WWW-Links

Das breite Spektrum meiner Interessen als stetig wachsende Linkliste.

Erfolgreiches Kartengeschraube Part II

am 05. Januar 2017 unter Kartografie, Steinerne Unterwelten abgelegt

Nachdem die Schweizer sich versuchen ein GIS Denkmal zu bauen will ich hier mithelfen mit einer ebenwürdigen KML-Datei der verlassenen Schweizer und Süddeutschen Bergwerksrelikten. Ich habe lange gebastelt zumal hier, in solch bergig, schneereicher Gegend, Tags wie Bold oder BR noch nicht angekommen sind, trotzdem, die Karte mit KML-Datei ist ne feine Sache.

Die Karte steht neu auf meiner Bergbauübersicht

Auf der Luisa.net-Startseite gibt’s weitere Infos zur KML-Datei

OSM bleibt nach wie vor die Wave-Gothic-Treffen-Karte und die Katakomben-Geheimnisse der Via Casilina in Rom, Zweitere müssen indes etwas vertiefter gesucht werden.

Foodporno Part II und sonstige Weihnachten

am 02. Januar 2017 unter Kulinarik, Vergangenes abgelegt

Weihnachten 2016 ist Geschichte und doch dürften hier die Weihnachtbildchen nid fehlen.

Weihnachten 2016

Diese vergangenen Weihnachten 2016 zeichneten sich aus durch ein beständiges „ich mach ganz wenig“ respektive „ich mach gar nix“aus.

Foodporno Part II

Und trotzdem, fürs Kochen reichte es allemal. Im Bild das Silvesteressen, Hirschschnitzel an Rotweinsauce was den sonst.

Foodporno Part II

Und fürs in die Töpfe gucken wenn die ganz Grossen kochen, reichte es auch. Danke Claudia, hat echt Spass gemacht.

Luisa und Christina

Und, verliebt sind wir immer noch. Seit Oktober 2003 leben wir, Christina und ich, zusammen. Kennen indes tun wir uns seit Februar 2002.

Und was ich andere Weihnachten braute auf:
Foodporno an Weihnachten

Und das Rezept zu der Wilden Rotweinsauce gibts auf:
Genüssliche Momente

Noch mehr Segalerbacher Fluoriter

am 02. Januar 2017 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Damals im August 2016 bei unserem letzten Segalerbach-Trip war längst nicht jedes Geheimnis entschlüsselt. Ein scheuer Blick kurz über den Strassenrand hinweg liess noch Einiges erahnen trotzdem reichte an jenem August die Zeit nimmer um den Berg, in unwegsamstem Gelände, zu durchkämmen.  Im Dezember indes war die Vegetation prädestiniert  zum Aufspüren den noch verborgenen Bergbaurelikten aus den Kloster St Blasien Grubenbetrieben.

Ansicht des Klosters um 1562 Sankt Blasien

Quelle:  Commons.wikimedia.org  von L. Schmieder Das Benediktinerkloster St. Blasien / Augsburg 1929

Das Bild zeigt die Klosteranlage um 1562, zu jener Zeit etablierten sich allmählich moderne Techniken der Eisenverhütung.  Die St Blasier Mönche waren nicht unbedeutend in der Gewinnung und Verarbeitung verschiedenster Erze. Das anfänglich fürs Trüben von Glas gerne verwendete Fluorit, auch bekannt als Flussspat, gewann zunehmend an Bedeutung als Flussmittelzusatz in der Eisenverhütung. Die Bergbaureviere um das Kloster schossen förmlich aus dem Boden und die Mönche schienen sich auch im Fluoritbergbau als äusserst Geschickt zu erweisen.

Aber nun mal wieder zurück zu unserer Erkundungstour, diese Eindeutig noch im Jahr 2016 bei kaltem Dezembernachmittag.

Fluoritgrube Segalerbach

Knapp am Strassenrand findet sich der erste Teilweise verstürzte Bergeinschnitt. Wie üblich, steht auch an dieser Zone ein schier aufrechter Erzgang welcher an verschiedenster Stelle abgetragen wurde. Die Grube nahe dem Strassenrand könnte durchaus auch neueren Datums sein.  Die “ Fluß- und Schwerspatwerke Pforzheim GmbH“ interessierten sich um die Jahre 1960 an der Ausbeutung des  Fluorits. An verschiedenen Standorten sind mehr oder weniger grosse Sondierungen imitiert worden. Indes nicht weit dieser, kaum datierbaren, Grubenhaue liegen weitere Aufschlüsse offen die aus 16tem Jahrhundert  stammen könnten.

Fluoritgrube Segalerbach

Wuchtige feuergesetzte Schlitze durchqueren den Berg mit teils Tiefen bis zu 40 Meter. Selten sind diese Schlitze über 50cm breit. Die Halden vor den ehemaligen Zugangsstollen zeugen von reger zeitgenössischer Bergbautätigkeit. Unübersehbar die improvisierten Pochplätze  an denen Mineraliensammler grosse Stücke aufwuchteten.

Fluoritgrube Segalerbach

Zahlreiche Mundlöcher nördlich und südlich des Bergs führen in den ausgeräumten Erzgang.

Fluoritgrube Segalerbach

Im oberen Bild diesmal die Sicht aus der Grube auf der Südseite des Bergrückens.

Fluoritgrube Segalerbach

Und wieder warten am Südhang etliche Einstiege auf unsere Erforschung.

Fluoritgrube Segalerbach

Im Innern wieder der mächtige Schlitz welcher, dank einer improvisierten Eisenleiter, diese eindeutig aus neuerer Zeit, bis zuunterst fahrbar ist.  Aus dieser Perspektive wird klar, der Abbauschlitz durchschlägt den ganzen Berg vom Nordhang bis zum Südhang.

Fluoritgrube Segalerbach

Immer wieder liegen Schächte offen die eine prächtige Aussicht in die Waldlandschaft gewähren.

Fluoritgrube Segalerbach

Der Südhang ist deutlich überwucherter und offensichtlich weniger Ziel eifriger Mineraliensammler.

Fluoritgrube Segalerbach

Karte gross machen, Karte anklicken (Kartenbasis, Quelle Daten- und Kartendienst der LUBW)

Die Nöggenschwieler Fluoritgruben sind am Segalerbach und an der Schwarza angesiedelt. Beide Erzgänge dürften ums 16 Jahrhundert oder früher abgebaut worden sein. An beiden Standorten sind klassische Feuersetzprofile erkennbar.  Südwestlich des Schwarza-Ufers wurde, von der “ Fluß- und Schwerspatwerke Pforzheim GmbH“, um die 1960er ein moderner Stollen, dem Erzgang folgend, angefahren.  Der industrielle Abbau schien indes weder an der Schwarza noch am Segalerbach zu rentieren. Die noch als den Spätmittelalter erhaltenen Gruben jedoch sind etwas fern der Verkehrswege an den Berghängen verstreut.

Vorbeiträge:
Segalenbacher Flourite
Sankt Basiens Bleiglänzer und sonstige Fluoriter

Heimische Erdöle

am 27. Dezember 2016 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

oder, wo definitiv der Absinth besser als, auch so ortsansässiges, Bitumen auflodert.

