Kleine Reisen zu grossen Geheimnissen

am 19. Juli 2010 unter Reisen abgelegt

Und sonstig schön, bunt, romantisch, brachiales.

Nachdem am Samstag die Wettergötter uns eher schlecht gesonnen waren und wir die Reise in die Goldgruben, Sinnigerweise,  Goldene Sonne , bedingt durch Blitz und Donner auf halbem Wege wieder abbrechen mussten, waren die Wetterkräfte am Sonntag gemütsverwöhnender Natur. So wagen wir mit Fotoapparaten, GPS und Grundrissplan ausgerüstet ein kleiner Ausflug zur einzig letzten im Kanton Zürich noch verbleibenden Artilleriefestung im Ebersberg, die A5438, bei Berg am Irchel .


Materialhüsli

Ein liebes Grüessli von Beat und Simone lacht uns entgegen auf dem B1520.  Das B steht meist für Unterkünfte, Seilbahnen oder Berghütten. Die anschliessende Zahl bezeichnet die Militärische Anlage. Dies Gebäude dürfte allerhöchst die Aufgabe des Materialschuppens inne gehabt haben. Heute nun dient es zur Begrüssung zumindest glaube ich dies zu meinen.

Dank eines Grundrisses welcher ich auf der Seite A5438 Artilleriewerk Rüdlingen/Ebersberg ergatterte, machte ich mich auf, alle Geheimnisse möglichst genau zu ergründen.


Eingang zur Festung

Zweifelsohne blieben auch mir die Innereien zur Festungsanlage verborgen wenndoch dank der im GPS gespeicherten Zeichnung allerlei Elemente wie das Zulufttürmchen, die 3 Artilleriestellungen plus der 2 MG-Stellungen, Eingangsportal und Nebengebäuden der besagten Festung ausgemacht werden konnten.


Gut getarnte Artillerie und MG Stellung

Mit einigem an Vorstellungskraft könnte ich so mir ein doch recht exaktes Bild der damaligen Anlage und dessen Funktionen, bis in die Jahre 1978, zusammenzimmern.

Währenddessen, meine Liebste keineswegs untätig, sie die sich leidenschaftlich der Fotografie hingibt während ich den unterirdischen Geheimnissen nachrenne, machte schöne Bilder meiner Wenigkeit, klar in denen Momenten in welchen ich nicht irgendwo mein Kopf in irgendwelche Löcher hineinsteckte.


Beblumte Luisa

Es war denn letztlich ein wahrhaftig produktiver Sonntagnachmittag und wenn doch ohne Gold in der Handtasche so doch wenigstens um viele Erfahrungswerte reicher.

Relevante Links zum geschehenen Wochenende.
Wo Blitz und Donner kam
Goldene Sonne Wiki Bergwerk Goldene Sonne
Goldene Sonne Web Die Goldene Sonne am Calanda
Goldene Sonne Familie Keller Goldene Sonne Felsberg

Die wohl ultimativste Festungswebseite Festung Oberland
Festungen im Kanton Zürich Festungen ZH
Festung Ebersberg auf Unterirdische Schweiz

Die Würde, welch seltsames Tier

am 15. Juli 2010 unter Grungisches abgelegt

Untiere TCP/IP Kommunikation

Es mag immer wieder das gleiche rotative Prinzip zu laufen in all denen Hochglanzinternetportalen. Profile werden in Serie begakkert nach einzigem Kriterium Weiblich. Nach einer möglichen Abweichung dieses  glitzekleinen Schuhschachtelbildes welches Weiblich zu definieren scheint, sinkt jeder minimale menschliche Respekt. Klar ich mit meiner unvorteilhaften Stimme falle hier gerne, beim erstmöglichen Telefonat, durch den Begriff Weiblich dieser Minimalhirne, doch nicht nur ich bin Opfer irgendwelcher gipfelnden Respektlosigkeiten. Letztlich triffts alle Frauen gleichermassen. Bleibt mir die Frage, sind Internetcommunitys grundsätzlich Frauenfeindliche Konstrukte?

Neulich geschehen in diesem so gerne zitierten Porttälchen genannt SZ folgend.

