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Seemühle, jähes Ende letzter Geheimnisse

Es war neulich, bei feinem Fondue, die Frage letzter noch verbleibeder Unbekannten in jenen verworrenen Werk aufgetaucht also machten wir uns auf zu weiterer Erkundung. Genannte diese konkrete Geheimnisentschlüsselung stieg nun am Freitag bei strömendem Regen.

In diesem Sinne ein kleiner bebilderter Reisebericht in die Unterwelt der Bornerdynastie mit resultierenden Ergebnissen. Eines jedoch vorweg, jene Pappnasen die was von Zwillingtunnels herum publizieren, sollen mal endlich anständiges Zeugs rauchen.

Seemühle Grundstrecke

Wie üblich unser Einstieg über den ausgemauerten Querschlag auf unterster Sohle.

Hauptaugenmerk unserer disiegen Befahrung galt den unbekannten Löchern südlich der tiefsten Grundstrecke. Diese Unbekannte war unser beiden, Mattis und meines, Ziel auch galt das Gerücht etwelcher Zwillingtunnels definitiv zu entkräften.

Seemühle Grundstrecke

Der wieder aufwärts verlaufende Südabbau liegt oberhalb eines Rolllochs welches in der Grundstrecke mündet. Im Rollloch sitz ein Pressloftrohr welches grössere Bergbautätigkeit erahnen liess. Die letzte Bergbauperiode liegt wahrscheinlich genau in dieser mir bis anhin unbekannten Zone. Alle Presslufteinrichtung scheint sich genau in dortiger Region zu versammeln.

Seemühle Grundstrecke

Der Abbau Süd ist schnell oberhalb der Rolllochs gefunden. In steilem Serpentinenpfad sind die obersten Zonen rund 60 Meter, oberhalb der Grundstrecke, erreichbar. Indessen ist diese Zone nicht weiter Geheimnisbehaftet. auf einer rund 100 Meter x 100 Meter Gesenkfläche ist mit grobem Sprengzeugs gewirkt worden. Auf der Hochperspektive sind weitere, hintereinanderliegende Rolllöcher drohend erkennbar. Der Boden besteht aus einer gefährlichen Schuttschicht die nicht über jede Rutschfestigkeit erhaben scheint. Drohend umso mehr als doch eine Rutschsituation zwangsläufig in einer der rund 20 Meter hohen Rolllöcher münden täte.

Klar zeigt sich indes ein definitives Ende des Abbaus ohne weitere Bergbauwerke auf einer Höhe ca. 55 Meter ab Grundstreckenboden.

Nach Auflösung dieses Geheimnisses machten wir uns auf die Suche nach den, Bergbautechnisch absolut unsinnigen, Zwillingsröhren. Zwar war ich mir dessen Sicher dass dies Gerücht so ziemlich gar nichts haben könnte und offensichtlich jemanden ganz gehörig die Fantasie durchdrehte, der Präzision willen sollten wir indes doch nochmals genauer hingucken. Auch hinzukommend waren wir beide lange nicht in dieser schönen Untertagewelt zu Gast. Und allerletzt erwachte auch wieder die Lust zu schönen Fotos welche uns um jeden Sicherheitspfeiler trieb.

Seemühle Grundstrecke

Und nochmals eine eindrucksvolle Perspektive am Abgrund eines massiv geweiteten Rolllochs in die Grundstrecke hinunter.

Auf unserer Tour lässt sich, im gesamten Werk, der native Fels kann unmissverständlich identifizieren. Verstürzte Stellen sind keine Erkennbar, dies nicht im hintersten Winkel alle Sicherheitspfeiler um zirkelnd. Also, Irrtum ausgeschlossen, ein für alle mal, keine Zwillingtunnels.

Aber den Spaziergang in die obere Zone liessen wir uns trotzdem nicht nehmen und vielleicht sollten in den oberen Stollen Zwillingtunnels versteckt sein.

Rollloch Ost

Diesmal bevorzugten wir das Rollloch Ost, auch bekannt als die geheimnisvolle aus dem See ragende Leiter. Wie immer steht noch die Leiter am besagten Platz was die vermutung nahelegt das dies Rollloch lange nicht mehr als Rollloch diente. Vieleicht liesse sich dies Gebilde als eines der Zwillingtunnels interpretieren obschon das einzig zweite Rollloch rund 200 Meter westlich zu finden ist.

Oben angekommen der prächtige See welcher uns, nach neulicher Stubenerfahrung , zu nochmaliger Lampenversenkung inspirierte.

See Seemühle

Und, auch dies Experiment schien gelungen. Das strahlende Blau verlockte gar schier zeitweilig zu anmächlichem Thermalbad wenn doch, Realität on, die Kühlkörper der LED Leuchten, dies Bergwasser leider nicht auf Themalbadniveau hievten.

Auch hier auf dieser Anbaustrecke, welche eins über ein, heute verstürzter, eigener Querschlag erschlossen war, weit und breit kein Zwillingsrohr, einzig unserer beiden, im Abstand von 200 Metern, liegender Rolllöcher.

Bahndamm oberer Abbau

Auf Tag zu steigt der Bahndamm zu stattlichen 3 Metern auf. Auf Stollendach noch sichtbar die Isolatoren der einstigen Elektroleitung die den Strom für die Beleuchtung lieferte. Am Bahndammende der zugeschüttete Bremsberg des Querschlags.

Unser Weg führte uns wieder hinter übers zweite Rollloch, welches unbestritten auch lange nicht mehr rollte, wieder zurück zur Grundstrecke.

Rollloch West

Unterwegs, die kläglich durchgerostete Absperrung des Rolllochstollens.

Hauptsilo Seemühle

Und nochmals in Erinnerung die Sammelsilos mit Rollenschnauzen.

Grubenplan Seemühle

Die Grundlage unserer Forschung ein Grubenplan mit kreativer Ausarbeitung von Babs. Ich zog aus diesem eine nicht allzu ernstgemeinte Schnittgerade, andere wiederum täten behaupten hier seie unmissverständlich ein Zwillingstunnel begraben.

Schnitt Seemühle

Die Schnittgeschichte, so rein gefühlsmässig interpretiert, macht in Seigerdarstellung folgendes Bild. Wohlverstanden, nix ist ausgemessen und wenn doch mein Disto mit mir war, so blieb ich bei meiner Empfindung. Vermerkend sei, die Erstellung eines kompletten Grubenplans, könnte zur Lebensaufgabe mutieren. Solange nicht ein glücklicher Samariter mich monetär zu solch Sisyphustätigkeit anspornt, werde ich dies unterfangen tunlichst lassen. Hinzukommend, ich kanns nicht lassen, dünkt mich, versammeln sich im Dunstkreis der Bornergeschichte einige äusserst abgedrehte Charaktere. Ich hab ohnehin genügend über die Seemühle berichtet und Bergwerke gibt’s noch etliche zu erkunden.

Vorgeschichten:

Auf Luisanet
Die Seemühle

Und im Blog
Das Tor stand offen
Seemühle überall
Seemühle, was war? ,
Die Geheimnisse der Seemühle
Seemühle Borner AG
Das Geheimnis des Steinebrechers

Bilderseite zu den Werken
Seemühle

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