Es ist der heiligste aller Heiligtage also der 25.12 somit traditionsgemäss ein idealer Tag zur befahrung suboptimal gelegener Bergwerke. Im Val de Travers liegen etliche solcher Sehenswürdigkeiten, meinst in Privatarealen verborgen. Unser Ziel waren die Bergwerke von Noiraigue die, so dem Geologischen Atlas glaubend, zahlreich sein sollen.

Leider konnte ich, entgegen anderer Berichte hier, sehr wenig in Erfahrung bringen über die zwei letztlich befahrenen Bergwerke darum werden in diesem Beitrag hauptsächlich die Bilder sprechen.

Grubenplan Mines le Furcil

Karte gross machen, Karte anklicken (Quelle Kartenbasis map.geo.admin.ch)

Ein kleiner Grubenplan, so rein aus dem Gedächtnis heraus, vermochte ich indes doch noch zu zeichnen wenn doch Vorbehalte bezüglich Genauigkeit durchaus angebracht sind. Mir schien das erstbefahrene Bitumenbergwerk gefühlte 20 Stollenkilometer obschon wir uns praktisch nur auf Hauptstrecken bewegten.  Der Plan könnte folglich doch einige Unstimmigkeiten aufweisen.

Mines le Furcil

Das Eingangsportal des Bitumenbergwerks, auch wieder dem Geologischen Atlas glaubend, war schnell gefunden. Obschon das Mundloch in privater Area weilt, war keinerlei Hindernis welches unser Besuch zu unterbrechen wusste. Sowohl das Tor am Zaun wie auch das Gitter am Portals standen einladend offen. Naja ein passend weihnachtliches Geschenk dürften wir empfangen. Die Jahreszahl am Torbogen weiss, die Bergwerk ist neueren Datums wennn doch mit längerer Vorgeschichte.

Mines le Furcil

Im Innern auf der Hauptstrecke, auch so 1980er-Jahre-mässig, Wettertüren, Wetterklappen und richtig moderne Ventilationsanlagen.

Mines le Furcil

Spritzbeton dominiert auf den Fahrstrecken. Im Bild zwei über einen Schacht verbundene Sohlen.

Mines le Furcil

Die Fahrstecken sind restlos für Pneufahrzeuge  ausgelegt, was ab den Jahren 1970 in Schweizer Gegenden weit verbreitet war.

Mines le Furcil

Das Bitumen, welches sich zwischen den Gesteinsschichten einnistet, wurde im Kammerbau abgetragen. Die einzelnen Abbaukammern sind zumeist an den Fahrstrecken Zugemauert und nur mittels kleiner Öffnung zu erreichen.

Mines le Furcil

An einer, ausnahmsweise nicht mit Spitzbeton, traktierten Strecke, steht, oh Wunde,r noch ein einsamer Stempel aus vergangenen Grubenhunttagen. Diese Zone dürfte folglich das Prädikat Altbergbau durchaus verdienen. In den Spitzbetonierten Fahrstrecken gibt’s des weiteren, luxuriös fliessend Wasser und WC-Häuschen.   Es sind  etliche Spuren einer damals vorbereiteten Champignonfarm in den Stollen auffindbar. So sind an den Wänden Löcher für die Tische gebohrt auch ist im Wetterstollen ein provisorisches Ventilationsrohr verlegt und des weiteren wird fliessend Wasser fast zwingend für die Pilze vorausgesetzt. Indes, auffällig, Pilze wuchsen nie in den Stollen, keine Spur von Erde oder sonstwie Landwirtsschaftszeugs.

Die zweite Sehenswürdigkeit, auch dem Geologischen Atlas abgekupfert, liegt unscheinbar im Waldboden ohne Anschein eines Hausfriedensbruchs.

Mines le Furcil

Das Loch im Waldboden reicht 7 bis 8 Meter steil in die Tiefe.

Mines le Furcil

Unten angekommen indes öffnet sich eine längst vergessene Industriewelt früherer Kalk und Zementgewinnung. Die Mauern im Hintergrund stützen die Decke. Mittig der Mauern führt der Bremsberg in tiefere Sohlen.

Mines le Furcil

Oben am Bremsberg wo einst Drahtseile herum schlurften scheint die Zeit definitiv still zu stehen. Noch stehen die Ölkannen auf der Werkbank. Der Motor, die Drahtseile und allfällige Schienen sind rückgebaut. Einzig die Isolatoren an dem Wänden zeugen von viel Strom.

Mines le Furcil

Der Bremsberg gabelt sich bald mal in zwei Strecken wovon eine massiv an Steilheit zulegt und tiefer gelegene Sohlen erschliesst.

Mines le Furcil

Der Pfeilerabbau wurde in dieser Anlage eindeutig mit grober Keller geführt. Einstig versorge dies Bergwerk die nahegelegene Zementfabrik mit Kalk und Zementstein. Auf der Siegfriedkarte stand 1886 sind noch die Zufahrtswege zu den Stollen ersichtlich.

Ofenanlage le Furcil

Und noch heute steht der erhaltene Unterbau der alten Ofenanlage mit dem Abstichöffnungen, recht im Bild.

Und, diesmal keine spezifischen Bergbaulinks aber nicht minder wichtig.
Absinth, so ziemlich der allerbeste, Williy Bovet
und vielleicht noch interessant die Seite des Asphaltwerkes La Presta

Nicht nur blumige Weihnachten

am 20. Dezember 2016 unter Grungisches, Ultimatives Bla abgelegt

Wer zu heutigem Tage die Zeitung aufschlägt wird von dieser in nicht minderer Heftigkeit zurückgeschlagen. Ich meine, die  absolut abgedrehtesten Menschen artikulieren sich gewalttätig, offenkundig diese kommenden Vor- Feiertage. Wieso dem so ist kann ich, bescheidenes Wessen, einzig mit weit übersteigerten Erwartungen an die kommenden besagten Feiertage erklären.

Das offensichtliche Frustpotential lässt Männer in Moscheen wild um sich schiessen und mit Sattelschleppern in Menschengruppen rasen.

Nichts desto trotz kann ich an Weihnachten nix dämonisches entdecken und wünsche mir Frieden, Frieden und nochmals Frieden und dies, wohlverstanden nicht nur an Weihnachten. Wenn doch, an Weihnachten, mein Bedürfnis zur Äusserung solcher Gedanken, zweifelsohne, überhand nimmt.

Ich selbst gönne mir all jenes was die stressigen Tage über schlicht kein Platz zu haben scheint und doch meinen Bedürfnissen entspricht.

Kulinarisches Zuhause

Ob nun Kulinarik, liebenswerter Besuch oder sonstwie Spass-Machendes. Diese Tage, absolut Erwartungsneutral, sind Genuss pur und wenn dem nicht so ist, so muss ich an meinem Verhalten wohlwollend noch was Schrauben.

Blumen an Weihnachten

Ich wünsche meiner Leserschaft und allen anderen auch, ein friedliches, genüssliches Weihnachtsfest.

Möge dieser Frieden weit über die Feiertage hinweg hallen

Doggererzer und sonstige Flugzeugkanzeln

am 20. Dezember 2016 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Eine kleine Reise in den ganz grossen Bergbau Blumberger Nachbarschaften.

Ja ohnehin, wer sich fürs Bergbauische interessiert kommt zwangsläufig kaum an deutschen Stätten vorbei. So verwunderst nicht weiter dass Matti und ich, später in Ortskundiger Begleitung, uns duchs Doggererzische Abbaurelikte wälzten.

Stoberg

Das Wetter versprach ein herrlicher Herbstnachmittag und auch das Objekt des Eisenerzabbaus, genannte Doggererz AG, versprach interessante Einblicke.

Liegen einige ganz taugliche Grubenpläne bereit mit welchen sich die Grubenhauen recht exakt aufspüren lassen.  Wir bedienten uns eines solchen um die Mundlöcher der Gruben aufzuspüren. Wir wussten bereits im Vorfeld dass wir die noch vorhandenen Mundlöcher wahrscheinlich in verschlossenen, respektive verstürztem Zustand antreffen würden.  Trotzdem, das Wetter wahr herrlich, der Plan war echt präzise, und die Neugierde war unübertroffen gross also machten wir uns an die verborgenen Werke.

Doggererz AG Grubenplan

Plan gross machen, Plan anklicken.

Wie bereits genannt, der Originalgrubenplan der Doggererz AG aus Jahren 1942 liess sich hervorragend Massstabsgetreu auf eindeutige Linienkonturen pimpen, womit die ehemaligen Zugänge ins Untertägige klar erschienen. Eisenerz kennt man in der Gegend um Blumberg seit 1648, die beiden Gruben Stoberg und Eichberg indes sollen so um die Jahre 1937 richtig intensiv Doggererzer gewonnen haben. Bis zu 1500 Mitarbeiter waren zeitweilig, um den Zweiten Weltkrieg herum, im Doggererzwerk AG Werk beschäftigt. Ein Ende der Bergbautätigkeit vollzog sich um die Jahre 1944 bis, letzes Aufbäumen, 1947 wobei der Bergmannsgarn von, durch die Schwarzwaldarmee, gesprengte Zugangsstollen in der Grube Eichberg berichtet.

Stoberg

Unsere Mission begann am Stoberg, der Hügel im Hintergrund, und sollte uns an alle Mundlochpositionen bis zur Eichberggrube führen. Allererstes Ziel begann am östlichen Ende der Stoberghauptstrecke.

Hauptrichtstrecke Doggererz AG Stoberg

Das Ende der Erzrichtstrecke Stoberg war schnell gefunden. Das verschliessende Gitter indes hinderte uns am sanften Einstieg. Zwar liesse sich das Vorhängeschloss, mit gebührender Gewalt, durchaus öffnen doch da wir in Friedensmission unterwegs waren und keine weiteren Dorfbuben in Gefahr bringen wollten, bliebs beim Foto durchs Gitter hindurch.  Ohnehin solle, von der Seite aus, die Hauptstrecke ziemlich bald,  noch vor erster Kreuzung, verfallen sein, entsprechendes Bildmaterial einer Vorbefahrung, liegt bei uns auf.

Also inspizierten wir weiter Südlich den ehemaligen Eingang zum Erbstollen Stoberg welcher jedoch gegenwärtig 20 Meter unter einer Abfalldeponie ruht. Wahrscheinlich steckt am Standort des ehemaligen Mundloch eine Sonde mit welcher sich Wasserproben entnehmen lassen. Zwei solcher Sonden rangen in der ehemaligen Mülldeponie aus dem Boden. Bei der einten Sonde vermuten wir ziemlich genau den Erbstollen.

Hauptrichtstrecke Doggererz AG Stoberg

Die Gegenseite der Stoberg-Erzrichtstrecke, Mundloch West,  sieht nicht minder trübe aus. Auch an diesem Mundloch, man bedenke mein Bild stammt noch aus Schneereicherer Zeit am 22. Januar,  thront ein wuchtiges Gitter am betonierten Portal. Zwar wär dies  ein kleines Hindernis, Gitter sollen bekanntlich von selbst umfallen, doch der Stollenmund, so ein Pech, steht in mitten eines umzäunten Fabrikareals. Auch diese Befahrung ist wahrscheinlich nur mit hoch gesegneter Bergamtbewilligung möglich. Wir lassen davon ab und erkundeten stattdessen die Eichberghaue genauer.

Wetterstrecke Eichberggrube Doggererz AG

Erstes Augenmerk des Eichbergsystems, die Wetterstrecke mit deren Ausgang. Anhand des Kartenmaterials kommt einzig diese abgebildete Stelle in Frage doch das Mundloch ist eindeutig längst vergraben. In der Mundlochsenke blüht eine illegale Abfalldeponie in deren voller Pracht. Ehemals war an dieser Stelle, wir nennen die Jahre 1942 bis 1944, die Tagbaustelle eben mit Bewetterungsstollen fürs Eichbergsystem.

Auch diese Stelle macht, sofern die Neugierde sehr stark anschwillt, beschränkt Sinn. Der Stollen kann zwar recht genau lokalisiert werden doch die Verstürze dürften über weite Strecken reichen. Die Schwarzwaldarmee könnte bei deren Sprengung, sofern diese Geschichte so stimmt, die maximale Effizienz erreicht haben. Diese Nebenstrecke wird, in mürbem Gestein, auf billigstem Tannenholz gestützt sein,

Hauptrichtstrecke Eichberg Doggererz AG

nicht so der Hauptstollen Eichberg. Dies Bauwerk steht auf solidem Backstein in mehreren Schichten.

Leider ist dieser  Stollen auch bereits nach knapp 20 Metern eingebrochen. Zwar sehe ich in deren Aufwältigung  die erfolgversprechendsten Chancen doch dummerweise ist dies Werk hinter dem Schiessstand des Blumbergers Schützenhauses. Ergo amtet dieser Stollen nicht nur als illegale Pneudeponie sondern auch als Kugelfang des Schiessstandes. Eine eher suboptimale Arbeitsumgebung um dem Stollenverlauf zu folgen.

Zu diesem Werk, System Eichberg, bleiben einige eher Mysteriöse Legenden haften.  Mein Plan gibt den Stand 1941 wieder. Die Eichberggrube sollte einst zum modernen Bergwerk aufgerüstet werden. Beide Fahrstollen, Hauptrichtstrecke und Ausweichstrecke, waren in Backstein ausgemauert  in einer Länge von 800 Meter vorgetrieben. Die Stollen sind für Doppelspurtrassen ausgelegt indessen erfolgte nie ein eigentlicher Erzabbau.

In den Jahren 1944 wurden die Eichberggruben, unter Decknamen „Felchen“ zur U-Verlagerung für die „W. Kopperschmidt und Söhne“ umfunktioniert.  Die W. Kopperschmidt und Söhne produzierte damals Plexiglaskanzeln für Flugzeuge. Bei Kriegsende sollen deutsche Truppen die Mundlöcher der Eichbergstollen gesprengt haben um den Zugriff auf die Kopperschmidt-Maschinen zu verhindern.  Wenig später, nach der Befreiung vom Nationalsozialismus, wurden wahrscheinlich die zwei Mundlöcher der Eichbergstollen geöffnet um wenig später, im Jahre 1947, die Stollen erneut zu sprengen. Inwiefern diese Aktion fruchtete, entzieht sich meiner Kenntnis, weder ich noch meine Begleiter schaften ein tieferen Einstieg ins Eichbergwerk. Der Zustand des Hauptstollens indes ist erstaunlich gut. Der erste Versturz sieht eher nach natürlicher Störung als nach gezielte Sprengung aus wie jedoch sich das Bauwerk hinter dieser Stelle sich präsentiert, bleibt ein Geheimnis.

