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Das breite Spektrum meiner Interessen als stetig wachsende Linkliste.

Das Geheimnis verschwundener Goldstollen

am 17. Juni 2018 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Und wieder eine Almeriageschichte, diesmal angesiedelt im nahen Rodalquilar. Eine Geschichte die mit Bildern nicht geizen wird da wir derer auf unserer Studienreise im Mai reichlich machten.  Eine Geschichte auch die einige verschwundene Stollenwerke wiederöffnet und derer Erkundung dokumentiert.

Alle hier erkundeten Minen stammen aus dem 19. und 20. Jahrhundert und dienten zur Goldförderung im Quarzgang, in letzter Epoche durch die Bergbaugesellschaft Adaro.

Da manch ein Stollen zugemauert, getarnt oder sonstwie annektiert ist, wars vorteilshaft aus fernem Land zu stammen, um tief in die Unterwelten zu blicken.

Wir folgen einem leicht Goldhaltigem, ausgeräumten Quarzband von der Mine „las Niñas“ aus beginnend.

Rodalquilar Las Ninas

Las Niñas war uns bekannt aus letztjähriger Studienreise nur fehlte damals der Einstieg ins tiefere Level.

Rodalquilar Las Ninas

Der ausgeräumte Quarzgang zieht sich fast senkrecht durch den Berg, im Bild die Sicht Vertikal nach oben, wie wir heute wissen, von Süd zu Nord Azimut 25 Grad.  Der Quarzgang streift den Dorfrand Rodalquilar im Westen und zahlreiche, teils miteinander verknüpfte,  Stollenwerke machten sich dem Quarzganz zu schaffen. Einzig das Tal „Barranco del Chuchillo“ schneidet das Stollensystem, gemäss aktuellem Wissensstand, auf rund 80 Meter über Meer ziemlich genau mittig.

Rodalquilar Las Ninas

Wir wussten bereits aus erster Reise dass unterirdisch ein reiner Förderschacht, mit rund 70 Meter Abteufung, sitzt. Dessen Abstieg, respektive der anschliessende Aufstieg, indes kein Leichtes, zumal 70 Meter ohne Pausenmöglichkeit, Vorspruch, Seitenstollen, ziemlich an der Substanz zehrt.

Stattdessen war die ausgeräumte Gangspalte prädestiniert zum Abstieg in mögliche tiefere Förderstollen.

Rodalquilar Las Ninas

Mittels Speleovertikaltechnik erreichten wir die erhofften Förderstrecken (Bild Matti).

Rodalquilar Las Ninas

Eine erste Umladestrecke findet sich auf – 20 Meter ab Hauptstrecke las Niñas.

Rodalquilar Ronda i el Resto

Und eine zweite Förderstrecke finden wir auf – 39 Meter ab Hauptstrecke las Niñas. Diese Strecke schlängelt schier unendlich durch den Berg ehe unsere Erkundung an einer Vermauerung endet. In der Mauer eingelassen ein kleines Törchen welches, durch die Spalten erkennbar am Gegenende in kleinem Raum, mittels Riegel geöffnet werden kann.

Auf der -39 m Strecke sind immer wieder grosse Aufbruche erkennbar auch findet sich nahe der Vermauerung ein weiterer Schacht welcher klar Tagwärts führt. Eine kleine DistoX2 Vermessung  ergibt eine recht eindeutige Längenangabe, ca 500 m, wie auch ein aussagekräftiger Azimut.

Rodalquilar

Im Satellitenbild ist der nähere Zusammenhang schnell erkundet und, wie wir später erfahren,  erreichten wir unterirdisch, über Strecke -39, die Mine „Ronda i el Resto“. Nun wars einzig Ding unserer Neugierde, die Suche des Mundloches auf der Umkehrseite der Mauerung

Rodalquilar Ronda i el Resto

und nicht lange blieb es Verborgen. Vor dem, mit Türe ausgestattetem, Stollenportal liegt eine Matratze.

Rodalquilar Ronda i el Resto

Im kurzen Stollenstummel, rund 5 Meter Untertägig, ein dazugehörendes Bett, eine kleine Kult, Andachtsstätte rechts in einer Nische und, ganz wichtig, unser Törchen in die Strecke -39.

Nicht weit fern, auf der gegenüberliegenden Seite des Tals „Barranco del Chuchillo“  wieder ein Gebilde möglicher Stollenbeschlagnahmung.

Rodalquilar Mina Consulta

Auch dies Häuschen scheint eine grössere Förderstrecke zu tarnen.

Rodalquilar Mina Consulta

Hinter dem zarten Häuschen ein wildes Durcheinander möglicher Entsorgungsstätte. Und auch Gerüche sind nicht minder vertreten dieser Anlage.

Rodalquilar Mina Consulta

Irgendwo hängt in der Fahrstrecke, nach knappen 50 Metern,  ein mit Gips überpappter Teppich welcher allen erstes glaubt er könne uns die Stollenbrust vorgaukeln. Da wir doch schon einige Bergwerke sahen, wussten wir eindeutig am Teppich vorbei in den Stollenfortlauf. Geruchlich  dominiert, ab Teppich, eindeutig die Verwesung.  Den Ursprung des Duftes lokalisieren wir in einem Schaf, Hund, was auch immer, welches in der Sprengkammer locker vor sich hin dampft. Wer ein Empfindliches Näschen trägt sollte dieser Einstieg eher meiden, der Gestank, gelinde formuliert, ist kaum auszuhalten. Indessen liegt hier die Luftqualität voll im grünen Bereich entgegen der westlichen Parallelstrecke.

Rodalquilar Mina Consulta

Wir sind, erfahren wir später, in der Mina Consulta. Auch wieder, riesige fast vertikale  Aufhauen des Qurzgangs.

Rodalquilar Mina Consulta

Diese Mine liegt am Dorfrand und solle bis 1958 über den markanten Förderturm die Aufbereitungsanlage „Planta Dorr“ reichlich mit Quarz versorgt haben.  Im Bild die eindrücklichen Fundamentpfeiler des Förderturms aus dem Aufzugsmaschinenhaus aus betrachtet.

Rodalquilar Mina Consulta

In der Mina Consulta sind noch einige Artefakte aus Abbauzeit erhalten. Teilweise sind noch Schienen und Pressluftleitungen erkennbar.

Rodalquilar Mina Consulta

Doch Vorsicht, wo Schienen sichtbar werden, betrifft westliche Parallelstrecke, sinkt der Sauerstoffgehalt rapide ab. Den Schienen folgen ist tödlich.

Der Hauptschacht Consulta in Rodalquilar bleibt, gegenwärtiger Erkenntnisstand, unerreichbar. Die wichtige Oststrecke ist kurz vor Schacht übel verbrochen und in der Weststrecke gibt’s zu wenig Sauerstoffgehalt und zu viel CO2 Volumenprozente um zu überleben. Indessen teufen die Aufbrüche stellenweise auf geschätzte 50 Meter ab und die Grösse des Maschinenhauses lässt eine sehr grosse Kabeltrommel erahnen. Gut möglich dass über die Aufbrüche tiefere Sohlen erreichbar sind die bis an den Schacht Consulta führen. Sicher ist, solch ein Unterfangen birgt grosse Gefahren da die Luftqualität unerwartet massiv abnehmen könnte.

Übersicht Rodalquilar

Der vollständigkeitshalber die Karte mit Erklärungen.

