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Das breite Spektrum meiner Interessen als stetig wachsende Linkliste.

Weisse Flecken in Schweizer Geschichtsbüchern

am 02. Februar 2020 unter Politischer Grunk, Vergangenes abgelegt

Ich bin neulich, über irgend wer aus em Facebook, über eine kleine Geschichte rund um Schweizer Flüchtlingspolitik gestolpert. Genannt das „Concentrationslager“ Büren an der Aare 1940 bis 1946.

Der Vorwurf wonach diese, etwas unrühmliche Geschichte Schweizer Flüchtlingspolitik gerne aus den Geschichtsbüchern verbannt werde, bestätigte sich über einige Facebook-Posts hinweg, so viel zu Facebook.

Bekanntlich bin ich neugierig also machte ich mich auf die Reise nach Büren an der Aare, dies zumindest mittels GIS-Servern, den üblichen hier bekannten Karten-Online-Tools.

Es war die Siegfriedkarte, die mit Präzision und Detailtreue, viele Jahrzehnte lang, als das Schweizer Kartenwerk, zu überzeugen wüsste. Als Forscherin konnte ich immer wieder wichtiges Geschichtswissen aus den Publizierten Werken herausziehen.

Concentrationslager Büren an der Aare

Im Ausschnitt „Inselimatten“ westlich von Büren an der Aare, herrscht indes um 1946 tatsächlich gähnendes Weiss zwischen etwas verirrten Feldwegen. Jahre davor wie Jahre danach ist Siegfried genauso, wenn nicht deutlich minder, Dokumentiert.   

Gut gibt es ebenso zugängliche, wenn doch etwas verstecktere, Luftbilder, im Kartentool der Schweizer Eidgenossenschaft die ein ganz anderes Bild zeichnen.

Concentrationslager Büren an der Aare

Ein fein aufgelöstes Luftbild aus dem Jahre 1946 zeigt die gesamte Lageranlage in faszinierender Detailgetreue. Einzig Wachtürme wie Stachendraht sind auf dem Foto nicht zu erkennen. Aus weiteren Historischen Bildern ist mir bekannt, sowohl Wachturm wie Stacheldraht waren allgegenwärtig.

Ob die Erwähnung des Lagers in Geschichtsbüchern eher verschwiegen wird, kann ich hier, mit wissenschaftlicher Exaktheit, nicht wirklich wiedergeben. Bei meiner Recherche bin ich auf die Namen Jürg Stadelmann und Selina Krause gestossen die sich, im Buch „Concentrationslager Büren an der Aare 1940 bis 1946“  intensiver mit dem Lager in Büren an der Aare auseinandersetzten.  Auch en Wikipediaeintrag wie auch diverse Webseiten zum Thema sind auffindbar. Nichts desto trotz fehlt die Kartografische Aufarbeitung auf allem, von mir gefundenen Karten.

Geschichte des Lagers

1940 Das Lager wurde zur Internierung  geflüchteter 12 000 Polen, Angehörige des 45. französischen Armeekorps, erbaut. Später sind die Internierten in weitere Lager, Schweizweit verteilt worden. Eine Polen-Lageraussenstelle begegnete mir, bei meinem Bergbaurecherchen rund ums Bergwerk Cava sul Rhein mit darüber liegendem Polenweg (Ilanz Tavanasa).  

ab 1942 diente der Lagerkomplex zur Unterbringung von zivilen Kriegsflüchtlingen.  

ab 1947 wurden zahlreiche Holzbaracken abgebaut. Die verbleidenden Bauten zerrfielen.  

Links

Webseite von Jürg Stadelmann  http://geschichte-luzern.ch/

Wikipediaartikel

Kartenportal Schweizer Eidgenossenschaft Büren an der Aare

Züribränt 2020

am 03. Januar 2020 unter Betrachtungen, Grungisches, Stadtindianer abgelegt

Definitiv, wir haben ein soziales Problem.

Züribränt 2020

Im Kreis 4 brennen zunehmend schmucke Autos an noch schmuckeren Fassaden.

Soweit so gut, dass sich allmählich eine Kultur der Gewalt etablieren würde, war zweifelsohne absehbar. Rein historisch betrachtet warens Nette, Grüne und weitere SPler in unheiliger Allianz mit einer knallharten Immobilienlobby  die aus einen Arbeiterquartier en Schicky-Micky-Fleck bauten, ein Hoch auf die Verkehrsberuhiger. Wer Auslöser dieser Gewaltwelle ist, muss ich wohl kaum näher spezifizieren.

Indessen anders als in Jahren 1980er,

Dumm nur, die Dummen, respektive die Gejagten, sind wir, auch eine Minderheit, Trans, Schwule und eher minder dem System angepasste, wie etwa meine Wenigkeit.

Denn, jene die in der Nacht des 31.12.2019 Hoo Hoo Hooligan skandierten und wild mit Pyros um sich schossen sind Instrumenter einer brandgefährlichen Ultrarechten, Namen seinen an dieser Stelle nicht genannt.

Soviel ist klar, diese blökende Bande wird vermeidlich schwächere attackieren während Immobilienbonzen sich ins Fäustchen lachen.

Jener Besitzer des abgefackelten weissen, relativ bescheidenen, Audi A4s wird kaum aus purer Freude, für den stickig scheissigen 2 Zimmer-Ecoreal-Bunker, 2200 Hämmer monatlich hinblättern.

Gut nur dass mein Leumund wieder glatt ist, ich denk ich sollt ganz dringend die Sprengprüfung ablegen.

Weihnachtliches Bitumen

am 02. Januar 2020 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Es war der 25. Dezember und das traditionelle Bitumen-Wunderkerzensuchen stand wieder an. Wie üblich gibt’s im Val de Travers einige Sehenswürdigkeiten die auf Erkundung warteten. Wie üblich auch ist der 25. Dezember ideal für den Blick hinter die Gartenzäune.

Geologischer Atlas Val de Travers

Auf der Geologischen Karte lagen immer noch uns unbekannte Mundlochsymbole die auf uns warteten.

Erste Station unseres Ausflugs lang im bekannten St. Sulpice. Beim letzten Besuch, auf Saint-Sulpices Zementer und weitere Pilze beschrieben, blieb noch ein kleines Fragezeichen zu einer unbekannten Asphaltmine offen.

