Nach 28 Jahren muss ich ausziehen gleiches gilt für meine schmucke Werkstatt im Keller. Meine Werkstatt erfreute sich rund 14 Jahre der zentralen Lage und der Nähe zu meiner Wohnung, ganze 6 Vollgeschosse trennten uns von einander.
Vor Zeitepoche meiner Werkstatt lang tief verborgen ein kleines Räumchen zu geselligem Beisammensein, umgangssprachlich gerne bezeichnet als „illegale Bar“ wenn doch ich, als Bewohnerin des Hauses, von dieser Begrifflichkeit mich eher distanzieren täte. Einerseits ist keine Bar illegal den ein geselliges Beisammensein kann schlicht nicht illegal sein, anderseits diente gleichzeitig die Räumlichkeit als Lager welches Met-Vorräte lagerte für die oberhalb domizilierten Verkaufsräume der Bonesclinik.
Im Jahr 2004, die Bonesklinic im Erdgeschoss, meine Wohnung zuoberst im Dachgeschoss und der Keller unter der Bonesklinic.
Die Bonesklinic zog kurz nach der Transitstrassenaufhebung aus der Liegenschaft worauf ich den Keller für die, bis anhin an der Habsburgstrasse eingemietete, Werkstatt übernahm.
Bei meinem Einzug blieb das Bild einer liegenden Frau im grünen Kleid durch mein Werkzeug und Schraubengestell verdeckt. Einzig die leuchtende Sonne ist so halbwegs sichtbar.
Im Jahr 2025 flatterte die böse Überraschung in den Briefkasten. Hämisch hiess es, die Liegenschaft wird verkauft. Unser kläglicher Versuch im Immo-Karussell mitzubieten scheiterte bei 4.5 Millionen. Das Haus war verkauft für en höheren Preis und nicht an uns. Nicht lange liess die Kündigung auf sich warten und auch unsere Hausinterne Widerstandskraft konnte kaum was entgegensetzten.
Eine neue Ära beginnt mit einer neuen, dreimal so grossen Werkstatt im nahen Hubertus in der Folge war wieder mal zügeln angesagt.
So entblösste ich Tablar für Tablar das meinerseits kaum beachtete Wandbild. Ein Wandgemälde wessen Urheberin mir gänzlich unbekannt war. Eine Tatsache die mich bis anhin kaum beschäftigte.
Doch die Offenlegung des Werkes weckte meine Erinnerung und gleichwohl mein Interesse zur näheren Geschichte.
Nun weiss ich, dank eines Facebookposts, die Urheberin nennt sich Rita und stammt aus Deutschland. Das Bild ist, wie aus der Signatur hervorgeht, am 12.9.2006 entstanden.
Und, soweit bekannt, am 2. Mai wird dies Bild geschliffen und das Haus zu Gunsten schweineteuren Schickimicki-Absteigen entkernt.
Kleine Einblicke in damalige Verteidigungsanlagen zwischen 2. Weltkrieg und kaltem Krieg. Geografisch angesiedelt als Teil der Sargansergruppe am südlichsten Ende. Ich bin in dieser Sache nicht gänzlich unbelastet durfte ich während meiner Dienstpflicht so manch Anlage, noch bei voller Action, erleben.
Und auch mal wieder eine kleine Geschichte unter der Rubrik „und schon wieder stand die Tür einladend offen“.
A6325 steht, das A, für Felsenwerk, die vierstellige Nummer, für die geografische Bezeichnung. A6325 ist das Felsen, Artilleriewerk Haselboden mit integriertem Spital. Das Werk A6325 ist seit einigen Jahrzenten demilitarisiert und wird in wenigen Jahren vom Zementwerk Untervaz komplett verschluckt werden.
Folglich ein bitternötiger Augenschein dieser, zunehmend dem Zementsteinbruch zum Opfer fallenden, Anlage.
Früh war die strategische Bedeutung des Westhangs bekannt. Die Neuburg im Bild wird Urkundlich 1345 erstmals erwähnt. Unterhalb des Burgbaus liegt die, aus der 2.Welkriegepoche stammende Minenwerferstellung A6329 Neuburg, Bewaffnung 2x 8.1 cm Festungsminenwerfer. Des weiteren liegt in Burgnähe die Infanteriekaverne A6369 wie auch der Übermittlerunterstand F13442.
Meine Geschichte indes dreht den Blick 180 Grad südwärts, genanntes Felsenwerk A6325 unterhalb des anwachsenden Zementsteinbruchs Haselboden.
Die Eingangsfront mit oberhalb liegender Aussenverteidigung versinkt im, vom Steinbruch herunterfallendem, Bruchsteinen.
Eine lange Eingangshalle ermöglichte zu Betriebszeit eine gedeckte Lastwagenentladung. Am linken Rand der Zugangstüre liegt der Überdruck-Abluftauslass. Heute ist die Zufahrt mittels hohem Bruchsteinwall versperrt.
Versorgungsstollen mit leeren Installationsbalken. Die Beton-Installationsbalken trugen Kabel, Rohre und Lüftungskanäle. Heute sind alle Versorgungsleitungen wie auch sonstige sekundäre Architekturelemente ausgebaut.
Eingangsschleuse, auch wieder, Türen und Leitungen sind Rückgebaut. Der Ablauf ist offenbar verstopft.
Wachlokal und Unterkunft des Festungszugs.
Zugang zum Munitionslager.
Munitionslager, die herumstehenden KS-Blöcke bildeten zu Betriebszeit Regaleinheiten. Heute ist der ehemalige Regalstandort anhand der grauen Farbunterbrüche erkennbar.
Weitere Druckschleuse Stollen Süd.
Maschinenraum, 3 Notstromaggregate, Filteranlagen, Belüftung und Elektrohauptverteilung alles ausgebaut.
Ehemalige Küche.
Innerer Versorgungsstollen, Zisternenzugang,
höher gelegene Hauptwasserzisterne, Blick vertikal noch oben gerichtet.
Blick aus der Geschützöffnung
4,7 cm Kanone, MG-Stand
Die Geschützstellungen liegen in teils luftiger Höhe der Felswand. Heute sind diese, dem Zerfall ausgeliefert, ohne Tarnung gut erkennbar.
Im Bild die Aussenansicht des Beobachter, MG-Standes Nord.
7,5 cm Befestigungskanone 1 und 7,5 cm Befestigungskanone 2 an der Südflanke
MG-Stellung und teils eingebrochener Notausgangsschacht rechts der Stellung.
Das Felsenwerk A6325 besteht, Standardmässig, aus der Versorgungs- und Unterkunftseinheit, in hiesiger Anlage 4 Kavernen, umringt von Geschützständen mit dazugehörigen Munitionslagern. In der Versorgungs- und Unterkunftseinheit sind Spital, Feuerleitstelle, Unterkunft, Trickwasserzisterne und Maschinenraum untergebracht. Als Eigenart, dem Festungsbaustandart abweichend, verfügt dies Felsenwerk über eine abgesetzte Unterkunftkaverne für die Wach und Betriebsmannschaft. Die Zuluft wurde über eine tiefgelegene Ventilatorenkaverne angesogen.
Über die ehemalige Bewaffnung herrscht meinerseits nur beschränktes Wissen. Gemäss gefundenen Unterlagen waren ursprünglich vier 7.5cm Befestigungskanonen, eine 4,7 cm Panzerabwehrkanone und einige MG-Stellungen im Einsatz. Die Anlage wurde indes in späteren Jahren umgebaut. Zwei der 7.5cm Befestigungskanonen sind beim Umbau ausgemustert worden, die Geschützöffnungen sind zugeschweisst respektive umfunktioniert. Anstelle der zwei 7.5cm ausgemusterten Befestigungskanonen im A6325 Haselboden kamen, in den 1990ern, zwei 15,5 cm Festungskanonen 93 Bison vors Felsenwerk A6315 Molinära.
