Auch dies Wochenende ist nun Geschichte, der Schnee wird sich über den Eingangsschacht legen und meine zeichnerische wird wieder exzessive Züge annehmen.

Nicht desto trotz, eine kleine Geschichte mit schönen Bildern muss sein.
Die Mission war klar und die Gruppen vorweg definiert. Gruppe Kletterbegeisterte vermessen die obersten Sohlen und alle darunter erreichbaren Strecken. Gruppe Schaufelbegeisterter begab sich wieder in die tiefste Strecke zur Aufwältigung der 18 Meter langen Verbindung Sohle 1 zu Sohle 2.

Wie oft an Herbsttagen vermöchte die wirkende Natur zu verzaubern. Trotz herrlichem Bergwetter verzogen wir uns mehrheitlich in den Untergrund.
Das Projekt beschäftigt uns seit 2024 mit vielen ungeahnten Wendungen.

Kurz zusammenfassend,
Das Bergwerk, nach Eisenerz suchend, entstand von oben nach unten. Mit bis zu 500 Meter langen Galerien folgen um 1500 Bergleute den begehrten Erzen. Die unterste Strecke stand, kurz vor Betriebsaufgabe, an einigen unvollendeten Baustellen. Andere Streckenbauten verfüllten die Knappen kurz vor Betriebsende mit Abraummaterial. Eine dieser Strecken vermuteten wir, anhand des Hauptplans als verbindende Strecke zwischen Sohle 1 und Sohle 2.
Wir begannen im 2024 der bis Dach verfüllte Stollen auszugraben in der Hoffnung, a) interessante Einblicke ins Unbekannte Bergbaugeschichtliche zu erhaschen, b) eine Kurzverbindung, ohne Vertikaltechnik, in die obere Sohle zu ermöglichen. Eine Stollenlänge von gesamt verfüllt 18 Meter auf einer Höhendifferenz von 5 Metern konnten wir, mittels Vermessung, ausmitteln.
Ab 12 Meter artikulierte sich der dritte und leider grösste Hochstoss welcher uns vom Kurs abbrachte. Statt der linken Stollenwand zu folgen, lenkte uns die Stollendecke weg vom Stollenweiterverlauf hin zu oberster Hochstossweitung.
Eine Abteufung ab ca Meter 13 war nötig um den Streckenverlauf wieder aufzuspüren.

Die Abteufung legte eine nicht erwartete Spundwand offen die Einblicke in den damaligen Verfüllprozess gewährte. Dank dieser Abteufung liess sich nun wieder die Kursbestimmende linke Stollenwand verfolgen. Aber auch, dank dieser Abteufung, sind neue Erkenntnisse möglich.

Insbesondere die Bestimmung, respektive die letzte Bestimmung des, der in der Fahrstrecke 1, gefundenen Erztrogs ist nun eindeutig und passt zur aufgefundenen Terrassen- Verfüllarbeit in unserer Baustelle.

Währenddessen lang unser Ziel, oberhalb gefundener Spundwand, wieder einige Meter näher. Die Höhensteigung setzt ein doch der Verbindungsstollen weicht vom Hochstoss ab. Hinter dem Stein in Bildmitte sind leichte aber gut erhaltene Holzeinbauten auszumachen.

Ich habe kurz nach Beendigung des Einsatzes den Streckenverlauf dargestellt. Die Grüne Fläche auf der rechten Zeichnung gibt des zugebauten Stollen wieder. Dies Material, geschätzte 4 m2, müssen noch heraus und auf die 3 Untertagedeponien verteilt werden.
Kurzum, es gibt noch reichlich zu tun, packen wirs an, auf ein 2026.

Und weils scho schön war, en Abschlussbildchen unserer Feierabendsicht.
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