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Das breite Spektrum meiner Interessen als stetig wachsende Linkliste.

Archiv der Kategorie 'Reisen'

Das Dorf Moses

am 21. Mai 2018 unter Reisen, Vergangenes abgelegt

Kleine Bildstrecke durch die Produktionsstätten von Exodus, Games of Thrones und vieler mehr.

Das Dorf Moses

Die Hauptstrasse, Lastwagentauglich.

Das Dorf Moses

Und schmucke Gipskartongässchen.

Das Dorf Moses

Das Dörfchen ist schon sichtlich ramponiert.

Das Dorf Moses

Am Dorfrand

Das Dorf Moses

Pizzaofen darf nid fehlen

Das Dorf Moses

Wohnzimmerchen

Das Dorf Moses

mit rustikalem Esstisch

Das Dorf Moses

Und der Blick hinter die Kulissen

Das Dorf Moses

Die glorreichen Tage grosser Filme sind definitiv vorbei.

Geolokation Chorrillo Filmkulissen im Satellitenbild

Raja Lustrina

am 21. Mai 2018 unter Reisen, Steinerne Unterwelten abgelegt

Ich war wieder mit Freunden im fernen Almeria am Erkunden dortiger Unterwelten. Ein Objekt welches seit Kindheit im Kopfe herumgeisterte und Gegenstand zahlreicher Spukgeschichten war, steht noch heute stolz in verwaschener Felswand.

Raja Lustrina

Es ist dies die „Raja Lustrina“ an der alten Landstrasse N-340a nach Murcia wobei der Name „Raja“ für Spalt steht und so zeigt sich dies Stollensystem, dem neugierigen Betrachter / Betrachterin, erstmals als rund 3 Meter hoher Spalt in der Sandsteinmauer. Man erzählt sich, das Bauwerk stamme aus Maurenzeit, 7. bis ins 10. Jahrhundert, und war über etliche Kilometer lang. Eine mir aus Kindheit bekannte Legende besagte dass dies Stollensystem als Fluchtgang diente und über etliche Fallen verfügte welche allfällige Verfolger hätten stoppen sollen. Ich habe, über die Familie meinen Grossvaters, etliche Geschichten um diesen mysteriösen Ort mitbekommen selbst wagte ich indes nie den Blick hinein.

Inzwischen  jedoch waren knappe 45 Jahre übers Land gezogen und sowohl ich wie auch meine Freunde sahen in diesem Werk eine würdige Herausforderung. Dem Konzept des Wissens schaffen beschlossen wir, in kleiner Gruppe, das Stollensystem auszumessen um daraus ein, auf Fakten basierender, Plan zu bauen.

Erstmals jedoch dem Blick hinein,

Raja Lustrina

Wie so oft in verlassen Hohlräumen gibt’s auch in der Raja Lustrina reichlich Müll. Wenige Meter ab Tag gabelt sich der geschrämte Stollen in 2 Hauptrichtungen. Die kurze Südstrecke gabelt weiter 3malig ehe ein Tageinbruch folgt.

Raja Lustrina

Tageinbruch eines ehemaligen Stollenfensters.

Etliche Zweigstollen münden nahe Tag im Versturz. Die Bestimmung des Stollens wird schon bei dieser kurzen, rund 30 Meter langen, Befahrung klar. Bei dieser Anlage handelt es sich ohne Zweifel um ein Verteidigungs- und Überwachungswerk, durchaus denkbar aus Maurischer Zeit. All die kleinen Stollenarme führten einst, an kleine Fenster im Felsen. Wahrscheinlich stand dies Bauwerk in Zusammenhang mit einer möglichen Mauer übers Tal der Rambla Tavernas. Der 3 Meterschlitz könnte an ein Turm angefügt worden sein. Die Stollen sind indes leider wenige Meter ab Tag kaum 1.50 hoch.

Der Gegenzweig in Nordrichtung ist bei weitem der Längere und auch der durchwegs Interessantere.

Raja Lustrina

Der Stollen ist ins weiche Sandstein / Nagelfluhmaterial geschlagen. Es liegt viel Sand, welcher vom Stollendach herunter rieselt, am Boden. Fakt ist, das Stollenprofil dürfte, in Originalform, grosszügiger aber nicht merklich Grösser gebaut worden sein.

Raja Lustrina

Der Boden liegt deutlich unter dem Sand. Ab rund 100 Meter bergwärts sind auffällige Seitenmauern erkennbar diese jedoch grösstenteils unter dem Sand. An einer tiefgelegenen Stelle versuchte ein neugieriger Vorgänger mittels Schaufel den Felsboden zu erreichen. Klar wird das rund 1.20 Meter Sand den Felsboden bedecken. Für uns heissts nach wie vor, gebückte Haltung während Erkundung und Vermessung.

Raja Lustrina

Die Schaufel ist nicht weit in einer ausgebauten Strecke. Diese Stammt definitiv aus dem Industriefundus des 21. Jahrhunderts.

Raja Lustrina

Der Ausgebaute Teil, nun etwa 200 Meter Bergseitig, birgt einige Mysterien. Die oberen Mauerbauten sind eindeutig nicht Maurischen Ursprungs. Die Abstützung reicht an die aktuelle Stollendecke. Der Sand am Boden indes besagt dass einst die Stollendecke einiges tiefer lang. Das Stollensystem muss zu einem späteren Zeitraum wiedergenutzt worden sein. Weitere Hinweise indes sind keine auffindbar.

Raja Lustrina

Gegen Ende des Stollens kommen erste Wurzeln zum Vorschein. Es wird klar, wir sind nahe bei Tag. Der Stollen endet bei ca 270 Metern im Versturz dies, ohne Zweifel, sehr nahe Tag.

Raja Lustrina

Anhand der zeichnerischen Umsetzung, ursprünglich im Topodroid-Format, konnten wir recht genau den nördlichen Ausgang ausmachen.  Auch erscheinen fast alle Abzweiger, als Erschliessungsstollen der Verteidigungsfenster, durchwegs plausibel.

Raja Lustrina

Die Zone des Nordausgangs mussten wir, klar, auch genauer untersuchen. Die Stelle, links an den Felsen, könnte recht genau hinkommen. Die Bereiche ums Mundloch indes sind heute als Landwirtsschaftsfläche aufgeschüttet. Der Ort am Stollenmund sieht, gemäss Historischer Karte (ca 1940) entschieden differenter aus.

Klar ist:
Die befahrbaren Stollen „Raja Lustrina“ sind total ca. 370 Meter lang.

Die meisten Abzweiger sind nahe Tag verstürzt.