Die zwei Artilleriebeobachter liegen abgesetzt oberhalb des Hauptwerks. Beide Kavernen sind über einen Vertikalschacht zugänglich. Leider fehlt aktuell die Aufstiegsleiter womit die Beobachter-Posten unerreichbar bleiben.
Sargansergruppe
Nochmals an dieser Stelle die bei weitem nicht vollständige Karte der Felsenwerke Sargansergruppe.
Das Felsenwerk A6325 ist Teil der südlich gelegenen Sperre Trimmis. Zusammen mit der Gegenüberplazierten A6315 Molinära bildeten diese zwei Werke die Artillerieverteidigung der Sperre. Beide Werke sind heute aufgegeben und demilitarisiert.
Artilleriefelsenwerke
In einer Zeit der mobilen und hybriden Kriegsführung haben die trägen Artilleriefelsenwerke definitiv ausgedient. Zu teuer, zu wenig Feuerkraft und absolut unflexibel stehen die Dinger, der Uranmantelmunition schutzlos ausgeliefert, blöd in der Landschaft. Nichts desto trotz, die Werke sind beeindruckend ohne Zweifel ein Besuch wert und mein Langzeitprojekt einer geilen Technoparty in solch Untergrund ist auch noch lange nicht vom Tisch. Klar ist, die Dinger sind Wespennester Geduld da ist durchaus eine Tugend.
Und kleiner Einschub an dieser Stelle, heut im Blick aufgeschnappt
Bekanntlich dreht die Welt und Bundesrat Martin Pfister kommt allmählich in Stress. Seine, zum gordischen Knoten anwachsende Aufgabe, namentlich die Bevölkerung auf die Armee einschwören, scheint doch komplexer als gedacht.
Herr Pfister liess ein neues Lehrmittel kreieren welches sich an Schüler und Lehrlinge von 15 bis 19 Jahren richtet. Das Lehrmittel, ich finds nicht mal schlecht, gibt’s Online auf broschuere_wie-sicher-sind-wir_2aufl_2025.pdf
Und Luisa sagt, die Damen und Herren Bundesräte fickten uns vor nicht allzu langer Zeit was die Schmerzgrenze hergab. En „Sorry“ würd Wunder bewirken doch sie, die Damen und Herren Bundesräte, sind zu blöd um solch eine banale Logik zu rafen.
In diesem Sinne, Herr Martin Pfister viel Spass beim lösen des gordischen Knoten .
Es gibt zwar heimische Erdöle und diese finden sich mehrheitlich im Val de Travers doch die Mine le Furcil ist en Kalk/Zementsteinbergwerk auch wenn ich mal vor 9 Jahren was von Bitumen behauptete. Spassiger Fakt ist, seit langem kopieren alle publizierfreudigen Befahrer rege meine Fehler. a) Luisa ist nicht unfehlbar (Geologisches Wissen = eine Nilpe) b) heut weiss ichs besser Kalk/Zementstein und nicht Asphalt, Bitumen oder sonst was Stinkendes. Trotzdem, Bitumen, Asphalt Erdöl und eben sonst fürchterlich stinkendes Zeugs gibt’s im Bergwerk le Furcil bei Noiraigue auch.
Aber dies ist nicht Hauptthema der Geschichte viel eher will hier wieder ein fett bebilderter Befahrungsbericht stehen. Und wie vor 9 Jahren, auch wieder eine klassische Heiligabend-Befahrung.
Das Mundloch ist immer noch einladend offen.
Nach wie vor, das Bergwerk ist von gigantischen Dimensionen. Nach der Ära Kalk/Zementstein ca 1910 bis 1980 dienten die Stollen lange als Champignon-Zucht.
Die heute auffindbaren Installationen wie auch die blaue Desinfekt-Farbe stammt aus der Champignon-Produktion.
Einige grössere Hallen dienten die letzten Jahre zeitweilig als Autoeinstellhalle.
Bei unserer Befahrung indes waren, bis auf etwas weniges an Anhängern, keine Fahrzeuge mehr in den Stollen.
Im alten Bergwerksteil, Grundstrecke H, finden sich noch wenige felsgeschlagene Stollenabschnitte ansonsten sind die Strecken mehrheitlich mit Spritzbeton ausgebaut.
Vermutlich erfolgte um die 1960er ein Betriebsumbau auf Pneubetrieb. Aus dieser Epoche dürften die ersten Spritzbetonausbauten stammen.
In den Grundstrecken sind viele Abbaubereiche mittels KS-Mauern unzugänglich gemacht worden.
Ein komplexes Wettertüren-Ventilatoren-Konzept optimierte die Belüftung der, von kleineren Dieselfahrzeugen (Dumper) befahrenen Strecken.
Auf 5 Sohlen sind, soweit heute überblickbar, zwei Kalkstein-Zementsteinschichten angefahren.
An Sohle 5 / Abbaustrecke 8 setzt ein vertikaler Wetterschacht an.
Lange galt dies Bergwerk für mich und andere Besucher als unüberblickbar und Orientierungskillend. Unser Interesse lang schwergewichtig beim Verständnis des unlogisch wirkenden Schneckenaufstiegs.
Den bis anhin bilden die bekannten Grubenpläne einzig die unterste Grundsohle ab. In dieser Grundsohle ist jedoch ein grosser Teil des nördlichen Bergwerks verfallen.
Wir wissen seit langen, anhand der Beschriftung an den Wänden, dass 5 Hauptsohlen aufeinander sitzen. Die Logik dieser 5 Sohlen mussten wir jedoch erstmals ausknobeln.
Zu diesem Zwecke zeichnete ich ein QGIS-Plänchen auf welchem die zwei Mundlöcher, den Schacht und alle Strecken dargestellt sind.
Anschliessend machte ich eine ungefähre, nicht wirklich Massstabsgetreue Schnittzeichnung durchs Bergwerk von Süden zu Norden.
Nun scheint die Logik eher zu passen. Die 5 Sohlen fahren zwei Schichten des begehrten Materials an. Da beide Abbauten immer wieder zugemauert wurden sind die einzigen noch durchgängig zugänglichen Strecken die Steigen welche, gefühlt, schneckenförmig bis an den Wetterschacht führen. Über diese Strecken erfolgte die Logistik.
Mein Vorbeitrag als ich noch als Bitumen glaubte Heimische Erdöle
Ein Spaziergang durch die ehemaligen Untertage-Steinbruche um Burgdorf die in Weltkriegsjahren zu Kommandoanlagen ausgebaut wurden. Ein aktuelles Update zeigt, unsichere Zeiten überschatten unsere aktuelle Lebensrealität. Unter anderem artikuliert sich diese zunehmende Weltpolitische Instabilität im aktuellem, klangheimlichen Ausbau einstig vergessener Führungsanlagen.
Ich bin gerne Wissende in Zeiten des subtil stetig anwachsendem Unterordnens. Wer nun die Funktion der Machtausübung übernimmt ist mir mehrheitlich scheissegal. Relevant ist einzig das mein selbstbestimmtes Leben zunehmend beschnitten wird was mich nervt. Da weiss ich gerne wer, wie, wo wirkt.
Ein Ausflug zu den historisch bekannten Mastern unter den Bunkern.
