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Das breite Spektrum meiner Interessen als stetig wachsende Linkliste.

Zeglinger Gipser und teuflische Sänder

am 31. Januar 2021 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Eine kleine, eher bildlastige Geschichte ohne viel Bla und sonstige Ambitionen.  Kleiner Turi-Rundgang durch vergessene Basler-Länder Industrielandschaften.

Die Orte welche uns grosse Gipsschätze bescherten sind zahlreich und keineswegs nur aufs Felsenau-Bergwerk beschränkt. So sind verlassene Gipsbergwerke in Kantonsgebiete von Aargau bis Solothurn reichlich auffindbar.

Zeglingen nennt solch eines, einst gehörend zur Gipsfabrik Läufelfingen.

Zeglinger Gipsgrube

In der letzten Abbauphase, bis in die 2000er, wars hauptsächlich der Tagebruch welcher genutzt wurde.

Zeglinger Gipsgrube

Trotzdem gibt’s noch zwei feine Stollen, im Bild der obere, Kurze, die befahrbar sind.

Zeglinger Gipsgrube

Strecke unten ist deutlich länger und auch einiges Interessanter.  Die Sprengstoffkammer beim Mundloch zu lässt eher grössere Aktivitäten erahnen.

Zeglinger Gipsgrube

Die Hauptstrecke führte in Z-Richtung ins Berginnere.

Zeglinger Gipsgrube

Doch, wie üblich fürs Gipsbergwerk, die Decke verspürt den unaufhaltsamen Sprungdrang und wo nicht Verstürze zu Unwegsamen beitrugen warens die Schuttdeponien letzter Abbauepochen.

Zeglinger Gipsgrube

Leider gibt’s am Ende der Hauptstrecke ein Versturz der a) grösseres erahnen lässt b) unüberwindbar erscheint.

Zeglinger Gipsgrube

Pländli zur Verdeutlichung, am Rande des Tagebaus liegen zwei Stollen offen. Der obere, keine 30 Meter tief der untere geschätzte 150 Meter bis Versturz.  Was hinter der Versturzmasse liegt ist unbekannt doch die Grösse der Hauptstrecke wie auch die gefundene Hunde-Ausweichstrecke lassen grösseres erahnen. Ein Fuchs, riecht streng, solle den weiterverlauf kennen doch wie dies so ist mit em Gips, respektive Anhydrit, graben ist ein Höllenkommando.

Also, es bleibt dabei, ein Ausflug wert, Stollen sind wie üblich fürs übervertretene Anhydrit, hoch Einsturzgefährdet ansonsten ganz Büsi.

Zeglinger Gipsgrube

Die alte, wiederaufgebaute  Seilbahntalstation kann heute auf dem Areal des Silo 21 in Läufelfingen bestaunt werden.

Eine weitere Bergleut -Sehenswürdigkeit liegt zwischen den bekannten Gipshotspots unscheinbar in einer saftigen Kuhwiese.  

Schacht Hauensteinbasistunnel

Auf der Vertikalen zum Hauenstein-Basistunnel lässt sich ein Blick in den Bau und Entlüftungsschacht erhaschen. Dies über 100 Meter Tiefe Schachtwerk stammt auf dem Jahre 1855 und war eines der drei Zugänge für den Eisenbahntunnelbau. Noch heute donnern laut die Schachtwände bei Durchfahrt einer Zugskomposition im Basistunnel.

Kantonswechsel, mal was ganz Anderes,

Nicht unweit, oberhalb des Autobahngeplagten Örtchens Hängendorf in der Tüfelsschlucht, liegt ein Sandabbau der ganz besonderen Art.

Sandloch Tüfelsschlucht

In einer ehemals natürlichen Höhle sind diverse Bergmännische Arbeiten zu beobachten.

Sandloch Tüfelsschlucht

Hauptinteresse galt dem Sandabbau welcher zeitweilig gänzlich aus den härteren Gesteinsschichten ausgekratzt wurde. Der wenig rationelle Abbau deutet auf eine sehr alte Sandgrube einer eher kleineren Manufaktur, Glas / Giesserei.

Sandloch Tüfelsschlucht

Die Sandgrube/ Höhle ist ca. 60 m X 40m gross mit mittigem Pfeiler.

Eine schöne Dokumentation mit Plan liegt bei der Arbeitsgemeinschaft für Speläologie Regensdorf unter  Sandloch (Tüfelsschlucht) auf

Die Röchlins und sonstige Erzsteinsammler

am 20. Januar 2021 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Zweifelsohne, die Reisefreiheit nahm ein abruptes Ende also Zeit um etwas in Erinnerungen zu schwelgen,

oder

kleiner Spaziergang durch die heute vergessene Industrielandschaft des Röchlin-Imperiums  

Keineswegs war, im Nordfranzösischem Örtchen Angevillers, einzig die Familiendynastie Röchlin des Bergbaus tätig doch deren umstrittene Kollaboration mit den Nazis hinterliess prägende Eindrücke. Insbesondere Hermann Röchlin dürfte, als massgeblich an der Kriegsindustrie Beteiligter, einigen Platz in den Geschichtsbüchern eingenommen haben.

Aber, trotz der umstrittenen geschichtlichen Hintergründe,  war die damalige Erkundung der Minenanlagen „Angevillers“ und „Rochonvillers“, im März 2019, ein durch und durch Impressives Erlebnis.

