WWW-Links

Das breite Spektrum meiner Interessen als stetig wachsende Linkliste.

Wo sich Eisen versteckt

ist nicht selten Silber und Kupfer auch verborgen.

Und es war ein wunderschöner Sonntagnachmittag, wir zwei Frauen hatten uns zu später Morgenstund ausgiebig verköstigt, also nahe liegend nach solch Festschmaus sich in luftige Höhe zu bewegen. Nach wie vor treibt mich das Interesse für Bergbau und Industriegeschichte in solch vergessene Gebiete. Meine Liebste, die Geschichtsgelehrte, zumindest Kunstgeschichte, entwickelt zunehmend eine gewisse Faszination fürs Fachgebiet Geologie was zweifelsohne in tiefen Bergbaugeheimnissen ein starkes Team abgibt. Hinzukommend sind oft solch Industrierelikte in prächtigster Landschaft anzutreffen.

Auch so am Gegenende der Schmelza, die damalige Seilbahn, ursprünglich meinerseits irrtümlicherweise mit dem Eisen in Verbindung gebracht, war doch deren Silber und Kupferverhütung von deutlich grösserer Bedeutung.

Also wir zwei Mädels im Stechschritt zu den Silber und Kupferminen Ursera ein wahrhaft kaum glaubhaft schönes Gebiet und, im wissen das nur wenige sich hier her verirren dürften, ein äusserst ruhiger Ausflug und doch voller Impressionen.


Knappengebäude

Wie so oft war auch hier mein zeitlicher Rahmen viel zu eng gesteckt um all die interessanten Zeugen der Industrialisierung genauer zu erkunden was klar einer zweiten Expedition Vorschub leisten wird. Alleweil gilt es noch in der Felswand den Römerstollen zu finden, welcher, bekannter weise ungesichtet geblieben sein soll. Auch nicht gefunden hatten wir den beschriebenen Stollen Betlehem den es schien uns bei deren Suche weder ein Stern noch eine Halde erleuchtet zu haben doch kommend solle die Suche ihre Fortsetzung finden.
Altes Bahntrasse von den Gruben zu der ehemaligen Bergstation der Seilbahn

Zweifelsohne gab es etliche Stollen und Löcher durch welche wir hin durchkriechen müssten. Und im Unterschied zu so mach Grube waren hier, wie im Erzbett Mürtschenalp, wieder riesige unbewachsene Halden von den Mundlöchern, was die Suche der einzelnen Eingängen deutlich vereinfachte und eindeutig effizienter gestaltete.
Wassergefüllte Abteufung im Stollen Cantina, man schreibt sie seie 6 Meter tief. Der Grund ist mit viel LED-Licht wage zu erkennen.

Auch begann meine Gefährtin selbst nach interessanten Mineralien zu graben und rege Steine in unsere Taschen zu laden. Wie sich dennoch herausstellte waren in denen Steinen weder Silber noch Kupferpartikel enthalten, die Englische Gesellschaft welche als letztes in denen Gefilden Silber und Kupfer-Steine holte, tat offensichtlich ganze Arbeit
Christina an der Arbeit in der ausgeräumten Spalte im Cantinastollen.

Der Nachmittag machte sich im Fluge und da wir bei Tageslicht den Parkplatz noch erreichen wollten machten wir uns auf Richtung Tal.

Aber nun zum Historischen Abriss.
Genannt seien die Gruben mehr oder minder Rückverfolgbar anno 1700.  Genannt auch die „Bergbaugesellschaft zu Ursera, Despin (Taspin) und Stalla“ welche am 2. April 1819 einen Konzessionsvertrag abschloss zum Erzabbau auf Ursera. Im  Jahre 1866 beginnt eine englische Gesellschaft, die „Val Sassam Mines Company Ltd“. mit dem Erzabbau. Die Engländer sollen den auch die letzte Generation Schmelz-Ofen, sinnigerweise der Englische Flammofen, nahe Ausserferrera errichtet haben. Heute noch steht der Stille Zeuge welchem ich ein Eck hier im Blog unter Schmiedeworkshop, kleine Lektion der Metallurgie widmete an der Kantonsstrasse Richtung Ausserferrera vor sich hin ruhen.
Weiteres zu Ursera im Bergknappe Nr. 52
Übersichtskarte der Grubenanlagen, um die Ansicht zu vergrössern auf das Bild respektive auf den verlinkten Text Übersichtskarte der Grubenanlagen klicken.
Quelle: Bergknappe Nr. 52

Auch Interessant, die Expedition Familie Keller von der Seite Bergwerke auf Ursera

Kommentieren