Monat: November 2014

Einmal Ecopoppen einfach und Hirnlos

Es ist, dem Zeitgeiste folgend, heute wieder ein Tag all jeder die ganz genau wissen was ich als Stimmberechtigte in die Urne zu legen habe und dies in einer, zweifelsohne dem IS kopierten, unsäglichen Militanz. Gesegnet sei ich mit einer gewissen Gleichgültigkeit da ich längst mich der brieflichen Stimmabgabe bediente.

Und trotzdem ist es nicht Weniges was mein zartes Gemüt in allgemeinen Facebook-Tempeln und Verwandten zu lesen bekomme. Die sogenannte Überfremdungsangst treibt je länger je beängstigendere Blüten. Was wir, naiv als soziale Medien bezeichnen mutiert zunehmend zum Tummelfeld radikalisierter, Rechtsaussen Dumpfbacken.

Als wäre dies nicht genug wird die Scheisse noch rege, in medialer Manier, hin und hergeschoben, die Fachsprache nennt dies  Virales Marketing. Wer da wohl dahinter stecken mag?

Ohne Zweifel dürfte klar sein was ich über die genannte Ecopop-Initiative denke und weiterhin zu denken gedenke. Jene dies nicht wissen sollen sich des Weiterlesens bemächtigen.

Eine Begrenzung der Einwanderung setzt klare Grenzen voraus. Die Vorstellung in einem übergrossem Gefängnis mit klar gesetzten Grenzen, vielleicht diese Grenzen gar dem Vorbild einer ehemaligen DDR nachempfunden (Elektrozähne, Todesstreifen und Trallala), lässt mich, als, hoffentlich freie Erdenbürgerin, zu tiefst erschauernd.

Es wird hierzulande gerne von Überfremdungsangst gegackert und ich frage, was dies für eine wahrhaft absurde Furcht, welche sich offensichtlich in die Köpfe der Anglo-Vollpfosten eingefressen hat, sein solle.

Keine Gemeinschaft ist entwicklungsfähig ohne Bewegung. Der Austausch bringt einzig Bereicherung durch Offenheit und Durchlässigkeit über geografische Grenzen hinaus. Damals in Vergangenheit, heute in der Gegenwart wie in ferner Zukunft wird Entwicklung sich, auch anhand des grenzübergreifenden Austausches definieren. Je kleiner die Gemeinschaft, das Land, die geografische  definierte Fläche umso wichtiger dieser übergreifende Austausch.

Anglo Dumpfbacken indessen dürften diese Verhältnisse kaum begreifen. Auch Zusammenhänge wie Stadtentwicklung und Lebensqualität überschreiten bei weitem dessen Intellekt, stattdessen wird von Asylmissbrauch und sonstiger Rinderkacke posaunt.

Dass sesselfurzende Parlamentsratten die braune Brühe mit einem grünen Anstrich versehen sprengt, in meinen Augen, sämtliche Dimensionen der Bedenklichkeit und der Absurdität. Wäre nicht eine durchaus ernstzunehmende Gefahr in solch Initiativen enthalten, müsst ich schallend lachen. Zu lachen indes gibts rein gar nix.

Welch geistige Armut mich wieder einst umgibt.

Es ist bald Abstimmungswochenende und ich zeichne Grubenpläne, vielleicht das einig Vernünftige will ich doch mein Temperament gezügelt wissen.

Möge die immer wieder sich wiederholende Zeitepoche der Düsternis und des Hasses weit ausserhalb meiner Lebensphase liegen.

Lochezische Einblicke

Es ist zweifelsohne mach Roman aus meiner Tastatur zum Thema Seemühle ins Internet geflossen. Auch das aneinandergewachsene Untertagewerk Lochezen, letztmalig der Zementproduktion dienend, war immer wieder ein Textchen wert. So will ich diesem Beitrag hauptsächlich den Bildern Platz einräumen. Meine Seemühle / Lochezen Artiikel sind zuunterst geliestet.

Mit einem ganz tollem Team war ich letzten Samstag unterwegs, danke Euch, Hanspeter, Thomas und Reiner.

Eine kleine Auswahl weniger Bilder nun kurz auf folgendem Blog,

Lochezen

Remise, Werkstatt der 60er Schienenfahrzeuge, am Scheidepunkt Seemühle / Lochezen.

Lochezen

Tagbausteinbruch mit Felsöffnungen zum Untertageteil. Der Kran oben rechts ist Teil der Steinschlagnetztestanlage der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL.

Lochezen

Die wirklich geheimen Teile liegen tief im Berg beerdigt. Im Bild der wuchtige Steinbrecher Engi untenstehend, senkrecht aufwärts abgelichtet. Rechtsunten im Bild die aufwärts führende Stahltreppe.

