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Das breite Spektrum meiner Interessen als stetig wachsende Linkliste.

Mürtschenalp auf dem Kalttalkopf

am 23. Mai 2020 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

oder, die Suche nach den verborgenen Uraniern

Es ist nun genau 7 Jahre und ein 3 Tag her als ein illustres Grüppchen sich auf die Suche nach den vergessenen Fahlerzgruben des Kalttals aufmachte. Damals mit dabei eine gute Bergbauforschungsfreundin die uns leider viel zu früh des Lebens verliess. Ihr, genannte Gina, will ich diese Fortsetzungsgeschichte widmen. Ich weiss sie hätte gern dies Geheimnis geklärt gewusst, nun, die Uranier offenbarten sich uns.

Aber erstmals der Reihe folgend,

Es gibt’s eine grössere Gruppe Kupfererzbergwerke ob dem Murgtal, im südlichem Berghang der Mürtschenalp gelegen. Bekannt, respektive Literarisch überliefert, sind diese Fahlerzvorkommen seit dem frühen 16. Jahrhundert.  Immer wieder versuchten tapfere Männer den dortig herrschenden Gebirgsgewalten zu trotzen und die „mürtschen“ Felsen ob der Kuhalp zu bezwingen. Zwei Herren sind in aller Munde, Heinrich Julius Tröger, späterer Bergbaupionier auf Seemühle,  und dessen Vorgänger Betriebsleiter Emil Stoehr. Zweiterer beschenkte die Bergbau-interessierte Nachwelt mit reichlich Dokumentation.

Karte Emil Stöhr Mürtschenalp

Die östlichste Fahlerzgrube liegt im Kalttal auf 1520 müm nahe des Kalttalkopfs. Auf dem Kartenausschnitt von Emil Stoehr 1864 ist der Stollen rot hervorgehoben.

Nach Emil Stoehrs Bergmännischer Tätigkeit auf Mürtschenalp schien sich lange niemand mehr für diese, eher kleine Grube zu interessieren. Die nachfolgende Ausbeutung, durch Gustav Weinmann, um 1916, beschränkte sich auf die zwei westlichen, grossen Bergwerken, Hauptgrube und Erzbett.

Ein gefundener radioaktiver Klumpen auf der Halde der Kalttalgrube wie auch der Traum einer unabhängigen Atomnation, entflammte, um die Jahre 1958, wieder  hochgesteckte Bergbauziele.

Gonzen-Bergleute öffneten, mehr oder minder erfolgreich, in den Jahren zwischen 1958 und 1968, mit Unterbrüchen,  den alten Stollen des Kalttals. Das Interesse fokussierte sich auf die Entdeckung eines Uranvorkommens.

Grube Kalttal Mürtschenalp

Nachdem der, aus der Emil Stoehr-Ära stammende Zugangsstollen, wenige Meter nach Tag immer wieder einstürzte. Beschlossen die Bergleute, mittels westlich gelegenem Querschlag, die Hauptgrube anzufahren. Dies Vorhaben gelang am 8. August 1967. Die Grube war nun offen und musste einzig von der Verbruchmasse befreit werden, was so in etwa einen Monat beanspruchte. Die letzte grössere Vortriebsunternehmung die, auf der Suche nach begehrtem Uran,  noch getätigt wurde, war ein Seitenstich von rund 10 Meter Länge nahe der Stollenbrust. Das grosse Uranvorkommen blieb indes aus doch einige aktive Hotspots konnten bereits damals ermittelt werden.  Die Radioaktivität ist, gemäss Abschlussbericht, auf eine lokale Uran-Imprägnierung des Fahlerzes zurückzuführen.

Im Jahre 1968 versperrten die Gonzenmänner den Hauptquerschlag mit Baumstämmen und Aufschüttmaterial.

Grube Kalttal Mürtschenalp

Die Seilbahn, im Bild das noch verbliebene Zugsseil, und alle weiteren Installationen wurden demontiert und die Anlage aufgegeben. Die Minen im Kalttal blieben interessante Forschungsstätte für ganz wenige die dies kleine Geheimnis kannten.

Wir, diesmal in etwas kleinerer Zusammensetzung, suchten nun dies Uraniumgeheimnis  mittels Geigerzähler aufzuspüren. Wie immer, die Schönheit, dieser Wanderung liess keine Zweifel offen, dies Flecklein ist eines der schönsten mir bis anhin bekannten. Klar, nur schon landschaftlich loht der etwas holprige Aufstieg.

Grube Kalttal Mürtschenalp

Auf der mächtigen Halde stehend, machte sich auch diesmal wieder die Frage nach dem Zwecke des mittig befindlichen Schachtes, breit. Mein Begleiter Matti wagte den Einstieg und knackte dies Geheimnis. Der Einstieg führt in eine der zahlreichen Spalten die fürs Gebiet bekannt und berüchtigt sind. Es bleiben keine Zweifel, die Halde wurde teils grossflächig umgegraben. Der Spalt ist teils aufgefüllt, teils abgedeckt. Die darin befindlichen quer liegenden Hölzern könnten zufällig in der Grube gelandet sein sie könnten aber auch zu einer Art Abstützung gehört haben. Es ist durchaus möglich das schon damals tief in der Spalte noch Uranhaltigem Haldenmaterial gesucht wurde.

Grube Kalttal Mürtschenalp

Auf der Halde liegen reichlich Fahlerze herum. Manche dieser Fahlerze sind Strahlungsaktiv aber auch manche andere, mir nicht wirklich bekannte Mineralien, sind nicht minder verschlafen. Werte bis zu 150 Counts per Sekunde sind Spitzenreiter.

Aber, unser Interesse galt, wie könnts auch anders sein, den Untertagebauten.

Grube Kalttal Mürtschenalp

Der alte Stollen aus der Emil Stoehr Epoche, ca 1866, ist, wie wir wissen, bald nach rund 10 Meter Tag verbrochen. Es ist denkbar das dieser Eingang ursprünglich eine kleine Höhle war in dessen Ende ein Fahlerzausbiss beobachtet wurde. Der Standort des Stollens nahe des Felsabhangs ist alles andere als optimal gewählt und die Decke am Einbruchort drückt unaufhaltsam Richtung Boden.

Grube Kalttal Mürtschenalp

Der neue 1958er Querschlag indes scheint gut gewählt und grosszügig konzipiert. Der Mundlocheinschnitt, für die Hunte, führt auf die alte Halde. Das Mundloch selbst ist mit einer rund 3 Meter hohen Schuttwand versperrt. Mein Fotostandort ist auf der Schuttwandsperre.

Grube Kalttal Mürtschenalp

Der Eingang zwischen Schuttwandsperre und gewachsenem Fels ist immer noch recht eng und vertikal nach unten führend.

Grube Kalttal Mürtschenalp

Doch im Hauptquerschlag wird’s bald mal kuschlig weit.

Grube Kalttal Mürtschenalp

Beim Zusammentreffen auf der alten Hauptstrecke kann noch ein beträchtlicher Stollenabschnitt in Tagrichtung befahren werden ehe die bekannte, von aussen her bereits beobachtete, Verbruchstelle auftaucht.

