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Gottshalden Horgen Part II

Ja nochmals, man solle, zu solch Virulösen Zeiten, sich der Bergbauforschung hingeben. Also, Wetter war prächtig, Handy war in Quarantäne und mein Zementröhrenforschungsschiffchen war auch fertig also ab in die Gottshalde. Noch lag ein nicht erforschtes Geheimnis hinter einer ominösen Zementröhre im Wald am Ufer des Meilibaches.

Schiffli am Bachstollen

Das, aus Industrieboden gefertigte, Forschungsschiffchen, ausgestattet mit Webcam und LED-Lampe,  sollte in die kleine Öffnung der Zementröhre schlüpfen um uns mögliche Antworten zu unbekannten Stollenwelten liefern. Es lag zwar auf der Hand das die Zementröhre in ein Bergwerk müden würde doch war uns Zustand wie auch Weiterverlauf der Öffnung gänzlich unbekannt. Die Zementröhre sinkt etwas ab um anschliessend, ab Hälfte Röhre, wieder an Höhe zu gewinnen. Unser Blick reichte nur bis Aufstieg Röhre.

Gottshaldenerkundung

Mittels Webcam und Laptop war es möglich hinter den Aufstieg zu blicken. Das Schiffchen selbst schob ich mit Hilfe flexibler Kunststoffisolierrohre bis 4.7 Meter in den Berg.

Bachstollen Gottshalden

Die Röhre ist rund 4.5 Meter lang zusammengesetzt aus metrigen Normelementen wovon die letzte Röhre geschnitten und an der Schnittfläche mit der Gesamtröhre Zusammenzementiert ist.

Die ersten 2 Meter liegt ein leichtes Gefälle auf, ca. 10 cm. Ab zweiter Hälfte steigt die Röhre geschätzte 40 cm und am Ende der Röhre liegt eine Schutterhöhung die es zu überwinden galt um ein Blick ins Bergwerk  zu ergattern.

Bachstollen Gottshalden

Am Punkt 4.7 m steht das Schiffchen fasst zuoberst auf dem kleinen Hügel. Die LED-Lampe leuchtet mühsam grell an die Sandsteindecke doch es Stollenanschluss ist eindeutig im Hintergrund ausmachbar. Das Profil eher Rechteckig oder eher Trapenzförmig doch ohne Zweifel, die Stollenanlage scheint weiter befahrbar zu sein. Es sind keinerlei Anzeichen eines Versturzes. Die überleuchtete Decke wirkt bombenfest der Zeit beharrlich trotzend.

Insgesamt machten wir 3 Kamerafahrten durch die Röhre ehe wir uns einem weiteren Thema annahmen, genannte Erkundung des Stollenwerkes in der Wiese.

Bergwerke Gottshalden Nord

Der Vollständigkeitshalber kleines Plänchen der Stollenbauten Gottshalden Nord. Der Bachstollen ist jener mit ziemlich zu gepappter Zementröhre. Der Wiesenstollen, links auf dem Plan, ist heute per Schacht in mitten einer saftiger Kuhwiese erreichbar.  Gerne wird, in einschlägiger Literatur, der  Wiesenstollen als illegaler Abbau bezeichnet.

Bergwerke Gottshalden Nord

Der Schachtdeckel schien über längere Zeit hinweg nimmer geöffnet. Alleweil musste erstmals die Naht wieder gründlich von umschlingender Vegetation befreit werden ehe sich der Gussdeckel öffnen liess.

Bergwerke Gottshalden Nord

Ende Schacht schliesst ein wunderschön ausgemauerter Stollen an. Im Stollen fallen 2 grössere Wasserrohre auf die, bei Weiterverfolgung, beide an Wassersammler mündeten.

Bergwerke Gottshalden Nord

An den ausgemauerten Hauptstollen knüpfen weitere, ziemlich verfüllte, Stollen an. 2 an der Zahl dieser intakten, aber leider versetzten, Seitenarmen sind am Hauptstollen angeschlossen.

Bergwerke Gottshalden Nord

Am Ende der ausgemauerten Haupt-Strecke gabelt diese in 2 wiederum versetze Seitenarme.

Die Ausmauerung stammt aus Zeiten nach der Kohleförderung. Die verwendeten Kalkstein-Vollsteine waren um die Jahre 1940 einst gross in Mode. Das Originalstollenprofil war einiges grösser. Der heute fahrbare Ausbau stammt aus Zeiten als das Kohle-Bergwerk als Wasserfassung genutzt wurde.

Bergwerke Gottshalden Nord

Beide Wasser-Rohre dürften knapp unterhalb des Häuschens Neuhofstrasse 17a Tag erreicht haben. Heute sind die Rohre, die in der Schachtwand verschwinden, Tagseitig nimmer auffindbar. Ein drittes Rohr, diesmal ein kleines Zementrohr, Durchmesser 10cm,  ist für die Stollenentwässerung zuständig und mündet, meinerseits vermutet, im Gottshaldenbach.

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