Genannt hier die,
K1 Ried 2615794 / 1210568 und K2 Oberdorf 2613190 / 1209507 , beide damals um 1940 für den Armeestab ausgebaut. An beiden Anlagen wurde nach dem 2. Weltkrieg immer wieder herumgebastelt.
K1 Ried
Diese Anlage ist technisch auf neustem Stand. Was deren aktuelle Bestimmung ist, konnte ich so auf die Schnelle nicht eindeutig eruieren.
Fakt ist, bei Ankunft brennt helles PIR-Gesteuertes Licht, auch die Hausglocke am Tor funktioniert einwandfrei. Leider öffnete mir niemand die Türe. Der Bunker ist in eine Steinbruchdoppelkaverne eingepasst und, wie erwähnt, erst kürzlich modernisiert. Am Eingang montiert, die GSM-Antenne der IP-TUS-Alarmübermittlung also Hände weg von den Türen. Auch im Eingangsbereich sitzt eine 2 m-Bandantenne die, vermutet, als Funkverbindung zur benachbarten Logistikbasis amtet. Markant auch, im Innern summt gemütlich eine moderne ABC-Schutz-Klimatisierungsanlage vor sich hin.
Der Nebeneingang, Notausgang, ist mit Schrott zugemüllt.
Die Haupttüre indes, bei Lastwagenrampe, ist feinste Tresorschliesstechnik.
Kurzum, dieser Bunker ist in Bereitschaft, sprich in Betrieb und permanent klimatisiert. Der Genaue Zweck der Anlage entzieht sich meiner Kenntnis.
K2 Oberburg
Auch dieser Führungsbunker versteckt sich in einem ehemaligem Steinbruch doch im Unterschied zum K1 dürfte bei besagter Anlage lange nichts mehr gegangen sein. Der Bunker beansprucht in hiesigem Fall nur ein kleiner Teil des imposanten Steinbruchs. Vor dem Haupteingang liegt viel Versturzmasse was auf eine geologisch instabile Sachlage hindeutet.
Der einzige gefundene Zugang wirkt unscheinbar und inzwischen etwas in die Jahre gekommen. Einbauzylinder wie auch das abdeckende Vorhängeschloss sind eher neueren Datums.
Die Tarnung indes ist perfekt irgendwo diskret hinter Bauernhäusern.
Und für Kulinarik ist auch gesorgt, die Pilzsuppe in der Wirtschaft Steingrube war herrlich.
Steibrüch Burgdorf
Ich bin ja grundsätzlich Bergwerksforscherin da darf en kleines Bergwerklein nicht fehlen. In und um Burgdorf gibt’s Tonnen Untertagesteinbrüche. Ein bei einschlägig bekannter UrbanExplorer-Szene bekanntes Objekt liegt nahe der Anlage K1 Ried also quasi auf dem Weg dorthin. Gut passende Gelegenheit zu einer Befahrung.
Das Emblem gibt’s tausendfach im Netz, da darf ich mich keineswegs dieser Bildliflut entziehen.
Die Eingangsportale, 3 oder 4, sind, wie die Tage doch immer wieder gesehen, von beeindruckender Grösse.
Im Innern sind alle Hallen miteinander verbunden. Ein riesiger Deckenversturz indes sperrt den horizontalen Zugang in jedes Eck. Der Versturz jedoch lässt sich so ziemlich von jeder Ecke aus gut besteigen. Wie immer in solch Hohlräume reicht auch mein Licht nur spärlich zu umfassender Ausleuchtung.
Nebenbei erwähnenswert, nebenan liegt ein ebenso eindrücklicher Auftagesteinbruch offen. Der Hauptstollen liegt auf 2614893 / 1210913.
Als wir neulich den Bundeskasperlis ins historisch vergangene, tief Vergrabene folgen blieben reichlich Fragen offen. Die Neugierde war keineswegs befriedigt und die Panzertüre in südwestlicher Kilometerdistanz leider immer noch fest im Riegel.
Eine tiefgründige Recherche mit etwas Feldforschung schien längst überfällig. Ein Ausflug im Zwecke weiterer Erkundung folgte Zeitnah. Inzwischen bekannt, die Anlage oberhalb Bolligen, ehemals Sandsteinbruch, wie K3, war massgeblich beteiligt am Bau des Bundes-Kaspeli-Hauses in Bern. Im Stockeren-Hügel wurde seit einigen Jahrhunderten Sandstein gebrochen. Wann genau erste Abbauten begannen ist indes nicht weiter bekannt. So wie am Harnischhuet begannen erste Arbeiten auftage. Erst in tiefen Lagen zeigten die Sandsteine eine zunehmende Qualität was letztlich zum Untertagebau führte.
Riesige Einschnitte zeugen von grosser Abbautätigkeit. Auffällig die gemauerte Terrassierung im Einschnitt.
Auch der nördliche Einschnitt, rechts neben der Panzertüre, zeigt solch eine nicht restlos erklärbare Terrassierung.
An einem der Schlitze zieht ein Beton-Kamin am Felsen entlang in die Höhe. Alles bei Tageslicht betrachtet öffnet neue Perspektiven. Bin anno Dato Ausflug hatte ich noch keinerlei Ahnung über den Anlagenzweck. Klar war, militärischer Nutzen und in etwa Zeitgleich mit dem Bundesratsbunker entstanden. Die Panzertüre ist baugleich derer im K3.
Am südlichen Steinbruch-Haupteingang wird der volle Umfang der Anlage richtig klar.
Die künstliche Felswand erreicht Höhen von geschätzten 80 Metern. Oberhalb des Tores prangt ein gemeisseltes Emblem welches nochmalig die militärische Bedeutung der Anlage herausstreicht.
Soldatenkopf wie auch Schweizer Wappen lassen keine Zweifel offen, hier taten Armeestrategen die Untergründe richtig fett ausbauen.
Auch in der näheren Umgebung, namentlich an der Zufahrtstrasse, finden sich vielsagende Militärrelikte.
Eine Türe im Waldboden lockte unsere Neugierde und, zu unserer Freude, die Türe war unverschlossen.
Die Türe öffnet ein Beobachterstand mit 3 Gewehrscharten.
Mit diesen doch recht eindeutigen Impressionen war eine weitere Desktoprecherche leichtes Spiel. Infolge war dies Mysterium schnell geknackt und weitere Informationen lokalisiert.
Aus vorhandenem Grubenplan und meinen Beobachtungen war es mir möglich eine einigermassen Massstabsgetreue Zeichnung aufzubauen.
Die Unterfels-Tank-Anlage Stockeren besteht aus zwei Hauptkavernen die über zwei Haupteingänge erschlossen sind.
Im Norden liegt das Tanklager Stockeren I, ehemals eine Kaverne über ein Zugang im Einschnitt erschlossen. Dieses Lager umfasste 14 Stahltanks die im 2003 alle ausgebaut wurden.
Das Tanklager Stockeren II liegt im Süden in der Hauptsteinbruchanlage. Eine ehemals über vier Eingänge erschlossene Kaverne beherbergte die 17, heute auch rückgebauten, Stahltanks.
Die Steinbruch-Kavernenzugänge sind im Zuge des Baus des Bundestanklagers, so um 1941, mittels Betonriegel verschlossen worden. Vor den Betonriegeln entstand ein komplexes Netz an Erschliessungsstollen die auch beide Tanklager verbanden. Soweit ich dies Beurteilen kann, ist ein Grossteil dieser Stollen im Tagebauverfahren entstanden. Eine mächtige Abraumüberdeckung schützte die Versorgungsbauten. Dies erklärt die Terrassierung in verschiedenen Steinbruchzonen.