Die Anlage ist ein Verteidigungs- und Überwachungswerk, wahrscheinlich aus Maurischer Zeit. Der Zweck war die Überwachung des Verkehrs an der Rambla Tabernas, Nord-Süd-Verbindung. Es wird, am nahegelegenen Historischen Wanderweg, auf einer Hinweistafel, von einer Mauer berichtet die das Rambla Tavernas Tal sperrte. Spuren sind heute keine mehr sichtbar und auch meine Kartografie, bis ca 1830 zurück, weiss nichts derartiges zu berichten.

Geolokation Raja Lustrina offener Stollenmund

Forschungsreise Almeria

am 02. Juli 2017 unter Reisen, Steinerne Unterwelten abgelegt

Naja, weils so schön war, mal wieder was an Gruppenbildern zu Almeria hier postend.

Descuido

Viele Wege führen nach Descuido, die einten obendurch die anderen untendurch.

Descuido

Hauptsache abends ganz schön rostigrot.

Hund am Decuido-Tunnel

Und des Abschlusses, der Held damaliger Descuido-Reise.

Die Bilder sind aus Andreas Schatzmanns Fundus. In diesem Sinne es liebs Dankeschön an den Spender und Fotografen.

Wenn eine, eine Reise tut, schon wieder

am 13. Mai 2017 unter Reisen, Steinerne Unterwelten abgelegt

Ich war schon lange nicht mehr zu Ferien unterwegs, Grund gegeben dies ausgiebig, exzessiv nachzuholen. Einerseits wollte ich den Geburtstag meiner Mutter im heimischen Madrid feiern, anderseits sollte die Zeit noch reichen zu gemeinsamer Fahrt nach Denia, Mutters Wohnort, und drittens wollte ich mit meinen Bergbaufreuden die Tiefen Andalusischer Bergbaureviere erkunden. Also Kilometerintensive Ferien, genannte 6000.

Llanca

Doch allererst gabs nen Zwischenhalt in Llanca

Ehe die Reise nach Madrid weiterführte.

In Madrid nächtigte ich nicht unweit des Mataderos im Madrider Chinatown im Viertel Usera.

Matadero Madrid

Der, eben, in der Nachbarschaft angesiedelte ehemalige Schlachthof (Matadero) war mir ne kleine Fotoserie wert.

Nach zweitägigem Abstecher nach Denia führte mir die Strasse weiter in den Süden.

Gabo de Gata

Diesmal Zmittagessen am Gabo de Gata bei der längst vergessenen Kirche, Objekt immer wiederkehrender Besuche.

Und, nachdem nun meine Freunde per Flieger zu mir stossten, waren die Untergründe nicht weit.

Balneario Alfaro

Die Ruinen der Alfaro-Thermalbäder wussten sich über Jahre hinweg meiner Neugier zu entziehen. Diesmal, Luisa mit viel geiler Kartografie ausgestattet, gabs kein verbergen. Wir fanden das mächtige Thermalbad Baujahr 1848, im Bild der Wasserspeicher.

Nächtigen taten wir im legendären Thermalbad Los Baños am Fusse der Sierra Alhamilla. Auch diese Region weis viel Geschichte zu erzählen was mich bereits vor Jahren zur Seite Minas Los Baños Sierra Alhamilla animierte.

Cementerio Los Banos

Geschichten sind längst nicht alle Erkundet geschweige den Erzählt. Der verlassene Friedhof und deren Verbleib einiger sterblicher Überreste ist noch wie vor noch Buch der sieben Siegel. Die herumliegenden Grabsteine datieren auf die Jahre 1932.

Minas Primero de Mayo

Aber eigentlich galt unsere Hauptmission den Bergmännischen Untergründen. Im Bild, eine Hauptstrecke keine 100 Meter von unserem Nachtquartier entfernt.

Auch der kommende Tag knüpfte an vergangene Familientraditionen und so bestiegen wir  die Minas de Gador, ist auch eine Geschichte auf meiner Seite unter Bergbau, Gador und Benahadux .

Minas las Balsas

Im Bildchen das Revier Las Balsas.

Minas las Balsas

Und in guter Mitte das Haus des Meisters.

Am Tage der Arbeit war grosse Arbeit angesagt zumindest was Höhenunterschiede und Rückwärtsfahren anbetrifft.

Minas del Carmen

Zu Gast waren wir im steilen Blei-Bergwerk Mina del Carmen bei El Marachal de Enix. Im Bild die Aufbereitungsanlage ehe uns die Stollenwerke lockten.

Minas del Carmen

Unterirdisch ist dies Bergwerk locker in die Grössen-Liga Seemühle einzuordnen.

Nächster Tag, ein Riesenrevier, war auch mal Thema auf meiner Seite unter Goldminen Rodalquilar

Also, wie genannt, Gold in rauen Mengen aber, leider, in noch raueren Mengen Stein gebunden.

Mina Maria Josefa

Im Bild Maria Josefa obere Sohlen.

Mina Maria Josefa

Und die schöne Landschaft mit, zu Füssen gelegener, Aufbereitung.

Mina las Ninas

Auch zur Gruppe Rodalquilar gehörend, Mina las Niñas

Mina Primero de Mayo

Doch wie üblich bei unseren Ausflügen war auch diesmal etwas Handarbeit gefragt. Im Bild die Stollenöffnung einer Hauptstrecke gehörend zur Gruppe Primero de Mayo nahe unserer Unterkunft in Los Baños.

Mina Felisa

Und, weils so schön war, Mina Felisa in der Sierra Alhamilla.

Und ich mich versah, waren die Ferien durch.

Llanca

Also nochmals eine Nacht in Llanca und ab nach Zürich.

Allen Beteiligten es grosses Dankeschön. An dieser Stelle nen grossen Musiker zitierend „Ihr ward Geil“.

Und, die Geschichten tue ich sicher noch weiter ausarbeiten.

Wellness im Wallis

am 16. Oktober 2016 unter Reisen, Steinerne Unterwelten abgelegt

Wieder eine Bergwerksgeschichte doch diesmal ich, ohne tausendsachundpack, mich in die Geheimnisse Walliser Unterwelten einweihen lassend. Im lockerer 5er Gruppe gewährte uns Roger Bergwerkforschung Einblicke in die Walliser Bergbaukunst.  Für mich 3 Tage ohne Messzeugs, Bohrmaschine und sonstige Schleppereien, ein überaus erholsames verlängertes Wochenende. Auch so, allen Lobes würdig, die Nächtigung im Bed&Breakfast Berginsel und de jeweilig anschliessenden Bergbau-Brunch. Und, wers noch nicht weiss, das Raclette hoch zu Berginsel ist, nicht nur meine Meinung, Legendensprengend.

