Luisas Blog

K20 noch Eine

Ja, bekanntlich, was ich nicht wissen sollte macht mich besonders heiss. Solch Grundgesetz wissen wohl auch Bundesräte, dessen legitimes Recht.

Nun, en Hausfriedensbruch ist mir diese Anlage, angesichts ganz vieler toller Unterwelten, nicht Wert. Nichts desto trotz, en bisschen schnüffeln werd auch ich dürfen.

Und so bin ich neulich auf einen NZZ Artikel mit Namen „Das letzte Versteck des Bundesrats“ gestossen. Dieser Artikel verfügte über viel Inspirationspotential.

K20 im 1995

(Bild: Alessandro della Valle / Keystone)

Das Foto im besagten Artikel bedurfte einer zweiten Betrachtung ehe ich den reellen Unterschied zu meiner Erkundung erkannte. Die Differenz zum jetzigem Zustand liegt in der Bauphase den das Bild aus dem NZZ-Artikel stammt von genau dieser Bauphase. Genannt wird das Jahr 1995.

K20 im 2026

Gleicher Fotostandort bei meiner Erkundung am 3.7.2026 zeigt eine vollständig geschlossene Fassade. Auch die provisorische Brücke ist inzwischen weg. Das Sichtmauerwerk ist ums Brückenlager ergänzt und die Linken 3 Fassanden-Elemente sind eingebaut. Die Bauzeit wird im Artikel mit 1995 angegeben und das Bild von Alessandro della Valle scheint unmissverständlich aus dieser Zeit zu stammen.

Das, mehr oder minder, bekannte Baujahr inspirierte mich wiederum zur Analyse allfälliger Luftbilder aus jener Zeit und da im offiziellen Landeskartenportal einige Zeitreihen an Karten und Luftbilder zugänglich sind war alles nur noch eine Frage des Fleisses.

Baustelle K20

Auf dem Luftbild gut ersichtlich die Baustelle Süd mit der provisorischen Brücke welche in der Frontansicht von Alessandro della Valle auch so abgebildet ist.

Wenn ich nun anhand der Notbrücke und anhand des, auf dem Bild von 1995, ersichtlichem Lichtsignals eine möglichst gerade Linie, den Strassenverlauf folgend, in den Berg ziehe so ist eine neue Hauptstollenrichtig denkbar.

Baustelle K20

Der Schnittpunkt zum Lötschbergtunnel ist näher Tag sowohl ab Tunnelportal wie auch ab Bunkereingang.

Resultierend könnt nun der Bunkerhaupterschliessungsstollen einen ganz anderen Winkel aufweisen.

Baustelle K20

Den zwei von uns erkundeten Stollen könnten somit einer durchaus logische Bedeutung, während der Bauphase um 1995, zuteil werden. Nach wie vor denke ich dass diese Stollenwerke an den Lötschbergtunnel anschliessen doch deren Bedeutung, respektive deren Funktion, dürfte mit dem  K20-Bau zusammenhängen.

Baustelle K20

Auf dem Luftbild am Nordportal Lötschberg von gleicher Bau-Zeitepoche glaube ich Schüttgutwagen zu erkennen die auf Parallelgeleisen stehen oder fahren.

Baustelle K20

Der Geleiseverlauf stimmt mit der Stollenrichtung jener zwei, heute verlassenen Stollen, überein. Auch die bauten aussenrum, gut Sichtbar auf em ALT3D, sprechen dafür. Auf den Luftbild von 1995 sind weitere Bauinstallationen zu erkennen. Zeitgleich sind in Folge sowohl am K20 Portal wie auch am Lötschbergportal diverse Baukräne und Baracken  zu erkennen.

Baustelle K20

Im Wald ist die, im ALT3D ersichtliche, mächtige Portalmauer der beiden Parallel-Stollen einfach zu finden. Im Vordergrund liegt eine Meterhohe Aufschüttung welche die beiden Stollenmünder fast vollständig zudeckt.

Baustelle K20

Aber eben, nur fast.

Baustelle K20

Kurz nachdem die beiden Parallelstollen zusammenkommen sperrt eine Vermauerung die Weiterbefahrung. Es ist anzunehmen dass die Mauer den Zugang in den Lötschbergtunnel sperrt. Entweder liegen hinter der Wand Parallelgeleise die zur Schuttabführung des K20 dienten oder aber hinter der Mauer liegen die regulären Lötschbergbahngeleise welches während der Bauphase auch als Schutttransportgeleise diente.

Die Lokalbevölkerung spricht vom Bundesratsbunker mit einem Bahnhof. So richtig wissen was hinter der Wand liegt wissen wir erst wenn wir ein kleines Löchlein in die KS-Steine gebohrt haben. Ansonsten bleibt die Geschichte weiterhin Geheimnisvoll.

Ich denk aber dass nachdem ich und weitere Neugierige so viel über diese Anlage in Erfahrung brauchten sich wohl kaum ein Bundesrat hier her verkrümeln wird. Viel eher denk ich dass dies, von der P26 damals entwickelte Konzept, einer Verlegung der Regierung ins Ausland durchaus noch Bestand haben könnte.   

Meine Vorgeschichte K20

K20 Bundesratsbunker ???

Lindi

Diese Kandergrunder-Kohle Geschichte bildet nun, nach rund 15 Jahren, den Abschluss und das letzte Puzzleteil rund um die Geheimnisse des Kandergrunder Bergbaus, namentlich der Kohlegruben des II Weltkriegs.

Panorama Lindi 1944

Flugbild Bergbau-Installationen 1944 (Quelle Swisstopo)

Lindi zählt zu den am ungenausten dokumentierten Gruben. Die Bergwerksanlagen auf 1288 müm sind sehr schwer zu erreichen eingespannt zwischen zahlreichen Felsbändern. Der damalige Betriebsleiter, 1939 bis 1945, Karl Iten galt als eigensinnig und eigenbrötlerisch. Als Chef stampfte er, mit Sprengstoff bewaffnet, tagtäglich in den schlecht belüfteten Stollen herum. Im Betrieb, welcher mit Schlechtwetter (Methan) zu kämpfen hatte, sind einige Unfälle vermerkt. Zwei Todesfälle durch eine Methandetonation sind überliefert. Auch dem Betriebsleiter flogen, so wird erzählt, nach einer Vortriebssprengung, en paar Finger davon.    

Nun, ideale Voraussetzungen für en ultimativen Abenteuertrip aber, aufgepasst, dies kleine Werk ist kein Sonntagsspaziergang. Die Wildnis lebt dort und dies nicht ohne Grund.

Panorama Lindi 2015

Am 6. Juli 2014 um 18:44 fotografierte Matti mittels Teleobjektiv das ehemalige Bergbauareal auf der Talgegenseite.

Gut ersichtlich hierbei, das Areal, welches in mitten steiler Felsen liegt, folglich sind die 5 verzeichneten Stollenmünder nahe den schroffen Felsen zu suchen. Des weiteren existieren beim Lindi, wie bei vielen 2. Weltkriegsbergwerken, gute Grubenpläne welche das damalige, dem Kriegswirtschaftsministerium unterstelle, Büro für Bergbau, pflegte.

Grubenplan Lindi

Grubensohlenplan Lindi (Quelle Staatsarchiv)

Auf der Sohlenzeichnung sind 5 Mundlöcher vermerkt die wir nun systematisch aufsuchten.