Mine de Rochonvillers

Das Minenareal Rochonvillers lockt mit imposanter Industrieruine. So per Handgelenk geschätzt, um die 1910 stammend, möglich aus der Röchlin-Epoche stammend.

Mine de Rochonvillers

Der Erzbunker indes ist eindeutig neueren Datums.

Mine de Rochonvillers

Auf dem Luftbild, stand 1950 bis 1965, sind noch die Eisenbahnwagons vor dem Erzbunker zu erkennen. Die Mine so glaub ich, könnte um die 1980er deren Letzter Tage erlebt haben.

Leider war das grosse Hauptmundloch am Tage unseres Besuches konsequent zugemauert. So als Gast im fremden Land war, angesichts weiterer Sehenswürdigkeiten, ein Unzugänglich belassen durchaus gewollt.

Also war die darüber liegende Grubenanlage Mine de Angevillers nächstes Ziel unseres Abenteuers.

Mine de Angevillers

Die Hauptstecken in dieser nie enden wollenden Stollenanlage sind in stattlicher Breite ausgebaut, zeitweilig auf doppelspur 60er.

Einige Gesenke erschliessen tieferliegende  Erzfelder.

Mine de Angevillers

Um die Grubenhunde effizient den Bremsberg aufwärts zu ziehen, waren Schlepplifte, ähnlich den Skiliften, installiert. Eine mir bis anhin gänzlich Unbekannte Antriebsvariante die jedoch, in besagter Mine, immer wieder Anwendung fand.

Mine de Angevillers

Und im Bild die Talstation mit den noch hängenden Stahlseilen und vergessenen Geleisen.

Mine de Angevillers

Es sind nur noch wenige Geleise in den, einigen Hundert Kilometern langem, Stollennetz geblieben. Insbesondere an bösartigen Versturzzonen sind noch massive Geleise erhalten.

Mine de Angevillers

Auch sehr eindrücklich und immer wieder im www herumgeisternd, die Bogenelement-Auszimmerung die sichtlich bessere Tage kannte.

Mine de Angevillers

Hin und wieder Spuren einer längst vergangenen Kipp-Loren-Generation.

Mine de Angevillers

Teile des riesigen Bergwerks diensten einst als Schutzraum. In diversen Nebenstrecken finden sich noch alte Bettgestelle jeglichen Fabrikats.

Kurz ein sehr rudimentärer Plan zu Verdeutlichung.

Mine de Angevillers

Wer den Plan gross will, diesem gibt’s im PDF

Die Anlage ist viele hundert Kilometer gross, die Koordinaten sind im Meter (Lambert-93), angegeben. Ich habe auf meiner Zeichnung mich auf die Hauptstrecken konzentriert. Der Kammerabbau umfasst Kammer an Kammer zwischen meinen roten Linien. Die orangen Linien sind neuere Hauptförderstrecken die weitere Minen miteinander verbinden. Strecken Charles, Luoise und Guillaume führen ins gefühlte, aber leider nicht erkundete Unendliche. Verbunden sind diese Hauptstrecken von meiner Anlage Angevillers über teils 130 Meter tiefe Schächte.

Link zu weiten Bildern Mine de Rochonvillers gibts auf Luisa.net unter Urbex Streifzüge

Dürrifluh und Klus

am 30. Dezember 2020 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

wenn das nid Weihnachten ist.

Kleine Bildergeschichte zum Bergwerk Schwarzenmatt, erzählt hab ich ohnehin schon jede Menge darüber. Anlass war eine kleine Befahrung des gemeinberüchtigten Kohlebergwerks mit Vorstandsmitgliedern des noch jungen Vereins Freunde Kohlenbergwerke Boltigen.

Bergwerk Dürrifluh

Wie üblich ist dies Eck, ein Traum jedes Landschaftsliebhabers und im Schneebehauchten Winter umso mehr. Ich war zuletzt in denen Stollen im Jahre 2014 umso grösser die Freude mal wieder einen Blick in diese 1940er-Unterwelt zu wagen.

Bergwerk Dürrifluh

Die Haldenfläche liegt tief getaucht in weiser Pracht. Was noch 1948 als Abraum zeigte, ist heut mit regem Baumwuchs bewaldet.

Bergwerk Dürrifluh

Das Dürrifluhmundloch ist heute aufgeräumt und ohne lästige Steinwand am Zugang. Dafür, liebe Leser und Leserinnen, ist der Eingang, aktuell und durchaus berechtigt, mit Gittertor verschlossen.  Ganz lieb Fragen beim Verein kann das den Sesam, und klar das Bergwerk, öffnen. Gleiches gilt fürs Taubental ohne Tauben.

Bergwerk Dürrifluh

Beim Wechsel in die Klus-Tagesstrecke könnt punktuell die Stimmung eines Flohmarktes  aufkommen. Noch heute steht die Bergwerkseinrichtung zusammengepfercht auf dieser kurzen Strecke. Indessen liegt kein  Rollunterbau und kein Schienenstück weit und breit.  

Bergwerk Dürrifluh

Die Neugierde um hinter Versturzstellen zu kriechen konnt ich mir, auch an diesem  verschneiten Tag, nicht verkneifen. Im Bild die Fahrte die das, nimmer fröhliche, Silodach bediente. Wahrscheinlich eine Stelle die ich bereits tausendfach besuchte und doch ist die Faszination immer wieder Hundertprozent.

