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Gottes Ehre und noch viel mehr Fluriter

Ich weiss auch diese Geschichte wird jene im fernen Freiburg richtig nerven. Mir egal, hat Spass gemacht und brauchte einige Aufklärung.

Nun denn, zu den Fakten, die Fortsetzungsgeschichte zu Gottesehre namentlich die Fertigbefahrung der Grube Neuhoffnung im Revier Gottesehre und der Grube Neuglück im Revier Schwarzwaldsegen doch diesmal, im Unterschied zur Erstbefahrung, mit Fischerstiefel um Gepäck und bei hitzigen Hochsommertemperaturen.

Plan Gottesehre

Erstmals, der Übersicht willen, ein sehr rudimentärer Plan ohne Anspruch auf exakte Masswerte. An beiden Gruben, jene im Norden wie auch jene im Süden, sitzen festgefahrene Fragezeichen an den Versturzstellen. Will heissen, so richtig eine Stollenbrust, Horizontal wie Vertikal wollte uns keine begrüssen, alle Gruben müssen einst um einiges Länger gewesen sein. In der Grube Neuglück führt, im Abbau, ein Schacht empor welcher mit viel Schutt, ab Meter 4 Stollenboden, dicht ist.

Aber erstmals wieder in nördlichen Gefilden genannte Grube Neuhoffnung.

Grube Neuhoffnung

Im Hochsommer zeigt sich der Stolleneinschnitt, nur scheu in mitten des Urwaldes.

Grube Neuhoffnung

Dafür gabs im Stollen, im Gegensatz zur Erstbefahrung, kaum Wasser.

Grube Neuhoffnung

Zeitweilig jedoch hartnäckiger Schlamm am Stollenboden.

Leider ist dies Stollenwerk, nach geschätzten 70 Metern, verbrochen. Zwar zweigt der Bau in zwei Arme wovon einer Handwerklich verfüllt erscheint während der Zweite, wahrscheinlich genau unter dem Urbächle, verstürzt ist. Die Unterfahrung des Hauptwerks Gottesehre können wir heute folglich weder bestätigen noch dementieren. Klar ist, Schwer und Flussspat steht an, UV-Check, indessen ist die moderne, aber zugemauerte Hauptstrecke, noch weitere 200 m ab Versturz entfernt. So setzte ich meine Hoffnung dies Geheimnis je lüften zu können ganz auf die lokale, neugierige Dorfjugend. Die Zumauerung, um den Fledermausschlitz, an der neuen Hauptstrecke, besteht auf Kalksteinen die mit wenig zutun Neues offenbart.

Die Südseite des Mühlebächles kennt indes ein eben so schmuckes Bergwerk welches wir auch nicht Endbefuhren da damals zu viel Wasser definitiv zu kalt war.

Grube Neuglück

Solle man der Vergitterung Glauben schenken so muss  Deutschland ein potzereiches Land sein. Trotz feinster Verzinkerei, war der Eintritt zum Glück an beiden Mundlöchern, auch mit etwas Speck um die Hüften, relativ trivial.

Grube Neuglück

Die Grube Neuglück ist wahrscheinlich bereits im Mittelalter aufgefahren worden. Letzte industrielle Prospektionen indes durften auf die Neuzeit um die 1960 datiert sein.

Grube Neuglück

Wie bekannt gabelt sich das Untertagewerk in einen mit Schutt verfüllten Stollen und einen mit Wasser gefüllten Stollen. Mit meinen Fischerstiefeln lässt sich die nasse Abzweigung gut abschreiten.

Grube Neuglück

Über ein kleines Loch am stark verfüllten Stollen erreicht man den Abbau.

Grube Neuglück

Im Innern der Abbauhalle liegt ein Hochstoss mit neuzeitlicher Bühne. Ohne Zweifel dies Bergwerk ist heute noch aktiv wenn doch ohne offizielle Konzessionsnehmer und Nehmerinnen. Der Hohlraumboden ist übersät mit Barytkristallen. Die Holzbühne ist für eher schlanke Strahler konzipiert als für Bergleut mit schwerem Gerät. Es sind reichlich unprofessionelle aufhauen am Erzgang auszumachen.

Grube Neuglück

Im oberen Abbau führte einst ein Schacht weiter welcher jedoch heute mit Geröll und Holz dicht ist. Das noch heute aus dem Versturzdeckel herausragende Zimmerungsholz lässt auf eine weitere grössere Abbauzone schliessen diese Zone indes bleibt heute sowohl über Tag wie unter Tag gänzlich verborgen.

Vorbeitrag:
Gottesehre

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