Schöne Versatzwände gestützt von, noch erhaltener Holzzimmerung säumen die alte Emil Stoehr-Hauptstrecke, dies seit gut und gerne 150 Jahren.

Grube Kalttal Mürtschenalp

Die Gegenseite, der neu aufgewältigte Teil, sieht da doch deutlich ramponierter aus.

Grube Kalttal Mürtschenalp

Durstige Bergwerksbesucher scheinen hin und wieder Lust auf ein kühles Bier zu verspüren. Abgesehen von der Bierdose liegen reichlich verstreut Einmalblitzlampen auf dem Stollenboden. Die Lampen könnten aus der Untersuchungszeit oder knapp später stammen. Solch Blitzleuchten waren noch bis in die 1980er weit verbreitet.

Grube Kalttal Mürtschenalp

Zwei markante Hochstösse, aber nicht über 4 Meter, öffnen ein, nicht restlos ausgeräumtes Erzlager. Entgegen bekannten Schriften, erscheint mir diese Grube unter den mir bekannten, Erzbett und Hauptgrube, eher bescheidener Ausbeute. Der Erzgang, manchmal die Erzgänge, sind minimal, selten über 2 cm mächtig. Der Stollen war, zu Emil Stoehrs Zeiten, etwa 120 Meter lang ohne grosse Abbaukammern. Aktuell endet der Stollen knapp vor Stollenbrust und knapp vor dem neueren Seitenstoss bei einem Versturz.

Die markante Radioaktivität indes könnten auch wir im Stollen an Minimum einer Stelle  eindeutig eruieren.

Grube Kalttal Mürtschenalp

Namentlich findet sich diese, in bis zu 250 Counts per Sekunde, an der Stollenwand Ost kurz vor dem grösserem Hochstoss.

Grube Kalttal Mütschenalp

Plan gross machen, Plan anklicken

Im Plan welcher die Gonzenverantwortlichen erarbeiteten sind meine aktuellen Eintragungen der Befahrung vom 21.5.2020 vermerkt. Rot sind die unpassierbaren Einstürze vermerkt und hellgrün dargestellt die maximal gemessene Strahlung mit Standort.

Weder Kupfer noch Uran zeigen sich, soweit ich dies beurteilen kann, in Abbauwürdiger Mächtigkeit. Der gleiche Schluss werden die Bergleute anno 1968 gezogen haben. Bereits zu Stoehrs Zeiten waren die Gruben eher eine Geldvernichtungsmaschine doch der Glaube an grosse Schätze versetzte bekanntlich recht viel Berge.

Ein letzter kommerzieller Versuch unternahm Gustav Weinmann während des 1. Weltkriegs auf Erzbett und Hauptgrube. Die Grube Kalttal indes blieb kalt bis zum geglaubten Uransegen welcher definitiv ausblieb.

Vorbeiträge zum Thema
Mürtschenalp noch mehr Erleuchtung
Hauptgrube Mürtschenalp
Kupfergrube Erzbett Mürtschenalp
Uranier und sonstwie Hochdekorierte
Kupfer und Silberbergwerk Mürtschenalp
Mürtschenalp, eine Wanderung
Die Bilderseite: Mürtschenalp

Grube Horn, es werde Licht

am 12. Mai 2020 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Nochmals eine kleine, reich bebilderte Grube Horn Geschichte weils so einzigartig ist.

Das Kohlebergwerk Horn ob Kandergrund verfügte, damalig um die 1940er, über eine engmaschige Beleuchtung die den Bergleuten regelrechte Erleuchtung bescherte. Wie es funktionierte war neulich Gegenstand meiner Neugierde.

Grube Horn

Ein nicht allzu aktueller Plan wie auch verschiedene noch herumliegende Artefakte lassen heute einige Rückschlüsse über Installationen und Funktion zu.

Grube Horn Plan

Auf den beschriebenen Plan sind in rot und blauem Farbstift diverse Eintragungen, die auf Kabeltypen hinweisen, vermerkt.

Die Eintragung in Rot“4 x16″ lässt auf den Kabelquerschnitt schliessen und auch die unterhalb vermerkte Notiz „Motorenkabel“ erscheint einleuchtend. Die rote Linie folgt weite einem für Mai 1945 durchaus plausiblem Stollenverlauf. Und schliesslich lässt die Texteintragung „10 AL“ auf das Illuminationskabel schliessen.  Mittig Plan erscheint die Zahl 58L was 58 Lampen bedeuten könnte wenn doch, rein Rechnerisch, 58 Lampen, die gefundenen Überbleibsel, sichtlich überfordern täten.

Aber erstmals der Reihe nach.

Schnell wird klar, an der gemauerten Wand der Fahrzeugwerkstatt stand einst die auf Eternitplatten gebaute Niederspannungshauptverteilung der Grube.

Grube Horn NSHV

Die noch vorhandenen Kabelschwänze wie auch das noch verbleibende Sicherungselement lassen solch Schluss zu.

Grube Horn

Die demontierte NSHV liegt, nicht weit des ursprünglichen Standortes, zerschlagen am Boden. Zwei Stahlgeflechtummantelte Kabel führen in Tagrichtung Bremsberg 1 was grundsätzlich so sein sollte.

Grube Horn

Unter der eingekrachten Holzzimmerung sind beide Kabel, eines sicher 4 x 16 Quadrat, weiter verfolgbar.

Die Kabel sind, so wies aussieht, einerseits Zuleitung für die zahlreichen Bremsbergmotorwinden anderseits die Zuleitung für Licht und weiteren Firlefanz. Die Motoren waren wahrscheinlich 3 x 500 Volt gespiessen während die restlichen Anlagen übliches 380/220 Volt Netz benötigten.

Grube Horn

Ein Überbleibsel auf dem Hauptverteilungshaufen klärt weitere Illuminati-Geheimnisse. Namentlich war die Beleuchtung auf ungefährliche Kleinspannung 36 Volt ausgelegt was die mehr oder minder offenen Anschlusspunkte der Lampen erklärt. Die Spannung 220 Volt transformierte eine graue Blechbuchse auf  handzahme 36 Volt / 56 Ampere herunter.

Grube Horn

Die lustige Abzweigklemme auf dem Pressluftrohr ist die Kleinspannungsübergabestelle hinter der ehemaligen Hauptverteilung. Über die weiteren Stollenverläufe spannen sich die 2 10 Quadrat-Aluminiumdrähte. Linker Abgang führt in Tagrichtung zu Bremsberg 1 und in die weiteren Stellen, rechter Abgang speisst die Lampen in den Abbaustrecken des Mittelfelds.

Grube Horn

Am Abgang gegenüber liegt eine der wenigen mit Schalter ausgestatteten Beleuchtungen. Hier Konkret das Sprengstofflager.

Grube Horn

Die Beleuchtungsleitung und die Lampen sind oft auf der dicken Hauptpressluftzuleitung aufmontiert.

Grube Horn

Teils sind die Lampen auf mobilen Holzbrettern aufgeschraubt.

Grube Horn

Hin und wieder, wo dicke Pressluftrohre fehlen und verschiedene Strecken zusammentreffen, ist das Kabelchaos nicht zu verfehlen.