Unsere damals erkundete Türe führte folglich in das Treibstoff-Tanklager Stockeren I. Indes ist mir nicht restlos erschlossen wieso der Zugangsstollen Stockeren I Bergmännisch erstellt wurde dies obschon nebenan der Einschnitt mit Terrassierung genügend Bombenschutz gewährt hätte.
Auch der Lüftungskamin ist nicht restlos erklärt. Auf meiner Planvorlage, Quelle vimudeap, ist dazu nichts vermerkt.
Da ich nun mehr zum regionalem Sachverhalt kenne war auch en Update meiner QGIS-Zeichnung überfällig.
Nochmals Ausschnitt Harnischhuet, im Südwesten das Bundestanklager welches, soweit ich dies beurteilen kann, zeitgleich mit dem Bundesratsbunker K3 entstanden ist. Im geheimen Bundestanklager lagerten bis in die 1990ern Treibstoffe für die Landesverteidigung.
Einblicke in die erste Generation Bundesratsbunker, genannter K3 Harnischhuet in Bolligen bei Bern und weitere Verstecke
Gründe wieso sich Bundes-Chasperlis verstecken müssen gibt’s unzählige. Man denke an die kleine Episode eines totalitär anwachsenden Massnahmenstaates. Das Ideal eines jeden Diktators, eine gehorchende Untertanenschaft doch, die bittere Seite, eine versprengte Gruppe Abtrünniger trachtet den Eliten nach dem Leben.
Zu den militärischen Führungsstrukturen die in tiefen Felsen verborgen waren, gesellten sich ebenso eingegrabene Zivilregierungsverstecke. Insbesondere der gar nicht beliebte Bundesrat suchte, ab dem 2 Weltkrieg, im In und Ausland nach geeigneten Unterschlupfmöglichkeiten. Gegenwärtig sind 4 solcher, mehr oder minder klassifizierter, Bunker auf Schweizer Boden bekannt. Hinzu kommen mögliche Exilverträge mit ausländischen Regierungen, etwa Dänemark während der P26 Ära. Allen in allem, die vereinigten Bundes-Chasperlis haben allen Grund sich zu verkrümmeln und ich en Haufen spannende Sachen anzukucken.
Die aufwendig zusammengestellte kartografische Darstellung offenbart die bevorzugte Nähe zu der Bundeshauptstadt. Viele dieser Anlagen stammen aus der Reduit-Strategie ab Beginn des 2. Weltkriegs.
Kleine Auflistung ohne Gewähr und keineswegs Vollständig
Dieser Bundesratsbunker war nur kurzer Zeit in Betrieb. Man munkelt dass, noch während der Bauphase, ein grosser Deckenabbruch, im ungeschützten Teil, ein Militärfahrzeug unter sich begrub. Nach dieser Erfahrung verzichtete Armeeführung auf den Endausbau stattdessen bauten die Verteidigungsstrategen den, etwas edleren K8/A8760 Brindlistollen für die Führungselite.
Der K3 wirkt sehr spartanisch und nicht wirklich fertiggestellt trotzdem deuten einige Indizien auf langen militärischen Nutzen hin.
Am nahegelegenen Kommandogebäude, heute Wohnhaus, klebt aktuell die Aufgebotstafel Fortbildungsdienste Truppe Stand 2011. Sowohl das Kommandohäuschen wie auch der umwerfende K3 Steinbruch sind gegenwärtig in privaten Händen.
Der Haupteingang in den ungeschützten Teil wird dominiert von Wildwuchs und Erdeinsturz. Schwer vorzustellen das einst durch dieses, rund 20 Meter hohes Tor Fahrzeuge ein und aus kurvten.
Im Innern des ungeschützten Bereichs sind die Dimensionen beeindruckend.
Der geschützte Bereich besteht aus einer Steinbruchunterteilung mittels massiver Betonwände. Ein kleiner Durchgang, im Bild an der hinteren rechten Wand erkennbar, ermöglichte den Eintritt vom Untertageparkplatz in den geschützten Kommando / Bundesratsteil.
Der geschützte Bereich verfügt zusätzlich über einen separaten Zugangsstollen im Norden der Anlage.
Im Kommando-Führungsbereich, ehemals Teil des Steinbruchs, sind einige Infrastruktur-Einbauten aus der Zeit des Bundesratsbunkers erhalten geblieben.
Ein Kamin sorgte für Entrauchung einer Zentralheizung. Auf den Dächern der Versorgungsbaten hätten Baracken für die Landesregierung Platz gefunden. Die Baracken sind nie eingebaut worden. Es blieb bei den spartanischen, heute noch erhaltenen, Versorgungsbauten.
Fürs Brauchwasser sorgten zwei Zisternen im Bundesratsteil.
Geschichtliches und Sonstiges
Der Sandsteinbruch ist wahrscheinlich noch vor dem 19. Jahrhundert entstanden und diente als Zulieferer für zahlreiche Bauwerke der Berner Innenstadt.
Die heute ersichtliche Kubatur stammt aus der Epoche gegen Ende des 19. Jahrhundert als in Bern zahlreiche Bauten emporwuchsen. Der Hunger nach Sandstein war enorm und um Bern herum, Ostermundigen, Bolligen bis Krauchttal erblühten etliche grössere Steinbrüche. Auch die heute bekannte Justizstrafvollzugsanstalt Thorberg, mit damals angegliedertem Steinbruch, hat als Strafanstalt, Ursprung im aufkommenden 19. Jahrhundert.
Der Sandsteinbruch Harnischhuet mit angegliedertem Betriebsgebäude, später Kommandohäuschen, stand in naher Konkurrenz mit den, per Betriebsbahn erschlossenen Steinbrüchen von Ostermundigen. Womit, mit aufkommendem 20. Jahrhundert, Harnischhuet allmählich in Vergessenheit geriet.
Erst die Reduitstrategie ab 1941 hauchte den Hohlräumen neues Leben ein. Der Bundesratsbunker-Bau endete jedoch abgrubt nachdem ein grosses Stück Stollendach auf ein Armeefahrzeug stürzte und dieses bis zur Unkenntlichkeit zerdrückte. Der Bundesrat solle nie die Anlage besucht haben. In gleichen Jahren entstanden Zahlreiche weitere Führungsbunker, zu erkennen an der Bezeichnung K.
Die Anlage K3 indes, so glaube ich, blieb noch einige Jahre in militärischer Bedeutung.
An einer Wand im K3 Bunker ist ein schematischer Grundriss abgebildet. Die Zeichnung entstand sicher nach der Ära Bundeschasperli. Über deren Bedeutung lässt sich streiten.
Die schematische 5 km Markierung zielt weder auf die weiteren Steinbrüche noch aufs Bundeshäusle aber die Abschlusslinie deutet auf eine abrupte Trennung. Mögliche Talt-Kabeltrennung?
Die Pfeile markieren Durchgänge, am rechts stehendem Pfeil gibt’s keinerlei Stollen auch Kabelreste fanden wir keine an besagter Stelle. Die Bezeichnung A1X könnte auf ein mögliches Felsenwerk hindeuten. Alle A-Bezeichnungen beziehen sich auf Felsenwerke. Ich kenne im Umkreis von 5 Km kein solches Werke, anmerkend jedoch, ich kenne recht wenig Militärisches. Mein Kernthema ist definitiv Bergbau.
