Archiv der Kategorie 'Reisen'

Bluthunde die Zweite

am 17. August 2010 unter Betrachtungen, Reisen abgelegt

Oder wo sind sie geblieben, die jene Raketen aus der Zeit als alles im Umkreis von 200 Kilometer um die Schweiz wie ein potentieller Feind schmeckte.

Nachdem wir, gerüstet für heftigste Stürme, am Samstag unser alljährliches IG BDSM Forumsusertreffen abhielten, und all die  Stürme sowohl die Meteorogischen wie auch die Consensuellen ausblieben, hatten wir die Ruhe und die Muse weiter den Spuren der Bloodhounds zu folgen.

Die Fragestellung war, wo sind sie geblieben?
Und die Reise führte uns ins hohe Schmidrüti wo allererst uns ein doch eher schweigsamer Wachmann entgegenstarrte.


Wache ehemaliges Bloodhoundabschussareal Schmidrüti

Nachdem wir die erste Hürde am Eingangstor salop genommen hatten folgte sogleich die zweite Hürde in Form einer äusserst resoluten Samariterkursleiterin. Diese Frau war denn ab meinem Vorwissen doch eher überrascht und nachdem die Diskussion ob zuoberst auf dem Berg 6 oder 8 Betonkreise anzutreffen seinen, abgeschlossen war, könnten wir weiter Richtung Abschussrampen emporsteigen.

Die oft zitierte Netz-Unabhängigkeit, das Generatorhäuschen mit zweiter Stahlbetonaussenhaut, war die erste interessante Anlage welche ich genauer in Augenschein nehmen musste ehe wir die Reise fortsetzten.


Stromversorgung Gepanzert

Auf dem Weg zur Abschussstelle die gepanzerten Bloodhoundgaragen, Annahme leer.


Bloodhoundgaragen

Oben angekommen, 8 Kreise wovon 7 noch Beton und der letzte rückgebaut heute noch Kiesplatz, doch weit und breit keine Boodhounds. Die werden doch kaum alle im Boodhound Museum auf neugierige Zuschauer warten. Womöglich sind sie doch zahlreich in den grossen Kavernen vor Sarnen verborgen. Naja wissen werde ich dies nie.


Abschussplätze deren 8

Aber, heute ist mein Geburtstag und auf diesen Freue ich mich, Locherguet, was Feines.

Und Links aus dem Text geklaut.
Boodhound Museum

Bahnfahrende Bloodhound-Raketen

am 11. August 2010 unter Reisen, Vergangenes abgelegt

Wahrlich unsere Entdeckungslust innerhalb der hiesigen Schweizerberge kennt keine Grenzen. Oder sagen wir, die sonnigen Tage hierzulande sind dank, Klimaerwärmung oder sonst was, deren immer weniger. Nachdem ich mein Programmierkampf gegen die Mitsubishi-SPS verloren habe wars Zeit etwas Ablenkung zu schaffen.

Den Brünigpass, den wir nun durch die Trachsellauenenexpedition bestens kannten, offenbarte, nach dreifacher Durchfahrt, uns geheimnisvolle Zeichen welche gewisse Ähnlichkeiten zu den Festungsarealen um Maglesch A6020 oder Kastels A6400 zu haben schienen.

Die Barrieren welche rund um Militäranlagen Naturschutzgebiete Ankündigen und somit gutes Indiz für vergrabene Geheimnisse sein können, hattens uns angetan. Klar mussten wir ergründen was hinter den Absperrungen sich verbarg. Nun denn, wer nicht nachschaut bleibt unwissend. Wir wissen nun hinter der Absperrung verbergen sich die Zufahrtswege für die Steinschlagsicherung. Jene Teils die Ausgiebig in meiner Seemühle getestet werden. Wenn doch die Panzertürme, Lüftungsschächte, Nahverteidigungslöcher ausblieben so war der Nachmittag keineswegs verloren.

Auf dem Weg wieder Richtung Zürich, respektive auf dem falsch geglaubtem Weg Richtung Zürich (es war wieder mal Gotthardstau angesagt), begegnete uns das hohe Tor einer möglichen A-Festung welches nach einer genaueren Erkundung schrie. So sind wir, betonend meine Partnerin und ich, in Alpnach aus der A8 und, den Indizien folgend dem Tor entgegen gefahren.