Bergwerk Dürrifluh

Strecke Bergwärts alte Bekannte aus etlichen Lichtbildern bekannt. Schön zu wissen das die Holzdinger noch heute entspannt vor sich hin ruhen.

Bergwerk Dürrifluh

Mancher Holzbau ruht gar unbeeindruckt aller Feuchtigkeitsstrapazen trotzend.

Bergwerk Dürrifluh

Noch heute schlängelt die Grundstrecke befahrbar bis zum finalen Versturz. Die CO2 Werte sind immer noch am Ende der fahrbaren Strecke auf gefährlichem Level. Und noch heute gilt, der Versturz ist eine tödliche Falle.

Bergwerk Dürrifluh

Seigerriss der aktuelle vom August 2014 gibt’s bei mir mittels anklicken des Bildchens.

Alle Schwarzmatter von mir

Taubentäler

Taubentaler Untergründe
Bergwerk Taubental ob Boltigen

und pure Schwarzmätter

Schwarzenmattische Untiefen
Und nochmals Bergwerk Schwarzenmatt
Kohlebergwerk Klus Schwarzenmatt Boltigen, weiter geht’s
Boltingen Bergwerk Klus, Langzeiteinblicke

Der Bergwerksverein https://kohlenbergwerke-boltigen.ch

Und es geschehen Weihnachten

am 27. Dezember 2020 unter Ungelistet abgelegt

Und niemand merkts

Naja, wir, Christinchen und ich, versuchten wenigsten die gesetzte Routine im Regierungsdiktat der Technokraten etwas zu durchbrechen um punktuell, in unserer Elfenbeinburg, etwas Festlichkeit aufkommen zu lassen.  

Weihnachten 2020

Alleweil war Chrispi mit dabei und auch an der Kulinarik fehlte, trotz einiger Versorgungsengpässe, nix.

Weihnachten 2020

Traditionell, das Teil alle Teile, diesmal Kalbsfilet im Teig aber nicht minder lecker und genauso festlich.

Weihnachten 2020

Und wenn nicht da so dort gibt’s übliche Feld-Selfis in Bergleuts-Umgebung.

Schön ist, ich hab viel Zeit und en neues Almeria-Thema welches mich von herum wütenden Task-Dödel-Technokraten ablenkt. Abgesehen davon geh ich mal fest davon aus dass mich Gebilde „Staat“ auch wieder richtig ficken möchte, also Vorbereitung ist alles und FIBU was richtig Geiles.

Und die Zukunft, niemand weiss dies so genau, mich mit eingeschlossen.

Drei Handgranaten für Aschendödel

am 26. Dezember 2020 unter Politischer Grunk, Ultimatives Bla abgelegt

Es ist der gegenwärtige Zeitgeist und man nennt die Legitimation zukünftiger, absolut durchtrimten Sozialkontrolle, das Corönchen. Wies sichs nachhaltigen Sozialkontrollen gebührt gibt’s dazu eine Unendlichzahl an Versionen. Gegenwärtig stehen wir bei 19 mit Option auf die kommende  verschärfende Mutationen.

In diesem Umfeld gibts den Gutmensch. Er nennt sich solidarisch, bevorzugt den Ferrari, macht Ferien im Engadin und gagst den Mitmenschen wie sie zu leben hätten. Die Penetranz dieser Gruppe übertrifft manch chemisches Kampfmittel. Der wohlhabende Gutmensch ist Teil einer fein geölten Propagandamaschinerie doch die perfekte Entfaltung dieser Spezies liegt auf nächstem Level, der Sozialkontrolle mit gekoppelter Förderung eines beängstigenden Repressionsgetriebes.

Wär nicht Weihnacht wär ich geneigt zu Glauben ich wär in einem verdammt schlechten Film doch was da auf uns zurollt wird mein Glaube an Menschenrechte, Vielfallt und kollektive Weiterentwicklung in Grund und Boden stampfen.

Ich sollte mich sammeln und grundsätzlich über einen zunehmenden, gesellschaftlichen  Verteilkampf nachdenken.  Es ist illusorisch zu glauben wir, die wir eine sehr bescheidene Auswahl an Ressourcen in Händen halten, seinen die gesetzte Mehrheit. Das geschliffene Konstrukt durchdachter Sozialkontrollen schafft die Vereinzelung möglicher Abtrünniger.

Und doch glaub ich dass wir Faustdick und Handgranatenfett am Drücker stehen. Wieso, relativ banal, weil unsere Alltagssituation von konkreten, existentiellen Problemlösungen geprägt ist, währenddessen das umschwärmte Aschendödelein die Überlebensfähigkeit zunehmend einbüsst.   

Weisse Weihnachten oder sonst so was

am 26. Dezember 2020 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Ich liebe Traditionen und so ist es langer Brauch am 25. des letzen Monats alte Zeugen früheren Bergbauepochen aufzusuchen. Seit einigen Jahren liegt unser Schwerpunkt in der westlichen Welt genannter Jura mit dessen Kalk und Bitumenschätzen.

Diesmal war unser Ausflugsort die Kalk und Zementstein-Minen Grands-Crets nahe Vallorbe.