Es erreichte mich folgendes Schreiben welches, wenn es nicht sich aufreihen liesse vieler vorher erfolgten Schreiben, mich dieses nur minim zu beeindrucken vermögen würde. Doch eben, nicht eines nicht zwei, welche halbwegs auf meine Person eingehen würden, keiner vermag meine Person zu erkennen und mit mir eine Kommunikation aufbauen. Und, meine Person, welche so was von umfangreich dokumentiert ist,  wird schlicht verkannt, einzig weiblich und möglichst ins Kleinsthirn passend ist Filterkriterium. Vieles wenn nicht gar letztlich alle Frauen fallen durch dies Siebverfahren. Doch es solle ja keine Rolle spielen den es ist SM angesagt, da können Doms richtig böse und dumm sein und die Subs haben e nichts zu sagen.  Bei Luisa die heut besonders viel Kampfgeist aufgeladen hat, weit gefehlt.

Nun denn zum Korpusdelikti, das PN aus der SZ

Interessant

Was könntest Du mir in punkto

Devotion und Masochismus bieten?

Wie devot und wie masochistisch bist Du?

Wie hoch ist Deine Schmerzgrenze

Mit zarthartem Gruss

Master René

Und meine zugegebenermassen nicht unbedingt liebliche Antwort.

Lieber Rene
Mal Vorweg, ich bin, wahrhaftig selten so schlecht behandelt worden wie in der SZ.  Ich wills mal so sagen, agierende Aggressoren, sorry, ausnahmslos Männer.

Präzisierend,
Es ist, nach meiner bescheidenen Interpretation, Zeichen einer gewissen Wertschätzung wenn mein anschreibendes Gegenüber sich die minimale Zeit nimmt meine Publikationen zu lesen. Es scheint so als hättest Du diese, meine, Publikationen allerhöchst optisch begutachtet, all die schönen Bildchen und so, die Texte indes scheinen gänzlich an Dir vorbeigezogen zu sein. Was ich wiederum als mindere Wertschätzung interpretiere und Wertschätzung ist A und sehr viel OOOOOOO zum SM.

Du fragts nach meiner Devotion.
300 Diensttage in der Schweizer Armee davon ne nette RS mit viel Schlamm und gefrässigen Mücken im netten Reussbett. Ein wenig U-Haft, etwa alles in allem 3 Wochen so gut und gerne.

Und meine Masochistische Ader,
Volle Pulle, eine Geschlechtsanpassung habe ich durchgemacht, 7 Stunden Vollnarkose, zwei Nussgrosse Löcher in der Schamlippeninnenhaut und dies während 3er Monate.  Junge, das Ganze fühlt sich an wie ne Vollfahrt, 3erBMW, in nen Brückenpfeiler obschon diese Aussage etwas Spekulativ zu sein scheint. Habe hinsichtlich Brückenpfeiler gar keine Erfahrungswerte.

Bezeichnet werden wir gerne, die Mann zu Frau Transsexuellen, in weiten Teilen asiatischer Räume als Andersartige, Magierinnen, dies nicht wegen irgendwelchem Hokuspokus sondern schlicht weil wir Mut haben unser Leben zu leben auch im Wissen das die SZ-Männerbrut uns wie ein Stück Scheisse behandeln wird.

Any
Abschliessend, wo keine Wertschätzung ist wird’s nie einvernehmlichen SM geben können denn auch ich habe das Potential zum aktiv ausführenden Totschlag nach Artikel 113 des StGB. SM ist Kommunikation die durchaus harmonisch funktionieren kann sofern dem Gegenüber eine gewisse Wertschätzung gezollt wir. Glaube, sobald Du mich telefonisch kontaktieren wirst und entsetzt meine, in Deiner glitzekleinen Schuhschachtel als Männlich taxierte Stimme  hören wirst, wird Dein Respekt abrupt den Nullpunkt erreichen.

Darum, glaube, kein Mensch mag Ablehnung es gibt nicht annähernd ein Motiv wieso ich Ablehnung zu erfahren habe. Es ist alles beschrieben und niedergeschrieben, klar, deutlich und ehrlich, wers nicht liesst verdient nicht gehört zu werden.