Lieblich genannt Koordinaten,  für weitere Hobbyspione.  Das Haupttor mit Siemesvideoüberwachung Swissgrid 662849 / 195796

Wahrhaftig ein grosses Tor mit Bahnanschluss, Schmalspur Brünigbahn offenbarte sich, wir neugierige Wesen machten uns auf, die Geheimnisse dahinter zu ergründen. Gefunden haben wir keinerlei Stellungen geschweige den Nahverteidigungsanlagen oder sonst wie was auf mögliche Kampftätigkeiten hinweisen könnte. Folglich hatten wir weder ein A-Werk noch Sonstwie ein Speerenteil gefunden und auch für K-Bunker jeglicher Art schien uns die Zufahrt masslos überdimensioniert. Indes war das besagte Werk reichlich bestückt mit Zuluftschächten, auch verbarg sich am Gegenende des Berges ein weiteres eben so grosses Tor mit heraus führendem Schienenstrang, hinzukam ein kleineres Tor, wie auch ein Doppelauspuff im Abluftschacht hinter welchem ich zwei 250 KVA Generatoren vermutete. Und allerletzt, wenn doch etwas beschwerlich mit unpassendem Schuhwerk aber ich bin ja bekanntlich Maso, fanden wir hoch oben in einem Zuluftschacht den Notausgang. Logisch machte ich heute das WWW unsicher um nach möglichen Informationen Ausschau zu halten. Und siehe da, wer suchet der seie erleuchtet. Ein Tor welches verblüffend ähnlich ausschaut fand ich auf der bekannten von mir gerne zitierten Festung-Oberland-Webseite unter “Diverse Anlagen” genannt “Lager für Bloodhound-Raketenteile“. Klar war erstmals sichtlich meine Neugierde entflammt was Einiges an spannenden Informationen zum Thema Flugabwehr hervorbrachte.

Was so lieblich als Bluthund bezeichnet wird, kleine Anmerkung, ich mag keine Hunde, war ein damalig ausgeklügeltes Flugabwehrsystem mit leistungsfähigem Raketenantrieb und möglicher Nuklearkopfbestückung, Nuklear, was wiederum erklären würde wieso eine kleine Delegation Berner mit Geigerzähler ausgestattet sich damalig in die Mürtschenalp verirrte.

Die BL-64 Bloodhound von der Bristol Aircraft Company hergestellt standen von 1964 bis 1999 im Einsatz, so sagts die Feldweibelzeitung. Zahlreiche Abschussanlagen sind noch heute vorhanden.
Kanton Zürich etwa in Schmidrüti, man beachte die runden Betonkreise.

Die ominösen Links nach meinem Bla kommend
Zweifelsohne, wer sucht der findet eine Vielzahl von wahrhaftig wertvollen, spassigen und kreativen Informationen im WWW. Nicht alles scheint im multimedialem Sauglatismus zu ertränken darum hier einige ganz nette Seiten rund um die fliegenden und manchmal bahn fahrenden Bluthunde.

Ein kleiner erhaltenswerter Querschnitt durch meine Recherchen
Bluthunde deren BL-64 in der Feldweibelzeitung als PDF
Bristol Bloodhound auf Wiki
Festung Oberland der Klassiker für Hobbyspione www.festung-oberland.ch
Raketen und allerlei Lustiges im Selbstbau auf www.c-turbines.ch (hat Kult, ist Kult)
Gasturbinen noch und nöcher auf www.technologie-entwicklung.de
Bloodhound / Lenkwaffenstellung BL64-ZG eine Bilderseite

Das Innenleben der Postkartenschweiz

am 08. August 2010 unter Reisen, Vergangenes abgelegt

Teil-Zwei unserer Lauterbrunnenreise (Teil Eins gibts unter: Post-Karten-Schweiz)

Den Samstag gehörte wiedermalig der Erforschung vorindustrieller Zeiten, unser Fetisch die Industriearchäologie. Trachsellauenen, die Bleiminen, genauer die Stollen “Gute Hoffnung” und “Gnadensonne” waren unser Ziel.