Lochezen

Unterirdische Förderanlage Ausgang Steinbrecher zu Verlader .

Lochezen

Siloumstellung

Lochezen

Panorama Ausgang Förderanlage, Bildmittig die Schiffsverladeanlage.

Und die Links zu den Vorbeiträgen Lochezen / Seemühle

Auf Luisa.net
Die Seemühle

Im Blog
Das Geheimnis des Steinebrechers
Das Tor stand offen
Seemühle überall
Seemühle, was war? ,
Die Geheimnisse der Seemühle
Seemühle Borner AG.

Bilderseite zu den Werken
Seemühle

Gottschalkenberger Erleuchtungen

Oder ein erneuter Spaziergang durch die Tiefen des damaligen Bergwerkes im Wurf, auch genannt Bergwerk Mühlebach.

Ein doch eher verregnete Tag veranlasste uns, eine kleine Delegation von rund 4 Wagemutigen, neulich ins Bergwerk Mühlebach hinunterzusteigen. Der Grube sollen zwischen 1846 und 1943, in verschiedenen Epochen, Braunkohlen hübscher Qualität, wenn doch eher wenige, entlockt worden sein.

Mundloch Bergwerk Mühlebach

Was vom Mundloch heute, am Tage 15.11.2014, noch zum Waldboden herausblickt war im Jahre 1943 ein ansehnlicher Stollen, einer von 2en, mit 60er Begleisung und altbekannten Kipploren.

Nach Überwindung der bekannten Waldbodenengstelle indes wächst der Stollen wieder zu bekanntem Kipplorenprofil von rund 1.8m Höhe mal 1.2m Breite. Das angeschnittene Kohleflöz, eindrücklich sichtbar, erreicht indes nie die Mächtigkeit von über 15cm. Immer wieder sind am Stollenseiten, dem Flöz folgend, enge Aufbrüche auffindbar die von einer früheren Abbauperiode zeugen. Ohnehin scheinen die damaligen Bergarbeiter um die Jahre 1942 ziemlich Pech gehabt zu haben, überall so dünkte mich, stiessen die Knappen auf eindeutigen alten Mann. Trotzdem wurde dieser obere Stollen, bis auskeilen des Miniflözes, ganze 88 Meter tief in den Sandstein getrieben.

Bergwerk Mühlebach

Mittig bei 50 Meter ab Mundloch, wohlverstanden das damalige heute im Waldboden versunkene, findet sich ein 20 Grad fallender Aufbruch. Auf einer Länge von rund 40 Metern wurde im Gesenk die Kohle abgegraben. Die einte Gesenkwand ist mit Versatz aufgefüllt. Diesem Gesenk folgend erreichten wir die eigentliche Hauptstrecke welche heute nur noch über den Aufbruch erreichbar ist. Wasser rieselt nach wenigen Metern zum Versatz heraus und sollte bis auf Weiteres unser stetig nasser Begleiter im engen Aufbruch sein.

Bergwerk Mühlebach

Die Hauptstrecke war einst Richtung Tag robust ausgezimmert. Die Türstöcke aus dicken Hölzern gebaut sind heute jedoch ziemlich in sich verfallen. Die Stollendecke scheint dies nicht weiter zu irritieren naheliegend eher dass dies Holzwerk die seitlich vorfühlten ehemaligen Aufbrüche, ich vermute wieder mal eine überaus dominante Präsenz des alten Mannes, hätten stützen sollen. Richtung Mundloch indes ist nach regem verstürztem Türstockwald baldig aus. Wie schon in Vorbeiträgen geschrieben, scheint das Mundloch der Hauptstrecke von aussen her verfüllt worden zu sein. Eindeutig die Hauptstrecke ist einzig übers Gesenk zu erreichen.

Die Gegenseite des Hauptstollens, am Gesenk vorbei Richtung Berg , vom alten Mann gänzlich verschont, verliert baldig das begehrte Flözchen. Trotz des Auskeilens der Kohle wird der Stollen noch ganze 60 Meter, in harten Sandstein, geschlagen.

Bergwerk Mühlebach

Das Wasser scheint sich, im Gegensatz zur Kohle, in diesem Stollenabschnitt zunehmend anzusammeln und doch ist ein durchkommen ohne nasse Füsse über die gesetzten Steinböcke problemlos möglich.

Bergwerk Mühlebach

Am Ende des Stollens, bei Laufmeter 113 ab ehemaligem Mundloch angelangt, steht doch tatsächlich Buddha höchstpersönlich, respektive dessen Statue, auf dem Stollenboden. Dieser nicht etwa aus Messing, wie mir bekannt aus fernöstlichen Gegenden, sondern in leichtem Styropor gefertigt. Trotz des leichten Buddhas dürfte der Urheber des Andachtraumes ein wahrhaft Gläubiger sein. So nen Teil das Gesenk hinunter schleppen zeugt von grosser Überzeugtheit wenn doch der Buddha, eher ramponiert dreinschauend, vermutend grosse Strecken in Fallgeschwindigkeit zurücklegte. Der Buddha ist eindeutig neuerem Datums, bei meinem letzten Gottschalkenberger Besuch vor 2 Jahren stand dieser noch nicht am Stollenende.