Lindi Mundloch 5

Nummer 5 war, dank wuchtiger Halde, schnell gefunden. Leider lang der Stolleneingang verstürzt unter meterdicken Steinverbruch.

Nummer 3 und 4 sind genauso verfallen nur liegen diesmal deutlich grössere Steinblöcke vor den zwei Eingängen.

Lindi Areal

Etwa Bildmittig am Fusse der Felswand waren die Stollenmünder 3 und 4 platziert. Im Flugbild 1944 sind die beiden Öffnungen noch deutlich erkennbar. Meine Fotoposition indes liegt neben Stolleneingang 2 welcher aktuell, zumindest der Gesenkzweig, fahrbar ist.

Lindi Mundloch 2

Leider ist die Horizontalstrecke am Mundloch 2 verfallen oder verfüllt doch die Gesenkstrecke verbindet, welch Freude, die Hauptstrecke und somit das Hauptmundloch Nummer 1.

Lindi Hauptstrecke

Am Ende des Zwischengesenks schliesst die horizontale Hauptförderstrecke. Rechtsseitig im Bild ist ein mächtiger Trockenmauerwerkriegel als Stütze eingebaut.

Lindi Hauptstrecke

Die Hauptstrecke ist an manchen Stellen eingefallen. Im Bild sichtbar die Hauptfördertagesstrecke Sohle 0 Meter. Rechts im Bild der Abzweiger zu Stollen V.

Zeitensprung

Lindi Hauptstrecke 1945

Ob das Foto von 1945 die identische Stelle nur in Umkehrrichtung zeigt ist nicht geklärt. Zwar ist an linker Bildseite eine Seilrolle erkennbar und auch der Hund wird eindeutig von einer Seilwinde den Bremsberg auf oder ab gezogen doch Bremsberge gabs im Lindi-Bergwerk einige. Es waren immerhin ca 90 Meter Höhenunterschied untertägig erschlossen.

Zurück zur Gegenwart.

Lindi Stollen V

Stollen V war als Bremsberg konzipiert und erschloss die nächsttiefere Sohle -26 Meter. Auf Niveau -26 sollte ein weiterer Bremsberg Sohle -50 anfahren doch dieser Abstieg scheint bis aufs Dach verfüllt zu sein. Der Abgang in die Horizontalstrecke -26 ist leider auch nach wenigen Metern unpassierbar. Auf der Ebene -26 ist, erschwerend, die Luftqualität katastrophal. Bei 15.6 Volumenprozent Sauerstoff, Tendenz abnehmend, machen sich 1.5 Volumenprozent CO2 breit, hier leider Tendenz zunehmend. Zwar sind diese Werte noch nicht lebensbedrohlich doch an Schaufelarbeit ist nicht zu denken. Die Luft wird mit Garantie nicht besser und zu körperlicher Arbeit 15.6  % zu wenig.

Die  Hauptförderstrecke endet am Stollenmund 1.

Lindi Mundloch 1

Heute ist von dieser Öffnung nur noch wenig übrig. Zwar ist das Mundloch ohne grössere Anstrengung fahrbar doch der einst Grubenhundtaugliche Eingang ist auf ein Kleines reduziert.  

Lindi Mundloch 1 im Winter 1945

Im Winter 1944 sah dieser Eingang ganz anders aus. Die 60er Geleise führten direkt an die Seilbahnbergstation.

Seilbahn Lindi

Heute liegen die Fundamente der einstigen Seilbahnstation tief im Wald verborgen.

Die Stollen-Holzeinbauten, Ausseninstallationen wie auch sämtliche Schienen sind rückgebaut. Vom Grubenwerk sind aktuell maximal 10 % fahrbar wovon in den zwei Kriechstellen „Alter Stollen I“ und „Steinerstollen“ die Atemluft kritische Sauerstoff/CO2 Werte erreicht. Beide Kriechstellen enden Unpassierbar nach 3 Meter.

Die Gerüchte wonach die Bergwerke mittels Sprengung versiegelt wurden sind nicht wirklich plausibel. Fest steht jedoch, der Betriebsleiter Karl Iten galt als Wildsau. Im Unterschied zu den beiden Kandertaler Kohlegruben Schlafegg und Horn waren im Lindi keine Bewetterungsstollen gerieben. Die Luft war katastrophal schon zu Betriebszeit, Methandetonationen waren die Regel. Auch der Ausbau noch vorhandener  Holzeinbauten spricht eher für die Wildsau.

Lindi

Im Luftbild unsere Route durch die Wildniss in rot. Die orange Linie markiert die Rollbahn. Die Glückauf-Symbole zeigen auf Stollenmünder (braun offen / violett verstürzt) und die violette Linie gibt die Seilbahn wieder welche damals sowohl Kohle wie auch Personen transportierte.

K20 Bundesratsbunker ???

Oder „wo sich Bundes-Chasperlis verstecken“ frei nach Aussage Martin Pfister wonach er Sitzungen vermehrt im Bunker abhaltet.

Und dieser Bunker ist durchwegs mit viel Mysterien behaftet. Niemand weiss so richtig um dies Bauwerk und doch ranken sich etliche Gerüchte. Einst gebaut, um die Jahre 1980, in grosser Geheimhaltung , sickerten einige Lokal-Beobachtugen bis in Schreiberstuben internationaler Pressestellen. Der K20 war enttarnt und die Koordinaten, im Format LV03, gar im Spiegel publiziert.

Und doch wusste niemand so richtig  und auch ich bilde hier keineswegs die wissende Ausnahme.

Aber, die sichtbar unsichtbaren Spuren stimulieren die Neugierde und gleichermassen die Fantasie. Dies sei Grund für die herumgeisternden Publikationen und dies sei auch der Grund zu meinem Besuch neulich.

Alles beginnt beim Luftbild, dies zeigt das Ende des Ortes Kadersteg  nahe der Talstation Sunnbüel.

K20 Luftbild

Und an dieser Position treffen sich viele Neugierige den dies Eck hats Faustdick hinter den Ohren, respektive hinter den Büschen.  Die Tarnung ist perfekt, vom mächtigen Vorbau ist keine Spur. Einzig die drei Becken einer Aufschwemm-Kläranlage machen den Spion stutzig.

K20 AV

Die Amtliche Vermessung (im Bild Regio-GIS BEO AV)  kennt zwischen Tor, Kander und Felsen eine durchgehend satte Fläche. Da hilft nur eines, ein Spaziergang vor Ort.

Bei diesem Ausflug wird bald klar, wir befinden uns auf militärischem Gelände.

Mundepot K20

Dazu passend, wie wirs hundertfach gesehen haben, das Munitionsdepot in EX-Sicherer Ausführung.

Mil Baracke K20

Auch sonst sind überall verstreut zwischen überdimensionierten Parkplätzen, Militärisch genannt MWD, einige Leicht-Bauwerke wie wir sie aus WK-Zeit kennen.

K20

Auffällig sind die überall installierten Kameras im Gelände welches wir, ohne überklettern irgendwelcher Abschrankungen , friedlich besuchen konnten.  

Hightech ist auf dem Areal ungewohnt dominant verbaut. Am Eingangstor des ominösen, geheimnisumwitterten K20 meldet sich eine Tafel die meine Neugierde nochmals so richtig stimulierte.