Damalig in Zeiten um 1790 war mitunter die Schweiz eine nicht unbedeutende Bergbaunation. Ausgestattet mit allerlei Informationen wie Grubenpläne, Karten und Ansichten machten wir, meine Liebste und ich, uns auf den Weg zu den entlegenen Gruben im Berner Oberland.


Panorama am Mundloch der Grube Gute Hoffnung auf 635103/152940, 1580 Meter über Meer

Die Grube Gute Hoffnung war relativ einfach und schnell gefunden da das Mundloch nur unweit des Wanderwegs hinter einem Baum sich versteckte. Die gewonnene Zeit indes schwand kontinuierlich beim aufspüren der deutlich schwieriger zu findenden Grube Gnadensonne. Da diese eingebettet in diversen Felsen vor sich hin schlummerte, waren einige Versuche nötig um ans Ziel zu gelangen. Doch auch dies Werk war letztlich aufgespürt und in unserem Wegtracker sauber dokumentiert.

Gnadensonne Querschlag irgendwo nach  635305/152665 aber ziemlich genau auf  1364 Meter über Meer.

Leider war die Zeit etwas knapp um die Gruben insbesondere deren Gnadensonne näher zu erforschen, a) fehlten uns die Gummistiefel, unsere Springerboots hätten 20cm Wasser echt nicht zurückhalten können und b) wäre etwas Kletterausrüstung, um die vertikalen Gänge zu Erkunden, durchaus nützlich gewesen.

Ansicht Bergwerk Trachsellauenen mit Seigerrissen der Stollen von Johann Nicolaus Schiel (Quelle Erziehungsdirektion des Kantons Bern)

Hilfreich war uns der Kupferstich von Johann Nicolaus Schiel beim Aufspüren der Minen. Alleweil ein überaus schöner Samstag im touristisch komplett überlaufenem Berner Oberland, froh waren wir das nur Wenige sich für Bergwerke interessierten und wir nicht mit solch Verkehr wie auf den Wanderwegen in den Stollen konfrontiert wurden.

Alleweil werden wir ein zweiter Trachsellauenenausflug zur genaueren Erforschung der Grube Gnadensonne aufgleisen. Aber erstmals gemütlich den Sonntag zuhause geniessen.

Die Links,
Einiges zu Trachsellauenen findet sich im Beitrag Post-Karten-Schweiz
Erziehungsdirektion Kanton Bern Lauterbrunnen-Trachsellauenen, Erzverhüttung/Silbermine

Post-Karten-Schweiz

am 05. August 2010 unter Betrachtungen, Reisen abgelegt

Die letzten Tage waren wieder von gefühlsstarken Momenten, in teils archaischer Wildnis, geprägt. So war den unser zweiter Versuch die Gruben Tschengels und Fliden obhalb Felsberg, sprich die Goldene Sonne, aufzuspühren wiederholend ein Misserfolg, zumal, wie immer, wir Längstschläferinnen viel zu spät Richtung 13hunderter unterwegs waren.


Meine Liebste am abmühen der 1284 Meter über Meer

Nichts desto trotz, ein Feuer der Leidenschaft, in mitten tiefer Wildnis liess uns genüsslich den 1. August, ein Nationalfeiertag der niemand so recht zuordnen kann, einläuten. Dies als Vorstufe zur Reise in die Postkartenschweiz die wir keineswegs der Postkarten willen aufsuchten viel eher war unser Drang die Erkundung vorindustrieller Bergbauerungenschaften diesmal im Berner Oberland genauer betrachtet im Turisüberlaufenem Lauterbrunnental.

Und wahrhaftig in aller Pracht erstrahlte sie, die Postkartenschweiz, als hätte sie am 1. August alle Hochdruckreiniger über sich ersprühen lassen. Unsere Mission indes galt wie anfänglich erwähnt keineswegs der Postkartenpolitur. Mich zieht zunehmend die Industriearchäologie, namentlich hier zu finden die Blei und Silberminen Trachsellauenen.