Noch mehr Mysterien
Trotzdem fuhren wir, meine Begleiterin und ich, zum nächstgelegenen Steinbruch, ca 1 km Luftlinie (oberhalb Bolligen). Auch an dieser Position stach uns ein militärisches Geheimnis ins Auge. Getrieben von der Neugierde suchten wir die nähere Gegend um diesen neuen Steinbruch ab und fanden,
eine verschlossene Panzertür neuerer Bauart, ein vermutet Belüftungsturm und eine zweite Türe oberhalb eines alten Steinbruch-Zugangs. Das Ganze ist umschlossen von massivem Maschendrahtzaun.
Im Situationsplan gelb markiert die Fläche des K3 Bundesratsbunkers nach Schweizerischer Landesvermessung, anmerkend, der K3 ist im Privatbesitz, eine Immobilienfirma, und folglich der betreffende Hohlraum in der Landesvermessung aufgenommen. Etwas westlich davon das kleine Kommandohäuschen, auch dieses ist im Privatbesitz und aus der Geheimhaltung ausgenommen. Westlich davon markiere ich eine unbekannte Anlage die ohne Zweifel auch länger aufgegeben ist.
Kurzum, weiterhin, eine spannende Geschichte.
Anmerkend zu Koordinaten
Alle hier publizierten Koordinaten sind mittels Desktoprecherche im beheizten Zimmerchen ausgeknobelt. Auch wenn gewisse Objekte noch heute der Geheimhaltung obliegen bin ich nicht die Erste die dieser Geheimnisse auf die Pelle rückte.
Und wenn Martin Pfister, wie sichs gebührt fürs Bundeschasperli, heute kräftig die Kriegsrhetorik schwingt so bin ich keineswegs die zu verhaftende Spionin. Ich gebe einzig weiter was ich aus etlichen Quellen heraus extrahierte.
Eine wichtig wertvolle Quelle, en grosses Dankeschön in diesem Sinne, Hans Rudolf Schneider mit https://www.festung-oberland.ch
Das Emblem unterhalb des Giebels war uns seit geraumer Zeit aufgefallen doch, wie so oft, schenkten wir der Symbolik keinerlei Bedeutung. Unser einzig Hoffnung nie innerhalb dieser Mauern stehen zu müssen überwiegte aller Interpretationslust.
Doch es wurd alles anders, eine Wohnungskündigung, ein Erstreckungsverfahren und eine mich vertretende Anwältin mit welcher ich mich ganz und gar nicht verstand, liess mich und insbesondere meine Partnerin Christina, zu Interpretierungsversuch ansetzten.
Die Frage aller Fragen ist wieder einmal, wer ist Drache und wer ist Drachenbändiger. Und ja, die Antwort fällt nicht schwierig, wir, das Volk, die Kaste der Dienenden sind Drache. Der Drachenbändiger residiert im Gerichtsgebäude. Dessen Aufgabe ist es uns, mich, unter Kontrolle zu halten und gegebenenfalls mit der Lanze abzustechen.
Das Gerichtsgebäude, meine Anwältin, die Schlichtungsbehörden, Teil des Systems einer managenden Kaste zudienend jenen die Millionen schaufeln.
Die Ära Sihlfeldstrasse nimmt für uns, Christina und mich, ab dem 30. April 2026, ein definitives Ende.
Die Drachenbändiger obsiegten und doch ein klein bisschen, 8000 SFR plus lohnten.
Die Geschichte hat durchaus positive Aspekte. Wir werden in ein weniger Lastenveloverseuchtes Quartier ziehen. Eine gewisse Distanz zur grassierendem Hipsterkultur wird Basis zu neuen Horizonten sein und Bodmerhof ist auch cool.
Und wissen tun wir, Drachentöter und schlafende Hunde obliegen gleicher Gesetzesmässigkeiten, „nur nicht wecken“. Diesem Grundsatz solle unser stetig Antrieb werden. Ganz dem Motto einer Bundesdienstzeit folgend, „Verschlaufen ist alles“.
Längerfristig ist eh ein Verlassen dieses übergrossen Freiluft-Knastes angedacht.
Es gibt auch hierzulande manch baugeschichtliches Kuriosikum welches einer näheren Betrachtung lohnt. Und wenn so mach dieser Relikte nicht zwingend in der Bereich Rohstoffgewinnung fällt so gibt’s auch in diesen Bauwerken einige Unterwelten zu erkunden.
Die Rede ist, bei meiner aktuellen Geschichte, vom nie fertiggestelltem Bahntrasse Oensingen – Liestal. Konkret führt meine Reise in die Überbleibsel des begonnenen Wasserfallentunnels, das Herzstück der damaligen Bahnverbindung. Der Bau des Tunnel wie auch des Bahntrasses endete abrupt 1875 nach gescheiterter Finanzierung.
Heute ist einzig noch das kurze Teilstück, ca. 78 m, des geplanten Bahneinschnittes fahrbar. Alle weiteren Strecken, damals per Schacht angefahren, sind seit vielen Jahrzenten verschüttet. Dieses Teilstück ist hinter der Talstation Seilbahn Wasserfallen in Reigoldswil per Mundloch erreichbar.
Der Eingangsbereich sammelte über die Jahre hinweg reichlich Schutt was zu einer effizienten Wasserstauung führte.
Ziemlich bald steigt das sich stauende Wasser auf Oberschenkelhöhe. Wer dies Bauwerk bewundern möchte muss in die Fischerstiefel steigen. Stollenhöhe ist gut 2 m, konzipiert für Kipploren.
Der Stollen steigt sanft an so dass, trotz zahlreicher Quellen, die Wassermenge stetig abnimmt.
Die Stollenbrust liegt, gemäss Vortriebsplan, bei etwa 78 m. Gemäss erwähnter Aufzeichnung solle das nächstfolgende Stollenteilstück nach ca 7 m Kalkstein folgen. Dieser zweite Stollenabschnitt, gemäss Plan 106 m lang, war mittels Schacht A in beide Richtungen vorgetrieben. Lieder sind die Schächte alle Aufgefüllt und nicht zu erreichen doch es bleibt die Hoffnung, mittels Stollenvortrieb, die 7 m, das nächste Teilstück zu befahren. Solch ein Projekt zur Aufwältigung des zweiten Teilstücks besteht und so war ich an beschriebener Befahrung im Sinne einer näheren Projektkonkretisierung beteiligt.
Ob nach 7 m tatsächlich ein wassergefüllter Stollen erscheint oder stattdessen eine dickflüssige Schlammbrühe aus dem Vortrieb quillt gilt, sinnvollerweise mittels Bohrloch, abzuklären. Noch ist bei 78 m Schluss.
Ob der Vortriebsplan, von mir aus der Originalfassung übertragen, tatsächlich stimmt ist nicht restlos geklärt. Erst eine exakte Vermessung des aktuell offenen Teilstücks kann nähere Erkenntnisse schaffen. Sollten die 78 m Stollenlänge resultieren kann von einer tatsächlichen Vortriebsleistung ausgegangen werden. Noch ist nicht klar ob die vermerkten Vortriebsfelder Zielvorgaben wiedergeben oder ob diese Flächen effektiv abgebaut wurden. Tatsache ist, von den 4185 m Wasserfallen-Tunnel sind nur Bruchteile, rund 300 m, ausgehoben. Der Tunnelbau war den auch der Todesstoss fürs Bahnlinienprojekt welches das Berliner Unternehmen Schneider, Münch & Jerschke vergeblich zu stemmen versuchte.
Wenn ich nicht gerade mit Anwälten streite, Thema „auch wir sind Sugushäuschen“, gibt’s sporadisch Zeit um in alten Stollen herumkriechen.
