar nichts wissen. Das nährt die Unsicherheit vieler Zeitgenossen dem gegenüberliegend finden sich eine Vielzahl Elemente welche uns täglich von der Coolness dieser Spielart berichten. Onvogue ist wer sich zu dieser Spielart trifft und dieser frönt. Da alle, die sich unsicher in dieser Gemeinschaft sogenannt Gleichgesinnter bewegen,  denn Onvoguegrad immer wieder unter Beweis stellen  möchten, leben und spiessen Bilderupload-Plattformen alla Sklavenzentrale. Ein „Spieglein Spieglein an der Wand Effekt“ überkommt das Ganze SM-Land das Fundament der Copy-Paste-Kultur wird geschaffen, der solide Untergrund zur Missgunst.

Und ich?
Ich lernte ganz tolle Menschen kennen in dieser künstlich geschaffenen Gemeinschaft doch nicht nur, viele versuchten mich aus den Angeln zu heben, meinen Einfluss zu minimieren, mich an möglichst kurzen Ketten zu halten. Ja, ich stehe auf Ketten doch eine Liebe muss es sein die mich von dessen Notwendigkeit zu überzeugen vermag.
Als solches will ich dies Thema BDSM für mich immer noch als Grenzerfahrung, als Symphonie vielerlei Gefühle verstehen eindeutig ein Freiraum welcher ich mir nehme.

Es mag mich heute zu erstaunen das regelrechte Kriege, gegen Ende mittels Anwälten, gegen mich geführt wurden. Wieso, niemand weiss es, denn es scheint einzig das „Wie“ zu interessieren.  Die Kriege haben rein gar nichts gebracht, wie immer bei Kriegen sind alle Kriegsparteien die Verlierer. Mir bleibt eine für mich enorm gesunde, letztlich jedoch für die mögliche Gemeinschaft äusserst destruktive, Portion „Leck mich am Arsch“. Die genannte Gemeinschaft indes entfernt sich zunehmend vom Ausdruck „Wahre Gefühle“ hin zum  „Spieglein Spieglein an der Wand Effekt“.

Allen ein schöner Sonntag, ich bin leider am Kassen bauen im Globus.

Zuletzt, wie üblich, die von mir relevant erachteten Links.
* Die legendäre und nie wieder erreichte Seemühle-Bilderserie auf meiner Seite unter Walenstadt

**Kreativität ist ein schwer zu verstehender Begriff insbesondere deren Blüten. Menschen mögen keine Interpretationsspielräume,
darum „And One“, Interpretationspielräume in der Kunst: www.andone.de.

Züri by Night

Es war wie könnt es auch anders sein, wieder mal Zürifest und alles was funkt und furzt wurde grosszügig in den Himmel geschossen. Beginnend mit allen nur erdenklichen Fluggeräten, kunstflugmässig und sonst wie, und endend  mit traritrara leuchtendem Feuerwerk  war alles am Himmel was sich des Fluges anmasste.

Wir, Steuerzahlerinnen mit nicht minder Anspruch auf Betrachtungserlebniss, waren gestiegen, nach Achtelsfinal, auf unsere Dachzinne mit der Idee Emotionsgeladenes  Feuerwerk abzulichten. Doch weit gefehlt, der damalige Stolz aller Zürcher Hochhäuser, das Locherguet versperrte uns trotzig die Sicht.

So blieb uns einzig der romantische Blick hinweg über die Dächer  Richtung Prime Tower, der neue Stolz aller Zürcher Hochhäuser und Objekt des Neides aller Balser.

Nichts desto trotz, die Maschine machte schöne Bilder dieses Trips, über die Dächer hinweg, und wenn wir doch die Reise zur Festung Niederi nicht schafften, so waren die gelebten Impressionen zu später Samstagsstund umso schöner.