Allerletzt,
Sorry Du warst mein Opfer, und zweifelsohne dieser Text wird in so mach von mir geleitetes Projekt Einzug finden. Stolz bin ich und anrecht habe ich auf diesen mir zustehenden Stolz.

Liebi Grüessli

Luisa

Errungenschaften wie Internet scheinen die Kommunikationskultur massiv zu demontieren, da sag ich nur, wie wars mal mit nem Bier in einer lauschigen Gartenbeiz.

Desperate Housewives

am 10. Juli 2010 unter Betrachtungen, Grungisches abgelegt

Oder als Tonnen fliegen lernten.

Eine kleine Abrechnung mit der wahrscheinlich biedersten Szene die eine vormalige Subkultur hervorbrachte. Erzählen will ich hier von meinen subjektiven Empfindungen welche, durch mein Engagement in der Schweizer SM-Szene, über die Jahre hinweg generiert wurden. Nicht immer Empfindungen welche positive Auswirkungen auf mein Wohlbefinden auslösten.  Nichts desto trotz solle hier, nachdem mich gestern die Hausärztin nach meinen stressbedingten Magenverstimmungen fragte, eine kleine Bilanz erscheinen meiner Betrachtungen. Ich selber bin nach wie vor der SM- Spielart, oder präziser der BDSM-Spielart, angetan wenn doch die Magenverstimmungen, mit zunehmenden Gleichgültigkeit dem Konstrukt Szene gegenüber, verschwanden.

Will heissen, erfreuen tue ich mich bester Gesundheit aber, zurück zum Ursprungsthema.

Man könnte glauben, im Zuge einer zunehmender gesellschaftlicher Akzeptanz, sei diese Spiel und Liebesform zu einer spriessenden Kultur, wie dies etwa die Gothik-Szene erreichte, aufgestiegen.  Weit gefehlt eine Kultur ist nie entstanden. Zwar suggestiert  uns die Werbung, Medien in all Ihrer Vielfalt,  das Mensch von heute Cool ist wenn, er, sie, sich dieser Spielart irgendwie, von ganz Zart bis hin zu ganz Hart, hingibt doch die Realität ist weit ernüchternder als das gestylte  Hochglanz-SZ-Bildchen. Die Avantgarde welche immer wieder gerne Kopiert wird, *Seeemühle lässt grüssen, kann nicht erreicht werden, Kopie bleibt Kopie.  Kreativität ist eine Symphonie der Gefühle und nicht ein Konstrukt niedergeschriebener Regelwerke. Nicht die Frage des “Wie” sollte interessieren viel eher liegt die Würze im “Wieso”.

Stattdessen, die Kaninchenzüchterfraktion, hinterher rennt sie den gestylten Regelwerken immer die Frage vor Augen “Wie”. Resultierend, den edlen Gesetzen des Neokapitalismus folgend, bildet sich eine regelrechte Industrie, in Form einer breiten Palette an Konsumgütern welche die gelangweilte Hausfrau nach deren Tatra-Eskapaden zu befriedigen versucht.

Gefühle sind die Folge von geschaffenen Räumen welche, wie ich heute zu denken geneigt bin, nur eine kleine Minderheit genannt die Avagarde schafft. Diese geschaffenen Räume welche, aufgefüllt mit starken Emotionen, in Kunst und Kultur Niederschlag finden,  sind leider oft zu bekämpfender Gegenstand durch ein Regiment Neider. Was sich ursprünglich in solch SVPligen Institutionen wie Stammtische um der Gleichgesinntheit zu frönen organisierte, verkommt zunehmend  zur Selbsthilfegruppe ständig frustrierter Tatrainnen und permanent Samenverteilenwollenden Mannsbilder. Kollektives Neidertum wird gepflegt und kultiviert all jenen gegenüber die diesen strukturellen Rahmen zu sprengen versuchen. Was bleibt ist eine in der Provinzialität erstickende Szene die versucht sich individuell mittels Bodageworkshop und sonstigem Blasurium in  die Höhen der Selbstfindung zu heben. So kanns kommen das heute in  Webseiten wie etwa die Sklavenzentrale mittels Hochglanzbildli  vorgaukelt wird, Tonnen könnten fliegen.  Der ernüchternde Blick in die Realität indes verrät uns, Tonnen sind Tonnen und Steine sind Steine wie einstmals **”And One” uns vorsang.

