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Das breite Spektrum meiner Interessen als stetig wachsende Linkliste.

Trans* das neue Biedertum

am 16. Juli 2017 unter Politischer Grunk, Transgender abgelegt

Eine historische Betrachtung im Spiegelbild meiner Selbst.

Es ist lange her als ich mich zu einer, mehr oder minder beschwerlichen Metamorphose vom Manne zur Frau entschied, ein Weg voller qualitativ hochstehenden Uneindeutigkeiten. Damals, ich voller Tatendrang, glaubte an dies Grenzensprengende Phänomen Trans*. Grenzen hielten sich bis anno Dato hartnäckig und bestimmten nachhaltig und dogmatisch unser Alltag. Es war festgelegt ein weibliches Verhalten, ein männliches Verhalten und ein riesengrosser daraus resultierende String, festgesetzter Normen lies kaum Luft zum Atmen.

Als Teenager prägten mich Menschen die, in gewisser Impertinenz, Geschlechtergrenzen sprengten und, im Windschatten des Erfolgs, so ziemlich auf jede Definition scheissten. Namen wie David Bowie oder später, Pete Burns von der Band Dead or Alive waren quasi meine Idole denen ich die bitter nötige Avantgarde in starren Gesellschaftsstrukturen attestierte.

Später wars die Hausbesetzerszene, die Technokultur  oder auch der Fetisch-Lifestyle welcher mich zur Hinterfragung gegebener Genderregeln veranlasste.

Luisa mit Mädels

Es war das Jahr 1999 als noch alles offen stand und wir Mädels keinerlei Begrifflichkeiten fürchteten.

Und es sollte ein Befreiungsschlag werden, die Bewegung Trans* die sich allmählich aus kleinen Gruppen auftat  zur Inanspruchnahme des eigenen Selbstverständnisses. Wir versuchten alles mal gehörig durch den Fleischwolf zu drehen und lehnten jede neu kreierte Schublade kategorisch ab. Genderfluid, BDSM, Quer, Drag und viele weitere Artikulationsformen, ohne deren Nennung, eroberten wir im Sturm während die gaffende Gesellschaft ungläubig den Kopf schüttelte und dies unbekannte Gebilde nicht verstehen wollte. Gleichzeitig wollten wir Teil des gesellschaftlichen Lebens sein und unseren Platz inne haben.  Ein neues starkes Selbstbewusstsein, im Stile der CSD Ikone Sylvia Rivera, keimte auf .

Es schien so als würden alle Träume wahr werden und viele Grenzen, Mauern, in Schutt und Asche zerbrechen. Kurze Zeit treten uns weder Landesgrenzen, noch Gendergrenzen, alles war im Fluss und die Möglichkeiten erreichten unerschöpfliche Dimensionen.   Doch der Eindruck war nur von kurzer Dauer und keineswegs objektiv, unser Avantgardetürmchen begann allmählich zu bröckeln.

Chefideologen und Papiertieger- Professionalisierer begannen dies zarte Blümchen Trans* in neu gebaute Korsette zu pressen.  Ganze Registerkästen mit neuen Schubladen wurden errichtet und einer generell strukturliebenden Gesellschaft vorgesetzt.

Die Freiheit war geprügelt, nun musste jeder, jede, sich präzise ins passende Schublädchen einordnen. Begriffe wie Passing setzten neue dogmatische Richtlinien fest ab welchem Punkt die gesellschaftliche Akzeptanz eingefordert werden dürfe.

Begriffe denen ich nie Bedeutung schenkte, drängten mich zunehmend ins enge Korsett des starren Alltags. Was anfänglich mit der positiven Idee des „Trans-Sternchen“ begann, endete in einer Definitionsschlacht mit immer neuen Terminologien. Die Reihe der LGBTIB-und-so-weiter-Buchstaben vermehrte sich inflationär und markiert heute zunehmend neue Ausgrenzung statt der gewollten Diversität.