K20

Wie üblich sind Verbote die genau richtigen Botenstoffe ums Luischens Energie richtig intensiv zu entfesseln. Nichts desto trotz, ich bin nicht dumm also machte ich was wahrscheinlich bereits einige Jornis vor mir machten. Namentlich unauffällig und immer freundlich in alle Kameras hinein lächelnd, das abgesperrte Grundstück aussenrum erkunden. Da die Katasterfläche 1348 nicht vollständig Eingezäunt ist, gibt’s, ohne eine Verletzung der Dienstbarkeit, Einiges zu gucken.

K20

Der K20 ist bestückt mit einem breiten, nach oben öffnendem Tor. Kameras, Ortsfunkantenne und sonstiger Krimskrams ist auch an dieser Fassade reichlich verbaut. Die Lastwagenzufahrt ist mit kleiner Wendefläche ausgestattet. Alle Armee-Lastwagenmodelle können so bequem in Rückwärtsfahrt in den bepflanzten Vorbau verschwinden.

K20

An der linken Gebäudeseite sichtbar das Häuschen der Wache und im Vordergrund die 3 Becken der Aufschwemmkläranlage.

K20

Die Befensterung an der Südfassade ist mit klaren Vollglaselementen ausgestattet. Hinter dem Klarglas  sind aufeinandergestapelte SBB-Palletten-Rahmen zu erkennen, auch wieder ein typisches Stillleben wie wirs aus em WK kennen. Das Betonbauwerk schliesst satt an die steile Felswand. Aussagen der ansässigen Kandersteger Bevölkerung wie auch Eigenbeobachtungen bestätigen, am Anschluss an den Betonbau beginnt ein Untertagebau unbekannter Grösse. Das hinter dem Häuschen was Grösseres beginnt scheint einleuchtend.

K20 Bundesratsbunker

Unterhalb des Hauptvorbaus, nahe der Kader liegt ein vergittertes Stollen-Portal welches ich erst bei Durchsicht der Bilder in warmer Stube erkannte. Über dessen Funktion kann nur spekuliert werden. Ein Notausgang indes schliesse ich aus. Der Fluchtweg wäre unsinnig in solch Nähe zum Hauptportal. Es gibt jedoch ungeklärte Felseinschnitte hinter dem Gebäude welche im ALT3D erscheinen. Die Felderkundung der Einschnitte hätte jedoch die Verletzung der Dienstbarkeit auf  1348 bedeutet.

Es gibt Publikationen, gestützt auf  Aussagen einiger  Anrainer,  wonach die K20-Untertageanlage über Anschluss an den Lötschbergtunnel verfügte. Ein möglicher Notausgang würde hierbei die Taktischen Anforderungen erfüllen.

Fakt ist, die Direktdistanz Horizontal K20 Portal zum Autoverland-Lötschbergtunnel beträgt 300 m. In der Vertikalen liegt der Lötschbergtunnel 16 m tiefer Boden K20.

Auch der Schutt wäre um Längen unauffälliger per Bahn abtransportierbar gewesen. Genaue Erkenntnisse zu jener Bauzeit liegen indes keine vor. Ich berufe mich hierbei einzig auf die, von diversen Tageszeitungen, publizierten Lokalaussagen.

K20 Bundesratsbunker

Letztlich  gibt’s nur eines, meiner Phantasie freien Lauf lassen um die Stollen meiner Vorstellung entsprechend darzustellen. Ich könnte richtig liegen, ich könnte aber auch komplett falsch liegen. Im Süden gibt’s die natürliche Grenze des Kandertobels. Im Nordwesten endet der markante Felsvorsprung bei 200 – 300 m und im Osten schneidet der Lötschbergtunnel das Felsgelände.

Die Karte ist eine Mischung aus Amtlicher Vermessung und ALT3D. Im ALT3D ist die getarnte Gebäudestruktur eindeutig auszumachen. Auch weitere Details erscheinen in der 3D Schattierung aus dem dunklen heraus Wald.

Meine angenommene Hauptstrecke zieht in leichter Kurve wenige Meter über den Lötschbergtunnnel hinweg.  Grundstrecke ist auf meiner Zeichnung, gelbe Fläche, ca 460 m lang. In Nordrichtung sind Kavernen für Führungsinfrastruktur, Unterkunft und Versorgung angelegt. Kurz vor Ende des Haupttunnels neigt sich eine Stecke Richtung Lötschberg  Nordportal. Weils so schön war, en kleines Föteli des besagten Portals.

Lötschbergtunnel

Portal Nord Lötschbergtunnel.

Zurück zum Thema, mein genannter Süd-Nordstollen sollte in sicherer Distanz, 300 m ab Nordportal auf den Lötschbergtunnel treffen. Der sanfte Neigungswinkel könnte ein Normalspurgleis aufnehmen um Schutt während dem Bau abzuführen. Dieses Gleis wiederum wäre im Kriegsfall ein gedeckter Zubringer für die K20 Versorgung.

Wie ich bereits ausführte gibt’s Aussagen wonach Schutt aus unbekannter Region transportiert wurde.

Tatsache ist, am Lötschbergtunnel gibt’s weitere Mysterien die ich, so glaube ich, eher weniger mit dem Bundesratsbunker K20 zusammenhängen trotzdem sind diese nicht minder interessant. Und, auch relevant, bei unserem K20 Spaziergang lagen die zwei Erdlöcher quasi am Weg. Fast logisch das wir in diese Öffnungen hinein kriechen mussten.

Lötschbergtunnel

Die zwei Stollenmüder sind Tagseitig vom Betonblöcken verstellt. Ein Abbruch versuchte einst die Zugänge zu versiegeln was nicht hundertprozentig gelang. Nahe Tag sind zusätzlich mehre Räume zwischen den zwei Stollen angeordnet.

Lötschbergtunnel

Beide Stollen treffen nach wenigen Metern zusammen und vereinigen sich zu einem doppeltem   Stollenwerk. Dieser Bau wiederum schliesst an den Lötschbergtunnel. Die Verbindungsstelle ist mit festen KS-Blöcken vermauert.

Über den Lötschbergtunnel ist vergleichsweise wenig dokumentiert. Die beiden Stollen könnten, meine Vermutung, zur Belüftung beigetragen haben. Sie sind, was so deren Zustand erahnen lässt, vor der Lötschbergtunnel-Sanierung 2018, angelegt. Ob die beiden Röhren jedoch aus Bauzeit Lötschbergtunnel 1906 bis 1913 stammen bezweifle ich.

Fazit,

Zum K20 sind noch heute einige Geheimnisse bestehend. Die Armee gab sich alle Mühe dies Werk neugierigen Blicken zu verbergen,  was, so aus meiner misstrauischen Sicht,  eh im Grundsatz suspekt erscheint. Die Architektur ähnelt zahlreichen Anlagen aus jener Zeit. Unscheinbare Eingänge aber ein wuchtiges Oho dahinter.

Herr Martin Pfister ist mir an jenem Tag nicht begegnet. Ich bezweifle weiter den aktuellen Nutzen als Bundesratsbunker, zu bekannt, international, ist dieser gegenwärtig.  Das sich die Regierung zu schützen weiss  und bereit ist sich weit über demokratische Grenzen hinwegzusetzen wissen wir seit Pandemiemassnahmen- Schlachten. Insofern dürfte der Bundesratsbunkerbestand lange bei K40 oder höher liegen. Wenn ichs wüsste wärs womöglich um mich geschehen also bleibe ich mal weiter bei den, vergleichsweise  harmlosen, Bergwerken. Von denen solle es im Kandertal auch noch einige geben.

Ova Spin Update

Es sind inzwischen zwei Jahre verstrichen sein meinem letzten Ausflug in die Bunkeranlagen der Sperrstelle Ova Spin (Ofenpass-Strasse). Schlechtes Wetter und ein angebrochener Samstag führten mich und Freunde neulich an dies Militärhistorisch bedeutende Fleckchen.

Wie immer bei erneuter Befahrung gibt’s Neues zu entdecken was mir bei erstmaligem Besuch entgangen war. Darum hier kleine Bildserie mit etwas wenigen Kommenten.

Sperrstelle Ova Spin

Sehr fotogen und nicht minder spektakulär das Hauptwerk A7632 Ova Spin Strasse. Der Bunker ist mit einer Burgenartigen Tarnung versehen. Der Anstrich glänz durch seine optische Detailtreue.

Sperrstelle Ova Spin

Die Bewaffnung umfasste zwei Maschinengewehre und einer Panzerabwehrkanone. Heute ist die Stellung demilitarisiert, will heissen alle Waffen ausgebaut.

Sperrstelle Ova Spin

Der Blick auf die gegenüberliegende Passstrasse beim damaligen Sprengobjekt offenbarte an jenem Samstag ein prächtigen Regenbogen im Blickfeld der Geschütze.

Sperrstelle Ova Spin

Der Wald ist übersät von kleineren Bunkeranlagen teils bis zurück in den ersten Weltkrieg reichend.

Sperrstelle Ova Spin

Immer wieder tauchen Bunkertüren im Waldboden auf. Dies Exemplar schliesst an ein Stützengrabensystem welches noch aus der 1. Weltkriegperiode stammt.  

Sperrstelle Ova Spin

Die grösstenteils verfallenen Schützengräben schlängen sich, der Höhenlinie folgend, dem Hang entlang an die Südseite.

Sperrstelle Ova Spin

Am Ende des Grabens liegt zu Füssen tief im Tal der Lai da l Ova Spin.

Sperrstelle Ova Spin

Auch an diesem Eck, an steiler Felskannte, liegt der südlichste Infanteriebunker A7637 ehemalige Bewaffnung 1 Maschinengewehr.

Sperrstelle Ova Spin

Aktueller Plan in Grossformat PDF gibt’s auf: Ova_Spin_Festungsanlagen.pdf

Und die Vorgeschichte findet Ihr unter: http://blog.ateliereisen.ch/?p=8356

Verwaltet, gepflegt werden die Bunker von Hans Stäbler respektive vom Verein Festungsmuseum Crestawald zu finden dieser unter:  https://www.crestawald.ch

Silser Bergwerke

Wer sich ins Engadin verirrt und den Malojapass ansteuert wird unweigerlich, am hässlichsten Punkt der Schweiz, gegenüber des Ortes Sils, auf schroffe Felsen entlang der Strasse stossen. Oberhalb dieser Steilhänge postieren sich Bergwerksstollen die  erstmalig 1578 Erwähnung finden. Die Bergwerke ist in zwei Gruppen aufgeteilt. Südwesten liegen die Stollen Blaunca oberhalb des Silsersees, im Nordosten stehen die Abbauten Plaz. Während die  Bergwerke  Blaunca, gemäss Überlieferung, Kupfer förderten wurde bei Plaz nach Silberhaltigem Bleiglanz gegraben.

Bergwerke Sils Engadin

Zwei Akteure werden gleichermassen auf  den Anlagen genannt. Einerseits solle von Salis an den Werken Erze gefördert haben, anderseits ist von der Planta-Familie aus Zouz die Rede. Nicht ganz klar ist wer welche Werke wie intensiv nutzte.

Ein Eintrag verweist auf V. J. von Salis welches, gesagter Investor, Erze von Buffalora (Eisen) und Erze von Sils, nach Filisur Bellaluna  über den Albulapass transportieren liess. Diese, nach dem Hütteprozess verarbeitenden Metalle, säumte die von Salis Gesellschaft  wiederum ins Italienische Chiavenna.  Die Rundreise welche die Metalle um 1578 zurücklegten vernichtete vermutlich  bereuts damals aller Gewinn. Ob die Plantas günstiger wirtschafteten entzieht sich meinem bescheidenem Wissen.

Da ich neulich im benannten Engadin bei einer Bergbauinteressierten Mitforscherin nächtigte lag ein Ausflug ins benachbarte Sils trotz Regen im Rahmen des machbaren. Zwar ist, wie so oft im touristisch überlaufenem Ausland, das ZH- Nummernschild von ganz grossem Nachteil doch, ich mied, als gebildete Ausländerin, tiefergreifende Parkplatzdiskussionen und schritt mit meiner Begleitung Gita, gezielten Weges in die Bergwerke Plaz.

Bergwerke Sils Engadin

Bald zeigte sich dass der untere, weitaus interessante Stollen bei nasser Wiese und ohne Seil kaum zu erreichen wäre. Die Situation war uns im Vorfeld bereits bekannt was den Besuch aufs obere Plazer-Werk eingrenze.

Der obere Stollen wiederum war schnell gefunden. Dieser liegt am Felsvorsprung unterhalb des Weges und ist easy zu erreichen.

Bergwerke Sils Engadin

Der Bergbau folgte offensichtlich einer anstehenden Bleiglanzader die nach Westen leicht ansteigt.

Bergwerke Sils Engadin

Der Stollen ist, wie zu jener Zeit üblich, eher in geringer Höhe angelegt. Der aufrechte Gang ist nie möglich.

Bergwerke Sils Engadin

Gegen Mitte Stollen liegt etwas Bruchmaterial am Boden was zu Kriechgang zwingt.

Bergwerke Sils Engadin

Immer wieder sind Schrämspuren zu beobachten die auf reine Handarbeit ohne Sprengmittel hindeuten. Die Gesamtlänge des Stollens umfasst 30 Meter und die Stollenbrust ist eindeutig.

Ich zeichnete anhand einer Vermessung im Februar 2023 einen Plan beider Stollen auf Plaz.

Bergwerke Sils Engadin

Im PDF-Format gibt’s den Plan auf  plan2020_V2.pdf

Und als Abschluss dieser Geschichte ein kleines Stollen-Luisa-Bildchen.

Bergwerke Sils Engadin

En Dankeschön der Fotografin Gita.

Und allerletzt, Rassismus ist latentes Problem, GR-Nummernschildern sind an mancherorts ne feine Sache.  

Impressum 2026

Aus aktuellem Anlass, namentlich meiner Domiziländerung, gibt’s en neues Impressum.

Bodelski

Hier en Bildchen meines neuen Domizils in der Wohnüberbauung aus Gründerjahren genannt Bodmerhof. Meinerseits mit Kosenamen Bodelski bestückt.

Bodelski

Ergänzend der Innenhof, weils so schön ist.

Und ja, offen gestanden, das Foto von mir ist definitiv in die Jahre gekommen. Inzwischen bin ich 60+ was gut so ist. Bild auf der Impressumseite bleibt trotzdem. Die Version 2026 gibt’s unter Impressum

Ostereiersuchen in Sankt Sulpice

Sankt Sulpice, respektive das dortige Bergwerk, ist immer en Ausflug wert. Ostern ist der prädestinierte Tag zu untertägiger Erkundung also gesagt getan und nach alljährlichem Torrijasschmaus war die sportliche Betätigung auch nicht fehl.

Torrijas im 2026

Torrijas im 2026, das Rezept mit ner 14 Jahren jüngeren Luisa gibt’s auf Torrijas.

Aber Sankt Sulpice ist Thema und wie üblich bei solch Befahrungen resultieren wieder neue Erkenntnisse.  Also kurze Einblicke wieder in die Zementstollen oberhalb des Industriedorfs Sankt Sulpice.

Mundloch St. Sulpice

Das Mundloch, das letzte noch ins Bergwerk führende, ist inzwischen schon etwas verwachsen.

St. Sulpice

Interessant war auch diesmal wieder der verbindende Seitenstollen welcher als Quertraversale die Hauptstrecke hätte kürzen sollen.

St. Sulpice

Ein kleines Stolperloch führt durch die Vermauerung. Doch trotz des Willens, die Verstürze an den Stollenkreuzen bleiben, auch bei dieser Befahrung, unüberwindbar. Also 2026, in dieser Region, nix Neues.

Indessen ist der alte Teil nahe des Tagesbruchs ein sehr spannendes Eck, an welchem noch viel Unentdecktes schlummert.

St. Sulpice

Die Strecken in diesem Bergwerksteil sind riesig und teils mit meterhohen Verbrüchen verstellt. An manchen Verbrüchen drückt zeitweilig Schlamm in den Stollen hinein. Trotzdem könnten wir keinen Tageseinstieg ausmachen.

St. Sulpice

Das Mauergebilde welches auf Tagesstrecke 3 die Hauptstrasse Nummer 10 stützt ist, Richtung Tag, eindeutig und massiv zugemauert.

St. Sulpice

Somit ist klar, diese Rollbahnstrecke (Nummer 3) ist unpassierbar, es ist anzunehmen dass der folgende, feinmaschige Bergwerksteil, mangels Festigkeit, in späten Betriebsjahren, vermauert wurde.  Die Rollbahnstrecke (Nummer 2) wird, wie bekannt, durch diese Zone in einer gemauerten Röhre geführt.

St. Sulpice

Und trotz des Betonausbaus, Rollbahnstrecke 2 ist am Übertritt ins feinmaschige Bergwerk komplett zusammengefallen. Auch dieser Versturz liegt unüberwindbar an der Tagestrecke.

Richtungswechsel, der tiefe Bergwerksabschnitt ist auch immer wieder faszinierend. Ein nicht ganz einfach zu findender Einstieg sichert den Weg durchs Tunnel.

St. Sulpice

Wie an den Isolatoren zu erkennen ist, verfügte dieser Abschnitt, 1 Km nach Tag, über elektrisches Licht.

St. Sulpice

In den alten Hallen von 1948, rund 10 m hoch, hängt noch eine alte Porzellanlampe.

An dieser Stelle ein Planupdate mit neuen Erkenntnissen.

St. Sulpice

Plan gross machen, Plan anklicken.

Und die Vorbeiträge St. Sulpice

Neulich beim Osterhasen jagen

Ich weiss dass meine Publikationen in einschlägigen Kreisen (ich nenn hier keine Namen) gerne zur Inspiration genutzt werden.

Hoffen wir möge dies positiv wirken denn,

Ein Wort der Warnung obschon ich gar nicht die Sicherheitsfetischistin bin.

spi

Sprengstoffe, insbesondere Herstellungsjahr um die 1940er, sind hochgefährlich. Hantieren mit dem abgestandenen Zeugs heisst sich, eventuelle Begleitpersonen und mögliche Rettungsteam gröber in Gefahr zu bringen.

Jene Spastis die mit den Explosivstangen eine militärische Auslegeordnung veranstalteten haben an solch gefährlichen Orten nix verloren.

Und Ihr die mich gestern zu solch Abenteuertrip begleitet habt, die Frage zur Sprengstoffkiste ist geklärt. Ich hab was Bildchen verschiedener Zeitepochen durchgeguckt. Hemmungslose Schlaumeier, wie sich gestern zeigte, haben aus der Kiste eine Auslegeordnung gebastelt.

Sihlfeld ist Geschichte es lebe der Bodmerhof

Nun die Realität hat auch uns voll erwischt und aus Sihlfeld wird Linksgrünes Schikimiki.

Der Umzug naht, neu werden wir in Zürich Enge leben dies dank meiner Holden die, mit passendem Grundbucheintrag, für eine würdige Bleibe sorgt.

Bodmerhof

Die neue Heimat ist treffend meinem Geschmack entsprechend, gross, schön und Lastenvelo-Frei.

Und das Sihlfeld wo sich einst kreative Punker tummelten wird’s eh nimmer in alter Form geben.

Möge lange der motorisierte Individualverkehr bestehen bleiben und somit die, mit unförmigen Fahrräder bestückte Bildungselite von uns fern halten.

Ab 27. April 2026 ist Luischen gemeinsam mit Christinchen an neuer Adresse Bodmerstrasse 8 / 8002 Zürich.

Die Geschichtsschreibung zum Sihlfeld wird folgen sobald ich wieder etwas Zeit habe.

Flachlandwochenende 2026 Part II

Wiedererwarten gestaltet sich die Geschichte doch etwas Bildintensiver als anfänglich geglaubt darum hier ein zweiter Teil.

Miniera Valvassera

Im beschaulichem Seitental des Val Ganna liegt eine umfangreiche Minenanlage der Bleiproduktion. Diese immer wieder modernisierte Anlage war über einen beachtlichen Zeitraum in Betrieb folglich war ein kilometerlanges Stollennetz zu erwarten.

Miniera Valvassera

Der Ursprung des Bergwerks, Römisch oder gar Keltisch, könnte im mächtigen Abbauschlitz liegen.

Unterhalb des Abbauschlitzes fuhren rund 20 Strecken den vertikalen Erzgang auf verschiedenen Höhen an.

Von diesem verzweigten Stollensystem ist heute leider wenig erhalten trotzdem gibt’s ein reiches Sammelsurium an verschiedensten Installationen zu bestaunen.

Miniera Valvassera

Insbesondere die Epoche des beginnenden 20. Jahrhunderts hinterliess einige Bauten auf der Talhöhe.

Miniera Valvassera

Nahe der oberen Stollen sind noch zahlreiche Bauten zu bestaunen. Im Bild rechts ein Probierofen und links ein Wasserkanal möglicherweise für ein Wasserrad.

Miniera Valvassera

Mundloch 655 müm zu einer Hauptförderstrecke um ca. 1910.

Miniera Valvassera

Im Abbau ersichtlich der Vertikale Abbau welcher unterbrochen durch enge Durchschlüpfe etwa 10 Meter Höhe aufweist.

Schächte verbinden weitere unterhalb und oberhalb liegende Strecken.

Das höchstgelegene Mundloch liegt auf ca 700 müm. Der tiefste Stollen des Erzgangaufschlusses stammt aus den 1950ern und misst eine Höhe von 588 müm.

Miniera Valvassera

Auf der Höhe des um 1950 gebauten Stollens liegt die moderne Erzwaschanlage, heute kaum erreichbar, verwachsen im Brombeer-Dschungel.