Wieso dies Ganze so kam bedarf einer weiterfassenden Analyse. Allererst, die hier angewandten Betrachtungen sind übertragbar auf etliche weitere Gruppen und Szenen.

Begünstigt in der BDSM-Szene ist vielleicht deren Abstrakte nur schwer verständliche und wenig erforschte Neigung. Eine Neigung die deren Lust aus der Schmerzzufügung  respektive aus der Schmerzerfahrung bezieht.  Menschen die sich an klare Strukturen, wie etwa Religionen, Gesetzte oder vorgegaukelte Demokratiemärchen,  halten, dies sind die meisten Menschen, haben ein Grenzproblem wenn die so oft erwünschte Grenze zu schwinden scheint. Vielleicht kommen eines Tages höher intelligente Wesen zum Schluss das exakt auf dieser Argumentation berufend die Spezies Homo-Sapiens gar nicht befähigt ist in Freiheit zu leben. Naja hoffen wir, das dem nicht geschehe.

Any, wir wissen, das wir hinsichtlich BDSM gar nichts wissen. Das nährt die Unsicherheit vieler Zeitgenossen dem gegenüberliegend finden sich eine Vielzahl Elemente welche uns täglich von der Coolness dieser Spielart berichten. Onvogue ist wer sich zu dieser Spielart trifft und dieser frönt. Da alle, die sich unsicher in dieser Gemeinschaft sogenannt Gleichgesinnter bewegen,  denn Onvoguegrad immer wieder unter Beweis stellen  möchten, leben und spiessen Bilderupload-Plattformen alla Sklavenzentrale. Ein “Spieglein Spieglein an der Wand Effekt” überkommt das Ganze SM-Land das Fundament der Copy-Paste-Kultur wird geschaffen, der solide Untergrund zur Missgunst.

Und ich?
Ich lernte ganz tolle Menschen kennen in dieser künstlich geschaffenen Gemeinschaft doch nicht nur, viele versuchten mich aus den Angeln zu heben, meinen Einfluss zu minimieren, mich an möglichst kurzen Ketten zu halten. Ja, ich stehe auf Ketten doch eine Liebe muss es sein die mich von dessen Notwendigkeit zu überzeugen vermag.
Als solches will ich dies Thema BDSM für mich immer noch als Grenzerfahrung, als Symphonie vielerlei Gefühle verstehen eindeutig ein Freiraum welcher ich mir nehme.

Es mag mich heute zu erstaunen das regelrechte Kriege, gegen Ende mittels Anwälten, gegen mich geführt wurden. Wieso, niemand weiss es, denn es scheint einzig das “Wie” zu interessieren.  Die Kriege haben rein gar nichts gebracht, wie immer bei Kriegen sind alle Kriegsparteien die Verlierer. Mir bleibt eine für mich enorm gesunde, letztlich jedoch für die mögliche Gemeinschaft äusserst destruktive, Portion “Leck mich am Arsch”. Die genannte Gemeinschaft indes entfernt sich zunehmend vom Ausdruck “Wahre Gefühle” hin zum  “Spieglein Spieglein an der Wand Effekt”.

Allen ein schöner Sonntag, ich bin leider am Kassen bauen im Globus.

Zuletzt, wie üblich, die von mir relevant erachteten Links.
* Die legendäre und nie wieder erreichte Seemühle-Bilderserie auf meiner Seite unter Walenstadt

**Kreativität ist ein schwer zu verstehender Begriff insbesondere deren Blüten. Menschen mögen keine Interpretationsspielräume,
darum “And One”, Interpretationspielräume in der Kunst: www.andone.de.

Züri by Night

am 05. Juli 2010 unter Betrachtungen, Ästetik abgelegt

Es war wie könnt es auch anders sein, wieder mal Zürifest und alles was funkt und furzt wurde grosszügig in den Himmel geschossen. Beginnend mit allen nur erdenklichen Fluggeräten, kunstflugmässig und sonst wie, und endend  mit traritrara leuchtendem Feuerwerk  war alles am Himmel was sich des Fluges anmasste.