Parallel zu dieser fortschreitenden Dogmatisierung innerhalb der Trans*-Community öffneten sich Spitäler und Entscheidungsträger (Gutachter, Gerichte) gegenüber zahlreichen neuen, möglichen Lebensformen.  Eine verkehrte Welt machte sich auf. Unsere hartnäckigsten Gegner, Vertreter des repressiven Staatapparats und der Entscheidungsgewalt, reichten uns Hände, respektive Ohren, und inkludierten uns in die Entwicklungsprozesse neuer Trans*-Behandlungsrichtlinien.  Es geschah indes eine reziproke Entwicklung innerhalb der Community geschürt diese unter anderem von interner Intoleranz und wachsenden Grabenkämpfen.

Die Trans*-Bewegung entwickelt sich zu begehrtem Profilierungsfeld für Theoriewälzer und Korsettdogmatiker. Eine Entwicklung derer ich mit viel Skepsis begegne. Eine gewisse Furcht überkommt mich, jener revolutionäre Ansatz vergangener Tage vermisse ich heute zu tiefst.

Trans*fahne

Die Transfahne, für mich ein gültiges Symbol grenzübergreifender Lebensbetrachtungen. Noch heute ist für mich Trans* keineswegs absoluten Werten verknüpfbar.  Es ist mir wichtig meine ganz spezielle Individualität zu leben und wenn noch heute nicht alles restlos eindeutig erscheint so nenne mich doch bitte weiterhin „Luisa“.

Links
Eine wichtige Transrevolutionärin faulenza.blogsport.de

Eiserne Einblicke

am 16. Juli 2017 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Es waren mir wieder richtig entspannende Einblicke damalig Schwerindustrieller Eisenabauten gewährt.  Unterschiedlich zu zahlreichen Forschungsprojekten, Val Tisch, Gotschens, Sierra Alhamilla, könnte ich diesmal auf das spannende Wissen unserer 3 Führer an einer 2 Tägigen Gonzenbefahrung zugreifen. Namentlich war ich mit illustrer Bündnerbergbaufreude-Runde und Sonstige an einer 2 Tägigen Gonzentour. So wie mir erzählt wurde, eine Tour mit besonderer Herausforderung in Vertikal und Horizontalbefahrung, eine Herausforderung die ich, zweifelsohne gerne annahm.

Any, entstanden sind allererst, da ich nix Forschen musste, jede Menge tolle Bilder die ich, in kleiner Auswahl, hier zum Besten geben werde.

Der Übersichtlichkeit, soweit ichs verstanden habe, das Eisenbergwerk Gonzen erstreckt sich von der Westseite des Gonzenmassivs,  1350 müm, wo in früheren Jahren die Erze in der Felsflanke ausbissen, bis fast unter Trübbach, knappe 330 müm. Leider sind die letzten Meter, ca 150 derer, gnadenlos im Rheinwasser versoffen. Folglich bewegte sich der damalig aktive Abbau auf der Schiefebene. Zahlreiche Bremsberge führten, während der Betriebszeit bis 1966, Eisenerze Aufwärts oder Abwärts zur jeweiligen Verladeeinrichtung. Unsere Führung startete bei Kote 484 und erreichte den höchsten Punkt auf Kote 1200.

Gonzenbergwerk

Im tiefst gelegenen Fahrstollen auf, eben, knappe 490 müm steht noch, nahe des Verladebahnhofs, der letzte noch verbleibende wuchtige Kompressor.  Letztes Relikt 1960er Maschinenbau.

Gonzenbergwerk

Nicht weit fern der erste, baldig im Wasser verschwindende, Bremsberg welcher Erze von tiefer gelegenen Zonen in die Verladesilos schleppte. Im Bild der Erzwagen kurz vor den Erzsilos.

Gonzenbergwerk

Der recht gute Zustand der Förderanlage überrascht wenn gleich, bei genauer Betrachtung, sowohl Motor wie Kupferhaltige Kabel längst geklaut wurden.

Gonzenbergwerk

Bremsberge, Gesenke, sind lange wichtige Hilfsmittel zur Überwindung der 800 Höhenmeter. Einigen Gesenken sind noch umfangreiche Installationen geblieben.

Gonzenbergwerk

Immer wieder scheiden Ladebrücken die Gesenke. An diesen Ladebrücken münden lange Fahrstollen welche wiederum in die Abbauten reichten.

Gonzenbergwerk

In machen Fördergesenken indes wüteten kaum vorstellbare Wassermassen die in früheren Tagen Schutt und Installationen in die Tiefe rissen. Rechter Hand noch der halbwegs verbleibende Treppenkasten im Stollengesenk.

Gonzenbergwerk

Zeitweilig sind parallel zu den Fördergesenken,  Schrägstollen im eingebauten Fahrten getrieben worden. Der Aufstieg über diese Fahrten erwies sich indes  durchwegs als Kräfteraubend. Gegenteilig zur optischen Ansicht zeigten sich die noch vorhandenen Treppenkästen kaum eines Bergknappen tragfähig. Wir mussten uns zur Höhenüberwindung mühsam am Eisenrohr-Geländer hochziehen.

Gonzenbergwerk

Der Abbau, im Pfeilerbau bespielt, besitzt meist eine Mächtigkeit von 2 Meter plus. Rund alle 10 Meter Höhendifferenz wurden, mit Rollmaterial ausgestattete, Förderstrecken eingeschlagen.

Gonzenbergwerk

In den zentralen Förderstecken sind noch heute Gleise eingebaut. Im Bild die Gleisstrecke durchs Abbaufeld Ebene Naus, 1000 müm.

Gonzenbergwerk

Auf Nausebene, ebenso fotogen, der Verladebahnhof mit den zwei Silos, Eisenerz und Kalk.

Gonzenbergwerk

Und, die Rollenschnauzen der Siloanlage Naus nochmals im Detail.

Gonzenbergwerk

Doch nicht aller Abbau bewegt sich im Gonzen auf bequemer 30 Grad Schiefe. Die Gebirgsfaltung des Gonzenmassivs warf wilde Kurven in die Erzschicht. An machen Stellen stehen die Eisen-Manganerze fast senkrecht an.  Unser Weg führte uns über steile Fahrten in die Abbauten.

Gonzenbergwerk

Am Erzsteillager sind dementsprechend die Silos senkrecht angesetzt. Im Bild die Strecke Wolfsloch mit Rollenschnauze-Batterie.

Gonzenbergwerk

Plan gross machen, Plan anklicken

Das Gonzenbergwerk erstreckt sich über eine Fläche von rund 3 x 2 Kilometern nördlich von Sargans. Auf meinem Plan sind die 3 Hauptstrecken, Vild, Wolfsloch und Naus, visualisiert. Hinzu kommen die älteren Stollen, vor 1900, Grube 1 und Grube 2. Der Abbau Eisen und Manganerzen fand  vorwiegend auf der blauen Fläche statt.

Gonzenbergwerk

Plan gross machen, Plan anklicken (Quelle: BEITRÄGE ZUR GEOLOGIE DER SCHWEIZ / Die Eisen- und Manganerze des Gonzen W. Epprecht)

Herr Epprecht publizierte in „BEITRÄGE ZUR GEOLOGIE DER SCHWEIZ“ genannte Ausgabe „Die Eisen- und Manganerze des Gonzen“ 1946 ein gut verständliches Stereogram des Gonzenwerks. Der Betrachter muss einzig virtuell die Zeichnung auf Gegenseite spiegeln um den Erzverlauf mit der Kartenrichtung in Einklang zu fügen. Deutlich erkennbar der leicht steigende Erzgang in Richtung des Gonzengipfels. Zeitweilig ist der Erzgang von Verwerfungen zerschnitten und höhenversetzt wieder gegeben. In Gipfelrichtung steigen die Erze bis fast ins Senkrechte. Die feinen Linien im Erzabbau symbolisieren die zahlreichen Galerien des Bergwerks. Das Stereogram ist eine Bestandsaufnahme bis 1946 womit die maximalabbautiefe unter Strecke Wolfsloch bei 600 müm endet. Das Bergwerk jedoch war noch bis 1966 aktiv womit noch weit bis 330 müm gefördert wurde. Auch die heute zu Museumszwecke genutzte Strecke Vild ist nach 1946 getrieben wurden.

Kurzum, ein toller Einblick und die Zweitagesexkursion durchwegs zu empfehlen.

Die Links bei mir
Kleines Bild der Verarbeitungsanlage in Sagans auf Dinner mit Amporn

Externes

Gonzen-Webseite www.bergwerk-gonzen.ch

Forschungsreise Almeria

am 02. Juli 2017 unter Reisen, Steinerne Unterwelten abgelegt

Naja, weils so schön war, mal wieder was an Gruppenbildern zu Almeria hier postend.

Descuido

Viele Wege führen nach Descuido, die einten obendurch die anderen untendurch.

Descuido

Hauptsache abends ganz schön rostigrot.

Hund am Decuido-Tunnel

Und des Abschlusses, der Held damaliger Descuido-Reise.

Die Bilder sind aus Andreas Schatzmanns Fundus. In diesem Sinne es liebs Dankeschön an den Spender und Fotografen.

Der Poltergeist geht um

am 02. Juli 2017 unter Grungisches, Stadtindianer abgelegt

Merkwürdiges geschieht in, und um unserer vermeidlich, ruhigen Wohnumgebung.

Sihlfeldstrasse 95

Zwar ist dank fortschreitender Gentrifizierung der Hippsteranteil massiv angestiegen doch die Ruhe, nach auferlegten, SP-Zwangsverkehrsberuhigung, ist keineswegs eingekehrt.

Im Gegenteil, merkwürdige Geister streifen nachts umher und treiben Kryptisches.

Sihlfeldstrasse 95

In unserer Hauseingangstüre klafft, in der drahtverstärkten Scheibe, eines Tages, ein glatter Kleinkaliberdurchschuss. Indes ist, untypischerweise, weit und breit kein Projektiv auffindbar. Nichts minderes als ein Zauberer mit ebenso effizientem Zauberstaub könnte hier ein zerstörerischer Blitz ins Glas geworfen haben.  So genau weiss dies niemand der Bewohner, respektive, ich wage zu behaupten , so genau wills niemand wissen.

Wächterinnen des Heizungskellers

Da schienen auch die Wächerinnen des Heizungskellers wenig bis gar nichts entgegenzusetzen.

Nicht weit fern unseres Domizils, genau ein Vollgeschoss tiefer, tut Zeitgleich ein wirklich rabiater Poltergeist seinem Namen alle Ehre. Angst befällt mich um die altehrwürdige Statik eine eben so alten Hauses.

Wohnungstüre

Doch gipfeln tut dieser Geistertanz als eines Tages uns der stechende Geruch von, vor sich hin, faulender Fisch ins feine Näschen sticht. Die genaue Analyse mit UV-Licht, ich kuck ja auch CSI, zeigt Eindeutiges. Unsere Wohnungstür ist wild verspritzt mit einer nicht weiter identifizierbaren Substanz. Diese inzwischen eingetrocknete Flüssigkeit stinkt ohne Zweifel fürchterlich. Allfällige UV-Sichtbare Schüttspuren, die Treppe abwärts, weisen auf die Wohnung unter uns.

Klar ist dass ich meinerseits reagierte und mittels Brief die Bewohnerschaft informierte. Ob dies, wie auch weitere Massnahmen, die Geister besänftigen wird, stell ich indes mal grundsätzlich in Frage. Klar ist auch, vieles was hier geschieht entzieht sich meinem rationellen Verständnis so muss ich wohl mit denen Geistern leben.

Also nix anderes als denen alten Zeiten nachtrauern als noch Autos die Durchgangs-Strasse belebten und ein friedliches Zusammenleben harmonisch funktionierte.

Für Geisterjäger, die Geolokation
681’379.4, 247’900.8

Der DistoX2 das unbekannte Helferchen

am 02. Juli 2017 unter Kartografie, Steinerne Unterwelten abgelegt

Es ist ein feines Kerlchen der gepimpte Disto X310 welcher, nach Austausch der Hauptplatine, zum DistoX2 mutiert, doch irgendwie entgleiten mir die einten oder anderen Eigenarten dieses Vermessungstools. Insbesondere die Kalibrierung  macht mir wie auch einiger meiner Freunde richtig Mühe darum hier eine kleine Anleitung für all jene die auch so wie ich am räumlichen Verständnis scheitern.

Mal in Kürze repetitiv,

der DistoX2 ist entwickelt worden um unterirdische Hohlräume zu vermessen. Die Hauptplatine wie auch die nötige Firmware stammt aus Beat Heebs Küche und sollte zur Erfassung von Höhlen dienen. Klar auch Bergbauforscher und Forscherinnen greifen gerne auf dies nützliche Gerät zurück. In Kombination mit einem Tablett und dem App „Topodroid“ kann während der Vermessung das Untertagewerk auch gleich rudimentär gezeichnet werden.

DistoX2

Kurzum, der DistoX2 verfügt über Kompass und Neigungsmesser. Die Messwerte kann er mittels Bluetooth an ein Tablett übermitteln. Auf dem Brett wiederum kann, eben mit entsprechendem Programm, die Unterwelt zeichnerisch umgesetzt werden. All diese verbauten Sensoren benötigen jedoch eine periodische Kalibrierung zur fehlerfreien Funktion und diesem Prozedere will ich mich, für mich und andere, diesem Texte widmen.

Der DistoX2 misst die Länge und die Richtung des Laserstrahl unabhängig davon wie der Disto gehalten wird. Um Neigung wie Azimut genau bestimmen zu können müssen die Sensorwerte durch Multiplikatoren. Diese Faktoren sind im DistoX2 gespeichert und müssen, wie bereits erwähnt, mittels Kalibrierung spätestens alle Jahre erneuert werden.

Zur Kalibrierung müssen 56 Messungen im Würfel durchgeführt werden.

Der Kalibrierwürfel

Die 56 Messungen setzen sich zusammen wie folgt:

Im Würfel sind 7 Strecken zu erfassen. 2 Horizontale,  der Kantenlänge entsprechende, eine Vertikale, der vertikalen Würfelkante entsprechend, und 4 Messungen vom Würfeleck aufs diagonal gegenüberliegende Würfeleck.

Alle Messungen werden Vorwärts und Rückwärts erfasst womit aus 7 Messstrecken 14 werden. Jede Messstrecke wird 4 mal gemessen will heissen bei jeder einzelnen Messung muss der DistoX2 um 90 Grad abgedreht werden, also Display oben, Display seitlich, Display unten, Display gegenüberliegende Seite.  Total sind wir somit bei 56 Messungen aus denen mittels Kalibrierprogramm, in meinem Fall der „Topodroid“ die Kalibrierungs-Koeffizienten entstehen. Diese Koeffizienten werden am Schluss des Kalibrierungsrituals per Bluetooth an den DistoX2 übermittelt.

Der Würfel kann in einer Höhle oder, in meinem Fall bevorzugt, im Wald wieder gefunden werden. Wichtig hierbei, alle magnetischen Störeinflüsse müssen möglichst eliminiert werden. Also, weit weg von Siedlungen, Hochspannungsleitungen, Sendeantennen, Bahnlinien usw. Auch sollten alle magnetischen Teile bei der Kalibrierung abgelegt und in reichlicher Distanz zum Disto deponiert werden, Handy, Uhr, Gürtelschnalle und sonstig Metallisches.  Ich war, im meinem Falle, am Hönggerberg weit des Sendemasten und auch so möglichst fern der Siedlungen.

Der Kalibrierwürfel

Im Wald braucht’s 4 Bäume um den Kalibrierwürfel aufzubauen. Einer der Bäume sollte ein gut erreichbarer Ast, zum Aufbau der Vertikalstrecke, haben, ca 1.80 Meter hoch gelegen. Die Streckenlängen sind im Kalibrierwürfel sekundär.

Der Kalibrierwürfel

Im nächsten Schritt markierte ich meine Punkte mittels Malerklebband. Auf das Klebband muss ein gut sichtbarer Punkt, wasserfester Filz, gemalt werden. Auf diesen Punkt muss ich letztlich mein Laser möglichst präzise richten und die Messung starten.

DistoX2 und Topodroid

Nach Verzierung der 4 Bäume wird der DistoX2 eingeschaltet und der Topodroid aufgerufen. Im Modus „Disto verwalten“ wird nun der zu kalibrierende Disto selektiert. Meiner heisst „X310 3010 Luisa“. Nun wird auf das Symbol zweier Schwanzbeissender  Pfeile geklickt worauf am Disto die Anzeige CAL 000 erscheint. Anschliessend das Zahnrad anklicken um eine neue Kalibrierdatei vorzubereiten. Nach erfolgter Dateispeicherung Ordnersymbol anklicken und der Topodroid ist bereit zur Datenverarbeitung.

Nun können die Kalibriermessungen gestartet werden.

