WWW-Links

Das breite Spektrum meiner Interessen als stetig wachsende Linkliste.

Mürtschenalp noch mehr Erleuchtung

am 07. Oktober 2018 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Zweifelsohne, die Lampen werden besser und auch das fotografische Können steigert sich über die Jahre hinweg. Grund genug um weiteren Gemeinissen tiefer auf den Grund zu fühlen. Doch allererst vorwarnend, über die Bergwerke der Mürtschenalp ist viel geschrieben worden ich will dieser Geschichte hauptsächlich den aktuellen Fotos Platz einräumen.

Plan Hauptgrube Mürtschenalp

Stiefmütterlich von allen Forschern sind bis anhin die alten Gruben östlich der Hauptgruben behandelt worden. Deren Zugang ist den heute auch nimmer von Bequemlichkeit geprägt.  Ich zumindest sammelte einige blaue Flecken ehe mir der Einblick ins  Feuergesetzte Gesenk gewährt wurde.

Mürtschenalp alte Grube

Das Gesenk, Südostfallend, ist unter Einfluss grosser Feuerwärme, geruste Decke, entstanden, trotzdem findet sich hin und wieder vereinzelt Bohrlöcher aus neuer Bergbauepoche.

Mürtschenalp alte Grube

In der deutlich zugänglicheren Grube, nebenan gelegen, sammelt sich Wasser bis auf einen Meter. Auch in dieser Seelandschaft mussten unsere Lampen, traditionsgemäss, auf Tauchgang.

Mürtschenalp Bergwerksanlage

Die Sicht vom Stollensims aus zeigt die Landschaft der alten, längst verschwundenen, Industrieanlage im Tal.  In den vereinzelten 3 Tannen am Talboden lang einst das Pochwerk, rechts davon die Knappenunterkünfte.

Nicht minder interessant und absolut fotogen, die Grube Erzbett dessen Einstieg  hart verdient sein soll.

Mürtschenalp Erzbett

Da der Durchschlupf sehr eng ist und die Stabilität sämtliche Wünsche ignoriert, legten wir ein rotes Seil um bei allfälligem Einsturz doch gefunden zu werden.

Wir, Matti und ich, besuchten diese Grube bereits am 1.8.2013. Damals waren sowohl Leuchten wie auch die Erfahrung eher suboptimal zur Gestaltung schöner Bilder. Meine Bilder im Beitrag Kupfergrube Erzbett Mürtschenalp sind alle samt im aggressivem Blitzlicht erschlagen. Diesmal am 5.10.2018 sollte alles besser werden.

Kupfergrube Erzbett Mürtschenalp

Wie üblich, nach Akrobatiknummer, folgen zwei Türstöcke. Der erste erfreut sich bester Statik,

Kupfergrube Erzbett Mürtschenalp

während der Zweite, den sehr vorsichtigen Befahrer, schelmisch böse, in Bergtrollentradition,  anlächelt.  Trotzdem zeigte ein Fotovergleich 1.8.2013 vs 5.10.2018 kaum nennenswerte Veränderung. Nichts desto trotz, liebe Leser, Liebe Leserinnen, geht da nicht rein. Irgendwann wird’s nicht beim Lächeln bleiben.

Kupfergrube Erzbett Mürtschenalp

Bald folgt der Hauptabbau mit weitläufig versetzten Flächen.

Kupfergrube Erzbett Mürtschenalp

Ob den versetzten Abbauten sind Stollen offen wo noch vereinzelt eine leichte Vererzung ausmachbar ist.

Kupfergrube Erzbett Mürtschenalp

Hauptattraktion ist, klar, das gut erhaltene Haspelaufzugsgestell welches die Erzkessel aus dem Schrägschacht empor förderte.

Kupfergrube Erzbett Mürtschenalp

Der Schacht ist auf ganzer Tiefe, 29 Meter, mit klarem Wasser, aufgefüllt. Die Holzbühne ist noch in bester Verfassung und auch die abgesoffene Fahrte hat die letzten 102 Jahre unbeschadet überstanden.

Kupfergrube Erzbett Mürtschenalp

Wie üblich ist solch ein Wasserschacht wie geschaffen für die wasserdichten Lampen und verspielte Fotografen. Im Bild die Förderkübelstrecke am Schacht.

Kupfergrube Erzbett Mürtschenalp

Auch noch, wie bereits 2013, respektive 1919, fliesst das Stollenwasser diszipliniert durch den Holzteuchel als wär die Zeit abrupt gestoppt.

Kupfergrube Erzbett Mürtschenalp

Einige Sehenswürdigkeiten finden sich in den tauben Suchstrecken. Im Bild eine Raumtrennung mit Türe. Die Beschläge der Türe liegen in diversen Seitenstollen, es scheint so als hätte bereits jemand, vor langer Zeit, etwas Eisen gefördert.

Kupfergrube Erzbett Mürtschenalp

Ein einem weiteren Seitenarm liegt ein langsam verrottendes Holzschienensystem. Die Eisen-L-Profile, wie üblich bei dem System, fehlen.

Kupfergrube Erzbett Mürtschenalp

Und der Plan in aktualisierter Form.

Als PDF der Plan Erzbett respektive der Plan Hauptgrube

Auch von Interesse war die Befahrung des tiefer gelegenen Weinmannstollens.

Halde Erzbett Mürtschenalp

Dieses Werk liegt rund 40 Meter unter der Erzbetthalde und sollte ursprünglich den Wassergefüllten Schacht in reicher Kupfererzzone unterfahren. Leider blieb der Kupferreichtum aus und der Stollen erreichte nie die Durchschlägigkeit mit dem Erzbettschacht.

Weinmannstollen Mürtschenalp

Der Weinmannstollen liegt gut versteckt im Baumwald unter der Halde Erzbett.

Weinmannstollen Mürtschenalp

Im Innern staut sich bald das Wasser auf eine Höhe von knappen 1.20 Metern.

Mir wars eindeutig zu nass und da ich aus einschlägiger Literatur von unspektakulären Beschreibungen des Werkes wusste, obliess ich den Einstieg. Ganz anders mein Begleiter welcher sich durchs kalte Nass, die 181 Meter bis Stollenbrust, vorarbeitete.

Vorgeschichten Mürtschenalp
Hauptgrube Mürtschenalp
Kupfergrube Erzbett Mürtschenalp
Uranier und sonstwie Hochdekorierte
Kupfer und Silberbergwerk Mürtschenalp
Mürtschenalp, eine Wanderung
Die Bilderseite: Mürtschenalp

30 Jahre Techno

am 23. September 2018 unter Musikalisches, Politischer Grunk, Transgender, Vergangenes abgelegt

Ich habe ich schon lange nicht mehr über Musik berichtet. Ein Grund hierfür dürfte in der Vergänglichkeit jeweilig verfügbarer Links im WWW liegen. Nun denn diese Geschichte knüpft an Vergangenes an und basiert aufs neuliche Festival „30 Jahre Techno im Funkhaus Berlin“, produziert von Arte Concert. Die Sendungen sind, teilweise unvollständig unter 30 Jahre Techno  abrufbar.