Anny, ich habe vorwiegend Fotos produziert und kaum was geforscht was auch kaum von Nöten war, denn, Roger kennt so ziemlich alle Geheimnisse dortiger Berghauer.

Und so sollen vorwiegend Fotos meine hiesige Kurzgeschichte sein.

Freitag 7. 10. 2016 Aproz Bergwerk Pyrit vormals Anthrazit

Hoch im Felsen, nix für Höhenängstliche, mich dazu zählend, liegen einige Stollen verborgen. Ein Hochklettern forderte meine gesamte Überwindung wenn doch die Belohnung keine geringe war.

Bergwerk Aproz

Die Aussicht war Brillant und die Anlage nicht minder spannend.

Bergwerk Aproz

Die Stollen fuhren ursprünglich,  Mitte des 19. Jahrhunderts  verschiedene Anthrazitlinsen an.  Fehlmann spricht von grossem Bergmannsglücke in Form von 3000 Tonnen gefördertem Anthrazit. Eine zweite Bergbauepoche zu Zeiten des 1. Weltkrieg konzentriert sich vorwiegend auf den Pyritabbau,  zur Schwefel respektive Schwefelsäurenproduktion. Im Bild, der obere Stollen aus der Anthrazitepoche stammend während die untere Fahrstrecke des Pyrits Willen den Berg quert.

Bergwerk Aproz

Das Gelbe Zeugs an der Decke, man verzeihe mir mein Mineralogie-Analphabetismus, ist dies begehrte Pyrit. In allen Stollen überwog der herbe schweflige Duft welcher Erinnerungen an meine ausgedehnten Spaziergänge auf Gadors Schwefelwerken weckte.

Bergwerk Aproz

Die Pyritnester erstrecken sich senkrecht über rund 110 Meter. Immer wieder müssen Leitern oder Gesenke beklettert werden um in die nächsthöhere Sohle zu gelangen. Insgesamt sind 9 Sohlen definiert wovon die tiefste einzig als Abfüllanlage und Elektrohauptverteilung amtete.

Bergwerk Aproz

Mit der Ära Dionisotti  um 1940, zogen die schweren Maschinen in den Berg. Dionisotti liess 3 Silostufen und 2 Steinbrecher, Gesamtbauhöhe  70 m, in dem Berg einbauen. Um die Erze von tiefen Sohlen in die Brecher-Siloreihe einzuspeisen liess der alte Patriarch zusätzlich ein Förderschacht schlagen welcher jedoch nie seiner Bestimmung walten durfte. Die Produktion des, eher minderwertigen, Schwefels erreichte nicht die gewünschte Rendite und so zog der Bergmännisch ungebildete Unternehmer Dionisotti, mit all seinen Maschinen, ins nahe Goppenstein. Heute noch stehen die, ehemals in Aproz verbauten Steinbrecher, Rütteltische und Flotationströge oberhalb des Lötschberg Autoverlads auf Goppensteine Seite.

Ende des Zweiten Weltkrieg war Ende des Bergbaus auf Aproz. Der Schwefel, in Uetikon am See zu Schwefelsäure raffiniert, erreichte nie lukrative Qualität.

Bergwerk Aproz

So bleibt einzig, in verborgenen Stollenwinkeln, noch die natürlich gebildete Schwefelsäure welche vielleicht gar

Fuchs im Bergwerk Aproz

dem Fuchstier gar nicht gut bekam. Naja, ob dieser Fuchs, das arme Tier, des Säurewasser betrübt war oder sonst welche mortale Sorgen hegte, werden wir wohl nimmer erfahren.

Samstag 8. 10. 2016 Chalteberg Kobalt-Nickel Bergwerk

Chalteberg

Dies Bergwerk findet sich in prächtiger Berglandschaft mit Blick ins tiefe Turtmanntal.

Chalteberg

Über wilde Bäche führt der Weg zur Werkanlage aus den Jahren um 1890.

Kobalt Nickel Bergwerk Chalteberg

Noch heute sind die alten Gebäude erstaunlich gut erhalten. Im Bild zuhinterst der Unterstand fürs Benzingetriebene Kompresserchen, anschliessend die kleine aber geräumige Mannschaftsküche und nebenan, Fenster links im Bild, die Kantine. Im oberen Stockwerk auf der Küche, die Wärme nutzend,  thronten die Bergwerksverwalter der 2 Bergbauepochen.

Kobalt Nickel Bergwerk Chalteberg

Ein Blick in die Küche verrät, hier war ein geübter Koch auf engstem Raume am Werk.  Die Küchengestelle sind noch fix an Ort und Stelle und auch der Sockel vom Tiba steht an seinem Platz.

Kobalt Nickel Bergwerk Chalteberg

Im Stollenlabyrinth, in den beiden Querschlägen, sind noch heute Holzschienen eingepasst. Insbesondere im Querschlag 1 auf Höhe Sohle 1 ist das Britische Schienensystem, Baujahr ca 1890, fast vollständig erhalten. Einzig die Flachbandstahllauffläche, welche die Holzschiene schütze, wurde abgebaut.  Merkwürdigerweise sind jedoch noch die Senkkopfschrauben im Holz erkennbar als hätte jemand eilig die Stähle, mit Brachialgewalt, zusammenklauen wollen.  Der fehlenden Profile wiederum liegen auf einem Haufen irgendwo im Querschlag also wurde doch nix mit Zusammenklauen.

Kobalt Nickel Bergwerk Chalteberg

Nahe Mundloch, Sohle 1, bricht der Stollen allmählich zusammen. Das wenige Wasser in solch trockener Umgebung erstarrt zu Eis und schweisst somit die verbrochene Zimmerung zusammen.

Kobalt Nickel Bergwerk Chalteberg

In naher Umgebung sind noch einige Sondierstollen getrieben die heute spektakuläre Holzeinbauten wie Spundwände zeigen.

Kobalt Nickel Bergwerk Chalteberg

Plan Gross machen, Plan anklicken

Der Kobalt-Nickelgang fällt 45 Grad Südwest. Mittels 2 Diagonalaufbrüchen machten sich die Arbeiter am Erz zu schaffen.

Die Erzlager sollen im Jahre 1854 entdeckt worden sein,

Im Jahre 1891 erwarb Dr. Schacht  die Abbaukonzession welcher, mit Unterbrüchen, bis 1906 noch Bergbau betrieb.