Miniera Valvassera

Noch unter Spannung steht die wuchtige Trafostation welche die Aufbereitungsanlage und sonstige Bergwerksbetriebe einst mit Energie versorgte.

Miniera Valvassera

Im Talboden des Val Ganna neben der ehemaligen Bahnlinie Varese – Ponte Tresa steht noch das zerfallende, zweistöckige Knappenhaus der Bergbaugesellschaft Miniera Valvassera.

Auch zu diesem Bergbauort ist wenig überliefert. Insbesondere deren Ursprünge sind nur wage erforscht. Anhand gemachter Funde ist Römischer, oder gar Keltischer Ursprung denkbar. In den 1950ern wird die neue, für die damalige Zeit moderne Aufbereitungsanlage installiert. 1966 wird der Bergwerksbetrieb mangels Rendite eingestellt.

Der Übersichtlichkeit willen kleines Plänchen mit Kartenwerk von 1958, respektive links älter.

Miniera Valvassera

Gelb visualisiert der Erzgang welcher an verschiedenen Stellen angefahren wurde zuletzt auf einer Höhe von rund 520 müm. Der linke Kartenausschnitt zeigt die alten Installationen und Auftagebauten des Betriebs bis etwa 1940.

Flachlandwochenende 2026 Part I

Sie scheinen legendär zu sein, die rede hier, von ominösen Flachlandwocheneden ganz im Zeichen des Bergbaus. Ob nun Flachland hier die richtige Bezeichnung sei, liegt im Sinne des Kartenbetrachters. Das diesjährige Flachlandwochenende führte uns nach Ganna und Umgebung ein kleiner Ort in mitten einer imposanten Berglandschaft zwischen Ponte Tresa und Varese. Trotzdem, die Höhen waren beschaulich was den Titel Flachlandwochenende durchaus berechtigt.

Trotz einigen Fahrkilometern der Ausflug lohnte und die Bergbaurelikte lockten mit spektakulären Anlagen.

Und so nebenbei, bei prächtig südländischer Landschaft sind uns reiche Lostplaces über den Weg gewandert die, auch so, einer weiterer Erkundung bedurften.

Bergbaustandorte Flachlandwochenende 2026

Standorte, wie üblich im QGIS-Plänchen.

Antro delle Gallerie

Ein scheinbar kleines Bergwerk hat im Innern richtig was zu bieten.

Antro delle Gallerie

Mundloch Hauptstrecke

Eine ca. 100 m lange Hauptstrecke führt an diversen Abzweigern, Vertikal wie Horizontal, vorbei. Die Abzweiger bilden ein unübersichtliches, weit verzweigtes Netz an Stollen, die in allen Richtungen verlaufen und verschiedenste Bodenschätze anfuhren.

Antro delle Gallerie

Es liegen kurze Schächte offen die weitere tiefere Strecken erschliessen.

Antro delle Gallerie

Grössere Abbaulinsen sind kunstvoll bis Decke versetzt.

Über die Bodenschätze wie auch über die Geschichte des Bergwerks herrscht etwas Unklarheit. Dem heutigen Betrachter eröffnen sich keine abbauwürdigen Reichtümer. Die Annahme wonach dies immer so war und dies Bergwerk nie die grossen Erträge hervorbrachte scheint naheliegend.

Genannt wird als primäre Rohstoffe, Siderit, Bleiglanz oder auch Galenit.  Es solle einst um 1500 eine Konzession auf Gold und Silber auf dies Bergwerk, erteilt worden sein. Der Sandstein, welcher im Berginnern allgegenwärtig ist, fand teilweise Verwendung in Regionalen Glasmanufakturen.  Auch übers Alter der Anlage gibt’s reichlich Uneinigkeit. Es wird berichtet von römischen Ursprungs doch schlüssige Dokumentation fehlt. Die Römer betrieben an verschiedenen Standorten in genannter Umgebung Blei-Bergbau.

Die Stollen zeugen indes von verschiedenen Bergbauepochen unter Einsatz verschiedenster Fördertechniken. Da die Stollen mehrheitlich den Sandstein durchqueren sind vorwiegend Schrämspuren zu beobachten. Mitte des 19. Jahrhunderts endete die, immer wieder unterbrochene, Bergbautätigkeit. Es gibt somit auch keine Anzeigen für Grossindustrielle Förderung.

Steinbrüche von Viggiù

Im beschaulichen Ort Viggiù liegen umfangreiche Untertagesteinbrüche.

Steinbrüche von Viggiù

Der von mir geklaute Plan, weisst einige Unstimmigkeiten auf. Einerseits passt die Nordausrichtung des Grubenplans nicht so richtig zu den bekannten Mundlöchern anderseits stimmen, meiner Meinung nach, die Verknüpfungen der Steinbrüche 1 bis 4 nicht so richtig. Nichts desto trotz eine Übersicht mag das Planwerk zu vermitteln.

Steinbrüche von Viggiù

Die Eingangseinschnitte sind mit Trockenmauerwerk ausgebaut. Viel Moss zeugt von langer Aufgabe der oberen Stolleneingänge.

Steinbrüche von Viggiù

Die interessante Schicht ist etwa 10 bis 20m stark und verläuft etwa 30 Grad ins Berginnere.

Steinbrüche von Viggiù

Bei so viel Licht durfte am diesjährigen Flachlandwochenende die Taschenlampen-Tauchaktion nicht fehlen. Wasser in schmucken Seen gabs immer wieder.

Steinbrüche von Viggiù

Der unterste Steinbruch, Nummer 4 auf dem Plan, ist neueren Datums. Es finden sich allerlei Artefakte aus beginnendem 21. Jahrhundert.

Steinbrüche von Viggiù

Moderne Technik schnitt in dieser  Zone grosse Blöcke aus dem Fels.

Steinbrüche von Viggiù

So liegt noch heute die Drahtseil-Steinsäge verstreut im Untertagebau herum.

Auch über dies umfangreiche Untertagewerk gibt’s historische Unklarheiten. Möglicherweise ist dies Untertagewerk seit der Spätantike bekannt. Im 12. Jahrhundert stammen Steinmetze von Bruderschaft der Comacini-Meister hauptsächlich aus Viggiù.

Zahlreiche Villen in der näherem Umgebung sind mit Elementen verziert die aus den Steinbrüchen von Viggiù stammen.

Teil II folgt demnächst.

Das Wandgemälde

Nach 28 Jahren muss ich ausziehen gleiches gilt für meine schmucke Werkstatt im Keller. Meine Werkstatt erfreute sich rund 14 Jahre der zentralen Lage und der Nähe zu meiner Wohnung, ganze 6 Vollgeschosse trennten uns von einander.

Vor Zeitepoche meiner Werkstatt lang tief verborgen ein kleines Räumchen zu geselligem Beisammensein, umgangssprachlich gerne bezeichnet als „illegale Bar“ wenn doch ich, als Bewohnerin des Hauses, von dieser Begrifflichkeit mich eher distanzieren täte. Einerseits ist keine Bar illegal den ein geselliges Beisammensein kann schlicht nicht illegal sein, anderseits diente gleichzeitig die Räumlichkeit als Lager welches Met-Vorräte lagerte für die oberhalb domizilierten Verkaufsräume der  Bonesclinik.