Asphaltmine St. Sulpice

Das Mundloch war schnell gefunden und das unterste Viertel war idealerweise offen doch leider füllte das heraus drückende Wasser die gesamte Öffnung. Ein Tauchgang wär nötig gewesen, ganz und gar nicht mein Ding insbesondere beim Dreckswetter welches vorherrschte.

Also weiter ins Dörfchen Travers respektive aufs riesige Minengelände „La Presta“.

Grubenplan La Presta 1920

Grubenplan aus der Geotechnischen Serie 009 geklaut

Ein Grossteil der Gruben ist heute als Besucherbergwerk genutzt doch einige Sehenswürdigkeiten sind durchaus noch offen und längst vergessen. Eines dieser Untertagebauten liegt im westlichsten Zipfel des La Presta Areals und hört auf den Namen „Galerie Essai“.

Galerie Essai Travers

In einer prächtigen Stützmauer, tief im Wald, sind, an den äussern Enden, zwei Mundlöcher fahrbar wovon das einte bald verstürzt erscheint.

Galerie Essai Travers

Das zweite Mundloch indes führt in eine reichlich belebte Asphaltmine der „La Presta Gruppe“.

Nahe dem Eingangsbereich tummeln sich zwei Dachse in erstaunlicher Ausgelassenheit durch die Grundstrecke. Die verlassene Grube scheint in der Tierwelt als absoluter Geheimtipp zu gelten. Leider verzogen sich die beiden Dachse in eine Spalte während wir die Fotoapparate hervor kramten.  Der strenge Stollendurft und die zahlreichen Tierskelette blieben uns indes bis zum Schluss erhalten.

Und nicht weit an erster Stollenkreuzung machten sich zwei ausgewachsene Füchse bemerkbar. Der Einte folgte, im Fluchtmodus, der Hauptstrecke durchs kalte Nass während zweites Tier die Querstrecke bevorzugte.

Galerie Essai Travers

Die Querstrecke endet in Stollenbrust. Auch der einte Fuchs, welcher am Gegenende des Tümpels unser Treiben beobachtete, machte solch Feststellung. Nun ja, somit steht fest, der Plan von 1920 stimmt, eine erhoffte Verbindung in die benachbarte „Nouvelle Mine“ existiert nicht. Und auch die damaligen Mundlöcher der  „Nouvelle Mine“ gibt’s definitiv nimmer.

Aber, auf em Weg zu weiteren Geheimnissen, lohnte doch noch ein Blick in den Besucherstollen „La Presta“. Zum Glück war der Lichtschalter nicht weit.

Hauptstrecke La Presta

Im Bild der letzte Hauptstollen des Asphaltbergwerks La Presta, bis 1986 als Förderstollen aktiv, aktuell, eben, als Besucherbergwerk amtend. Leider war eine intensivere Befahrung nicht möglich.

Asphaltfabrik La Presta

Und auch die Asphaltfabrik, die heute das Tiefbauamt nutzt, verwehrte uns den Zugang zum Hauptförderschacht.

Asphaltfabrik La Presta 1930

1930 sah die Fabrik deutlich besser aus, wenn doch der Hauptbau noch heute in etwa der historischen Fotografie entspricht.

Gut gibts im Val de Travers noch einige spannende Bergbau und Industrierelikte.

Mittelspannungsschaltanlage Travers

Nicht unweit der Asphaltfabrik thront noch heute der Mittelspannungsschaltturm welcher einst Travers, die Asphaltfabrik  und die nachfolgende Asphaltweiterverarbeitungsfabrik miteinander verknüpfte.

Asphaltverarbeitung Travers

Die Asphaltweiterverarbeitungsfabrik steht noch heute, Einziger Unterschied, bis ca 1940 war diese Anlage Teil eines feinen Kalkbergwerks welches Kalkkies für die Bitumenbeimischung förderte.

Das Bergwerk mit Namen „Petite Mine“ gibt’s noch heute und tut, gemessen am grossen Asphaltbruder, mit bescheidenen 2200 Stollenmetern, dem Namen alle Ehre. Anno domini führte, aus dem Mundloch, eine Schienenbrücke direkt über die Silos der Asphaltbeimischeinrichtung.  Heute ist die Brücke rückgebaut doch der Hauptstollen, welcher den Kalkhügel anfährt, lebt noch.

Petite Mine Travers

Zwar ist dieser Hauptförderstollen etwas ramponiert doch, trotz eingebrochener Seitenwände, irgendwann, gefühlte 30000 Kilometer, erreicht man das Hauptbergwerk.

Petite Mine Travers

Schneeweisser Kalk wohin das Auge reicht und hin und wieder 60er Schienen. Im Bild die Schienen über eine Arbeitsgrube verlegt.

Petite Mine Travers

Nicht unweit das passende Fahrwerk einer Kipplore.

Petite Mine Travers

Nahe dem Eingang steht noch immer ein Zündersafe ohne dazugehörige Türe,

Petite Mine Travers

Und in greifbarer Nähe das passende Sprengstoffmagazin.

Das Kalkbergwerk schliesst, über verschiedene Durchgänge an ein Untertagesteinbruch.

Petite Mine Travers

Der Steinbruch, auch in leuchtend heller Kalkfarbe, diente einst der Quaderherstellung fürs Bauwessen. Einige Indizien deuten auf eine Betriebszeit um Ende 19. Jahrhundert.

Petite Mine Travers

Auch in dieser ehemaligen Arbeitsstätte verewigten sich Arbeiter mittels gehauenen Texttafeln. Was auf der Tafel zu lesen ist konnte ich indes nicht weiter entziffern.

Zur Petite Mine gibt’s vom Speleoclub Travers gebaut, ein ausführliches PDF mit Grubenplan unter: Plan_PetiteMine.pdf.

Und meine Vorgeschichten zu Val de Travers

Weihnachten 2018 Saint-Sulpices Zementer und weitere Pilze

Weihnachten 2016 Heimische Erdöle

Schiefrige Öler oder andersrum?

am 25. November 2019 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Ist bereits en paar Monde her, damals auf der Durchreise Richtung Comer See, siehe Vorbeitrag, als noch en Schmuckes Bergwerk auf Schweizer Seite uns lockte. Dies Bergwerk, bekannt unter Namen wie Tre Fontane oder Serpiano, liegt am Monte San Giorgio und solle bis in die 1950er Ölschiefer gefördert haben.

Das Bergwerk, man nennt etwa 1500 Stollenmeter, ist durchwegs sehenswert und gut und gerne grösstenteils fahrbar.

