WWW-Links

Das breite Spektrum meiner Interessen als stetig wachsende Linkliste.

Impressum

Oder der Mythos des Anonymen geistert noch immer im WWW herum
Ein kleiner Querschnitt durch einschlägige Schweizer BDSM Seiten zeigt, wenn ein Problem gegenüber dieser Spielart vorherrscht so hat die aktive BDSM-Gemeinschaft das allergrösste Problem damit.

Aber erstmals der Reihe nach der Chronologie willen,
Am Dienstag, es kann nur ein Dienstag gewesen sein, erreichte mich ein Telefonat. Die Hochdeutschbewanderte Dame am Gegenende der Leitung wünschte ein Gespräch mit den fesselnd.ch-Machern  und frage mich nach Kontaktangaben. Ich sagte das was ich wusste, namentlich gar nichts. Einzig den Verweis auf die Nic-Datenbank war meine einzig taugliche Antwort.

Ich fragte mich des Abends darauf  wies den steht um dies, mach Homepage zierende, Wörtchen Impressum. Welche die sich hier des Wörtchens Impressum nicht anmassen, schreiben scheu Kontakt was soviel heisst wie Kontakt unmöglich denn einzig Erscheinendes ist ein Formular mir Garantie auf nichts Erscheinendes. So kann etwa den Fesselndbetreibern dies Attribut wahrscheinlich ausgestellt werden wenndoch ich es nicht versuchte. Auch ein Abgleich  Nic-Datenbank mit dem Telefonbuch wird mit Garantie keinerlei Treffer bringen, so geschehen mit den oben genannten.

Nun den die Neugierde trieb mich und ich schaute nach mich bekannten weiteren Communitys um. Welche nennen hier zu unterst und wirklich klein geschrieben den Link Impressum ihr eigen. Ein bemausen bring eine wahrhaft lusterfüllende juristische Belehrung zu Tage, so nebenbei gesagt, eine oft gesehene juristische Belehrung. Eine verantwortliche Person indes wird vergeblich gesucht, vielleicht, hoch aller Gefühle, solch blumige E-Mail-Adressen wie „webmaster@irgendwas-grunk“, ansonsten, nein niemand macht hierzulande SM nur Webseiten wie Sand am Meer gibt’s.

Kultig gar jene die ihre schwarze Impressumsseite mit dem Textchen „Anschrift auf Anfrage!“ schmücken. Wenndoch ich alles auf der breiten Linie schlicht Pauschal, zumindest was Impressum anbetrifft, einfach besser mache, so kann ich halbwegs ein Verständnis aufbringen für all jene die privat eine Seite betreiben obschon sie eigentlich nur einen Psychotherapeuten benötigen.

Doch wie stehts denn mit sogenannt kommerziellen Anbietern die zweifelsohne eine Buchhaltung haben und folglich auch gewisse Geldwerte irgendwie erwirtschaften müssen. Die Fetishhalle meine erste Station die keinerlei Personendaten erwähnt, alleweil ist hier eine Adresse sichtbar vermutlich nimmer in irgendwelchen Telefonbüchern auffindbar. Das Impressum selbst, lustig, wieder eine juristische Abhandlung, gähhhhhhn tausend mal gesehen. Es scheint als wär ich hier in einem Lande voller Anwälte. BDSM macht indes kaum jemand, zu intensiv dünkt mich die ganze Juristerei.

Wenigstens findet sich auf der Startseite des Fetischttreffs eine eindeutig auf eine Person zuordnungsbare Telefonnummer, nun ja, wenndoch kein Impressum und leider auch kein Fetischtreff mehr, so doch eine Person die zu dieser Neigung zu stehen scheint.

Nun war doch angesagt ein Blick über die grosse Grenze zu wagen in jenes Land welches per offiziell eine Impressumspflicht bereits gesetzlich verankert hat, was ich übrigens sehr begrüsse,  Deutschland war mein Betrachtungsziel  und ich erinnerte mich wieder an eine etwas müssige Geschichte damalig mit genannt der Sklavenzentrale. Also schnell ein Bild von denne Impressum, tatsächlich die Adresse zuoberst korrespondiert mit derer der Domaininhaberin, NetSol-Datenbank. Auch weiss ich, ein Telefon solle existieren und ich weiss am Gegenende steht ein Beantworter, welcher nie Beantwortet. Auch Mails welche die Domaininhaberin erhält werden letztlich von einer Armee Anonymus genannt Systemgärtner und sonstig Abstruses, kaum Lösungsorientiert, beantwortet. In Deutschland scheint sich ohnehin die Impressumspflicht zunehmend zur Farce zu entwickeln. Wer denne, wie ich im Kampf gegen Spamkommentare feststellen durfte, jemand nicht erreichbar sein möchte, wird trotz Impressumspflicht dieser nie gefunden.

Mein Fazit, klar BDSM ist eine Perverse Spielart davon sind etliche BDSMler überzeugt. Doch es muss ein jeder der Pervers ist abertausende von Seiten betreiben. Dies Regiment von Internetverlangsamer gehört einer noch grösseren Einheit Strommännern und genau so strohigen Frauen. Ich frage mir nur wieso solch ein Selbstdarstellungsdrang herrscht wenn doch niemand wirklich das sein darf was er möchte.

Der Mythos Internet, die glitzernde Scheinwelt scheint in den Köpfen der Menschen, dank all dieser Anonymitätsscheisse, weiterhin herumzugeistern.
So denke ich das ein jeder welcher Webseiten betreibt eindeutig erreichbar und ansprechbar sein sollte. All das juristische geflunkere zeugt einzig von Dummheit und Konfliktunfähigkeit.

Also mit gutem Beispiel voran:
Atelier Eisen Impressum
Luisa-Net Impressum
Transensyndikat Impressum
IG BDSM Impressum

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