WWW-Links

Das breite Spektrum meiner Interessen als stetig wachsende Linkliste.

Das Ende der grossen weiten Welt

Die Erkenntnis des Endes aller Enden der Publikationsfreiheit oder die Funktion der aktiven, Paketfilterorientierten Zensur.

Nein, wir sind nicht in China, doch wir arbeiten dran.

Oder, es glauben auch nur die I-Phonbestückten Hugahuga Frazenbuchfreudesammler an die grosse, weite, bunte Welt, der Schein indes trügt. Was lange uns Einheitsbreivermanschte Radio und Fernsehenstationen vormachten, schleicht sich zunehmend auch ins TCP/IP ein.

Am Anfang der Geschichte war eine Alterheimbewohnerin, genannt hier das Altersheim Trotte in Zürich Höngg, die verzweifelt versuchte meine Luisa-net-Seite zu betrachten. Immer und immer wieder erschien auf dessen Bildschirm die Meldung das Luisa-net nicht betrachtet werden könne da die Inhalte auf der gewünschten Seite pornografisch wären.

Meine Seite, Pornografie? Abgesehen davon, welch recht nimmt sich hier die Altersheimleitung hervor, Inhalte zu filtern ehe diese von den dortigen Pensionären, je nach Gutdünken der Altersheimleitung, betrachtet werden können.

Die Zensurmaschine heisst heute Proxiserver mit darauf funktionierendem Paketfilter. Ich machte mich auf die Reise um dies moderne Zensurmittel zu erkunden. Allererst war meine Ansprechadresse das OIZ oberster Stadtzürcher Internetknoten, eine Dienstabteilung des Finanzdepartements.

Es ist die Natur des Internets und deren Topologie Zensurmittel zu begünstigen oder gar zu unterstützen. Leider, eine Tatsache, zunehmend muss dies Netzwerk Internet ehe der Datenfluss den Endanwender, so genannt Client, erreicht, gefiltert werden. Abgesehen von schädlichen Inhalten die Maschinen zerstören oder missbrauchen können, sind zunehmend auch Inhalte welche mögliche Entscheidungsgremien als Unerwünscht taxieren, Opfer deren Paketfilter.

Nun den zur Funktion.

Topologie Internet, grösser machen, Anklicken.

Internet ist eine Vernetzung von Computern weltweit. Die Daten werden mittels Kabel, Glasfaser oder Kupfer hin und her gesendet.

Kupferkabel Cat6A von Switch zu Client

Wo viele Kabel aufeinander treffen verteilen Switche den Datenfuss auf weitere Leitungen. An den Kabelenden wo Computer Informationen senden und empfangen sind Geräte zwischengeschaltet welche die angeschlossenen Maschinen  vor unerwünschten Zugriffen schützen. Zweierlei Grundgruppen dieser Schutzgeräte sind im Einsatz.

Router, NAT-Router
Die Router leiten eine Anfrage weiter anschliessend wird die erfolgte Antwort, etwa in Form meiner Luisa-Net-Seite, an die Anfrageadresse weitergeleitet.

Proxiserver
Der Proxiserver Sendet eine empfangene Anfrage ins WWW. Die empfangene Antwort wird indes, im Gegensatz zum Router, nach verschiedenen Kriterien erstmals durchfiltern ehe diese weiterleitet an den Client wird.

Beide Geräte stellen im Internet quasi das Ende der Schienen, das Stumpengleis mit dazugehörigem Prellbock dar. Der Client, Internetanwender, kann nun auf denen möglichen abgestellten Wagen die Pakete betrachten und weiter versenden.

Proxiserver können nun selbstständig nach voreingestellten Vorgaben unliebsame Pakete herausfiltern und in den Müll werfen. Der Internetanwender hat keinen Zugriff auf die gewünschten Informationen. Meine Seite scheint hier dem Altersheimpaketfilter zum Opfer gefallen sein. Den anfänglich geglaubten Paketfilterstandort, das OIZ stellte sich als Irrtum heraus.

Der Proxiserver, ein ideales Mittel zur Zensur und was die Chinesen längst wissen, wird leider hier früher oder später so richtig Schule machen. Eines ist klar, Hauptziel ist es den gesamten Informationsfluss zum kontrollierbaren Einheitsbrei zu vermanschen. TV und Radio sind hier Paradebeispiele. Das innerhalb dieses Breis meine Seiten und zwar alle, keinen Platz haben scheint logisch zu erscheinen.

Doch wieso nun meine Seiten als Pornografie taxiert wurden, liess weiterhin meine Neugierde wachsen. Das OIZ, respektive der freundliche Mailbeantworter, wusste eine weitere Adresse eines Hauptlieferanten für Paketfilter.

Genannt hier der Hersteller Websense und deren Paketfiltersource Aceinsight Websense. Auf der Seite http://aceinsight.websense.com/ liegt ein liebliches Tool online mit welchem die jeweiligen Seiten auf mögliche Paketfilterkatalogisierungen geprüft werden können.

Der reihe nach, man sehe und staune,

luisa.net

Ateliereisen.ch die deutlich explizitere Adresse

Mein Blog blog.ateliereisen.ch

Also nun wisst Ihr liebe Leser, diese, meine Seiten hier sind nur für Erwachsene. Mein Inhalt wird von den richtig dummen Paketfiltern hauptsächlich als Sex taxiert. Die Wahrscheinlichkeit dass all mein Schaffen nicht nur vom Migros- Genossenschaftsbund weggefiltert wird, dürfte auf der Hand liegen.

Und die Auflösung der Geschichte,
Relativ einfach, welche Worte kommen in Texten vor?
Sex, Sexismus, wie auch Transsexualität sind auf allen Seiten irgendwo zu finden und je mehr ich schreibe desto eher könnten solch Worte oder Verwandte vorkommen und wer denkt Paketfilter könnten mehr, der täuscht. Die Teils sind richtig bescheuert und können einzig Spider durch Texte jagen die alles was irgendwie sex enthält in Datenbanken speichern.

Die Links in dieser Geschichte
Organisation und Informatik der Stadt Zürich
Paketfilterhersteller Websense
Ganz taugliche Proxiserverlösung die lange bei uns zuhause im Einsatz war „Astaro“

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