Ich als Techno und Technologie-Kind schenkte dieser Sendungsreihe ganz besondere Aufmerksamkeit denn, zum einen sind all die Kreativköpfe welche diese Kunstgeschichtsepoche bewegten, plus minus, in meinem Alter, zum anderen assoziierte ich dieser kleine Aufbruch zu neuen Sphären mit vielen revolutionären Elementen des zivilen Ungehorsams. Ergo, der Anspruch auf Räume, sprich die aufkeimende 90er-Hausbesetzerszene, das Spiel mit allmählich erschwinglichen Sequenzern und eine aus den Kellern aufsteigende Queerbewegung machte vieles möglich. Auch für mich schien die Welt, wie durch den Tekkno-Blitz getroffen, um Lichtjahre freier zu werden.

Es war und es verging, und trotzdem waren Grundsteine gelegt zu meinem weiteren Leben, Luisa war geboren und möglich. Kunst und Musik entwickelte neue, äusserst kreative Dimensionen, Dimensionen welche auch mich stark prägten, doch leider wollten von jenem Hönigtöpfchen alle naschen. Die Zeit verstrich, das Kapital schlug richtig kräftig zu und der Begriff „Gentrifizierung“ war geschaffen dies sowohl im damals alles möglich machende Berlin wie im Schlafdörfchen Zürich. Die Veränderung, in meiner nähen Wohnumgebung Tag für Tag zu beobachten, sind frappant.

Nun, trotz des zurückgebliebenen Hippsterschrotts, 30 Jahre danach sind sie, die Altmeister vergangener Tage, durchwegs im bester Kreationslaune nur eben, wie ich auch, um einige Jährchen älter.

Miss Kittin Wahlberlinerin und aus dem öden Städtchen Grenoble kommend zog an allen Registern zur Gestaltung eines würdigen Retro-Sets.

Und auch Altmeisterphilosoph Westbam schien kein bisschen Begeisterung verloren zu haben.

Es ist, aus nostalgischer Sichtweise, viel Lebensgeist, respektive Lebensfreude verschwunden. All die tollen Industrieruinen mit den kleinen und trotzdem kaum überschaubaren Mikrokosmen sind zu Gunsten einer öden, sich inflationär ausweitenden  Hippsterkultur verschwunden.

Und doch sagte einst einer dieser Urväter, genannter Westbam, „alles was oben in den Mainstream angesaugt wird, zieht untendurch Neues an“.  Ich stell mich mal, mit meinen 53, ganz tief in den Sog der Kulturgeschichte so möge viel Neues mich zu Neuem inspirieren.

Abschliessend die Links
30 Jahre Techno auf Arte Concert
Die einzelnen Sets sind teilweise auf Youtube  in besserer Qualität und in voller Länge abrufbar.

Rückwärtsfahrende Lokomotiven

am 16. September 2018 unter Reisen, Seitwärts parkieren abgelegt

Ich mag bescheuert sein, da bin ich an einer grossen Dampffahrt zu Speis und Trank geladen und mich beschäftigt die Frage wie die Dampflok rückwärts fährt.

Rheinschlucht

Obschon die Landschaft durchs wunderschöne Rheintal genügen Verlockungen zu bieten hatte, liess mich die Fragestellung der rückwärts fahrenden  Dampflok nicht mehr los.

Ich weiss, seit ich mich mit der Betriebsdampfmaschine  beschäftige, dass viel  Zauber der Wirkungsgradoptimierung in der Zylinderfüllsteuerung liegt. Diese Steuereinrichtung sorgt für optimale Dampffühlung der jeweiligen Zylinderseite. Im Gegentakt schliessen und öffnen die Ventile und füllen somit Zylindervorder- und Rückseite mit Wasserdampf. Betriebsdampfmaschinen drehen konsequent nur in eine Richtung definiert durch die gewünschte Drehrichtung, folglich ist auch die Steuerwelle fest mit der Antriebseinheit verbunden.

G 3/4

Dampflokomotiven wie neulich an der besagten Dampffahrt angetroffen sind in Aufbau und Funktion grundverschieden. Das hiesige, mich zur Fragestellung animierte Modell G 3/4 Baujahr 1902 ist heute noch, mit Ölbefeuerung, für Dampffahrten, im Einsatz.

Wesentlicher Unterschied zur fest verbauten Betriebsdampfmaschine ist sicherlich deren Grösse. Die Lok muss auf kompakter Bauweise deutlich mehr Leistung entwickeln können als die kontinuierlich vor sich hin drehenden, tonnenschweren Schwungräder der Betriebsdampfer.

Auch wesentlich verschieden ist die Zylindersteuerung. Bei Dampfloks etablierte sich fast ausschliesslich, bis zum Ende der Dampflokära, die Schiebersteuerung.

G 3/4

Die Zylinderfüllung wird über einen Schieber geregelt welcher im Wechseltakt die vordere Zylinderseite mit Frischdampf füllt während Zylindersrückseitig das Ausblasens ermöglicht wird respektive im nächsten Takt Zylindersrückseite mit Frischdampf aufgefüllt wird und Zylindervorderseite ausgeblasen wird.

Der Scheiber wird gesteuert über ein, anfänglich äusserst unverständliches, an der Antriebseinheit befestigtes, Gestänge doch in diesem Gestänge liegt das Geheimnis der vor und rückwärts fahrenden Lok.

G 3/4

Das Gestängekonstrukt lässt sich vor Führerstand aus in die Umkehrrichtung stellen so das die Füllung eine Rückwärtsfahrt der Lok ermöglicht. Die Umstellung erfolgt über den Umlenkhebel welcher, im Bild im Ausschnitt der Blechverschalung, zu erkennen ist. Dieser Umlenkmechanik bewegt das Steuergestänge in einer, an der Antriebskurbel befestigten Nutführung. Abgesehen von der Vorwärts-Rückwärtsfahrt kann auch die Zylinderfüllung beeinflusst werden. Ist das Triebgestänge an den Randbereichen der getrieben Nutführung so ist die Zylinderfüllung maximal, im Mittelbereich indessen, auf Nutführungsachse, ruht der Steuerschieber. Die Steuerungseinheit nennt sich Heusinger-Steuerung und ist auf verständlich beschrieben womit ich mir, nen Plan aus meiner Feder definitiv sparen kann.

G 3/4

Blick in den Führerstand, noch leicht zu erkennen im hinteren Teil des Führerstands die Kurbel zur Bedienung der Heusinger-Steuerung.

G 3/4

Nochmals der ungehinderte Blick auf die Heusinger-Steuerung. Alle beweglichen Teile sind noch richtig nostalgisch, bei jeweiligem Halt, in Handarbeit geschmiert. Ölpumpen und Automatische Ölschmierungen setzten sich anfänglich im Motorwagenbau durch.

Links zum Thema
Dampfverein RhB
Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (richtig Geile Seite die auch ich, als Leihe, verstehe)
Wiki zur Steuerung
Meine Geschichte zur Betriebsdampfmaschine

Ich bin keine Domina

am 15. September 2018 unter BDSM, Grungisches abgelegt

Kleine Geschichte aus meinem hin und wiederkehrendem Freitagsalltag.

Ja, Fact ist, meine Telefonnummer ist öffentlich einsehbar. Das find ich gut so und dass solle auch weiterhin so bleiben.