Ausweichstrecke Eichberggrube Doggererz AG

(Bild Matti www.bergwerke.ch)

Der vorständigkeitshalber, an dieser Stelle, die Ansicht der Ausweichstrecke, Parallelstrecke, Eichberg.

Zweifelsohne, an dieser Stecke ist Hopfen und Malz gleichermassen verloren. Hier könnte tatsächlich ein richtig kräftiger Boom-Effekt sämtliche Statik versenkt haben.

Angesichts der Tatsache dass noch viele interessante Bergwerke auf Entdeckung warten ist die Weiterführung dieser Geschichte eher fraglich. Alleweil könnt ich vielleicht ganz lieb nach Stobergschlüsseln fragen.

Links zum Thema:
Wiki Doggererz

Goldene Sonne oder, der Glaube versetzt Berge

am 06. Dezember 2016 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

diesmal so geschehen, bis in die Gegenwart hinein, der Calanda ob Felsberg. Wir nennen diese Geschichte eine erneute Goldene-Sonne-Geschichte basierend auf einen ganz tollen Spätnachmittagsspaziergang mit Claudia.

Luisa Claudia

Obschon ich mich vorwiegend des Fotografischen widmen wollte, war mein Wissen inzwischen, hinsichtlich der Goldprospektion in der Goldenen Sonne, deutlich fortgeschrittener als noch beim letzten Ausflug im März 2013.  Somit war meine Sicht eine deutlich differenziertere. Heute weiss ich dass dies Bergwerk Goldene Sonne, insbesondere die Grube Fliden, immer wieder die Hoffnung auf grosse Goldfunde weckte. Der grosse Boom um 1870 war längst nicht der letzte. Immer wieder infizierten sich  Abenteurer mit dem Goldfieber. Noch heute finden sich zahlreiche illegale Pochplätze um die Grube die sich Goldsucher und Strahler in stetiger Konkurrenz teilen. Kaum jemand schien indessen die Goldsuche professioneller anzugehen als die damaligen, dilettantischen Wünschelrutenjäger.

Also, abgesehen von eindrücklichen Bildern versuch ich das Geheimnis des projektierten Neuen Horizonts  aus den Jahren um 1930 zu lüften.

Aber erstmals einige visuelle Eindrücke des Goldbergwerks Goldene Sonne Fliden.

Goldene Sonne

Die Weststrecke ist äusserst fotogen  wenn doch, ganz eindeutig, weder 1870 noch in Neuzeit Goldspuren erkennbar wurden. Nichts desto trotz versuchten sich einige Unverbesserliche, trotz des Wassers im Stollen, an den wenigen Quarzstufen.

Goldene Sonne

Vielleicht warens die Lichteffekte welche Goldsucher immer wieder beflügelten. Das Pyrit wird’s kaum gewesen sein, dieses gibt’s anderswo billiger zu haben.

Goldene Sonne

Manchmal jedoch, wenn sich Sonne und Taschenlampe wieder etwas entspannen, wird die Sicht klar und weniger Goldig.

Goldene Sonne

Nicht desto trotz war auch rege Abbau betrieben worden. Im Bild die Hauptstrecke wie sie wahrscheinlich noch im Jahre 1870 funktionierte und reichlich Material zu Tage förderte. Heute ist das Mundloch verschüttet, um 1870 jedoch mündete dieser, Grubenhunt befahrene, Stollen auf eine grosse Installationsfläche östlich der Grube. Immer wieder finden sich, auf dieser Strecke, aufgekratzte Spalten weit hinauf führend.

Goldene Sonne

Bergwärz liegen grosse Aufbrüche die wahrscheinlich weit vor 1800 aufgefahren wurden.

Goldene Sonne

An dieser Stelle sitzt der mysteriöse Schacht  welcher in unbekannte Tiefen führt und wohl die Konzessionsbeantrager der Calanda-Gold-Schürfgesellschaft, zwischen 1923 und 1938 zur Projektierung des „Neuen Horizonts“ inspirierte. Wie tief der Schacht tatsächlich ist lässt sich nur erahnen. Die einte Seite, auf dem Bild sichtbar, ist sauber am Rande versetzt. Die Gegenseite indes ist verschüttet, aufgefüllt, was auch immer. Die tiefste erkennbare Stelle liegt bei 3 Meter unter der alten Hauptstrecke.

Goldene Sonne

Die Galanda-Gold-Schürfgesellschaft projektierte damals ein Stollensystem, im Plan grün, unter dem bestehenden Bergwerk Fliden,rot koloriert. Wahrscheinlich diente der Schacht im Bergwerk als Inspiration. Nichts desto trotz war diese Gesellschaft, trotz des äusserst eher minimalistischen Plans, mit nötiger Kompetenz ausgestattet um dies Unternehmen zu stemmen. So tauchen in dieser Gesellschaft bekannte Namen wie etwa der verdiente Geologe Dr. j. Kopp auf.

Goldene Sonne

Die Ansicht im Grundriss zeigt Übereinstimmung des unteren Systems mit der vorhandenen Wand in welche das Mundloch geplant gewesen wäre. Obs tatsächlich je zum Bau des neunen  Horizonts kam, entzieht sich meiner Kenntnis.  An der besagten Felswand erkannte ich keine Spuren einer Schürfung.

Indessen machen mich diverse Fakten bezüglich der Ernsthaftigkeit dieser Gold-Schürfgesellschaft stutzig.

Der neue Horizont erreicht empfindlich nahe die Grube Tschengels, im Plan noch explizit als Alter erzleerer Horizont ausgewiesen.  Die Grube Tschengels war eines dieser Wünschelrutenwerke welches stur, ohne Spur einer Goldkrümels, 100 Meter durch den Berg pfefferte.

Zwar zeigt die Hauptstrecke des neuen Horizonts, mit etwas Fantasie,  ziemlich genau unter den Schacht doch ob dieser wirklich 20 Meter tief war, stell ich in Zweifel.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, der Plan ist schwer rudimentär gezeichnet doch die 20 Meter tiefer könnten bereits keine Erzlager aufweisen.

Tatsache jedoch bleibt, viele glaubten und viele glauben noch heute an das Gold des Galandas. Die Gemeinde Felsberg erlies ein striktes Strahler und Goldschürfverbot auf Gemeindeboden. Das sich bei weiten nicht alle dran halten, beweisen die zahlreichen illegalen Pochplätze  wie auch die zerdepperten Quarzstufen in den Stollen. Die Goldausbeute solle kaum die 1 Gram pro Tonne erreicht haben.

Als wär nicht genügend Stress diesem historischen Bauwerk beschert tauch eine weitere, kaum beizukommende Plage auf.

Geocacher in der Goldene Sonne

Die Fraktion der Geocacher macht sich leider auch in diesem Stollensystem breit.

Einstmals pflegte die hiesig genannte Community, GPS-Gestützt, Spiel und Spass in freier Natur doch dies scheint leider derer Bespassungsgesellschaft nicht mehr zu genügen. Inflationär vermehren sich die ungeliebten Geocacher-Gamellen in historischen Bergwerken. Da dies Geocaching zum allgemeinem Familien und Volkssport verkommt, nehmen unliebsame Emissionen wie zugemüllte Stollen leider zu.

Mein Appell hier an die Geocaching-Community, bitte verschont die Bergwerke mit Euren Gamellen. Ihr macht wichtige Zeugen damaliger Industriegeschichte zu Nichte. Als gäbe es nicht genügend schöne, natürliche, nicht so sensible Verstecke im Calanda, auf Mürtschenalp, am Walensee oder im Taminsertobel.

Und, es Dankeschön an Claudia fürs Mitkommen.

Und, Usus hier, die Links zu Vorgeschichten Goldene Sonne
Goldene Sonne, wahrscheinlich die Abschlussgeschichte
Goldene Sonne Part II
Goldene Sonne

Einhornrap

am 22. November 2016 unter Musikalisches, Politischer Grunk, Transgender abgelegt

Ich bin zwar ganz und gar nicht im Hiphop Zuhause doch manch Text mag mich, mit meiner ganz eigenen Biografie, zutiefst bewegen.

FaulenzA , eine politisch links engagierte Queerdenkerin, spielt HipHop mit Texten aus dem Alltag einer Trans* Frau.
Kräftige Texte mit viel Trans*Power und ebenso Bildstarke selbstbewusste Videos .

FaulenzA aus Einhornrap
Eher So Geht So

Und noch ein weils so schön ist,

FaulenzA: Schönheitsideale

Liebe FaulenzA, danke für dies nötig, kräftige Statement, meine Woche ist gerettet.

Links zu FaulenzA
https://www.facebook.com/Faulenza
https://www.springstoff.de/artists/faulenza
http://faulenza.blogsport.de

Wo Goldsucher und Bergbauforscher sich gefährlich nahekommen

am 12. November 2016 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Zweifelsohne die kleine Gemeinde Rueun wüsste viele spannende Bergbaugeschichten zu erzählen wäre nicht die ausrufende Machtbesessenheit des damaligen Compagnons von Bergbauunternehmer Gustav Weinmann gewesen.  Nach dem tragischem Tod des Unternehmers im Jahre 1918 liquidierte sein langjähriger Rechtsvertreter und Geschäftspartner die Weinmann Unternehmungen. Um den Erben mögliche Prozesse zu erschweren sollen auch so sämtliche Unterlagen der Vernichtung zum Opfer gefallen sein. Es bleiben viele Geheimnisse und eine Handvoll, äusserst professioneller Goldsucher die in der Schmuer nach den wertvollen Nuggets schürfen.

Kirche Rueun

So hat, eben dies Rueun mehr zu bieten als nur die Kirche die dank des Romanischen Turmes und der Wandmalereien von 1600 , weit über die Landesgrenze hinweg bekannt wurde.

Val Schmuer

Also zurück ins steile Gelände wo einst Benzinbetriebene Kompressoren ratterten und heute noch tief im Bachbett erfahrene Goldwäscher den Bachgrund umgraben. In diesen Unwegsamen Hängen versuchten sich einst die Mannen vom Gustav auf Suche verschollener Bleiglanzschätze.

Stollen Val Schmuer

Bis zu vier Stollen und zahlreiche Schürfungen wurden in denen Jahren um 1916 ins Felsreich getrieben. 2 der Stollen, rund 15 und 10 Meter lang  sind westlich auf Andiasterseite gelegen. Die zwei anderen Stollen sind auf Gegenseite östlich gelegen rund 45 und 85 Meter lang. Keine der Werke erbrachte die erhoffte Rendite. Es sind keine Spuren eines nennenswerten Abbaus sichtbar.

Dabei begann alles so vielversprechend. Im Walde liegt tief versunken auf der Ostseite und gut zu erreichen von Fontaunas aus, ich vermute, eine Verladeeinrichtung die auf grösseren Bergbausegen schliessen lässt.

Verlader Val Schmuer

Das obere Ende der Anlage schliesst an eine breite Installationsfläche mit, auch vermutet, zwei Stolleneinschnitten. Die Stollen finden Nennung um die Jahre 1841 doch auch da wird beschrieb das jene zwei Förderstrecken ständig zusammenbrachen. Die Männer um Gustav Weinmann finden ein Trümmerhaufen hinter einer wuchtigen Installationsfläche. Auch so liessen wahrscheinlich die gemauerten Wände im Wald auf breite Erzrutschen schliessen. Gustavs Weinmanns Mannschaft  beschliesst in stabilerem Gesteinswerk weit unterhalb des alten Bergwerks von 1841 zwei Stollen zu treiben was sich als Geldvernichtungsmaschinerie herausstellt.  Vermutlich sind die erzführenden Schichten viel höher gelegen. Ich glaube gar, deren Bergbauwissen war eher laienhaft die zwei geöffneten Stellen zeigen eine beachtliche Distanz zur alten Haue.

Val Schmuer

Quelle Plangrundlage map.geo.admin.ch

Tatsache jedoch ist,

Es kursieren äusserst widersprüchliche Angaben zu Stollenlängen und Bergmannsglück ums Val Schmuer. Die Literatur, allen voran Plattner, nennt reiches Bergmannsglück und lange Stollen auf westlicher Seite während  im Osten nur von kurzen Stollen und wenig Ausbeute berichtet wird. Die Spuren zeigen eindeutig das Gegenteil. Und auch die dortig ansässigen Goldsucher sollen um Silberminen auf Westseite berichten. Der von und besuchte, im Plan markierte, West-Stollen ist knapp 15 Meter lang und mit ganz feiner Bleiglanzader durchzogen.

Indessen sollen die Goldsucher, tief im Schmuerboden, etwas mehr Erfolg gehabt haben. So ist nicht weiter verwunderlich dass jene dort anzutreffende semiprofessionellen Schürfer keineswegs erfreut über Besucher sind.

Das Geheimiss um die Mine aus Jahren 1841 bis irgendwas, wird bleiben den ein Öffnen der beiden  Mundlöcher dürfte einiges an Erdbewegung verlangen. So bleibt vielleicht einzig noch das durchaus fantasieanregende Industriegebilde im Wald liegen. Eine Quelle der Inspiration die nicht nur Gustav Weinmann zu wuchtigen Bauten animierte.

Der Vorbeitrag zu Val Schmuer
Rueuner Bergbaugeheimnisse

Die Vorbeiträge Cava sul Rhein
Cava sul Rhein das Messpraktikum
Silber und Bleibergwerk Cava Sul Rhein
Cava Sul Rhein Rueun

Erfolgreiches Kartengeschraube

am 30. Oktober 2016 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Seit langem wieder nahm ich mich der Bergwerksstandortekarte an. Zwar immer noch nicht vollständig aber einige Werke mehr sind eingebaut.

Bergwerkskarte

Zu finden diese auf meiner Bergbauseite Bergbau Übersicht oder als Direktlink Karte ansonsten ist wieder viel gebatelt worden auf meiner Luisa.net-Seite

Fondue 2016

am 30. Oktober 2016 unter Kulinarik, Vergangenes abgelegt

Fast schon Tradition hier, das Fonduebildchen.

