Flachlandwochenende 2026 Part II

Wiedererwarten gestaltet sich die Geschichte doch etwas Bildintensiver als anfänglich geglaubt darum hier ein zweiter Teil.

Miniera Valvassera

Im beschaulichem Seitental des Val Ganna liegt eine umfangreiche Minenanlage der Bleiproduktion. Diese immer wieder modernisierte Anlage war über einen beachtlichen Zeitraum in Betrieb folglich war ein kilometerlanges Stollennetz zu erwarten.

Miniera Valvassera

Der Ursprung des Bergwerks, Römisch oder gar Keltisch, könnte im mächtigen Abbauschlitz liegen.

Unterhalb des Abbauschlitzes fuhren rund 20 Strecken den vertikalen Erzgang auf verschiedenen Höhen an.

Von diesem verzweigten Stollensystem ist heute leider wenig erhalten trotzdem gibt’s ein reiches Sammelsurium an verschiedensten Installationen zu bestaunen.

Miniera Valvassera

Insbesondere die Epoche des beginnenden 20. Jahrhunderts hinterliess einige Bauten auf der Talhöhe.

Miniera Valvassera

Nahe der oberen Stollen sind noch zahlreiche Bauten zu bestaunen. Im Bild rechts ein Probierofen und links ein Wasserkanal möglicherweise für ein Wasserrad.

Miniera Valvassera

Mundloch 655 müm zu einer Hauptförderstrecke um ca. 1910.

Miniera Valvassera

Im Abbau ersichtlich der Vertikale Abbau welcher unterbrochen durch enge Durchschlüpfe etwa 10 Meter Höhe aufweist.

Schächte verbinden weitere unterhalb und oberhalb liegende Strecken.

Das höchstgelegene Mundloch liegt auf ca 700 müm. Der tiefste Stollen des Erzgangaufschlusses stammt aus den 1950ern und misst eine Höhe von 588 müm.

Miniera Valvassera

Auf der Höhe des um 1950 gebauten Stollens liegt die moderne Erzwaschanlage, heute kaum erreichbar, verwachsen im Brombeer-Dschungel.

Miniera Valvassera

Noch unter Spannung steht die wuchtige Trafostation welche die Aufbereitungsanlage und sonstige Bergwerksbetriebe einst mit Energie versorgte.

Miniera Valvassera

Im Talboden des Val Ganna neben der ehemaligen Bahnlinie Varese – Ponte Tresa steht noch das zerfallende, zweistöckige Knappenhaus der Bergbaugesellschaft Miniera Valvassera.

Auch zu diesem Bergbauort ist wenig überliefert. Insbesondere deren Ursprünge sind nur wage erforscht. Anhand gemachter Funde ist Römischer, oder gar Keltischer Ursprung denkbar. In den 1950ern wird die neue, für die damalige Zeit moderne Aufbereitungsanlage installiert. 1966 wird der Bergwerksbetrieb mangels Rendite eingestellt.

Der Übersichtlichkeit willen kleines Plänchen mit Kartenwerk von 1958, respektive links älter.

Miniera Valvassera

Gelb visualisiert der Erzgang welcher an verschiedenen Stellen angefahren wurde zuletzt auf einer Höhe von rund 520 müm. Der linke Kartenausschnitt zeigt die alten Installationen und Auftagebauten des Betriebs bis etwa 1940.

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