Fact ist auch, die moderne, Schneiderammannische-Leistungsgesellschaft schafft viele einsame Menschen mit etlichen, nicht erfüllten Sehnsüchten.

Soweit meine Betrachtung einer, nicht wirklich sozial funktionierenden Hochleistungszuchtgemeinschaft.

Nun, viele Menschen suchen das mögliche Eintrittsventil zur Realisation ihren Sehnsüchte im Internet. Leider sind die FBs und Co auch nicht wirklich sozial erfüllend und so landet der Mancher, wohlverstanden nur Männer, bei mir auf der Seite www.luisa.net . Geblendet vom, oft inszeniertem, Bildmaterial, ja ich bins wirklich, potenzieren sich die Erwartungen ins unermessene. Der Blick für die komplexen Buchstabenkombinationen beginnt sich allmählich zu trüben. In solch einer ausweglosen, sich zunehmend eskalierenden, Situation greift mach einer zum Telefon zu abenteuerlichen Umschreibungskapriolen.

Ich, mich dem komplexen Formulierungsdschungel unterwerfend, versuche dem Gegenüber die tatsächlichen Sehnsüchte zu entlocken. Dies mache ich parallel in, nicht allzu einfacher, Abendessenzubereitender Tätigkeit, während Kochtöpfe dampfen und Schwarze Wellen aus Subwoofern dröhnen.

Wer sich trotzdem die Sekunden ausklinkt, den Schneider Ammann mit all derer destruktiven Ideologie geistig auf den Mond bläst und nochmals meine Seiten durchliest wird einiges Entdecken.

Ich bin eine obermiese Verkäuferin, nein gar, Verkaufen macht mir echt keinen Spass, solls geben.

Materieller Reichtum ist für mich kaum ein Anreiz, weder für den Montagsmorgen-Aufstand noch fürs Domina-Inszenieren.  Wer meine Seiten betrachtet, es sind einige, wird feststellen dass keinerlei Gegenwerte fürs beziehen der Informationen verlangt werden. Weder Werbung noch sonst irgendwas was mir materiellen Zustupf bewirken könnte, ist in der Seite enthalten. Irgendwann wars, als selbstständig Erwerbende,  angebracht eine Geschäftswebseite zu bauen, ich würd sagen, diese Aufgabe hab ich, auf ganzer Breite, voll verkackt, zum Glück ist mir diese Tatsache ehe Egal wenn nicht gar Scheissegal.

Nun liebe Männer, es ist schon richtig, BDSM ist ein Teil von mir, je nach Phase ist dies BDSM mehr oder minder wichtig. BDSM ist eine Inszenierung die, so glaube ich, einzig im Gleichtakt zu einem tollen Erlebnis wird sofern alle Beteiligten mit Herzblut an dies grossem Theater mitwirken.  Da BDSM im Gegensatz zu meiner aktuellen Tätigkeit als Energie-Daten-Management-System-Bastlerin,  viel intime Anteilnahme erfordert, sind die Kriterien zur funktionierenden Session um einige Quadräter komplexer.

Finanzielle Anreize mögen gut gemeint sein doch sie sind definitiv nicht kickender Motor zur BDSM-Session, übrigens gilt gleiches fürs bauen des Energie-Daten-Management-Systems nur dass

Zweiteres, als gesellschaftlich anerkannte bezahlte Tätigkeit gilt womit sich weitere Diskussionen erübrigen.

Mich kennenlernen ist nicht unmöglich und nach wie vor will ich versucht sein, im Gespräch, Euch Sehnsüchtigen zuzuhören, doch bitte lasst die Pferde im Stall. Wie gesagt, man muss meine Webseite kurz betrachten um festzustellen dass meine Energie enorm sein kann wenn mich was gelustet doch auch Inverses ist der Fall. All dass was mir nicht schmeckt werde ich, auch unter finanziellen Anreizen, kaum realisieren.

Erwartungen Erden und auf Normalpegel schrauben  hilft zu tollen Gesprächen. Wers nochmals ankuckt, es ist richtig, Kategorien find ich fast immer Schwachsinn trotzdem machts Sinn das en Brot, Brot heisst und nicht Kupfer. Verständigung ist ne geile Sache und Kupfer ist definitiv giftig.

Darum, ja, es gibt en Wörtchen Bi, ist fasst so scheisse wie Bu und Bä, trotzdem, meine Fixierung auf Frauen ist tendenziell recht gross. Auch dass ich in Partnerschaft lebe, seit 16 Jahren, ist kein Geheimnis.

Füttert keine Vorurteile den ja, ich bin Trans und Du bist vielleicht kriminell und ein jeder Mensch hat eine Geschichte. Solange Du mich oder andere nicht niederstreckst oder sonst wie Leid zufügst ist, aus meiner Sicht, alles voll Easy.

Ich bin ein sehr Kunstaffiner Mensch, Kunst ist Geil, ich erwachte aus der Hausbesetzerszene und dem E-Musikkuchen. Ich mag gescheite Menschen mit interessanten Geschichten.

Ergo, es ist blöd wenn Du die mögliche Zeit zur Durchsicht meiner Seiten in, vielleicht frustrierende Telefongesprächen verbratest. Auch ohne explizitem Industriegeschichtsinteresse kann mein Wirken unterhaltend gelesen und betrachtet werden.

In diesem Sinne wünsche ich viel Spass

Buffalorageleucht

am 02. September 2018 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Die neuliche Befahrung der Anlagen „Minieras da Fiern“ förderte eine Reihe neuer Erkenntnisse zum Spätmittelalterlichem Bergbau. Kaum eine Abbaustelle auf Schweizer Boden ist noch heute in solch erhaltenen Zustand. Es sind noch etliche Artefakte aus jener Zeit, zwischen 14. und 15. Jahrhundert, erhalten und der ursprüngliche Bau blieb, dank jahrhundertelanger  Versiegelung, im Urzustand. Eines der faszinierendsten Erkenntnissen war die durchwegs durchdachte Transportlogistik vom Schienensystem bis hin zum eigentlichen Beleuchtungskonzept der Hauptförderstrecken.  Noch heute sind die Geleuchtnischen, in regelmässigen Abständen, in den Hauptstrecken erhalten. Die Leuchten, wie ich heute weiss, sogenannte Talgleuchten, interessierten mich besonders. Motivation zu meiner weiteren Recherche war ein Fund in einer Zwischenstrecke welche irgendwann zu einem Materialmagazin ungenutzt wurde.

Talgleuchte

Der besagte Fund ist ein Teil eines Talglichtes. Leider fehlt, wie meine Recherche ergab, ein beträchtlicher Teil der Lampe.

Talgleuchte Die Hafnerin

Der moderne Nachbau dieser Leuchte ist mir bei „Die Hafnerin“  begegnet. Auf dessen Seite bediente ich mich des Bildes.  Gemäss „Die Hafnerin“ ist die Leuchtenkonstruktion einem Fund aus Freiberg in Sachsen, 14./15. Jahrhundert nachempfunden.

Mein Minieras da Fiern Exemplar verfügt über eine bläuliche Glasur und einer durchgehenden Fingeröffnung zum Greifen des Geleuchts. Am Fundort der Lampe stehen Teile einer demontierter Hanspelaufzugsanlage , diverse Rundhölzer die aber nicht erkennbar zur Haspelmechanik gehören, sowie nicht weiter identifizierbare Kanthölzer.