Neulich erreichte mich ein Kommentarschreiber welcher meine Neugierde weckte. Die Rede war von einer Gottschalkenberger-Grubenaufwältigung die ich mir so nicht wirklich sinnig erklären konnte. Ich musste diesem Geheimnis, welches offenbar nicht weiter ein grosses Geheimnis war, näher in die Tiefe blicken. Genannt wird der Hauptstollen 1, Baujahr 1942, welcher das Köhleflöz am Mülibach anfährt. Im Volksmund die unterste Grube „Im Wurf“. Der Hauptstollen war kurz nach Bergwerksaufgabe um 1943 verfallen. Der einzige Zugang in dies umfangreiche Untertagewerk führte über den oberer Einsturztrichter Hauptstollen 2.
Einsturztrichter in Stollen II, Stecke aus der Epoche 1942 die auf Basis eines bereits vorhandenen Stollens aus 1840 vorgetrieben wurde. Noch heute ist dies feine Loch, gut zugänglich aber nicht allen bekannt, bequem fahrbar.
Im Innern weitet sich die Förderstrecke auf übliche 2WK Kipplorenbreite. An den Seiten klaffen die Aufhauen früherer Betriebperioden. Etwas Wasser tröpfelt von nächsthöher gelegenem Abbaugesenk. Versatz aus der Bauzeit 1942 bis 1943 ist allgegenwärtig.
Das, tausendfach fotografierte, kunstvoll versetzte Abbaugesenk der letzten Betriebsepoche führt, per Hosenboden-Rutschpartie, in die nächste Hauptsohle von 1942.
Die untere Hauptstrecke dient seit en paar Jährchen als improvisierte Andachtsstätte inklusive sichtlich ramponiertem Sagex-Buddha.
Indessen ist dies Karbidleuchten-Gekritzel kaum als Andachtsanküdigung zu verstehen. Der Buddha ziert die Stollenbrust seit ca 5 Jahren. Das Russgekritzel dürfte tatsächlich aufs Jahr 1944 fallen. Deren Interpretation, sofern überhaupt ein tieferer Sinn darin liegen sollte, war mir bis heut nicht möglich.
An der Streckengegenseite schimmert bald etwas Licht hervor. Links im Bild die teils versetzten Abbauten vom. 19. Jahrhundert. Auffällig auch, das warme Klima in der sonst eher gewohnt kühlen Hauptsohle.
Bald stehe ich in einer Stahlröhre, zu meiner Verwunderung vor, von ausserhalb verschlossener Türe. Ein Relikt welches eine 2025er Bergbau-Epoche einzuläuten scheint den im Juli 2025, siehe Gottschalki immer schön, war keine Spur dieses Werkes erkennbar.
Infolge war eine Tagseitige Erkundung logische Konsequenz um meine entfesselte Neugierde zu befriedigen.
Da ich diese Grube seit 15 Jahre regelmässig besuche, wusste ich wo die Türgegenseite zu suchen sei.
Und tatsächlich tat sich unter der Fahrstrasse die Stahlblechröhre auffällig hervor.
Auch der Türverschluss konnte ich, anhand des Zahlenschlosses, eindeutig identifizieren.
Über den Zweck dieser Aufwältigung kann ich nur spekulieren. Wir Bergbauinteressierte erreichen die Hauptstrecke bequem, in weniger als 15 Minuten, über die Hauptgesenk-Rutschbahn, ab obere offene Strecke. Mobillitätseingeschränkte Stockgänger und Gängerinnen dürften die kurze Kletterpartie zwischen Fahrstrasse und Stahlrohr kaum meistern können und die noch vorhandene Kohle stinkt fürchterlich beim Verbrennen. Kurzum die Logik dieser Arbeit, es mussten doch einige Kubik verschoben werden, ist nicht weiter begründbar. Der Zweck scheint so manchen Kennern nicht so richtig einzuleuchten. Anderseits wird mach einer in gleicher Form verwundert Kopfschüttelnd auf unsere Erdbewegungen blicken. Naja wenns Spass macht, haut drauf. Ich bevorzuge nach wie vor die lustige Rutschbahn zwischen kunstvollem Versatz.
Bei dieser Gelegenheit schweifte mein Blick wieder mal durch die alten Auftagerelikte des 19. Jahrhunderts am Mülibach.
Die alten Stollenmünder sind zwar aussendurch noch leicht auszumachen doch offen ist da keines mehr. Nichts desto trotz lassen sich innendurch viele der alten Stollen gefahrlos besuchen.
Wie immer bei solch heroischer Tat müssen Pläne wieder angepasst werden. Ich will dieser Aufgabe keineswegs fernbleiben, in diesem Sinne die Fassung November 2025.
Die Blechröhre liegt rechts des Null-Messpunktes aus der Epoche 1942.
Gottschalkenberg Bergwerke
Auch so gibt’s auf der QGIS-Übersicht am unteren Wurfbergwerk (links auf der Karte) zwei gelbe Punkte stehend für offene Stollenmünder.
Wie üblich, Plan gross machen, Plan Anklicken.
Und mein erstes Gottschalkenberg-Post, exakte 15 Jahre her, am 15. November 2015, auf Gottschalkenberg.
Im Sammelsurium schöner Bergwerke sticht ein Objekt ganz besonders hervor. Es ist das oberste Kohlebergwerk des Gottschalkenbergs auf 1004 Meter über Meer. Insbesondere die noch erhaltenen Stollen aus den Jahren 1942 bis 1943 sind ein imme wiederkehrender Besuch wert.
Ich war wieder mal oben erspare mir indes die geschichtlichen Hintergründe da ich denen bereits den Beitrag Kohlebergwerk Sparrenweid vom 12. November 2013 schenkte.
Das ehemalige obere Mundloch ist leider inzwischen etwas zusammengefallen. Das Holz ist nimmer so am richtigen Platz und auch die Kriechecken dünkten mich deutlich mühsamer.
Die schönen Spundwände mit Zimmermannskralle stehen jedoch, zu meiner freudigen Überraschung, immer noch.
Der Fuchs ist definitiv ausgezogen und mit ihm der süssliche Geruch halbierter Feder-Nutztiere und Kotthäufchen.
Beide Gesenke sind noch immer prallgefüllt mit Kristallklarem Wasser.
Kohle indes ist in diesem Kohlebergwerk eher die Seltenheit was erklären würde wieso die letzte Betriebsperiode mit Unterbrüchen nur gerade 2 Jahre dauerte. Im Bild der letzte hintere Streckenabschnitt mit 10 cm Kohleflöz an der Stollenwand.
Wohlmerkend dies Bergwerk kennt ganz andere Reize als deren Ursprungsbestimmung die Kohle. Infolge bekannt, über Landesgrenzen hinweg, die Goldbestückte Decke auf der verstürzten Tagesstrecke. Das Gold ist leider nur wertloses Pyrit doch der Effekt ist, über weite Abschnitte hinweg, manch ausgedehnte Fotosession wert.
Manchmal wechselt die Pyrit-Patina von Decke zu Wand, auch schön, und in der Tendenz, auch Nass.
Für jene die wissen wollen wo es liegt, obligates Plänchen.
Gross machen, anklicken und sich am PDF erfreuen
aber,
klar und deutlich, der Einstieg muss verdient sein.
Auch meine Geschichte beginnt hier und jetzt mit dem Wörtchen „Wir“
folgend,
Wir Trans haben unsere Geheimnisse, gut gehütet sind diese unergründlich für jene, alle kompromisslos, Aussenstehende.
Verschiedenste Gründe bewegen uns Trans diese Geheimnisse tief einzuschliessen.