Mines des Grands-Crêts

Zu jeder Mine gibt’s eine Fabrikantenvilla, ausnahmsweise steht da tatsächlich noch eine und dies in prächtiger Winterlandschaft, was will Frau mehr an nem geheiligten 25.

Die Stollen, formidabel Dokumentiert von den Lausanner Speleos, teilen sich in 5 unterschiedlichen Ebenen auf, wovon richtig Zementsteinschürfend nur die Viertoberste wirkte.

Die unteren Stollen waren für Transport und Zementzusatzstoff zuständig.

Mines des Grands-Crêts

Im Bild die tiefste Strecke die den Stein eines Abwurfschachtes sammelte und den Transport ins, heute zerfallene, Zementwerk vereinfachte.

Mines des Grands-Crêts

Vom Türstockausbau lebt nimmer viel auf dieser Fahrstrecke.

Mines des Grands-Crêts

So richtig interessant wird’s jedoch im Hauptwerk welches über eine, doch eher schlanke, Rollstrecke zugänglich ist.

Mines des Grands-Crêts

Nach kurzem Eintritt in die Unterwelt öffnen sich gigantische Dimensionen, locker 20 m Deckenhöhe sind keine Seltenheit.

Mines des Grands-Crêts

Bald auch wird klar dass dies schmucke Bergwerk eine lange Zeit als Champignon-Zucht amtete. Mit Dachpappe belegte Maschendrahtgeflechte sollten die Stollenhöhe etwas minimieren um ein Pilzwohlfühlklima zu gewährleisten. Am Boden das klebrige Torfzeugs welches einer Befahrung eher hinderlich wirkte.

Mines des Grands-Crêts

Da war die Freude gross als endlich wieder Bergbaufeeling einkehrte dies mit bekannten seemühlischen Dimensionen .

Mines des Grands-Crêts

Die kleine Öffnung im unteren Bildteil ist die Rollstrecke während oberhalb ein riesiger Abbau klafft.

Mines des Grands-Crêts

Da war die oberste Mine fast schon en Zwergenabbau mit bescheidenen 5 bis 6 Meter hohen Decken.

Und, kleine Anmerkung zu den geglaubten Suizid-Füchsen

Mines des Grands-Crêts

Beim Besuch der untersten Rollstrecke, am Boden des grossen Abwurfschachtes, könnte man geneigt sein zu Glauben Füchse hätten sich in grosser Zahl ins tiefe Ungewiss gestürzt. Tatsächlich liegt eine grosse Zahl an Fuchs-Skeleten am Boden des Schachtes.

Die Auflösung des Rätsels liegt am oberen Zugangs des Abwurfschachtes.

Mines des Grands-Crêts

Der Abwurfschacht ist zugänglich über ein, heute aktuelles Fuchsloch. Und wies der Name bereits andeutet, ist dieser Zugang die eindeutige Präferenz des Fuchses. Bis zum Abwurfschacht sinds noch locker 60 Meter Stollenlänge, per se genug Wohlfühlfläche für die gesamte Fuchsfamilie doch Füchse und Menschen hegen einige Gemeinsamkeiten. Füchse wie auch Zweibeiner sind enorm Neugierig. Entgegen meines Glaubens, sind Füchse in 100 Prozent Dunkelheit 100 Prozent blind, geht mir und der Schar Homosapiens genauso. Tastsinn ist ne feine Sache, sowas hab ich und sowas hat der Fuchs eindeutig in ausgebauter Form. Der Fuchs nutzt dazu hauptsächlich die steifen Haare an der Schnauze. Der Fuchs kann, dank dieser tastsensitiven Schnauze, ideal  in halb verfallenen Stollen, navigieren doch wehe der Boden rutsch den 4 Pfoten weg. Es scheint als wären etliche Füchse in diese Abwurfschachtfalle getappt und dies wahrscheinlich ohne Menschliches dazutun. Wir zumindest liessen ab von einem engen Einstieg in die obere Abwurfrollstrecke.

Und die Links zu dieser Geschichte

Georeferenz https://s.geo.admin.ch/8dca2a0d08

Und weitere Infos aus Lausanner Speleo-Küche http://www.speleo-lausanne.ch/09_Divers/Mines/Ciment/GrandCret/_Ciment-GrandCret.htm 

Buffalora-Arbeit

am 13. Dezember 2020 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Wissenschaft, zweifelsohne eins der meist gefickten Begriffe seit Simonetta-gesponserten-Printmedien.

Das ichs besser mach beweist schon nur die Tatsache das Satzfragmente wie „ich nehme an“ oder „ich vermute“ in meinen Texten zahlreich enthalten sind. Somit, entgegen des aktuellen Zeitgeistes, ist ein Diskurs meinerseits nicht nur erwünscht sondern auch, meiner Meinung nach, wichtiger Bestandteil von „Wissen schaffen“.

Anderseits tue ich mich gegenwärtig mit längst vergessener Spätmittelalter-Industriekultur beschäftigen also kaum emotionell besetzt. Die Tatsache dass auf Nigerianischen Minen heute vergleichbare Verhältnisse vorherrschen wie damals im schweizerischen Buffalora scheint niemand zu interessieren, Hauptsache das neue Elektroauto steht vor der Tür.   

