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Die Geheimnisse der Seemühle

Es mag nicht weiter verwundern dass dies beeindruckende Werk, erbaut durch die Familiendynastie Seemühle Borner AG, mich immer wieder magisch anlockt und zu weiteren Recherchen anspornt. Noch ist viel über deren Untergang tief verborgen, vielleicht gar zu tief verborgen.

Neulich, ein doch eher gemütlicher Sonntagsspaziergang, gemeinsam mit der aufmerksamen und genauso neugierigen Begleiterin Marlene, brachte weitere interessante Fragen zu tage.

Und hinzukommend, nach so vielen Begehungen, gegen 50 dürftens gegenwärtig sein, war ausreichend Zeit um etwas genauer die Stollenverläufe zu erkunden.

Aus den gemachten Beobachtungen war mir weiter möglich mein Grubenplan zu verfeinern. Es ist dies Stollensystem von solch Ausmass nur schwer fassbar was manch hartnäckig klebender Fehler erklären tut. Any, neuste Ausgabe Grubenplan, gross machen, wie gehabt, anklicken.

Und zuallerletzt konnte ich, in solch vertrauter Umgebung mach Detail etwas genauer untersuchen und ablichten.

Deckenleuchte oberhalb des Bahndamms Ebene 1. Sicher 50-mal ist mir dies Ding aufgefallen nie jedoch war die Musse meine um das beeindruckende emaillierte Schirmteil zu Fotografieren. Nun, gesagt, getan.

Und auch Interessant, in einer Stollen-Querverzeigung Ebene 2 finden wir einige zerzauste Ausgaben der Neuen Züricher Zeitung datiert um den September 1953. Was hat in solch Tiefen, 300 Meter unter Tags, dies Blatt verloren? Da doch einige Zeitungen dieses Verlages im Stollen verstreut herumliegen ist zweifelsohne hier viel der Neugierde entbrannt, trotzdem, wohl nie werden wir des Rätsels Lösung erfahren.

Die Geschichte, wie sie noch viel mehr Fragen zu aufwirbeln vermag folgend.
Das weit verzweigte Areal sowohl oberirdisch wie auch unterirdisch solle gemäss Angaben Ursi Borner (Familie Borner) mittels Konkursverfahren im Jahre 1968 in den Besitz der Schweizer Armee gekommen sein. Knapp daraufhin werden alle Gebäude von Militär  gesprengt. Das Ganze solle als Luftschutzübung getarnt gewesen sein.

Kaum was blieb übrig, der Leitsatz den ich seit Herznach kenne, wonach, man sagt, jede Bergbauepoche mit einem grossen Feuer endet, trifft auch hier im Falle Seemühle haargenau zu. Die Möglichkeit das einziger Grubenplan aus meiner Schmiede stammen könnte ist folglich durchaus denkbar.

Es scheint mir als wäre eh die Seemühle-Vergangenheit, anno 1968 durch eine riesengrosse Sprengung vernichtet geglaubt, noch heute Tabuthema im Dorf Walenstadt. Umso neugieriger  klein Luisa hier, folglich steht der Gang zum Grundbuchamt noch aus.

Folgende Fragen denn resultierten.

Wieso war damals alles platt gesprengt worden? Nie waren auf dem Gelände anschliessend irgendwelche Bauten aufgezogen worden.

Wem gehört die Seemühle heute, Armasuisse?

Und wieso, Festungsbau würde wenig Sinn machen, die Legende wonach eine unterirdische Verbindung zu der Festung Lüsis bestehen solle ist nur Legende und stimmt nicht mit der Realität überein.

Das ehemalige Militärspital, zwischen Ebene 5 und Ebene 6, lässt ebenfalls viele Fragen offen. Es solle 1939 gebaut worden sein. Irgendwie um die 50er Jahre wurde dieses ohne nennenswerte Bewegungen wieder aufgegeben. Was für Funktionen hatte diese Einrichtung? Oberhalb, Ebene 8, wird mit MG-Leuchtspurmuition des öfters in den See hinunter geballert, dies zumindest weiss mir ein Ex-Kompaniekommandant zu berichten.

Das Nachbargrundstück Lochezen solle die Holcim besitzen, auch hier ist nicht alles klarste Butter.

Allerletzt, der Weinberg auf dem Grundstück der ehemaligen Absackerei ist auch nicht restlos über jeden Zweifel erhaben. Eigentlich wäre auch dieser Grundstücksteil im Besitze der Armasuisse, so will es mir zumindest Ursi Borner erzählt haben, oder gibt’s nun endlich guten Wein in der Schweizer Armee?

Links von mir zum Thema
Der Vorbeitrag Seemühle Borner AG
Die Seite Seemühle Seemühle

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