Die Zwischenstrecke in der die Funde lagen war Teil eines Abwurfsystems welches irgendwann zu einem Lager umfunktioniert wurde. Damals war dieser Bereich, gut versteckt und schwer zugänglich, eher selten befahren worden wodurch die Artefakte über die Jahre in Vergessenheit gerieten.

Die Links
Urheberin des zweiten Bildes und Macherin zahlreicher, dem Mittelalter nachempfundener, Keramik Alltagsgegenstände Die Hafnerin www.die-hafnerin.de
Einiges übers Taglicht auf derlichtermacher.de

Und meine Vorbeiträge
Der Krucks mit dem Öllichtchen
Buffalora

Der Krucks mit dem Öllichtchen

am 01. September 2018 unter Seitwärts parkieren, Steinerne Unterwelten abgelegt

Im Zuge meiner Erkundung Buffalorischer Eisenwerke wars mir ein Selbstversuch mit Beleuchtung unter Öllicht, wert. Von Interesse wars zu erfahren wie solch Lichtquelle funktioniert und welche Ausbeute das Flämmchen hergibt.

Öllicht

Mein Lämpchen ist ein Messingnachbau einer alten Bergbaulampe ca 1890, die so ziemlich alles schluckt. Ein 2 Jahre übers Verkaufsdatum hinweg verstrichene Fine Food Kürbiskernöl diente als Brennstoff und als Docht musste eine alte zerrissene Hose hinhalten.

Öllicht

Beim Eglibraten indes war ich froh um das reichlich vorhandene Aussenlicht.

Fazit, moderner Bergbau ist mit solchem Lämpchen schier undenkbar doch im Mittelalter funktionierte viel mit dem feinen Tastsinn. Stollen folgen oft einer Verwerfung und das Eisenerz von Buffalora lässt sich, unter gewissen Kriterien, im Gesteinsverbund gut ertasten, respektive mit Bergeisen und Fäustel, gut in deren Konsistenz erfühlen. Das Lämpchen indes hat heut noch keineswegs den Ruhestand erreicht, es solle am kommenden Samstag wieder in Einsatz stehen bei einer Cava sul Rhein-Befahrung.

Luisa mal wieder, in unruhigen Zeiten, etwas Städtischer

am 01. September 2018 unter Grungisches, Politischer Grunk, Vergangenes abgelegt

Zweifelsohne, wer lange in tiefen Gefilden herumkriecht und sich kurzfristig in die Haut eines Bergknappen, aus Mittelalter, begeben will, wird irgendwann wie eine ausgelutschte Scheuerbürste aussehen.

Luisa 2018

Naja, ich beschloss, in einer ganz und gar nicht hübschen Zeitepoche, mal wieder etwas hübscher zu werden.  Tanja Fehr stilbruch-züri.ch sei Dank bin wenigstens ich wieder ganz ne Schöne geworden.

Währenddessen auf den Strassen sich üble Szenen abspielen und die Jagd auf Andersdenkende, Andersfarbige, Andersglaubende, angeheizt durch die, überhaupt nicht Sozialen Medien, voll entbrannt ist. Anknüpfend an eine längs überwunden geglaubte Geschichte erwachen neue Gelüste des Tötens, entfacht von en paar Sarasinischen Hetzschriften. Es macht Unbehagen, dieser Tage, zu wissen dass Waffenexportbeschränkungen in Bürgerkriegsländer aufgehoben wurden nur zugunsten einer Profitoptimierung skrupelloser Waffenlobbisten. Keine schöne Zeit in welcher die, welche blumig das Volk genannt werden, sich zunehmend von einer geldgierigen, egoistischen Hochfinanz instrumentalisieren lassen.

Manchmal wenn ich meine Facebook-Pinnwann betrachte überkommt mich Angst und Bange. Es scheint das Rädchen der Zeitgeschichte wieder an üble vergangene Zeiten anzuknüpfen und wichtige Sozial-Kulturhistorische Errungenschaften werden mit Springerstiefel zu Tode getreten.

Sie sagen, en paar Wenige, eine neue Regierung müsse her doch dass was die Regierung ist, war und wird gewählt von dieser blumig klingenden Horde genannt das Volk. Es scheint so als würd eine Meute rufen „wir sind das Volk“ und ich bin am Rande dieser Meute, realistisch betrachtet, ein exzellentes Opferkaninchen.

Scheisse sag ich, in welche Geschichts-Scheisse ich da hineingerasselt bin, dabei ist meine Intension ganz und gar nicht die Eskalation eines Konfliktes. Im Gegenteil, als sozialer Mensch hoffe ich auf die friedliche und sich gegenseitig, geistig befruchtende Gemeinschaft.

Es mögen alle einen schönen, friedlichen Sonntag geniessen

Luisa

Buffalora

am 01. September 2018 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Der Beginn einer hiesigen Schwerindustrie als kulturelles Importgut aus dem fernen Tirol

oder ein Forschungsintensiver Rundgang durchs hochindustrialisierte 16. Jahrhundert in luftiger Höhe nahe des Ofenpasses. Vorweg eine kleine Gruppe mit Namen „amis da las minieras Val Müstair“ öffnet, seit dem Jahre 2004, in undankbarer Sisyphus-Tätigkeit, Stollenwerke rund um die Buffalora-Alp.

Alp Buffalora

Gemäss Daniel Schläpfers Disertationsarbeit verbergen sich rund um den Flurnamen „Minieras da Fiern“, steht für Eisenbergwerke über 80 Stollenbauten. Nur minimal wenige dieser Stollenbauten waren zum Zeitpunkt der Disertationsarbeit 1960 zugänglich.

Minieras da Fiern

Die riesigen Halden am Fusse des Munt Buffalora indes sprechen noch heute eine eindeutige Sprache und so versuchten sich immer wieder engagierte Forscher und Forscherinnen im öffnen der Stollen. Mit viel Fleiss schafte die Gruppe „amis da las minieras Val Müstair“ bedeutende Durchbrüche in der Offenlegung der Hauptabbaustellen.

Uns, eine kleinen Gruppe Bündner Bergbaufreunde, war der Einblick in dies Tief gewährt und so erlebten wir, allesamt der Industriegeschichtsforschung begeisterte, 2 richtig intensive Tage im Val Müstair.  Aktuell sind etwa 7 Stollen von vermuteten 80 offen. Die oberen Werke sind indes die wahrhaft interessanten da diese produktiv Eisenerze, zwischen 1300 bis anfangs 1600, förderten. Einer dieser Stollen, genannter San Rafael (ein Heiliger, es gibt deren 4 verrät mir das Heiligenlexikon https://www.heiligenlexikon.de) führt in ein verzweigtes System von Abbauten und Abwurfanlagen.

Minieras da Fiern

Mitteldornschienen als Standard in allen Förderstollen

Die Hauptförderstollen, in Längen um die 350 Metern, sind ausgestattet mit handwerklich sauber ausgearbeiteten Mitteldornschienen-Stecksystemen. Periodisch angeordnete Geleuchtnischen, für damalig verwendende Oellampen, wie auch die verschiedenen Abwurfanlagen,  lassen auf äusserst rationelle  Transportwege schleissen.

