Luisas Blog

Üetliberger Philosophierunden

Ich bin wieder, einer Vormassnahmen-Zeitlichen Tradition folgend, des öftern auf Zürcher Hausberg, genannter Üetliberg. Eine Mischung aus körperlicher Bewegung und geistiger Vertiefung solle helfen meine Gedanken zu ordnen. Gedanken die sich längst von einer, als real gesetzten, Welt verabschiedeten.

Luisa

Inzwischen ist mein Haar weiss und die Überzeugung gesetzt. Eine starre Welt die mich zunehmend, einschränkend, regiert ist eine Welt die keine weitere Entfaltung zulässt. Es war mir nie so bewusst dass ein Oben und ein Unten zunehmend unumstössliche Begriffe sind. Jene unten werden ihrer Freiheit beraubt während jene oben, längst über Regional und Nationalgrenzen hinweg, Privilegien anhäufen. In dieser perfiden Zeitentwicklung sind Begriffe wie Volksvertreter und Demokratien längst zu Handlagern der Supermächtigen mutiert. Eine ehemals engagierte Linke ist heute vermögend und eingebunden im System dieser Supermächtigen.

Zürich

Bleibt einzig mein geringes Privileg, ich die ganz unten stehende, der Blick von ganz oben herunter auf die Stadt, nicht meine Stadt. Eine Stadt die im heutigen Zeitgeist die vermögend managende Klassen anzieht und mich als störende Bewohnerin verdammt.

So spricht diese Bautafel Bände einer längst zerfallenen Stadt. Der urbane Traum gut betuchter, Radfahrender Homeofficeler ist längst nimmer der Traum Untenstehender. Ausgeschlossen sind wir, letzte verbleibende Bewohner und Bewohnerinnen damaliger Altbauwohnungen. Die Stadt im Wandel widerspiegelt in aller Deutlichkeit das, als Tabu erachtete, „K-Wort“.

Was meine Situation anbetrifft, das Haus welches ich bewohne, ist verkauft. Wir, die Bewohnerschaft, versuchten mitzubieten. Bei 4.5 Millionen, 6 Parteinen, war für uns Schluss, wir sind aus dem rotierenden Preiskarussell herausgefallen. Es ist somit eine Frage der Zeit und der Prozesslust bis auch wir, aus dieser Stadt heraus spekuliert werden.

Bis dahin bleiben die kleinen Spaziergänge auf dem Üetliberg, meine entstehenden geistigen Utopien und die zunehmende Lust reichlich Stress zu machen.   

Als letztes, wünsch ich nen schöne Sunntig in einer voll verkackten Welt

Meyerische Stollen

Ein oft gehegtes Mysterium regte an zu zahlreicher Legendenbildung. Viel ist geschrieben, viel ist gezeichnet und einiges erforscht, nun schreib auch ich darüber.

Berichten will ich, nach kurzem Ausflug neulich, von den  Meyerischen Stollen benannt nach der Seidenbanddynastie Meyer. Die Meyerischen Stollen befinden sich neben der Aarauer Altstadt im Laurenzenvorstadt-Quartier und dienten einst zur Wassergewinnung mittels Entwässerung des Moorgebietes Bleiche. Dies Wasser wurde einerseits zur Seidenfärberei genutzt anderseits als Treibkraft eines Wasserrads unterirdisch kanalisiert. Die Meyers, als vermögende Grundbesitzer in Aarau bekannt, betrieben erfolgreich Seidenbandproduktion und Seidenfärberei was grosse Mengen an Wasser benötigte.

Fabrikantenvilla Meyer

Villa Meyer, später Villa Feer und aktuell Römisch Katholische Pfarrei Peter und Paul

Die Familie Meyer ist mir auf manchen Streifzügen, respektive bei anschliessender Recherche, in so manch Bergbaurelikt begegnet. Während Vater Meyer an den Bergwerken in Trachsellauenen beteiligt war, Betrieb Johann Samuel von Gruner, Freund und Mitbewohner des Sohnes Johann Rudolf Meyer, die Bergwerke am benachbarten Hungerberg.

Die Meyers waren folglich durchaus Bergbauerprobt und verfügbare Bergleute lebten quasi in näherer Nachbarschaft. So entstand ab 1797 ein umfangreiches, fast 2 Km langes Stollennetz welches auf fast 15 m tiefe, Feuchtgebiete unterfuhr.  

Aarau 1809

Die erste Fabrik lang am Westrand der Altstadt während das Wohn und Geschäftshaus, im Laurenzenvorstadt-Quartier östlich von Aarau, im klassizistischen Stil  1797 fertiggestellt wurde. Zeitgleich trieben die Bergmänner vom Hungerberg ein verzweigtes Stollennetz zwischen Stadtbach und nahegelegenes Sumpfgebiet Bleiche.

Fabrikantenvilla Meyer

Plan von Rainer Meng mit unterem Kellergeschoss Villa Meyer (rot) und Stollensystem (gelb), Quelle https://meyerschestollen.ch/stollen/

Unter der Villa platzierte Sohn Meyer auf zwei Kellergeschosse die Seidenfärberei mit Schachtanschluss an die Wasserstollen.

Quelle Villa Meyer

Einzige Wasserquellfassung direkt unter der Villa Meyer.

Meyerische Stollen

Wassersammelstollen unter Bleiche. Die schwarze Färbung der Stollendecke gründet aufs Moorwasser. Der Stollen war, nach Bau des Wasserrads, im Stauvorgang, bis Dach befühlt was die schwarze Ablagerung erklärt.

Meyerische Stollen

Zweite Parallelstrecke des Wassersammelstollens unter Bleiche. Auch wieder die schwarze auffällige Verfärbung auf dem grauen Sandstein. An abgesplitterten Deckenpartien wird die ursprüngliche Sandsteinfärbung sichtbar. Dieser Stollenabschnitt ist mit Holzzwischenboden ausgestattet wahrscheinlich die Befahrung zu Revisionszwecken zu vereinfachen.

Meyerische Stollen

Musealer kurzer Stollenabschnitt mit Unterbodenbeleuchtung unter dem heutigen Bahnhofsgebäude.

Villa Meyer und Abfluss-Anlage

Meyerische Stollen

Gewölbekeller Villa Meyer 2.UG Verwendung unbekannt.

Meyerische Stollen

Ausgemauerte Abflussstrecke Teilstück Villa zu Stadtbach. Der Stollen in an zahlreichen Stellen mit Backstein ausgebaut.

Meyerische Stollen

 Grosse Zwischenhalle des Teilstücks Villa zu Stadtbach.

Aarau 1840

In den 1810ern baute Johann Rudolf Meyer eine neue Fabrik nahe der Familienvilla. Die alte Fabrikanlage diente fortan an Mietshaus. Unter die neue Fabrik wurde ein mächtiges Wasserrad eingebaut welches die gestaute Kraft des gesammelten Wassers nutzte. Die maximal 3.5 PS des Wasserrands lieferte die mechanische Kraft für die Seidenbandfabrikation.

Im Zuge dieser Wasserkrafterweiterung entstanden weitere Abfluss und Sammelstollen.

Meyerische Stollen

Mittleres Abflusssystem unter der heutigen Kirche.

Meyerische Stollen

Zisternenstollen unter der heutigen Kirche, mittlere Ebene.

1826 fusionierten die Unternehmungen Gottlieb Meyer und Heinrich Feer zur Gesellschaft Meyer & Feer. Kurz darauf 1829 verstarb Gottlieb Meyer und Heinrich Feer übernahm alleinig die Seidenbandfabrik und die dazugehörige Villa.

Weitere Modernisierungsmassnahmen und Ausbauten wurden realisiert. Die Bahn nutze die inzwischen entwässerten Flächen zum Bau des ersten Bahnhofs.

Aarau 1870

Heinrich Feer ersetzte 1860 das Wasserrad durch eine leitungsfähigere 6 PS Wasserturbine doch der Betrieb war von kurzer Dauer. Die grosse Wirtschaftsdepression setzte der Seidenbanddynastie 1881 ein Ende. Die Unternehmungen Feer zerfielen im Konkurs und die Stollen rutschten ab ins Vergessen.

Meyerische Stollen

Luftbildansicht aus den Jahren 1930 mit ungefährem Stollenverlauf. Die Fabrik ist inzwischen Polizeiposten und die Villa Feer, vormals Villa Meyer, sollte im 1937 an die Römisch Katholische Kirche verkauft werden.

Erst in Neuzeit, als diverse Stollen bedingt durch grössere Bauprojekte offen standen, regte sich ein Interesse für dies Industriedenkmal.

Meyerische Stollen

Aktuelle Ansicht des Areals mit Stollensystem.