Ölschiefer Bergwerk Tre Fontane

Wenn doch der Einstieg über die Galleria Arnaldo eher sportlich erscheint.

Ölschiefer Bergwerk Tre Fontane

Bald jedoch, nach einem Versturz welcher noch im 1989 die Weiterfahrt sperrte, wird’s wieder stehend und bequem. Die berühmte Lore vor dem damals nicht passierbarem Versturz, ziert zahlreiche Fotografien  kreuz und quer durchs www. Versatzwände sind kunstvoll entlang der Abbaufelder gesetzt.

Ölschiefer Bergwerk Tre Fontane

Die einzige verbleibende Streckentafel erleichtert die rückwirkende Orientierung ungemein.

Ölschiefer Bergwerk Tre Fontane

Die Förderstrecke Arnaldo ist mit 60er Schienen neuerem Datums ausgebaut. Die Öllschieferschicht fällt knappe 40 Grad Ost-West.

Ölschiefer Bergwerk Tre Fontane

Zeitweilig wieder reichlich versetzte Abbaustrecken mit punktuell eingelassenen Abwurfgesenken.

Ölschiefer Bergwerk Tre Fontane

Manche dieser Abwurfgesenke wurden in späteren Epochen zu Fahrgesenken umgerüstet. Mittels solchen Gesenken gelang uns die etwas holprige Fahrt in tiefer gelegenen Sohlen.

Ölschiefer Bergwerk Tre Fontane

Auf Sohle Santa Barbara oder sonst so einer Heiligen, ist ein improvisierter Kunstraum mit diversen Exponaten zeitgenössischer Kunst eingerichtet. Ich selbst indes beschränk mich in dieser Geschichte definitiv aufs Bergbausachthema.

Ölschiefer Bergwerk Tre Fontane

In der untersten Sohle, nach bekannten Plänen Galleria Fortuna, wird’s  in Tagrichtung, nicht weit vom Mundloch fern, richtig brüchig. Die einzige gefundene Türstockzimmerungsstrecke ist eindeutig durch und Schrot.

Ölschiefer Bergwerk Tre Fontane

Auf Gegenseite, Tag ins Berginnere, versuchte einst jemand eine Lore in feinem Karton nachzubilden. Nicht weit hinter dem Selbstbaugefährt ist der Stollen eingebrochen. Die Stelle ist, wie bereits erwähnt, vom Bergwerkinnern aus bis an die zusammengedrückte Türstockzimmerung fahrbar.

Ölschiefer Bergwerk Tre Fontane

Gut zu erkennen aktuell die 5 Halden vor den ehemaligen Mundlöchern. Der Einstieg ins System ist gegenwärtig nur noch über die Galleria Arnaldo, am schmalen Einstieg auf 716053 / 85340 / 740 m, möglich. Der unterste, vergitterte Stollen ist nach wenigen Metern eingeknickt und nicht mehr fahrbar.

Ölschiefer Bergwerk Tre Fontane

Der Seigerriss ist  nicht über jeden Zweifel erhaben. Es geistern einige teils, was Gesamtlänge des Bergwerks anbetrifft, recht widersprüchliche Pläne umher. Ob meine Zeichnung hier ein tauglicher Kompromiss sei,  kann ich leider nicht eindeutig beurteilen. Die Verwendung verschiedenster Werkzeuge wie auch relativ genaue Mundlochkoordinaten veranlassten mich zu besagter Stollenausdehnung von maximal 185m auf Santa Barbara.

Ölschiefer Bergwerk Tre Fontane

Der Grundriss folglich ergibt in etwa dies Bild. Beide bekannte Mundlöcher sind als blaue Punkte dargestellt. Die Orange Fläche ist ein ungefähres Abbaufeld und Rot sind die Stollenverläufe eingetragen.

Beide Pläne gibt’s im Grossformat als PDF als Seigerriss auf plan_tre_fontane.pdf und als Grundriss auf trefontane.pdf

Geschichtliches

Seit dem 18. Jahrhundert wurde am Monte San Giorgio Ölschiefer wegen des brennbaren Öls Bergmännisch gefördert. Ab ca. 1900 begann man die Öle, in der eigens erbauten Fabrik bei Meride, für medizinische Zwecke zu nutzen. Unter dem Namen „Saurolo“ vermarktete man das pharmazeutische Produkt welches hauptsächlich zur Behandlung von Hauptkrankheiten verwendet wurde.

Um 1916 waren die heute 5 bekannten Stollen auf eine Gesamtlänge von 900 Meter aufgefahren.  Das Bergwerk lieferte bis zu diesen Jahren geschätzte 2100 Tonnen verwertbaren Ölschiefer. In desn Jahren um die 1940er wuchs die Stollengesamtlänge auf 1500 Meter an.

1950 wurde der Abbau von Ölschiefer, 1954 auch die Produktion und der Vertrieb von Saurolo eingestellt.

Die alte Fabrik steht noch immer bei Spinirolo

Links

Zu den Ölschieferbergwerken auf Monte San Giorgio

Die Bergwerke um 1989 auf Familie Keller

Ein Wochenende am Comer See

am 15. November 2019 unter Reisen, Steinerne Unterwelten abgelegt

Wahrscheinlich gibt’s wenige Menschen die sich gezielt der wärmenden Sonnenstrahlung entziehen.  Obschon der Comer See, im nahen Italien, wahrhaft hübsche Ecken kennt und das Wetter paradiesisch brüllte, lockte mich und meine Freunde ein mächtiges Eisenbergwerk in die Dunkelheit.

Und wieder mal war ein entspanntes Wochenende unter Freunden angesagt darum nur kurz eine kleine Bildergeschichte. Ich dürfte, ohne forschenden Anspruch, etwas durch die mächtigen Hallen spazieren was deutlich an Entspannung beitrug. In diesem Sinne, es Dankeschön an Graziano Ferrari und an Elena Rognoni für die gewährten Einblicke.

Tunnel Sasso Rancio

Das, um 1910 stillgelegte, Bergwerk schneidet, mittels Erbstollen, das Strassentunneldach im rechten Winkel.

Tunnelschalenträger Sasso Rancio

Im Erbstollen liegen noch die Aussenschalenprofile, welche die Strassentunnelquerung offenbaren.