Eines ist jetzt schon klar, sollte jemals eine Historische Aufarbeitung der Pandemieereignisse   stattfinden werde ich dies Thema auf sicherer Distanz halten. Viel zu gefährlich erscheint mir das Ganze da steig ich lieber in alte Bergwerke ab.

Und mein Bericht Buffalora, nicht mal so Zeitfern, befeuern wir doch alle die geheiligte Elektromobilität,  gibt’s auf: Buffalora

Und wers auf die Rechtschreibung abgesehen hat, schön zu wissen dass es Menschen gibt die nen Auge fürs Wesentliche haben.

Seemühlebildergeschichte

am 05. Dezember 2020 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Weils neulich sowas von schön war. Kleines Treffen mit gut bekannter Mitstreiterin in tiefen der stillen Zementsteine.

Eine kleine Geschichte ohne viel Bla stattdessen en paar Bildchen aus meinem Maschinchen.

Seemühle

Eingangstunnel Feld 1 im Winter 2020.

Seemühle

Bahnhof Feld 4 noch immer dem Steinschlag trotzend.

Lochezen

Und wenn sich Nebel breit macht so könnt dies die Ankündigung eines Endes mit nur schrecken sein. Der damalige Sonntag zeigte sich in Form seiner tiefenphilosophischter Seite.

Lochezen

Tiefer Bacheinschnitt in die unterirdischen Geheimnisse.

Lochezen

Treppe ins Gegenwärtig nix.

Lochezen

Zeugen längst vergangener Industriekultur.

Bla-Geschichten gibts auch, unter anderem auf: www.luisa.net/industriearchaologisches/die-seemuhle/

Wie weiter?

am 21. November 2020 unter Betrachtungen, Grungisches, Reisen abgelegt

Vertrauen ist ein sehr zartes Blümchen, bin ich mir seit ner Weile scheisse bewusst. Was ich einst für wichtig erachtete wird verschwinden und dies in rasend schnellem Tempo. Scheisse zu diesem Zustand ist nur der scheue Vorname.

Mürtschenalp

Da war ich heut auf Mütschenalp und dachte, welch schöner Ort um erhobenen Hauptes zu gehen. Erzbett mit dessen wunderschönem Lift und der Überzeugung dass da sich kaum jemand rein traut, wär mein Favorit. Gustav, welcher als letzter diesen Ort bespielte und sehr tragisch endete trug tiefe Trans-Tendenzen in sich. Es wär mir eine Ehre solch eine Person zu würdigen.

Ja, so will ich nicht leben.

Idioten gibt’s die finden ich hätte nix zu bestimmen und es seie alles eine Frage der Repression um mich umzupolen.

Irrtum, ich will so nicht leben und ich bin, rein historisch betrachtet, recht effizient im entscheiden.

nun den, der Satz “ ich will so nicht leben“ beinhaltet zweierlei logische Konsequenzen,

a) bewaffneter Widerstand

b) Suizid

Variante b ist definitiv Plan B,

Ich finds Leben eigentlich saugeil, ausser gegenwärtig, und, zweiteres Argument,  ich bin eine Ammoniumnitratwissende mit militärischer Grundausbildung.

Ich hoffe dass ich mich nicht so bald an diesem Entscheidepunkt wiederfinde.  

Neue Hoffnung in hoffnungsloser Zeit

am 14. November 2020 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Kleiner Rundgang durch den Neuhoffnungsstollen und Verwandte

Ja, mein Blog erfuhr ein langer Stillstand. Einerseits vergrub ich mich in die Buffaloraauswertung anderseits probte ich den Aufstand. Nun denn, abgesehen konfliktbeladener Zeiten gabs wieder mal ein Höhenflug tiefsichtiger Zeitepochen.

Konkret wieder mal Silberberg diesmal in mir gänzlich unbekannte Gefilde, genannt das Baumann-Lager benannt nach selbigem Herrn und Aufwältiger  des bereits bekannten Bleierzlagers.

Da viel übers Silberberglein in schriftlicher Form vorliegt will meine Geschichte hauptsächlich schöne Bildchen zeigen, also kein Anspruch auf Wissenschaftliche Tiefblicke. So quasi eine Ergänzung zu meiner ersten Silberberggeschichte auf http://blog.ateliereisen.ch/?p=5153

Silberberg

Der Bergleute von anno dazumal, wir nenns Jahr 1830 oder früher, hatten ein wahrhaft geschultes Auge für schöne Landschaften.

Neuhoffnungsstollen

Bergmännisch indes lag die Glückseligkeit ganz wo anders. Wo nicht Stein jedem Pickel stand hielt, bröckelte dieser von selbst den Wänden entlang abwärts. Am relevanten Stollenkreuz Neuhoffnungsstollen stehen, etwas lädiert, prächtige Holzeinbauten.

Neuhoffnungsstollen

Manche dieser Einbauten müssen über die Betriebszeit hinweg einige Unterhalts-Zimmerleute beschäftigt haben.

Neuhoffnungsstollen

Manchmal sind gar riesige Baumstämme im Stollen verbaut um den Bergdruck zu bezwingen.

Im Neuhoffnungssystem gibt’s viel Stollen und wenig Erzglück. Stollenlängen schlängeln sich grösstenteils durch arg taubes Gestein nur an kleiner Stelle öffnet sich ein Abbaugesenk welches aber, so wird berichtet, in letzter Bergbauperiode zum alten Mann gehörte.