Die roten Punkte sind Mundlöcher, gelbe Quadrate symbolisieren Schächte und die roten Linien stehen für Stollen. Von Süd nach Nord reihen sich, „las Niñas“, „Ronda i el Resto“ und „Consulta“ aneinander. „las Niñas“ und „Ronda i el Resto“ bewirtschafteten ein Quarzband während  „Consulta“ 2 Quarzbänder anfuhr. Im  zweitem, westlichem Quarzband dominiert nordwärts zunehmend Schlechtwetter. Das Quarzband wird erkennbar durchs Tal „Chuchillo“ indessen sind die tieferen Sohlen, welche unters Bachbett führen könnten, unsereins nicht erkundet.

Und meine Hauptgeschichte Rodalquilar gibt’s auf: Goldminen Rodalquilar

La Partala

am 27. Mai 2018 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Schon wieder eine Almeriageschichte

Wer sich schon das Satellitenbild neben Benahadux oder meine Bergbau, Gador und Benahadux Geschichte zu Gemüte führte, dürfte, ab solch wuchtiger Bergbaulandschaft, schwerst beeindruckt verweilen. In der Tat ist Bergbaurelikt aus Hochblüte der Schwefelproduktion grösseren Ausmasses.

La Partana Benahadux

Die Haupthalde bei der Schmelzanlage misst rund 180 m Ausdehnung und ist gut und gerne 30 m hoch. Leider ist seit meiner Erstgeschichte Bergbau, Gador und Benahadux einer der 2 Gil-Ofenkamine eingebrochen. Im Bild steht nur noch der linke Kamin.

Bis anhin war mir die Unterwelt dieser Produktionsstätte gänzlich unbekannt doch dies Jahr, in Begleitung äusserst fähiger Bergbauexperten und Expertinnen, gelangen sehr detaillierte Einsichten die ich, in dieser Geschichte, weiter ausführen werde.

Bei Erkundung der Auftage-Installationen liess ich ein GPS-Track mitschreiben welcher zuhause weitere Auswertung ermöglichte.

Karte als PDF gibt’s mit Link minen_akt.pdf

Die rote Linie im Osten zeigt meine Erkundung des Partala-Reviers und die Linie im Westen folgt meiner Schachterkundung im Revier Minas de Gador. Beide Reviere förderten Schwefel respektive in letzter Periode Alaun.

Ich möchte mich indes in dieser Geschichte hauptsächlich den Minen zu Benahadux, genannte „La Partala“ zuwenden.

La Partala Benahadux

Bild als PDF auf: partala_bild.pdf

Mir eindeutig bekannt, im neuen Bergwerksteil, sind 4 Abbaufelder, alle erschlossen über einen Förderschacht und minimum einen Fahrstollen.

Der alte Teil, so um 18. bis 19. Jahrhundert ist deutlich wirrer angelegt und nur schwer zu überblicken.

La Partala Benahadux

Bild als PDF auf: partala_bild_alt.pdf

Stollen gibt’s etliche auf dem „Risco de Gila“. Ich hab leider am erstbesten Mundloch mein Tracker liegen lassen worauf dies Gebiet keine schöne rote Linie ziehen konnte.

Die Stollen sind meist Gesenke in Maximallänge von 150 m und wirr durch die Hügel schlängelnd. Wo modernerer Bergbau Einzug hielt sind auch einige Förderschächte auffindbar.

Minas Viejas La Partala Benahadux

Die Stollen sind alle Handgeschrämmt und selten in bequemer Horizontalführung folglich erfolgte die Materialförderung mittels „Espuertas“ eine Art Strohgefässe gemäss nachfolgendem Foto.

Espuerta

Die neue Anlage, wahrscheinlich so ab 1900 in Betrieb, ist nicht minder interessant.

La Partala Benahadux

In der Landschaft liegen immer wieder riesige Abraumhalden offen trotzdem sind Stollen und Schächte nicht  einfach zu finden. Die Schächte sind mit gemauerten Deckeln ausgestattet und die Fahrstollen sind, wenn noch intakt, gut getarnt, etwas abseits der grossen Halden. Der östlich gelegene Schacht, wahrscheinlich ein älteres Semester, ist mit Pferdegöpel ausgestattet. Die neueren Schächte indes dürften bereits, trotz geringer Tiefe, über elektrische Seilwinden verfügt haben.

Einer dieser gut versteckten Fahrstollen war mir zuteil worauf ich ein Blick ins System des Bergbaus erhaschen konnte.

La Partala Benahadux

Die Stollen sind teilweise eng und dienten der Sondierung und dem Personenzugang zu den Abbaufeldern. Im Bild eine Sondierung die dem allmählich auskeilendem Schwefel folgte.

La Partala Benahadux

Die Abbaudurchgänge sind nicht minder desolat. Staub ist allgegenwärtig im Untertageteil.

La Partala Benahadux

Und bald folgt in der verhältnismässig kleinen Abbaukaverne ein erster Förderschacht welcher vertikal nach oben führt.  Am Ende des Schachtes ist gut erkennbar der gemauerte Steindeckel. In dieser Abbauzone verkehrten eindeutig Grubenhunte.

La Partala Benahadux

Auftag ist der Schachtdeckel sauber mit Verputz überzogen.

La Partala Benahadux

Nicht weit fern das Maschinenhaus für die Seilwinde.

La Partala Benahadux

Den grossen Plan gibt’s per Klick im neuen Fenster.

Der Feld 3 Abbau wird eher klein gewesen sein, die Halde neben der Förderanlage ist durchwegs bescheiden und auch das Untertätige ist schmal und eng. Einzig die Stollenlängen neigen ins Weite. Klar ist, QGIS flüstert sowas, Mundloch und Schacht trennt 188 m Luftlinie. Solch Stollenstrukturen sind von uns total 2 erkundet worden, wahrscheinlich könnten nochmals 2 bis 3 solch Systeme zum modernen Werk, ab 1940, gehört haben. Ich habe die Stollensysteme von Ost noch West durchnummeriert ergo wär dies dokumentierte Feld das Nummer 3. System 2 ist eindeutig verstürzt und die Nummer 1 mit dem Pferdegöpel ist richtig Dichtgemacht. Meine Freunde wagten sich noch ins 4. Streckensystem und ein 5. soll auch noch offen sein.

Grubenhunt Benahadux

Im modernem Bergwerksteil waren Grubenhunte im Einsatz entsprechend dem Exemplar welches heute den Kreisel, am Ortseingang von „El Chuche“ her kommend, ziert.

Links:
Meine Stammgeschichte Bergbau, Gador und Benahadux
und Fremd,
MINAS DE AZUFRE DE LA PARTALA (BENAHADUX)

Salmorejo Andaluz

am 26. Mai 2018 unter Kulinarik abgelegt

Die kalte Tomatensuppe war oft gewünschtes Leibgericht an unserer Studienreise in Almeria 2018. Angesichts der Tatsache das dies erfrischende Suppen alle überaus erfreute unternahm ich den Versuch dies Gericht in kühleren Gefilden nach zu kochen.

Hier nun die kleine Anleitung dazu

Es braucht für 2 Personen:
300 g Toastbrot
1 kg Tomaten
3 Knoblauchzehen
4 Esslöffel Weissweinessig
1.5 dl Olivenöl
4 Eier (hart gekocht)
100 g Jamòn
und etwas Salz

Salmorejo

Erstmals muss die Tomate von der Haut befreit werden dazu Tomatenschnitze kurz, 10 s, in kochendes Wasser legen um anschliessend unter kaltem Wasser die Haut abziehen.

Das Toastbrot im Wasser einweichen.