Grube Horn

Manchmal sind rote Glühlampen in den Fassungen eingeschraubt. Der Gedanke das diese im Bild mittels Schalter separat schaltbar wäre, ist falsch. Die Büchse auf der rechten Bildseite ist eine Kleinspannungssteckdose. Es liegt irgendwo, in einer Abwurfstrecke, eine steckbare  Handlampe die mal, in naher Vergangenheit, irgendwer als Kletterseil umfunktionierte. Diese Hand-Leuchte wird in solch Steckdose passen.

Grube Horn

Rote Glühlampen treffe ich immer wieder an. Hauptsächlich stecken diese bei Maschinen zu. Im Bild die noch hängende Leuchte bei der Seilwinde des letzten Bremsbergs. Rote Lampen sollen die übersichtliche Sicht in der Dunkelheit vereinfachen wie mich ein Facebookfreund zu belehren wusste. Tatsächlich sind die roten Birnen oft bei komplex zu bedienenden Gerätschaften, wie eben genannt, etwa den Seilwinden.

Die ablesbare Leistung der Glühleuchten liegt bei 40 Watt. Bei 36 Volt und 56 Ampere sind 2016 Watt Anschlussleistung möglich, folglich können mit dieser Trafobüchse, 50 Lampen erleuchtet werden.

Grube Horn ist nicht unterzukriegen

am 12. Mai 2020 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Bei der letzten Befahrung blieben etliche Zweifel über die erkundete Route. Mein heute aktueller Wissenstand basiert nun korrigierend auf eine Betriebszeit des Bergwerks bis in die Anfänge der 1950er.  Im Vorgängerartikel „Der letzten Tage der Grube Horn“ lang ich mit dem Jahre 1947 folglich falsch. Dieser Tatsache folgend dürften wir nicht im besitze aktueller Pläne sein ergo drängte sich eine Zweitbefahrung mit Begleitschnellvermessung durchwegs auf.

Gesagt getan am Tage 8.5.2020 bei herrlichem Sonnenschein und kühlendem Stollensystem.

Die überaus beschwerliche Schnellvermessung starteten wir ab Haupt-Mundloch Bremsberg 1 in Richtung befahrbare Route.

Grube Horn Grundstrecke 1648

Weils so schön war, kleiner Fotohalt, Blick zurück nach Ausweichgleis darf nicht fehlen.

Aber unser Hauptinteresse galt immer noch den unbekannten Zonen die mit etwas Glück und Sportsgeist erreichbar sein könnten.

Die Region um Schacht III galt lange als vielversprechender Zugang in die nächsthöheren Sohlen doch leider blieb der eigentliche  Schacht randvoll mit Schutt.

Grube Horn

Einzig der dazwischen geschaltete Abwurfschacht mit ins Luftleere führender Schiene ist noch heute offen. Das Gegenende der Schiene führt in den, bis oben aufgefüllten Schachtbau also definitiv kein durchkommen.

Was jedoch nie irgendwie einleuchtend erschien, war der Verbleib des, oft beschriebenen, Krutzistollens. Der Krutzistollen sollte so nach bekannten Plänen bald nach Bremsberg 1 Ende rechtwinklig anknüpfen. Dieser Krutzi blieb lange verschollen wär nicht ein unscheinbarer Abbau gewesen welcher uns, über etliche Umwege, auf Sohle 1659 führte.

Grube Horn Strecke 1659

Die Sohle 1659, als einzige mit Wassergraben ausgestattet führt auf und ab über gefühlte Hunderttausend Verbruchstellen.

Grube Horn Strecke 1659

Eher holprig wenn nicht brüchig knüpf diese höchstgelegene Sohle an die Tages-Strecke 1652. Wenn doch Tag, in dieser äusserst abenteuerlichen Zone,  lange nicht wieder auftauchen sollte.

Grundstrecke 1652 respektive Grundstrecke 1659 schien in weiter Vergangenheit begehrter Treffpunkt durstiger Bergleute. Alleweil liegen einige gut gereifte Gurtnenbiere in den seitlichen Abbaunischen.

Grube Horn Strecke 1659

Also, kleine Lichtspielerei unterwegs.

Aber, noch immer liegt der Krutzi in weiter Ferne. Übrigens, bis anhin waren wir beide, mein Begleiter und ich, überzeugt dass die besuchten Stollen dem Nordwerk angehörten und wir bei jedem weiteren Meter uns von Tag distanzierten.

Weit gefehlt, in tat und Wahrheit waren wir im Mittelfeld zunehmend in Tagesnähe.

Und in dieser Tagesnähe öffnet eine Mini-Abbaustrecke die uns Seitwärts in durch den Krutzi-Türstockausbau führt.

Grube Horn Krutzistollen

In der Krutzistrecke steht noch heute unbekümmert aller Zeit still. Gerätschaften gesamter Bergbau-Funktionalitäten stehen herum in aller Ecken. Im Bild die Krutzistecke in Richtung Südfeld kurz vor Beginn des Hauptbremsbergs.

Grube Horn Gesenkhund Krutzistollen

Wie sichs gehört für den ellenlangen Bremsberg gibt’s ein Spezial-Hund mit schief gesetzter Mulde. Noch heute liegen in der Hund-Mulde zwei richtig grosse Kohlebrocken.

Grube Horn Krutzistollen

Der Krutzistollen Tagseitig, knapp vor Mundloch, endet ein einem wüsten Verbruch.

Grube Horn Krutzistollen

Die Gegenseite, Blick in den Stollen hinein, sieht nicht minder desolat aus. Im Bild die Ansicht am 5.6.2011.

Was in der Aussenansicht verschollen bleibt sind die dicken Drahtseite die zweifelsohne aus dem Berg herausführten. Wahrscheinlich hielten diese Drahtseile einst eine Abwurfbrücke zusammen wie auf dem historischen Hund-Bild im Vorbeitrag Der letzten Tage der Grube Horn zu erkennen ist.

Kurzum, dank der Schnellvermessung und der anschliessenden Georeferenzierung des Plans ist unsere Route nun nachvollziehbar. Heut ist auch klar, die Bergleute versetzten etliche Stollenkilometer. 

Grube Horn

Plan gross machen, Plan anklicken

Der Krutzistollen als Hauptwerk ist in beide Haupt-Richtungen  versetzt oder verstürzt. Die gesamte Zone Nord ist versetzt und die Bergtiefe Mittelzone scheint auch versetzt zu sein.

Die roten Linien entsprechen unserer Schnellvermessung. Leider nicht gänzlich magnetisch objektiv, das Bergwerk ist vollgestellt mit schwerem Eisen, zeichnet die Schnellvermessung ein plausibles Bild der Untertageerweiterungen nach 1947 ab. Insbesondere die direkte Anbindung ans Mittelfeld dürfte, im Sinne einer Transportvereinfachung, den Krutzistollen ums 1947 ersetzt haben. Aktuell ist die Mittelfeldanbindung kurz vor Schacht II versetzt. Die nachweislich letzte verwendete Strecke führte kurz vor dem Versatzblock scharf rechtwinklig  in die Tagesnahen Mittelfeldregionen.