Fondue 2016
Zwar bereits 1 Woche Geschichte, trotzdem, die ersten sind, wie üblich, die Allergeilsten. Das Rezept für Nachahmer und Nachahmerinnen gibt’s in diesem Theater auf Foduezeiten .

Das dieser Herbst auch Landschaftlich was zu bieten hat, beweist dies kommende Bildchen aus meinem Fopa da Chianols-Fundus.

Fopa da Chianols

Und ich zieh mir Deutsche Kunstgeschichte rein, Paul Kalkbrenner am Tomorrowland 2015, voll Geil.

Schöne Sunntig

Luisa

Fopa da Chianols, noch mehr Geschichten

am 29. Oktober 2016 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Geschnittene Berge oder eine Ansicht des damaligen Bergarbeiteralltags

Zweifelsohne die Interessen der HöFos (Höhlenforscher) und BeBauFos (Bergbauforscher) können ganz mächtig differieren. So geschehen im letzten Mysterium des Vitriol und später Eisenbergwerks Fopa da Chianols. Während die durchwegs professionellen HöFos akribisch den natürlichen Hohlräumen folgen sind die BeBauFos durchaus fantasiereicher unterwegs. Deren Hohlraum-Bestandsaufnahme basiert vorwiegend auf Bergbautechnischer Betrachtung. Da die Anlagen des Alters und Abbauwürdigkeit längst nicht weiter gepflegt wurden spielt die freie Interpretation eine nicht unwesentliche Rolle.

Ich selbst vertraue eher einer Interpretation des „Es war Einmal“ als auf gespeicherte Messresultate welche alle nur erdenklichen, herumliegenden Steine wiedergeben.  Insbesondere schwerst versunkene Bergbauhauen sind nur mit einiger Fantasie verständlich wiedergebbar.

Fopa da Chianols

Ich bin in „Fopa da Chianols“, nicht „Foppa da Chianols“ wie ich im Erstbeitrag behauptete.  Die Hauptgrube hier im Bild ist die Untere deren Zwei.

Ins Jahr 1810 will ich mich wagen um dies letzte Geheimnis des unbekannten Schachtes verständlich zu klären.

Fopa da Chianols

Würde ich mich auf Speologische, Hightech Abwicklungen des Topodroiden, oben im Bild, verlassen, täte dies unförmige Schläuchlein, Bergmännisch wie auch Bergfrauisch, man bedenke die heilige Barbara war eindeutig eine Frau, kaum Sinn ergeben.

Die Selbstbefahrung wiederum lässt mich und meine Erfahrung wieder ins Jahr 1800 schlüpfen. Damals entdecken findige Bergleute Pyrit in freudiger Menge an Felsen anstehend. Ob und wo Stollen zu finden waren zu jener Zeit müsste spekulativ angegangen werden. Die nahe Ortschaft Latsch kennt zu jener Zeit ein bunter Sprachenmix zwischen Italienisch, Deutsch und Rumantsch. Bauern und Bergleut teilen sich das bescheidene Dörflein ob Bergün.

Fopa da Chianols

Ich währenddessen steig mit Freunden Matti und Sepp ins Tief. Im Bild das unförmige Gesenk mit Sepp darinne.

Die räumlichen Verhältnisse sind fern bequemer Befahrungsideen und herumliegendes  Gefelse ist von kantiger Natur. Es ist viel herunter gebrochen und, im Wege stehende Holzkonstruktionen sind vom Gewichte schlicht zerdrückt worden. Es gibt Felsbrocken die eindeutig zum linken Gesenkwand passen es gibt indes wiederum welche die gar nicht so genau irgendwohin passen sich jedoch in Fallbewegung einst unverrückbar verkeilten. Zwischen deren Situation muss der Befahrer, die Befahrerin, sich gekonnt hin und her schlängeln.

Fopa da Chianols

Es ist gelb, es riecht nach Schwefel und es könnte aus der Vitriolbergbauepoche stammen. Gelbe Steine gefolgt von moderndem Holzstempel noch in dieser Optik nicht wirklich zuordnungsbar.

Fopa da Chianols

Der anschliessende, nur schwer zu erreichende Hohlraum indes klärt auf.  Obschon der mühselige Zickzack Krichweg unsere Sinne benebelt zeigt sich unter labiler Holzbühne,  wir befinden uns in einem Abbaugesenk.

Fopa da Chianols

Die noch erhaltene Bühne stand einst auf einer tiefer gebauten Bühne die heute komplett zusammengefallen unter, unsererseits unbeliebter, spitzen Felsklumpen, liegt. Die gelbe Versinterung lässt mögliches Vitriol, Schwefel, erahnen. Die Bühnen, so glaube ich, waren durchgehend über den gesamten Gesenkgrundriss eingebaut. Die noch heute erhaltene Bühne ist die letzte ihrer Art sie diente als Deckel einer nicht mehr abbauwürdigen Zone. Tatsächlich scheint interessantes Mineral untendurch allmählich auszukeilen  wenn doch eine eindeutige Identifikation fasst unmöglich erscheint. Interessant ist weiter, die Holzkonstruktionen scheinen mir eher unterdimensioniert zu erscheinen. An Holz mangelte es im umliegenden  Wald keineswegs. Die Hölzer sind kaum fürs Auffüllen des gesamten Gesenks ausgelegt worden, der klassische Firstbau kann somit ausgeschlossen werden. Ein Strossenbau wie er im Lehrbuche bekannt ist könnte eher zutreffen.  Wir wissen nicht so genau wo die Gesenke in Nord/Südausrichtung enden auch wissen wir nicht genau über die Tiefststelle bescheid. Die Wahrscheinlichkeit jedoch dass auf der noch erhaltenen Bühne, respektive Strosse, einst ein Fahrstollen ruhte, halten wir alle für sehr naheliegend. Dieser Stollen könnte bis Tag geführt haben. Im verbrochenen Strossenteil findet sich rege Humusmaterial wie er im Waldboden, auf Tag , vorliegt.  Es sprechen etliche Spurenfunde, verbrochenes Holz, für eine höher gelegene zweite Bühnenkonstruktion diese jedoch ist restlos von den Steinmassen verdrückt worden.

Fopa da Chianols Plan

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Wir wissen also,

Wahrscheinlich sind einst  zwei Fahrstollen angelegt worden. Der untere, heute restlos verschüttete, könnte älter sein und hauptsächlich der Vitriolförderung gedient haben.

Beide Stollen könnten einer Pyritspur gefolgt sein.

Nur wenig ab Tag ist ein Gesenkt angelegt welches mit Holzbühnen unterteilt wurde.

Die untere Fahrstrecke könnte über die tiefer gelegene Strossenkonstruktion in südliche  Richtung in uns unbekannte Bereiche geführt haben. Sowohl nördlich wie südlich unverrückbar viel Bruchmaterial an den möglichen Stollenansätzen.

Die obere Fahrstecke schneidet das Gesenk an deren oberem Ende und folgt ins bekannte Stollensystem nordöstlich.

Die Bergleute waren vorwiegend in Tagnahen Zonen vom Erzglück gesegnet was der Stabilität keineswegs diente.

Die Bergtieferen, heute bekannten, Hauen  indes waren von eher minderem Segen.

Der Gesenkbau ist, so glaube ich, älteres Artefakt der Vitriolgewinnung. Die oberen Stollen und Aufhauen dienten eher der Eisenerzgewinnung. Oberhalb meiner gezeichneter und dokumentierten Anlage, knappe 50 Höhenmeter höher, liegt erneut ein kleines Stollenwerk.

