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Hauptgrube Mürtschenalp

Ein kleiner Höflichkeitsbesuch mit neuen Entdeckungen.

Momentan bin ich im Trainingsmodus, ich weiss die Bündner Bergbaufreude werden mich im 2018 wahrscheinlich wieder ziemlich fordern abgesehen davon könnt ich auch noch ruhig wieder etwas schlänker werden also, die Gelegenheit zu sportlichem Sonntagsspaziergang.

Bevor ich jedoch die Hauptgrube bestieg wollte ich den Erzbetteinstieg auf mögliche Zugänglichkeit prüfen.

Erzbett Mürtschenalp

Fazit, das superschmale Mundloch steht immer noch jetzt indes fein säuberlich mit Steinen abgedeckt. Hinein würd weiterhin funktionieren doch a) brauchts eine äusserst aktive Schaufel innen und aussen und b) es wird eng und sehr gefährlich. Ich bin froh das ich dies Bergwerk kenne und ichs sauber auf Kupfergrube Erzbett Mürtschenalp Dokumentiert habe. Nochmals dies Martyrium tue ich mir wahrscheinlich nicht mehr an.

Somit zogs mich weiter ins Hauptwerk über den sauber ausgebauten Verbindungsweg. Wie üblich liess mich der Orientierungssinn im Stich und ich verpasste sträflichst die Abwärtsabzweigung. Also angelte sich die ungeschickte Luisa das abartig steile Bachbett hinunter bis ans Mundloch. Unten angekommen erkannte ich den grosszügig ausgebauten Weg welcher, trotz blauer Markierung, ich oberhalb definitiv verpasste.

Hauptgrube Mürtschenalp

In der Tagestrecke, oberste Sohle, wie üblich schönstes Stollenfeeling.

Hauptgrube Mürtschenalp

Die Lichtverhältnisse verlangen noch ein Foto, diesmal eines rückwärtsgerichtet zum Mundloch hin.

Hauptgrube Mürtschenalp

Und auch wieder, das obligate Bild den Hauptschacht hinter, welchen ich diesmal nicht befahren mochte. Ich entschied mich für die Welnesstour über den nicht so steilen Schacht aus der Weinmann-Ära.

Hauptgrube Mürtschenalp

Auch die unteren Strecken sind immer noch äusserst Fotogen.

Hauptgrube Mürtschenalp

Und noch eines ehe ich mich allmählich wieder der Forschung zuwandte.

Hauptgrube Mürtschenalp

Wie üblich gibt’s da noch die mysteriöse Abteufung die, gemäss einiger Forscher, eine Tiefe von über 12 Meter drauf haben solle. Die bekannten Grubenplänen spezifizieren eine Maximaltiefe von + 5 Metern. Indes ist der Schacht nicht ohne Grund angelegt worden und im Aussenbereich findet sich ein genannter „Tiefer Stollen“ welcher gut und gerne 12 Meter unter meinen Füssen, nur kurze 6 Meter, in den Berg getrieben wurde.

Hauptgrube Mürtschenalp

Dieser  Tiefe Stollen ist am Mundloch zu praktisch ganz zugefallen im Innern indes von stattlichen 2.5 Metern Höhe dafür, wie erwähnt, nur von sehr kurzer Länge und, eben, noch weit weg von der Abteufung. Im Stollen selbst gibt’s nicht das scheue Anzeichen eines Kupfererzes. Interessant jedoch der Tiefe Stollen wie auch die Abteufung sind im Plan von Emil Stöhr aus 1865 genannt. In den Aufzeichnungen von Fehlmann 1919 wird auf diese Bauwerke nicht näher eingegangen. Will heissen in letzter Abbauperiode, Gustav Weinmann 1916 bis 1919, blieb die Abteufung wahrscheinlich uninteressant Wassergefüllt.

Hauptgrube Mürtschenalp

Mal der Vollständigkeitshalber ein Bild des Hauptmundlochs mit, ausnahmsweise, wenig Vegetation also mehr oder minder freie Sicht. Ich wollte nach wie vor mich dem alten Knappenweg annehmen was bei bescheidener Begrünung deutlich einfacher erschien.

Anfänglich war die Transportinfrastruktur recht fix eruierbar und auch weitere, mir bis anhin verborgen gebliebene, Details traten zu Tage.

Hauptgrube Mürtschenalp

Oberhalb des Knappenwegs und unterhalb der alten Gruben steht, gut getarnt, eine wuchtige rund 2 Meter hohe Mauer im Tal. Leider reichte die Zeit nimmer um mich in diese Zone zu begeben den allmählich schien der Tag ins Dunkle zu wechseln und ich wollte ja noch die Spuren des alten Knappenwegs bei guter Lichtsituation aufspüren.

Hauptgrube Mürtschenalp

Der Blick abwärtsgerichtet zeigt die heutige Alp und die kleine Baumgruppe, Bildmittig, wo einst das Pochwerk stand. Also rein Theoretisch banal um hier den Weg zu finden würde man meinem doch weit gefehlt, nach rund 100 Meter verliert sich jede nur so kleine Spur des Weges und ich fand mich wieder in der schier unüberwindbaren Steinwüste.

Doch auch dies Hindernis war mir wohlgesonnen womit ich noch bei Sonnenlicht  den Gsopnbach erreichte.

Noch nachliefernd hier ein aktueller Plan des Hauptbergwerks um meinem Texte was Weniges an Verständlichkeit einzuhauchen..

Hauptgrube Mürtschenalp

Plan gross machen, Plan anklicken.

Sumasumarum, in der Mutschenalp gibt’s noch einige ungeklärte Geheimnisse die auf Klärung warten. Obs dies Jahr noch reichen wird mag ich indes bezweifeln, der Schnee dürfte bald mal die Gegend eindecken.

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