Minieras da Fiern

Verbindungsschrägschacht

Die Ebene San Rafael, die wir zum Einstieg nutzen, verläuft Erzarm bis an eine enge Schräg-Schacht-Anlage welche die zentrale Strecke erschliesst.

Minieras da Fiern

Die zentrale Strecke, respektive eine der zentralen Strecken, endet in Tagrichtung in einer unüberwindbaren Verstürzung  zusammengebrochener Türstöcke. Indessen sind jene Exemplare die noch dem Bergdruck trotzen in guter Verfassung und geben Aufschluss übers handwerkliche Können der damaligen  Tiroler Bergknappen. Die Holzeinzahnung liegt satt ohne Spalte auf dem Unterholz, die Konstruktion wirkt noch heute in alle Richtungen sauber versteift und folglich äusserst vertrauenserweckend.

Minieras da Fiern

Die Gegenseite der zentralen Förderstrecke erschliesst das produktive Eisenbergwerk. Der Hauptstollen endet an Stollenbrust bei geschätzten 350 Metern, wovon rund 150 dieser Meter ab Tag von uns schnell-kartographiert wurden.

Zeitweilig liegt viel Material im Förderstollen so das die Schienen nicht mehr zu erkennen sind. Ab 140 Meter öffnen erste stark ansteigende Erzaufhauen.  Ich erkenne, über die Länge von 210 Metern 3 mir eindeutig erscheinende Abbauten eines 60 Grad steilen Erzgangs.

Minieras da Fiern

In den verwinkelten Aufhauen, die sowohl aufwärts wie abwärts der Hauptstrecke anliegen,  sind Abwurfschächte eingebracht welche die Transportwege optimieren sollen.

Minieras da Fiern

Ein grösseres Abbaugesenk verbindet eindeutig eine untere Förderstrecke. Diese Abbauhalle könnte in letzter Betriebsphase auch als Abwurf funktioniert haben.

Minieras da Fiern

Die untere, anschliessende Förderstrecke ist gleicher Charakteristik wie die bis anhin bekannten. Auch in diesem Stollenwerk sind, in regelmässigen Abständen die  Geleuchtnischen zu finden und auch so ist das Werk konsequent mit Mitteldornschienen ausgebaut.

Minieras da Fiern

Im Stollen liegt immer noch, als wär dieser erst vor kurzer Zeit in Verwendung gestanden, ein gut erhaltener Erztrog. Es ist nicht der erste Erztrog den ich ausmache, deren 4 glaube ich bei meiner Expedition erkannt zu haben.

Ohnehin scheint dies Bergwerk voller Artefakte, die viel über das damalige Schaffen zu erzählen wissen.

Minieras da Fiern

In der grossen Abbauhalle sind in einer Geleuchtnische verschiedene eingeritzte Inschriften erkennbar. Schrifttypus könnte in die Jahre um 1600 oder früher passen. Unwahrscheinlich erscheint mir dass die Niederschriften aus Neuzeit stammen. Ich glaube, anhand der Versturzspuren, dass dies Stollenwerk kurz nach deren Betriebsende um ca. 1620 unerreichbar blieb.  Der Text ist schwierig zu entziffern, ich behaupte  „Ciao Andrea“ oder „Gio Andrea“ zu erkennen der  folgende Teil könnte sowas wie „S…pano“ sein. Die weiteren Zeichen und Initialen wirkend auf mich indes äusserst Nebulös. Klar ist, in der Geleuchtnische brannte nicht still vor sich hin ein Öllampenflämmchen sondern eher ein ölgetränkter Lappen welcher die nötige Russunterlage hinterliess. Was wiederum erklärt wieso einzig in dieser Geleuchtnische die Texte zu finden sind.

Minieras da Fiern

Die Ritzarbeit stammt, meiner Meinung nach, von einem der zahlreich herumliegenden Bergeisen. Dies Exemplar hier lagert  ein einer weiteren Geleuchtnische.

In einer Abwurfzwischenstrecke liegt ganz offensichtlich ein Materiallager mit erstaunlich gut erhaltenen Gerätschaften.

Minieras da Fiern

Fein säuberlich auseinandergebaut liegen die einzelnen Komponenten einer Haspelaufzugsanlage, einzig der eigentliche Haspel schein ich im Depot nicht zu finden. Die Holmen sind mit einen Hornlager, zur Aufnahme der Haspelachse, ausgestattet.  Es ist mir nie solch ein gut erhaltenes Exemplar unter die Augen gekommen.

Minieras da Fiern

Nicht unweit des Materiallagers liegt ein weiterer Gegenstand aus dem damaligem Bergbauwerkzeugkasten.

Wahrscheinlich ist dieser Keramikteil die verbleibende Hälfte einer Öllampe die einst der Magaziner  zur Verstauung des demontierten Hapselaufzuges benötigte. Leider ist von der Lampe ein beträchtliches Stück abgebrochen und faktisch unauffindbar trotzdem kann in etwa erahnt werden wie das damalige Geleucht ausgehen haben könnte.

Der Flurname „Ofenpass“ respektive „Pass da Fuorn“ hat Ursprung in der damaligen überregionalen Bedeutung des Hüttenwesens. Um 1600 oder früher standen einige Ofenanlagen in der Nähe an der heutigen Passstrasse. Nicht unweit der Passhöhe liegt „Il Fourn“ was für „der Ofen“ steht und tatsächlich solle noch eine Ofenruine im Nationalpark auffindbar sein.  Auf Buffalora stand einst eine ausgedehnte Siedlung die, so wird berichtet, um 1499 verschwand und nicht nur das Bergwerk bediente. Auf Buffalora erwuchs damals ein reger Handel mit Waren aller Art von nah und fern. Gleichzeitig leben Knappen und Metallurgen in Ort Buffalora. Heute sind kaum noch Spuren des Ortes ersichtlich.

Wir bauten eine Schnellvermessung des befahrenen Stollens welche ich zu einem sehr rudimentären Plan zusammenschusterte um einen Überblick des Stollens auf 815391 / 168649 zu erhalten. Dieser Plan möchte ich keineswegs dem neugierigen Leser / Leserin vorenthalten.

Minieras da Fiern

Plan gross machen, Plan anklicken

Leider reichte die Zeit nimmer um das gesamte Werk zu vermessen, nein, das Gesamte Werk würd den Rahmen von 2 und mehr Tagen bei weitem sprengen. Trotz des einzigen Vermess-Drittels ist eine gute Übersicht über den systematischen Eisenerz-Abbau im Mittelalter möglich. Der Stollen nennt sich San Rafael, eine Bezeichnung gegeben im 21 Jahrhundert der damalige Namen ist unbekannt. Hauptförderstrecke in Rot liegt knappe 16 Meter unter der gelben Grundstrecke die merklich keine Erzgänge anfuhr aber heute die noch existente Schachtverbindung in die Hauptförderstrecke offen hält.  Meine rote Hauptstrecke fährt 3 Abbauten eines 60 Grad steilen Erzganges an.  Unsere Vermessung indes reicht nur bis Ende erste Abbauzone.  Am Ende unserer Vermessung folgt der erste Abwurf, welcher, so angenommen aber nicht bewiesen, eine tieferliegende Hauptstrecke erschliesst.

