Miniera due Ponti

Es gibt schöne Ecken auf dieser Kugel. Manche Ecken sind schwierig zu erreichen und mit einigen Abenteuern verbunden umso schöner die zu erkundenden Sehenswürdigkeiten.

Ein solcher Ort nennt sich Bovegno und liegt im Niemandsland an einer Gebirgsflanke der Lombardei namentlich in der Industriereichen Provinz Brecia, (Beretta und sonstige bekannte Namen).

Dies Bovegno kennt auch grosse Bergwerke eines will ich hier näher Vorstellen. Diese Anlage liegt an abenteuerlicher Passstrasse SP345 und wird allgemein genannt „Miniera due Ponti“. Anfänglich als Kupfer, Blei und Silbergrube aufgefahren förderten die lokal ansässigen Mineuren in letzter Abbauepoche Baryt bis ins 1974.   

Bovegno Bergwerke

Das Bergwerk ist Teil einer weitläufigen Barytproduktion und zuletzt der Führung einer Torgola-Gruppe unterstellt. Die Stollen sind Kilometerlang und auf verschiedene Sohlen verteilt. Ich kenn, mangels Zeit, aktuell einzig die Fördersohle.

Miniera due Ponti Bovegno

Auftage sind die Silos und eine Brecheranlage platziert. Links im Bild Kipphunde die einst in den Förderstollen zirkulierten.

Miniera due Ponti Bovegno

Detail Brecheranlage unterhalb des Fülltrichters.

Miniera due Ponti Bovegno

Automatische Kippführung auf Ebene Förderstollenmundloch.

Von den Stollenbauten kenne ich nur die Hauptförderebene. Das Vorhandensein minimum einer tieferen Ebene mit Wasserabfluss wie auch minimum einer höheren Abbausohle ist erwiesen. Verschiedene Schächte auf und ab schliessen an die Förderstrecke.

Miniera due Ponti Bovegno

Förderstrecke, ausgebaute Teilabschnitte nahe Mundloch.

Miniera due Ponti Bovegno

Nahe Eingang führt ein Förderlift in eine tiefere Ebene. Bild, Blick aufwärts zur Umlenkrolle.   

Miniera due Ponti Bovegno

In die oberen Bereiche führen Fahrten und Rolllochöffnungen.

Miniera due Ponti Bovegno

Eine pneumatisch gesteuerte Rollenschnauze markiert die Wichtigkeit des obenliegenden Abbaus.

Miniera due Ponti Bovegno

Die Stollen sind beträchtlich lang was Pressluftzwischentanks nötig macht. In dieser Strecke sitzt ein genietetes Exemplar aus früherer Epochen. Wasser in diesem Stollen zu genüge vorhanden was die Befahrung zunehmend unangenehm machte. 

Miniera due Ponti Bovegno

Zwischendurch eine Wasserstauung in einer Seitenstrecke. Den ewig langen Haupt-Stollenzweig haben wir nicht bis Ende befahren da das Wasser unaufhörlich zunahm. Ein Fragezeichen mehr auf meinem Plänchen.

Miniera due Ponti Bovegno

Ohnehin gabs reichlich Strecken anzukucken, da fehlte reichlich Zeit um jedem Detail nachzuforschen. Im Bild eines der gefühlt tausend Abzweiger.

Miniera due Ponti Bovegno

Ein Leckerli darf in meiner Fotodokumentation keinesfalls fehlen, unbeweglich steht noch heute knapp vor Stollenbrust, eine der wenigen erreichten, ein Überkopflader aus neuerer Bergbauzeit.

Da die Bergwerke sehr gross uns sehr umfangreich sind und auch die Verarbeitungsanlagen nicht mit Reizen geizen werden noch weitere Geschichten zu Bovegno folgen.

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