Kobalt-Nickelaufbereitungsanlage Chalteberg

Auch aus Dr. Schachts Betriebsperiode stammt die im Turtmanntalboden, Vorder Sänntum, befindliche, Wassergetriebene Aufbereitungsanlage. Die Erze wurden zu jener Zeit mittels Seilbahn vom Bergwerk in die Aufbereitung gefugt. Noch heute sind Randlager und Pochbecher erhalten auch so finden sich vereinzelt Seilbahnmastenfundamente. Indessen ist End und Anfangspunkt der Luftseilbahn nimmer eruierbar.

Kobalterz

Im Pochbecher, ebenso vor langer Zeit vergessen, ein schmucker Kobaltbrocken.

Im Jahre 1943 wird nochmals ein Versuch gestartet die alten Kobaltminen zu beleben. Einige Wagemutige öffnen die alten Stollen und verlängern diese um wenige Meter. Der Abraum wird dekorativ vor die alten Versatzmauern und auf den Holzschienen in Sohle 2 verstaut. Der grosse Nickelkobaltsegen indes wird den Männern, die unter ärmlichsten Bedingungen auf 2500 müm hausten, gänzlich verwehrt bleiben.

Sonntag 9. 10. 2016 Chandoline Bergwerk Anthrazit

Am Sonntag, als kleine Entspannung, mal wieder Kohlebergbau diesmal im ausgedehnten Anthrazitbergwerk Chandoline nahe dem Rohneufer.

Bergwerk Chandoline

Über Abbaugesenke lassen sich, unter fachkundiger Führung von Roger, die oberen Sohlen befahren.

Bergwerk Chandoline

Da meine Orientierung allmählich schwindelte war ich froh um Rogers Objektkenntnisse den dass Stollenwirrwar schien nimmer zu enden.

Bergwerk Chandoline

Und immer wieder mit 60er-Spur Schienen ausgestattete Strecken.

Bergwerk Chandoline

Ähnlich den  Simmentaler Bergwerken liegt auch in dieser Anlage reichlich vergessenes Bergbaumobiliar aus Zeiten des 2 Weltkriegs.

Bergwerk Chandoline

Und ebenso sind noch spektakuläre Holzeinbauten zu finden.

Bergwerk Chandoline

Wer sich jedoch auf der Hauptstecke weiter in der Berg wagt passiert zwangsläufig einige sehr brenzlige Stellen. Nicht nur das mürbe Stollendach wird zunehmend zur latenten Gefahr.

Sauerstoffwerte im Bergwerk Chandoline

Auch das Sauerstoff CO2 Verhältnis erreicht ein gefährlicher Schwellwert.

Nochmals als Lebenswichtiger Tipp

Atemluft liegt bei 20,9 Volumenprozent  Sauerstoff und weit unter 0,4 Volumenprozent CO2

Tödlich wird’s bei 15 Volumenprozent  Sauerstoff, respektive 3 Volumenprozent CO2.

Bergwerk Chandoline

Plan gross machen, Plan Anklicken (Quelle Roger Widmer Bergwerkforschung)

Im Plan, hier die westliche Hälfte der Grube,  in Türkis gehalten, die Grundstrecke. In Rot, Orange und Gelb die oberen Strecken. Untendurch wärs Blau und Violett und wie bekannt unter Bergbauprofis, Grau steht für Schrägschacht, die kolorierten Flächen wiederum sollen Abbaufelder symbolisieren.

Wie gesagt, die Grundstrecke wird einige 100 Meter ab Tag zunehmend desolat. In der Ostabzweigung  nimmt  zudem rapide die Bewetterung ab somit schrumpft der Anteil an gesunder Atemluft. Als wären dies nicht genug Gefahren  tauchen immer wieder gefährliche Schächte in der Hauptstrecke auf. Kurzum, wie bekannt bei Kohlebergwerken, eine äusserst lebensunfreundliche Umgebung.

Und abschliessend, nach solch ausgedehnter Geschichte,

Nen Dankeschön an Roger, allen Beteiligten, dem Berg und klar dem Berginselteam.

Meine Wallisbeiträge
Goppenstein die Zweite
Wo Mühlen langsamstetig Blei mahlten und Faxe verfaxt waren

Und die Links
Bergwerkforschung
www.berginsel.com

Mal wieder 1.August

am 01. August 2016 unter Reisen, Vergangenes abgelegt

(Und völlig unpatriotisch die ruhige Zweisamkeit in trautem Heime geniessend.

Auchtung!!!! wieder mal nen Blogbeitrag mit reinem Tagebuchcharakter)

Zweifelsohne die letzten Jahre waren immer oft von abenteuerlichen Ausflügen geprägt, zuletzt die Suche nach strahlenden Steinen am Risetenpass.

Dies Jahr wars gemächlicher wenn doch ich des Vorvortages mich mit Grundrissplan  ins ferne Davos aufmachte. Eigentlich wollte ich diesem im Bergbaumuseum abliefern doch besagtes Museum war geschlossen, was, hätte ich genauer gekuckt, ich längst gewusst hätte. Naja, so führte ich den Grundriss spazieren während ich mich in die Burg Belfort aufmachte.

Ruine Belfort

Belfort war vor 13 Jahren bereits mal ein äusserst eindrückliches Ausflugsziel die daraus entstandene Seite lebt, zu meiner Verwunderung, immer noch auf www.luisa.net/pampa/ .

Ruine Belfort

Das Gemäuer aus 1244 steht noch heute in mehr oder minder vollkommener Pracht hoch zu Surava

Da meine Ausflüge doch eher anstrengender Natur sind musste am Vortag wieder eine intensive Verköstigung folgen. Diesmal wieder alte Traditionen auflebend den Transenbrunch in freudigem Freundeskreis reaktiviert.

Foodporno

Darum an dieser Stelle etwas Foodporno ehe Freunde und mein selbst all die Leckereien zu Bauche führten.

Und es Regnet

Während die Wettergötter mein 1. August Projekt Siglisfadsgrätli Wasser und Schnee ersticken.

Heute scheint die Sonne, zumindest hin und wiede.  Nichts desto trotz, Schmusen macht Spass und, Arbeit liegt auch noch jede Menge rum. Mein Bergbaukartenwerk könnt ich Updaten und das Mobiliar vom Foppa da Chianols könnt ich mal ins Pländli reinzeichnen und, und, und.

Any, allen, nen schöner erster August. Morgen gilts, zumindest für mich, wieder richtig ernst und stressig.