Seien es die Liebsten die mit allerlei Fragezeichen konfrontiert wären, seinen es die panischen Frühsexualisierungsneurotikerinnen welche Weltbilder wegbrechen sähen oder seien es verirrte Männer die um ihre geglaubt, schwindende, Männlichkeit kämpfen, unbestritten, wir Trans sind aussergewöhnlich, geheimnisvoll. Ein Umstand den, so pauschal gesprochen, wie sich gegenwärtig beobachten lässt, nicht nur Sympathien bildet. Es bleibt eine mögliche Übersetzung des Begriffes „Katoy (กะเทย)“, neben zig weiteren bekannten Übersetzungsmöglichkeiten, die „Aussergewöhnlichen“.
Wir Trans verfügen über zweierlei Konditionierungen womit wir ein hohes Einfühlungsvermögen für beiderlei Geschlechterrollen aufbringen. Einige unserer Spezies lebten in der Vergangenheit klassische, teils exzessive Männerbiografien, Militärkarriere ect.
Wir Trans durchleben zwei nacheinander geschaltete Pubertätsepochen. Phasen durchflutet von wuchtigen Gefühlsschwankungen dies oft im Wissen um eine solche, bereits durchlebte, Gefühlsschwankungsphase. Wir waren begehrenswert, interessant und attraktiv gleichermassen. Wir sahen toll aus, wussten um Sexy-Ausdrucksweise und waren richtig durchgeknallte Partynudeln.
Wir Trans sind sehr mutige Menschen. Bekannt als Kriegerinnen in einigen indianischen Kulturen, sind wir uns gewohnt mit teils heftigsten Anfeindungen umzugehen. Fast alle neuinterpretierten Buchreligionen neigen zur aktiven Verfolgung von Transpersonen. Manche dieser Religionsauswüchse tötet unsereins auf bestialische Weise. Alle von uns, alle, erfuhren in der Phase des Coming-outs Gewalt verbal oder gar physisch. Dieser Umstand schärft unsere Sinne und macht uns zunehmend kräftig.
Historisch gründen einige Gesellschaftliche Freiheiten auf das Engagement vieler unermüdlicher Transpersonen. Genannt an dieser Stelle die Transfrauen Sylvia Rivera und Marsha P. Johnson als Initiantinnen der Stonewall-Aufstände und der daraus resultierenden LGBT-Bewegung.
Aber, die Gesellschaft ist ironischerweise voller Widersprüche. Dies, unser Geheimnis fasziniert mehr als uns manchmal lieb ist. Dies Geheimnis wird als Tür zu unbegrenzten Freiheiten gelesen. Ein Honigtöpfchen welches viele Verlockungen verbirgt.
Aus diesem Honigtöpfchen wollen viele naschen. Wohl prominentester Honigtopfnascher, wenn wir hier schon mal die Historik hervorkramen, Andy Warhol.
Etwas dümmliche Männer glauben im Transfrauenumfeld, neue sexuelle Höhen zu erklimmen. Grosse Teile der Thailändischen Sexindustrie bauen auf eben diese Männer. Ob dies zutrifft müssten diese Männer beantworten. Zweifelsohne, die Komplexität des Themas haben wahrscheinlich die wenigsten genannter Männer begriffen.
Die Freiheit „Sich“ zu sein, das eigene „Ich“ Performen, unabhängig äusserlicher Widerstände, beeindruckt viele in Sachzwängen Verfallener. Logisch, das die Fachrichtung Gender Studies sich des Experimentierfeldes „Trans“ dankend annahm. In der Folge, auch logisch, schmückt sich aktuell die serbelnde Linke gerne mit den Trans-Federn der Vielfalt. Es bleibt, dem Zeitgeist geschuldet, die Linke hat ein Identitätsproblem nicht wir Trans.
Und doch, weiterhin kompliziert
Die kurzen Momente in denen wir ein hochmotorisiertes Fahrzeug besteigen und eine Passfahrt absolvieren artikuliert sich unsere, äusserlich als Widerspruch wahrgenommene, Doppelkonditionierung. Längst hat auch die Werbeindustrie dies kleine Detail erkannt (Seat).
Nun, die Sache mit den Trans ist und bleibt definitiv schwer verständlich. Auch ich könnt kaum sinnvoll dies Phänomen Trans äusserlich plausibel näherbringen. Auch wenn ich weiss dass einige Unbeteiligte aus diesem Honigtöpfchen naschen möchten, dies Honigtöpfchen ist kaum erreichbar. Die Konfrontation mit dem eigenen „Ich“ kann heftig unangenehm ausarten.
Meine Versuche dies Honigtöpfchen wenigstens punktuell verständlich zu machen schweiften in kulturgeschichtliche Tiefen ab, zwar wichtig aber eben, nur die halbe Geschichte.
Die Geheimnisse sind unergründlich währenddessen sich Irrtum breit macht.
In der Community gern verwendete Sätze wie „Ich war schon immer Frau“ fallen für mich in den Bereich „Flacherdler“ und banalisieren die Trans-Thematik schwerstwiegend. Es gibt schlicht, aus meiner bescheiden zu betrachtenden Sicht, ganze Herden an verirrten Schafen die, ob gewollt oder nicht, im Eilzugstempo ein Klima zunehmender Intoleranz schaffen.
Lieder ist und bleibt Manches nicht in eindeutigen Schwarzweis-Kontrasten erkennbar. Wer in die Tiefe blickt wirft Fragen auf, manche dieser Fragen bleiben ein Geheimnis wiederum andere dieser Fragen können nicht mal wir schlüssig beantworten.
Und doch
Trotz all dieser, von uns gut gehüteten Geheimnisse, Geheimnisse die oft auch wir nicht genau zu erkunden wissen, sind wir viel mehr als nur Trans.
Alle verfügen wir über einen bunten Strauss an Fähigkeiten und Eigenschaften die uns gleich der Restbevölkerung macht. Diese Gleichheit und diese Verschiedenheit ist was ein Zusammenleben, zusammen Agieren lebenswert interessant macht.
Alle diese Verschiedenheiten sind eine Change zur Weiterentwicklung zur Koexistenz uns Menschen.
Auch dies Wochenende ist nun Geschichte, der Schnee wird sich über den Eingangsschacht legen und meine zeichnerische wird wieder exzessive Züge annehmen.
Nicht desto trotz, eine kleine Geschichte mit schönen Bildern muss sein.
Die Mission war klar und die Gruppen vorweg definiert. Gruppe Kletterbegeisterte vermessen die obersten Sohlen und alle darunter erreichbaren Strecken. Gruppe Schaufelbegeisterter begab sich wieder in die tiefste Strecke zur Aufwältigung der 18 Meter langen Verbindung Sohle 1 zu Sohle 2.
Wie oft an Herbsttagen vermöchte die wirkende Natur zu verzaubern. Trotz herrlichem Bergwetter verzogen wir uns mehrheitlich in den Untergrund.
Das Projekt beschäftigt uns seit 2024 mit vielen ungeahnten Wendungen.
Kurz zusammenfassend,
Das Bergwerk, nach Eisenerz suchend, entstand von oben nach unten. Mit bis zu 500 Meter langen Galerien folgen um 1500 Bergleute den begehrten Erzen. Die unterste Strecke stand, kurz vor Betriebsaufgabe, an einigen unvollendeten Baustellen. Andere Streckenbauten verfüllten die Knappen kurz vor Betriebsende mit Abraummaterial. Eine dieser Strecken vermuteten wir, anhand des Hauptplans als verbindende Strecke zwischen Sohle 1 und Sohle 2.