Seit 1999 wird die Stollenanlage von der Interessengemeinschaft Meyersche Stollen gepflegt.

Urban-Exerische-Streifzüge

Ich war neulich bilateral beruflich unterwegs,

und wo Neugierde dominiert gibt’s hin und wieder was zu kucken.

Leider nur mit Handy ausgestattet, was die fotografischen Möglichkeiten drastisch einschränkte.

Aber, wie so oft, die Türe stand offen.

Demnächst auf meinem Blog die Meyerischen Stollen, was für en Knochen.

Gottschalkenberger Flachland-WE

Über die Stollen am Gottschalkenberg schrieb ich etliche Geschichten, darum, an dieser Stelle vorwiegend Bildlis.

Jene die mal gerne selbst da rauf wollen, die Karte der aktuellen Zugänge, Wurf und Greit.

Bergwerke Gottschalkenberg

Vier Kohlebergwerke sind heute noch Zugänglich das oberste passte indes nid auf meine Karte darum verweisend auf Kohlebergwerk Sparrenweid http://blog.ateliereisen.ch/?p=2913

Von unten nach oben en paar Einblicke durch die drei Stollenwerke,

Hauptgesenk im Wurf

Im Wurf sind, mittels Gesenk, alle 4 Sohlen zugänglich. Im Bild Gesenk zwischen oberster und zweitoberster Grundsohle, Baujahr 1942. Die tieferliegenden Sohlen sind im Ursprung ca. 1840.

Bergwerk im Wurf

Zweite Rollstrecke aus 2. WK, das Mundloch zu dieser Sohle wie auch die nachfolgend tiefer gelegenen Stollenmünder sind verfallen.

Bergwerk im Wurf Gottschalkenberg

Aktueller Grubenplan zu dieser Haue.

Im Wurf II Gottschalkenberg

Nächst oberes Stollenwerk noch mit einem offenen Mundloch unter einer mächtigen Wurzel. Auch dies Bergwerk lässt sich so in etwa aufs 1840 datieren.

Im Wurf II Gottschalkenberg

Innendrinn, wie zu damaliger Zeit noch gang und gäbe, heimelig niedrige Stollendecke.

Über den nächsten Eingang werweissten wir ob dieser einem merklichen Versturz, im letzten Jahrzehnt, erlebte. Mein letzter Besuch im Bergwerk Griet (Baujahr 1839) war im Mai 2011.

Bergwerk Greit Gottschalkenberg

Ein kleiner Bildvergleich, 23. Februar 2024 vs Oktober 2010 zeigt, der Eingang war immer schon kuschelig eng. Der, im 2010 anwesende kleine Jagdhund visualisiert die damaligen Grössenverhältnisse.

Bergwerk Greit Gottschalkenberg

Innendrin, bescheidene Platzverhältnisse, wenig Kohle und mega viel Dreck.

Bergwerk Greit Gottschalkenberg

Und teils von der Decke gepurzelte Felsblöcke.

Wers Gwundert, Suchbegriff „Gottschalkenberg“ im Blogsuchfeld spuckt richtig viel Resultate.

Alte Bekannte und sonstig Bilaterales

Neulich war ich wieder im Bergwerklein Cava sul Rhein auch mal zum Gedenken an den jung verstorbenen Bergbaupionier Gustav Weinmann und aller Vorgänger.

Etwas Bilder an dieser Stelle kommt immer gut.

Cava sul Rhein

Einziges Bergwerk mit herrlichem Flusspanorama, Der Name ist definitiv Programm.

Cava sul Rhein

Innendrin viel Geologische Dramatik in mitten des leergeräumten Bleiglanzwerkes.

Cava sul Rhein

Der kleine Freund war auch so zum verlieben süss.

Cava sul Rhein

Und viel Versatz.

Cava sul Rhein

Gesenk am Eingang zu, Foto blick aufwärts.

Cava sul Rhein

Zur Verdeutlichung nochmals en Plan, in gross gibt’s den auf https://www.luisa.net/wp-content/uploads/2021/10/plan2016_V16.pdf

Und Abteilung Bilaterales, was so alles keucht und fleucht in Begleitung eines erfahrenen Urbanexers.

Tiba

Der Ur-Tiba

Wendelgetreppe

Ein sich umher windendes Wendelgetreppe.

Kesselanlage

Tief im Dunkeln, Kesselanlage, diesmal erhalten, Dampfmaschine Tandemverbund.

Generator

Wasserkraftanlage mit Generatorauskopplung.

Als Wirkungsgrad keine Rolex spielte

Ein vorzüglicher Ausflug schaffte überaus interessante Einblicke. Mir gänzlich unbekannt war die Armeeinterne Sauerstoffproduktion im beschaulichen Ilanz.  2007 aufgegeben, steht diese schmucke Lufttrennanlage noch heute.

Lufttrennanlage

Am Rande des Ortes, auf Gemeindefläche, liegt die Lufttrennanlage die Sauerstoff und Stickstoff aus der Umgebungsluft extrahiert.

Lufttrennanlage

In guter, damaliger Militärdoktrin galt Unabhängigkeit als absolutes Muss. Zuverlässigkeit und Robustheit sind, nach früherer Militärstandards, erstrebenswerte Maschinentugenden. Wirkungsgrad und Wirtschaftlichkeit indes damals kaum von Bedeutung.

So wird diese Lufttrennanlage unabhängig per Dieselgenerator mit bescheidenen 340 KVA getrieben und es funktioniert, dies noch immer, seit 1963.

Lufttrennanlage

Im ersten Schritt wird Aussenluft komprimiert. Die V4 Maschine verdichtet die angesaugte Luft auf stimmige 35 bar.

Lufttrennanlage

Folgen strömt das verdichtete Gas in den Trennturm, recht im Bild. In dieser Anlage wird mittels Kühlung die Luft in deren Bestandteile getrennt, Sauerstoff bei −183 °C / Stickstoff −196 °C. Mittig im Bild das Schaltpult für den Trennturm, links der Sauerstoff-Füllkompressor.

Lufttrennanlage

Nach einigen Zwischenschritten werden die zwei getrennten Gase, Sauerstoff und Stickstoff, nochmals kräftig komprimiert, maximal 220 Bar, um sie in die Stahlflaschen abzupacken.

Die Anlage kann besichtigt werden, Näheres auf https://www.sauerstoff-fabrik.ch

Und über Wirkungsgräder in Finanzen,

das hiesige Stück Erde mit dessen Bewohner und Bewohnerinnen ist definitiv am verarmen.  Während sind der materielle Wohlstand einer Gemeinschaft an den jeweiligen Militärausgaben widerspiegelt, liegt der kulturelle Zerfall in der aktuellen Unfähigkeit Sauerstoff und Stickstoff zu extrahieren.

Naja ich wüsste nicht wies gemacht wird.

Und noch mehr besinnliche Nachmittage

Wieder war eine kleine Forschungsexkursion angesagt und wieder war Schwerpunkt  die Befahrbarkeit alter Stollen des Bergwerk Horgen. Diesmal die geheimnisvollen Zementi-Stollen im Nordwestbereich des Rotwegstollens. Wichtiges Kriterium wieder, die CO2 Konzentrationen in den unteren unbekannten Abbauten sofern zugänglich.

Und wie so oft bei mir en paar als schön befundene Bilder.

Rotwegstollen

Blick zurück Richtung Tag, Besucherstollen Rotweg.

Rotwegstollen

Die geheimnisumwitterten Strecken rechts abzweigend. Im Bild Strecke D14, 810 m ab Mundloch Rotweg.

Zementistollen

Tendenz wie üblich sehr Breit aber selten angenehme Stehhöhe.

Zementistollen

Die noch verblebenden 3 Zementi-Stollen, benannt nach den Mergel-Abnehmer Zementi in Horgen, enden leider 2 nach etlichen Laufmetern in bis Decke verfüllt. Der 3. Kandidat sammelt rege CO2 bis Werte um die 4 Volumenprozent eine Weiterbefahrung gänzlich verunmöglicht.

Zementistollen

Noch steht ein mutiger Stempel 1 Km am Mundloch in einer halb aufgeschütteten Strecke.

Rotwegstollen

Wieder auf der Grundstrecke ein schönes Lichtbildchen des Versatzbaus.

Bergwerk Horgen

In der Übersicht liegen die Zementistollen im Nordwestbereich des Bergwerks. Die Stollen fallen, gemäss alten Plänen, bis 4 Meter unter die Hauptsohle Rotweg infolge sammelt sich toxisches CO2 in den Tiefstellen.