Madrider Ansichten

am 28. April 2016 unter Ästetik, Reisen, Stadtindianer abgelegt

Naja, wie bekannt, wenn eine, eine Reise tut. Ich, diejenige, tat eine Reise und machte beiläufig viel, viel Fotografie. Madrid ist eine Grossstadt und ein Mekka für Architektur und Kunstfetischisten. Über Madrid liesse sich, hinzukommend,  Tagelang resümieren ich jedoch will mich, mangels Zeit, auf etwas Urlabsbildchen und mögliche Georeferenzen beschränken. Obs mal ne längere Geschichte entsteht, etwa auf Luisa.net, wird sich zeigen.

Plaza Major

Eines der spektakulärsten Madrider Plätze und, ab 1600, Zentrum der geografischen Strassen-Sternstruktur die Plaza Major. Auf meinem Bild die Ansicht von Platzinnern Südöstliche Land, also stand ich zu Zeiten des Fotomachens auf  UTM30 4 474 081 / 440 045  653 müm. Um 1900 solle mein Standort in etwa so ausgesehen haben.

Plaza Major

Nochmals ein Bild der Aussenfassade eines, um die Plaza Major quadratisch, angeordneten Gebäudes.

Da uns ein wunderschönes Wetter beglückte, entstanden einige äusserst Farbenintensive Bilder.

Iglesia de San Ginés de Arlés

Auf dem Bild, in blauer Dämmerung gepackt, die Iglesia de San Ginés de Arlés 210 m nördlich der Plaza Mayor in etwa um die gleiche Zeitepoche erbaut.

Plaza Ramales

Was Rang und Namen inne hat, lässt sich, im 17., 18. und 19. Jahrhundert nahe des Königspalast nieder. So solls auch Goya und Velázquez in beschaulicher Strasse getan haben. Das schmucke Gebäude, kein Wohnsitz beider Pinselvirtuosen, wahrscheinlich im späten 19. Jahrhundert aufgestockt, steht an der Plaza Ramales. Das Denkmal rechtsseitig erinnert an Diego Velázquez (1599 – 1660).

Hotel Reina Victoria

Wie die meisten Städte, erlebt auch Madrid im 19. Jahrhundert ein regelrechter Bauboom. Feine Jugendstilarchitektur verdrängt die eng zusammengeschachtelten Altstadtbauten.  Hier im Bild auf der Plaza Santa Ana stehend das Hotel Reina Victoria.

Palacio Real

Bei soviel Spanien darf klar der, ab 1734, erbaute Königspalast im Hintergrund nicht fehlen. Dies Bauwerk solle 2000 Säle beherbergen, mit aller Technikräume ein Total von 4000 Zimmern. Heute indessen Könige in Institutionellen Monarchien, mit Panamapapers, deutlich bescheidener im Palacio de la Zarzuela . Zweifelsohne, wie die historische Karte zeigt, auch bereits ein altehrwürdiges Gemäuer.

Theatro Real

Und die Kehrseite, respektive die Vorderseite des Denkmal-Pferdes, das ebenso königliche Theater an der Plaza de Oriente.

Gran Via

Madrid ist aber auch eine Grossstadt die mehr als nur einen Palast zu klotzen wusste. Gran Via, die Strasse die niemals ruht, startete in Jahren 1910 und aufwärts, mit gewaltigen Prunkbauten, so richtig durch. Der Quervergleich Historische Karte zu Gegenwart zeigt da ist richtig viel Abbauhammer durch die Altstadt gewalzt.

Gran Via

Die Stadt ruht nie, zumindest nicht dieser Stadtteil, hiesige Ansicht um 12 Uhr nachts.

Purta del Sol

Nicht minder Bewegung, Puerta del Sol an Samstagmitternacht.

Reina Sofia Museum

Doch was wär Madrid ohne grosse Kunsthäuser. Hier die kleinere Fassung, der modernen Kunst zuteil, das Reina Sofia Museum. Die Ansicht des Bildes zeigt den edlen Garten dieses nicht wirklich unschuldigen Gebäudes. Den, dies Bauwerk erbaut irgendwo um 1920 diente lange als psychiatrische Klinik, respektive als Hochsicherheitsknast. Als Kind war mir dies Gemäuer als verfallene und mit massiven Fenstergittern verschlossenes Geheimnis bekannt.

Calle de Sebastián Elcano, 36

Bei meiner Kindheit bleibend, die legendäre Wohnadresse meiner Grosseltern und häufige Station meines Aufenthaltes Calle de Sebastián Elcano, 36 auch so dies Gebäude eher den Neubauten angehörend da auf der Historischen Karte nicht wirklich verzeichnet.

Und allerletzt, auch zeitgenössische Architektur findet sich in Madrid.

Pasarela de la Arganzuela

Im Bild die gelungene Brücke Pasarela de la Arganzuela über den Manzanares.

Und, wer gut Essen will obwohl wir, meine Holde und ich, meist von Tapas lebten, empfehlen kann ich auch noch zwei äusserst gediegene Lokalitäten der guten Küche.

Con 2 Fogones an der Calle de San Bernardino 9
und
Alconada am Paseo de Santa María de la Cabeza 61

Die Suche nach verschollenen Zementern

am 25. Februar 2016 unter Reisen, Steinerne Unterwelten abgelegt

Der neulich Blick aus dem Mundloch Bergwerk Mühlehorn heraus, inspirierte mich zu weiterer Suche vergangener Zementepochen.

Zementsteinbruch Quinten

Sowohl das Bergwerk Mühlehorn, siehe Vorbeitrag Mühlehornische Cemente , wie auch die Gegenseite des Walensees verbarg einst wichtige Rohstoffe zur Herstellung des begehrten Zements.

Zementsteinbruch Quinten

Meine Vermutung wonach, nach verehrendem Bergsturz, um 1926, die Untertagebauten allmählich in Vergessenheit gerieten und stattdessen Ledischiffe begehrtes Rohmaterial von der Gegenseite holten, ist zwar relativ jung und nicht über jeden Zweifel erhaben doch durchaus weiterverfolgbar.

Also machte ich die erste Reise, bei schönsten Sonnenschein, aufs Gegenufer des Walensees am letzten Sonntag. Ziel meiner Mission war es ein möglicher Einstieg ins Steinbruchareal zu finden ohne Zuhilfenahme eines Schiffes. Eine wie üblich, nicht ganz so harmlose Mission trotzdem, Landschaft und Wetter kompensierten rutschige Steilhänge und Killerzecken.

Zementsteinbruch Quinten

Wie erwähnt, die Schweiz zeigte sich, dies ohne SVP-Schäffchen-Plakate, von prächtigster Seite.