Die roten Linen, gelben Strecken und grünen Strecken sind nun bekannt. Der Grossteil weiterer Strecken sind entweder versetzt oder verstürzt.

Letzter Beitrag Der letzten Tage der Grube Horn

Die Drittgeschichte aus 2011 Kohlebergwerk Horn, es war einmal
Die Zweitgeschichte, die Anschlussgeschichte Kohlebergwerk Horn
Die Erstgeschichte mit schönen Bildern, Kandergrunder Kohle

Die Welt, alles nur hochtoxische Virologen

am 03. Mai 2020 unter Betrachtungen, Grungisches, Politischer Grunk, Stadtindianer, Ultimatives Bla abgelegt

Wer deren Tage die Sozialen Medien öffnet wird alles andere als Soziales erkennen. Es gibt im Facebook die Umschreibung „Freundesliste“ doch ob sich in diesem Verzeichnis wirklich, mir nur wohlgesonnene Personen finden, stell ich hier mal ganz gehörig in Zweifel.

Wer manch Kommentare, all jener Pseudovirologen, liesst und sich deren Sprache zwei mal durchs Geistesgemüte zieht dem wird kurz über lang richtig Angst und Bange. Gehässig ist der Ton und wenn du wagst ein Funken möglicher Äusserung zur gegenwärtigen Lage zu artikulieren oder scheu dein glitzekleiner ziviler Ungehorsam anzudeuten ist der beschämende Fingerzeig allgegenwärtig. Baldig schmettert dir, eine Horde wild gewordener Möchtegernvirologen, allerlei Drohungen und Horrorszenarien in die Kommentarspalten.

Ich erinnere mich deren Tage oft an meine Gefechtsausbildung, an Überlebenstraining und an gesammelte Negativerfahrungen im Umgang mit Mitmenschen. Was wäre wenn diese Krise wirklich ausartet täte. Würd ich da noch, mit meinen 55ern, eine  halbwegs reale Chance haben um mein Leben einigermassen frei gestalten zu können. Wenn ich die Orte, welche alle guten Geister längst aufgaben, aufsuche, stell ich mir die Frage des Überlebens weit fern der Zivilisation.

Die Zivilisation ist momentan, mein Empfinden, gewaltig Angst einflössend und die Vermeidung einer Ansteckung könnt regelrecht zum blutigen Überlebenskampf ausufern.

Covid 19 kann unbestritten immensen menschlichen Schaden anrichten doch dass, wahrscheinlich nie endende Massnahmen-hin-und-her wird den viel grösseren menschlichen Schaden anrichten dessen bin ich überzeugt.

Nun, wir sind soziale Wesen, ob diese Tatsache Bestand haben wird, stell ich aktuell doch eher in Frage.

Letzter Tage heimischer Autobahnraststätten

am 23. April 2020 unter Stadtindianer, Vergangenes abgelegt

Einst waren besagte Autobahnraststätten Ort des mittelständischen Fine-Dining, ist schon lange her. Tief im meiner Kindheit gibt’s noch wage verwurzelt solch Erinnerungen.

Heute sind einige wenige Tummelfeld sprayender Urban-Exer. Genannt etwa Objekt einschlägiger Foren die Raststätte Walensee die dessen Name aller Ehre tut.

Raststätte Walensee

Bekanntlich bin ich neugierig und selten mach ich dass was andere auch machen. Zweiteres geschah an  Ostern und so will ich der Vollständigkeitshalber auch mich, mit einer mässigen Bilderausbeute, in Szene setzten.

Raststätte Walensee

Rote Farbe ist Geil, das Beste in der Gaststätte ist zweifelsohne der rote Drache.

Raststätte Walensee

Originalfundus aus oberäzender Populärskunst.

Raststätte Walensee

Buffetanlage die an Autobahnraststätten erinnert.

Raststätte Walensee

Mitarbeiterküchenchaos im Hotelgeschoss.

Raststätte Walensee

Und es solle immer wieder welche geben die mit Garantie den leeren Hotelsafe knacken.

Kurzum, es gibt auch ästhetisch anmächliche Zivilisationsruinen, siehe meine Urbexseite

Der letzten Tage der Grube Horn

am 23. April 2020 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Covid-19-Virchen gibt’s nur Wenige in meinen Ausflugsregionen. Grund genug um wieder mal eine Geschichte zu publizieren.

Grube Horn nennt sich ein Kohlebergwerk mit kurzer aber intensiver Lebensdauer.  Zwischen 1941 und 1947 förderte die Bergbaugesellschaft Kandergrund AG, ob Kandergrund bis zu genannten 55 000 Tonnen Braunkohle in eher minderer Industriequalität.

Das Bergwerk, solle seiner Zeit voraus, praktisch Lückenlos auf allen Hauptstrecken elektrisch Licht besessen haben.

Ich war in diesem Bergwerk am Anfang meiner Forschungstätigkeit im Jahre 2011 unterwegs doch in zwischen nahm mein Mut und meine Beleuchtung deutlich zu was ein erneuter Abstecher.

Nun, hier, kleine Bildergeschichte zu Erkundetem und resultierende Erkenntnisse daraus.

Grube Horn Kandergrund

Die noch vorhandenen Installationen wie auch das Hauptportal befinden sich in eher ungemütlich, steilem Gelände und der Weg dorthin ist alles andere als Wandergängig. Während des Bergwerkbetriebs standen, an meinem Fotostandort, Wohnbaracken für bis zu 220 Mann, Werkstätte und die mächtige Seilbahnbergstation vor dem Mundloch. Auf meinem Foto ist das gemauerte Mundlochportal Bildmittig ausmachbar.

Grube Horn Kandergrund

Bildquelle: Kulturgutstiftung Frutigland

Die Ansicht vom Sommer 1946 zeigt linkerhand die Seilbahnbergstation und im Hintergrund die Wohnbaracken.

Heute sind alle Gebäude rückgebaut einzig einige Untertage-Anlagen und darin entsorgte Artefakte trotzten beharrlich dem Zahn der Zeit.

Grube Horn Kandergrund

In der Kompressorkaverne wie auch in den Nebenräumen findet sich noch heute allerlei, als wertlos erachteter Krimskrams.

Grube Horn Kandergrund

Und auch das prächtig gemauerte Mundloch liegt noch unbeeindruckt an gleicher Stelle. Ausser das Weg und Plattformzugang ziemlich gelitten haben, sieht alles noch so aus wie im 2011 respektive 2001. Die Stollenbauten und Aussenanlagen dokumentierte Daniel Wehrle, Rheinfelden im Jahre 2001 was heute ein ganz toller Vergleichsfundus ist.

Grube Horn Kandergrund

In Innern führen abenteuerliche Wege ins Reich der Bergwerkshauptlogistik. Im Unterschied zum Jahre 2011 nahm a) mein Mut und b) mein Geleucht exponentiell zu. Ergo sind die Fotos, wenn Vorhanden auch noch brauchbar.

