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Gurgelnde Bergleuts und sonstig Süddeutsche Erkundungen

Es ist mir klar dass die wohl fleissigsten Leser und Leserinnen, wobei Zweitere ich anzweifle, in der Abteilung 9 des Regierungspräsidiums Freiburg domiziliert sind.  Insbesondere meine Süddeutschen Geschichten werden mit Argusaugen minutiös mit verfolgt. So stelle ich mit Freuden stelle ich fest dass meine Grubenpläne derer, etwas realitätsfremden Herrschaft überaus zu gefallen scheint. Nun dieser Beitrag ist mal denen da drüben vom fernen Eck gewidmet wenn doch ich, diesmal, da pfeifengerader  Erzgang, ich aufs Plänchen gänzlich verzichte.

Ohnehin weiss ich reichlich wenig übers Revier Grafenhausen.

Bergmann Gurgelholz

Unteranderem vielleicht dass dieser arme Facharbeiter seit 1972 ohne Arbeit sei. Darum diese Geschichte hauptsächlich der Bilder willen hier sein Plätzchen.

Es gibt im Schwarzwald reiche Flussspat und Schwerspatvorkommen die sich in verschiedenen Zeitepochen als immer wieder Abbauwürdig erwiesen. Am Gurgelholz und am Müllersberg bei Grafenshausen verläuft ein Schwerspatgang von Nord nach Süd. Dieser, mit reichlich Blei angereicherte, Erzgang inspirierte anfänglich das Kloster St Blasien, im Mittelalter, zum Abbau.

Schurf am Müllersberg

Aus Mittelalterszeit stammt dieser handgeschrämte Schurf am Müllersberg.

Die neueren Geschichten Datieren bis ins Jahr 1974 und standen unter der Regie der Fluss- und Schwerspatwerke, Pforzheim.

Schwerspatgrube Gurgelholz

So auch dieses schmucke Gitter am Gurgelholz welches ins Zeitgenösse Bergwerk führt. Sorry Abteilung 9, das Tor stand offen und mit etwas Realitätssinn, wird man unschwer erkennen können dass dies Tor immer wieder offen stehen wird.

Schwerspatgrube Gurgelholz

Nun ja, im Eingangsbereich, alles was zum 1970er Bergbau gehört, Sprengmittelkammer mit separatem Zündersafe, Stollenbahnausweichstrecke und jede Menge Zeugs was irgendwie doch eher sekundär zum Bergbau passt. Badewanne, Leitplanken und PKW-Getriebe sind definitiv nach Ära Fluss- und Schwerspatwerke, Pforzheim in den Stollen gewandert.

Schwerspatgrube Gurgelholz

Anschliessend Rollenschnauzen vom Feinsten, zwischendrin jeweils Fahrtürme welche die Befahrung bis zum First möglich machten. Der Erzgang verläuft, wie bis anhin gewohnt im Schwarzwald, senkrecht durchs Gestein.

Schwerspatgrube Gurgelholz

Und noch mehr Rollenschnauzen, diesmal im Blick zurück.

Schwerspatgrube Gurgelholz

Nicht jede Rollenschnauze überstand den Zahn der Zeit, manche dieser Bauwerke sind unter dem Schuttdruck komplett eingebrochen. Um den rund 400 Meter langen Stollen endzubefahren muss zwischendrin ein Rollenschnauzeneinbruch überklettert werden.

Schwerspatgrube Gurgelholz

Oberhalb der Rollenschnauzen öffnet sich ein etwa 50 Meter mächtiger Schlitz. An zwei Stellen ist dieser Schlitz, wie bereits Erwähnt, ausgebaut mit Fahr und Fördertürmen um den Abbaufirst zu erreichen.

Schwerspatgrube Gurgelholz

Im Fahr und Förderstollen sitzt die Pressluftleitung fest verankert. Am Boden liegen immer wieder Bewetterungsrohre was und zur genauen Prüfung der Luftqualität veranlasste. Indes gibt’s bezüglich Atemluft keinerlei Grund zur Sorge, Werte sind bis Stollenbrust normal.

Revier Grafenshausen

Wers besuchen will, dies schmucke Bergwerksrelikt, kleines Plänchen geklaut von udo.lubw.baden-wuerttemberg.de

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