Zurück zum Ursprungsthema will ich wieder eine Sohle hinuntersteigen diesmal wahrscheinlich über eine sehr alte Strecke aus Zeiten des 19ten Jahrhunderts. Wieder über ein Gesenk dieses jedoch deutlich enger und erst noch mit reichlich herunter rieselnden Wasser, erreicht die gelenkige Person eine weitere Hauptstrecke.

Bergwerk Mühlebach

Im Gegensatz jedoch zu den Strecken aus 2 WK wird’s in diesem Bergwerksbau richtig Eng. Hier waren nie Looren oder Rollhunte unterwegs allerhöchst dürften Kinder und kleine Menschen Holzkübel zum heute verschüttetem Mundloch hinausgezogen haben. Die noch vorhandenen Holzstempel machen eindrücklich die Originalstollenhöhen sichtbar, selten sind diese über 1.2m.

Indessen wird ein systematischer Pfeilerabbau sichtbar. In den Aufbrüchen sind immer wieder mittig grössere Abschnitte des Flözes erhalten so als hätte hier ein sehr bewusster wenn doch eher primitive Abbau stattgefunden.

Bergwerk Mühlebach

Die Aufbrüche selbst können nur gerade im Liegen, respektive Kriechen, befahren werden. Teilweise sind einige Aufbrüche abgesoffen.

Bergwerk Mühlebach

Plan gross machen, Plan anklicken.

Der Grubenplan aus dem Jahre 1943 begünstigte wahrscheinlich eine doch eher optimistische Prognose. Tatsächlich waren hauptsächlich Sondierarbeiten sowohl im Bergwerk Sparrenweid wie auch im Bergwerk Mühlebach im Gange. Diese Sondiertätigkeit wird käumlich die grosse Kohle zu Tage gefördert haben. Zumindest in der Grube Mühlebach stiessen die Knappen immer wieder auf grossflächigem alten Mann.

Bergwerk Mühlebach

Plan gross machen, Plan anklicken.

Aus meiner Sicht, stand 15.11.2014, sieht dies Bergwerklein doch eher ziemlich leergeschossen aus und dies nicht erst seit 1943. Im Waldboden finden sich zahlreiche Spuren, bis hin zu verwinkelten Stollensystemen, die vor früherer Abbauperioden zeugen. Die beiden Stollen, Stollen I und Stollen II, aus Zeiten um 1943 dürften immer wieder auf leergeräumte Bereiche gestossen sein. Denkbar gar das beide Stollen in ehemalige Grubenwerke getrieben wurden.

Radioaktive Gottschalkenberger Kohle

Und allerletzt, die wenige Kohle aus Gottschalkerberger Stollen geniesst nicht nur einen ausgezeichneten Ruf bezüglich des Heizwertes, die Kohle ist auch schwach Radioaktiv wie meine neuste Errungenschaft, ein Geigerzähler, danke Dir Hanspeter, zu knattern wusste.

Quellen:
Grubenplanoriginal, Archiv Swisstopo vormals Büro für Bergbau

Vorbeiträge:
Kohlebergwerk Sparrenweid
Gottschalkenberger Erkundungen
Gottschalkenberg die Letzte
Im Greit
Der Weg des Wassers
Die Gottschalkenberger Kohlegruben
Das Geheimnis der zwei Fragezeichen
Gottschalkenberg
Die erste Suche verborgener Stollen
Die Molassekohle Greit und Wurf

auf Luisa.net
Verborgene Kohlen

Links von Hansjürg
Familie Keller Gottschalkenberg

Sounds schon wieder

Die Bergwerksgeschichten müssen vorerst mal warten denn heut solle erstmals, seit langem wieder, etwas Mucke in meinem Blog sein Plätzchen finden.

Es sind die Internetradios die so allerlei Inspiration liefern. Genannt diesmal das Radioprojekt von DJ Monti blackspot.me

Any, die aufgeschnappte Mucke

Infected Mushroom – Smashing The Opponent im Sthilmann Remix 2010

Auch so nennenswert wunderschön, wie üblich die Project Pitchfork Jungs mit Drone State

Und, grosses Indianerehrenwort, die Bergwerksgeschichten folgen noch.
In der Pipeline sind etwa Gottschalkenberg oder Seemühle die auf Fertigstellung waren.

Nun denn, en schöne Restsuntig