Baumannlager

Der Abbauschlitz, genanntes Baumannlager, ist unterteilt mit Versatzbefüllten Holzbühnen. Zu erreichen ist der oberste Teil über ausgesparte  Öffnungen.

Baumannlager

Und immer wieder forderte die Bergdynamik massives Holzbauwerk.

Oberhalb des Neuhoffungsstollens liegt der Hüttenstollen. Einst waren beide Systeme miteinander verknüpft. Heute indes ist diese Verbindung, in Form eines Abbaugesenks, verstürzt. Und auch der Hüttenstollen selbst ist arg in die Jahre gekommen.

Hüttenstollen

Die ehemalige Grundstrecke mit schöner Ausbauarbeit ist über weite Teile eingedrückt. Das ehemalige Mundloch schlicht unerreichbar unter einer Waldbodenpinge und der Streckenweiterverlauf begraben von tausenden, grosser Steinblöcke.

Hüttenstollen

Und auch wieder die bekannte Bühnenunterteilung mit offener Aussparung.

Hüttenstollen

Erreichbar ist das Hüttenstollensystem heute über eine Waldbodenöffnung welche in ein steiles Abbaugesenk führt.

Da die Standorte immer wieder nebulös im Vereinswessen entschleichen  meinerseits eine kleine Visualisierung der bekannten Standorte.

Silberberg

Karte gross machen, Karte anklicken

Kurzum ein gelungener Forschungsausflug ohne grössere Neuentdeckungen trotzdem supernett und meinem, Gemütszustand folgend, bitter nötig.

Die Vorgeschichte nochmals erwähnt http://blog.ateliereisen.ch/?p=5153

Und eine gute Zusammenfassung, nicht von mir, gibt’s auf: http://www.sghb.ch/wp-content/uploads/2012/12/Minaria-Helvetica-Nr.-26b-2006.pdf

Die Sturmhaube

am 04. November 2020 unter Musikalisches abgelegt

Zwei DJs in schwarzer Sturmhabe auf FB gepostet und weg sind se. Die Jungs machen trotzdem saugeile Mucke also hier sind se.

Der Kruks mit den fliegenden Fotografen

am 13. September 2020 unter Kartografie, Steinerne Unterwelten abgelegt

Das Luftbild ist ohne Zweifel ein ideales Analysetool für kaum überblickbare, verfallene Industrieanlagen.

Buffalora

Die Drohnen schaffen heute qualitativ hochwertiges Bildmaterial und erreichen ferne Ecken in effizienter Zeit.

Luftbild Buffalora

Mit Hilfe dieser Luftbilder lassen sich mögliche Erdbewegungen, Terrassierungen, Mauern was auch immer, sehr genau lokalisieren und dies an Stellen  die unter Umständen sehr schwer zu erreichen sind. Im Bild die mittleren Grubenabschnitte des produktiven Bergwerks Buffalora.

Doch eine weitere Auswertung, im Sinne einer präzisen Georeferenzierung, gestaltet sich schwierig. Die Drohne sieht eine flache Momentaufnahme eines Geländes welches in Tat und Wahrheit durchsetzt ist von zahlreichen unsymmetrischen Dreidimensionalen Formen.

Ergo, Sportgeist muss sein.

Wie üblich kann QGIS mit Hilfe des entsprechenden Plugins, richtig geil Georeferenzieren. Die QGIS-Tutorialseite liefert dazu ganz nützliche Tipps und Anleitungen.

Mit den Georeferenziertool können auf dem Foto markante Punkte gesetzt werden die sich nun, in der QGIS geöffneten Karte, markieren lassen. Ab drei Punkte kann eine Georeferenzierung gestartet werden doch je mehr Punkte anliegen desto genauer lässt sich eine Referenzierung bauen.

Soweit so schön doch meine Gegend ist seit gut und gerne 400 Jahren reines Brachland und allfällig Kartografisch interessante Ecken längs in die Vergessenheit der Plantas abgetaucht.

Also bleibt mir nur eines, den Zugriff auf bereits bekannte Luftbilder, im konkreten Fall „SWISSIMAGE“. Doch leider sind die SWISSIMAGE-Bilder auch nicht vor Fehlern geweiht.   

Nun, Spass muss sein, da hilft nur eines, ein vorsichtiges Antasten an optisch markante Geländeformationen.

Luftbild Buffalora

Durch Vergleich und nochmals Vergleich suche ich Gemeinsamkeiten zwischen meinem Bild und dem georeferenziertem SWISSIMAGE-Bild. Eine richtig Nervenaufreibende Arbeit.

Ich finde ganze 8 Übereinstimmungen aus denen ich die Georeferzierungsbasis baue.

Luftbild Buffalora

Was zu einem doch eher ernüchterndem Resultat führt. Im Süden scheints  zwar recht sauber zu stimmen doch die nördliche Hälfte ist eindeutig was weniges im Schilf.

Im vorliegendem Beispiel ist die Problematik eher gering da die interessanten Bergwerksanlagen eh eher in der Südhälfte liegen trotzdem liegt, insbesondere in undokumentierten Zonen, einiges an Schwierigkeiten drin.