Sihlfeldstrasse 95

Im Jahr 2004, die Bonesklinic im Erdgeschoss, meine Wohnung zuoberst im Dachgeschoss und der Keller unter der Bonesklinic.

Die Bonesklinic zog kurz nach der Transitstrassenaufhebung aus der Liegenschaft worauf ich den Keller für die, bis anhin an der Habsburgstrasse eingemietete, Werkstatt übernahm.

Sihlfeldstrasse 95

Bei meinem Einzug blieb das Bild einer liegenden Frau im grünen Kleid durch mein Werkzeug und Schraubengestell verdeckt. Einzig die leuchtende Sonne ist so halbwegs sichtbar.

Im Jahr 2025 flatterte die böse Überraschung in den Briefkasten. Hämisch hiess es, die Liegenschaft wird verkauft. Unser kläglicher Versuch im Immo-Karussell mitzubieten scheiterte bei 4.5 Millionen. Das Haus war verkauft für en höheren Preis und nicht an uns. Nicht lange liess die Kündigung auf sich warten und auch unsere Hausinterne Widerstandskraft konnte kaum was entgegensetzten.

Eine neue Ära beginnt mit einer neuen, dreimal so grossen Werkstatt im nahen Hubertus in der Folge war wieder mal zügeln angesagt.

Sihlfeldstrasse 95

So entblösste ich Tablar für Tablar das meinerseits kaum beachtete Wandbild. Ein Wandgemälde wessen Urheberin mir gänzlich unbekannt war. Eine Tatsache die mich bis anhin kaum beschäftigte.

Sihlfeldstrasse 95

Doch die Offenlegung des Werkes  weckte meine Erinnerung und gleichwohl mein Interesse zur näheren Geschichte.

Nun weiss ich, dank eines Facebookposts, die Urheberin nennt sich Rita und stammt aus Deutschland. Das Bild ist, wie aus der Signatur hervorgeht, am 12.9.2006 entstanden.

Und, soweit bekannt, am 2. Mai wird dies Bild geschliffen und das Haus zu Gunsten schweineteuren Schickimicki-Absteigen entkernt.

Die Grundrisse der Schickimicki-Buden (Miete zwischen 3500 und 5000 SFR) gibt’s auf: 997_03_12_201_wohnungsspiegel_0_250220_1__B25-00361.01_25-03-03-14-24.pdf

Nun abschliessend, es Dankeschön meinerseits an Rita fürs Bild und an die Bonesklinic für die tolle, bewegte Zeit im Haus.

A6325

Kleine Einblicke in damalige Verteidigungsanlagen zwischen 2. Weltkrieg und kaltem Krieg. Geografisch angesiedelt als Teil der Sargansergruppe am südlichsten Ende. Ich bin in dieser Sache nicht gänzlich unbelastet durfte ich während meiner Dienstpflicht so manch Anlage, noch bei voller Action, erleben.

Und auch mal wieder eine kleine Geschichte unter der Rubrik „und schon wieder stand die Tür einladend offen“.

A6325 steht, das A, für Felsenwerk, die vierstellige Nummer, für die geografische Bezeichnung. A6325 ist das Felsen, Artilleriewerk Haselboden mit integriertem Spital. Das Werk  A6325 ist seit einigen Jahrzenten demilitarisiert und wird in wenigen Jahren vom  Zementwerk Untervaz komplett verschluckt werden.

Folglich ein bitternötiger Augenschein dieser, zunehmend dem Zementsteinbruch zum Opfer fallenden, Anlage.

Neuburg

Früh war die strategische Bedeutung  des Westhangs bekannt. Die Neuburg im Bild wird Urkundlich 1345 erstmals erwähnt. Unterhalb des Burgbaus liegt die, aus der 2.Welkriegepoche stammende Minenwerferstellung A6329 Neuburg, Bewaffnung 2x 8.1 cm Festungsminenwerfer. Des weiteren liegt in Burgnähe die Infanteriekaverne A6369 wie auch der Übermittlerunterstand F13442.

Meine Geschichte indes dreht den Blick 180 Grad südwärts, genanntes Felsenwerk A6325 unterhalb des anwachsenden Zementsteinbruchs Haselboden.

A6325

Die Eingangsfront mit oberhalb liegender Aussenverteidigung versinkt im, vom Steinbruch herunterfallendem, Bruchsteinen. 

A6325

Eine lange Eingangshalle ermöglichte zu Betriebszeit eine gedeckte Lastwagenentladung. Am linken Rand der Zugangstüre liegt der Überdruck-Abluftauslass. Heute ist die Zufahrt mittels hohem Bruchsteinwall versperrt.

Versorgungsstollen mit leeren Installationsbalken. Die Beton-Installationsbalken trugen Kabel, Rohre und Lüftungskanäle. Heute sind alle Versorgungsleitungen wie auch sonstige sekundäre Architekturelemente ausgebaut.

A6325

Eingangsschleuse, auch wieder, Türen und  Leitungen  sind Rückgebaut. Der Ablauf ist offenbar verstopft.

A6325

Wachlokal und Unterkunft des Festungszugs.

A6325

Zugang zum Munitionslager.

A6325

Munitionslager, die herumstehenden KS-Blöcke bildeten zu Betriebszeit Regaleinheiten. Heute ist der ehemalige Regalstandort anhand der grauen Farbunterbrüche erkennbar.

A6325

Weitere Druckschleuse Stollen Süd.

A6325

Maschinenraum, 3 Notstromaggregate, Filteranlagen, Belüftung und Elektrohauptverteilung alles ausgebaut.

A6325

Ehemalige Küche.

A6325

Innerer Versorgungsstollen, Zisternenzugang,

A6325

höher gelegene Hauptwasserzisterne, Blick vertikal noch oben gerichtet.

A6325

Blick aus der Geschützöffnung

A6325

4,7 cm Kanone, MG-Stand

Die Geschützstellungen liegen in teils luftiger Höhe der Felswand. Heute sind diese, dem Zerfall ausgeliefert, ohne Tarnung gut erkennbar.

A6325

Im Bild die Aussenansicht des  Beobachter, MG-Standes Nord.

A6325

7,5 cm Befestigungskanone 1 und 7,5 cm Befestigungskanone 2 an der Südflanke

A6325

MG-Stellung und teils eingebrochener Notausgangsschacht rechts der Stellung.

A6325

Das Felsenwerk A6325 besteht, Standardmässig, aus der Versorgungs- und Unterkunftseinheit, in hiesiger Anlage 4 Kavernen, umringt von Geschützständen mit dazugehörigen Munitionslagern. In der Versorgungs- und Unterkunftseinheit sind Spital, Feuerleitstelle, Unterkunft, Trickwasserzisterne und Maschinenraum untergebracht. Als Eigenart, dem Festungsbaustandart abweichend,  verfügt dies Felsenwerk über eine abgesetzte Unterkunftkaverne für die Wach und Betriebsmannschaft. Die Zuluft wurde über eine tiefgelegene Ventilatorenkaverne angesogen.  