Abwürfe finde ich minimum 2 weitere die einher mit den Abbauten sich anreihen. Der hinterste Abwurf, durch die letzte Abbauhaue verlaufend, erreicht tatsächlich die untere Hauptförderstrecke die jedoch in Richtung Tag zugeschwemmt ist.  Ein überbrücken der Schwemmstelle könnte am ersten Abbau möglich sein, ist aber, wie erwähnt nicht bewiesen, unser Seil war zu kurz um den gesamten Schacht absteigen zu können. Auch nach oben sind Abbauten weit hinauf fahrbar vermutlich sind auch in oberen Lagen Hauptfahrstrecken erreichbar. Leider reichte die Zeit nicht zur tieferen Erforschung der oberen Stollenbauten.

Minieras da Fiern

Plan gross machen, Plan anklicken

Die Verknüpfung des Plans mit dem Satellitenbild zeigt den Stollenverlauf unter allen Halden hindurch.  Unser befahrene Stollen dürfte eine Länge von 350 Metern inne haben ergo reicht dieser bis unter alle Halden hindurch. Die Halden auf dem Satellitenbild stammen alle von höher liegenden Stollenbauten. Mit Einbezug des  Erzgangverlaufes ist mit einer weit verzweigten untertägigen Verbindung der einzelnen Förderstrecken, im Bereich der 100 Höhenmetern, zu rechnen.

Die unten angelegten Stollen, etliche müssten es gewesen sein, sind indes wahrscheinlich alle durch taubes Gestein getrieben worden.

Der Erzgang liegt folglich zwischen 2500 und 2390 müm, alle tiefen Werke, bis 2260 müm führen kein Erz. Unser Forschungsbereich erstreckte sich zwischen 2390 und 2422 müm und, wir haben nur ein Bruchteil der Werke gesehen.

Wer die Minen besuchen möchte, solle sich an die „amis da las minieras Val Müstair“ wenden.

Wer suchtet der findet

am 18. August 2018 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Wieder mal eine Val Tisch Geschichte anknüpfend an vorhergehende Erkenntnisse. Konkret starten wir, eine Hand voll Freunde, die Suche nach der ältesten Untertageabbaustelle der Eisenbergwerke Minas da Fier im Val Tisch.

Bekannt ist über dies Stollenwerk, welches vermutlich aufs Jahr um 1700 oder älter datieren könnte, nur sehr wenig. Der letzte bekannte Abbau unter Albertini endete um 1845. Eine spätere Untersuchung unter Federführung von Walter Fisch, Büro Fisch Zürich,  nennt im Jahre 1943 den angegeben Stollen II mit dazugehörigem Theodolitwinkel und Distanz. Wer hier was angab und ob Fischs Leute das Mundloch im Theodolitfernrohr erkannten ist heute gänzlich unbekannt.

Val Tisch Minas da Fier

Klar ist, „Stollen I“ ist gründlich untersucht und kartiert. „Stollen II vermutet“ ist recht eindeutig innendrin wie aussenrum als verstürzte Stelle ausmachbar. „Stollen II angegeben“ indes ist ein noch zu entdeckendes Mysterium.

Val Tisch Minas da Fier

Plan gross machen, Plan anklicken

Auf meinem Plan erscheint die Position fast schon selbsterklärend und auch die Höhendifferenzen aus Fischs Aufzeichnungen sind recht eindeutig. Nun musste einzig die Stelle gesucht werden. Einfacher gesagt als getan.

Val Tisch Minas da Fier

Erstmals musste richtig viel Werkzeugs auf rund 2515 müm geschleppt werden. Da das Gebiet überaus Steil aufstieg mussten wir erstmals eine Installationsplattform einrichten ehe wir, an der vermuteten Stelle, mit der Grabung beginnen konnten.

Die Stelle scheint eindeutig, ein Felsvorsprung im Schutze möglicher Lawinen, anstehendes Erz und eine senkrechte Felskante ist wie geschaffen für nen Stollen.

Val Tisch Minas da Fier

Die Umkehrsicht zum Theodolitenstandort von 1943 scheint auch aufzugehen, siehe rote Linie.

Val Tisch Minas da Fier

Bild Lukas Rösli

Und auch die Perspektive aus Lukas Drohne scheint eindeutig.

Val Tisch Minas da Fier

Und doch, der Stollen will und will sich nicht zeigen. Kubikmeter sind inzwischen einige den Hang hinunter gepurzelt. Nach wie vor, es gibt kein Zweifel, oben muss ein Untertagezugang in die alte Abbauspalte existiert haben, wo dieser genau liegt ist unbekannt. Die Suche könnte sich noch länger hinziehen so wie damals bereits beim Stollen IV.

Trotzdem, wir bleiben dran.

Val Tisch Minas da Fier

Trotz des eher bescheidenen Erfolges, die Aussicht ist immer wieder Hammer und überaus lohnenswert.

Die Vorgeschichten
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Männer, ich finds schön dass es Euch gibt

am 18. August 2018 unter Betrachtungen, Grungisches, Politischer Grunk abgelegt

Gewalt hab ich viele erlebt, dies sowohl als Mann, als Transperson wie auch als Frau.

Der Gewalt-Erfahrungs-Peak lang eindeutig in der Phase meiner Transition. Es war aber auch jene Phase in welcher ich mich am ehesten in Gefahrenherde, Streetparade, Club, ect, begab. Heute erlebe ich keine Gewalt den jene Orte die ich aufsuche, bleiben für das Gross einer, aus meinem Erfahrungsschatz bekannten, Tätergruppe gänzlich unerreichbar.

Soweit ich dies Festmachen kann, waren die Aggressoren fast ausschliesslich Männer mit  Migrationshintergrund. In meinen Verhalten als Frau sind klare Strategien entstanden die Gewalt meiden sollen. Ein wichtiger Faktor dieser Strategie ist die Beurteilung, aus der sicheren Distanz heraus, etwelcher Männergruppen. Die geglaubte Herkunft spielt hierbei eine Elementare Rolle in meinem Schutzmechanismus.

Ich habe recht viele ganz tolle Männer kennengelernt, es sind mir aber auch einige wenige richtig grosse Scheisstypen begegnet. Von wo diese stammen ist mir prinzipiell sowas von egal und trotzdem kenne ich als Frau Strategien die mich, anhand Erfahrungswerten, sicher über die Klippen des latent gefährlichen Machotums hinweg bringen.

Die momentan laufende Debatte kotzt mich ganz übel an denn diese sorgt für eine zunehmend polarisierende,  gehässige Sprache. Mich packt die Angst das vielleicht auch ich, als Transperson, üble Vorverurteilung erfahre und dies, ich kanns kaum glauben, von  jenen ZeitgenossInnen denen ich einst eine gleiche Einstellung zuschrieb.

Beatenberger Kohlen

am 12. August 2018 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Es ist zweifelsohne nicht mein Forschungsgebiet jenes ob Beatenberg genannte Gruben am Niederhorn, respektive am Flöscherhorn.