Links

Tutorial QGIS http://www.qgistutorials.com/de/index.html

GIS Welt https://www.giswelt.ch

Buffalora, schon wieder eine Geschichte

am 12. September 2020 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Zweifelsohne ist diese Forschungsstätte momentan eines meiner beliebtesten Projekte. Die Zeitepoche zwischen 1300 und 1600 ist Bergbautechnisch überaus interessant und der kleine, auf Buffalora, aktive Völkermix Lombarden / Tiroler sorgt für spannende Geschichtsschreibung. Attraktiver Nebeneffekt, ich bin weit weg vom Covid-Idiotismus was einer Erholung sehr nahe kommt. Grossstädte, respektive Möchtegerngrossstädte, kultivieren momentan ein hohes Mass an Unerträglichkeit. 

Da Christina und ich neu eine Drohne in unserem Forschungswerkzeug mit haben, die Gelegenheit um das Fluggerät auf Buffalora hochsteigen zu lassen.

Noch hinzukommend waren mir, trotz zahlreicher Buffalora-Ausflüge, die oberen Anlageteile gänzlich unbekannt. Also führte die Wanderung erstmals an den obersten Punkt den genannten roten Stein.

Roter Stein Buffalora

Der rote Stein, eigentlich ein  Eisenerzhaltiger Felsausbiss, soviel steht fest, war Anfang der Eisenerzentdeckung für eine Kommerzielle Nutzung. Wann dies genau war ist zur Stunde schwierig zu datieren alleweil vor 1300. Um den roten Stein herum starteten kleinere Tagbauten die sich des Erzes bedienten diese sind jedoch kaum Sinnvoll datierbar. Und auch das herumliegende Holz scheint auf den ersten Blick eher eingeschleppt nach 1300.

Roter Stein Buffalora

Im Luftbild die rundumabbauten die heute kaum die damalige Tiefe inne haben.

Nahe dem roten Stein nennt Siegfried zwei Gebäude die ich jedoch vor Ort nicht so genau ausmachen konnte.

Roter Stein Buffalora

Eines könnte knapp an der Nationalparkgrenze gestanden haben, im Bild auf em rechten Viertel.

Wenige Meter vom roten Stein entfernt, in nördlicher Richtung, folgten die Bergleute einem weiteren Erzausbiss welcher allmählich in den Untergrund abtauch.

Roter Stein Buffalora

Am Ende des Abbauschlitzes schliesst ein Stollenwerk an.

Plaun Cotschen

Diese Grube steuert, mit kaum nennenswerten Kurskorrekturen, den roten Stein an.

Plaun Cotschen

Das Stollenwerk hat als ziemlich einziger Bau dem Zahn der Zeit bis zum heutigen Tage getrotzt. Der Vortrieb erreichte mit knapp 25 Metern die Unterfahrung des roten Steins nicht ganz. Im Innern sind nur wenige Erzspuren erkennbar die, in roter Stein Richtung, eh komplett auf Null auskeilen.

Der eigentlich interessante Erzgang, welcher über Jahrhunderte hinweg bearbeitet wurde, liegt 90 Grad versetzt  und unterfährt, heutiger Wissensstand, den roten Stein Kurs Nordost, dem Hang abwärts folgend.

Buffalora Eisenerzbergwerk

Diesem Hangzug folgend langen zahlreiche Stollenbauten die den Erzgang auf verschiedenen Höhen anfuhren.

Buffalora Eisenerzbergwerk

In den höheren Regionen, zwischen 2470 und 2500 Meter über Meer, sind, vermutet, lange Schlitze ausgehoben die gegen Bergtiefe in Untertagestollen mündeten. 

Buffalora Eisenerzbergwerk

Fest steht, der Bergbau erfolgte von oben nach unten, will heissen, die zukünftigen Stollen mussten sich erstmals mühsam einen Weg am Rande der Halden vorheriger Bauten bahnen.  Infolge sind einige Stützbauten zu erkennen welche die nachrutschende Abraumhalde vom Stolleneingang fernhalten sollten. Heute liegen die Holzspuntwände, dank des Wassers welches tiefe Erosionsschlitze in die Halden grub, weitgehends offen.

Buffalora Eisenerzbergwerk

Knapp unterhalb des markanten Haldenzugs liegt ein mächtiger Poch und Erzscheideplatz mit ebenso mächtigen Sortierhalden. Wahrscheinlich stammen diese Einrichtungen aus Zeiten mittlerer Bergbauepochen um 1400. 

Die Übersicht

Es gibt die unteren Stollenbauten (2200 – 2300 müm), Nordöstlich gelegen, die in guter Hoffnung einzig in Sondierstollen endeten. Diese Gruben sind teils bis zu 150 Meter in den Berg getrieben und vollkommen taub. Auf meinen Plan sind diese bekannten, zur Stunde 4 derer offen, in oranger Farbe gehalten. Es gab aber einst etliche weitere Stollenwerke, heute alle Verstürzt, von denen kaum welche Resultate zu Tage brachten. Bergbaurelevante Spuren sind als blaue Punkte markiert.

Buffalora Eisenerzbergwerk

Plan als PDF, Plan anklicken

Und es gibt ein produktives Eisenerzbergwerk, 2390 – bis 2508 müm, Südwestlich angeordnet welches heute bekannte 4 Erzgänge abbaute. Die heute vermessenen Stollen sind in gelber Farbe gehalten.