Mine Sasso Rancio

Dieser Erbstollen verbindet eine Reihe von Abwurfschächten die in höher gelegene Abbaukammern führen. Folglich waren einst, in diesem Stollenwerk, Schienen verlegt auf welchen die Hunte das gesammelte Erz nach Tag auf die auf die wartenden Schiffe transportierte. Dies aber, ohne Zweifel, in letzter Betriebsperiode um die 1900.

Mine Sasso Rancio

Im eigentlichen Abbaufeld öffnen sich riesige Hallen die teils über unwegsame Stollen miteinander Verknüpft sind. Der Erzgang verläuft, zeitweilig beachtlich breit, senkrecht aufwärts.

Mine Sasso Rancio

Im neueren Abbau waren kaum Rollbahnen unterwegs, dementsprechend Kunstvoll  sind Höhenunterschiede überbrückt. Irgendwo in einer Fahrstrecke sind noch tief im Lehm eingedrückte Schubkarenspuren sichtbar.

Mine Sasso Rancio

Wo Versatz fehlte sind regelmässige Treppen in den Fels gehauen.

Mine Sasso Rancio

Abwurfschächte waren, auf dieser Anlage, unabdingbare Transportstrecken. Im Bild der Abwurf, eingebaut in ein Zweigeteiltes Gesenk. Die zweite Gesenkhälfte  diente als Fahrsteige in die nächsthöhere Abbausohle. Die Zweiteilung erfolgte mittels Versatzausbau.

Mine Sasso Rancio

Artefakte des Erztransportes oder neuer, so genau ist dies nicht erkennbar,

Mine Sasso Rancio

Fest steht, die Höhendifferenzen in den Abbauhallen sind beachtlich.

Mine Sasso Rancio

Auch im Sasso Rancio-Bergwerk gibts, nachweislich Minimum eine Namenstafel. Wenn doch die noch erhaltene Kritzelei, mit Jahreszahl 1847, nicht restlos entziffert ist womit die Bezeichnung Namenstafel eher meiner Annahme  entspricht.

Die Kritzelei befindet sich im oberen, eindeutig älteren und unübersichtlichem Bergwerksteil.  

Mine Sasso Rancio

Das mittlere Mundloch klafft, als grosse Spalte, aus der Felswand

Mine Sasso Rancio

und auch der obere Bergwerkszugang, aus der ersten Epoche um 1700, fällt bald in die Tiefe.

Mine Sasso Rancio

Die Aussicht, nahe der mittleren Installationsfläche, aufs benachbarte Acquaseria könnte nicht prächtiger sein an sonnigen Tagen.

Mine Sasso Rancio

Das Bergwerk Sasso Rancio ist nicht gänzlich unbekannt. Die Schweizer Siegfriedkarte nennt den Ort „La Miniera“. Mein Overlay visualisiert die drei Mundlöcher als blaue Punkte, wovon das Untere vergittert und im Privatbesitz ist. Weiter dargestellt ist die ungefähre Abbauzone in orange. Die Eisenmine war, in verschiedenen Abbauperioden zwischen 1700 und ca 1910, aktiv.

Näheres zur Mine von Graciano Ferrari und Freunde auf: https://www.researchgate.net/publication/333432540_SASSO_RANCIO_AN_IRON_MINE_ON_LAKE_COMO_ITALY

Crazy Times

am 13. Oktober 2019 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Ich glaub die letze Woche war kaum auszuhalten. Noch heute liegt der Ärger ganz tief in den Knochen und ich fürchte dass ich allmählich zur Wutbürgerin mutiere. Die Wahlen stehen auch noch an und eigentlich ist mir nach kompletter Verweigerung und Ablehnung hiesiger Systeme. Da sagte einst meine Holde in mitten des Gotschnatunnels „dies Land ist bedacht die Menschen permanent dumm zu halten“ und ich fürchte dem ist genau so.  Leider sind jene Repräsentanten im fernen Bundesbern  genau solch ein Teil dieses Systems. Obschon ich den Ärger, der definitiv rein politisch ist und von Gewerkschaften geschürt wurde, allmählich kanalisiere, scheinen diese düsteren Wolken auch noch die Existenz meiner Lebensgefährtin zu gefährden.

Angesichts solch verrückter Zeiten war eine Lasertherapie, um mich mal auf andere Gedanken zu trimmen, durch und durch angesagt. So bot sich das stille Relikt, die Seemühle, zur Weitervermessung an und da auf uns, zu düsterer Stund, ein leckeres Rehrücklein wartete, blieb reichlich Zeit für Vermessendes, Neuentdeckendes und Wiederentdeckendes.

Seemühle

Ja wahrlich, noch heute benennt die bizarre Dame, sichtlich in die Jahre gekommen,  vom Sprenghäuschen herunter, die Crazy Times. Welch kluger Beobachtungsgeist mir, in beeindruckender Kontinuität, entgegenschlägt.

Alleweil wars so um den Februar 2018 als ich bereits an die verrückten Zeiten erinnert wurde, auch en Bild auf Seemühlegezeichne. Die Zeiten indes haben, aus meiner Sicht, an Absurdem so richtig zugelegt.  

Seemühle

Nichts desto trotz gibt’s en Gelindekreuz an den ich, ohne Übertreibung ,eine Trilliarde male vorbeispazierte und welchem ich wahrscheinlich einige Zentausend tiefere Eingebungen schenkte und doch ist dies Symbol immer wieder eine Neuentdeckung, ergo Alzheimer lässt grüssen. Aber, keine Sorge, ist auf dem neusten Plan genannter Feld1_2_3_4_V8.pdf vermerkt.

Seemühle

Auch immer wieder lustig, der Wasserstollen unter der Staumauer. Ich kenn  diesen aus der Förderbandzeit also gut und gerne vor em Jahr 2000. Ausnahmsweise schien hier mein Gedächtnis noch einigermassen korrekt zu rattern.  

Seemühle

Und, meiner Stimmung entsprechend, der Verfall naht, Verlader am Walensee.

Seemühle

Während allmählich die Nacht übers Land zog, freuten wir uns, zu dritt, aufs warm servierte Waidmannsglück.

Kurzum, tolle Ablenkung auf eine kommende Woche hin und, eben, en neuer Plan gibt’s auch noch unter Feld1_2_3_4_V8.pdf .