Seerenbachfälle

Immer wieder wetzt Wasser, nicht weniges, die Felsen ab

Seerenbachfälle

und sorgt für erfrischende Momente.

Baldig taucht eine gut ausgebaute aber reichlich eingewachsene Strasse, nahe des alten Steinbruches, in mitten des Gestrüpps auf.

Strasse

Die Strasse ist ab 1900 auf der Siegfriedkarte genannt und solle bis ans Ufer führen.

Schiffsanlegeplatz am Walensee

Tatsächlich endet die Strasse an einem Schiffsanlegeplatz welcher die Karte mit dem Höhenpunkt 420 definiert. Noch indes trennen mich rund 100 Meter vom Steinbruchareal. Dem Ufer folgend komm ich nicht weit ehe die Felsen praktisch senkrecht vom Wasser aufsteigen. Es bleibt nur eines, ab zu den Killerzecken und durchs Dickicht oberhalb die ganze Felsgeschichte überklettern.

Grillplätzchen

Im Innern des Gestrüpps, nach erster Felsüberkletterung, verbirgt sich ein nettes Grillplätzchen mit Seeanstoss.

Steinbruch Quinten

Doch auch da trennen mich immer noch 80 Meter vom Steinbruchanlegeplatz. Die Felsen schwinden an diesen 80 Metern fast senkrecht ins tiefblaue Wasser. Ich vermute absolut bösartig abwärts, dem kalten Fels folgende Wasserthermik. Schwimmen wird da definitiv nix und auch weiteres überklettern sieht eher düster aus.

Schiffsanlegeplatz am Walensee

Der Blick zurück zeigt die vorhin erkundete Schiffsanlegestelle.

Weg zum Steinbruch

Der nochmalige Versuch die Felsen zu überklettern scheitert am nicht allzu festem Laubbodenbelag und den hungrigen Zecken. Zweitere nahmen mir die Entfernung mit spitzer Pinzette, den heutigen Schmerzen urteilend, sichtlich übel.

Die Geschichte wird eindeutig weitergeführt doch ohne Boot geht wahrscheinlich gar nix, einzig vielleicht noch die Gegenseite der Steinbruchareale konnte, gemäss Satellitenbild, etwas Hoffnung wecken.

Alleweil, Geduld ist gefragt liebe Leserschaft.

Fotografischer Fetisch

am 28. Dezember 2015 unter Betrachtungen, Reisen abgelegt

Und wenn ich mal nicht wieder in einem Stollenbau festhänge so tue ich, mit genügend Zeit, mich wieder dem klassischem Fotohandwerk hingeben.

Darum kleiner Rundgang hier ohne tiefergreifender Geschichte.

Züri toter Spielplatz

Quartierentwicklung, der Spielplatz an welchem nie Kinder spielen werden.

Merkwürdigkeiten

Ein mir nicht restlos logisch erschliessendes Ding am neuen Hipsterpark.

Stahl in Stahl

Stahl in Stahl auf Stahl unterlegt mit Blauhimmeligkeit.

Graffi

Sichselbstskizierend auf Betonwand.

Am Wasser 48

Am Wasser aus vergangenen Tagen.

Anreicherungsbecken

Anreicherungsbecken einer Grundwasserversorgung im Werdpark.

Bad Ragaz

Bad Ragaz zu früher Weihnachtsstund.

Bad Ragaz

Und nochmals Bad Ragaz in mystisches Morgenlicht gepackt.

Bohrturm Zurzach

Der Ursprung aller Salze, Bohrturm Zurzach.

Ein feurig, fulminanter Abschluss

am 08. November 2015 unter Reisen, Stadtindianer, Vergangenes abgelegt

Einblicke in die, meine momentan amtlich zugeteilte, letzte Ruhestätte, genannter Friedhof Sihlfeld. Kleiner Fotospaziergang jenseits jener grossen, hier verewigten Zürcher Familien.

Friedhof Sihlfeld

Es sind die grossen Tore die wir, noch Lebende, uns zuteil sind.

Friedhof Sihlfeld

Und doch zeugen auch diese Portale kommender Halbwelten von allgegenwärtiger Vergänglichkeit.

Friedhof Sihlfeld

Jene derer längst geschlagener Letztestund, erfreuen sich des diskreten Hintereingangs zu gasunterstützen Krematoriumszwillingsöfen.

Und, obwohl an dieser Zufahrt alles zu enden scheint,

Friedhof Sihlfeld

so weiss eine jede letzte Ruhestätte viel Geschichte eines umfassenden Menschenlebens zu berichten. Der Dialog mit den Toten scheint zeitweilig rege zu fliessen.

Friedhof Sihlfeld

Und auch jenes Grabfeld, nach minimum 20 Jahren wieder der Erdbestattung freigegeben, weiss, trotz weggeräumter Grabmäler, immer noch einige subtile Geschichten der Erinnerung wiederzuspiegeln.

So sei gesagt, ein Dankeschön meinerseits fürs Teilhaben an kurzen Fragmenten Eures Lebens.

Friedhof Sihlfeld

Nicht weit fern, sozusagen der Friedhof im Friedhof, genannt eben, der Friedhof einstig weggeräumter Grabmäler welche sich der Gnade einer Friedhofsverwaltung erfreuten und infolge nicht irgendwo in der Zementproduktion zerstaubten.

Diese stillen Gebilde, nicht minder, oftmals ohne wenn und aber Geschichtenerzählend längst vergangener Existenzen.

Friedhof Sihlfeld

Auch die Engel, den Weg der nicht bekannten Ewigkeit säumend, zeugen von stetigem Flusse ohne wirklich plausiblem Anspruch auf Ewigkeit.

Friedhof Sihlfeld der Link

Es Herbstelät

am 01. November 2015 unter Ästetik, Reisen, Stadtindianer abgelegt

Kleine Rundschweife zwischen Architekturfetisch und Naturspektakel. Fotografiert von Luisa ohne Anspruch auf ein künstlerisches Halleluja.

Hotel in Brunnen

Neulich auf dem Weg zwischen Alaun und trautem Heim schnell noch etwas Jugendstiel geschnuppert. Genanntes Brunnen nahe gemeinberüchtigter Axenstrasse.

Haus in Rifferswil

Mal 200 Jahre zurückdrehend hoch zu Rifferswil.

Baum

Der Baum im Wandel der Gezeiten.

Baum

Und weils so schön war, gleich nochmals nach doppelnd.

Haus

Und wieder ein kurzer Abstecher in die Gründerjahre diesmal in Zürcher 4 Kreiser.

