Mine du Mont Noiraigue

Nein es ist nicht Weihnachten doch für gut befunden, keines Hausfriedensbuchs würdig, wars Teil des fast schon legendären Flachlandwochenendes unter Bergbaufreunden.

Für mich Anlass um wieder ein Bergbaubeitrag zu verfassen so richtig losgelöst von aller Politik einfach nur weils mich Interessiert.

Allen Anfangs steht eine Zementfabrik die, Mitte des 19ten Jahrhunderts, ein Bergwerk, zur Zementsteinförderung, auffuhr. Dies Bergwerk war bereits am 25.12.2016 Anlass eines Besuches und dieses Bergwerk war auch dies Jahr en Besuch wert.

Mine du Mont Noiraigue

Und noch immer ist der einzige Zugang zur Anlage über einen Deckeneinbruch in mitten des Waldbodens.

Mine du Mont Noiraigue

Doch wer den Einstieg wagt findet sich in einer beeindruckenden Untertagewelt wieder. Ich hab bei dieser Befahrung richtig viele Bilder generiert was die Auswahl sichtlich erschwerte.

Zurück zum Bergwerk,

Mine du Mont Noiraigue

Der Untertagezementsteinbruch verfügt über mehrere Sohlen. Diese Sohlen waren einst von einem Zweiteiligen Bremsberg erschlossen. Bildmittig die Bremsbergaufzugsanlage am Kopf. Zwischen den zwei Geleisen sind Meterdicke Mauern bis zur Decke aufgezogen. Heute sind Teile der Bremsbergneigung Meterhoch mit Einbruchschutt bedeckt. Zur Gestaltung dieses Bildes stehe ich auf solch einem Schuttkegel.

Mine du Mont Noiraigue

Noch steht am Bremsbergkopf Seiltrommelbock und sonstige Artefakte aus Anfangszeiten der Elektrizität.

Mine du Mont Noiraigue

Die Gegenseite, Bremsberg abwärts offenbart ebenwürdige architektonische Sehenswürdigkeiten. Unter dem Rundbogen teil sich der Bremsberg in eine Unterstrecke und eine Oberstrecke.

Mine du Mont Noiraigue

Bildchen zeigt den unteren Bremsberg, Unterstrecke.

Mine du Mont Noiraigue

Der Tiefe folgend öffnen gewaltige Raumhöhen. Es ist anzunehmen das verschiedene Streckenabschnitte über elektrisches Licht verfügten. Die Stahlkonstruktion recht im Bild könnte als Isolatorenträger geamtet haben.

Mine du Mont Noiraigue

In den untersten Sohlen finden sich immer wieder gedichtete Staumauern. Wasser war bei unserem Besuch zwar vorhanden doch eher selten. Versturzmasse indes drückt immer wieder aus Deckeneinbrüchen hervor.

Mine du Mont Noiraigue

Auch öfters sperren grosse Schutthügel die unbeschwerte Befahrung. Trotzdem, ein absolut sehenswertes Bergwerk im kleinen Ex-Industrieort Noiraigue. Einzig bitteres, all die schönen Blech-Öldosen die an Weihnachten 2016 am Bremsbergkopf standen sind heute zusammengeklaut.

Auftage ist das Dörfchen Noiraigue auch ein ausgedehnter Industriearchäologie-Spaziergang wert. Abgesehen von all den noch heute erhaltenen interessanten Wasserkraftanlagen stehen noch Gebäude aus der Zementära.

Mine du Mont Noiraigue

Hauptwerkhalle der ersten Zementfabrik ist heute ein Sägewerk mit verzweigtem Schienensystem. Inwieweit die Schienen vom Bergbau stammen kann ich nicht weiter bestimmen.

Mine du Mont Noiraigue

En Blick auf den Plan, eine Luisianische Interpretation eines eher verrunzelten Originals, gross machen, anklicken,   zeigt die Grössenordnung der Stollen und die aktuelle Versturzkante. Der 246 Meter lange Hauptförderstollen bleibt aktuell unerreichbar und auch der Bewetterungsstollen aus 19. Jahrhundert ist verstürzt. Nach Aufgabe des Bergwerks um ca 1900 wurde 100 Meter östlich um 1905 ein neues Bergwerk aufgefahren und die Zementfabrik beim neuen Mundloch neu gebaut.

Beitrag der Weihnachtsbefahrung 2016 mit Namen Heimische Erdöle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert