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Das breite Spektrum meiner Interessen als stetig wachsende Linkliste.

Transfeindlichkeit wird Salonfähig

am 07. August 2022 unter Politischer Grunk, Transgender abgelegt

Das Leben ist kein Ponyhof oder, wie konnte es kommen dass wir Transmenschen, nach einigen Jahren hart erarbeiteten Freiheiten, wieder voll im Fokus medialer Anfeindungen stehen.

Eine kleine Analyse meinerseits tut mehr als nur Not.

Es war kein leichter Kampf den wir führten. Betonkopfinstitutionen und eine grenzenlos überforderte, gänzlich unwissende, Wissenschaft waren erbitterte Feinde. Wir mussten uns, im Prozedere der Transition, des Outings, der angleichenden Massnahmen, Hormontherapie ect, vor einer hart urteilenden Psychiatergilde entblössen. Die Vorstellungen dieser Nennelite war geprägt von tief rückständischer Gendernormativer Vorstellung. Eine Psychiatriegemeinschaft die, in uns zukünftige, zu beurteilende Serientäter sah und uns entsprechend behandelte.

Judith Butler brach ein kantiges Stück Genderkonstrukt und wir, die aufkommende, aus der Subkultur auftauchende Transcommunity, rollte diesen Klotz gekonnt und voller Elan, bis zu gänzlichem Wegschleifen, weiter. Die Frage was Geschlecht sei und wie starr dieser Begriff zu handhaben wäre, griffen wir auf und bauten unzählige, spielerische Geschlechtsformen. Ein Raunen und Staunen durchzog die ausgiebig an  der Streetparade feiernde CIS Gemeinschaft. In einer kurzen Zeit der Öffnung schien alles möglich zu sein und die Welt erstrahlte in friedlicher Harmonie. Ich dachte es könnte Weltfrieden einkehren und alle freuen sich aufs Zusammensein.

Neue Ideen, neue Sichtweisen öffneten Tür und Tor einer progressiv und fortschrittlich denkenden Psychiatriegemeinschaft. Das Bedürfnis des Individuums rückte in den Fokus. Konservative Rollenbilder und Gesellschaftsnormen indes verloren das schwere, unumstössliche Gewicht

Die neue Prüderie sollte nicht lange auf sich warten und so wie gewonnen so scheisse richtig zerronnen.

Die Historischen Zusammenhänge sind schwierig zu entwirren. Noch ist vieles zu aktuell und zu emotional beladen als dass ich hier eine wirklich faire, objektive Analyse vom Stapel lassen könnte. Nach Jahren des ausgelassenen Feierns, der Freude-Frieden-Eierkuchen-Epoche, des Mauerfalls und der zahlreichen CSDs beginnt die Zeit des „alles stört und nichts darf“. Zum megalithischen unumstösslichen Katalysator wurde eine aufkommende Pandemie und eine weit ausufernde Massnahmenwelle. Begriffe wie Solidarität wurden, dem Chinesischem Vorbild nacheifernd, einer breiten Bevölkerung aufgezwungen. Symboliken der Unterwerfung machten den öffentlichen Raum zur unangenehmen Kampfzone.

Ich glaub die Sozialdemokratie verkackte alles was es zu verkacken gibt und ich glaub, die Sozialdemokratie hegt nicht den geringsten Funken einer Einsicht und der Selbstkritik. So geschehen entwickelte sich ein gewaltig explosives Unbehagen in breiter Bevölkerung dies weit über die hiesigen Grenzen hinausreichend.

Die zunehmend aufdiktierte Moralvorstellung treibt die Menschen an den Rand, leider an den rechten Rand. Niederschmetternde Wahlbeteiligungen im Europaland offenbaren eine enorme Distanz zwischen Bewohner und Eliten. Eliten die ihre moralische Vorstellung aufzwingen und freudig mit dem Sportflieger, Konsequenzenlos Französische Lufträume verletzten. Eine durch und durch korrupte Elite die nur deren Privilegien weiter konstituieren möchte.

Ob DJ Robin und Schürze mit dem Stück „Layla“ ein Glanzlied gelang ist, meiner Meinung nach, kaum Gegenstand weiterer Diskussionen. Es reihen sich etliche genau so sexistische Lieder ins schaffen vergangener NDW-Epoche und keines dieser Lieder war je Gegenstand ausgedehnter Gesellschaftspolitischer Einwegdebatten. Doch eines erscheint mir klar, ein Verbot ist richtig Kontraproduktiv genauso Kontraproduktiv die gebetsmühlenartigen Fleischkonsum-Ermahnungen und weitere ständig drehende Gebetsmühlen (Flugscham und weiss der Geier was für Kacke). Eine Elite, vorwiegend gut verdienende Grün-Sozialdemokratisch-denkende Städterschaft, weiss um unser richtig Verhalten und nennt Abweichler, nach Coronamassnahmenschlacht, Bildungsschwache / Bildungsferne.  

Das genau in diesem Szenario Randgruppen voll ins Fadenkreuz rutschen, verwundert nicht weiter. Schnell werden Schuldige zu dieser Moraldoktrin auserkoren und genauso schnell sind diese auch gefunden.

Es gibt’s sie seit langen, die rückständigen, im kleinen Schuhkästchen lebende Evangelikalen. Deren Welt rutscht aus allen Fugen  bei Begegnung mit andersartigem Mensch, Einstellung, Lebensform, was auch immer. Mein Plädoyer, schafft Begegnungsräume, schafft Kontakte, schafft Diskurs doch weit gefehlt, eine Pandemie machte sich breit, und die Machtorgane und Eliten zwangen zu Vereinzelung und Isolation. Der Schaden ist heute gewaltig und die Wahloligarchie baut uneinsichtig auf eine gut geschmierte Repressionsmaschinerie. 

Evangelikale, Unzufriedene, Unverstandene, Radikalfeministinnen, sogenannt Bildungsschwache und  Bildungsferne bildeten eine äusserst unheilige Allianz gegen marginalisierte Randgruppen. Randgruppen die perfekt das Opfer hergeben und über kaum Wehrmöglichkeit verfügen. Zu diesen Randgruppen gesellen sich Behinderte, Gaypersonen, Transmenschen oder Ausländer und Ausländerinnen.

Die Translobby, realistisch betrachtet, klein und schwach kämpft gegen Windmühlen doch eine nicht immer rühmliche Politelite greift deren Themen und stampft mächtig Wahlkampf. Ein Wahlkampf den sie, die aktuelle Wahloligarchie, längst verloren hat den niemand wird sie wählen. Doch die Geschichte mit den Elfenbeintürmen in schickmickverkehrsberuhigten Grossstädten ist längst bekannt und die Eliten, wie vorhin erwähnt, alles andere als Lernfähig. Es mag sein das diese Wahloligarchie uns gewisse Errungenschaften ermöglichte doch statt die mächtige Elite kritisch anzugehen stehen wir in mitten des Kreuzfeuers.

Im Zuge der Wahlverdrossenheit, und ich bin hier die Allererste die zum Wahlboykott aufruft, siegt leider, und dies schmerzt mich tief, die ganz üble Gilde am Rechtsaussen-Eck. In dieser, Europaweit zu beobachtenden Politkonstellation, geraten Transmenschen mächtig ins Zielfernrohr radikaler Gruppen. Gruppen welche lange selbst ein Randphänomen bildeten, erhalten neuen Zulauf und eine neue, nie da gewesene Militanz. Dass einst solch, fast schon spassig anmutende, Evangelikal-Gemeinschaften wie „Demo für alle“, ein gewisses Gehör ernten hätte ich, eine grundsätzlich friedliebende Person, nie für möglich gehalten. 

In den sozialen Medien entfalten sich solch radikale Kräfte ungebremst und überaus Menschenverachtend, im Dunstkreis der Anonymität, locker weiter. Insbesondere Twitter, mit gut organisierten Troll-Armeen geniesst hierbei, oben aufschwimmend, einen durchwegs zweifelhaften Ruf.

Auf uns Transmenschen wie auch auf etliche weitere Randgruppen, kommen leider konfliktbeladene Zeiten zu. Nichts desto trotz,  Aufklärung, Widerstand und Standhaftigkeit sind wichtig und tun Not.

Leider geraten mache engagierte Transmenschen massiv in den Fokus solch radikaler Allianzen. Genannt an dieser Stelle Dana Mahr die gegenwärtig massive Anfeindungen erlebt und, durch die Trollarmee, annähernd Lebensbedrohliche Situationen durchmacht.

Abschliessend, weils richtig wichtig ist, der Spendenaufruf von Dana Mahr mit Hintergrundinfos zur gegenwärtigen Transfeindlichkeit #SolidaritätmitDana: Bitte helft mir und anderen!

Die verlorene Colaflasche

am 03. August 2022 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Schon wieder eine Buffalorageschichte aber diesmal eine kurze.

Die Vorgeschichte, einer warf eine Colaflasche in einen Schacht worauf diese auf nimmer wieder verschwand.

Ein Team neugieriger Menschen machte sich auf um diesem Mysterium auf die Schliche zu kommen und schaufelte den, im Schacht liegenden, Schutt heraus doch die Colaflasche blieb immer noch verschwunden. Indes führt der somit geöffnete Schacht in ein weiteres System unter der Hauptstrecke ergo die Schlauflerei ein lohnendes Unterfangen.

Cogischacht ab Michael II

Wir, Sepp und ich, stiegen ab um dies kryptisch anmutende Stollenwerk zu vermessen. Vielleicht wär die Colaflasche uns irgendwo in unbekannter Nische entgegen gesprungen.

Cogischacht ab Michael II

Der Einstieg ins Stollenwerk indes ist eng und muss verdient werden. Das Bild ist rund 10 Meter unter Hauptstrecke Michael II aufgenommen.

Cogischacht ab Michael II

Noch ein Schacht tut sich auf, dieser noch viel grösser und genau unter die Hauptstrecke führend. Am Ende sitzt fest ein Holzdeckel über den die Hauptstrecke Michael II führt.

Cogischacht ab Michael II

Am Schacht vorbei öffnet ein reicher Erzabbau seine Pforte. Der Erzhaufen mittig Bild wartet nun seit 500 Jahren auf den Abtransport. Schön zu wissen, wir befinden uns im Erzgang 1.

Michael II

Wieder auf der Hauptstrecke Michael II musste en Bild aus meiner neuen Wasser und Staubdichten Olympus her. Die alte Canon G1X hielt sich tapfer bis letztes, irreversibles Aufbäumen.

Maragun-Stollen

Es gibt auch, mir unbekannte, Stollenbauten auf Buffalora / Valdera. Der richtig geräumige Maragunstollen ist so einer.

Maragunstollen

Auch hier gilt, der Geduldige und Gelenkige sei belohnt.

Maragunstollen

Innendrin eine komplett ausgezimmerte indes zusammengebrochene Grundstrecke. Leider ist der Versturz nach 30 Metern unüberwindbar.

Maragunstollen

Das der Stollen einst viel länger war, weiss die davor liegende Halde zu berichten.

Wasser auf Valdera

Das Dorf war einst, noch vor 1571, sehr durstig und die Wasserkraft ein beliebter Energielieferant. Ein System von Kanälen durchzog das eher trocken liegende Passdorf Valdera.

Wasser auf Valdera

Die Wasserfassung, respektive Stauung, war auch so ein Artefakt welchem ich nie auf die Pelle rückte. Nun am 1. August, nach getaener Vermessung war, als Alternative zu selbstdarstellenden Politidioten an jedem Eck, die Gelegenheit gegeben.

Wasser auf Valdera

Der Kanal zur Wasserfassung ist teils heute noch sichtbar ausgemauert.

Wasser auf Valdera

Oben ab Bach gibt’s noch Reste der alten Holz-Stau-Einrichtung.

Wasser auf Valdera

Und eine prächtige Wildnislandschaft  fernab etwelcher, berseanischer Dummschwätzer.

Definitiv, 2022 für mich ein sinnvoller 1. August ohne nerviges Politgeraspel.

Scheissmoralisten

am 30. Juli 2022 unter Grungisches, Politischer Grunk, Vergangenes abgelegt

Wir besinnen uns aufs Jahr 2022 mit einer aktuell laufenden gesellschaftlichen Wandlung zurück ins tiefst abgeschottete Mittelalter. Nach Corona  und sonstige Arschkacke weiss nun ein jeder was wirklich ehrenvoll moralisch korrekt sein soll oder die wenigen, mit richtig viel Impact ausgestatteten, Gutmenschen glauben das moralisch Richtige mit eiserner Faust durchsetzten zu müssen.

Ich hätt dies nie für möglich gehalten dass einst Reggae-Spielende, Rastafrisur-Tragende Musiker von der Bühne gewiesen werden unter dem Vorwurf der Kulturellen Aneignung und dies geschehen in einer selbstverwalteten, linksautonomen Beiz, genannte Brasserie Lorraine.

Ja, herzlich willkommen im 21. Jahrhundert, im Regime der Totalüberwachung, im durchdachten System der Durchsetzung des moralisch Reinen. Gutmenschen wissen was gesellschaftlich Gut sein solle und sie wissen um die rigorose Durchsetzung.

Die einstigen Zeiten der Kulturvielfalt, des Austausches und der gegenseitigen Befruchtung sind definitiv vorbei, heut zählt was Gutmensch ist und will. Begriffe wie gerechte Kriege und solidarische Massnahmen rücken in den Vordergrund und produzieren Leid und Ausgrenzung am ganz grossen Fliessband. Wer hätte dies gedacht, damals noch im besetzten AJZ als, auf der verlotterten Dachterrasse, wir Bob Marleys Klängen, aus em Ghettoblaster, lauschten.

Heute ist der altbackene Sozialdemokrat und frühere Friedensdemonstrant richtig biederes Establishment mit schmelzendem Impact und beängstigend viel Macht. Eine Elite die Abgrenzung vorantreibt und Sozialkontrolle nach Chinesischem Vorbild,  perfektioniert. Eine Welt die ich ganz sicher nicht eine Minute tolerieren möchte.

Nun ja, geschehen ist es, und en paar Arschlöcher versuchen dies gar noch zu legitimieren.

Nun, verwaltet euch selbst, tragt Rastafrisuren, seid Lustvoll offen, freudig und, ganz wichtig seid böse unartig. Kackt auf Gutmenschenmoral und macht in einem Anlauf die Welt besser.

Und, nun wissen wir alle wo wir keins mehr trinken werden, in der Brasserie Lorraine.

Das Voynich Manuskript die Zweite

am 30. Juli 2022 unter Seitwärts parkieren, Vergangenes abgelegt

Nicht gänzlich unbelastet in dieser Sache bin ich. An meiner Seite begleitet mich meine Lebensgefährtin die in jungen Jahren Kunstgeschichte studierte. Dies bringt einiges an Inspiration mit sich und so musste ich doch noch einmal über dies Manuskriptchen huschen ehe ich mich wieder ins Dunkle zurückziehe.

Diesem Thema nahmen sich verschiedenste hochkarätige Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen an. Ich will an dieser Stelle keineswegs denen Kompetenz in Frage stellen doch bei gestrigen und heutigen Sichtung sind mir einige spitze Details aufgefallen. Auch nicht unbeteiligt meine Kunstgeschichtlich bewanderte Freundin Christina die mir einige Analyse-Methodiken nahe brachte.

Farbe ist Farbe

Es wirkt als wäre das besagte Werk nachträglich, teils etwas dilettantisch, nachkoloriert. Dies hauptsächlich die Aussage meiner Partnerin Christina

Voynich-Manuskript

Seite 78 v

Ich bin mir da nid so sicher ob die Frauen in irgendeiner grünen Sauce baden oder die Farbe Grün den passenden Kontrast zum Blau des Kanalinhaltes, respektive der Fensteröffnungen, darstellte. Zur dunklen Tinte gesellt sich die Farbe Blau, die Farbe Grün und die Farbe Rot, Frauenwangen, in die Illustration. Farbliche Übergänge sind nicht zu erkennen.

Voynich-Manuskript

 Seite 15 r

Auch die Sektion Pflanzenkunde, erstes Kapitel, kennt eindeutige, kontrastreiche Farben. Das Grün im Pflanzen-Blatt ist satt und Flächenfüllend im Gegensatz zur Badesauce der Frauen welches eher mit hartem Stift hinein gekritzelt erscheint.   

 Phantasiegebilde

Ich bin keineswegs eine Botanikbewanderte Person wenn doch ich in meiner Lebenszeit einiges gesehen haben sollte. Keine einzige abgebildete Pflanze erinnerte mich an, in der Natur, Gesehenes.

Voynich-Manuskript

Seite 16v

Vielleicht sind im Buch einzig Phantasiepflanzen illustriert und auch die Badesektion mit den etwas wohlgeformten Frauen und den komplexen Schlauchdarstellungen entbehrt, meiner Meinung nach, reichlich dem Realitätssinn.

Voynich-Manuskript

Seite 86v

In Astronomischen Kreisdarstellungen blinzeln immer wieder scheu, kaum erkennbar, die badenden Frauen zwischen den Dekoelementen hervor.

Text, Unsinn?

Der Text ist in einer uns nicht bekannten Zeichenform geschrieben. Es gibt die Theorie wonach der Text Hebräisch sei doch dies bliebt, bei näherer Recherche, eine Theorie. Man einigte sich, zwecks Entschlüsselung, auf eine Alphabetcodierung mit Namen „European Voynich Alphabet“ was zweifelsohne die die Textanalyse deutlich vereinfacht. Indes ergibt das European Voynich Alphabet keine schlüssige Transkription.  

Der Text kennt keine Satzzeichen indes gibt’s Absätze und Absatzeinleitende Symbole, Sterne oder ausgeschmückte Einleitungszeichen.

Es gibt vereinzelt Seitenzahlen diese jedoch könnten indes späterer Zeitepoche entstammen.

Was richtig spannend ist, Wortwiederholungen sind über etliche Textpassagen hinweg reichlich anzutreffen.

Voynich-Manuskript

Seite 115 v (reine Textseite)

Um die Wörter zu erkennen habe ich diese, so auf die schnelle, farblich koloriert und nach European Voynich Alphabet transkribiert.

Voynich-Manuskript

Rekordhalter auf der Seite 115 v ist, nach European Voynich Alphabet, „qokeegy“ dies ohne Gewähr auf Vollständigkeit. Auf einem, durch den Stern markierten, Absatz folgt dies genannte Wort 3 mal, davon zweimal aufeinander folgend, eine um ein e erleichterte Wortkombination schliesst an die Zweiergruppe. Ähnelnde Kombinationen sind richtig viele anzutreffen was gegen alle Verschlüsselungsregeln spricht. Ein möglich erkennbares Muster spricht somit eindeutig gegen eine Geheimschrift wie vorwiegend in Esoterikkreisen behauptet wird.      

Auch die Nacheinanderfolgung dreier identischer Buchstaben ist eher selten aber nicht unmöglich „Balletttruppe“, „Schifffracht“. Ob in der Frührenaissance solch Buchstabenfolgen üblich waren entzieht sich meiner Kenntnis.

Dumm betrachtet, ich als eher unwissende, auch eine Theorie,

Der Text scheint als wär dieser Sinnfrei reines Dekoelement.  Möglicherweise war im Ursprung das Manuskript ein Skizzenbuch welcher ein findiger Schreiber mit geübter Hand abzeichnete und zwischen drin wohlwirkenden Fülltext einbaute. Die Textanpassung zwischen Bildelementen wirkt sehr gewollt.

Der Text war womöglich bereits nach 1404 bis 1438, Datierung Radiokarbonanalyse, für alle unlesbar.

Manuskripte und Bücher waren in den Jahren  der Frührenaissance begehrtes und gut verkäufliches Gut. Das mystisch Geheimnisvolle könnte nochmals deutlich den Wert des Werkes in die Höhe getrieben haben.

Als Wilfrid Michael Voynich 1912 dies Buch, unter einer grossen Sammlung an weiteren alten Schriftwerken, auswählte war die Neugierde treibender Motor. Die Jesuiten des Jesuitenkollegs „Nobile Collegio Mondragone“ in der Villa Mondragone bei Frascati wussten diese Neugierde sicherlich richtig fett zu vergolden.

Zweifelsohne wird dies Werk lange früher einige helle Geister zur regen Theorien bewegt haben, zweifelsohne auch, diese Neugierde verstanden findige adlige Geschäftemacher zu immer wieder zu vergolden.

Einzig der letzte Besitzer, Buchhändler Hans Peter Kraus schien wenig Erfolg beim Verkauf des Werkes gehabt haben. Nachdem niemand das Manuskript abkaufe, landete dieses, als Spende, in der Yale-Universität.

Ich bin blind   

Kleines Detail aus dem Wikipediafundus.

Voynich-Manuskript

Wikipedia beschreibt eine Burg mit Schwalbenschwanzzinnen, als Beweis für die Manuskriptherkunft Oberitalien, auf der Seite 86 v. Ich hab diese nicht gefunden.

Indes, Update, nach langem Suchen, nun endlich, ich hab die Burg doch noch gefunden.

Voynich-Manuskript

Diese steht gemeinsam mit weiteren Bauwerken auf der Seite 86 r rechts oben.

Abschliessend, allen Voynich Manuskript Forschern und Forscherinnen, viel Spass. Ich zieh mich mal wieder ins Untergründige zurück. Ist wohl eher meine Disziplin, nichts desto trotz, hat Spass gemacht hier ins Unbekannte zu blicken. Mein Fazit, nicht jeder Text hat auch wirklich Gehalt. Dies, so glaube ich, behaupten auch einige über mein Geschreibe.

Und nochmals, das Voynich Manuskript gibt hier https://collections.library.yale.edu/catalog/2002046

Das Voynich Manuskript

am 28. Juli 2022 unter Seitwärts parkieren, Vergangenes abgelegt

Es gibt doch einige mysteriöse Texte die auf Entschlüsselung warten, da bin ich bei weitem nicht die Einzige wenndoch ich, als Unterscheidungsmerkmal, der Dunkelheit sehr angetan bin.  

Dem Voynich Manuskript gebührt solch eine, hier nennenswerte Ehre. Das Buch ist benannt nach dem Kunsthändler Wilfrid Michael Voynich. Voynich solle das  Dokument 1912 in einem Italienischem Kloster erworben haben. Nach etlichen Entschlüsselungsversuchen fand das, reichlich Illustrierte, illustre, Textwerk, den Weg die Bibliothek der Yale Universität.

Voynich-Manuskript

Das Manuskript ist, dank Radiokarbonanalyse, im Zeitbereicht zwischen  1404 und 1438  angesiedelt, würd passen zu Valdera. Ansonsten ähnelt das Buch, meine bescheiden unwissende Beurteilung, einem LSD-Trip in ausufernden Fetisch-Goa-Party. Die Illustrationen deuten auf Themen wie Pflanzenkunde, Pharmazeutik, Astronomie und badende, wohlgeformte Frauen hin.

Dem Texte nahmen sich zahlreiche, richtig gute Kryptografen verschiedenster Spezialisationen, an. Die Resultate indes könnten nicht gegensätzlicher sein. Von Meisterstück der Schwindlerei, belanglose Aneinanderreihung immer wiederkehrender Buchstabenkombinationen, bis hin zu Althebräischer Textdarstellung, war in Sachen Theorie, über all die Forschungsjahre hinweg, so ziemlich alles drin.

Das Buch gibt’s heute Online zu bestaunen auf: https://collections.library.yale.edu/catalog/2002046

Mit Valdera, respektive Aktuell Buffalora hat dies Manuskript, bis auf die Zeitepoche, gar nix am Hut. Nichts desto trotz kanns sein dass wir eine Unmenge an Ressourcen verpulvern für Textgekritzel ohne jede erkennbare Bedeutung dies frei der Phantasie des wartenden Bergmanns entsprungen.

Voynich Manuskript- wie auch Valdera-Autoren dürften sich heute womöglich kullern vor Lachen ab so viel Deutungstheorie.

Valdera des Lesens und des Schreibens

am 25. Juli 2022 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Die Texte, Zeichen und sonstwie artikuliertes Mitteilungsbedürfnis sind Gegenstand meiner aktuellen Forschung und dieses Textes. Wir wissen, auf und um die, nicht unwesentliche Grundstrecke Michael II finden sich einige Texte, Textfragmente, Initialen und Zeichen aber auf anderen Strecken gibt’s reichlich Geschriebenes. Unter Betracht dass in Valdera, das heutige Buffalora, ums Jahr 1500, kaum jemand im Berg arbeitete mit Schreibfähigkeit machen die Artefakte um so interessanter. Klar ist, was geschrieben wurde ist kaum zu entziffern und so bleibt reichlich Raum zu Spekulationen. Fest steht heute indes, die Untertagebauten waren schnell nach Aufgabe Mundlochseitig verstürzt und unzugänglich. Das dazugehörige Dorf Valdera beschreibt Gampell im Jahre 1571 als unbewohnter Ruinenort.

Ob Besucher die Stollen nach 1571 aufsuchten bleibt strittig. Auf ersten 70 Metern der Michael II Strecke gibt’s Fledermauskott was auf eine, zumindest für Fledermäuse, kurze Zugänglichkeit nach Betriebsschluss, hindeutet. Weitere 20 Meter in Tagrichtung ist die Strecke komplett eingedrückt. Die Fledermäuse hatten nur kurze Zeit Spass am Quartier.

Kurzum, die Texte sind aus der Betriebszeit oder vielleicht wenige Jahrzehnte nach Betriebsendigung. Potentiell ein Zeitbereich, gemäss Dendrochronologischen Proben, zwischen 1430 und 1550.

Die gesprochene Sprache ist ums Jahr 1500 mehrheitlich Italienisch. Die Bergleute, Wanderarbeiterfamilien, kahmen aus Bormio und dem südlichen Tirol.

Es gibt nach meinem Wissenstand 5 Typen Texte und Zeichen die alle aus der Zeitepoche des Betriebs Michael II, vermutet letzte Betriebsperiode um 1550, stammen.

Die Initialen  

Initialen haben Untertage eine lange Tradition. Mittels Initialen verewigte sich der Bergmann, um diese Zeitepoche nur Männer oder Knaben. Moderne Initialen (1850 bis heute) finden sich oft am Mundloch zu. Es gibt aber auch Initialen die auf den Macher eines bestimmten Streckenabschnitts hindeuten.

Zeichen Valdera

Gefunden beide Initialen, NO und BJ, in der Grundstrecke Michael II, 305 m nach Mundloch Baujahr 1500.

Es ist anzunehmen das die Bergleute die Bedeutung der Buchstaben nur annähernd kannten. Irgendwer mit Lesekenntnisse zeigte den Knappen die Zeichen im Zusammenhang mit dessen Namen. Ob sich tatsächlich Vor und Nachname ableiten lässt ist fraglich.

Die Hauszeichen

Erwähnend hier, Hauszeichen könnten auch weiter ausgeschmückte Initialen sein. Die Form und Anordnung erinnert an Hauszeichen wie sie, in alten Holzbauten an dominanten Holzelementen zu finden sind. Ob Initialen frei und Kreativ ausgeschmückt worden sind oder ob ganzheitliche Hauszeichen kopiert wurden ist heute, 500 Jahre danach, kaum feststellbar. Hinzukommend ist die Gestaltung und die örtliche Platzierung fliessend, in einfache Initialen übergreifend.

Zeichen Valdera

Auch diese Zeichen sind in Michael II  305 m ab Originalmundloch zu finden. Anzunehmen ist dass die Niederschrift mit Hilfe des frisch geschliffenen, in der Faust gehaltenem, Schrämeisen gekritzelt wurde.  

Zeichen Valdera

Ich hab die Zeichen, wo meiner Meinung nach relevant, abgezeichnet.

Die Wiederholungen könnten auf ein mögliches Üben, Optimieren, hindeuten. Es gibt Kombinationen PA, S,OZ.

Zeichen Valdera

Welche Symbol-Buchstabengruppen sind reichlich ausgeschmückt mit Sternen, Schweiflinien und sonstiger Krimskrams.

Zeichen Valdera

Meine Umsetzung mit möglicher Interpretation BA oder BNA untenstehend en P.

Die Handwerkszeichen

Dieser Zeichentypus lässt viel Interpretationsspielraum offen. Es ist anzunehmen dass in dieser Bergwerksanlage auch gut qualifizierte Handwerksmeister wirkten. Insbesondere der Holzbau zeugt von einer komplexen und aufwendigen Herstellung.

Zeichen Valdera

Dies Zeichen könnt die gekreuzten Äxte des Zimmermanns darstellen. Daneben steht ein sehr rätselhaftes Symbol, W-Artig, welches möglicherweise als Signatur interpretiert werden kann.

Zeichen Valdera

Meine Umsetzung gibt leider hierzu auch nicht weitere, klärende Antworten. Interessant jedoch dieses Zeichen liegt eine Sohle tiefer, Ebene Michael I, deutlich weiter weg vom Mundlochs. Auch an dieser Position, eine glatte Wand, gruppieren sich zahlreiche weitere Symbole. Interessant auch, an besagter Stelle sind nur wenige Holzbauten zu finden. Der Zimmermann tat hier keineswegs sein Hauptwerk.

Auf dieser Gruppe finden sich sowohl Initialen wie auch mögliche Zeichen.

Zeichen Valdera

Das die beiden Buchstaben sind mittels Kreuz mit den zwei Andreaskreuzen verknüpft.

Zeichen Valdera

Die Umsetzung meinerseits, FR mit Kreuzen, mögliches Handwerkersymbol.

Zeichen Valdera

Das W mit den Kreuzenden kommt immer wieder, auch als alleinstehendes Symbol, vor. Anzumerken ist, der Schutt transportierten die Knaben mit den Grubenhund. Während des Verladens des Hunds kams zu Wartezeiten die möglicherweise zu Kritzeleien genutzt wurden. Die bisherigen Zeichenwände liegen an ausgebauter Fahrstrecke.

Die Texte

Im Bergwerk waren Personen mit Schreibkompetenz zu jener Zeit eher selten nichts desto trotz dürften einige über solch Fähigkeiten verfügt haben. Texte sind uns bis zur Stunde nur zwei bekannt wovon der einte nur schwer als Text zu erkennen ist.

Zeichen Valdera

Dieser abgebildete Text liegt zwischen Sohle Michael II und Michael I in einer grossen Geleuchtnische. Der Russ brennenden Kuhfetts ermöglichte eine kontrastreiche Schreibunterlage. Hier wusste jemand um die Kunst der Kursivschrift. Die geschwungenen Buchstaben deuten auf eine Schreibbewanderte Person hin.  

Zeichen Valdera

Die Abzeichnung indes wirkt ernüchternd. Mit viel Fantasie liesse sich ein Ciao Andrea herauslesen. Die weiteren Textpassagen sind für mich nicht weiter Verständlich. Es ist weiter denkbar dass am Geschriebenem sich zu späterem Zeitpunkt eine zweite Person zu schaffen machte. Die Schreibführung der Passage „Sit pan“ oder „Sit paun“ ist anders und eindeutig Blockschrift.

Die Strichliste

Strichlisten sind gegenwärtig zwei bekannt.

Zeichen Valdera

Die einte liegt knapp nach Sondierstollenansatz neben einer Werkzeugnische. Es ist anzunehmen das diese Strichliste zur Stollenvortriebsabrechnung diente. Die Striche sind mit Russ einer Lampe (Frosch) auf die Stollenwand gezeichnet. Die obere Zeile umfasst 7 Striche, die untere ist mit 18 Strichen bestückt. Dies Artefakt liegt, weit fern anderer Zeichen, auf Sohle Rafael II, Ebene 4. Leider lies sich dies Geheimnis nicht eindeutig entschlüsseln obschon die Striche im Zusammenhang mit dem Sondierstollenbau stehen. Das Verhältnis 7 zu 18 ergab keine schlüssigen Werte die sich Beobachtungen abgleichen liessen. Im Artikel Buffalora 2021 versuchte ich mittels gängigen Lachtermassen zur Rätsel zu enträtseln mit mässigem Erfolg.

Gut gibt’s einige Etagen tiefer, Michael II fast am Ende, 400 m ab Originalmundloch, eine vergleichbare Strichliste, im ähnlichen Kontext, diese jedoch wieder geritzt.

Valdera Michael II

Diesmal indes liegt ein langer eingeritzter Text oberhalb meiner Strichliste.

Valdera Michael II

Die Strichliste umfasst 16 Striche. Die Position der Liste deutet auf ein nebenstehendes, abgerechnetes Stollenwerk. Anmerkend dazu, im tauben Gestein verlaufende Stollenbauten waren oft undankbare aber nötige Bergbauarbeit die zumeist per Lachter bezahlte Wanderarbeiter ausführten. Während die Bergknappen ein Teil des Erzes als Bezahlung erhielten und somit primär nach den Erzen suchten, bauten Wanderarbeiter Erschliessungs- und Sondierstrecken in mühsamer Schrämarbeit. Es sind einige solcher Subunternehmer-Bauwerke auf Valdera auszumachen. Abrechnungen und Bezahlungen dürften, anhand gefundener Spuren, vor Ort erfolgt sein.

Der Text indes ist, heutiger Wissensstand, nicht näher entzifferbar. Ob hier unser lateinisches Alphabet zum tragen kommt ist schwer feststellbar. Gut möglich das Bergleute hier eigene Schreibformen entwickelten.  Solch eine Zeichenentwicklung ist in verschiedenen Epochen  dokumentiert.    

Unsortiertes

Es gibt’s reichlich Inschriften hauptsächlich in der, fast 500 m langen, Michael II Strecke.

Zeichen Valdera

Mache sind eindeutig und verständlich, annehmend Initialen.

Zeichen Valdera

Manche dieser Zeichen und Buchstaben sind Zusammenhanglos über ganze Stollenwände verteilt.

Valdera Michael II

Manche Symbole erinnern an Gelindezeichen würden diese nicht Gruppenartig auftreten.

Es ist und bleibt Spannend und längst nicht enträtselt.

Die gesamte Schriftensammlung: http://blog.ateliereisen.ch/wp-content/uploads/2022/07/schriften_haspel_V2.pdf

Valdera, Strecke Michael II, das Ende

am 24. Juli 2022 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Trotz der Begrifflichkeit „Valdera“, wir bewegen uns immer noch im Eisenbergwerk Buffalora nur das dieses, um 1500, vermutet, wie das dazugehörige Dorf, den Namen Valdera trug.

Fest steht, das gar nichts fest steht so wunderst nicht weiter dass in Schweizer Karten die Bezeichnung “ Minieras da Fiern“ sich einschlich obwohl „Fiern“ kein Idiom des Rätoromanischen kennt.

Der Flurname “ Valdera“ indes scheint heute, von verschiedensten Quellen, bestätigt. Valdera steht fürs heute verschwundene Dorf Valdera. Naheliegend dass auch das dazugehörige Eisenbergwerk um 1500 sich so nannte. Buffalora ist ein längst neuerer Flurname entlehnt des Bergs „Munt Buffalora“.

Aber, dies ist nicht meine gewollte Geschichte, viel eher solle etwas ins Tiefe des neu entdeckten Teilabschnitts Grundstrecke Michael II geblickt werden. Namentlich blicke ich in den lange vermissten und neu erkundeten Endteil dieser prizipalen Strecke.

Valdera Michael II

Ende Michael II ist eindeutig, ca 500 Meter ab Tag, Stollenbrust mit viel Aushub.  

Valdera Michael II

Michael II erschliesst noch weitere wichtige, bis anhin unbekannte, Erzfelder. Geschätzte 3 dieser Erz-Felder schloss die, lange verborgen gebliebene, Teilstrecke Michael II, auf einer Länge von geschätzen 130 Metern, auf.

Valdera Michael II

Heute finden sich diese reichen Erzlager bis über weite Stellen abgebaut. Im Bild, die Ansicht an die Holzverbaute Decke. Bildmittig untere Hälfte eine Holzverstrebte Versatzpackung.

Valdera Michael II

Unter der Versatzpackung führt eine kleine, mit massivem Holzbau gedeckte, Zwischenstrecke. Michael II ist unterhalb, über 30 Meter Länge, eingebrochen. Einzig das letzte, rund 80 Meter lange Michael II Endstück ist noch fahrbar. Die Versturzzone indes muss über ein unübersichtliches Wirrwarr an Zwischensohlen überklettert werden. Verantwortlich für den Einsturz des Michael II  Teilstücks sind diverse eingebrochene Firstbauabschnitte.

Valdera Michael II

Weitere Mysterien machen, in den verwinkelten Zwischensohlen, auf sich Aufmerksam. An einem Türstock machte sich wutentbrannt eine Axt zu schaffen. Die rechte Seite des Türstocks ist in gewohntem Kreuzschlag ausgeweitet. Am linken Türstockposten dominierte indes die entnervte Wut in Form eines einseitigen permanent Schlags. Der Türstock steht 500 danach, soviel ist klar, immer noch. Bildmittig steht ein Sieb für grobes Gestein.

Valdera Michael II

Das Detailfoto zeigt die aufwendig verzapfte Siebvorichtung teils voneinander genommen.   Es war mir bereits im Jahr 2021 solch ein Teil vor die Linse gerutscht. Dieses lang in der Strecke Rafael II, 3 Etagen höher, und damals rätselte ich rege über deren Funktion. Genannt das Gerät im Beitrag Buffalora 1520. Damals erkannte ich kein näherer Zusammenhang anders jetzt irgendwo in der Zwischensohle nahe Michael II. Versatz ist nach Korngrösse sauber aussortiert und in die entsprechenden Deponiekonstruktionen abgefüllt. Das Eisenerz ist klein und brüchig das Nebengestein indes hart und dadurch eher grösser. Beide Dinger das in Etage Rafael II wie auch des neu entdeckte sind Siebvorrichtungen.

Minieras da Fier

Im Bild das Sieb auf der Strecke Rafael II.

Valdera Michael II

Ein prächtiges Stück Holzarbeit steht auf einer Querspriessung. Dieser hier, seit 500 Jahren oder länger, ruhende Kännel könnte Wasser oder, halte ich für wahrscheinlicher, Eisenerz transportiert haben. Die genaue Verwendung lässt sich heute indes nicht weiter bestimmen. Die Umgebung ist stark zerfallen, der Zusammenhang nicht weiter ersichtlich. Wasser war, wie diverse Spuren zeigen, en Thema, Eisenerz, in nem Eisenbergwerk, war durchaus auch Thema.

Allerletzt, was Thema reichlicher Spekulationen ist und mich zu einem gesonderten Beitrag animieren tut, es gibt auch im Abschluss Michael II ein literarisches Artefakt.

Valdera Michael II

Das hier ein Text steht erscheint mir eindeutig. Unterhalb gibt’s eine Strichliste. Die Strichliste gibt’s auch auf einer Seitenstrecke Rafael II, die ich im Beitrag Buffalora 2021 zu entschlüsseln versuchte. Damals wie heute und beim hiesigem Beispiel, ich glaub an eine Streckenabrechnung. Die nahe befindliche Situation deuten auf einen Vortriebsauftrag hin. Beide Strecken haben ähnliche Charakteristiken und beide Streckenteile sind vermutlich das Werk von per Lachter bezahlten Subunternehmern. Was indes der Text aussagt lässt sich, stand heute nicht klärend beantworten. Fest steht, auf Buffalora, respektive Valdera, konnten nicht viele Lesen und Schreiben. Der Personenkreis mit solch Fähigkeiten war um 1500 doch eher bescheiden.   

