Eine kleine Bildliche Rundreise aus Luisas Almeria 2025-Abenteuern. Guadix die Kleinstadt die zu grossen Teilen aus Wohnhöhlen besteht, besticht durch einige Sehenswürdigkeiten die das Herz eines jeden Urbanexplorers in Rage versetzt. Aber auch die nähere Umgebung kennt einige Industriegeschichtliche Hinterlassenschaften mit durchaus spannender Geschichte.

Alte Industrieanlage am Bahnhof.
Guadix am Bahnhof beginnt meine Reise. Während ich auf die Ankunft eines Freundes wartete blieb genügend Zeit um diesen magischen Ort etwas näher zu erkunden. Ein Ort welcher in römischer Zeitepoche, dank umliegender Kupfer, Blei, Silber-Minen, zu Glanz und Mächtigkeit aufstieg. Guadix indes auch längst verwelkt, ein Paradies der Urbanexplorer und Bahnfetischisten. Die um 1895 fertiggestellte Bahnlinie „Linares Baeza-Almería“ bescherte der Kleinstadt, auf Kilometer 151,142 ab Linares Baeza gelegen, ein beispielloser Industrialisierungssprung. Noch heute sind die Relikte einer grossen Industrieepoche allgegenwärtig ums Bahnhofsareal verstreut.

Der Kran an den aufgegebenen Lokwerkstätten steht noch immer.

In den 1920er genoss die Bahninfrastruktur ein kräftiges Update. WC-Gebäude, Bar und ein kleiner Park gruppierten sich südlich der Geleise. Der Koloniale Bergbau, angeführt von den Briten, ist in dieser Zeitepoche in vollem Gange. Heute sind Park und Gebäude vergessen und vergammelt. Die Natur erobert sich die Flächen zurück.
Nicht unweit des Städtchens liegt ein Relikt früherer Kupferproduktion. Die Ursprünge dieser Kupferabbaustelle am Fusse der Sierra Nevada reichen bis in die Römerzeit. Die Betriebszeit der „Mina Santa Constanza“ endete um die 1960er.

Oft fotografiert, das markante Fördergerüst im Zentrum des Industrieanlage.

Etwas die Hügeln hinaufsteigend wird der gesamte Bergwerksbetrieb sichtbar. Links hinten, die Kupferschmelze, mittig die Förderanlage, Vordergrund, Lastwagenrampe.
Etwas östlich gelegen, nur wenige Kilometer vom schmucken Kupferwerk entfernt, klafft eine wuchtige Öffnung im Boden.

Dies Loch, respektive diese Locher, teils Kilometer breit und einige hundert Meter tief, sind die letzten Überbleibsel des kolonialen Eisenerzbergbaus. Die Bergwerke sind traditionell in zwei rivalisierende Gesellschaften aufgeteilt demzufolge nennt sich die eine Grube „Minas del Marquesado“ die andere Grube tragt den Flurnamen „Minas de Alquife“. Obschon beide nebeneinander liegen haben beide Betriebe eine eigene Bahnlinie.
Die Minas del Marquesado sind heute wieder teilweise reaktiviert und auf Prospektion von seltenen Erden. Die Minas de Alquife sind indes mehrheitlich verfallen obschon die Anlagen teilweise aneinander verwoben sind.

Minas de Alquife Werksgebäude.

Innenansichten.

Bohrjumbo aus den 1970ern.
Die Bergwerke waren in meiner Kindheit, in den 1990, als mächtige Eisenerzlieferanten bekannt. Insbesondere die endlos wirkenden Erzzüge die durch Gador rumpelten sind meinem Gedächtnis tief vermerkt.

Beide Bergwerke besassen eigene Bahnlinien wovon die einte, Minas del Marquesado, bis gegen Ende der 1990er gepflegt wurde. Die zweite, früher stillgelegte Bahnstrecke, ist in etlichen Sergio Leone-Western verewigt. Im Bild der Zugang ins Minengelände Minas del Marquesado übers neuere Bahntrasse.

An der Anschlussstelle Bahnhof Huéneja-Dólar steht noch der letzte vollgeladene Erzzug.

Im Innern der Silowagen feinstes Roherz aus den Marquesado-Gruben.
Und der Vollständigkeitshalber, eine weitere Mine aus der Region die in der Neuzeit ein erneutes Revival erlebte.

Die Rede ist vom Bergwerksbetrieb Las Piletas mit schöner Schachtanlage.
Aktuelle Webseite der Bergwerksgesellschaft https://www.oxidosferricos.com/3rd-project
Und kleine Karte zu den einzelnen Standorten.

In diesem Sinne, jene die all die Orte aufsuchen, viel Spass.






















































































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