Grube Horn Kandergrund

Erste Grubenhunte tauchen unter eingestürzten Holzverbauungen auf. Die Förderlogistik wird, ende Bremsberg 1, zweigleisig und die Artefakte, wie demontierte Schienenelemente stapeln sich auf dem Ausweichgleis unter eingekrachten Grubenhölzern.

Grube Horn Kandergrund

Ende Ausweichbahnhof steht noch eine von, gemäss Plan, vieler Bremsbergseilwinden. Der Besucher, die Besucherin, kann sich des Endruckes nicht entziehen dass in den besagten Räumlichkeiten allgemeine Aufbruchsstimmung herrsche. Wer gespannt dem Stollengeiste zuhorcht, hört übermütige Bergleute, kurz nach Beendigung des lohnenden Rücktransportes.

Grube Horn Kandergrund

So wunderts nicht weiter dass einer der dortigen Jungmannen ein Solo-Grubenhunt  den steilen Bremsberg hinunter stossen musste.

Grube Horn Kandergrund

Solch Teil war doch zu Betriebszeit, um die 1945, äusserst kraftraubendes Ungetüm (Bildquelle: Kulturgutstiftung Frutigland).

Genug gehorcht den gutmütigen Stollengeistern, weiterfolgend einer Strecke die, im April 2020, keinerlei Übereinstimmung mit bekannten Grubenplänen inne hatte.

Grube Horn Kandergrund

Kommende Verzweigung führt links in die Rollmaterialwerkstatt mit passender Arbeitsgrube. Auf rechtem Gleis stapelt sich einer der Grubenhuntzüge in der Hoffnung baldig ans Tageslicht zu fahren.

Fein gemauert mit Werkbank ausgestattet scheint der kleinen Rollmaterialwerkstatt an nichts zu fehlen wäre da nicht Daniel Wehrle aus Rheinfelden.

Grube Horn Kandergrund

Dieser besagte Vorerkunder hielt am Tage X des Jahres 2001 eine einzige Kipplore im Arbeitsraum fest.

Die Kipplore, da gibt’s meinerseits keine Zweifel, ist nimmer da, nimmer dort und nimmer sonst irgendwo. Nach allen Regeln sportlicher Diebe ist diese Verschwunden, wie, ist mir en Rätsel. Ich möchte in solch unwegsamer Lokalität nicht ein Kieselstein klauen.

Hinter der Lore, zu erkennen auf dem Bild von Daniel Wehrle, stehen zwei Grubenhuntfahrgestelle

Grube Horn Kandergrund

die gegenwärtig noch an selber Stelle verweilen.

Auch fehlen tut die Tafel „Rettungsgerät“ welche oberhalb der Grubenhuntversammlung einst an der Decke hing und in das Sprengstoffmagazin zeigte.

Grube Horn Kandergrund

In der Sprengstoffkaverne stehen noch zwei leere Gelatine-Kisten wie auch die ausgeräumten Kisten der, vermuteten Rettungsgeräte.

Wir sind bei weitem nicht die einzigen Erkunder wenn doch der Personenkreis welcher die heiligen Bergbauhallen durchschritt eher glitzeklein erscheint. Soviel ist klar, Vandalen sind da nie aufgetaucht, der zerrmanschte Grubenhunt tue ich einem Bergmann zuordnen.

Grube Horn Kandergrund

Auffällig ist, die Stollenanlage ist, auf Hauptstrecken, mit Elektrischem Licht ausgestattet doch kaum eine der 40 W Glühbirnen ist eingeschlagen.

Grube Horn Kandergrund

Leider sind viele Strecken fein und sauber versetzt was einer Erkundung definitiv im Wege stand. Im Bild zu erkennen vermutetes Versatzmaterial stammend aus dem Bremsbergvorsatz der in keinerlei Plan auftauchte. Nicht genug der Mysterien entbehrte die jetzige Bildexkursion grösstenteils einer Grubenplan Übereinstimmung.

Grube Horn Kandergrund

Klar ist, wir erreichten die Mittelregion was bereits unser Vorgänger Daniel Wehrle schaffte. In der Mittelregion gibt’s allerlei Orientierungspunkte wie Messmarkierungen.

Grube Horn Kandergrund

Leicht gekrümmte Bremsberge, erkennbar an den seitlich angebrachten Drahtseilrollen, vereinfachten noch zusätzlich die  Identifikation des Mittelbergwerks doch wie wir da hin gelangten ist noch heute ein Rätsel. Unser letzter Planstand liegt bei Juni 1947 und dieser Plan beinhaltet einige Widersprüche um den Krutzistollen.

Grube Horn Kandergrund

Der hier dargestellte Plan, gross machen, anklicken, umfasst meine geglaubte Route in gelber Farbe dargestellt. Der Krutzistollen war zwar massgebende Verbindung aller Zonen doch unsere Linksrechts-Kursänderungen passten ganz und gar nicht zu Kruzi. Das Sprengstoffmagazin wie auch der Raum für die Rettungsgeräte sind im Plan ganz wo anders.

Kurzum, traue nie einem Plan der du nicht selbst manipuliertest.

Fazit, es muss an einem Spätherbsttag des Jahres 1947 gewesen sein als die Rückbauarbeiten sich dem Ende neigten. Im Stollen Doppelgleisausweichstreche, am Ende des Zugangbremsbergs,  stapelten sich die gesamthaft eingesammelten Maschinen, Schienen, Grubenhunte und Werkzeuge. Das beste und zuvorderst gelagerte Material verliess die Anlage. Aller Rest, welcher nimmer lohnte, bliebt am Sammelpunkt. Ein Grubenhunt musste noch, zur Freude des Tages, den unbekannten Bremsberg hinunter purzeln.  

Irgendwann zwischen 2001 und heute sind Artefaktesammler eingestiegen, nicht viele. Die Kipplore aus der Werkstatt fehlt, die Tafel Rettungsgerät fehlt und die Sprengstoffkisten sind etwas  durcheinander. Vandalen waren keine zuteil, die Glühlampen sind alle bis auf eine verdächtig unberührt.

Und die anderen Stollen sehen noch so aus wie zu Tagen 2011

Grube Horn Kandergrund

Im Bild Südregion Lindigrabenstrecke.

Vorbeiträge

Die Drittgeschichte aus 2011 Kohlebergwerk Horn, es war einmal
Die Zweitgeschichte, die Anschlussgeschichte Kohlebergwerk Horn
Die Erstgeschichte mit schönen Bildern, Kandergrunder Kohle

Altes und Unvergessliches

am 05. April 2020 unter Musikalisches abgelegt

Damals schien alles besser zu sein. Ja, ich sowas um die 16 und das Leben ein rauschendes Fest.

„The Clash“ mit „Rock The Casbah“ im „Ultimix Remix“

„New Order“ mit „Blue Monday“

Gottshalden Horgen Part II

am 05. April 2020 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Ja nochmals, man solle, zu solch Virulösen Zeiten, sich der Bergbauforschung hingeben. Also, Wetter war prächtig, Handy war in Quarantäne und mein Zementröhrenforschungsschiffchen war auch fertig also ab in die Gottshalde. Noch lag ein nicht erforschtes Geheimnis hinter einer ominösen Zementröhre im Wald am Ufer des Meilibaches.