Valdera Michael II

Hier meine Interpretation, Abzeichnung der Felseinritzungen.

Valdera Michael II

So bleibt auch offen ob dies ein Gelindezeichen oder zufällige Kritzelei, Anno 1500, ist.

Der Aktuelle Bergwerkplan: https://www.luisa.net/wp-content/uploads/2022/07/Buffalora_plan2022_V2.pdf

Die gesamte Schriftensammlung: http://blog.ateliereisen.ch/wp-content/uploads/2022/07/schriften_haspel_V2.pdf

Buffalora 2022

am 10. Juli 2022 unter Ungelistet abgelegt

Nun war sie wieder, die Erkundungs-, respektive Vermessungstour, die erste des Jahres 2022. Und ich, als zu diskriminierende Volksgruppenzugehörige der Bildungsschwachen, nehm mir hier das Recht hervor etwas zu Industriearchäologie von der Tastatur zu blasen. Nehmts mir nicht übel ihr Sozialdemokraten, auf em Thron des moralisch korrektem sitzend, ich bin nun mal Bildungsschwach und dies solle, sagt ihr, mit Arroganz einhergehen.  

Nun denn, Buffalora 2022 oder, ins Jahr 1520 abtauchend, Valdera das Dorf und Valdera die Bergwerksbetriebe, Ziel unserer Untersuchung die neu entdeckte Tagesstrecke Michael II, mein Part, die neu entdeckte Bergstrecke Michael II  und der zwischendrin verbaute Schacht.

Der Übersicht willen eine Seigerissdarstellung des heute bekannten produktiven Eisenerz-Bergwerks. Neu dazugekommen im Jahr 2022 ist die Vermessung der Tagesstrecke Michael II sprich der Sohle 2 Tagesstrecke. Der Gesamtplan zu finden auf der Luisa.Net-Seite unter: Buffalora_plan2022_V2.pdf .

Die neu vermessene Strecke öffnete interessante Einblicke in damalige Verhältnisse um 1500 bis Betriebsende 1600 und kurz danach.

Minieras da Fiern

Damals im Jahr 2018 war am Ende der eingestürzten Zimmerung, in Richtung Tag, definitiv Schluss. Der Schuttkegel welcher durch die eingedrückten Hölzer hervor drückte schien unüberwindbar.  En paar fleissige Hände indes schafften ein Durchgang oberhalb der Türstockzimmerung in die nächsten verborgenen Sektoren.

Fest steht, die Bergleute um 1500 schlugen grosszügige Profildimensionen in den mehrheitlich brüchigen Berg. Zeitnah folgten umfangreiche Türstockausbauten die mit Versatz ausgestopft wurden. Den Hund-Buben bliebt meist noch eine Stollenhöhe von 1.20 m um den Spurnagelhund durch die Holzausbauten zu stossen.

Valdera Stollen Michael II

Auf kurzen Strecken des neu vermessenen, rund 100 m langen, Tagesstollen, rangen noch die nackten Türstöcke aus dem Schutt. Es scheint so als wären nicht alle Ausbauten bis Randvoll mit Versatz verpackt worden. Dank dieses Umstandes lies sich die Strecke durchgehend bis zu Tag vermessen.

Valdera Stollen Michael II

Holzreste auf der Fahrebene deuten auf unvollständige Demontagen nach Betriebsendigung. Anders als in den weiteren bekannten Stollenbauten, liegt auf der Michael II Tagesstrecke bis zum Türstockeinbruch reichlich Fledermausscheisse älterem Datums rum. Die Grenze dieser Beobachtung liegt recht genau bei der 2021 überfahrener Türstockzimmerung. Es scheint naheliegend dass dies Stollenwerk noch kurze Zeit nach Betriebsschluss um ca 1570 Heimat einer kleinen Fledermauskolonie war. In Neuzeit sind keine Fledermaussichtungen bekannt. Der aktuelle Feuchtegrad ist keineswegs begehrtes Fledermausquartier.

Valdera Stollen Michael II

Auf der 100 m langen Strecke findet sich mittendrin eine markante Stelle die viel Erz offenbarte. Dieser Erzgang nahmen die Bergleute offensichtlich in Angriff.  Ein Schlitz ist in die Höhe  getrieben , bis ca. 3m ab Stollenboden, welcher ein rund 10 cm breiter Erzband offenlegt.  Somit scheint die obere Tagesstrecke Rafael I, die wir als Einstieg nutzen, insbesondere der Ausläufer hinter dem Andreaskreuz, plausibel.  Die damalige Tages-Strecke Rafael I könnte auch zur oberen Anfahrung des, auf Michael II beobachteten Erzganges, gedient haben. Heute wissen wir, der Erzgang wurde nicht gefunden und das Andreaskreuz sperrt den tauben Schrämstollen.

Der Durchgang in Tagrichtung wird immer enger bis an die Stelle welche von aussen her, in Neuzeit, Michael II gesucht wurde.

Valdera Stollen Michael II

Der Verbruchhohlraum erreicht das Dach des 2018 aufgewätigten Michael II-Stollens. Im Bild die alten Laufbretter des Bergwerkbetriebs umhüllt in neuzeitlicher Gerüstbrettauszimmerung. Am Ende des Stollens, der von oben herunter gedrückte Schuttkegel.

Die Michael II Tagesstrecke wurde im 2018 mittels 7 m Schacht angefahren. Leider damals endete die Strecke beim Verbruch nach 100 m was vor langer Zeit bereits die Fledermäuse merkten.

Valdera Tagesschacht Michael II

Tagesschacht Baujahr 2018 Blick zu Tag.

Heute ist die Vermessung durchgängig möglich. Ein durchschlüpfen durch die Enge Dachspalte indes ist für Mensch und Tier unmöglich.

Valdera Halde Michael II

Heute wissen wir, die Michael II Strecke könnte über 500 m lang sein. Die wuchtige Halde, im Bild jene mit dem Gerüstbretterdepot, gründet auf deren Funktion als Hauptdeponie. Nur noch die nächst tiefer gelegene Halde, gehörend zu Michael I, hat eine grössere Kubatur. Leider blieb bis anhin das Stollensystem  Michael I uns bis anhin verborgen.

Auch heute, anhand der Spuren klar, Michael II wie auch Rafael I begannen beide im vorgebautem Gebäude.

Valdera Stollenmund Michael II

Im Bild, vermutetes originales Stollenmundloch Michael II in der Gebäudeplanierung Eck links. Die oben rechts ersichtlichen Törchen führen, das untere, in die misslungene  Michael II-Suche, das obere in den Zugangsschacht Michael II Tagesstrecke. Beide Törchen stammen aus Jahren 2012 bis 2018 während das eingestürzte Mundloch Michael II in Jahren 1400 bis 1570, innerhalb eines Gebäudes, offen stand.

Szenenwechsel

In Zernez steht die schöne Burg der Plantas. Es blieb mir auch etwas Zeit um dies geschichtsträchtige Gebäude abzulichten.

Burg Plata Zernez

Massgeblich war auch die Familie Planta, als Investor, zu gewissen Bergbauperioden am Buffalora / Valdera Bergwerk beteiligt. Soviel überliefert wird war indes der Erfolg der Plantas eher mässig. Deren Stollen sollen, etwas tiefer gelegen, kein Eisen gefunden haben.

Weitere Links zu Buffalora von mir:

Dokumentation als PDF https://www.luisa.net/wp-content/uploads/2020/11/buffalora.pdf

Blog-Vorgeschichte Buffalora 1520

Luisas Techno-Playlist

am 12. Juni 2022 unter Musikalisches abgelegt

Ich hab mal wieder ein wenig Cera Khin über die Schultern geguckt  und geile Mucke gefunden, meine subjektive Meinung.

Soweit so gut, eine aktuelle Playlist ist entstanden, respektive neue Tracks sind die Liste eingeflossen. Wer neugierig ist, Altes und Neues, auf der Liste: http://blog.ateliereisen.ch/wp-content/uploads/2022/06/luisa_playlist_12_6_2022.pdf

Fazit, es gibt momentan richtig viel scheiss Geiles fürs Ohr und fürs Tanzgemüt.

Gerd Scobel, die Eliten und die maulkorbtragenden Untertanen

am 12. Juni 2022 unter Politischer Grunk abgelegt

Es gibt bekanntlich reichlich Realsatire zu begaffen doch wer sich ans Massenpropaganda-Instrument zu bester Zeit heranwagt wird richtig viel harten Stoff abbekommen.

Es gibt im Propagandamedium, den Zusammenschluss einiger potenter Propagandamedien, also volle Dröhnung, nix für Weicheier. Das ganze über den Äther verstreut zu bester Sendezeit nennt sich „scobel – Kampf um Demokratie“. Die Sendung schleicht sich in unsere Köpfe als Wissenschaftspalaver und die Themen variieren wöchentlich. Gerd Scobel eine teilweise, halbwegs ernstzunehmende Persönlichkeit lädt wöchentlich seinesgleiche Eliten zum Wissenschaftstalk, soweit die Ausgangslage.

Nun diese Woche stand der Themenschwerpunkt „die Demokratie unter Beschuss“ auf dem Palaver-Plan und die geladenen Gäste ausnahmslos Hippstereliten aus dem städtisch-linkem Pike-feine-Umfeld.

Scobel, die Eliten und die Untertanen

Das Bild könnt nicht sinndeutender sein, ein Raum, ein Studio, voller Maulbekorbter Untertanen und in mitten die wissenden Eliten diskutierend, zu viert in der Zahl, über den Zerfall der Demokratien.

Ein Stück Realsatire mir entgegenschwabt und des Augenblickes ich alle Rainer Mausfeld-Theorien bestätigt sehe.

Fakt ist, die Wissenschaft bestimmt und die Infragestellung dieser Wissenschaft nennen die Propagandaanstalten, Schwurbler-Tum, rechtes Gedankengut oder Bildungsferne. Herr Scobel schlägt hierbei gleich locker in selbe Kerbe im genannten Sendespace. Die Wissenschaft beruft sich auf durchwegs unwissenschaftliche und umstrittene, im Falle des Maulkörbchens, Pandemiebekämpfungsmassnahmen worauf die Untertanen, den Eliten glaubend, den Maulkorb über die Fresse stülpen. Welch Bild hier, mehr als tausend Worte sagend, mir zu bester Abendstund entgegenwirk.

Es ist absolut klar, im System der Wahloligarchie, wo mittels gezielter Propaganda aktive Ausgrenzung betrieben wird, ist Partizipation weder gefragt noch gewünscht. Naiv ist es zu glauben die Machteliten würden nur annähend eine wirkliche Partizipation zulassen. Es ist schlicht eine Farce über Lastwagenfahrer zu sinnieren auf dem hohen Thron sitzend um sich der eigenen Bildungsvielfalt ergötzen.  Und es kann nicht sein dass die feine Gesellschaft der Bildungskönige die funktionierende Demokratie lobt und unterschwellig dem Fussvolke die fehlende Partizipation vorwirft. Hier läuft was richtig schief .

Partizipation, dessen bin ich mir sicher, setzt viel Ammoniumnitrat voraus, dies um wieder den Level der Augenhöhe zu erreichen. Und wenn ich Ammoniumnitrat als blumiges Sinnbild verstehe, so plädiere ich für eine gehörige, sich der Situation anpassende, Portion zivilen Ungehorsams und des Wahlboykotts.  

Wenn die Welt mittels Wahlen besser sein soll, so frage ich was der Unterschied ist zwischen einem Wolf im roten Schafpelz, einem Wolf im grünen Schafpelz oder einem Wolf im schwarzen Schafpelz. Wolf bleibt Wolf sowas kann ich, als medial definiert, Bildungsschwache, eindeutig wissen.

Link zur Sendung um sich selbst etwas mit Realsatire zu bestonen https://www.3sat.de/wissen/scobel/scobel–kampf-um-demokratie-100.html

Die Tage in St. Gallen

am 12. Juni 2022 unter Kartografie, Reisen, Stadtindianer, Steinerne Unterwelten, Vergangenes abgelegt

Ich und meine Partnerin Christina weilten, des Berufes wegen,  die letzten Tage, in schönen St. Gallen. Grund genug dies Örtchen, welches uns beherbergte, etwas näher zu entschlüsseln dies, wie üblich, mit viel Bilder und diese, wie unüblich, ausnahmsweise mit Smart-Phönchen abgelichtet.

Die erste imposante Begegnung die der Reisende macht, ist definitiv die wuchtige Stiftskirche und Kathedrale. Der um 1755, in 11 Jähriger Bauzeit, errichtete Barocke Neubau ersetzte die damalige, allmählich baufällig werdende,  Klosterkirche aus dem Jahr 800.

Die Fürstabtei St. Gallen (gegründet 719, aufgehoben 1805) war eine Benediktinerabtei die an Stelle des, vom irischen Mönch Gallus (Namensgeber der Stadt), um 612, gründete Einsiedlerzelle, an der Steinach, zu stehen kam.  

Dank der ältesten, noch erhaltenen, Gebäudegrundriss-Zeichnung, dem karolingischem Klosterplan St. Gallen, lässt sich Grösse und Ausstattung des Benediktinerklosters um ca. 827 rekonstruieren.

Der karolingische Klosterplan Stand 819 oder 827/830,  Quelle: St. Gallen, Stiftsbibliothek, Ansicht in gross auf http://www.e-codices.unifr.ch/de/csg/1092/recto

Die Stadt St. Gallen wird in den Folgejahren nördlich des Klosters allmählich zur bedeutenden Tuchmacher-Metropole heranwachsen. Die Benediktinerabtei indes schliesst, nach diversen Konflikten, rund um Reformation und Autonomiebestrebungen der Stadt, um 1805 den Klosterbetrieb.

St Gallen um 1770

Ansicht der reformierten Stadt St. Gallen mit massiv ummauerter Klosteranlage datiert aufs Jahr 1770. Ich indes wage die Behauptung einer früheren Stadtaufnahme. Die Kathedrale, respektive deren Neubau, verfügt, auf der Zeichnung, über ein einzelnes Türmchen. Der alte Plan wie auch der Barocke Bau kennt 2 Türme.

St Gallen um 1899

Plan, Quelle: Zentralbibliothek Zürich

Im Jahre 1899 ist der Klosterbau mit Kathedrale und allem drumrum Staatsbesitz. Die Südostbahn betreibt den Bahnhof nordwestlich der Stadt und ein anwachsendes, heute grösstenteils verschwundenes, Strassenbahnnetz, durchzieht die Aussenquartiere. Eine moderne Stadt entsteht so wie wir sie heute Innerstädtisch wiederfinden.

Abgesehen vom sakralem Wirken  gibt’s in St. Gallen weitere durchaus lohnenswerte Sehenswürdigkeiten die uns bei nächtlichen Spaziergängen auffielen.

Drei Weiher

Die drei Weiher sind der ganze Stolz eines jeden waschechten St. Gallers. Tatsächlich waren die Weiher oberhalb der Stadt gelegen, ganz und gar, den Erwartungen entsprechend. Mein Bild ist, der Absicht Willen, und 180 Grad gedreht da die Spiegelung ein imposantes Wolkenschauspiel bot und dieses die obere Bildhälfte verdient.

Die Weiher waren, so wird vermutet, ursprünglich als Steinbruch dienend, künstlich angelegt. Um 1610 wurden die Brüche geflutet um die Wasserversorgung der Stadt und des Tuchgewerbes sicherzustellen. Heute sind diese viel besuchtes Naherholungsgebiet.

Mühleggbahn

Die drei Weiher sind bequem zu Fuss oder, seit 1893 per Standseilbahn erreichbar. Die damalig erbaute Mühleggbahn verläuft noch heute parallel zur Steinach grösstenteils unterirdisch bis Mühlegg. Die erste Standseilbahn funktionierte bis 1950 als Wassergewichtsseilbahn. Heute fährt eine vollautomatisierte Bahn durch den Tunnel. Im Bild die Talstation am steilen Ufer der Steinach.