Die Seemühlegeschichten

Die Seemühle
Lochezen, die verlorene Zugskomposition
Seemühlegezeichne
Und immer wieder lockt das vermeidliche Lebenswerk
Seemühle, das ewige Werk
Seemühle, jähes Ende letzter Geheimnisse
Das Tor stand offen
Seemühle überall
Seemühle, was war?
Die Geheimnisse der Seemühle
Seemühle Borner AG
Das Geheimnis des Steinebrechers

Buffalora, ein Plan entsteht

am 06. Oktober 2019 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Es stieg mal wieder ein Buffalora-Wochenende, dies in einer Zeit die den Ärger förmlich anzieht. Somit meinerseits ein willkommenes Wochenende der Ablenkung und des Beginns eines neuen Lebenswerks ehe ich mich auf einen erbitterten Juristenkampf vorbereite.

Buffalora stand dies Wochenende, zumindest für mich,  ganz im Zeichen der Vermessung. Ein Plan hat dies würdige Werk aus Betriebszeit 1300 durchaus verdient und ich kann durchaus noch einige Lebenswerke vertragen.

Buffalora

Doch ehe untertägig mit der Laservermessung mittels DistoX2 und Topodroid gestartet werden konnte mussten erstmals die Distos einer Kalibrierung unterzogen werden. Dazu mussten erstmals Bäume zu virtuellen Würfelstrecken umfunktioniert werden ehe mit den Distos die markierten Würfelstrecken abgelasert werden könnten . Eine Tätigkeit die ich als äusserst unspassig betrachte und die durch en gemütlichen Freitagnachmittag doch noch irgendwie belohnt wurde.

Buffalora

Am Folgetag wars so weit und wir konnten, mit 2 Teams, diese komplexe Vermessung starten.  Nach wie vor schien uns das Herbstwetter,  durch und durch, wohlgesonnen  was wieder, ehe wir im Untergrund verschwanden, eine wunderschöne Sicht auf die prächtige Bergwelt öffnete.

Minarias da Fiern Buffalora

Im Untergrund war die Herausforderung indes durchaus Sportlich. Selten fand ich ein bequemes Zeichnungseck alla  Seemühle

Minieras da Fiern

und manch Messpunkt verlange nach unmöglicher Position.

Minarias da Fiern Buffalora

An den wenigen Stellen welche ein angenehmes durchkommen möglich machten, lauerten, vor bösen Geistern warnende, Andreaskreuzer im Stollenprofil. Gut zu wissen dass dies Relikt dem Aberglauben des 12. Jahrhunderts entstammt.

Minarias da Fiern Buffalora

Trotzdem ist das Bergwerk genannt Minieras da Fiern auf Buffalora immer wieder ein Werk welches mich zutiefst staunen lässt. Insbesondere die noch heute erhaltene Knappen-Handwerkskunst ist, gemäss meinem Wissenstand, einzigartig in der Schweiz.

Minarias da Fiern Buffalora

Und en Plan wächst auch heran, wobei dieser noch viele Stunden Arbeit benötigen wird.

Weitere Buffalorageschichten auf:

Buffalora, Hunde und sonstig Hochtechnologisches
Buffalora Ergänzendes
Buffalora Part II
Buffalorageleucht
Der Krucks mit dem Öllichtchen
Buffalora

Ansstein noch Eine

am 15. September 2019 unter Militärisches, Steinerne Unterwelten abgelegt

Schönwetter war gestern und Luisa ganz alleine Zuhause also raus aus den Federn zur Festung Ansstein, genannte A6256. Noch immer reizt mich der Einblick in dies Untertagewerk und dies ohne Verletzung hiesig festgeschriebener Paragrafen.

Ergo klettern war, als Alternative zur Akku-Flex, angesagt. Konkret war mein Ziel die Anlage zu befahren über den Notausgang oder über den Beobachterstand dies ganz ohne Gewaltanwendung. Inzwischen kenn ich die Struktur klassischer Reduit-Artillerie-Festungsanlagen recht genau. Jede Festungsanlage verfügt über minimum einen erreichbaren Notausgang, Beobachterklappen und grosse Explosionsdruckausgleichsstollen. Letztere sollten im Falle einer Explosion im Munitionslager den entstehenden Druck nach aussen führen ohne grössere Schäden im Werk zu bewirken. Diese Explosionsdruckausgleichsstollen sind die Achillesferse einer jeder Festung weswegen diese meist gut getarnt und unerreichbar angelegt sind.  Anders bei den Notausgängen respektive bei den Beobachterständen diese sollten eine effiziente Evakuation der Festungsanlage möglich machen.

A6256

Von der Strasse aus sind einige Gefechtsstände gut sichtbar in der Felswand, Blick West zu Ost. Nach Grundriss Vorbeitrag ist, sehr spekulativ, die MG-Stellung mit Beobachtertor und Panzerabwehrkanonenstellung oberhalb der Panzersperre lokalisierbar.

A6256

Die Sicht vom kleinen Fürstentümchen in die Schweiz, Nord-Süd-Blick, offenbart die zwei Bunkerkanonen 7.5cm sowie den möglichen Beobachterstand in der Mitte. Alle diese Stellungen sind ohne Seil kaum erreichbar. Die linke Stellung dürfte gemäss Grundriss den Explosionsdruckausgleichsstollen beherbergen. Kurzum, für mich an nem Samstagnachmittag unerreichbar, die Flex ist da die deutlich sinnvollere Alternative.

Trotzdem ich machte mich an die Westflanke und folge minutiös der Felswand die gut verborgen, im Urwald, kaum zu erreichen war. Meine Hoffnung irgendwo ein Aufstieg in den Notausgang zu finden hielt sich immer noch hartnäckig fest in meinem Köpfchen. Früher waren die Gefechtsstände mit Tarnungen ausgestattet die, vor Schussabgabe, teilweise von aussen her bedient werden mussten. Meistens waren die Stände über abenteuerliche Steigen erschlossen.

A6256

Doch die Steigen, konventionelle Leitern, waren alle samt demontiert. Manchmal gelang mit das Hochklettern unter beizug diverser herum wachsender Bäume und Sträucher, auf ein nächstes erfolgsversprechendes Felsbänklein.

A6256

Nach kurzer Sporteinlage gelangs mir eine der zwei PAK-Stellungen zu entern doch noch immer war ich kilometerweit vom Notausgang entfernt. Der geschlossene  Panzerdeckel  schien auch gänzlich unverrückbar den zustieg zu erschweren.

