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Gnadensonne

Hightech anno 1790 oder die Fortsetzung unserer Trachsellauenen-Expedition. Es war den wieder ein wunderschöner Samstagnachmittag um die genaueren Details der Bleimine aus dem Jahre 1790 zu erkunden somit, gesagt getan.

Diesmal mit Gummistiefel ausgestattet konnte gemäss Grubenplan anno 1805, welcher ich vom Bergknappe Nr 76 strutzte, nichts mehr schief gehen. Die Sicht übers klare Wasser hinweg im rund 3 Meter hohen Stollen, man bedenke anno damals war der Stollen mittels Holzsteg zweigeteilt, was die Höhe erklärt, äusserst beeindruckend.

Christina begab sich der Gesteinserkundung während ich in allerlei herumliegenden Holztrümmern mir ein Reim aus dem Grubenplan zusammensetzte.

In diesem Sinne eine kleine Zusammenfassung genannter Erkenntnisse.

Erstmals zum Plan des Stollensystems Gnadensonne der Blei und Silbermine Trachsellauenen. In der unteren Ebene liegt der Förderstollen mit grosszügig bemessenem Wasserkanal. In den oberen Ebenen sind die Abbaugebiete die wir leider nur beschränkt erreichen konnten zumal vieles über vertikale Förderschächte erschlossen ist und ich, es mag ironisch klingen,  keine Seile mit dabei hatte.

Item, kleines Wort zur Wahrung sei hier noch angebracht. Die vertikalen Stollen sind nicht ganz ohne und voll bestückt mit nicht wirklich netten Überraschungen,  schnell stellten wir fest das nicht alles in Eschers Seigerriss aus dem Jahre 1805 so für bare Mütze genommen werden kann, nicht mal für Trachsellauenenmünze. Eine gute Kletterausrüstung ist bei diesem sauber ausgearbeiteten Schachtprofil ein absolutes muss.

Na wir hatten keine dabei somit blieben einige Fragezeichen in meinem Seigerriss ansässig.

Wer sich der genaueren Ansicht bedienen möchte solle das Plänchen oder den Text Grubenplan Gnadensonne anklicken.

Interessant hierbei, alle vertikalen Förderschächte  wurden von Oben nach Unten geschlagen, dies wissen die Bohreisenspuren zu erzählen. Die roten Linien sind von uns erkundete Gänge wenn doch wir nicht alles 1 zu 1 bis zum letzten Zack durchwanderten.

Bei Betracht des Grubenplans (Bild oder diesen Text anklicken für ganze Ansicht) macht der Ausschnitt aus dem Kupferstich von Johann Nicolaus Schiel (Quelle Erziehungsdirektion des Kantons Bern) absolut Sinn. In dieser Darstellung findet sich die unterirdische Fördereinrichtung wieder.

Zweiter Schutthügel unterhalb eines vertikalen Stollens, Seitenzweige haben wir bei Betracht mit viel LED-Licht keine gefunden. Im Schacht liegt einiges an altem Holz herum. Ich vermute von einer damaligen Gerüstkonstruktion. Der Originalstollenplan war da nur geringe Hilfe zumal dieser Schacht nicht klar ersichtlich ist, respektive nicht mal eingezeichnet ist.

Abteufung im Förderstollen, hier war Schluss mit dieser Stollenbegehung. Die Abteufung ist an der tiefsten Stelle rund 1 Meter tief. Die provisorische Brücke, linkes Brett knickt ein bei Belastung, mittleres Brett zu kurz und der Holzbalken tief versenkt, alle 3 rund 200 Jährig. Fazit war, lieber trocken bleiben, die Gummistiefel waren eh zu kurz.

Ich vermute das im linken Teil bei der Abteufung irgendwas Pumpenartiges, Kesselrad oder sonst wie verwandtes stand. Der Stollen ist linkerhand an dieser Stelle definitiv am tiefsten.

Wir sind den bedingt durch dies nasse Hindernis zum Stollen hinaus über die Halde weiter den Berg hinauf geklettert um genau die Felswände zu erkunden.

Im der südlichen  Felswand fand sich denn auch bald der erste vertikale Stollen welcher im Förderstollen unterste Ebene mündet. Mit etwas Mut könnten wir die Seiteneingänge welche ins Abbaugebiet führten ausmachen. In deren Höhe liegt ein Holzbalken eingelassen welcher auf ein Fördergerüst deutet. Auch haben wir kurz darauf die Ausgeräumten Felsspalten gefunden welche sich tief ins Berginnere hauptsächlich vertikal Bergabwärts sich bewegten.

Die Links für Weiterführendes
Trachsellauenen Wiki
Verhüttungsanlagenvon Trachsellauenen Infotafel PDF
Die Blei-Zink-Baryt-Lagerstätten im Lauterbrunnental, Berner Oberland im Bergknappen Nummer 51 als PDF
Blei – Silber – Verhüttung in Trachsellauenen, Berner Oberland im Bergknappe Nr 75 als PDF
Blei-Silber-Verhüttung in Trachsellauenen,Berner Oberland, Fortsetzung im Bergknappe Nr 76 als PDF
Die Walser als Bewohner des Lauterbrunnentals Internationale Walser Webseite

2 Kommentare zu “Gnadensonne”

  1. beisser 1 sagt:

    Ich Lese Alles, ihr Mistkäfer……..
    grüssend Norbert

  2. Luisa sagt:

    Lieber Norbert

    Ich weiss, ein fleissiger Leser, und vielleicht gar der Einzige bist Du.
    Was, so nebenbei, mich ungemein freut, den es gibt wahrscheinlich nichts Frustrierendes als ein Blog zu betreiben welches niemand liest.

    Also
    a) mach weiter so
    b) bleib wie Du bist.

    Liebi Grüessli

    Luisa

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