Wir begannen im 2024 der bis Dach verfüllte Stollen auszugraben in der Hoffnung, a) interessante Einblicke ins Unbekannte Bergbaugeschichtliche zu erhaschen, b) eine Kurzverbindung, ohne Vertikaltechnik, in die obere Sohle zu ermöglichen. Eine Stollenlänge von gesamt verfüllt 18 Meter auf einer Höhendifferenz von 5 Metern konnten wir, mittels Vermessung, ausmitteln.
Ab 12 Meter artikulierte sich der dritte und leider grösste Hochstoss welcher uns vom Kurs abbrachte. Statt der linken Stollenwand zu folgen, lenkte uns die Stollendecke weg vom Stollenweiterverlauf hin zu oberster Hochstossweitung.
Eine Abteufung ab ca Meter 13 war nötig um den Streckenverlauf wieder aufzuspüren.
Die Abteufung legte eine nicht erwartete Spundwand offen die Einblicke in den damaligen Verfüllprozess gewährte. Dank dieser Abteufung liess sich nun wieder die Kursbestimmende linke Stollenwand verfolgen. Aber auch, dank dieser Abteufung, sind neue Erkenntnisse möglich.
Insbesondere die Bestimmung, respektive die letzte Bestimmung des, der in der Fahrstrecke 1, gefundenen Erztrogs ist nun eindeutig und passt zur aufgefundenen Terrassen- Verfüllarbeit in unserer Baustelle.
Währenddessen lang unser Ziel, oberhalb gefundener Spundwand, wieder einige Meter näher. Die Höhensteigung setzt ein doch der Verbindungsstollen weicht vom Hochstoss ab. Hinter dem Stein in Bildmitte sind leichte aber gut erhaltene Holzeinbauten auszumachen.
Ich habe kurz nach Beendigung des Einsatzes den Streckenverlauf dargestellt. Die Grüne Fläche auf der rechten Zeichnung gibt des zugebauten Stollen wieder. Dies Material, geschätzte 4 m2, müssen noch heraus und auf die 3 Untertagedeponien verteilt werden.
Kurzum, es gibt noch reichlich zu tun, packen wirs an, auf ein 2026.
Und weils scho schön war, en Abschlussbildchen unserer Feierabendsicht.
Seit geraumer Zeit, konkret seit Entdeckung des Erbstollen-Austritts im 2022, sind wir am Aufwältigen dieses Bauwerks.
Für mich mal Anlass wieder zur kleinen Bildergeschichte anknüpfend an den damaligen Bericht erbstollen_V1.pdf und an die damalige Webseite S-charl
Der Erbstollen ist zwischen 1508 und 1562 entstanden. Er diente zur Entwässerung des damalig Bergseitig absinkenden Bleiglanzflözes des Bergwerks Mot Madlain. Der Aufschluss eben solchem Flöz sorgte für beträchtliche Wasserhaltungsprobleme. Der unterfahrende Erbstollen sollte dies zunehmende Problem lösen. Doch der Bau, insbesondere die Finanzierung des kaum Ertrag bringenden Werks, gestaltete sich harzig. Immer wieder ruhte die Baustelle mangels eingehender Knappenentlöhnung.
Der Erbstollen ist seit der Vermessungsaktion um 2009 bekannt. Vom Bergwerk Mot Madlain aus ist dies Bauwerk vermessen doch wo, das angestaute Wasser zu Tage tritt konnte lange nicht schlüssig beantwortet werden.
Nach intensiven Suchwochenenden gelang uns, im 2022, die Entdeckung des Erbstollenaustritts im Innern einer Felsspalte.
Obere Ansicht des, durch Felsspalten zerklüftete Gelände.
Seit der Entdeckung beschäftigt uns die komplexe Offenlegung dieser Strecke und die Entwässerung der letzten Erbstollenmeter.
Die Spalte ist über einer der zahlreichen Wasserfälle des Val dal Poch erreichbar.
Val dal Poch verlauf mit Sicherungsseil zur unteren Baustelle.
Höhenmittig Spalte sind Laufbretter eingebaut die ins Schuttinnere führen
Es trennen uns noch heute etliche Meter vom eigentlichen Erbstollen. Solange nicht ein festes Stollendach sichtbar wird, müssen wir das in der Felsspalte eingekeilte Material auf der gesamten Höhe ausbauen. Eine immens aufwändige riskante Tätigkeit die unsere Topkletterer im Team bewerkstelligen.
Dank dieser Grabungsarbeiten sind weitere Erkenntnisse zu dieser Anlage und der näheren Umgebung möglich.
So wissen wir heute dass nahe dem Erbstollenaustritt eine kleine Manufaktur angesiedelt war die etwas weniges an gefundenem Eisenerz zu Bergbauwerkzeugen verarbeitete. Im Seitenstoss des Erbstollens und an verschiedenen Orten dieser Sohle sind Eisenerze beobachtet wurden. Im Südufer des Val dal Poch liegt ein Kohlehorizont offen. Nicht unweit dieser Sichtung finden sich einige Schlackenreste. Auch den teilweisen Schuttabtransport vom Bergbaubetrieb scheint plausibel. Gebäude für Knappen und Schmiede unterhalb des Bergwerks Mot Madlain auf der Val dal Poch Südseite sind durchaus denkbar.
Die Bauwerkspuren am Nordwestfelsen indes sind bis heute nicht erklärbar.
Auch eine Schnittrekonstruktion der letzten Erbstollenmeter war, dank gefundener Spuren, möglich. Es scheint so, als hätten die Knappen, im Gegensatz zu uns, ein Holzdach zum Eigenschutze in der Spalte eingebaut. Die Spalte ermöglichte ein rascher Vortrieb durch die weiterlaufende Störung. In der Bauzeit standen keine Sprengmittel zur Verfügung. Im Val dal Poch waren verschiedene Holzgerüste aufgebaut um möglichst effizient, auch bei Bachhochwasser, die Baustelle zu erreichen.
Wir haben kein Holz zur Verfügung, zu aufwendig wäre der Materialtransport in dies unwegsame Gelände. Stattdessen räumen wir alles Material aus der Spalte. Da wir alles ins Val dal Poch runter schmeissen können und sowohl vom Val dal Poch wie auch aus dem Mot Madlainbergwerk Wasser herausdrückt sind uns einige Helfer wie Schwerkraft oder Wasserfluss zuteil.
Trotzdem, es bleibt noch reichlich was zutun und die Projekte werden auch nicht weniger.
Es ist klar, unser Nachbarland setzt enorme Energien frei um die Befahrung alter Bergwerke zu unterbinden. Die Wertung des Straftatbestands liegt weit jenseits des normalen Menschenverstands.
Im Wissen um diese Tatsache und im Wissen auch dass meine Tätigkeit ein wertvoller Beitrag zum Erhalt der Industriegeschichte beiträgt, will ich hier mich zurückhaltet geben.
Trotzdem, weil so geil war, en paar Bilder aus einem Nachbarstaat welcher nix besseres zu tun hat als meine Seiten nach möglichen Georeferenzen abzuscannen.
Kernthema dieses Labyrinths ist Gips, der Lachsfarbene unbeliebte und der andere.
Wasser plätschert an mach Ecklein vor sich hin.
Bremsberge bremsen lange nimmer,
Drahtseile warten geduldig auf deren Abtransport,
und doch wissen die immensen Hallen immer wieder tief zu beeindrucken.
Jene die mich und meine Seitenstruktur kennen, wissen wies funktioniert, alle anderen, Behördenfuzis, wer auch immer, sind von diesem Wissens-Pot ausgeschlossen.
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