Fazit, einige Positionen wären mit Seilsicherung durchaus save zu erreichen doch, allen Anschein nach, sind die Öffnungen, von innen her, verschweisst was etwas Arbeit am Fels nötig macht.  Der Einstieg ins Felsenwerk gelang mir nicht doch, wo ich konnte, schickte ich die Fotomaschine auf Forschungsmission.

A6256

Im Bild die Eingangshalle des, erstaunlich schlecht gesicherten, Eingangs in die Festung.  Soweit erkennbar sind alle Installation demontiert, was sich mit meinem Wissensstand deckt. Auch ein ABC-Vollschutz ist nicht zu erkennen, keine Drucktüren.

Aber, trotz verborgener Einblicke, sind mir viele neue interessante Details ins Auge gestochen die in etwa die Funktion und die Verteidigung solch eines Werkes veranschaulichen.

Um die A6256 gruppieren sich etliche Infanterie-Einrichtungen die Einblicke über die  Aussenverteidigung und deren Schwachstellen geben.

A6256 Inf-Unterstand

Zweifelsohne, auch der durchtrainierteste Füssel ist irgendwann mal müde. So wies aussieht ist der zugeschweisste Deckel in der Wiese, nahe der A6256, die Unterkunft für die Sicherungskompanie welche für die Aussenverteidigung zuständig war.

A6256 Inf-Unterstand

Um die Festung sind diverse kürzere Stollen in den Berg geschlagen. Teilweise sind diese Bauwerke mit Schiessscharten bestückt.

Zufahrt A6256

Auf meiner Reise sind mir 5 solcher Infanteriestellungen aufgefallen. 3 postieren sich ums Eingangsportal  und zwei solche Stellungen sichern die A6256 Zufahrtsstrasse.

Stand der Vegetation gestern Nachmittag, vom Norden her kommend, wär mir, rein taktisch betrachtet,  mit einer kleinen Handgranate, die Überraschung richtig gelungen. Ergo liegt zwischen Panzersperre und Felswand eine optimale Vegetationsdeckung die per se so eine Festung ziemlich verletzlich macht. Gut zu wissen dass solch Bauwerke, im Zeitalter der Uranmantelmunition, definitiv ausgedient haben.

A6256 Aussenanlagen Inf

An dieser Stelle die Gesamtansicht im Flugbild. Kein Zweifel, ich bin sicher nicht die Erste die solch eine Zeichnung erstellt. Wahrscheinlich lagern einige Zeichnungen dieser Anlage in etlichen Archiven militärischer Nachrichtendienste. Die A6256, zur Sarganser-Gruppe gehörend, war lange strategisch ein interessantes Bauwerk. Einige der Sarganser Felsenwerke sind noch in den Jahren um die 1990, Kalter Krieg, auf ABC-Vollschutz umgerüstet worden.  Die A6256 indes, blieb, soweit ich dies beurteilen kann, auf Stand 1940.

Trotzdem, rein Militärhistorisch ein repräsentatives Stück Reduitgeschichte.

Und der Vorbeitrag

A6256 eine kleine Geschichte

A6256 eine kleine Geschichte

am 08. September 2019 unter Militärisches, Steinerne Unterwelten abgelegt

Zweifelsohne, ich bin eine neugierige Person, wahr ich schon immer.

Und was mich nicht heiss macht, macht mich umso heisser.

Aber erstmals von Anfang an,

Es war der 27.3.2010 und ich, als noch IG BDSM-Präsidentin, so ziemlich auf der Suche nach dem Partylokal schlechthin, für die weitere, qualitativ gelungene BDSM-Party. Damals war ich, so nebenbei als Zweitbeschäftigung, ganz der Militärhistorik hingeben.

Eines der unscheinbaren Orte die meine Aufmerksamkeit erregten war damals die kleine Zufahrt zur, bis anhin mir unbekannten, Artelleriefestung Ansstein.

Festung A6256

Die kleinen aber frechen Panzersperren hatten meine Fantasie entzündet.

Festung A6256

Und auch der Eingang mit Sicht auf die 414er Balzers St. Luzisteig schien wie geschaffen für die Sackgeile SM-Party.

Meine Idee der Stillvollen Party, mit etwas zurückgeschraubten BDSM-Formulierungen, teilte ich, mit einer Zuständigkeitsanfrage, den, mir bis anhin, einzigen bekannten Festungsoberguru Herrn Hans Rudolf Schneider, Macher der Seite www.festung-oberland.ch mit.

Nun die Zeit verstrich und es meldeten sich, per Mail, Bündner Obrigkeiten  die mich nach der Herkunft meines Wissens fragten. En kleiner Moment dachte ich, ich wäre ne ganz grosse Nummer im internationalem Spionagezirkus.

Wie ich letztlich beim Kommandant des Kommandos der Führungsunterstützungsbasis SKS Oberst i Gst Werner Heeb landete ist mir heute nimmer so eindeutig klar. Tatsache ist jedoch dass dieser, wohl verstanden recht symphytische Herr, mich, auf ein freudiges Kennenlernen, ins  Ausbildungscamp der Führungsunterstützungsbasis bei Rümlang einlud.

Als Zivilistin, mir solch Einblicke gewährt, füllte ich mich ohne Umschweife, zutiefst geehrt also montierte ich die wahrscheinlich steilsten Schuhe und den kürzesten Rock den ich finden konnte, zu solch Meeting.

Die Geschichte blieb spannend, und des Respekts willen, ab jetzt, tief in der Geheimhaltungsspalte.

Kurzum, meine kommende Station, die ich mit Handverlesener Delegation besuchen durfte,  war das Festungswerk A6225 Tschingel, die Festung aller Festungen.

Luisa in A6225

Damals, Oktober 2010, und ich nippe genüsslich am Bunkerwein.

Zur SM Party kams nie und die Geschichte schien, mit dem Ende meiner Führungsposition in der IG BDSM, ein definitives Ende zu nehmen.

Doch gestern erinnerte ich mich, bei der rasanten Fahrt die St. Luzisteigstrasse hinunter, an dies Felsenwerk-Projekt und klar musste ich wieder zwischen den Zaundrähten hindurchkriechen.

Panzerspeere A6256

Die Panzerspeere steht noch immer frech in der Zufahrt. Klar, meine Neugierde war wieder entflammt denn damals waren die Ereignisse, rund um meine Anfrage, durchaus Spekulationswürdig doch irgendwie verhangte ich zu jener Zeit an anderen Geheimnissen.  Gestern nun rekapitulierte ich wieder das erlebte und ich folgte dem, inzwischen rege überwuchertem Weg.

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Diesmal, mit den Augen einer Bergbauforscherin, erkenne ich zunehmend interessante Betonteile im wuchernden  Urwald.

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Auch das markante Eingangsportal steht noch nur die Landwirtsschaftsmaschinen sind weg.

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Und im Detail scheint sich niemand am Tor, respektive an den 3 eher schlecht gebratenen Schweissnähte, zu schaffen gemacht haben. Naja, die Dorfjugend ist, in der heutigen Smartphöne-Betörungszeit, auch nimmer dass was unsere Generation noch drauf hatte.

Tatsache ist, ich war nicht drin und wenn ichs wäre so gebe es reichlich Leute die mir dies richtig übel nehmen täten.

Trotzdem wollte ich etwas das Innenleben erkunden und schneiderte aus mir bekannten Infos, hauptsächlich aus www.festung-oberland.ch , en Plan.

Grundriss A6256

Das Werk war eher grösserer Bauart und sollte, als Teil der Speerstelle Ansstein, den Zustieg über Lichtenstein nach St. Luzisteig sichern.

Die Festung ist Teil der Sargansergruppe und heute deklassifiziert.

Grundriss A6256

Mein Plan auf die Karte übertragen zeigt die Position rechts der Strasse 414.

Grundriss A6256

Gleicher Plan aufs Flugbild übertragen gibt weitere interessante Details frei die gewiss noch einen genaueren Augenschein erfahren dürften. Insbesondere die Position Notausgang könnte, nach dem Moto, das Tor stand offen, eine kleine Klettertor wert sein.

Kurzum, Militärhistorik ist keineswegs meine Königsdisziplin doch all die erfahrenen Umstände lassen die Phantasie richtig aufbegehren und vielleicht ist mal zwischendrin die Dorfjugend, soferns diese noch gibt, kreativ, bis dahin bleib ich Büsi.

Vorbeitrag Anno Domini

Frühlingsexkursionen

Handsynchronisierte Ströme

am 01. September 2019 unter Seitwärts parkieren, Vergangenes abgelegt

Ein Erinnerungsbild aus meinem Fundus, etwa um das Jahr 1992 und, was viele vergessen, Strom kommt nicht immer zwangsläufig aus er Steckdose geflogen.

Sychronisation

Geschichten um Surat Thani, meine ersten Gehversuche in der Welt der Dieselgrossmotoren und die Jahre meiner ungestümen Jugend.

Und wehe Frau verhängte damals den Schaltzeitpunkt.

Geschichte

am 01. September 2019 unter BDSM, Betrachtungen, Steinerne Unterwelten, Vergangenes abgelegt

Ich glaub ich habe in meinem Leben richtig viel geiles Zeugs gemacht.

Für einmal sind weniger die geschriebenen Geschichten die für mein tun sprechen, stattdessen  Fotos, welche beim Erlebten so entstanden sind.

Oft fehlt mir die Zeit, in, noch immer, sehr bewegten Tätigkeit, um reflektierend auf Vergangenes zurückzublicken. Dies Wochenende war indes Zeit zu genüge um wieder an meiner Hauptseite www.luisa.net zu schleifen.

Und, so ist aus meinem Lost Places-Bilderfundus eine, etwas morbide Seite, namens  Urbex Streifzüge entstanden. Auch längst überfällig die Aktualisierung der Reisen Seite.

Und im Bild, zwei dunkle Gestalten  beim Bauen eines legendären Projektes am Tage 13 des Julis 2001, weitere Kommentare erübrigen sich, wer mich kennt, kennt die Details.

Ansonsten, ja, die Hauptseite ist auch um einige Beiträge gewachsen und auch die Bergbauseite Bergbauübersicht erfuhr längst überfälliges Update.

Und, ganz zuletzt, alle die meine Unterseite Bergbauübersicht verlinken, die korrekte und aktuelle URL lautet: http://www.luisa.net/?page_id=3184

Und ich lass mich nicht unterkriegen

am 29. August 2019 unter Betrachtungen, Grungisches, Politischer Grunk, Vergangenes abgelegt

Um einen konträren Gegenpunkt zu meiner düsterdunklen Betrachtung, auf meiner Hauptstartseite, zu setzten, schwelge ich wieder etwas in blumigen Erinnerungen.

Luisa

Konkret im Ebersberger Rosenfeld, dies als noch aller Dinger in Takt schienen. Nichts desto trotz, die Scheisse kann nicht ewig wachsen und die Arschlöcher sind, aus meinem mathematischen Verständnis heraus, prädestiniert zur Selbstneutralisation.

Schwarzwälder Sehenswürdigkeiten

am 25. August 2019 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Bei herrlicher Herbststimmung zogs mich gestern ins schöne Schwarzwald. Noch viele Sehenswürdigkeiten warten auf Entdeckung und, abgesehen vom Europaweit rückständigstem Bergbauamt, gibt’s noch immer schöne, erreichbare Bergbaurelikte die richtig viel Geschichte zu erzählen haben.  

Schwarzwald auch, ein ruhiges Eck wo noch Autofahren Spass macht und das Bier mit einem freundlichem Lächeln serviert wird. Kurzum, die Wellnessoase aller Bergbauinteressierte.

Erstmals jedoch war noch eine offene Baustelle auf unserer Ausflugsliste genannte Friedrich Augustgrube am Dachsberg. Bei unserer letzten Tour, Beitrag St Blasien Reviere noch Eine, herrschte tiefster Winter. Die fehlenden Mundlöcher mussten, aus Sicherheitsgründen, auf allfällige Erkundung warten. Gestern wars genau ideal zu systematischer Suche, Zeit war da, angenehmes Klima herrschte und die Völkerwanderung hielt sich in Grenzen.

Nach wie vor Thema, die Erkundung des gesamten Areals Friedrich August.

Friedrich Augustgrube

Das unterste Mundloch, respektive der ganze Stollen,  ist,  wie wirs kennen, auch im Sommer, fast bis Dach, Wassergefüllt. Also eher eine Geschichte für Neopren-Schwimmerinnen. Wird mir, wohl oder übel, so nen Anzug zulegen müssen wenns mich nach weiterer Einsicht gelustet.