Pflanzschulstrasse

Ein etwas späteres Fundstückchen an der Pflanzschulstrasse.

Pferde

Und dortig wo die Pferde noch wild herumgalopieren, Bäckeranlage.

Liebe Leser, liebe Leserinnen,

die Luisa wünscht Euch nen schöne Restsunntig

Genüssliche Momente

am 14. September 2015 unter Kulinarik, Reisen abgelegt

Nachdem ich mich neulich durch Rueuner Unterwelten wälzte, war wieder ein Welnesswochenende angesagt.

Hirschchen

Eröffnet dieses bei herrlichem Hirsch, zwar nicht selbst geschossen dafür selbst gekocht, dies nach Mariane Kaltenbachers Rezept.

Das ominöse Rezept, eigentlich für Rehschnitzel gedacht geht indes auch fürs Hirschchen, hier in unzensierter Fassung, aus dem Subijagdforum gestrotzt.

Rehschnitzel an Rahmsauce
Obwaldner Rezept nach Marianne Kaltenbach

Für 4 Personen
1 Pfund Rehplätzli
1 – 2 Esslöfel Butter
1 Esslöffel Mehl
Salz, Pfeffer
150 g Pilze (ich, Luisa, nehme da ganz gerne Eierschwämli)
½ l guter Wein
2 dl Rahm (Luisa nimmt tendenziell etwas mehr Rahm)

Die Rehschnitzel im Mehl wenden und in der heissen Butter rasch anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen, herausnehmen und warm stellen. Im Bratenfond die Pilze leicht dünsten. Mit dem Wein ablöschen. Ungefähr 5 Minuten leise köcheln lassen, wenn nötig nachwürzen, dann den Rahm zugeben, heiss werden lassen und über die Schnitzel anrichten.

In diesem Sinne, allen Nachmachern und Nachmacherinnen, en guete.

Und auch der Sonntag, unterwegs mit meiner Ex Amporn, war nicht minder gemütlich.

Amporn am Geigerwaldsee

Diesmal führte uns ein kleines Ausflüglein an den prächtigen Gigerwaldsee ob Taminatal. Unterschiedlich zu meinen üblichen Sportsleistungen war bei dieser Tour hauptsächlich mein altes Auto aktiv welches die Höhenunterschiede zu bearbeiteten hatte.

Meine äusserst reiselustige Begleiterin, die sich am Samstag des 50sten Geburtstages, Happy Birthday, erfreute genoss genauso die prächtige Naturlandschaft nahe ihrer Haustür.

Any ein wohlverdientes, erholsames Wochenende.

Palmyra

am 30. August 2015 unter Betrachtungen, Politischer Grunk, Reisen abgelegt

Monate verstrichen als zuletzt ich, mit einem ganz lieben Menschen, auf abenteuerlichen Felsvorsprüngen, über Palmyra philosophierte.

Dieser leibeswürdige, kritische und intelligente Mensch verstarb trauriger weise im Jahre 2014

Palmyra, als Symbol des Wohlstandes, des Fortschritts und des Wissens, verstarb im Jahre 2015.

Palmyra

Dieser Text ist einer liebenswürdigen Person gewidmet die einst mit mir jene Syrische, leider heute inexistenten, Gebiete erkunden wollte.

Und dieser Text ist all jenen Menschen gewidmet die dies, aktuell von einer Horde Krimineller annektiertem Land, verlassen mussten und sich gegenwärtig auf einer Odyssee nicht gekannter Menschenfeindlichkeit bewegen.

Und das Bild solle stehen als Symbol für den Widerstand gegen Ignoranz und Menschenverachtung auf allen Flecken Erde.

Das Bild es steht in meinem Sinne und im Sinne meiner, auf vielen Abenteuern begleitende, kritische Hinterfragerin.

Das Bild, ewig soll es stehen, entgegen jener die den Heiligen Krieg ausriefen doch einzig nur, nicht erwähnenswürdige, Hirnlose Kriminelle sind.

Und doch,

Palmyra lebt, ihr lebt , die Freiheit lebt.

Luisa am Tage Sonntag

Es werde Strom

am 30. August 2015 unter Reisen, Steinerne Unterwelten abgelegt

Den ganz grossen Strommachern mal über die Schulter guckend

Zweifelsohne, in die Geschichte als die Strommacherin dürfte ich eingehen wenn doch mein Strom, meist aus Dieselnotstromgruppen stammend, bei Anblick wirklich grosser Maschinen ziemlich schwachstromig anmutet.

Ich will hier trotzdem, da ich neulich Gelegenheit zu wunderschönem Ausflug hatte, es liebs Dankeschön an Gion Grischott, eine kleine Strombildergeschichte ins Blog pflanzen. Diesmal, obschon ein Pumpkraftwerk, meines Ursprungberufes willen, einzig dem Abwärtspfad folgend, will heissen, aus Wasser wird Strom und nicht die Umkehrrichtung.

Allererst solle eine Staumauer zum sammeln des Wassers ganz gut kommen.

Lago di Lei

Dies hier gezeigte Exemplar steht im Vale die Lei und bildet somit den Lago die Lei welcher auf italienischem Boden liegt. Die Staumauer indes ist noch kleines Flecklein Svizzera.

Lago di Lei

Das an der Mauer zurückgehaltene Wasser erreicht eine Höhe von bis zu 1932 Meter über Meer und die tiefste Wasserseitige Mauerstelle bei 1793.50 Meter über Meer. Ergo wird der Wasserfluss von einer 138.50 Meter höhen Sperre aufgehalten.

Staumauer Lago di Lei

Im Staumauergebilde verlaufen zahlreiche Kontrollstollen an denen diverse Messstellen angebracht sind.

Staumauer Lago di Lei

Ein Exot aus vergangenen Widerstandsbrückenzeiten, Leitungskompensation, solle gemäss unserem Führer, der Temperaturmessung gedient haben. Dies bunte I15-Steckergebilde ist in schmuckem Schaltpult eingebaut und solle, meiner Fantasie zusammenreimend, die Gegenkupplung des Drehspulmessgerätes an gewünschter Messpunktstelle aufnehmen können. Wieso Temperaturwerte in so feiner Einteilung von Nutzen sein könnten, entzieht sich indes meinem Wissen. Zweifelsohne war dies eine Frage die ich zu stellen vergass.

Neben der Staumauer, auch unterirdisch, wird das Ausmass der geballten Kraft erneut eindrücklich sichtbar.