Bergwerk Horgen

Im Detail die heute bekannten Zementistollen, D12 mit CO2 4% tödlich ansteigend, D14, sehr lange Strecke und D18 mit einigen Abzweigern. D12 führt eindeutig ins Hauptabbaugebiet Zementi doch eine Befahrung ist unmöglich. Allerhöchst mit Atemschutzausrüstung noch erkundbar doch da einige Kriechstellen im Wege stehen wird die Befahrung mit umgeschnallter Atemschutztechnik zum reinen Martyrium. Manchmal da muss, trotz Neugierde, der schnelle Rückweg  obsiegen.

Die Fundis blasen wieder mal aus allen Schläuchen

Das Trans schon lange im Fadenkreuz christlich religiöser Fundamentalisten steht ist nichts Neues. Wie oft beschrieben erhob sich diese Evangelikale Bewegung, Morgenluftwitternd, im Schatten jener Abgekoppelter unter anderem während den Corona-Massnahmenexzessen.

Eine allgemeine Unzufriedenheit der, Gesundheitsthemen-besetzenden  Mainstreamlinken gegenüber öffnete Tür und Tor, leider, schwerst rückgewandten Strömungen.

Das riesige Potential an Verstossener, mit allen militärischen Instrumenten, vom Davoser WEF Ferngehaltener, galt mit grosser Kelle abzuschöpfen.  Die Schöpf-Kelle fest im Griff von zweifelhaft Rechtsaussen SVPler bis hin zu fundamentalistisch religiöse Strömungen mit Gottesstaat-Beharrlichkeiten. Alle habens erkannt und alle habens gemeinsam, es gilt das Interesse Ausgestossener auf sich zu lenken.

In dieser Szenerie einer aktuellen Sündenbock-Zuteilung sind Trans, als fälschlich geglaubte Lieblingskinder einer Mainstreamlinken, akuter den je voll im Fadenkreuz.

Gelegenheit um Trans in den Mainstreammedien nochmals zünftig durch den Dreck zu ziehen beziehungsweise jene Stellen die Transmenschen unterstützen.  Kern all jener fundamental Religiöser Kreise, der Zugang zu wohlwollenden Trans-Informationen muss unterbunden werden.

Und ewig grukt das Murmeltier

Auf Grundlage dieser Tatsache startete ein Rundschau-Beitrag mit Namen „Trans Jugendliche: Zu rasche Geschlechtsangleichung?

Eine durchaus berechtigte Frage die das Rundschauteam stellt wenn doch dem gewieften Betrachter, der gewieften Betrachterin, schnell einige Journalistische Fehlgriffe entgegen schwappen.

Besorgte Eltern üben per, nicht einsehbaren, Brief massive Kritik an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Zu voreilige Transdiagnosen sollen gestellt worden sein ist die Hauptbehauptung der Texte.

Zwei anonym auftretende Direktbetroffene wussten diese Kritik, mittels gemachten Eigenerfahrungen, in einem Interview zu untermauern. Wenig bis gar nichts Konkretes ist aus den Gesprächen zu erfahren trotzdem entsteht der punktuelle Eindruck dass die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie eine regelrechte Transfabrik sei die Menschen zu nicht gewollten Operationen drängt.

Re-Trans Meli, inzwischen 35 Lebens-Jährchen erfahren, beklagt sich, als stetiger roter Faden des Beitrags, über ihre zu voreilig vorgenommenen chirurgischen Eingriffe.

Wenig später findet genau diese Hauptprotagonistin, über den Off-Kommentar, glücklich zu Gott.

Wenn spätestens nach dieser Aussage nicht alle Verdachtsmomente nochmals kräftig zementiert erscheinen, ist das Gras von bester Qualität und die Aufmerksamkeit des Zuschauers auf Unternull gesunken.

Für mich resultiert die klare Erkenntnis,

Ein Geniestreich heckte die Bibelgruppe aus.

Man kennt sich im Zirkel „zu Gott Gefundener“. So schnell wie das gemeinsame Gebet gesprochen ist, so schnell sind passende Akteure für den SRF-Investigativ-Briefkasten zur Stelle. Die missionarische Verbreitung des Narrativs einer „pervertierten Transfabrik im Sündenpool Zürich“ eine über jede moralische Wertschöpfung erhobene himmlische Tätigkeit.  Ein höheres Ziel einer jeden evangelikalen Gruppe.

Bedenklich nur dass in die Seife raffinierter Evangelikale ausgerechnet  die  SRF-Investigativ-Abteilung hinein trampte.

Und für all jene die gerne auf den Rundschaubeitrag reagieren möchten, das Kontaktformular Rundschauredaktion https://www.srf.ch/sendungen/rundschau/ueber-uns-kontakt-rundschau

Besinnliche Nachmittage uterm Städtchen Horgen

Nach wie vor gibt’s viele Mysterien im Kohlebergwerk untern Städtchen am Zürichsee. Hin und wieder ergibt sich ein Blick ins Untergründige. Diesmal, immer noch der Frage nachjagend, ob eine Verbindung zwischen dem Bergwerk Käpfnach und dem Bergwerk Gwandlen fahrbar wäre.

Diesmal wollten wir die Querschläge Gwandlen zwischen Stollen 2 und Stollen 1 näher erkunden.

Gwandlen Stollen 2

Stollen 2 ist heute Fahrbar, wobei Fahrbar einer näheren Definition bedürfte.

Alleweil mehr oder minder aufrechten Ganges geht’s bis 490 m ab Mundloch. Die Diagonalverbindung zu Käpfnach, ab Mundloch 606 m, ist beidseitig bis Dach zugestopft. Die Geradeausverbindung ist, soweit bekannt, nur noch kriechend machbar doch 180 m kriechen ist sportlich nichts für normale Menschen.

Die Hoffnung das Stollen 1 sich als schöne Hauptstrecke zeigen würde, inspirierte Freunde und mich zu weiteren Abenteuern.

Gwandlen Querschlag A

Mittig Querschlag A (120 m) zweig sich die 3. Tagesstrecke, diese jedoch bald bis Dach verfüllt.

Die Geradeausstrecke Querschlag A noch einigermassen auf allen vieren befahrbar.

Was am Querschlag A hoffnungsvoll begann wurde immer Enger.

Gwandlen Querschlag A

Und eine Besserung der Verhältnisse war nicht in Sicht.

Gwandlen Querschlag A

Ich beschloss meinem Begleiter den Vortritt zu gewähren

Gwandlen Luisa im Querschlag A

während  ich mich geistig mental auf akrobatische Wasserlassen vorbereitete und nebenbei paar doofe Selfis knipste.

Gwandlen Querschlag B

Leider war auch der B-Querschlag anfänglich vielversprechend mit Tendenz zur stetigen Verschlechterung.

Bergwerke Horgen Grubenplan

Stand heute seht fest, bei der letzten Betriebszeit 1945 bis 1947 im Feld Querschlag J, durften die Bergleute keinen Schutt auf Tag ablagern. Infolge verfüllten die Bergmänner, ab Stollen 1, Querschlag für Querschlag und zum Schluss noch die Hauptstrecke (Stollen 1).

Bergwerke Horgen Grubenplan

Stollen 1 wie auch die anschliessenden Querschläge sind verfüllt und nur sehr mühsam, wenn überhaupt, zu bekriechen. Die blauen Linien visualisieren die heute bekannten Stollen.

Es Weihnachtelt

Wieder mal Zeit zu kleiner Bloggeschichte an dieser besinnlicher Stelle. Diesmal, da ich von genannten Untergründen bereits in Vorbeiträgen ausführlich berichtete, nur etwas Bildzeugs.

25. Dezember, das traditionelle Stollensuchen.

Kalkbergwerk

Dies Jahr, respektive das Jahr 2023, wieder mal richtig Eng und minder erfolgreich.

Kalkbergwerk

Mit ALTI3D Modell zwar vielversprechend voller Löcher doch bei näherer Betrachtung bösartige Dolinen eine an der anderen. Nun denn, die Unterwelt auf https://s.geo.admin.ch/9y09h7cuwmxo war mal einst von beeindruckender Zementstein-Bergbaudimension mit Betonung auf war mal.  

Kalkbergwerk

Bis auf wenige Übertagebauten wie diese feine Loren-Bremsrampe gabs wenig zu sehen im ehemaligen Minenareal unterhalb des „Col de la Vue des Alpes“.

Also ab zu bekannten Unterwelten in St Sulpice.

Bergwerk St Sulpice

Nach goldiger Nachmittagssonne etwas innehalten an der Erinnerungsstätte am Mundloch zu. An wenn diese Gedenkstätte erinnern soll und was genau vorgefallen ist, weiss ich bis heute nicht. Es ist, denk ich mir, ein lange zurückliegender Vorfall welcher leider zu tragischem Ende führte. Tatsache 1, an Weihnachten 2018 stand bereits diese Erinnerungsstätte, Tatsache 2. das Bergwerk ist riesig, Orientierungsverlust fast schon Vorprogrammiert.