Und wieso ich kaum was übers BDSM zu berichten weiss mag daran liegen das mich momentan andere Unruhen bewegen als die Unruhe weder als Mensch noch als Frau akzeptiert zu sein. BDSM bewegt sich zunehmend in unsere Zweierkiste, was gut so ist, Konstrukte wie Szenen füttern mein Zynismus und dieser wiederum artikuliert sich in einen nicht Strassenverkehrsrechtkompatiblen Absinthkonsum.

Die durch nichts zu ersetzende Linksamlung zum Artikel
Die Goldene Sonne gibt’s weiter zurück auf “Kleine Reisen zu grossen Geheimnissen”
Trachsellauenen Wiki
Verhüttungsanlagen von Trachsellauenen Infotafel PDF
Die Blei-Zink-Baryt-Lagerstätten im Lauterbrunnental, Berner Oberland im Bergknappen Nummer 51 als PDF
Die Walser als Bewohner des Lauterbrunnentals Internationale Walser Webseite

Kleine Reisen zu grossen Geheimnissen

am 19. Juli 2010 unter Reisen abgelegt

Und sonstig schön, bunt, romantisch, brachiales.

Nachdem am Samstag die Wettergötter uns eher schlecht gesonnen waren und wir die Reise in die Goldgruben, Sinnigerweise,  Goldene Sonne , bedingt durch Blitz und Donner auf halbem Wege wieder abbrechen mussten, waren die Wetterkräfte am Sonntag gemütsverwöhnender Natur. So wagen wir mit Fotoapparaten, GPS und Grundrissplan ausgerüstet ein kleiner Ausflug zur einzig letzten im Kanton Zürich noch verbleibenden Artilleriefestung im Ebersberg, die A5438, bei Berg am Irchel .


Materialhüsli

Ein liebes Grüessli von Beat und Simone lacht uns entgegen auf dem B1520.  Das B steht meist für Unterkünfte, Seilbahnen oder Berghütten. Die anschliessende Zahl bezeichnet die Militärische Anlage. Dies Gebäude dürfte allerhöchst die Aufgabe des Materialschuppens inne gehabt haben. Heute nun dient es zur Begrüssung zumindest glaube ich dies zu meinen.

Dank eines Grundrisses welcher ich auf der Seite A5438 Artilleriewerk Rüdlingen/Ebersberg ergatterte, machte ich mich auf, alle Geheimnisse möglichst genau zu ergründen.


Eingang zur Festung

Zweifelsohne blieben auch mir die Innereien zur Festungsanlage verborgen wenndoch dank der im GPS gespeicherten Zeichnung allerlei Elemente wie das Zulufttürmchen, die 3 Artilleriestellungen plus der 2 MG-Stellungen, Eingangsportal und Nebengebäuden der besagten Festung ausgemacht werden konnten.


Gut getarnte Artillerie und MG Stellung

Mit einigem an Vorstellungskraft könnte ich so mir ein doch recht exaktes Bild der damaligen Anlage und dessen Funktionen, bis in die Jahre 1978, zusammenzimmern.

Währenddessen, meine Liebste keineswegs untätig, sie die sich leidenschaftlich der Fotografie hingibt während ich den unterirdischen Geheimnissen nachrenne, machte schöne Bilder meiner Wenigkeit, klar in denen Momenten in welchen ich nicht irgendwo mein Kopf in irgendwelche Löcher hineinsteckte.


Beblumte Luisa

Es war denn letztlich ein wahrhaftig produktiver Sonntagnachmittag und wenn doch ohne Gold in der Handtasche so doch wenigstens um viele Erfahrungswerte reicher.

Relevante Links zum geschehenen Wochenende.
Wo Blitz und Donner kam
Goldene Sonne Wiki Bergwerk Goldene Sonne
Goldene Sonne Web Die Goldene Sonne am Calanda
Goldene Sonne Familie Keller Goldene Sonne Felsberg

Die wohl ultimativste Festungswebseite Festung Oberland
Festungen im Kanton Zürich Festungen ZH
Festung Ebersberg auf Unterirdische Schweiz

Mürtschenalp, eine Wanderung

am 27. Juni 2010 unter Reisen, Vergangenes abgelegt

Einblicke in längst vergangene Bergbaugeschichte

Ein kleiner Reisebericht.