Flöscherhorn

Bis zu 10 Stollen sollen einst zwischen die Felsplatten, ins Kohleflöz getrieben worden sein. Die Suche all diesen Stollen, im abartig steilem Gelände, gestaltete sich schwieriger als gedacht hinzukommend geizen bisherige Forscher mit genauen Koordinaten oder sonstwie verlässlichen Angaben. Wohlgemerkt war auch unser Ausflug eher Touristisch als Wissenschaftlich motiviert.  So wars hauptsächlich ein netter Familienausflug in prächtiger Landschaft mit abwechslungsreicher Stolleneinlage.

Flöscherhorn

Klar ist, bei soviel gebirgiger Steilheit wär vielleicht was mehr Kletterausrüstung durchaus angebracht gewesen.

Stollen am Beatenberg

Von den 10 überlieferten Stollen sind uns letztlich deren 2 begegnet und diese sind aktuell touristisch gut erschlossen  und kaum zu verfehlen. Die weiteren Untertägigkeiten verbergen sich gut in den zahlreichen Felsbändchen. Wenn man bedenkt das der Beatenberger Bergbau 1857 endgültig einging so erscheint die Möglichkeit einen weiteren Stollen aufzuspüren sehr, sehr gering.  Da dies nicht mein primäres Forschungsgebiet ist, bleib ich hauptsächlich bei schönen Bildern.

Stollen am Beatenberg

An einem steilen Taleinschnitt liegt der wiederentdeckte und fein gepützelte Jägerstollen. Zum Glück führt heute eine Holztreppe ans Mundloch. Nach wie vor ists Gelände nur was für Schwindelfreie.

Jägerstollen

Der Kohlestollen, welcher ein Jäger in der Neuzeit wiederentdeckte, die Namensgebung sei geklärt, ist in gutem Zustand und von einem Freiwilligen-Trupp im den Jahren um 2005 neu hergerichtet. Folglich ist dies Bauwerk bedenkenlos Familientauglich. Viele Holzeinbauten stammen aus diesem Jahrtausend.

Jägerstollen

Das Südost fallende Kohleflöz wird in der Horizontale, auf eine Länge von rund 140 Meter, geschnitten.

Jägerstollen

Ein grösserer Aufhau folgt dem Flöz knappe 10 Meter, die durchgehende Flözstärke ist selten über 10 cm. Der Jägerstollen war folglich, so wie dieser sich heute zeigt, nicht Hauptabbau.

Jägerstollen

Sehr schmuck am Jägerstollen, der kleine See an Stollenbrust der zum Lampenversenken förmlich einlädt.

Vorsassstollen

Ein weiteres Stollenwerk, in aller Munde und wahrscheinlich in allen  Wanderführern, ist der Vorsassstollen, leicht unterhalb der Niederhorn-Seilbahnmittelstation Vorsass gelegen. Dieser Stollen trägt auch gerne den Namen Begegnungsstollen und ist, trotz reichlicher Vegetation drum rum, recht einfach zu finden ergo ein richtiger Begegnungsstollen welcher unmöglich zu verfehlen ist.

Vorsassstollen

Auch dieser Stollen macht, bis auf wenige Ausnahmen, einen sehr aufgeräumten Eindruck. Die unterdimensionierte Holzzimmerung, aus den 2000er stammend, ist bereits wieder verfault und wie üblich an gut zugänglichen Stellen, ist auch hier ein Geocache versteckt was am Littering, ums Mundloch herum, erkennbar wird.

Der Vorsassstollen stammt aus dem Jahre 1842 und sollte das Kohleflöz treffen, was jedoch bei rund 140 Meter nicht geschah. Da die Vortriebskosten die zu erwartende Rendite zu übersteigen drohte, wurden die Arbeiten bei 140 Metern niedergelegt.

Stollen im Niederhorn

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Die Stollenbrust des Vorsassstollens ist  weit weg vom Kohleflöz noch hinzukommend scheint das Flöz, bei zunehmender Tiefe, allmählich auszukeilen. Die blauen Punkte sind Stollen die ich aus älteren Karten zusammenreimte. Kennen tue ich heute einzig den Jägerstollen und den Vorsassstollen. Die rote Linie markiert unser, eher erfolglose, Suchtrack.

Also bleibt eindeutig:
Jägerstollen 625118 / 172671
Vorsassstollen 625318 / 172194

Alle anderen sind noch zu entdecken wobei Einiges inzwischen bereits darüber verfasst wurde indessen eher dürftig in dessen Genauigkeit.

Plan-Zöller,-1802

Vielleicht am ehesten Hilfreich der Plan von Zöller aus 1802 welcher, als Nummer zwei, vermutlich den heutigen Jägerstollen ausweisst. Jedoch, wo Zöller Niederhorn meint ist her Flöscherhorn zu verstehen. Auch im Plan zu erkennen, der Jägerstollen scheint zu damaliger Zeit eher klein und unbedeutend gegenüber den zwei südlich gelegenen Stollenbauten.

Im 1771 wird der dortige Kohlebergbau urkundlich erstmals genannt.
1796 sollen indes die Arbeiten, mangels Rendite, wieder eingestellt worden sein.
1801 Beginn einer weiteren Abbauperiode mit viel Stollen wie im Plan von Zöller genannt.
1834 sind 8 Stollen aufgefahren mit einer maximalfördermenge von 250 Tonnen pro Jahr.
1841 Der Staat Bern übernimmt die Bergbaubetriebe am Beatenberg.
1842 Baubeginn des Vorsassstollens.
1857 Endgültiges Aus der Abbauarbeiten.
In den folgenden 2 Weltkriegen werden lediglich Untersuchungen auf Abbauwürdigkeit durchgeführt. Die Stollen indes verfallen allmählich.

Heute ist klar, insbesondere der Transport der begehrten Kohle wirkt, aus heutiger Sicht, wie ein Kamikazekommando. Erstmals musste die Kohle auf die Felskante geschleppt werden ehe sie bequem nach Beatenberg hinunter geschlittelt werden konnte. Der Vorsassstollen wäre die Lösung eines, schier unüberwindbaren, Transproblems gewesen wäre dieser nicht weit fern eines Abbauwürdigen Kohleflözes gelegen.  Weder im ersten Weltkrieg noch im zweiten Weltkrieg erschien das Projekt Vorsassstollen, angesichts eines doch sehr dürftigen Flözes, realistisch.

Und so warten die vielen Stollen immer noch  auf Entdeckung.

PS-Protzerei

am 09. August 2018 unter Seitwärts parkieren, Vergangenes abgelegt

Meinem Beruf ist es zu verdanken dass mir hin und wieder Einblicke in geballte  Kraftpakete gewährt sind.

Gasmotor V20

Das kleine Motörchen, mit Erdgas gefüttert, schafft gemütlich 1400 PS mechanischer Power da können so ziemlich alle Sportwagen einpacken.

Und was lehrt uns das Ganze, alles ist relativ, ist auch gut so.

Und was mach ich, ich tüftle am Energieerhaltungsgesetz.

Taubentaler Untergründe

am 08. August 2018 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Nach doch 4 Jahren endlich die Fortsetzung einer nie abgeschlossenen Befahrung.  Die Erstgeschichte, genannte Bergwerk Taubental ob Boltigen verfasste ich am 13. Juli 2014. Inzwischen verfeinerten sich unsere Vertikaltechniken und wir konnten den Einstig in den unbekannten Schrägschacht, übers hoch einsturzgefährdete Silo wagen. Wenn doch diesmal doch eher  Horizontaltechnik, in Form einer Seilbahn über die Gefahrenstelle, gefragt war.