Um diese ungezähmte Ladung Energie kontrolliert des Abwärtsweges zu entlassen sind wuchtige Schieber, sowohl am Druckleitungseingang wie auch an den Ablasskanälen, notwendig.

Hydraulikzylinder Lago di Lei

Die Schieber welche Wasser aus der Staumauer in Druck-Rohre zähmen sind ebenso von gewaltigen Kräften abhängig. Im Bild die zwei, rund 5 Meter hohen, Hydraulikzylinder welche, bei Betätigung, an den Schiebern ziehen und das Wasser in die Talfahrt entlassen.

Hydraulikaggregate Lago di Lei

Solch gewaltige Hydraulikzylinder verlangen nach richtig viel Ölpower. Im Bild 3 von 5 Hydraulikaggregaten die an den Klappen ziehen können. Da der Stausee bei Notfällen, etwa bei heftigem Regenfall, schnell Wasser lassen muss, sind diese Notfallrelevanten Aggregate fünffach ausgeführt. Zwei Geräte sind fix elektrisch betrieben, eines ist mobil, auch mit Elektromotor bestückt, das vierte Aggregat hat ein Dieselmotor umgeschnallt und die letzte Hydraulikpumpe kann gar mit Muskelkraft betrieben werden.
Schiesst das Wasser nun hochmotiviert, die Druckleitung hinab, in die Turbinenhalle muss nochmalig Steuerkraft her um Turbine an und abschalten zu können.

Inzwischen ist dies Wasser in der Schieberhalle auf 1411 Meter über Meer angekommen, also 521 Meter tiefer, alles andere als Handgezämt. Aus der Höhe resultierend sind 52 Bar anstehend die sehnlichst der Freiheit entgegensteuern.

Schieberhalle

Kugelventile tun in der Schieberhalle Schwerstarbeit beim öffnen und Schlissen der Druckleitungen. Wie sichs gehört für nen richtiges Pumpkraftwerk sind pro Gruppe immer zwei Ventile notwendig. Eines schliesst der Eingang zur Turbine und eines schliesst den Auslass der mitgekoppelten Kreiselpumpe. Da 3 Gruppen in besagter Anlage Ferrera eingebaut sind, wirken folglich 6 Kugelventile.

Hydraulikaggregat

Auch die Kugelventile, zumindest die Neuen, verlassen sich auf die Übersetzungskraft fleissiger Hydraulikaggregate. Soweit ich mitbekommen habe tun die älteren Kugelventile die Schliesskraft den aus den 52 Bar Wasserdruck ziehen.

Francis-Turbine-Steuerung

Kaum sind die Kugelborungen der Turbinenklappen in Durchlaufrichtung drückt Wasser ins besagte Turbinengehäuse und richtig macht Stress. Auch diese Stufe benötigt kanalisierende Massnahmen.
Die zahlreichen rund um angeordneten Hebelchen im Bild steuern die Leitflügel rund um die Francis-Turbine. Diese Leitflügel können mehr oder weniger Wasserdruck auf die Turbine lenken.

Francis-Turbine-Steuerung

Die Gesamtansicht machts deutlich, auch die Leitflügelchen werden mit brachialem Öldruck in Position gerückt. Rechts im Bild, der rote Kasten, dürfte das passende Hydraulikaggregat dazu sein.
Diese Turbine so vermute ich, steht Stil da der Hydraulikzylinder eingefahren ist und folglich die Flügelchen den Turbinenzufluss sperren.

Francis-Turbine

In der Klappenhalle steht, respektive liegt ein würdiges Exemplar Typus Francis-Turbine. Solch ein Teil rotiert im, vorhin gezeigtem, grünen Gehäuse.

Generatorgruppe

Oben dargestellt der hintere Teil der die Turbinen-Generator-Pumpen-Gruppe. Im Bild links Erregermaschine, mittig im roten Gehäuse, ich wage zu behaupten, eine Hydraulikpumpe, anschliessend, in Grün, die Kupplung welche Pumpe an und abkoppelt und zuhinterst die Kreiselpumpe die bei Stromüberschuss Wasser in den See hinauf pumpt.

Generatorgruppe

Die Umkehrseite, in rot wieder die Erregermaschine welche Gleichstrom, viel Gleichstrom bei 750 U/min, 225V a 1050 A, zur Bildung eines Generatormagnetfeldes liefert und hinten links, in strahlendem weiss, der 3 Phasen-4Pol-Generator mit Ausgangsspannung 10 500 V a Ausgangsstom 1500 A , wohlverstanden die 1500 A sind irgendwo an nen Drehspulmessgerät abgekuckt.

Erregermaschine

Detailansicht der Erregermaschine, im Bild der Kollektor welcher, auch wieder ne Behauptung, die erste regelbare Erregergleichspannung abgreift.

Feldsteller

Dieses Teil nannte sich zu Teslas Tage Feldsteller und regelt die Erregergleichspannung. Aus deren Ausgangwert resultiert letztlich die Ausgangsspannung des Hauptgenerators dies Drehzahlunabhängig also immer schön bei 50 Herzer.

Trafo 10.5 kV / 220 kV

Diese Ölgefüllte Büchse beherbergt im Innern ein Einphasen-Transformator Primär 10 500 V sekundär 220 000 V. Die Generatorspannung liegt auf den zweien Stromschienen auf. Im Trafo wird aus der Spannung 10 500 V ganze 220 000 V was somit ein Übersetzungsverhältnis von ca 20 ergibt. Ergo bewegt sich der zu transportierende Strom statt auf primären 1500 A neu Sekundärseitig auf bescheidenem 75 A Niveau.

Trotzdem will keiner diese 220 kV in Nähe wissen. Im Bildchen oben recht, nahe dem Isolator der Sekundärleitung, offenbart sich die schwarze Verfärbung der Betondecke eines Hochspannungsschusses.

Jeder Generator benötigt 3 solcher Einphasentransformatoren um wieder bekannter Dreiphasenstrom zu bilden. Primärseitig, also auf Generatorseite, sind die 3Trafos im Dreieck beschaltet sekundärseitig indes liegt die Sternschaltung auf.

Eingang Zentrale Innenferrera

Und zu Ende ist mein Einblick, so wie gekommen so gegangen in gleicher Flussrichtung wie der Hochtransformierte Strom Richtung Tagwärts.

Im Satellitenbild ersichtlich die 3 Schaltgruppen welche auf die Sammelschiene kontaktieren. Die Zuleitung dieser 3 Schaltgruppen vermute ich Unterirdisch über den, auf dem Foto ersichtlichem, Zugangsstollen.

Links
Kraftwerke Hinterrhein