Schiffli am Bachstollen

Das, aus Industrieboden gefertigte, Forschungsschiffchen, ausgestattet mit Webcam und LED-Lampe,  sollte in die kleine Öffnung der Zementröhre schlüpfen um uns mögliche Antworten zu unbekannten Stollenwelten liefern. Es lag zwar auf der Hand das die Zementröhre in ein Bergwerk müden würde doch war uns Zustand wie auch Weiterverlauf der Öffnung gänzlich unbekannt. Die Zementröhre sinkt etwas ab um anschliessend, ab Hälfte Röhre, wieder an Höhe zu gewinnen. Unser Blick reichte nur bis Aufstieg Röhre.

Gottshaldenerkundung

Mittels Webcam und Laptop war es möglich hinter den Aufstieg zu blicken. Das Schiffchen selbst schob ich mit Hilfe flexibler Kunststoffisolierrohre bis 4.7 Meter in den Berg.

Bachstollen Gottshalden

Die Röhre ist rund 4.5 Meter lang zusammengesetzt aus metrigen Normelementen wovon die letzte Röhre geschnitten und an der Schnittfläche mit der Gesamtröhre Zusammenzementiert ist.

Die ersten 2 Meter liegt ein leichtes Gefälle auf, ca. 10 cm. Ab zweiter Hälfte steigt die Röhre geschätzte 40 cm und am Ende der Röhre liegt eine Schutterhöhung die es zu überwinden galt um ein Blick ins Bergwerk  zu ergattern.

Bachstollen Gottshalden

Am Punkt 4.7 m steht das Schiffchen fasst zuoberst auf dem kleinen Hügel. Die LED-Lampe leuchtet mühsam grell an die Sandsteindecke doch es Stollenanschluss ist eindeutig im Hintergrund ausmachbar. Das Profil eher Rechteckig oder eher Trapenzförmig doch ohne Zweifel, die Stollenanlage scheint weiter befahrbar zu sein. Es sind keinerlei Anzeichen eines Versturzes. Die überleuchtete Decke wirkt bombenfest der Zeit beharrlich trotzend.

Insgesamt machten wir 3 Kamerafahrten durch die Röhre ehe wir uns einem weiteren Thema annahmen, genannte Erkundung des Stollenwerkes in der Wiese.

Bergwerke Gottshalden Nord

Der Vollständigkeitshalber kleines Plänchen der Stollenbauten Gottshalden Nord. Der Bachstollen ist jener mit ziemlich zu gepappter Zementröhre. Der Wiesenstollen, links auf dem Plan, ist heute per Schacht in mitten einer saftiger Kuhwiese erreichbar.  Gerne wird, in einschlägiger Literatur, der  Wiesenstollen als illegaler Abbau bezeichnet.

Bergwerke Gottshalden Nord

Der Schachtdeckel schien über längere Zeit hinweg nimmer geöffnet. Alleweil musste erstmals die Naht wieder gründlich von umschlingender Vegetation befreit werden ehe sich der Gussdeckel öffnen liess.

Bergwerke Gottshalden Nord

Ende Schacht schliesst ein wunderschön ausgemauerter Stollen an. Im Stollen fallen 2 grössere Wasserrohre auf die, bei Weiterverfolgung, beide an Wassersammler mündeten.

Bergwerke Gottshalden Nord

An den ausgemauerten Hauptstollen knüpfen weitere, ziemlich verfüllte, Stollen an. 2 an der Zahl dieser intakten, aber leider versetzten, Seitenarmen sind am Hauptstollen angeschlossen.

Bergwerke Gottshalden Nord

Am Ende der ausgemauerten Haupt-Strecke gabelt diese in 2 wiederum versetze Seitenarme.

Die Ausmauerung stammt aus Zeiten nach der Kohleförderung. Die verwendeten Kalkstein-Vollsteine waren um die Jahre 1940 einst gross in Mode. Das Originalstollenprofil war einiges grösser. Der heute fahrbare Ausbau stammt aus Zeiten als das Kohle-Bergwerk als Wasserfassung genutzt wurde.

Bergwerke Gottshalden Nord

Beide Wasser-Rohre dürften knapp unterhalb des Häuschens Neuhofstrasse 17a Tag erreicht haben. Heute sind die Rohre, die in der Schachtwand verschwinden, Tagseitig nimmer auffindbar. Ein drittes Rohr, diesmal ein kleines Zementrohr, Durchmesser 10cm,  ist für die Stollenentwässerung zuständig und mündet, meinerseits vermutet, im Gottshaldenbach.

Kohlebergwerke Horgen einige Vorbeiträge

Horgener Geheimnisse

Käpfnacher Kohlen

Horgener Geheimnisse

am 22. März 2020 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

In Zeiten der Corona-Krise ist Bergbauforschung, wie ich neulich feststellte, ein ideales Thema welches so in etwa alle Bundesrätlichen Auflagen erfüllen mag, also ab ins benachbarte Horgen in Löcher in die sich kaum jemand verirren dürfte.

Genannt hier die Kohlebergwerksreviere Gottshalden südlich von Horgen.

Reviere Gottshalden

Die Kohlebergwerke im Westen, Käpfnach, das Besucherbergwerk mit Ausläufer, und Gwandlen sind uns von verschiedenen Erkundungen bereits recht gut vertraut indessen blieben die Reviere Gottshalden, zumindest meinerseits, bis anhin ziemlich unbekannt. Auf meiner Karte sind die roten Punkte potentielle Mundlöcher wovon die Mehrheit derer verstürzt sind. Mir bekannte Stollen sind blau visualisiert. Diesmal konzentrierte sich unsere Stollen-Suche auf besagte Reviere Gottshalden. Unsere erste Station lag nahe dem Meilibach eine bekannte Zementröhre die an den Notausstieg anschliessen sollte.

Reviere Gottshalden

Leider ist diese, noch ganz wenig offene, Zementröhre auch für unsere gelenkigen Körper eindeutig zu klein.

Reviere Gottshalden

Im Innern keineswegs bessere Ausblicke. Die Röhre scheint sich leicht nach oben zu verschieben. Klar ist, um die Zementröhre zu befahren müsste intensive Schaufelarbeit geleistet werden, ob sich dies lohnt ist zweifelhaft. Leider könnte am Ende der Zementröhre ein unüberwindbarer Versturz die Schaufelarbeit schnell zunichte machen. Ergo ehe die Schaufel respektive ein passendes Spezialwerkzeug zum Einsatz kämme, müsste erstmals ein ganz kleines Forschungsteam in die Zementröhre schlüpfen.

Webcam

Als momentaner Favorit zur Erkundung dieser Engstelle, kristallisierte sich, nach kurzer Experimentiersession gestern Abend, eine banale Webcam die zusammen mit einer LED-Lampe auf einem Holzschiffchen montiert, in die Öffnung hineingeschoben wird. Die Zementröhre vermute ich nur wenige Meter lang doch die Kotenänderung  blockiert uns jegliche Sicht. Die Webcam am Laptop mitverfolgt, könnte einige neue Erkenntnisse beisteuern. Erstmals jedoch muss ich Zeit und Muse finden um das gleitfähige Schiffchen zu bauen.

