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Weisse Weihnachten oder sonst so was

Ich liebe Traditionen und so ist es langer Brauch am 25. des letzen Monats alte Zeugen früheren Bergbauepochen aufzusuchen. Seit einigen Jahren liegt unser Schwerpunkt in der westlichen Welt genannter Jura mit dessen Kalk und Bitumenschätzen.

Diesmal war unser Ausflugsort die Kalk und Zementstein-Minen Grands-Crets nahe Vallorbe.

Mines des Grands-Crêts

Zu jeder Mine gibt’s eine Fabrikantenvilla, ausnahmsweise steht da tatsächlich noch eine und dies in prächtiger Winterlandschaft, was will Frau mehr an nem geheiligten 25.

Die Stollen, formidabel Dokumentiert von den Lausanner Speleos, teilen sich in 5 unterschiedlichen Ebenen auf, wovon richtig Zementsteinschürfend nur die Viertoberste wirkte.

Die unteren Stollen waren für Transport und Zementzusatzstoff zuständig.

Mines des Grands-Crêts

Im Bild die tiefste Strecke die den Stein eines Abwurfschachtes sammelte und den Transport ins, heute zerfallene, Zementwerk vereinfachte.

Mines des Grands-Crêts

Vom Türstockausbau lebt nimmer viel auf dieser Fahrstrecke.

Mines des Grands-Crêts

So richtig interessant wird’s jedoch im Hauptwerk welches über eine, doch eher schlanke, Rollstrecke zugänglich ist.

Mines des Grands-Crêts

Nach kurzem Eintritt in die Unterwelt öffnen sich gigantische Dimensionen, locker 20 m Deckenhöhe sind keine Seltenheit.

Mines des Grands-Crêts

Bald auch wird klar dass dies schmucke Bergwerk eine lange Zeit als Champignon-Zucht amtete. Mit Dachpappe belegte Maschendrahtgeflechte sollten die Stollenhöhe etwas minimieren um ein Pilzwohlfühlklima zu gewährleisten. Am Boden das klebrige Torfzeugs welches einer Befahrung eher hinderlich wirkte.

Mines des Grands-Crêts

Da war die Freude gross als endlich wieder Bergbaufeeling einkehrte dies mit bekannten seemühlischen Dimensionen .

Mines des Grands-Crêts

Die kleine Öffnung im unteren Bildteil ist die Rollstrecke während oberhalb ein riesiger Abbau klafft.

Mines des Grands-Crêts

Da war die oberste Mine fast schon en Zwergenabbau mit bescheidenen 5 bis 6 Meter hohen Decken.

Und, kleine Anmerkung zu den geglaubten Suizid-Füchsen

Mines des Grands-Crêts

Beim Besuch der untersten Rollstrecke, am Boden des grossen Abwurfschachtes, könnte man geneigt sein zu Glauben Füchse hätten sich in grosser Zahl ins tiefe Ungewiss gestürzt. Tatsächlich liegt eine grosse Zahl an Fuchs-Skeleten am Boden des Schachtes.

Die Auflösung des Rätsels liegt am oberen Zugangs des Abwurfschachtes.

Mines des Grands-Crêts

Der Abwurfschacht ist zugänglich über ein, heute aktuelles Fuchsloch. Und wies der Name bereits andeutet, ist dieser Zugang die eindeutige Präferenz des Fuchses. Bis zum Abwurfschacht sinds noch locker 60 Meter Stollenlänge, per se genug Wohlfühlfläche für die gesamte Fuchsfamilie doch Füchse und Menschen hegen einige Gemeinsamkeiten. Füchse wie auch Zweibeiner sind enorm Neugierig. Entgegen meines Glaubens, sind Füchse in 100 Prozent Dunkelheit 100 Prozent blind, geht mir und der Schar Homosapiens genauso. Tastsinn ist ne feine Sache, sowas hab ich und sowas hat der Fuchs eindeutig in ausgebauter Form. Der Fuchs nutzt dazu hauptsächlich die steifen Haare an der Schnauze. Der Fuchs kann, dank dieser tastsensitiven Schnauze, ideal  in halb verfallenen Stollen, navigieren doch wehe der Boden rutsch den 4 Pfoten weg. Es scheint als wären etliche Füchse in diese Abwurfschachtfalle getappt und dies wahrscheinlich ohne Menschliches dazutun. Wir zumindest liessen ab von einem engen Einstieg in die obere Abwurfrollstrecke.

Und die Links zu dieser Geschichte

Georeferenz https://s.geo.admin.ch/8dca2a0d08

Und weitere Infos aus Lausanner Speleo-Küche http://www.speleo-lausanne.ch/09_Divers/Mines/Ciment/GrandCret/_Ciment-GrandCret.htm 

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