Wir, Steuerzahlerinnen mit nicht minder Anspruch auf Betrachtungserlebniss, waren gestiegen, nach Achtelsfinal, auf unsere Dachzinne mit der Idee Emotionsgeladenes  Feuerwerk abzulichten. Doch weit gefehlt, der damalige Stolz aller Zürcher Hochhäuser, das Locherguet versperrte uns trotzig die Sicht.

So blieb uns einzig der romantische Blick hinweg über die Dächer  Richtung Prime Tower, der neue Stolz aller Zürcher Hochhäuser und Objekt des Neides aller Balser.

Nichts desto trotz, die Maschine machte schöne Bilder dieses Trips, über die Dächer hinweg, und wenn wir doch die Reise zur Festung Niederi nicht schafften, so waren die gelebten Impressionen zu später Samstagsstund umso schöner.

Mürtschenalp, eine Wanderung

am 27. Juni 2010 unter Reisen, Vergangenes abgelegt

Einblicke in längst vergangene Bergbaugeschichte

Ein kleiner Reisebericht.

Zu dritt und dies bei prächtigem Wetter, was hierzulande selten ist, waren wir unterwegs zu den verlassenen Kupfer und Silberminen Mürtschenalp.  Inspiriert durch Familie Kellers unfangreiche Bergwerksseite machte ich mich, mit meinen Weggefährten Thomas und meiner Liebsten Christina, letzten Samstag, mit Sack, Pack, GPS-Gerät und allerlei Leckereien im Rucksack auf den beschwerlichen Weg Richtung Grube Mürtschenalp. Beginnend beim Höhenmeter 1099 sollte unsere Entdeckungslust den Spitzenwert 1740 Höhenmeter erreichen. Dank den präzisen Skizzen auf der Webseite der Familie Keller, unserem kleinen Satellitenhorchendem Ei und meiner Liebsten, die dies kleine Helferlein zu bedienen wusste, war der erste Stollen unter der Erzbetthalde schnell gefunden. Bei solch prächtigem Ausblick war dieser Ort unser erster Rastplatz  ehe wir den Einstieg in den Horizontalstollen wagen sollten.

Gefüllten Magens, unter anderem mit dem von meiner spanischen Mutter direkt importiertem Lomo, stach unsere Dreiergruppe in die Unterwelt um leider nach rund 6 Meter festzustellen das die Gummistiefel eindeutig fehlend waren. Nach kurzer Prioritätenabwägung, nasse Füsse oder Umkehr, beschlossen wir die Weiterreise oberirdisch fortzuführen  in die, wie beschrieben wird, schwierig zu findende Hauptgrube.

Über ein längst überwuchertes, wahrscheinlich damaliges Bergwerksbahntrasse gelangte unsere kleine Bergknappendelegation zum Einstieg Hauptgrube.  Dank dem kleinen GPS-Empfänger, meiner Liebsten als Fährtensucherin und meinen Kartografischen Kenntnissen, fanden wir  denn von Aussen kaum sichtbarer Einstieg ins Bergwerk Hauptgrube relativ fix.

Anfänglich etwas Scheu beschlossen wir zu Zweit die Tiefen zu erkunden. Mit dabei unser kleiner Helfer welcher unsere Bewegungen im Stollensystem aufzeichnen sollte sobald irgendwie GPS-Signal empfangbar sein sollte. Was aus diesem Track geworden ist, wird sich nach weiterer Bearbeitung zeigen. Alleweil sieht der rohe unbearbeitete Track in etwa dem Stollenplan von Emil Stöhr ähnlich

Nach anfänglichen bedenken uns durch teils recht enge Verstürzungen zu zwängen entdecken wir interessante stille Zeugen von damalig um 1840 harte Bergwerksarbeit in mitten einer Landschaft die in kalten Tagen alles andere als Menschenfreundlich sein dürfte.

Grubenplan nach Emil Stöhr 1865 Quelle:  Webseite Familie Keller

Das Bergwerk Mürtschenalp sei im Jahre 1608 erstmalig Urkundlich erwähnt worden. In den Jahren 1830 bis ca. 1930 wird das Bergwerk immer wieder Teils während kurzen Zeitabständen betrieben. Gesucht und gefördert, zeitweise recht erfolglos und unrentabel, wird nach Kupfer, Silber, allerletzt gar  nach Uran. Heute lässt sich nur erahnen was früher für Aufwendungen betrieben wurde um an damalig begehrte Metalle zu gelangen.