Zurück auf Gottshalden, ein Eingang findet sich, noch in bester Verfassung, im Aabachtobel.

Reviere Gottshalden

Leider jedoch ist das mächtige Gottshalden-Westportal gegenwärtig zugemauert.

Reviere Gottshalden

Auch hier, obschon die Innenansicht durchaus vielversprechend erscheint, gibt’s so auf em legalen Weg kein durchkommen.

Nun ja, erstmals wird die Webcam eine legale Sichtung des Ostzugangs vornehmen.

In diesem Sinne, wird diese Geschichte sicher baldig fortgesetzt.

Endzeiten

am 22. März 2020 unter Stadtindianer abgelegt

Ja, es ist eine nicht wirklich greifbare, kaum vorhersehbare Zeitepoche die an manch Endzeitfilm erinnert.

Ich bin privilegiert, als noch arbeitend dürfende Person mit Blick auf eine schier ausgestorbene Stadt.

Vielleicht noch positives Zeichen, das Mehl kommt noch immer tagtäglich per Bahn. Nun den, an Brot wird’s nicht fehlen.

Co, Co, Coronzki

am 22. März 2020 unter Grungisches, Politischer Grunk abgelegt

Einblick in tiefschwarze Charakterzüge oder wie ich auf die Idee kam eine illegale Menschenansammlung auf engstem Raume zu veranstalten.

Kurzum, mein Name ist nicht Adam Quadroni aber das solltet Ihr, liebe Leser und Leserinnen, denk ich, längst geschnallt haben. Obschon Adam Quadroni durchwegs meine tiefste Hochachtung verdient, dies nicht weil besagter Quadroni von Missständen berichtete die mir seit erstem WK-Tag bekannt waren. Viel eher gilt mein tiefer Respekt einem Menschen der die ungeschminkte Hölle durchquerte und noch aktuell die Ruhe eines Oberländers ausstrahlt. Insofern hat dieser Quadroni durchaus Gemeinsamkeiten mit dem, in aller Köpfen sitzender, Daniel Koch. Auch dieser Mann lässt sich, trotz einer Überdosis Sierra Leone, so ziemlich durch gar nix aus der Ruhe bringen.

Aber eigentlich wollt ich auf ganz andere Themen einschwenken .

Handy in Quarantäne

Nun ja, Kernthema, meine kleine, spontan aufgefahrene Massenversammlung die ich, der Verantwortung willen, kurzerhand in die Quarantäne verfrachtete und die zwingend auf Distanz zu haltenden Einzelcharaktere.  Meine gebaute Massenversammlung setzt sich zusammen aus 7 bis 8 Messteams, eine etwas abgedrehte Anarchistin, sprich meine Wenigkeit, und eine Juristische Person. Die gesamte Versammlung passt locker in eine Schuhschachtel und kommuniziert, auch unkontrolliert, mit nächstgelegener Funk-Zelle. Diese doch sehr fleissige Kommunikation, die entgegen meiner Willensbekundung, letztlich bei  BAG und Polizeibehörden landet, musste ich augenblicklich in die Staatsverordnete Quarantäne verbannen.

Will heissen, bidirektional, funklinkfähige Gerätchen bewegen sich in einem, von mir klar festgelegtem, Aktionsradius, ob dies dem BAG entspreche sei eine andere Geschichte und ob dieser Aktionsradius letztlich mit meiner Person korrespondiert sei nochmals eine andere Geschichte. In der Folge freue ich mich auf einen zunehmenden, ich-bin-nicht-immer-erreichbar-Modus, und eine, ich-zück-mein-Notizbuch-Ära.

Diese kleine Verhaltensänderung im Umgang mit mobilen Gerätchen ist Resultat meiner Gesellschaftsbeobachtung.

So tickt der allgegenwärtige Coroniker

Kurzum, nicht die Corona-Krise verändert uns, nein, die Corona-Krise führt zu Tage wie wir wirklich ticken. Zweifelsohne, dieser Tage erlebe ich Halleluja und Erleuchtung in einem. Klar wird mir dass Distanz nicht das allerdööfste ist und dass ich diese Distanz lange nach Corona weiterpflegen sollte.

Gesegnet seien jene die Facebook nutzen den Facebook offenbart, in unverblümter Härte, das Ticken einiger Menschen in aktueller Situation.

Folglich kristallisieren sich, dieser Wochen, anschliessend genannte, tonangebende Grundcharaktere die ich hier kurz erläutern mag.

Die Opportunisten

Sie sind faul wie Katzenscheisse und suchen unentwegt die Möglichkeit um keinen Strich zu schieben. Präventiv denkt sich diese Spezies, für die anstehenden Trilliarden Jahren, mit reichlich Klopapier ein. Dieses Volk versteht sich in, über Jahrhunderte hinweg, in jeder Betriebsamkeit, keinerlei Aktivität zu entwickeln.  Die gegenwärtige Corona-Krise nutz der Opportunist zu unbeirrtem schwenken des Gewerkschaftsglöckchens. Kurzarbeit liebt der Opportunist. Dank garantiertem Lohn mit Freunden an der Seepromenade am Joint saugen ist den Opportunist das erstrebenswerte Lebens-Ziel.

Die Hausmeister / Hausmeisterinnen

Diese Volksgruppe findet sich vorwiegend unter den Journalisten und Journalistinnen. Sie beanspruchen die Position des unangefochtenen Besserwisserischen. Ein Jeder, eine Jede, im Range eines Immunologen, eines Spitalleiters oder eines hochdekorierten Krisenstäblers. Sexuelle Erregung findet diese Gruppe nach erfolgter Denunzierung abtrünniger Massnahmenbrecher. Lauthals fordert der Hausmeister, die Hausmeisterin, Ausgangssperren um möglichst ungehindert die ansteckungsfreie, individuelle Freiheit auszuschöpfen. Hausmeister glauben an ihre unumstössliche Wichtigkeit die vor jeglicher Form einer geltenden Ausgangssperre schützt. Die Volksgruppe der Hausmeister kennt keinerlei Gewissen und keinerlei Ethik, Hauptsache der Pulitzer klebt gut sichtbar auf der Brust. Man vergesse nie, die Geschwister Scholl  wurden vom Hausmeister Denunziert.

Die Sheriffs

Diese Charakterausblühung kommt sehr oft im Linkpolitischem Milieu vor. Ausgewachsene Sheriffs tummeln sich gerne im SP-Kreise wenn doch anwachsende Hilfssheriffs mir nicht minder unangenehm auffallen. Deren Rhetorik erinnert an klassische John Wayne-Filme, die Colts sitzen locker, Gut und Böse sind unmissverständlich klare Farben Schwarz und Weiss . Bundesrat Alain Berset pflegt ausgeprägte Sheriffallüren. Die Sheriffs mögen Polizei und Militär und sind, tragischer weise manchmal einer rechtsgerichteten Ideologie verdammt nahe. Freiheit assoziiert der Sheriff mit latent asozialem Verhalten welches mit der nötigen Repression zu unterdrücken ist.