Zu dritt und dies bei prächtigem Wetter, was hierzulande selten ist, waren wir unterwegs zu den verlassenen Kupfer und Silberminen Mürtschenalp.  Inspiriert durch Familie Kellers unfangreiche Bergwerksseite machte ich mich, mit meinen Weggefährten Thomas und meiner Liebsten Christina, letzten Samstag, mit Sack, Pack, GPS-Gerät und allerlei Leckereien im Rucksack auf den beschwerlichen Weg Richtung Grube Mürtschenalp. Beginnend beim Höhenmeter 1099 sollte unsere Entdeckungslust den Spitzenwert 1740 Höhenmeter erreichen. Dank den präzisen Skizzen auf der Webseite der Familie Keller, unserem kleinen Satellitenhorchendem Ei und meiner Liebsten, die dies kleine Helferlein zu bedienen wusste, war der erste Stollen unter der Erzbetthalde schnell gefunden. Bei solch prächtigem Ausblick war dieser Ort unser erster Rastplatz  ehe wir den Einstieg in den Horizontalstollen wagen sollten.

Gefüllten Magens, unter anderem mit dem von meiner spanischen Mutter direkt importiertem Lomo, stach unsere Dreiergruppe in die Unterwelt um leider nach rund 6 Meter festzustellen das die Gummistiefel eindeutig fehlend waren. Nach kurzer Prioritätenabwägung, nasse Füsse oder Umkehr, beschlossen wir die Weiterreise oberirdisch fortzuführen  in die, wie beschrieben wird, schwierig zu findende Hauptgrube.

Über ein längst überwuchertes, wahrscheinlich damaliges Bergwerksbahntrasse gelangte unsere kleine Bergknappendelegation zum Einstieg Hauptgrube.  Dank dem kleinen GPS-Empfänger, meiner Liebsten als Fährtensucherin und meinen Kartografischen Kenntnissen, fanden wir  denn von Aussen kaum sichtbarer Einstieg ins Bergwerk Hauptgrube relativ fix.

Anfänglich etwas Scheu beschlossen wir zu Zweit die Tiefen zu erkunden. Mit dabei unser kleiner Helfer welcher unsere Bewegungen im Stollensystem aufzeichnen sollte sobald irgendwie GPS-Signal empfangbar sein sollte. Was aus diesem Track geworden ist, wird sich nach weiterer Bearbeitung zeigen. Alleweil sieht der rohe unbearbeitete Track in etwa dem Stollenplan von Emil Stöhr ähnlich

Nach anfänglichen bedenken uns durch teils recht enge Verstürzungen zu zwängen entdecken wir interessante stille Zeugen von damalig um 1840 harte Bergwerksarbeit in mitten einer Landschaft die in kalten Tagen alles andere als Menschenfreundlich sein dürfte.

Grubenplan nach Emil Stöhr 1865 Quelle:  Webseite Familie Keller

Das Bergwerk Mürtschenalp sei im Jahre 1608 erstmalig Urkundlich erwähnt worden. In den Jahren 1830 bis ca. 1930 wird das Bergwerk immer wieder Teils während kurzen Zeitabständen betrieben. Gesucht und gefördert, zeitweise recht erfolglos und unrentabel, wird nach Kupfer, Silber, allerletzt gar  nach Uran. Heute lässt sich nur erahnen was früher für Aufwendungen betrieben wurde um an damalig begehrte Metalle zu gelangen.

Meine Bilderseite dazu, zu finden auf:  www.luisa.net/murtschen/

Eine umfangreiche und äusserst wertvolle Webseite zum Thema Bergwerke. Eine meiner Inspirationsquellen:
www.familie-keller.ch/bergwerke/

Die Geschichte der Kupfer und Silbergruben Mürtschenalp ist auf “Die Lagerstätten und die Geschichte des Silber- und Kupfer-Bergbaues auf der Mürtschenalp (Kanton Glarus, Schweiz)” als PDF niedergelegt.