Meine Bilderseite dazu, zu finden auf:  www.luisa.net/murtschen/

Eine umfangreiche und äusserst wertvolle Webseite zum Thema Bergwerke. Eine meiner Inspirationsquellen:
www.familie-keller.ch/bergwerke/

Die Geschichte der Kupfer und Silbergruben Mürtschenalp ist auf “Die Lagerstätten und die Geschichte des Silber- und Kupfer-Bergbaues auf der Mürtschenalp (Kanton Glarus, Schweiz)” als PDF niedergelegt.

Als Festplatten laufen lernten

am 21. Juni 2010 unter Reisen abgelegt

Es mag verwundern das solch zarte Mechanik die Gedächtniskapazität in expotentialen Schritten zu erhöhen vermag. Damals, es waren nur wenige Jahre, um 1985, ich noch klein und in der meteorologischen Zentralanstalt als Stift tätig, sahen solch Gedächtnisse wie Katinentellerwärmer aus und vermöchten nur bescheiden  minimale Wetterdaten speichern. Verhätschelt waren sie all die vielen  Tellerwärmer, mit wuchtigen umherdröhnenden mechanischen USV-Anlagen.

Heute, sie sind zart, schnell, klein, silbrig, und können Datenmengen niederschreiben welche weit über mein Verständnis und meine Chaoslogik hinaus reichen. So vermag es mich zu erfreuen neues, altes, vergessenes, meines Produktionseifers neu zu entdecken.

Die Festplatten welche fern bedient, FTP sei dank, im, manchmal doch so fernen, Aargau immer mehr meiner Ergusse schlucken um wieder in Vergessenheit zu geraten.

Es waren doch die Tage Seemühle welche mich das Thema Reisen wieder ausgraben lies. Reiseberichte, sie schlummern im WWW, vor sich hin, von niemandem beachtet nicht mal mir, die Urheberin.

Also war die Zeit gekommen um die Zeitarchive, meine bebilderten Reiseberichte, auszugraben.

Die Grabung auf denen Silberscheiben, brauchte folgendes ins WWW.
Querschnitt kleiner auf dem Server ruhender Bildliseiten von Nah und Fern, Zeitchronologisch:

Wiesner Alp eine Reise auf Schweizer Berge Mittwoch, 9. Juli 2003
Räume, die Versunkene Stadt Sihlcity Sommer 2003
Ostfreisland, ein toller Ausflug zu tollen Menschen Ostern 2007
Spanien, meine Geschichte Oktober 2008
Seemühle, Lochezen, Berginnerreinen Montag, 21. Juni 2010

WGT 2010

am 31. Mai 2010 unter Reisen abgelegt

Frau gönnt sich ja bekanntlich nichts, als selbstständig Erwerbende nicht mal Ferien. Doch eines ist unumgänglich, unser kleiner Abstecher in den Norden ins wunderschöne, entdeckungsreiche Leipzig und dies zum Zwecke des Festivalbesuchs genannt “Wave-Gotik-Treffen” diesmalig das 19te im Jahre 2010.

WGT das wahrscheinlich einzige Festival in welchen die Besucher und Besucherinnen mehrheitlich unfunktionelle Mode spazieren führen. Ich mit meiner Affinität für den fetischistischen Umgang zur Mode bewegte mich zweifelsohne im Paradies. Ohnehin ist dies Festival, welches sich über die 500 000er Stadt verteilt, wahrscheinlich das einzige mit solch hoher High Heels-Träger und Trägerinnenbeteiligung.


Luisa hoch zu Moritzbastei

Wahrlich, wohl fühlte ich mich in solch stimmiger Umgebung. Anmerkend hier das ich einige Berührungspunkte zur Wave und Gotikszene hege und Pflege.  Berührungspunkte welche weit über meine SM-Neigung hinweg greifen. Schön solch Festspiel der Kreativität zu geniessen.