Die Tomaten, Olivenoil, die Knoblauchzehen, den Weissweinessig und das ausgedrückte Toastbrot in einen Topf geben.

Salmorejo

Anschliessend das Ganze ausgedehnt durch den Mixer ziehen, respektive umgekehrt, den Mixer  durch den Tomaten, Olivenoil, Knoblauchzehen, Weissweinessig, Toastbrot-Topf ziehen.

Eier hart Kochen und in feine Quadrate hacken. Den Jamòn in feine Streifen schneiden. Den Salmorejo im Frigo kalt stellen.

Salmorejo

Eier und Jamòn auf die kalte Suppe und fertig ist das Festmahl. Zu Salmorejo Andaluz passt Olivenbrot und nen kühlen Weisswein. Wir, Christina und ich genossen die Suppe mit kühler Prosecco-Begleitung.

Fazit, Suppe ist Geil aber, „Tomates Almerienses“ sind definitiv 5 Ticks besser.

Das Dorf Moses

am 21. Mai 2018 unter Reisen, Vergangenes abgelegt

Kleine Bildstrecke durch die Produktionsstätten von Exodus, Games of Thrones und vieler mehr.

Das Dorf Moses

Die Hauptstrasse, Lastwagentauglich.

Das Dorf Moses

Und schmucke Gipskartongässchen.

Das Dorf Moses

Das Dörfchen ist schon sichtlich ramponiert.

Das Dorf Moses

Am Dorfrand

Das Dorf Moses

Pizzaofen darf nid fehlen

Das Dorf Moses

Wohnzimmerchen

Das Dorf Moses

mit rustikalem Esstisch

Das Dorf Moses

Und der Blick hinter die Kulissen

Das Dorf Moses

Die glorreichen Tage grosser Filme sind definitiv vorbei.

Geolokation Chorrillo Filmkulissen im Satellitenbild

Raja Lustrina

am 21. Mai 2018 unter Reisen, Steinerne Unterwelten abgelegt

Ich war wieder mit Freunden im fernen Almeria am Erkunden dortiger Unterwelten. Ein Objekt welches seit Kindheit im Kopfe herumgeisterte und Gegenstand zahlreicher Spukgeschichten war, steht noch heute stolz in verwaschener Felswand.

Raja Lustrina

Es ist dies die „Raja Lustrina“ an der alten Landstrasse N-340a nach Murcia wobei der Name „Raja“ für Spalt steht und so zeigt sich dies Stollensystem, dem neugierigen Betrachter / Betrachterin, erstmals als rund 3 Meter hoher Spalt in der Sandsteinmauer. Man erzählt sich, das Bauwerk stamme aus Maurenzeit, 7. bis ins 10. Jahrhundert, und war über etliche Kilometer lang. Eine mir aus Kindheit bekannte Legende besagte dass dies Stollensystem als Fluchtgang diente und über etliche Fallen verfügte welche allfällige Verfolger hätten stoppen sollen. Ich habe, über die Familie meinen Grossvaters, etliche Geschichten um diesen mysteriösen Ort mitbekommen selbst wagte ich indes nie den Blick hinein.

Inzwischen  jedoch waren knappe 45 Jahre übers Land gezogen und sowohl ich wie auch meine Freunde sahen in diesem Werk eine würdige Herausforderung. Dem Konzept des Wissens schaffen beschlossen wir, in kleiner Gruppe, das Stollensystem auszumessen um daraus ein, auf Fakten basierender, Plan zu bauen.

Erstmals jedoch dem Blick hinein,

Raja Lustrina

Wie so oft in verlassen Hohlräumen gibt’s auch in der Raja Lustrina reichlich Müll. Wenige Meter ab Tag gabelt sich der geschrämte Stollen in 2 Hauptrichtungen. Die kurze Südstrecke gabelt weiter 3malig ehe ein Tageinbruch folgt.

Raja Lustrina

Tageinbruch eines ehemaligen Stollenfensters.

Etliche Zweigstollen münden nahe Tag im Versturz. Die Bestimmung des Stollens wird schon bei dieser kurzen, rund 30 Meter langen, Befahrung klar. Bei dieser Anlage handelt es sich ohne Zweifel um ein Verteidigungs- und Überwachungswerk, durchaus denkbar aus Maurischer Zeit. All die kleinen Stollenarme führten einst, an kleine Fenster im Felsen. Wahrscheinlich stand dies Bauwerk in Zusammenhang mit einer möglichen Mauer übers Tal der Rambla Tavernas. Der 3 Meterschlitz könnte an ein Turm angefügt worden sein. Die Stollen sind indes leider wenige Meter ab Tag kaum 1.50 hoch.

Der Gegenzweig in Nordrichtung ist bei weitem der Längere und auch der durchwegs Interessantere.

Raja Lustrina

Der Stollen ist ins weiche Sandstein / Nagelfluhmaterial geschlagen. Es liegt viel Sand, welcher vom Stollendach herunter rieselt, am Boden. Fakt ist, das Stollenprofil dürfte, in Originalform, grosszügiger aber nicht merklich Grösser gebaut worden sein.

Raja Lustrina

Der Boden liegt deutlich unter dem Sand. Ab rund 100 Meter bergwärts sind auffällige Seitenmauern erkennbar diese jedoch grösstenteils unter dem Sand. An einer tiefgelegenen Stelle versuchte ein neugieriger Vorgänger mittels Schaufel den Felsboden zu erreichen. Klar wird das rund 1.20 Meter Sand den Felsboden bedecken. Für uns heissts nach wie vor, gebückte Haltung während Erkundung und Vermessung.

Raja Lustrina

Die Schaufel ist nicht weit in einer ausgebauten Strecke. Diese Stammt definitiv aus dem Industriefundus des 21. Jahrhunderts.

Raja Lustrina

Der Ausgebaute Teil, nun etwa 200 Meter Bergseitig, birgt einige Mysterien. Die oberen Mauerbauten sind eindeutig nicht Maurischen Ursprungs. Die Abstützung reicht an die aktuelle Stollendecke. Der Sand am Boden indes besagt dass einst die Stollendecke einiges tiefer lang. Das Stollensystem muss zu einem späteren Zeitraum wiedergenutzt worden sein. Weitere Hinweise indes sind keine auffindbar.

Raja Lustrina

Gegen Ende des Stollens kommen erste Wurzeln zum Vorschein. Es wird klar, wir sind nahe bei Tag. Der Stollen endet bei ca 270 Metern im Versturz dies, ohne Zweifel, sehr nahe Tag.

Raja Lustrina

Anhand der zeichnerischen Umsetzung, ursprünglich im Topodroid-Format, konnten wir recht genau den nördlichen Ausgang ausmachen.  Auch erscheinen fast alle Abzweiger, als Erschliessungsstollen der Verteidigungsfenster, durchwegs plausibel.

Raja Lustrina

Die Zone des Nordausgangs mussten wir, klar, auch genauer untersuchen. Die Stelle, links an den Felsen, könnte recht genau hinkommen. Die Bereiche ums Mundloch indes sind heute als Landwirtsschaftsfläche aufgeschüttet. Der Ort am Stollenmund sieht, gemäss Historischer Karte (ca 1940) entschieden differenter aus.

Klar ist:
Die befahrbaren Stollen „Raja Lustrina“ sind total ca. 370 Meter lang.

Die meisten Abzweiger sind nahe Tag verstürzt.