Als Festplatten laufen lernten

am 21. Juni 2010 unter Reisen abgelegt

Es mag verwundern das solch zarte Mechanik die Gedächtniskapazität in expotentialen Schritten zu erhöhen vermag. Damals, es waren nur wenige Jahre, um 1985, ich noch klein und in der meteorologischen Zentralanstalt als Stift tätig, sahen solch Gedächtnisse wie Katinentellerwärmer aus und vermöchten nur bescheiden  minimale Wetterdaten speichern. Verhätschelt waren sie all die vielen  Tellerwärmer, mit wuchtigen umherdröhnenden mechanischen USV-Anlagen.

Heute, sie sind zart, schnell, klein, silbrig, und können Datenmengen niederschreiben welche weit über mein Verständnis und meine Chaoslogik hinaus reichen. So vermag es mich zu erfreuen neues, altes, vergessenes, meines Produktionseifers neu zu entdecken.

Die Festplatten welche fern bedient, FTP sei dank, im, manchmal doch so fernen, Aargau immer mehr meiner Ergusse schlucken um wieder in Vergessenheit zu geraten.

Es waren doch die Tage Seemühle welche mich das Thema Reisen wieder ausgraben lies. Reiseberichte, sie schlummern im WWW, vor sich hin, von niemandem beachtet nicht mal mir, die Urheberin.

Also war die Zeit gekommen um die Zeitarchive, meine bebilderten Reiseberichte, auszugraben.

Die Grabung auf denen Silberscheiben, brauchte folgendes ins WWW.
Querschnitt kleiner auf dem Server ruhender Bildliseiten von Nah und Fern, Zeitchronologisch:

Wiesner Alp eine Reise auf Schweizer Berge Mittwoch, 9. Juli 2003
Räume, die Versunkene Stadt Sihlcity Sommer 2003
Ostfreisland, ein toller Ausflug zu tollen Menschen Ostern 2007
Spanien, meine Geschichte Oktober 2008
Seemühle, Lochezen, Berginnerreinen Montag, 21. Juni 2010

WGT 2010

am 31. Mai 2010 unter Reisen abgelegt

Frau gönnt sich ja bekanntlich nichts, als selbstständig Erwerbende nicht mal Ferien. Doch eines ist unumgänglich, unser kleiner Abstecher in den Norden ins wunderschöne, entdeckungsreiche Leipzig und dies zum Zwecke des Festivalbesuchs genannt “Wave-Gotik-Treffen” diesmalig das 19te im Jahre 2010.

WGT das wahrscheinlich einzige Festival in welchen die Besucher und Besucherinnen mehrheitlich unfunktionelle Mode spazieren führen. Ich mit meiner Affinität für den fetischistischen Umgang zur Mode bewegte mich zweifelsohne im Paradies. Ohnehin ist dies Festival, welches sich über die 500 000er Stadt verteilt, wahrscheinlich das einzige mit solch hoher High Heels-Träger und Trägerinnenbeteiligung.


Luisa hoch zu Moritzbastei

Wahrlich, wohl fühlte ich mich in solch stimmiger Umgebung. Anmerkend hier das ich einige Berührungspunkte zur Wave und Gotikszene hege und Pflege.  Berührungspunkte welche weit über meine SM-Neigung hinweg greifen. Schön solch Festspiel der Kreativität zu geniessen.

Trotz aller Genüsse beginnend bei den Kulinarischen weiterführend zu den optisch Visuellen so war eines unserer Schwerpunkte klar die Musik. Wie bekannt bei uns eher die härteren Melodien beginnend beim Industrial.


Vigilante Live

Die Parkbühne  eine von uns bevorzugte Adresse zumal insbesondere am Sonntag Musikalisch, wie doch die einten sagen würden, der “genau Richtige”  Sound spielte.

Genüssliche Tage begleitet unter anderem von Künstlern wie,

Cephalgy http://www.cephalgy.de
Vigilante http://www.vigilante.cn
SITD http://www.sitd.de
Rotersand http://www.rotersand.net
Suicide Commando http://www.suicidecommando.be

Aber Leipzig hat noch viel mehr zu bieten. So blieb uns in den Konzertpausen genügend Zeit um die Stadt mit einigen ihren faszinierenden Sehenswürdigkeiten zu erkunden.