Trotz aller Genüsse beginnend bei den Kulinarischen weiterführend zu den optisch Visuellen so war eines unserer Schwerpunkte klar die Musik. Wie bekannt bei uns eher die härteren Melodien beginnend beim Industrial.


Vigilante Live

Die Parkbühne  eine von uns bevorzugte Adresse zumal insbesondere am Sonntag Musikalisch, wie doch die einten sagen würden, der “genau Richtige”  Sound spielte.

Genüssliche Tage begleitet unter anderem von Künstlern wie,

Cephalgy http://www.cephalgy.de
Vigilante http://www.vigilante.cn
SITD http://www.sitd.de
Rotersand http://www.rotersand.net
Suicide Commando http://www.suicidecommando.be

Aber Leipzig hat noch viel mehr zu bieten. So blieb uns in den Konzertpausen genügend Zeit um die Stadt mit einigen ihren faszinierenden Sehenswürdigkeiten zu erkunden.


Klimafassande nach DDR-Machart

Teil meiner Faszination war unter anderem das alte Pelzlager am Brühl welches nach gewohnter DDR-Manier mit Zweitfassade bebrettert wurde. Zwischen gründlich gehobelter Sandstandfassade und vorgesetzter, vermutlich Eternitfassade, verbarg sich in früheren Jahren die Klimaerschliessung. Mir bot sich diese Sicht dank des Abbruchs des Komplexes am Brühl. Der Grundriss zur damaligen Sandsteinfassung findet sich unter Tuchhalle/Pelzlager
Im nicht allzu aktuellem Googlemap ist noch die fast schon kultige DDR-Archithektursicht abrufbar siehe: Googlemaps Brühl

Nun denn, ein wunderschönes verlängertes Wochenende welches, auch erwähnenswert, dank guten Freuden in Leipzig und derer Gastfreundschaft erst möglich wurde.

Seemühle Borner AG

am 30. Mai 2010 unter Vergangenes abgelegt

Oder ein Spaziergang durch längst vergangene Tage des damaligen Industriellen Fortschritts.
Es waren einige Jahre kostenlose Benutzung eines der letzten noch zugänglichen Spielplätze in der durch und durchreglementierten Schweiz welche mich dazu bewegten über eine längst vergessene Industrialisierungsepoche nachzudenken und nachzuforschen.

Mein Ort der Begierde, Familie Borner und insbesondere deren fleissige Arbeiter sei dank, das damalige das Flagschiff unter den Kalkbrennereien die Seemühle Borner AG.


Seemühle AG, die Brennerei welche im Jahre 1968 gesprengt wurde.

Anno 1892 wuchs stetig ein verzwicktes System an unterirdischen Schächten und Kavernen um  Kalkgestein zu förderten. Dieser Kalk wiederum wurde in denen 4 Kaminbestückten Öfen zu ungelöschtem Kalk gebrannt.
Zusammen mit dem Steinbruch Lochezen, Teils Unterirdisch, waren im Jahre 1940 diese beiden Bergbauanlagen wichtigster Arbeitsgeber in Walenstadt.


Umfüllsilos von einer Geleiseebene zur nächsten.

Erst die Grösse der Kavernen und das  weit verwiegte Gangsystem machen klar welch Materialmengen verarbeitet, respektive abgebaut, wurden und dies in nur kurzer Zeit von 1892 bis 1968. Das Jahr war 1968 das Ende der Seemühle AG, die damaligen Bornererben meldeten den Konkurs an. Die Brennerei wurde im selben Jahr gesprengt.
Weiter betrieben wurde der zusammengewachsene Teil der Gangsysteme Oberhalb der Seemühle als Steinbruch Lochezen bis in die 90erjahre zuletzt durch Portlandzement heute Holcim. In der Neuzeit stand der spektakuläre Zement-Rohr-Brennofen zum Lochezenwerk am Gegenufer des Walensees in Unterterzen. Heute ist dieser Teil der Lochezen Zementbrennerei der Bodenspekulation zum Opfer gefallen und statt imposante Industrieruinen steht heute ein mehr oder minder architektonisch bieder gestaltetes Dörfli genannt,  Resort Walensee.