Fopa da Chianols

Hier zeigen die Spuren eher auf Eisenerze.

Fopa da Chianols

Auch in diesem, knapp 15 Meter langem Stollen, Ansätze eines heute verfüllten Gesenkbaus.  Interessant ist, dies Werk ist knapp unterhalb eines Felsplateaus auf welchem noch Gebäudereste erkennbar sind. Nicht unwesentlich einleuchtend, könnten doch einst, um die Jahre 1810, rund 10 bis 12 Bergleute auf dem Plateau genächtigt und die darunterliegenden Gruben gearbeitet haben. So genau indes werden wirs nie wissen, eine scheue Annäherung indes wird uns mit jeder Weiterbearbeitung gelingen. So betrachtet wird dieser Beitrag sicher deren Fortsetzung finden.

Weiteres zu Bergüner Berbaugeschichten und sonstige Vorgeschichten
24. Juli 2012 Val Tisch, die Fortsetzung (Bergün / GR)
19. Juni 2012 Das Geheimnis von Val Tisch (Bergün / GR)
12. August 2012 Bergbausachverständige am graben (Bergün / GR)
17. Oktober 2012 Minas da Fier Val Tisch (Bergün / GR)
14. Oktober 2012 Die geheimnisvollen Minen des Val Tisch (Bergün / GR)
24. Dezember 2012 Eisenbergwerk Val Tisch, Neues (Bergün / GR)
17. Februar 2013 Internationale Val Tischer Bergwerke (Bergün / GR)
2. Juli 2016 Als Eisen perse im Werte dem Edlen in Nichten zurückstand (Latsch / GR)
18. September 2016 Wer war Anton ? (Bergün / GR)

Pete Burns

am 29. Oktober 2016 unter Musikalisches abgelegt

Und wieder stirbt ein bedeutender Künstler welcher damalig, mittig 80er Jahre des letzten Jahrhunderts, nachhaltig, prägend eine androgyne Lebens – und Ausdrucksform mitgestaltete. Ähnlich David Bowie war auch Petes Auftritt im Zwischenbereich jener als verbindlich betrachteter Zweigeschlechtlichkeit angesiedelt. Indes, im Unterschied zu David Bowie schafte Pete den Sprung in die nennenswerte Beachtung nie. Im Gegenteil das spätere Zusammenwirken mit voyeuristischen TV-Anstalten brachte hauptsächlich deren Umkehrerfolg und eine definitive Abkehr einer künstlerischen Ernsthaftigkeit.

Pete Burns blieb bis zum Schluss eine äusserst schillernde Person indes, zweifelsohne, eine Person die massgeblich Einfluss auf meine Entwicklung nahm und mithalf am Bruch gehegt und gepflegter Genderkonventionen.

Dead Or Alive – You Spin Me Round (Like a Record)

Und, meine erste Maxisingel die ich erwarb,

Darum, Pete Burns am 23. Oktober 2016 im Alter von 57 Jahren an Herzinfarkt verstorben,
ruhe in Frieden.

Wellness im Wallis

am 16. Oktober 2016 unter Reisen, Steinerne Unterwelten abgelegt

Wieder eine Bergwerksgeschichte doch diesmal ich, ohne tausendsachundpack, mich in die Geheimnisse Walliser Unterwelten einweihen lassend. Im lockerer 5er Gruppe gewährte uns Roger Bergwerkforschung Einblicke in die Walliser Bergbaukunst.  Für mich 3 Tage ohne Messzeugs, Bohrmaschine und sonstige Schleppereien, ein überaus erholsames verlängertes Wochenende. Auch so, allen Lobes würdig, die Nächtigung im Bed&Breakfast Berginsel und de jeweilig anschliessenden Bergbau-Brunch. Und, wers noch nicht weiss, das Raclette hoch zu Berginsel ist, nicht nur meine Meinung, Legendensprengend.

Anny, ich habe vorwiegend Fotos produziert und kaum was geforscht was auch kaum von Nöten war, denn, Roger kennt so ziemlich alle Geheimnisse dortiger Berghauer.

Und so sollen vorwiegend Fotos meine hiesige Kurzgeschichte sein.

Freitag 7. 10. 2016 Aproz Bergwerk Pyrit vormals Anthrazit

Hoch im Felsen, nix für Höhenängstliche, mich dazu zählend, liegen einige Stollen verborgen. Ein Hochklettern forderte meine gesamte Überwindung wenn doch die Belohnung keine geringe war.

Bergwerk Aproz

Die Aussicht war Brillant und die Anlage nicht minder spannend.

Bergwerk Aproz

Die Stollen fuhren ursprünglich,  Mitte des 19. Jahrhunderts  verschiedene Anthrazitlinsen an.  Fehlmann spricht von grossem Bergmannsglücke in Form von 3000 Tonnen gefördertem Anthrazit. Eine zweite Bergbauepoche zu Zeiten des 1. Weltkrieg konzentriert sich vorwiegend auf den Pyritabbau,  zur Schwefel respektive Schwefelsäurenproduktion. Im Bild, der obere Stollen aus der Anthrazitepoche stammend während die untere Fahrstrecke des Pyrits Willen den Berg quert.

Bergwerk Aproz

Das Gelbe Zeugs an der Decke, man verzeihe mir mein Mineralogie-Analphabetismus, ist dies begehrte Pyrit. In allen Stollen überwog der herbe schweflige Duft welcher Erinnerungen an meine ausgedehnten Spaziergänge auf Gadors Schwefelwerken weckte.

Bergwerk Aproz

Die Pyritnester erstrecken sich senkrecht über rund 110 Meter. Immer wieder müssen Leitern oder Gesenke beklettert werden um in die nächsthöhere Sohle zu gelangen. Insgesamt sind 9 Sohlen definiert wovon die tiefste einzig als Abfüllanlage und Elektrohauptverteilung amtete.

Bergwerk Aproz

Mit der Ära Dionisotti  um 1940, zogen die schweren Maschinen in den Berg. Dionisotti liess 3 Silostufen und 2 Steinbrecher, Gesamtbauhöhe  70 m, in dem Berg einbauen. Um die Erze von tiefen Sohlen in die Brecher-Siloreihe einzuspeisen liess der alte Patriarch zusätzlich ein Förderschacht schlagen welcher jedoch nie seiner Bestimmung walten durfte. Die Produktion des, eher minderwertigen, Schwefels erreichte nicht die gewünschte Rendite und so zog der Bergmännisch ungebildete Unternehmer Dionisotti, mit all seinen Maschinen, ins nahe Goppenstein. Heute noch stehen die, ehemals in Aproz verbauten Steinbrecher, Rütteltische und Flotationströge oberhalb des Lötschberg Autoverlads auf Goppensteine Seite.

Ende des Zweiten Weltkrieg war Ende des Bergbaus auf Aproz. Der Schwefel, in Uetikon am See zu Schwefelsäure raffiniert, erreichte nie lukrative Qualität.