Allerletzt,

Wer anhand meiner Texte glaubt ich fände alles Scheisse was Bundesräte murmeln der irrt gewaltig. Aber, bitte seit zivil ungehorsam und bleibt gesund dies geistig wie körperlich.

Alles hat ein Ende

am 15. März 2020 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Der Seemühleplan erreicht nun zeitweilig die letzte Grundstecke.

Pneustrecke

Gestern war ich wieder mit Sepp am einer weiteren Vermessung. Der Zeitpunkt um in alten, menschenleeren Stollen herumzulasern schien ja, angesichts der vorherrschenden Corona-Kriese, wieder mal ideal gewählt.

Der umgesetzte Plan gibt’s auf Version 12 auf https://www.luisa.net/wp-content/uploads/2020/03/Feld1_2_3_4_V12.pdf

Nun, nach knapp 4 Jahren Vermessungsarbeit ist das Ende absehbar. Nichts desto trotz, es gibt noch reichlich was zu tun.

Etwa meine Transcommunitygeschichte die nun in der Version 3 auf https://www.luisa.net/wp-content/uploads/2020/03/transcom_V3.pdf bereitsteht.

Und ja, ganz dem Zeitgeist folgend, gute Gesundheit Euch liebe Leser, Leserinnen, und seit lieb zum Klopapier.

Flachlandwochende 2020

am 07. März 2020 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Weils so schön war, wenige Impressionen weiterer Stollenerkundungen.

Freitags wars ein altbekannter, fast schon vergessener, Kohleabbau aus frühen Zeiten, um die 1830.

Genannt hier der, nie so richtig entschlüsselte, Kohlestollen Neufürst ob Elgg.

Grube Neufürst Elgg

Inzwischen ist der Eingang zur bequemen Grösse angewachsen. Kerzen und sonstige Artefakte im Bergbaurelikt lassen auf regen Dorfjugend-Gothik-Szenen-Besuch schliessen.

Grube Neufürst Elgg

Wie üblich dürfte, zur Tagesfeier, die Langzeitbelichtung mit wilder Taschenlampenfuchtlerei nicht fehlen.

Grube Neufürst Elgg

Irgendwo in der sauber ausgeschlagenen Grundstrecke war mal einst eine Türe, respektive ein Türrahmen eingepasst. Ist mir so, behaupte ich jetzt mal, nie aufgefallen.

Grube Neufürst Elgg

Im bis anhin bekanntem Bergwerksteil war die Kohleausbeute eher bescheiden umso schöner die Sinterlandschaft.

Grube Neufürst Elgg

Die Verbindung in die weitaus grösseren, von mir noch nicht erkundeten, Strecken ist leider immer noch voll Wasser. Leider gleiches Bild wie vor 7 Jahren genannter 19. Mai 2013, siehe Kohlebergwerk im Fürst

Grube Neufürst Elgg

Im Plan, stammend aus einer Jugend-Forscht-Arbeit  1966, orange eingefärbt die mir und meinen Freunden bekannte Strecke.

Und am Samstag, zweifelsohne ein Highlight, Einblicke in mir unbekannte, Horgener Unterwelten.  

Bergwerk Gwandlen

Aber erstmals, ehe Unbekanntes meine Neugierde beflügelte, sollte ein kleiner Versuch in Gwandlen wieder gewagt werden. Bei der letzten Erkundung des Horgener Kohlestollens Gwandlen, am 3.3.2016, war die Luftqualität gefährlich mies und auch dies besagte Wochendende war die Luft nicht wirklich besser.

Bergwerk Gwandlen

So blieb die Erkundung bei wenigen, mir bereits vertrauten, Metern.

Bergwerk Käpfnach

Also ab in die Wetterstrecke des Besucherbergwerks. Auch in diesem Stollenwerk gibts noch reichlich unerforschte Seitenarme zu erkunden. Im Bild die Schubkarre die einige Jahre auf bessere Zeiten wartet.

Bergwerk Käpfnach

Die zumeist niederen Strecken, ausserhalb des Besucherrundkurses, sind immer wieder von massigen Steinblöcken verstellt. Solch Szenarien sorgen für äusserst fotogene Bildmotive.

Bergwerk Käpfnach

Zur Visualisierung der heute bekannten Strecken bediente ich mich des letzten vermessenen Plans von 1942. Dieser Plan scheint heute noch ehesten mit den gegebenen Verhältnissen zu harmonisieren. In Orange markiert sind die gegenwärtig bekannten Strecken, gelb dargestellt ist der Besucherbergwerksrundkurs.

Vorgeschichten

Kohlebergwerk im Fürst

Verborgene Kohlen in Elgg, Part II

Verborgene Kohle in Elgg

Die Elgger Kohlebergwerke

Käpfnacher Kohlen

Stollenvortrieb 2020

am 27. Februar 2020 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Tatsächlich drehte die Welt inzwischen einige Umdrehungen und Feuersetzen ist definitiv out. Und doch, noch Heute ist so en Tunnelvortrieb die Kombination aus Feuer und Geschwindigkeit. In Zeiten in denen Löhne und alle weiteren Hohlhand machende Mafiosos viel Geld kosten, spielt Hightech eine zunehmend wichtige Rolle.

Gewährte Einblicke in den Spreng-Vortriebszyklus des Sicherheitsstollens Crapteig offenbarten mir ganz neue Erkenntnisse zur wundersam spassigen Welt der Ammoniumnitrat-Mixes.

Bohrjumbo

Allererst tut ein ausgewachsener Bohrjumbo sein Werk in Form von rund 3 Meter tief, nach Bohrschema angeordneter, Löcher.

Bohrjumbo

Hiesiges Exemplar bohrt bei maximal 125 KW 2 Loch gleichzeitig mit voller Hydraulikpower.

Sprengmischer

In die fertigen Bohrlöcher wird die Sprengmischung, Ammoniumnitrat, welcher für Sauerstoff sorgt, und weitere zwei Zugemüsen, mir nimmer gebliebene, eingespritzt.   

Crapteigtunnel

Anschliessend werden Zünder wie Zündschläuche eingesetzt. Die Zündschläuche wie auch die Zünder Übermitteln den Zündimpuls via kleine Sprengung in den Schläuchen. Die Zünder indes sind für die richtige Zündverzögerung zuständig. Letztlich erfolgen die ersten Sprengungen vom Zentrum her nach Aussen mit Zwischenpausen um die Gesteinsmassen rechtzeitig wegzubefördern.

Crapteigtunnel

Elektrisch wird nur der allerste Zünder aktiviert welcher im Anschluss alle gelben und roten Zündschläuche zur Detonation bringt.

Crapteigtunnel

Wie üblich, der spassigste Moment eines jeden Tunnelbauers, Tunnelbauerin, die Zündung übers elektrische Zündgerät.

Crapteigtunnel

Um anschliessend, nach Ausblasen des Tunnels, den angestauten Schutt mit hiesigem Elektroungetüm aufzuladen.

Crapteigtunnel

Und weils so schön war, die wartende Trafostation 3 x 6000V zu 3 x 400/230V.

Kurzum, ein richtig geiler Naschmittag  mit vielen neuen Erkenntnissen, danke FBG.