Die Anlage ist ein Verteidigungs- und Überwachungswerk, wahrscheinlich aus Maurischer Zeit. Der Zweck war die Überwachung des Verkehrs an der Rambla Tabernas, Nord-Süd-Verbindung. Es wird, am nahegelegenen Historischen Wanderweg, auf einer Hinweistafel, von einer Mauer berichtet die das Rambla Tavernas Tal sperrte. Spuren sind heute keine mehr sichtbar und auch meine Kartografie, bis ca 1830 zurück, weiss nichts derartiges zu berichten.

Geolokation Raja Lustrina offener Stollenmund

Goldene Sonnen und sonstige thermografische Spielereien

am 15. April 2018 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Ein herrlicher Samstag, und fast schon jährliche Tradition, führte mich in Relikte früherer Goldfieber- Hotspots. Diesmal mit begleitend Sandra, bekannt aus langer Freundschaft. Wie so oft bei Luisischen Ergüssen, ist auch dieser Artikel reichlich bespickt mit viel Bildmaterial.

Goldene Sonne

Der Aufstieg am Südhang des Felsberger Calandas zeigte sich stellenweise recht beschwerlich. Unser Erstziel waren die, historisch als minimal ergiebig überlieferten, Gruben „Fliden“.

Goldene Sonne

Zeitweilig machten sich hartgefrorene Lawinenkegel die, etwas Mühsam, überklettert werden mussten, auf unserem Weg breit.

Noch gegenwärtig ist das Gold- und vor allem das Kristallfieber, in der Gegend um Felsberg, Epidemienartig allgegenwärtig.

Goldene Sonne

Die, gemäss Gemeindeverordnung, illegalen Pochplätze unterhalb die obere Fliden-Grube wachen, so schien es mir, alle Jahre, munter vor sich hin. Bei unserem Ausflug indes sind uns keine fleissigen Knappen begegnet.

Goldene Sonne

Mundloch oben ist nicht einfach zu finden und so bin ich alle Jahre wieder, mit Gästen unterwegs, etwas ob meiner Fährtenlesekompetenz verunsichert. Nichts desto trotz, auch mit Sandra, traf ichs Mundloch der Goldgrube auf die Erste.

Da mich, auf meinen Wanderungen, stets mein Themografiefähiges Streichelfon begleitet und  die die Erkenntnisse des Vorbeitrags „Thermische Wetter“ nicht restlos beweisbar erschienen war passende Gelegenheit zu einer Thermografischen Fotografie des gleichen Stolleneingangs. Nach wie vor interessiert ob ein Luftzug mittels Thermografie eindeutig ausmachbar ist.

Goldene Sonne

Klar, die Stollenmitte ist eindeutig kälter. Klar ist auch, mein Standort beim Knipsen entspricht nicht dem oberen Bild. Irgendwie sind viele heisse Äste in Kameras Blickfeld. Obwohl ich weiss dass die Grube eine zweite Öffnung, rund 10 Meter höher, führt, ist ein Luftzug, zumindest gefühlt, nicht ausmachbar. Es müsste gekühlte Luft, die von oben eingesogen wird, an abgelichteter Stelle austreten.

In der Grube verfolgte ich die mir bekannten Luftwege.

Goldene Sonne

Im Bild, diesmal Untertage, die Tagführende schmale Spalte welche des Quarzes beraubt wurde.

Goldene Sonne

Die Thermografie scheint aus meinem Verständnis heraus nur minder zuverlässig trotzdem leuchten schmale Felsspickel, die eindeutig im, nicht fühlbarem, Luftzug liegen, leicht erhitzt.

Goldene Sonne

Mit solch freudiger Erkenntnis wagte ich mich an die Verbruchstelle der alten Hauptstrecke. Im Hintergrund sichtbar der Versturzkegel welcher die alte und damals einzige Hauptstrecke unpassierbar verfüllt.

Goldene Sonne

Die Thermografie ist da leider, obschon ich deutlich näher an den Versturz trete,  kaum aussagekräftig. Fest steht, der Verbruch ist einige Meter lang und gefühlt absolut dicht. Im Bild ist die weiche Erdmasse etwas dünkler aber kaum kälter als der feste Stollenfels links und rechts im Bild.

Doch abgesehen ausgefallener Thermografiespielchen war ich auch zur näherer Erkundung des Werkes unterwegs. Während Sandra, meine Begleiterin, überzeugt vom Goldsegen, alle herumliegenden Steine minutiös nach möglichem Edelmetall untersuchte, blieb mir genügend Zeit um Neues auszukundschaften.

Goldene Sonne

Eines meiner Fetische ist der mysteriöse Schacht mit deren Holzeinbauten. Niemand weiss über dessen Tiefe näheres. Interessant ist deren saubere  Ausarbeitung mit Holzverstrebten Versatzpackungen.

Goldene Sonne

Die ehemaligen Holzstreben sind ausgelegt  fürs schwere Gestein. Auf der Schachtgegenseite scheint einst eine Bühne gestanden haben. Beide Schachtstirnseiten mit dessen Einbauten wecken in mir die Hoffnung eines heute verstürzten tieferen Systems. Im Schacht liegt heute ziemlich viel Steinzeugs welches den Zugang zum Schachtboden, in unbekannter Tiefe, versperrt. Eindeutige Erkenntnisse indes sind nur möglich mittels Ausräumung des Schachtes, was, in schwierigem Bündner Ländle, einzig mit tausendfacher Bewilligung, möglich ist.

Also liess ich ab von irgendwelcher Muskelarbeit und bekannte mich stattdessen zum gekonnten Bild.

Goldene Sonne

Und dies wie üblich wieder mit altbekanntem Lampenversenken.

Goldene Sonne

Auch so, immer wieder faszinierend, die Sicht aus dem Stollen heraus aufs zu Füssen liegende Domat Ems.

Trotz des äusserst Fotogenen Werkes  gabs noch weitere Gruben die ich meiner Begleitung keineswegs vorenthalten wollte.

Nicht weit unterhalb findet sich ein Weiteres, nicht minder interessantes Grubenwerk mit Flurnamen „Tschengels“

Goldene Sonne

Diese Grube besteht aus einem Stollen welcher sich mittig gabelt und ohne merkliche Anzeichen eines Abbaus ins Berginnere, als Doppelstollen, weiterführt. Die Grube kennt nur einen Eingang und keinerlei weitere Öffnungen also keinerlei Luftzug irgendwo hin. Trotzdem war auch hier nen kleines Thermobildchen, zum Vergleich, fast schon Pflichtprogramm.

Goldene Sonne

Zum Stollen heraus fliesst ein Bach mit kaltem Wasser heraus. Die interessante Textur um das Mundloch herum gründet auf eine dichte und unterschiedlich warme Blätterschicht um die Felsöffnung herum.

Goldene Sonne

Im Stollen liegt reichlich Wasser und fröhlich herum trollende Frösche.

Kurzum die Werke der Goldenen Sonne locken mich immer wieder zu neuer Erkundung. Zuviel blieb in der Geschichte dieser, kaum effizienten Goldbergwerke, unbekannt. Mich beschäftigten die Gruben etliche Artikel lang, teil meiner Sammlung hier mal gelistet:
Goldene Sonne oder, der Glaube versetzt Berge
Goldene Sonne, wahrscheinlich die Abschlussgeschichte
Goldene Sonne Part II
Goldene Sonne

Thermische Wetter

am 03. April 2018 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Da war ich neulich, eigentlich des Vermessens willen, in Seemühlischer Höhen und dies bei mässig warmer Witterung. Zwar schien allmählich der Frühling zu erwachen doch die Kälte liess nicht ab.