Bergwerk Aproz

So bleibt einzig, in verborgenen Stollenwinkeln, noch die natürlich gebildete Schwefelsäure welche vielleicht gar

Fuchs im Bergwerk Aproz

dem Fuchstier gar nicht gut bekam. Naja, ob dieser Fuchs, das arme Tier, des Säurewasser betrübt war oder sonst welche mortale Sorgen hegte, werden wir wohl nimmer erfahren.

Samstag 8. 10. 2016 Chalteberg Kobalt-Nickel Bergwerk

Chalteberg

Dies Bergwerk findet sich in prächtiger Berglandschaft mit Blick ins tiefe Turtmanntal.

Chalteberg

Über wilde Bäche führt der Weg zur Werkanlage aus den Jahren um 1890.

Kobalt Nickel Bergwerk Chalteberg

Noch heute sind die alten Gebäude erstaunlich gut erhalten. Im Bild zuhinterst der Unterstand fürs Benzingetriebene Kompresserchen, anschliessend die kleine aber geräumige Mannschaftsküche und nebenan, Fenster links im Bild, die Kantine. Im oberen Stockwerk auf der Küche, die Wärme nutzend,  thronten die Bergwerksverwalter der 2 Bergbauepochen.

Kobalt Nickel Bergwerk Chalteberg

Ein Blick in die Küche verrät, hier war ein geübter Koch auf engstem Raume am Werk.  Die Küchengestelle sind noch fix an Ort und Stelle und auch der Sockel vom Tiba steht an seinem Platz.

Kobalt Nickel Bergwerk Chalteberg

Im Stollenlabyrinth, in den beiden Querschlägen, sind noch heute Holzschienen eingepasst. Insbesondere im Querschlag 1 auf Höhe Sohle 1 ist das Britische Schienensystem, Baujahr ca 1890, fast vollständig erhalten. Einzig die Flachbandstahllauffläche, welche die Holzschiene schütze, wurde abgebaut.  Merkwürdigerweise sind jedoch noch die Senkkopfschrauben im Holz erkennbar als hätte jemand eilig die Stähle, mit Brachialgewalt, zusammenklauen wollen.  Der fehlenden Profile wiederum liegen auf einem Haufen irgendwo im Querschlag also wurde doch nix mit Zusammenklauen.

Kobalt Nickel Bergwerk Chalteberg

Nahe Mundloch, Sohle 1, bricht der Stollen allmählich zusammen. Das wenige Wasser in solch trockener Umgebung erstarrt zu Eis und schweisst somit die verbrochene Zimmerung zusammen.

Kobalt Nickel Bergwerk Chalteberg

In naher Umgebung sind noch einige Sondierstollen getrieben die heute spektakuläre Holzeinbauten wie Spundwände zeigen.

Kobalt Nickel Bergwerk Chalteberg

Plan Gross machen, Plan anklicken

Der Kobalt-Nickelgang fällt 45 Grad Südwest. Mittels 2 Diagonalaufbrüchen machten sich die Arbeiter am Erz zu schaffen.

Die Erzlager sollen im Jahre 1854 entdeckt worden sein,

Im Jahre 1891 erwarb Dr. Schacht  die Abbaukonzession welcher, mit Unterbrüchen, bis 1906 noch Bergbau betrieb.

Kobalt-Nickelaufbereitungsanlage Chalteberg

Auch aus Dr. Schachts Betriebsperiode stammt die im Turtmanntalboden, Vorder Sänntum, befindliche, Wassergetriebene Aufbereitungsanlage. Die Erze wurden zu jener Zeit mittels Seilbahn vom Bergwerk in die Aufbereitung gefugt. Noch heute sind Randlager und Pochbecher erhalten auch so finden sich vereinzelt Seilbahnmastenfundamente. Indessen ist End und Anfangspunkt der Luftseilbahn nimmer eruierbar.

Kobalterz

Im Pochbecher, ebenso vor langer Zeit vergessen, ein schmucker Kobaltbrocken.

Im Jahre 1943 wird nochmals ein Versuch gestartet die alten Kobaltminen zu beleben. Einige Wagemutige öffnen die alten Stollen und verlängern diese um wenige Meter. Der Abraum wird dekorativ vor die alten Versatzmauern und auf den Holzschienen in Sohle 2 verstaut. Der grosse Nickelkobaltsegen indes wird den Männern, die unter ärmlichsten Bedingungen auf 2500 müm hausten, gänzlich verwehrt bleiben.

Sonntag 9. 10. 2016 Chandoline Bergwerk Anthrazit

Am Sonntag, als kleine Entspannung, mal wieder Kohlebergbau diesmal im ausgedehnten Anthrazitbergwerk Chandoline nahe dem Rohneufer.

Bergwerk Chandoline

Über Abbaugesenke lassen sich, unter fachkundiger Führung von Roger, die oberen Sohlen befahren.

Bergwerk Chandoline

Da meine Orientierung allmählich schwindelte war ich froh um Rogers Objektkenntnisse den dass Stollenwirrwar schien nimmer zu enden.

Bergwerk Chandoline

Und immer wieder mit 60er-Spur Schienen ausgestattete Strecken.

Bergwerk Chandoline

Ähnlich den  Simmentaler Bergwerken liegt auch in dieser Anlage reichlich vergessenes Bergbaumobiliar aus Zeiten des 2 Weltkriegs.

Bergwerk Chandoline

Und ebenso sind noch spektakuläre Holzeinbauten zu finden.

Bergwerk Chandoline

Wer sich jedoch auf der Hauptstecke weiter in der Berg wagt passiert zwangsläufig einige sehr brenzlige Stellen. Nicht nur das mürbe Stollendach wird zunehmend zur latenten Gefahr.

Sauerstoffwerte im Bergwerk Chandoline

Auch das Sauerstoff CO2 Verhältnis erreicht ein gefährlicher Schwellwert.

Nochmals als Lebenswichtiger Tipp

Atemluft liegt bei 20,9 Volumenprozent  Sauerstoff und weit unter 0,4 Volumenprozent CO2

Tödlich wird’s bei 15 Volumenprozent  Sauerstoff, respektive 3 Volumenprozent CO2.

Bergwerk Chandoline

Plan gross machen, Plan Anklicken (Quelle Roger Widmer Bergwerkforschung)

Im Plan, hier die westliche Hälfte der Grube,  in Türkis gehalten, die Grundstrecke. In Rot, Orange und Gelb die oberen Strecken. Untendurch wärs Blau und Violett und wie bekannt unter Bergbauprofis, Grau steht für Schrägschacht, die kolorierten Flächen wiederum sollen Abbaufelder symbolisieren.

Wie gesagt, die Grundstrecke wird einige 100 Meter ab Tag zunehmend desolat. In der Ostabzweigung  nimmt  zudem rapide die Bewetterung ab somit schrumpft der Anteil an gesunder Atemluft. Als wären dies nicht genug Gefahren  tauchen immer wieder gefährliche Schächte in der Hauptstrecke auf. Kurzum, wie bekannt bei Kohlebergwerken, eine äusserst lebensunfreundliche Umgebung.

Und abschliessend, nach solch ausgedehnter Geschichte,

Nen Dankeschön an Roger, allen Beteiligten, dem Berg und klar dem Berginselteam.

Meine Wallisbeiträge
Goppenstein die Zweite
Wo Mühlen langsamstetig Blei mahlten und Faxe verfaxt waren

Und die Links
Bergwerkforschung
www.berginsel.com