Klimafassande nach DDR-Machart

Teil meiner Faszination war unter anderem das alte Pelzlager am Brühl welches nach gewohnter DDR-Manier mit Zweitfassade bebrettert wurde. Zwischen gründlich gehobelter Sandstandfassade und vorgesetzter, vermutlich Eternitfassade, verbarg sich in früheren Jahren die Klimaerschliessung. Mir bot sich diese Sicht dank des Abbruchs des Komplexes am Brühl. Der Grundriss zur damaligen Sandsteinfassung findet sich unter Tuchhalle/Pelzlager
Im nicht allzu aktuellem Googlemap ist noch die fast schon kultige DDR-Archithektursicht abrufbar siehe: Googlemaps Brühl

Nun denn, ein wunderschönes verlängertes Wochenende welches, auch erwähnenswert, dank guten Freuden in Leipzig und derer Gastfreundschaft erst möglich wurde.

Wildnis, auf zum Feuer der Leidenschaft

am 01. Mai 2010 unter Reisen abgelegt

Was an Vakuum entsteht durch den Rückzug aus grossen Vereinsaufgaben wird sofortig aufgefüllt durch gemeinsame Aktivitäten mit meiner Liebsten. Unsere lang gehegte Tradition, die Entfachung des Feuers der Leidenschaft, könnte nach zweijährigem Dornröschenschlaf  wieder mit Schall und Rauch himmelwärts in unsere Herzen steigen.

So waren wir denn neulich, an einem warmen Frühlingstag, aufgebrochen in verborgene nur uns bekannte Gebiete um ausgiebig der Romantik zu Frönen. Schön wars wieder weit fern etwelchem medialen Gegacker zu liegen und Omlabratwurstprominenz-Philosophien den Bach rauf und runter zu wälzen.

Die Wildnis, irgendwo, und die Vorbereitung zum Feuer der Leidenschaft

Traditionen sind Elemente die ein Zusammenleben erträglich, schön, lieblich, genüsslich oder gar fanfarenhaft  gestalten. Jene Tradition des Leidenschaftsfeuers lies bedingt durch urban geschehen Unsinn lange auf sich warten. Erst die Lossagung von denen Endlossatiren ermöglichte emotionell volle Momente.

So sei denn, allerliebste Christina, schön wars und schön ist es mit Dir.



Hochhäuser und Zürich

am 01. Mai 2010 unter Reisen abgelegt

Währendessen sich die Menschen in den 40ern einzugraben versuchten scheint heute Zürich förmlich in die Höhe zu explodieren. Zugegeben dies kleine Provinzstädtchen strotz nur so vor Nachhohlbedarf und was 40 Jahre lang nicht gebaut wurde solle in nur kurzer Zeit entstehen. Es scheint so als wolle der Komplex dörflicher Provinzialität in wenigen Monden mittels viel Stahlbeton weggezaubert werden.

Wie jede richtige Stadt sollen auch hier Schweizer Städte sich der genüsslichen Hochhauswettrüsterei hingeben. So kanns den nicht weiter verwundern das Basel nach dem Heranwachsens des Primetowers 126 Meter in Zürich bereits ein höheres Gebäude plant.

Ich beobachte diese Himmelswärtentwicklung mit Neugierde. Zweifelsohne sind Hochhäuser in kleinst Zürich dringend von Nöten, wie und was, indes ist eine andere Frage. Klar ist, dass jene romantische Viertel mit dem stolzen Fünfe was viel Raum zu viel Spielerei offen hielt heute jenseits des Bezahlbaren für Sterbliche liegt. So frage ich mich ob deren Stadtentwicklung Kreis 5 zum Zombieviertel mutiert.


Mobimotower für die bestbetuchten Scheintoten im Vordergrund. Primetower für die ultimativ gestressten im Hintergrund.

Häuser welche den Anspruch stellen Stadtgeschichte zu Schreiben
Mobimotower http://www.mobimotower.ch
Mobimotower Grundrisse in PDF
Primetower http://www.primetower.ch
Europaallee http://www.europaallee.ch