Luisa auf Entdeckungsreise

So war ich den neulich, mit gewonnenen Erkenntnissen zu diesem Industriedenkmal, Internet sei Dank (insbesondere Seemühleseite ), auf den Spuren der damaligen Bergarbeiter aus dem Familienbetrieb Borner, unterwegs.
Hier im Blog solle weitfern aller meiner dokumentierten Spieleskapaden  dies Industriedenkmal und deren Menschen die Informatives zusammentrugen, ihre Würdigung finden.


Obere Stollensysteme Lochezen Steinbruch

Einblicke seien hier gewährt in eine tief verborgene Welt die  mehr ist als nur Spielplatz irgend welcher herumtrollender Subkulturen. Weit fern etwelcher SZischen Selbstprofilierungsbühnen war dieser spezielle Spaziergang dem Blick zurück gewidmet.

Ein dankeschön für die Verwendung der Bilder an die Betreiberin der Seite www.sarganserland-walensee.ch ,
an Reto und an Barbarossa.

Weiteres zur Seemühle
Bergwerk Seemühle Walenstadt, Borner AG

Bildliches von der Seemühle, meine Selbstdarstellungsbühne auf der Ateliereisenseite Walenstadt

Knochenreinigungsmittel on the rocks

am 13. Mai 2010 unter Seitwärts parkieren, Vergangenes abgelegt

Welch teuflisches Gebräu auch genannt Absinth, zu hundert Prozent Industriealkohol hin und her destilliert, bis deren Volumenprozent etwas über 70 spricht. Todernstes, dies Zeug treibt jeden Ottomotor an, deren 2 Takt mit vielleicht minimal 10 % Oelbeimisch, naja ich habs nie versucht.

Stattdessen benetzten die Kehle, vor Spiel mit prickelnder Hochspannung, tuts sehr wohl. Das Zeugs vermochte Geist und Seele beflügeln ehe ich die Strombegrenzenden Eigenschaften von Argon und Neon näher zu ergründen versuchte.

Nun denn, der Einstig war gefunden, ich im selbst gemachten Bodenpranger eingespannt, meine Liebste mit Violetwand-Elektrode bewaffnet zu spannungsgeladenen Freuden.

Das Teil macht locker 20 000 Volt a wenige Miliamperes und etwas um die 20 Kiloherzer, wenn doch die hier gezeigte Schaltung eher der Teslanischen Urversion entspricht und in dieser Form nicht nachgebaut werden sollte. Insbesondere das fehlen eines Trenntransformators birgt einiges an tödlichen Gefahren fürs Subi in sich. Unser Spielzeug ist eine moderne Transistorfassung, Tesla würde sich wahrhaftig im Grab umdrehen, mit Neon und Argonröhren welche für mögliche SM-Praktiken optimal ist.

Naja das Spiel war gelungen und erlebnisreich.
In diesem Sinne ein lieben dank meiner Lebensgefährtin.

Knochenreinigungsmittel gibt’s in der Bonesclinik zu kaufen.
Bonesklinic
Tesla ein wahrhaft kreativer Mann mit welchem ich viele Identifikationsparallelen teile.
Teslawikiseite
Violette Wände kompetent beschrieben von den Teslajüngern
Stefan’s Tesla-Pages Violetwand

1. Mai ein Superpuma beehrt uns.

am 01. Mai 2010 unter Ungelistet abgelegt

Hierzulande, momentan und Gegenwärtig ist erster Mai und ein Superpuma umkreisst dies provinzielle Städtchen, so mach Ferngereister könnte meinen hier herrsche Krieg doch viel eher, so glaube ich zu wissen, wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen oder sinds Autonome die Zürich aufmischen? Naja die Vermutung liegt nahe dass hier, zu solch feierlichem Tage, die Schweizer Armee den Stolz ihrer Flotte ein Beobachtungssuperpuma spazieren fliegt und nebenbei etwas Weniges an Actionbilder der Schwarzblöckler schiesst.

Ein Superpuma über Zürich

Es fragt sich wieso ich mich an solch freiem Tage hier in der Urbanität bewege, naja, das schlechte Wetter, welches heute meine Reiselust schmälerte ist als Schuldig zu betrachten. Indes positiv zu werten, mein Blog wird gefüttert, was lange nicht geschehen ist.