Das Produktive Bergwerk im Detail

Buffalora Eisenerzbergwerk

Plan als PDF, Plan anklicken

Heute ist die Gelbe Fläche vermessen. Diese Fläche ist Bestandteil der Förderinfrastruktur der letzen Bergbauepochen um 1500. Oberhalb liegen diverse Stollen die in früheren Epochen die bekannten Erzgänge anfuhren. In der Mitte der Revierfläche sind Terrassierungen angelegt die auf Gebäude oder Installationsflächen hindeuten. Im Osten liegt der grosse Pochplatz welcher wahrscheinlich noch vor dem Bau der grossen Erschliessungsstollen aktiv war. Die grossen Erschliessungstrecken waren  um die 350 Meter lang Heute sind alle ursprünglichen Eingänge verstürzt. Wir nutzen für unsere Vermessungstätigkeit ein, im 2018, fertiggestellter Schacht welcher Zugang ins Hauptbergwerk öffnet.

Vorgeschichten:

Buffalora, ein Plan entsteht
Buffalora, Hunde und sonstig Hochtechnologisches
Buffalora Ergänzendes
Buffalora Part II
Buffalorageleucht
Der Krucks mit dem Öllichtchen
Buffalora

WMTS geo-admin.ch auf meinem QGIS

am 29. August 2020 unter Kartografie abgelegt

Ich denk mal dies Thema hat schon Einige genervt und auch ich benötigte Zeit und passenden Zufall um Erleuchtung zu erlangen.

Da ich vergesslich bin und ich weiteren Suchenden die nervenaufreibende „wie geht das“-Frage ersparen möchte, ein kurzer Beschrieb, eben, wies geht, dieser, hauptsächlich geklaut von der Hochschule für Technik Rappi unter QGIS Tipps und Tricks https://giswiki.hsr.ch/QGIS_-_Tipps_und_Tricks

Ausgangslage, QGIS ist ein feines Tool. Ich verwende dies Program zur Analyse und Visualisation geografisch positionierter Objekte, Namentlich alte Bergwerke, Industrieanlagen, historisch Vergangenes. Mit QGIS können verschiedenste Karten ein und ausgeblendet werden auf diesen lassen sich, ähnlich CAD, georeferenzierte Zeichnungen erstellen.

rodalquilar

Als Beispiel etwa meine Zusammenstellung der Grubenbauten im Goldminenareal Rodalquilar Almeria.

Karten gibt’s etliche die auf WMS und WMTS Büchsen lagern und die sich einfacher oder komplexer ansaugen lassen. Die Schweizerische Eidgenossenschaft mit ihrem Kartenportal https://map.geo.admin.ch stellt ein WMT-Server zur Verfügung welcher mittels QGIS oder anderer GIS-Tools genutzt werden kann. Leider fand ich die Anknüpfung ans  WMT-Serverchen der Eidgenossen ganz und gar nicht selbsterklärend und wer die Swisstoposeite aufruft wird eh gleich überkippen.

Zum Glück sah sich, in der Hochschule für Technik Rapperswil, Einer oder Mehrere dazu berufen das Handling auch den Dumis einleuchtend nahezubringen.

Kurz meine Zusammenfassung,

QGIS

Im QGIS gibt’s en Menupunkt „Layer“ darunter aufgelistet, zuoberst, erscheint die „Datenquellenverwaltung“. Wird dieser Punkt angewählt meldet sich das „Data Source Manager“ Fenster.

QGIS

Soweit, so gut.

In diesem Fenster klickt der WMTS-Durstige auf „Neu“ und das Fensterchen „WMS WMTS Verbindung anlegen“ zeigt sich.

QGIS

Nun müssen da en paar Parameterchen in dies Fenster ehe die Musik spielt.

Der Name kann frei gewählt werden, ich entschied mich für „Swisstopo WMTS“ da ich eh meist die Swisstoposachen nutze.

Die URL lautet https://wmts.geo.admin.ch/1.0.0/WMTSCapabilities.xml

und der Referer, muss zwingend rein, hört auf die URL http://map.geo.admin.ch .

Anschliessend aufs „OK“ klinken und im „Data Source Manager“ „Verbinden“ wählen.

Nun sucht sich das Progrämchen den Weg in die Eidgenössischen Kartenserver und bringt als Antwort eine stattliche Auswahl am lustigen Karten, alte Bekannte aus den Kartenportal https://map.geo.admin.ch .

QGIS

Die Kartensammlung ist nun, bei korrekter Verbindung, im Reiter „Tilesets“ abrufbar. Nun kann die Wunschkarte gewählt werden. Nach Betätigung des Knöpfchens Hinzufügen leuchtet diese in voller Pracht auf deinem QGIS-Projekt.

QGIS

Auf meinem Beispiel das Luftbild „SWISSIMAGE“ unter einem Horgener Stollen.

Links dazu, weils Geil ist:

Die Urheber, HSR Geoinfomation https://giswiki.hsr.ch/QGIS_-_Tipps_und_Tricks  

Kartenportal https://map.geo.admin.ch

QGIS weils der Porno ist https://www.qgis.org

und meine GIS-Seite https://www.luisa.net/teknologisches/digitale-kartografie/