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Erfolgreiches Schachtgepumpe

Eine weitere Cava-Sul -Rhein-Geschichte findet nun hier dessen klärende Aufschlüsse. Genannt eben die schmucke Bleiglanz / Zinkblende-Grube Cava sul Rhein im beschaulichem Rueun mit noch verbleibenden Unbekannten. Lange war eines der letzten Geheimnisse hoffnungslos mit Wasser gefüllt nun, nach 2 Tägiger Zusammenarbeit, ist auch dies Geheimnis definitiv Geschichte.

Es nannte sich dies Mysterium, der, bis Stollendach Wasser gefüllte, Stollen am Schachtende nahe des Eingangsbereichs. Am letzten Wochenende konnte nun, mit viel Technik, das Wasser aus der Unterwelt gepumpt werden.

Schachtpumpen

Der Materialtransport verlange alles von meiner alten Zitronen-Dame. Nach langer Donnersttäglichen Fahrt nun doch noch, mit Generator, Tauchpumpe und viel Zugemüse, erfolgreich angekommen.

Schachtpumpen

Noch immer war im Schacht genau bis Stollendenke Wasser hartnäckig festgesessen. Also musste in den Stollen eine Tauchpumpe gesenkt werden die wiederum vom, auf dem Polenweg stehenden, Benzingenerator getrieben wurde.

Schachtpumpen

Dank des ersten Schachtpumpversuch, vor ziemlich genau einem Jahr, siehe Silber und Bleibergwerk Cava Sul Rhein, wussten wir um die benötigten Schlauchlängen und dessen Förderhöhen. Eine schwierige Aufgabe schien eben diese lange Schlauchdistanz von 30 Metern bei rund 6 Meter Förderhöhe zu sein, also war mit im Gepäck eine zwischenschaltbare Druckerhöhungspumpe, die, zum Glück, nicht notwendig wurde.

Während die Pumpe vor sich hin förderte blieb etwas Zeit um der Stollenvermessung zu föhnen. Noch immer schienen Kompässer für so manch Stollenfrontalkollision zu sorgen. Während ich mit meiner Akkubosch Senkbleimesspunkte anbohrte waren die erfahrenen Vermessern mit zwei Leica DISTO D810er unterwegs. Wie den Prospekt zu entnehmen ist, solle eine Kompassfunktion integriert sein was für unsere Tätigkeit das genau richtige sein könnte.

Schachtpumpen

Tatsächlich konnte mit dem Leicastativ haargenau die Senkbleispitze anpeilt werden doch der Leica-Kompass liess eindeutig zu wünschen übrig. Einerseits konnte die Kompassfunktion weder mit der Distanz-Messung noch sonst irgendwie fixiert werden anderseits schienen die Differenzen, vor und Rückwärtsmessung, exorbitant hoch auszufallen. Letztlich ermittelten wir zeitweilig 20 Grad Ungenauigkeiten und auch der zweite Disto D810 brachte ein kaum besseres Resultat. Entweder steckt noch viel Magnetisches Zeugs in der Mine oder wir müssen doch wieder auf den etwas veralteten Distoumbau X1 zurückkommen.

Doch währenddessen,

Mundlochfeuer

Da das Wetter saukalt war und wir mit rund 2 Tagen Pumparbeit rechneten machte ein wärmendes Feuer an prächtiger Rheinstrandpromenade durchaus Sinn. Das Feuer brannte 2 Tage lang mit dem zusammengesammeltem Holz welches zu ziemlich jeder Holzfäller über Jahre hinweg vors Bergwerk kippte.

Kleiner Nebeneffekt, der kleine Strandbereich mit dazugehörigem Bergwerk wirkte wieder äusserst ordentlich und gepflegt.

Geheimer Stollen Cava sul Rhein

Währenddessen sich im Wasserstollen der Pegel langsam senkte und nach rund 1.2 Metern Absenkung die ersten mutigen den Einstieg, mittels Watstiefeln, riskierten. Der Stollen zeigte neue Einblicke so, war den ein Seitenstoss in südlicher Richtung mit einer Länge von 4.5 Metern auch noch zum System dazugehörend. Trotz der Watstiefel, die Mutigen wurden trotzdem nass. Einerseits liegt eine sehr hohe, nicht wirklich tragfähige, Schlammschicht auf dem Stollenboden, anderseits waren auch die Watstiefel selbst nicht über jeden Dichtigkeitszweifel erhaben.

Geheimer Stollen Cava sul Rhein

Trotzdem konnten auch die Warmduscher, mich damit meinend, trockenen Fusses das Werkende, nach 11 Metern, bestaunen. Dies Wasser so vermute ich liegt einige Jahre im Werk. Alte Pläne, aus den 1960ern zeichnen einen Wassergefluteten Schacht. Wahrscheinlich ist dies Wasser noch das Überbleibsel einer richtig heftigen Hochwasserperiode welche das gesamte Bergwerk flutete. Während das Wasser in der Hauptsohle wieder abfliessen konnte blieb, in den tieferen Zonen auf alle Ewigkeit, das Wasser bestehen. Wenn doch die Tauchpumpe viel Wasser fortschaffen konnte so wird wahrscheinlich dieser Wasserstand bis in aller Ewigkeit weiterbestehen.

Nichts desto trotz entstand wieder ein Grubenplanupdate.

Grubenplan

Wie üblich, anklicken und er werde grösser.

Das Bergwerk ist nun grösstenteils erkundet, einzig meine Arbeit des Zeichnens bleibt noch offen. Wenn doch die Kompassrichtungen in den tiefer verlaufenden Stollenwerken nicht restlos geklärt sind. Ich für meinen Teil tue mich vom Mundloch her zeichnerisch allmählich ins Berginnere annähern.

Und ja, noch nen kleines Selfi von mir um des neugierigen Lesers willen.

Luisa am Mundloch Cava sul Rhein

Luisa am Mundloch Cava sul Rhein

Die Vorbeiträge Cava sul Rhein
Cava sul Rhein das Messpraktikum
Rueuner Bergbaugeheimnisse
Silber und Bleibergwerk Cava Sul Rhein
Cava Sul Rhein Rueun

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