Die Diskussion ob verschüttete Stollenmünder mittels Wärmebildkamera sichtbar würden, war nicht zu Ende gefochten und die Bedingungen fürs Wärmebildexperiment, diesmal mit eindeutigen Stollenzugängen und bekanntem Thermikverlauf, ideal.

Mundloch Seemühle

Der unterste Zugang, Feld 1, müsste so rein aus meinem Verständnis heraus, kalte Umgebungsluft, in den etwas wärmeren Berg einsaugen. Da in meinem Streichelhandy des Typs Cat 60 eine Wärmebildkamera der Marke FLIR verbaut ist, mussten einige Bilder geknipst werden.

Mundloch Seemühle

Im Wärmebild sind tatsächlich kalte Zonen ums Mundloch herum sichtbar. Auch die Sträucher erscheinen sichtlich gekühlt wobei meine Interpretation hier doch sehr frei gestaltet wirkt. Die Sonne beginnt, noch ganz zaghaft, erste grössere Flächen aufzuheizen wie etwa die Verbotstafel am Gitter. Trotzdem ist diese Aufnahme nicht eindeutig interpretierbar.

Walensee

Noch ist früher Nachmittag, ca 13:00 Uhr, und etwas Aprilhafte Meteobewegung macht sich am Himmel breit. Aussenrum führt uns der Weg direkt in unser Vermessungsgebiet Feld 3 des Seemühlewerkes.

Am späten Nachmittag, nach reichlich Vermessarbeit, es dürfte um 16:00 Uhr das Glöcklein gehämmert haben, suchte ich die obere Bergwerksöffnung Feld 1 auf.

Mundloch Seemühle

Diesmal jedoch wirkt der Warme Luftzug im Foto. Warme Luft strömt aus dem, abwärts verlaufendem Stollenbau, förmlich glühend, aus der Wandöffnung. In Tat und Wahrheit ist die Temperaturdifferenz Warm zu Kalt knappe 5.2 Grad. Der Luftstrom ist gebündelt und rauscht, ohne merklich die Umgebung zu erwärmen, in den kalten Frühlingstag. In dieser Situation ist das Mundloch eindeutig Wärmebildtechnisch ausmachbar wobei auch meine Augen eindeutig eine, 1.5 m mal 1 m, Öffnung in der Wand erkennen.  Auch könnte solch eindeutiger Luftstrom sich durch äusserst schmale Spalten drücken.

Der Weg der Luft in der Seemühle

Die Luft, auf meinem Plan als pinke Linie visualisiert, hat reichlich Zeit, respektive Weg um sich zu erhitzen und, knapp 80 Meter oberhalb, aus der Öffnung zu drücken. Ob dies auch in kleineren Bergwerken funktioniert müsste der Praxistest zeigen. Alleweil ist das Handy  Cat 60 mit entsprechend grosser Speicherkarte , 256 Gb, nen feines Teil. Einzig nervig, die Soundplayer, für mich absolut Lebensnotwendig, laufen scheisse instabil aber vielleicht kann ich dies Problem auch mal irgendwie fixen.

Bergfondue zu Zweit

am 11. März 2018 unter Stadtindianer, Vergangenes abgelegt

Es ist zweifelsohne, im Sinne zunehmender Bewegungslust, mein Uetlibergbesuch äusserst häufig. Nach wie vor ist die Aussicht prächtig und der Aufstieg problemlos, nach geschafftem Arbeitstag, machbar.

Dass mich indes meine Liebste begleitet ist eher selten. Neulich jedoch waren wir, bei romantischem Schneefall, zu zweit unterwegs mit Ziel des Hausgemachten Fondue im Uto Staffel.

Uetliberg

Nach feiner aber schwerwiegender Käsemischung zu zweit, knipste ich allerlei Fotoimpressionen.

Uetliberg

Züri bei Nacht

Uetliberg

Und nocheins weils so schön war.

Uetliberg

Alljährliche Eisskulpturen auf dem Uto Kulm.

Schleitheimer Gipser

am 11. März 2018 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Nachdem wir die Deutschen Gipsbrüche bei Fützen sehr genau erkundeten und somit einige Herren richtig in Rotation versetzten, waren etwas harmonischere Einblicke in heimischen Gegenden durchaus angebracht.  Das legendäre Unterlandbergbauwochenende war dazu gegebene Gelegenheit um etwas tiefere Einblicke ins Gipsmuseum Schleitheim zu wagen. Wie immer, viele Bilder und etwas weniges Erkenntnisse zur verschwundenen Unterwelt stand 2018.

Gipsbergwerk Flüeli

Der Einstieg führte übers kleine Betriebsgebäude am Stollenmundloch über eine sauber ausgebaute Hauptstrecke, diese Teils in Beton ausgemauert.

Gipsbergwerk Flüeli

Und auch die Holzeinbauten, wenn doch aus neuerer Zeit, eher zu nem Besucherbergwerk passend, waren äusserst fotogen.

Gipsbergwerk Flüeli

Mit passender Beleuchtung der aufgebauten Nassleuchten ein prächtiges Ansehen.

Gipsbergwerk Flüeli

Auch die einzelnen Stempeln wussten zu entzücken.

Wenn doch meine Neugierde insbesondere den verschollenen Untertagewerken galt. Die Ausdehnung der Gruben umfasste um 1935 einige Kilometer. Aus dieser Zeit entstammt eine äusserst rudimentäre Zeichnung die ich mittels Grafiktools, für diese Geschichte, etwas pimpte und ins Geocover setzte.

Gipsbergwerk Flüeli um 1935

Die roten Linien, Handschrift 1935 hunderttausendfach kopiert, symbolisieren die fahrbaren Stollen um 1935. Heute sind rund 20 Prozent der Anlage zugänglich und da Frau erst glaubt was sie mit eigenen Augen sieht, gabs einige Kriechstellen zu Bewältigen. Auffällig auf dem Geocover, die Mundlochsymbole stimmen nicht überein mit den roten Stolleneingängen. Die Daten des Geocovers sind aus dem Geologischen Atlas entlehnt welcher das Blatt vermutlich um 1960 nachführte. Damals waren praktisch alle Stollenmünder verschwunden und die Position auf reiner Geländeinterpretation abgestützt. Anderseits ist die 1935er Handzeichnung auch nicht über jeden Zweifel erhaben.

1965 als die einte Grube wieder offengelegt wurde entstand eine Zeichnung die ich für mein Plänchen nutzte und mit meinen Annahmen ergänzte.

Gipsbergwerk Flüeli

Planbasis OGH 1965 (Plan gross machen, Plan anklicken)

Die gelben Stollen wie auch der orange Lüftungsstollen sind heute fahrbar. Blaue Flächen sind mit nassen Füssen oder entsprechenden Stiefeln auch so fahrbar. Indes ist in Nordrichtung eine zunehmende Verbruchzone ausmachbar. Diese Verbruchzone blockiert, wahrscheinlich über viele Meter hinweg, der Einstieg in die restlichen Stollenwerke. Wie so oft in Gipsgruben, nimmt die Verbruchzone, bedingt durch die Feuchtigkeit, stetig zu.

Gipsbergwerk Flüeli

Gesteinsmassen füllen allmählich den Stollen auf. Der nominale Stollenboden liegt weit unter der Schuttmasse. Trotzdem wollten wir, ein Häufchen Gleichgesinnter, den definitiven Beweis einer eindeutigen Unerreichbarkeit nochmals bewiesen haben. Doch leider war nicht zu ändern, die beiden Zweige im nordöstlichem Grubenteil an denen wir den Anschluss zum Nachbarsystem vermuteten, waren komplett Schrott. Kein minimaler Durchschlupf offenbarte sich. Auch weitere Nebenkammern sind übel verstürzt und meinerseits nur noch gestrichelte Vermutung mit vielerlei Fragezeichen.