Wer, wie wir, eher sportlich unterwegs, die 69 Meter Höhenunterschied, bewältigen, findet in der Steinach-Schlucht weitere Geschichtsträchtige Überbleibsel.   

Steinachschlucht

Zahlreiche Mühlen bewirtschafteten das steil herunter donnernde Steinachwasser. Heute finden sich vereinzelte, ungenutzte Radstuben aus dem 19. Jahrhundert, entlang des Fussweges.

Berneggstollen

Und auch en Stollen, leider bei meinem Besuch verschlossen, liegt am Wege. Wie ich später erfahre der sogenannte Berneggstollen welcher in Zeiten um den 2. WK angelegt wurde.

Berneggstollen

Das Bauwerk ist, wie die amtliche Vermessung zeigt, in Tat und Wahrheit ein Tunnel welcher den Berg von der Steinachschlucht zur Strasse Am Sturz quert. Ergo ein Teil mit Ein und Ausgang obschon die Militärarchitekten eher von Eingang und Notausgang reden täten. Die ganze Anlage war damals als Luftschutzalarmzentralle projektiert. Fertiggestellt wurde das Untertagewerk nie.

Steinach

Und wers aufs Einächtigen des bewölkten Sommertages schafft kann eindrückliche Bildstimmungen einfangen.

Kathedrale

Dito nochmals Smartphöndlibild mit Kathedrale.

Guppenalp Ysenberg 2022

am 15. Mai 2022 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Über besagtes, im Titel genanntes Eisenbergwerk wusste ich bereits reichlich zu berichten, insbesondere meine Seite Eisenwerke Guppenalp weiss die historischen Zusammenhänge etwas genauer zu erläutern. Ich selbst war dem schönen Mittelalterbergwerk  seit gut 9 Jahren abstinent. Motiv genug um die Stollen wieder zu besuchen.

Ysenberg Guppenalp

Immer wieder beeindruckend der breite Schlitz der eher kleineren Nebengrube in mitten der Felswand.

Ysenberg Guppenalp

Im Schlitz eine prächtige Aussicht aufs weite Linthtal.

Ysenberg Guppenalp

Im Stollenvorhof  steigt bald  die nie enden wollende Spalte alter Legenden in unergründliche Höhen.

Ysenberg Guppenalp

Die Hauptgrube mit etwas Schnee vor den Toren überraschte mich doch wieder ab deren steiler Umgebung.

Ysenberg Guppenalp

Und auch der Blick in Wanderwegrichtung zeigte fast vergessene Steile.

Ysenberg Guppenalp

Die Hauptgrube, ein Archäologisches Juwel, voller spannender Artefakte. Im Bild die Installations- und  Pausenplattform des Bergwerks, Baujahr um die 1540.

Ysenberg Guppenalp

Abstieg durch die Versatzgänge.

Ysenberg Guppenalp

Stempel

Ysenberg Guppenalp

Und noch mehr Stempel

Ysenberg Guppenalp

Der See, gestern mit viel Wasser drin.

Ysenberg Guppenalp

Ein besonderes Stück vergangener Bergbautätigkeit, die Spuntwände welche, 3 Schichtig, taubes Gestein zurückhalten.

Ysenberg Guppenalp

Ein ganz und gar nicht freudiges PVC-Insekt liegt am Stempel gekettet im unteren Grubenteil. Der nähere Untersuch zeigte als Zweck des Insektes ein Geocache. Des Textes auf schwarzem Schraubdeckel zu urteilen behauptet dies Ding gar offiziell zu sein was ich wiederum  ernsthaft anzweifle.

Fakt ist, die Illustre Wandergruppe die mit Einweggrill an der Alphütte Würste dünstete erfüllte jedes Vorurteil des Geocachers. Gut waren die Jungs und Mädels eher mässigen Erfolges unterwegs ansonsten hätt der Stempel nochmals leiden müssen. Der Geocache selbst liegt nicht im Rohr statt dessen ziert dieser, im nicht wirklich attraktivem, Tupperware den Durchgang zur geschrämten Abteufung.

Positive Erkenntnis, noch immer weiss die Hauptgrube sich gekonnt, im zerklüftetem Gestein der Felsbänder, zu verstecken.

Ysenberg Guppenalp

Und auch der letzte Sondierstollen steht noch offen. Zwar in enger Dimension, ohne Schaufeln nicht fahrbar, dafür Geocacher abhaltend.  

Ysenberg Guppenalp

Und die Übersicht der Anlage hier visualisiert auf em 3D Model.

Und der Erstbeitrag zum Isenberg, gut und gerne 11 Jahre her, Das Geheimnis des Isenbergs

Warum schweigen die Lämmer?

am 24. April 2022 unter Grungisches, Politischer Grunk, Ultimatives Bla abgelegt

Eine vorzügliche Frage die Rainer Mausfeld im gleichnamigen Bestseller versucht zu beantworten. Ich, neugierig wie ich bin, wagte einige Stufen tief in Abgründe selbstreflektierender Erkenntnisse.

Die kurzen Auszüge die ich mir zu Gemüte führte, beschreiben eine Lebensrealität in kontinuer, unfreiwilliger, nicht bemerkter Betöhrung.  Regiert von einer Elitendemokratie und geglaubt im Schlaraffenland des Konsums lebend ist unsere individuelle Freiheit äusserst eng gesteckt. Der Clou an der Sache, ein ausgeklügeltes System, ein Zusammenspiel von Medien-Propaganda und Wahloligarchie, belässt uns im Glauben wir wären frei und könnten wählen. Um uns herum wachsen Gefängnismauern ohne das wir dies wahrnehmen.  Eine Gesellschaftsbetrachtung die Mausfeld entrollt welche in weiten Züge an George Orwells Roman „1984“ erinnert und eine Gesellschaftsbetrachtung die ein äusserst düsteres Bild unserer Welt wiederzeichnet.

Und wär ich Romanleserin so würd ich sagen, geile Fiktion.

Und weils en pornogeiles Substantiv mit breitseite aller real betrachteter Böshaftigkeit ist, muss sein, „Pseudohumanitärer Imperialismus“

Rainer Mausfeld Uni Kiel http://www.uni-kiel.de/psychologie/mausfeld/

Torrijas 2022

am 18. April 2022 unter Betrachtungen, Grungisches, Politischer Grunk abgelegt

Ja, auch dies Jahr gabs Torrijas.

Torrijas 2022

Traditionell ist dies Gericht an Ostertagen im Spanischen Ländle Brauchtum.  Wenn doch traditionell so gar nix mehr ist. Die Welt befindet sich im Umbruch und es wird kaum noch ein Stein auf dem anderen ruhen.

Und doch, ich bin seit langem wieder optimistisch und herzlichst erfreut. Zukunft ist greifbar, die Kinder robben wieder durch den Dreck und Widerstand wird zunehmend Sexy. Was damals galt ist längst Vergangenes und Kleinluischen übt  sich im illegalen Grenzübertritt. Die Kunst des Gräben Zuschüttens ist nicht meine, die Gabe Unstimmigkeiten zu Untertunneln indes ganz und gar.

Wer heute glaubt Revolution geschehe auf dem Schlachtfeld der wird en irreversibles Blutbad legitimieren. Und wer heute glaubt Freiheit basiere auf lückenlose Kontrolle wird das noch viel grössere Blutbad zu verantworten haben. Dumm nur das sehr viele an die Wirksamkeit des Blutbades glauben.

Ich glaub Revolution ist Party, Revolution ist Tanz, Revolution ist laut, Revolution ist ungehorsam und Revolution ist unvernünftig, kreativ.

Und viele Andere, „Freitag für die Scheisszukuft-Nutzlos-Pfeifen“ und sonstwie angepasste „Somaruga-Liebling-Gymi-Oberschichtsgofen“ nur leere Dummschäbel.

Also weils so Geil war, und weils wieder kommt,

Damals

lasst und eine Fucking-geile Party feiern und lasst uns herzlich, böse, unartig sein.

Und wer mal Torrijas nachkochen möchte hier en Rezept unter Torrijas