Bergwerk St Sulpice

Der Ventilator, übertritt in die Pilzchenzucht, fast ein Muss aller Urban-Exer. Klar dies Teil muss wieder aufs Bild.

Bergwerk St Sulpice

Klar war unser Ziel die zuhinterst liegende Bergbauzone die immerhin 1.1 Kilometer hinter verstürztem Mundloch liegt.

Bergwerk St Sulpice

Der Vollständigkeitshalber die Planübersicht des Zementstein-Bergwerks St. Sulpice.

Wer mehr erfahren will, die Vorbeiträge

Saint-Sulpice

Saint-Sulpices Zementer und weitere Pilze

Barbaratag

Heilige Barbara, Schutzpatronin der Bergleute

Zweifelsohne, ich beschäftige mich einige Jährchen mit Bergbau. Dies hat, vielleicht im entferntesten Sinne, Familientradition. Die Tradition liegt indes einige Jahre zurück und betrifft eher entfernte Familienangehörige. Trotzdem wars mein Grossvater Eduardo, auch eher sporadisch im Bergbau unterwegs, welcher mich, in dessen Heimatort Gador, zum Thema Bergbau anfixte.

Nun heut ist der Tag, 4. Dezember, der Tag der Heiligen Barbara.

Heilige Barbara

In diesem Sinne, allen Folgern meiner Seiten, en Happy-Barbara-Tag und en ganz grosses Glückauf.

Luisa

Und für alle die, die nicht wissen wie ich aussehe en Bildli aus bester, vitalster Zeit. Wir nennens die unbeschwerten Folge-Jahre des 2003.

S-charl und noch mehr Sehenswürdigkeiten

Nun wieder mal ists Zeit für nen kleinen Beitrag hier. Das Innere des Mot Madlains, war en paar genüssliche Tage, Thema. Tage an denen viele Bilder entstanden und etwas Handfeste Erkundungsarbeiten ihren Anfang nahmen.

Das Bergwerk Mot Madlain zählt zu den grösseren Bleigruben auf Schweizer Boden. Die Betriebszeit bewegte sich, mit Unterbrüchen, zwischen 1100 und 1838 wobei anmerkend nach Betriebsschluss  immer wieder neue scheue Versuche der Reaktivierung unternommen wurden.

Aber erstmals, weil’s so schön war , en paar Fotos und wenig Blabla.

Grube Mot Madlain

Die oft abgelichtete Dreierweiche mit Speerkeil in der Zone Johanneszech

Grube Mot Madlain

Tagesstrecke Johanneszech

Grube Mot Madlain

Seitenstrecken alte Abbauten

Grube Mot Madlain

Höhenüberwindung mit Steigbaum neben den Laufbrettern

Grube Mot Madlain

Fahrstrecke in Abbauten

Grube Mot Madlain

Absoluter Höhepunkt, der Dom in der Johanneszech

Grube Mot Madlain

Der Dom aus der Umkehrperspektive

Grube Mot Madlain

Zwischenabbau im Mittelfeld

Val da Poch

Wie üblich eine Hammerhafte Landschaft im Bachbett des Val da Poch

Val da Poch

Und ja, Arbeit war auch so angesagt. Noch sind wir am Aufwältigen des Erbstollenausgangs im Val da Poch. Der Erbstollenausgang ist bis dato nie gefunden worden. Umfangreiche Geländeerkundungen führten uns letztlich zu einer offenen Spalte die in etwa die vermute Wassermenge herausdrückte.

Leider liegt der eigentliche Stollen noch tief in der Schuttmasse im Felsspalt begraben.

Val da Poch

Nichts desto trotz, der abgeführte Schutt und Steinehaufen wuchs nach 2 Tagen beträchtlich an.

Val da Poch

Ein Rätsel indes bleiben die Felsarbeiten am gegenüberliegendem Fels-Spickel.

Val da Poch Erbstollenspalte

Innenansicht des Spaltes  Blick nach oben gerichtet.  

Und wie üblich, darf nicht fehlen in nem Luisa-Beitrag der obligate Grubenplan

Plan Gruben Mot Madlain

Plan in PDF und grösser, Plan anklicken.

Und mein Bericht vom 2022 zum Thema Erbstollen als PDF auf:

erbstollen_V1.pdf

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