Es gibt zwar heimische Erdöle und diese finden sich mehrheitlich im Val de Travers doch die Mine le Furcil ist en Kalk/Zementsteinbergwerk auch wenn ich mal vor 9 Jahren was von Bitumen behauptete. Spassiger Fakt ist, seit langem kopieren alle publizierfreudigen Befahrer rege meine Fehler. a) Luisa ist nicht unfehlbar (Geologisches Wissen = eine Nilpe) b) heut weiss ichs besser Kalk/Zementstein und nicht Asphalt, Bitumen oder sonst was Stinkendes. Trotzdem, Bitumen, Asphalt Erdöl und eben sonst fürchterlich stinkendes Zeugs gibt’s im Bergwerk le Furcil bei Noiraigue auch.
Aber dies ist nicht Hauptthema der Geschichte viel eher will hier wieder ein fett bebilderter Befahrungsbericht stehen. Und wie vor 9 Jahren, auch wieder eine klassische Heiligabend-Befahrung.

Das Mundloch ist immer noch einladend offen.

Nach wie vor, das Bergwerk ist von gigantischen Dimensionen. Nach der Ära Kalk/Zementstein ca 1910 bis 1980 dienten die Stollen lange als Champignon-Zucht.

Die heute auffindbaren Installationen wie auch die blaue Desinfekt-Farbe stammt aus der Champignon-Produktion.

Einige grössere Hallen dienten die letzten Jahre zeitweilig als Autoeinstellhalle.

Bei unserer Befahrung indes waren, bis auf etwas weniges an Anhängern, keine Fahrzeuge mehr in den Stollen.

Im alten Bergwerksteil, Grundstrecke H, finden sich noch wenige felsgeschlagene Stollenabschnitte ansonsten sind die Strecken mehrheitlich mit Spritzbeton ausgebaut.

Vermutlich erfolgte um die 1960er ein Betriebsumbau auf Pneubetrieb. Aus dieser Epoche dürften die ersten Spritzbetonausbauten stammen.

In den Grundstrecken sind viele Abbaubereiche mittels KS-Mauern unzugänglich gemacht worden.

Ein komplexes Wettertüren-Ventilatoren-Konzept optimierte die Belüftung der, von kleineren Dieselfahrzeugen (Dumper) befahrenen Strecken.

Auf 5 Sohlen sind, soweit heute überblickbar, zwei Kalkstein-Zementsteinschichten angefahren.

An Sohle 5 / Abbaustrecke 8 setzt ein vertikaler Wetterschacht an.
Lange galt dies Bergwerk für mich und andere Besucher als unüberblickbar und Orientierungskillend. Unser Interesse lang schwergewichtig beim Verständnis des unlogisch wirkenden Schneckenaufstiegs.
Den bis anhin bilden die bekannten Grubenpläne einzig die unterste Grundsohle ab. In dieser Grundsohle ist jedoch ein grosser Teil des nördlichen Bergwerks verfallen.

Wir wissen seit langen, anhand der Beschriftung an den Wänden, dass 5 Hauptsohlen aufeinander sitzen. Die Logik dieser 5 Sohlen mussten wir jedoch erstmals ausknobeln.

Zu diesem Zwecke zeichnete ich ein QGIS-Plänchen auf welchem die zwei Mundlöcher, den Schacht und alle Strecken dargestellt sind.
Anschliessend machte ich eine ungefähre, nicht wirklich Massstabsgetreue Schnittzeichnung durchs Bergwerk von Süden zu Norden.

Nun scheint die Logik eher zu passen. Die 5 Sohlen fahren zwei Schichten des begehrten Materials an. Da beide Abbauten immer wieder zugemauert wurden sind die einzigen noch durchgängig zugänglichen Strecken die Steigen welche, gefühlt, schneckenförmig bis an den Wetterschacht führen. Über diese Strecken erfolgte die Logistik.
Mein Vorbeitrag als ich noch als Bitumen glaubte Heimische Erdöle
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