Ich konzentrierte mich auf weitere, weniger spektakuläre, dafür Historisch umso spannendere Erkundungen.

Im Westteil der Grube war um 1908 ein Felsenkeller für Obst eingerichtet.

Gipsbergwerk Flüeli

Diese Kellerräume waren einst mit robusten Backsteinmauern verschalt. Heute hat dies Wörtchen Robust, ohne Zweifel, jede Bedeutung verloren.  Der aufquellende Gips war definitiv stärker und die dreilagigen Backsteinwände brachen in tausend Teile. Im Bild steht noch ein kleines Relikt aus Obsttagen. Die Kellermittelzone, ist wie schon zigmal im Gipsland beobachtet, hundertpro kollabiert.

Gipsbergwerk Flüeli

Ein kleiner Seitenarm ist heute zum See aufgestiegen. Dieser wird,  wie uns berichtet wurde, im Volksmund lieblich „Frauebädli“ genannt. Auch dieser Stollenteil könnte zu trockenen Zeiten, als noch ein eindeutiges Gefälle in Richtung Tag herrschte, als Obstkeller gedieht haben. Im Bild zeigt uns Eve die aktuelle Wassertiefe die nur minim ändern solle.

Zwecks Entfeuchtung der Kellerräumlichkeiten  ist, auch so im Bergmännischem Eifer, ein Lüftungsstollen mit leichter Steigung, wieder tagwärts getrieben worden.

Gipsbergwerk Flüeli

Luxuriös anmutend ist dieser Lüftungsstollen grösstenteils mit edlen Sandkalksteinklötzen ausgemauert. Form und Richtung des Lüftungsbaus erinnert sehr an bekannte Zeitzeigen aus „Neuparadiesische Unterwelten“ und „Rodebärger Tiefsichten„, beide Objekte, sind, so mein heutiger Erkenntnisstand, zur Entfeuchtung, nachträglich mit den aufsteigenden Lüftungsstollen ausgestattet worden.

Der Obstkeller, so wird berichtet, solle nie so richtig funktioniert haben. Die Feuchtigkeit liess sich mit dem Minikanal nicht bezwingen infolge blieben die Stollen bis zur Eröffnung des Gipsmuseums lange verlassen.

Während wir den alten Ostlagern nachjagten übten sich andere im gekonnten Bild.

Gipsbergwerk Flüeli

Eine wahrlich prächtige Inszenierung des zweiten Sees, auch so lieblich „Männebädli“ genannt, gelang der dortig amtenden Fotogruppe. Ich war einzig punktuell hin und wieder als Lichtdiebin am besagten Set unterwegs. Das Bergwerk, obschon verhältnismässig klein, im Vergleich zu Fützen oder Felsenau,  hatte für meinen Geschmack, sehr viel faszinierendes zu bieten.

Gipsmühle

Und allerletzt, kann nicht fehlen, die Gipsmühle im alten Betriebsgebäude, heute Museumsgebäude.

Kurzum das Gipsmuseum Schleitheim ist eine Empfehlung wert, der Apéro im Stollen war Geil und die kurze aber aufschlussreiche Führung lieferte genau die richtige Grundlage zur vertieften Erkundung. Alles war supersympathisch und der Samstagnachmittag hat richtig Spass gemacht. Und ich hab endlich begriffen was es auf sich hat mit den Lüftungsstollen.

Darum hier der Link zum Gipsmuseum Schleitheim

Und ausgewählte Gipsgeschichten aus Luisas Tastatur
Fützen tiefes Eindringen
Gipsi Asp
Kienberger Gipsbrüche
Felsenau, the next Level

Gottesehre

am 25. Februar 2018 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Und wieder mal eine Bergbaugeschichte weils so schön kalt war neulich Freitags. Wie so oft, eine Geschichte die gewisse Behördenstellen im benachbarten Ländle, mir absolut unverständlich, richtig  in Wallung versetzten dürfte.

Gottesehre, man sagts, das letzt geschlossene Bergbaurevier im Schwarzwald. So sollen die letzten Knappen im Jahr 1984 die letzten Grubenhunte aus den Untergrund gefahren haben. Im Wissen um dies mächtige Flussspat-Bergbaurevier wars angebracht die Gegend genauer nach noch verbleibenden Bergbauspuren abzusuchen.

Gottesehre

Das Wetter war Eiseskalt und Wasser im Revier allgegenwärtig, angesichts des kalten Klimas war dies feuchte Nass aber zumeist so hart wie der damalig abgebaute Flussspat.

Wie gewohnt im Schwarzwälder Fluss und Schwerspatabbau verläuft der Erzgang meist Senkrecht durch die Landschaft. An verschiedenen Stellen war der Flussspat, zu alter Kloster-St Blasien-Zeit, im Tagbau ausgebeutet. Einige tiefe Spalten zeugen noch von dieser frühen Bergbauepoche. Im Hauptgebiet Gottesehre findet sich noch heute ein bis 4 Meter ausgeräumter Erzgang welcher jedoch schwierig datierbar erscheint den unmittelbar daneben liegt der zuletzt aufgegebene Querschlag.

Gottesehre

Das gemauerte Stollenportal ist heute verstellt mit allerlei Fahrzeugmüll. Nach Rund 2 Meter Stollenfahrt folgt eine Betonmauer mit Fledermausöffnunug die Neugierige vor der Befahrung abhalten sollte. Die gute Nachricht, der Beton ist in der oberen Hälfte eher miderer Qualität und dürfte mach Dorfjungend, meiner Meinung nach, durchaus Legigim, zu gezieltem Pickelschlag animieren.

Gottesehre

Gegenüber des Haupt-Mundlochs Gottesehre, Stollen I, steht noch das Lockdepot mit angebautem Betriebsgebäude. Die Räumlichkeiten dienen heute einem lokalen Bauunternehmer als Rumpelkammer.

Dem Erzgang in nördlicher Richtung folgend, + 500 Meter, erreicht man die Höll, respektive ein kleiner Weiler der sich des urreligiösen Flurnamen „Höll“ bedient. Solch höllische Ortsbezeichnung könnt ein Indiz auf frühere Kloster St Blasien-Einfluss sein.

Gottesehre

Die Höll erwies sich als doch eher Handzahm indes nicht minder Interessant. Beide Gebäude, älterem Datums (plusminus 1840), lassen frühere Bergbaunutzung vermuten und nicht weit oberhalb des Weilers Höll finden wir ein, mit massiven Steinblöcken abgestützter, Fuhrwerkweg welcher geradewegs an eine langgezogene Halde führt.

Gottesehre

Am Haldenanschluss folgt ein sauber ausgebauter Stolleneinschnitt der zu früheren Zeiten Stollen II erschloss. Soviel ist klar, Stollen II ist definitiv verbrochen,

Gottesehre

Und doch versetzt noch heute Glaube und Neugierde, an genau richtiger Stelle, einige Kubikmeter Gestein. Ohne Zweifel unternahm hier ein Optimist ein Aufwältigungsversuch an genau richtiger Stelle. Leider jedoch war unser Vorgänger nicht durchschlägig des Erfolges gekrönt doch was nicht ist wird ganz bestimmt noch werden. Wir indes obliessen, bei so kalter Witterung, weitere Eindringversuche zugunsten einer Süderkundung des Erzganges.

Und tatsächlich sind die tiefer gelegenen Gruben nicht minder interessant und mit deutlich weniger Aufwand fahrbar.

Gottesehre

Die tiefste Grube noch zum Gottesehre-Revier gehörend liegt gut versteckt am Bachufer fast auf Wasserniveau. Die Grube ist unter der Bezeichnung Neuhoffnung bekannt und solle um 1954 versuchsweise aufgewältigt worden sein. Der Stollen folgt eindeutig dem Erzgang welcher an dieser Stelle nicht übermässig viel Mächtigkeit erkennen lässt. Zwar ziert ein überdimensioniertes Gitter die Haue doch unsereins scheute dieser Umstand nicht wirklich.

Gottesehre

Im Innern jedoch war das Wasser zu dominant und diesmal leider in flüssiger Form. Dieser Umstand wie auch die Tatsache dass die Fischerstiefel nicht zur Hand waren, scheute uns eher. Die Grube liegt rund 300 Meter Südwärts des Gottesehre-Hauptstollens und knappe 160 Meter darunter. Ein Anschluss ans Hauptwerk ist Unwahrscheinlich, wissen tun wirs nicht.

Den stattdessen konzentrierten wir uns auf andere Ufer des Mühlebächle, gleicher Erzgang aber neualtes Revier, genanntes „Schwarzwaldsegen“.

Schwarzwaldsegen

Nicht weit des Bachs finden sich bald wieder ein verlockendes Gittertor mit bescheidener Funktionalität. Schon der Mundlochzugang lässt ein eher älteres Werk vermuten wenn doch, gemäss einschlägiger Literatur, auch diese Haue im 20. Jahrhundert wieder aufgewältigt wurde.

Schwarzwaldsegen

Wie üblich, wo dicke Schlösser hängen ist der Einstieg fast schon Pflicht doch leider war bald auch in diesem Querschlag bald Wasser in Flüssiger Form übervertreten. Der Querschlag gabelt sich bald in zwei Stollen wovon der Westliche im Wasser versinkt während der Östliche Bergseitig mit Geschiebe verfüllt. Aus unserem Sichtwinkel heraus war, auf beiden Strecken, kein Erzgang, also kein eigentlicher Abbau, erkennbar.  Auch diese Befahrung könnten wir nicht abschliessen, die einte Seite erfordert Fischerstiefel die andere Seite ist nass und kriechintensiv also eindeutig was für Hochsommertage.

Wieder auf Erzgangkurs, denn Berg in Südrichtung aufsteigend, öffnet sich nach rund 150 Höhenmetern das kommende Bergbaurelikt.

Schwarzwaldsegen

Ein mächtiger Gang-Aufschluss schneidet die Waldlandschaft auf ca. 20 Meter Länge. Im hinteren Teil schwindet der Aufschluss ins Untertägige um 9 Meter. Ohne Zweifel ist dies Bergwerk eher älterem Datums vielleicht gar aus Mittelalterszeiten. Zwar steht angelehnt an rechter Wand eine Fahrte die irgendwie gar nicht ins Bild passt mag den dies Leitergerät dürfte eher zu gierigen Mineraliensammlern des  21. Jahrhundert passen.

Schwarzwaldsegen

Der Blickt hinunter zeigt eindrücklich die Breite des Abbauschlitzes. Der Erzgang könnte an dieser Stelle eine durchaus ergiebige Breite erlangt haben.

karte gottesehre

Kartenbasis udo.lubw.baden-wuerttemberg.de

Der Blick in die Karte zeigt die Stollenpositionen. Das nördliche Revier Gottesehre war zuletzt im Abbaurecht, wie so oft bei Schwarzwald-Flouriter, bei Fluß- und Schwerspatwerke Pforzheim GmbH. Die südlichen Reviere Schwarzwaldsegen sind Eindeutig älterer Geschichte. Der Stollen I Gottesehre liegt 3.912 Km südlich ab Kuppel Kloster St. Blasien auf 3 434 102 / 5 287 835 im Urbachtal.

Noch gibt’s einige weitere Stollenbauten in den Revieren zu erforschen, in diesem Sinne dürfte dieser Beitrag hier durchaus Fortsetzung erfahren. Da jedoch die Schwarzwälder Behördenpferde momentan eher scheuen will ich mich ungewohnt diskret verhalten. Die Schweiz hat noch viele Bergwerke die auf Erforschung warten und das diesjährige Almeria steht auch noch an.

Üetliberger Mysterien

am 22. Februar 2018 unter Militärisches, Steinerne Unterwelten abgelegt

Es treibt mich die immerwährend sportliche Freundin zu ebenwürdigen Leistungen, also versuch ich 2 mal die Woche den Üetliberg zu erklimmen.

Üetliberg

Hoch über Zürich sind einige interessante Details die, klar mir als Bergbauforscherin, irgendwie magisch anziehen. Ohne irgendwelche hochstehende Erklärung stampf ich mal wieder eine lustige Bilderreihe in mein Blog.

Rundfunkturm Zürich Üetliberg

Wie so jede grössere Stadt hat auch das bescheidene Zürich ein Rundfunkturm stehen. Um dies Bauwerk finden sich verschiedene Lüftungstürmchen im eingezäunten Waldboden.

Rundfunkturm Zürich Üetliberg

Quelle Karte GIS ZH

Der Blick ins Kantonale Kataster-GIS zeigt die rot schraffierte Fläche der vergrabenen Geheimnisse. Zum harmlosen Fernseherturm dürften sich, soviel steht fest, weitere Militärische wie Zivile Geheimnisse moderner Rundfunktechnik tief im Erdreich verbergen. Denn, seit der Annaburgbesetzung um ca. 1987 wissen wir das mysteriöse Polizeistellen bevorzugt auf dem Üetliberg aufwendige Funküberwachungsanlagen pflegten. Da um die Antenne herum die Farbgebung der Auftagegebäude im dezenten SBB-Grün oder Herbstgelb erleuchtet,  könnten auch periodisch einige Uem-Spezis den Untergrund aufsuchen.

Nicht unweit des Turmes mit Supplement, dem Weg folgend, wird mir aufmerksam, ein weiterer Untergrund.

Üetliberg

Ein kleines Stahltörchen ganz alleine im Wald kündigt ein, zu erforschendes, Unterwerk an. Bereits die Ansicht des Torumfassenden Betons lässt ein Wasserspeicher vermuten.

Wasserreservoir Üetliberg

Doch so richtig genau weiss ichs erst nach Öffnung der Stahltüre. Es ist ein Wasserreservoir Quadratisch rund 5 x 5 x 5 Meter ohne Wasser dafür mit komplett durchgerosteten Eiseninstallationen.  Im GIS ist dieser Bau nimmer Dokumentiert und so wies aussieht ist dieser Tank länge Jahre bereits leer und verlassen.

Haus am Gratweg

Nicht weit des Reservoirs find ich die, damals dazugehörigen Nutzern, im Traum eines jeden Eigenheimbesitzers. Schmucke Waldhäuschen, 4 in der Zahl kleben am Nordgrat des Üetlibergs. Wie die Häuschen an so exklussiver Lage zu stehen kamen und wer diese Besitzt war nicht zu klären. Einst standen 5 dieser Häuschen wovon eines dem Feuertod zum Opfer viel. Dieses 5. steht seit vielen Jahren in zögerlicher Neuaufbauphase. Heute dürften die Häuser, in denen ich nie Spuren eines Bewohners erblickte, mittels Druckerhöhungspumpe, zum begehrten Wasser kommen.

Üetliberg

Quelle Karte GIS ZH

Wer die Häuser bewohnt und wem diese gehören  weiss auch das KatasterGIS nicht zu beantworten. Die Geschichte um das ähnlich gelagerte Haus Annaburg, welches um 1990 dem Abbruchbagger zum Opfer fiel, beherbergte sehr viel Tragik in deren Ursprüngen um die Jahre um den Beginn des 20. Jahrhunderts. Meine Häusergruppe stammt, so wills das GIS ZH wissen, auch so aus den Jahre 1876 bis 1900.

Bei meiner Recherche ist mir einzig ein Artikel aus der NZZ vom 11.1.2004 mit Namen „Wohnhaft im Wald, zu Hause in der Computerwelt“ welcher eines der Häuser nennt, aufgefallen.

Links
Annaburg auf Alt Zürich

Stollen in heimischen Gefilden

am 18. Februar 2018 unter Militärisches, Steinerne Unterwelten abgelegt

Zweifelsohne, nicht fern meines Wohnortes und oft an meiner Wandertrainigsroute finden sich nicht minder interessante Untergründe. Diese Unterwelten jedoch gründen auf eine gewollte und zum Glück nie benutze Verteidigungslinie während des 2. Weltkriegs.

Beobachter Uetliberg

Das besagte Stollenwerk am Uetliberg ist mir bekannt als altgedientes Klo worauf ich auf einen weiteren Besuch geflissentlich verzichtete.

Denn, es gibt auch weitere, sehr engagierte Untergrundforscher mit exzellenten Publikationen.
Genannt in diesem Zusammenhang die „Die Verteidigungswerke der Stadt Zürich“ von Matthias Dürst und Felix Köfer

Seemühlegezeichne

am 18. Februar 2018 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Oder, Luisa erfreut sich wieder bester Gesundheit

Und, nicht zu unterschätzen, dies solle der erste Artikel sein der mögliche Tücken meiner HTACCESS-Schlacht aufdecken könnte.

Klar ist, über die Seemühle, ehemalige Bergbaudynastie Borner, ist aus meiner Tastatur bereits einiges getippt. Da dieser letzte Ausflug, in mystischer Nebellandschaft, eher Unspektakulär, der Vermessung Feld 3 galt, hier hauptsächlich Bilder um die Mystik weiterzugeben.

Matti und ich beschlossen an regnerischem Tag uns, mit unseren Laserschwertern, ins trockene zu verziehen. Die Seemühle mit angenehmem Wetter war dazu ideales Objekt und die Lebensaufgabe, Vermessung der Anlagen, ist bei weitem nicht abgeschlossen.

Seemühle

Also erstmals über den Zungangstunnel ins Feld 1.

Seemühle Bahndamm Feld 2

Bei angenehm gefühlten 20 Grad führte uns der Weg, über Rolloch Süd, ins alte, aus ca. 1905 stammende Feld 2. Der mächtige Bahndamm, wahrscheinlich einige 100 000 mal abgelichtet, war mir auch dies mal nen Bild wert.

Seemühle Feld 3

Über die Verbindungsöffnung erreichten wir letztlich die Zone Militärspital. Thermik sein dank, die grossen Hallen markierten eine mystische Grenze zur stark benebelten Aussenwelt.

Seemühle Feld 3

Noch immer wartet die obere Sohle, mit mächtigem Schacht, auf eine Zeichnungsfähige Auslaserung. Aus Sicherheitsgründen verschoben wir diese Vermessungs-Expedition auf trockene Zeiten. Meinem Plan fehlt fehlte noch die Sohle oberhalb des Militärspitals.

Seemühle Feld 3

Bei gespenstischem Nebelzug erkundeten wir das kleine Sprenghäuschen an oberer Tagöffnung Feld 3. Wie üblich glaube ich eine Neuentdeckung gemacht  zu haben bis mich das heimische Fotoarchiv eines besseren belehrte. Vielleicht verwirrte mich die, kunstvoll aufgesprayte, monströs wirkende Wächterin des Sprengstoffes.

Seemühle Feld 3

Alleweil war die Dame an der Seitenwand nur minder Erfolgreich denn der Sprengstoff ist längst zusammengeklaut. Die Schliesseinrichtung an der Stahltüre  macht, auch so, ein ziemlich ramponierter Eindruck.

Aber eigentlich war unsere Mission, unabhängig etwelcher herumlungernden Geistern, die Markscheiderei mit Disto X2 und Topodroid.

Seemühle Feld 3

Also ab in die Fahrstrecke D des Feldes 3. Da die Topodroidsoftware einiges an Neuigkeiten erfuhr  und sonst welche Tools auf ausgiebiges Kennenlernen warteten, ein idealer Ort, nicht allzu kompliziert, um all das auszuprobieren.

Plan Seemühle

Und auch den Anschluss ins zeichnerische Handwerk, bei solch komplexem Plan, galts meinerseits wiederzufinden. Obschon wir nur die Fahrstrecke D ablaserten und ich auch nur diese, sehr rudimentär umsetzte, so war doch dieser Nachmittag ein voller Erfolg und für mich, seit zwei Monaten Bergbau nur noch in der Theorie betrachtend, eine grosse Freunde.

Und ja, die Gelegenheit war gegeben um ein neues Spielzeug, auch aus Marco Corvi Küche , auszutesten, genanntes Cave3D.

Seemühle Feld 3 3D

Zwar bin ich noch nicht sonderlich beübt in der verständlichen 3D Darstellung unserer Vermessung doch was nicht ist wird bestimmt noch werden.

Und wenn die Luisa nicht gestorben ist so wird’s noch viele Seemühlegeschichten geben denn, die Vermessung hat bis zur Stunde rund 1/4 der gesamten Untertage-Anlage abgedeckt.

Die Summe aller bis heute gesammelten Messlinien beträgt Stolze
53.266 Kilometer und 39 Zentimeter

Links zu Vermessung von mir
Der DistoX2 das unbekannte Helferchen

Links zu Seemühle von mir

Auf Luisanet
Die Seemühle

Und im Blog
Und immer wieder lockt das vermeidliche Lebenswerk
Seemühle, das ewige Werk
Seemühle, jähes Ende letzter Geheimnisse
Das Tor stand offen
Seemühle überall
Seemühle, was war? ,
Die Geheimnisse der Seemühle
Seemühle Borner AG
Das Geheimnis des Steinebrechers

Bilderseite zu den Werken
Seemühle

Ende des Trafic-Klaus

am 04. Februar 2018 unter Grungisches, Seitwärts parkieren abgelegt

So wird’s gemacht

Als erstes benötigt man ein Nur-Text-File mit folgendem Inhalt:

RewriteEngine on
RewriteCond %{HTTP_REFERER} !^$
RewriteCond %{HTTP_REFERER} !^http(s)?://(www\.)?ateliereisen.ch [NC]
RewriteCond %{HTTP_REFERER} !^http(s)?://(www\.)?blog.ateliereisen.ch [NC]
RewriteRule \.(jpg|jpeg|png|gif)$ - [NC,F,L]

klar, die Domain muss auf die betreffende Seite lauten, in meinem Falle ateliereisen.ch respektive blog.ateliereisen.ch

Dies Textfile wird gespeichert und benamst mit .htaccess und ins Webseitenverzeichnis gesetzt.

Fertig ist der Spass und schon sind, auf einen Schlag, etliche, richtig üble Scheissseiten wunderschön verunstaltet.

Links
Ein ganz praktischer HTACCESS-Generator htaccesstools.com/hotlink-protection/