Über die ehemalige Bewaffnung herrscht meinerseits nur beschränktes Wissen. Gemäss gefundenen Unterlagen waren ursprünglich vier 7.5cm Befestigungskanonen, eine 4,7 cm Panzerabwehrkanone und einige MG-Stellungen im Einsatz. Die Anlage wurde indes in späteren Jahren umgebaut. Zwei der 7.5cm Befestigungskanonen sind beim Umbau ausgemustert worden, die Geschützöffnungen sind zugeschweisst respektive umfunktioniert. Anstelle der zwei 7.5cm ausgemusterten Befestigungskanonen im A6325 Haselboden kamen, in den 1990ern, zwei 15,5 cm Festungskanonen 93 Bison vors Felsenwerk A6315 Molinära.

Die zwei Artilleriebeobachter liegen abgesetzt oberhalb des Hauptwerks. Beide Kavernen sind über einen Vertikalschacht zugänglich. Leider fehlt aktuell die Aufstiegsleiter womit die Beobachter-Posten unerreichbar bleiben.    

Sargansergruppe

Nochmals an dieser Stelle die bei weitem nicht vollständige Karte der Felsenwerke Sargansergruppe.

Sarganser Gruppe

Das Felsenwerk A6325 ist Teil der südlich gelegenen Sperre Trimmis. Zusammen mit der Gegenüberplazierten A6315 Molinära bildeten diese zwei Werke die Artillerieverteidigung der Sperre. Beide Werke sind heute aufgegeben und demilitarisiert.

Artilleriefelsenwerke

In einer Zeit der mobilen und hybriden Kriegsführung  haben die trägen Artilleriefelsenwerke definitiv ausgedient. Zu teuer, zu wenig Feuerkraft und absolut unflexibel stehen die Dinger, der Uranmantelmunition schutzlos ausgeliefert, blöd in der Landschaft.  Nichts desto trotz, die Werke sind beeindruckend ohne Zweifel ein Besuch wert und mein Langzeitprojekt einer geilen Technoparty in solch Untergrund ist auch noch lange nicht vom Tisch. Klar ist, die Dinger sind Wespennester Geduld da ist durchaus eine Tugend.

Und kleiner Einschub an dieser Stelle, heut im Blick aufgeschnappt

Bekanntlich dreht die Welt und Bundesrat Martin Pfister kommt allmählich in Stress. Seine, zum gordischen Knoten  anwachsende Aufgabe, namentlich  die Bevölkerung  auf die Armee einschwören, scheint doch komplexer als gedacht.

Herr Pfister liess ein neues Lehrmittel kreieren welches sich an Schüler und Lehrlinge von 15 bis 19 Jahren richtet. Das Lehrmittel, ich finds nicht mal schlecht, gibt’s Online auf broschuere_wie-sicher-sind-wir_2aufl_2025.pdf

Und Luisa sagt, die Damen und Herren Bundesräte fickten uns vor nicht allzu langer Zeit was die Schmerzgrenze hergab. En „Sorry“ würd Wunder bewirken doch sie, die Damen und Herren Bundesräte, sind zu blöd um solch eine banale Logik zu rafen.

In diesem Sinne, Herr Martin Pfister viel Spass beim lösen des gordischen Knoten .

Nix da heimische Erdöle

Es gibt zwar heimische Erdöle und diese finden sich mehrheitlich im Val de Travers doch die Mine le Furcil ist en Kalk/Zementsteinbergwerk auch wenn ich mal vor 9 Jahren was von Bitumen behauptete. Spassiger Fakt ist, seit langem kopieren alle publizierfreudigen Befahrer rege meine Fehler. a) Luisa ist nicht unfehlbar (Geologisches Wissen = eine Nilpe) b) heut weiss ichs besser Kalk/Zementstein und nicht Asphalt, Bitumen oder sonst was Stinkendes. Trotzdem, Bitumen, Asphalt Erdöl und eben sonst fürchterlich stinkendes Zeugs gibt’s im Bergwerk le Furcil bei Noiraigue auch.

Aber dies ist nicht Hauptthema der Geschichte viel eher will hier wieder ein fett bebilderter Befahrungsbericht stehen. Und wie vor 9 Jahren, auch wieder eine klassische Heiligabend-Befahrung.

Mine de Furcil Noiraigue

Das Mundloch ist  immer noch einladend offen.

Mine de Furcil Noiraigue

Nach wie vor, das Bergwerk ist von gigantischen Dimensionen. Nach der Ära Kalk/Zementstein ca 1910 bis 1980 dienten die Stollen lange als Champignon-Zucht.

Mine de Furcil Noiraigue

Die heute auffindbaren Installationen wie auch die blaue Desinfekt-Farbe stammt aus der  Champignon-Produktion.

Mine de Furcil Noiraigue

Einige grössere Hallen dienten die letzten Jahre zeitweilig als Autoeinstellhalle.

Mine de Furcil Noiraigue

Bei unserer Befahrung indes waren, bis auf etwas weniges an Anhängern, keine Fahrzeuge mehr in den Stollen.

Mine de Furcil Noiraigue

Im alten Bergwerksteil, Grundstrecke H, finden sich noch wenige felsgeschlagene Stollenabschnitte ansonsten sind die Strecken mehrheitlich mit Spritzbeton ausgebaut.

Mine de Furcil Noiraigue

Vermutlich erfolgte um die 1960er ein Betriebsumbau auf Pneubetrieb. Aus dieser Epoche dürften die ersten Spritzbetonausbauten stammen.

Mine de Furcil Noiraigue

In den Grundstrecken sind viele Abbaubereiche mittels KS-Mauern unzugänglich gemacht worden.

Mine de Furcil Noiraigue

Ein komplexes Wettertüren-Ventilatoren-Konzept optimierte die Belüftung der, von kleineren Dieselfahrzeugen (Dumper) befahrenen Strecken.

Mine de Furcil Noiraigue

 Auf 5 Sohlen sind, soweit heute überblickbar, zwei Kalkstein-Zementsteinschichten angefahren.

Mine de Furcil Noiraigue

An Sohle 5 / Abbaustrecke 8 setzt ein vertikaler Wetterschacht an.

Lange galt dies Bergwerk für mich und andere Besucher als unüberblickbar und Orientierungskillend. Unser Interesse lang schwergewichtig beim Verständnis des unlogisch wirkenden Schneckenaufstiegs.

Den bis anhin bilden die bekannten Grubenpläne einzig die unterste Grundsohle ab. In dieser Grundsohle ist jedoch ein grosser Teil des nördlichen Bergwerks verfallen.

Mine de Furcil Noiraigue

Wir wissen seit langen, anhand der Beschriftung  an den Wänden, dass 5 Hauptsohlen aufeinander sitzen. Die Logik dieser 5 Sohlen mussten wir jedoch erstmals ausknobeln.

Mine de Furcil Noiraigue

Zu diesem Zwecke zeichnete ich ein QGIS-Plänchen auf welchem die zwei Mundlöcher, den Schacht und alle Strecken dargestellt sind.

Anschliessend machte ich eine ungefähre, nicht wirklich Massstabsgetreue Schnittzeichnung durchs Bergwerk von Süden zu Norden.

Mine de Furcil Noiraigue

Nun scheint die Logik eher zu passen. Die 5 Sohlen fahren zwei Schichten des begehrten Materials an. Da beide Abbauten immer wieder zugemauert wurden sind die einzigen noch durchgängig zugänglichen Strecken die Steigen welche, gefühlt, schneckenförmig bis an den Wetterschacht führen. Über diese Strecken erfolgte die Logistik.

Mein Vorbeitrag als ich noch als Bitumen glaubte Heimische Erdöle

Nächste Seite »