Und das Zwischensohlemundloch ist, ziemlich sicher, verschüttet. Der Eingang lang unterhalb der Nickelgrube-Tagebauhalden die noch heute, deutlich erkennbar, kein Gras an Vegetation zulassen.

Friedrich Augustgrube

In mitten dieser Haldenlandschaft, uns im Winter entgangen, stehen noch Reste einer alten Siloanlage.

Das oberste Mundloch im hinteren Teil des Tagbaueinschnittes ist, wie wirs exklusiv in Baden-Württemberg immer wieder vorfinden, mit einem masslos überdimensioniertem Stahltor verschlossen.

Friedrich Augustgrube

Keine Frage, das Tor liesse sich mit entsprechendem Aufwand öffnen doch die schwere dieses möglichen Kapitalverbrechens dürfte die Deutsche Justiz total aus em Konzept werfen. Da empfehle ich einer kreativen Dorfjugend doch eher den Bergtechnischen, juristisch nicht wirklich beweisbaren, Einstieg oberhalb, rechts an Rahmenkante.

Für mich ein definitiv nicht lohnendes Unterfangen, zu viele Bergwerke gibt’s die auf Erforschung warten.   

Also, Szenenwechsel, Brandenberger Reviere.

Mal wieder Erzgänge, Fluorit, Blei und Silber in rauen Mengen wobei, seit den 1940er, der Bergbau auf  Brandenberger Gebiet kaum noch rentierte. Die neueren Gruben, westlich der Ortschaft Brandenberg, schlossen um die 1960er.

Während die neuen Stollen restlos verfallen sind, finden sich noch zahlreiche kleinere Aufhauen aus 18tem Jahrhundert oder älter.

Stollen Brandenberg

Solch ein schönes Untertagewerk, Gesamtlänge 30 Meter, liegt östlich des Ortes nicht unweit des Tiefkängelbachs. Am Stollen sind feine Bohrlöcher auszumachen die auf eine Betriebszeit um das 18. Jahrhundert deuten.

Stollen Brandenberg

Auch ein kleiner Stollen, diesmal aus Mittelalterzeit, mit versteckter Panzerabwehrgrantenhülle welche definitiv nicht in die Zeitepoche des Mittelalters passt, liegt am Nordufers des Wiese-Bachs.

Die letzte noch aktive Grube, die bis in die 1960er bewirtschaftet wurde, liegt genau hinter der Ortschaft Brandenberg. Diese Blei, Silber und zuletzt Fluoritgrube solle eine der ältesten Gruben des Schwarzwaldes überhaupt sein. Die erste urkundliche Benennung geht auf Jahr 1288 zurück.

Das ehemalige letzte Mundloch ist komplett verschüttet, an dessen Existenz erinnert heute nur noch die Bergbauhinweistafel. Der Erzgang jedoch, welcher ziemlich genau mit der 800er Höhenlinie übereinstimmt, lässt sich anhand der Aufschlussarbeiten, recht gut verfolgen.

Immer wieder führen tiefe Einschnitte des ausgeräumten Erzgangs fast senkrecht ins Berginnere.

Brandenberger Grube

Einige dieser Schächte offenbaren äusserst spannende Einblicke. Im Bild ein angefahrener Stollen vermutlich aus dem Spätmittelalter. Die offenen Schächte sind sehr gefährlich und sollten, wenn überhaupt, mit aller Vorsicht, Vertikalseiltechnik, befahren werden. Viel Versturzmasse klemmt irgendwo im ausgeräumten Erzgang welche den trügerischen Eindruck einer guten Standfestigkeit vermittelt. Der Erzgang könnte auf einer Vertikalhöhe von 80 Metern leergeräumt worden sein. So genau kann ich dies heute nicht beurteilen.

Brandenberger Grube Ostschacht

Sicher ist, der östlichste Schacht reicht tief ins Berginnere und ich soweit sichtbar kaum mit Steinblöcken verstellt. Möglich das über diesen Schacht der Einstieg in die Hauptförderstrecke, rund 60 Meter tiefer, gelingen könnte. Wie erwähnt, ich war nicht unten, und wenn so fordert diese Befahrung die nötig, saubere Vorbereitung.

Brandenberger Reviere

Wie üblich, der Übersicht halber, die Karte mit den Details zu meinem Brandenberger Ausflug. Die Rote Linie gibt meine Trackaufzeichnung wieder. Die östlichste Trackspitze war unser Grillplatz der importierten Cervelats und am südlichen Trackende gibt’s Bier, alle Geschichten dazwischen sind selbsterklärend. Und wers noch gnauer wissen will, mein Plan gibt’s auch als PDF und zwar hier.

Links von Luisa

Vorbeitrag St Blasien Reviere noch Eine

Links fremd

Einblicke vom 1995

Geburi der 54igste

am 20. August 2019 unter Betrachtungen, Kulinarik, Steinerne Unterwelten, Vergangenes abgelegt

Mal wieder, alle Jahre en Geburtstag, en toller Geburtstag.

Geburtstagschueche 2019

Dies Jahr mit Hammerkuchen den Christina, meine Lebensgefährtin, für mich montiert hat.

Und, mein Finger, der dritte Bergbauunfall, ich sollt mal wieder etwas vorsichtiger sein, wächst allmählich wieder zusammen was ein Grund zur Freude ist.

Denn üblichen, ich-treff-mal-wieder-en-Arschloch-Scheiss, scheint auch so, nach etwas Juristengegrunke, neuem Handelsregistereintrag und Mehrwertsteueranmeldung die nötige Neutralisation zu erfahren.

Die Depri-Phase ist somit mehr oder minder durch, also Raum für Neues.

Kurzum, viele Gründe zu Konstruktivem aber, ganz sachte;    

Da meine Greiferchen nicht unentwegt grosse Sprünge zulassen gibt’s eher Wellness alla Seemühlevermessen

Seemühle Bruchweg

oder Luisa-Net-Pflege mit eben dieser neuen Seemühleseite auf Die Seemühle

Maschinenhaus

Auch so, neu auf meiner Hauptseite, die Quecksilberdampf-Blabla-Gleichrichter-Überhaupt-Seite diese unter HG-Dampfgleichrichter zu finden. Heute ist dies Kind nun fertiggestellt.

Die Domain luisa.net ist bis ins Jahr 2039 bezahlt und auf meinen Namen registriert, da gibt’s Platz und Zeit für einige Inhalte.

In diesem Sinne wünsch ich viel Spass einer möglichen Leserschaft.