Bergwerk Taubental

Die Seilbahn sollte uns den Übergang über die Siloöffnung ermöglichen, was ganz gut klappte. Kante Gesenk zu Querschlagboden sind gemäss Seigerriss 7 Meter drin

Bergwerk Taubental

wobei zwischendrin, siehe Bild, eine sehr instabile Silodecke steckt. Ein Berühren dieser Holzkonstruktion, von oben her, erschien uns zu gefährlich also schlosserten wir uns seitwärts ins Gesenk.

Bergwerk Taubental

Im Schrägschacht finden sich einige interessante Details die wir bis anhin nur aus den Plänen des Büros für Bergbau kannten, rechts im Bild etwa die ominöse Wasser-Quelle mit kleiner Ministaumauer und 3/4 Zoll-Anschluss.

Bergwerk Taubental

Ziemlich bald folgt die erste, merkwürdigerweise bis zu unserer Befahrung versiegelte, Rollstrecke. Wir fanden den Holzdeckel zugenagelt bis zu oberst. Die fehlenden Bretter auf em Bild sind mein Verschulden,  dafür liegen diese fein aufgetürmt links an der Stollenwand.

Bergwerk Taubental

Es solle niemand den Teufel an die Wand malen oder ist es eine Teufelin. Fact ist, die klassische Karbid-Lampen-Russ-Zeichnung kündigt die erste, wirklich lange, Rollstrecke an. Der Transportstollen erschliesst das obere Ramsern-Flöz unterteilt in 8 Feldern. An dieser Kreuzstelle muss es dem Bergmanne wohl besonders langweilig gewesen sein wenn doch die teuflische Warnung  durchaus berechtigt ist. Das Gaswarngerät zeigt stark sinkenden Sauerstoffgehalt in der Luft. In den Abbauten sinken die Werte bis unter 17 Volumenprozent was gar nicht gut ist. 20.9 ist gewohnte Atemluft und ab 15 Volumenprozent wird’s tödlich.

Bergwerk Taubental

Der Förderstollen Nummer 1 ist auf eine Länge von ca 90 Meter ganz schön aufgeräumt bis ein Versturz kurz vor Planstollenbrust folgt.

Bergwerk Taubental

In den alten Querstollen finden wir noch intakte Magazinseiten aus der Bergbauperiode um 1945. Der gute Zustand der Blätter lässt auf sehr wenige Besucher schliessen. Auch sonst scheint wenig zertrampelt oder sonst wie Dorfbubenramponiert zu sein.

Bergwerk Taubental

Trotz Gasgepfeife, die Neugierde war stärker und so stiegen wir, mit nötiger Vorsicht, in den einten oder anderen Abbauschlitz.

Bergwerk Taubental

Der Blick aufwärts, dem ausgeräumtem Flözhohlraum folgend, sind immer wieder intakte Holzeinbauten zu bestaunen.

Bergwerk Taubental

Zeitweilig führen schmale fast senkrecht verlaufende Gänge in leergeräumte kleine Kohlelinsen. Trotz der anhaltenden Trockenheit auf Tage erwies sich dieser Aufstieg als äusserst nasses Unterfangen. Wasser plätschert überall herum.

Bergwerk Taubental

Ein kleines Artefakt aus Vortriebszeiten, um 1945, steckt noch immer im Bohrloch, genannte nicht detonierte Sprengladung im oberen Drittel des Hauptschrägschachtes. Trotz des tobenden 1. Augustes blieb dies Feuerwerk, auch nach unserer Befahrung, aus, was uns durchaus erfreute. Es ist zwar anzuzweifeln ob dies kleine Teil noch deren Wirkung entfalten täte doch ausprobieren würd ichs definitiv nicht.

Das Hauptgesenk ist leider, nach Besuch der zweiten Rollstrecke, in den letzten Metern verbrochen. Mich hätte das Umlenksystem der damaligen Standseilbahn interessiert. Von der besagten Aufzugsanlage ist leider heute nicht mehr viel übrig. Ich erhoffte, vielleicht zuoberst, Ende Schrägschacht, ein Blick auf frühere technische Artefakte zu erhaschen doch leider tat das kreuzende Flöz, respektive die bösen Brackwasserschichten, wir nennens Drachendreck, dem Zugang ein kompromissloses Ende.

Bergwerk Taubental

Plan gross machen, Plan Anklicken

Den Blick auf die Seigerrisszeichnung aus Bestand des damaligen Büros für Bergbau zeigt die Details deutlich und mehrheitlich so vorgefunden wie wirs vorfanden. Die Felder 1 bis 8 ab Rollstrecke 1 sind nur minimal bewirtschaftet. Ab Rollstrecke 2 gibt’s keinerlei erkennbarer Abbau. Die tieferen Querstollen sind alte Relikte auf den früheren Ramsernstrecken die heute, ab Hauptquerschlag beginnend, ziemlich wüsst verbrochen sind. Im Zuge dieser Ramsern- Aggression, wir nennens Drachendreck,  bleibt auch der Hauptquerschlagfortlauf in die Ebnet-Zone verbrochen was wir schmerzlich bereits vor 4 Jahren feststellen mussten.

Bergwerk Taubental

Der Übersicht willen ein Grundrissplan wies idealerweise aussehen könnte aber leider nimmer ist. Der Hauptquerschlag erreichte einst eine Länge von 850 Metern. Zwei Hauptflöze schnitt die Hauptförderstrecke, als erstes Flöz folgt die Ramsernzone ab 390 m und anschliessend bei Meter 750 folgt die Zweite Flözzone genannte Ebnet. Wie bereits erwähnt ist ab Ramsern-Flöz der Stollen und alle Seitenstollen kaum widerruflich verbrochen, Drachendreck, eine Kombination aus brüchiger Kohle, Brackwasser und Lehm, ist Schuld.

Die Vorgeschichte
Bergwerk Taubental ob Boltigen

und weitere Boltigen Bergbau Geschichten
Schwarzenmattische Untiefen
Und nochmals Bergwerk Schwarzenmatt
Kohlebergwerk Klus Schwarzenmatt Boltigen, weiter geht’s
Boltingen Bergwerk Klus, Langzeiteinblicke

Sonne Mond und Sterne

am 05. August 2018 unter Betrachtungen, Vergangenes abgelegt

Meine Freundin Christina ist zweifelsohne Astronomieinteressiert und es war am 27.7 ein Laufbahnenphänomen der Superlative zu beobachten, genannt der Blutmond respektive die totale Mondfinsternis.

Sternenberg

Also war mal, auf Sternenberg, rege Aufbauen angesagt. Ein lustiges Völkchen äussert ambitionierter Fotografen  und Astronomen machte sich, bei zunehmender Dunkelheit, auf dem Parkplatz breit.

Sternenberg

Ab so viel Ehrfurcht vor solch geballtem Wissens wendete ich mich nach Westen und Fotografierte, banal, den Sonnenuntergang.

Für alle die den Standort, ideal zur Sternenbeobachtung, kennen möchten, dieser liegt auf 712923 / 249073