Am besten beginnt man mit den einfachsten Messungen, genannte Horizontale, auf meinem Plan die Grünen, anschliessend die Vertikalstrecke, die Blaue, und am Schluss, als Zückerchen, die Eck zu Eck Messungen, auf meiner Zeichnung die roten Linien.

Es ist sinnvoll wenn die genaue Reihenfolge an jeder Messstation befolgt wird, DistoX2 um 90 Grad abdrehen, also Display oben, Display seitlich, Display unten, Display anschliessend die gleiche Strecke in Umkehrrichtung. So kann auch Mensch mit eher minderem räumlichen Verständnis bis zum Schluss die Übersicht behalten des weiteren erscheinen die Messungen beim Herunterladen bereits in korrekter Reihenfolge. Jede Messung wird auf dem Distodisplay anzeigt, CAL 001 bei Abschluss der ersten Messung und, logisch, CAL 056 bei erfolgter letzter Messung. Die kleine Zahl oberhalb rechts im Display zeigt die noch nicht heruntergeladenen Kalibriermessungen. Am Ende des Messrituals, vor Upload, sollte  folglich eine 56 stehen.

Nach Abschluss der 56 Messungen müssen diese auf Topodroid geladen werden. Dazu der uns best vertraute Herunterladepfeil betätigen.

DistoX2 und Topodroid

Wenns richtig funzt landen 56, in weiss dargestellte, Messungen im Topodroiddisplay. Als nächstes sind die Zahlen, mittels „123…“ Symbol, richtig zu gruppieren. Und auch da, wenns hinhaut entstehen 4er Gruppen alternierend Hellblau/Gelb so wie auf meinem Foto.

DistoX2 Kalibrierung

Und jetzt, einmal Zaubern bitte.

Wieder das bekannte Zahnrädli und los geht’s. Auf dem Tablett-Display erscheint, nach einiger Rechenzeit, ein übergelagertes Fenster mit den begehrten Kalibrierungskoeffizenten. Nun zur Feier des Tages auf den Hochladen Botton drücken und im Disto beginnt die Bluetooth-Anzeige zu blinken.

Nach Abschluss der Aktion erscheint kurzzeitig eine Meldung die besagt dass die Übertragung erfolgreich war. Nun kann die Programmseite, mittels Backtaste, wieder verlassen werden und der Disto, im Distoauswahlmenu, wieder, mit den Schwanzbeisserpfeilen, auf Normalbetrieb gesetzt werden.

Die Kalibrierung  kann im Topodroid gespeichert wie auch exportiert werden. Die Exportdatei liegt im Verzeichnispfad „\TopoDroid\ccsv“

Kalibrierdatei DistoX2

Ins Exel importiert sind die 56 Messungen mit den Rohsensorwerten erkennbar. Auch erkennt der Leihe die erfolgreiche Gruppierung in 14 Messstrecken. Wenns so kommt, kommts gut.

Wie bereits erwähnt, der DistoX2 hat eine regelrechte Aversion gegenüber allem was irgendwie magnetisch ist.  Magnetismus hat einen schlechten Einfluss auf die Kalibrierung. Nach Kontakten mit magnetischen Störgrössen sollte die Kalibrierung unbedingt erneuert werden.

In meinem Fall warens die hochaktiven Eisenbergwerke auf Gotschens die mich zur Erneuerung der Kalibrierung  veranlassten.

Und, Wichtig-ergänzend die Tutorials des DistoX2-Machers
http://paperless.bheeb.ch/download/DistoX2_Bedienungsanleitung.pdf
http://paperless.bheeb.ch/download/DistoX2_Kalibrierung.pdf

Macherwebseite
Disto X2 http://paperless.bheeb.ch
Topodroid http://marcocorvi.altervista.org/
Appseite Topodroid https://sites.google.com/site/speleoapps/home/topodroid

Val Tisch im 2017

am 30. Juni 2017 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Es ist bald ein Jahr seit letzter Val-Tisch, Minas da Fier -Geschichte vergangen und so war die Freude umso grösser zu neulichem Besuch. Damals, eben ein Jahr zurückliegend,  berührte mich die Frage Wer war Anton ?

Inzwischen erliess die geistreich nicht wirklich weitermutierte Bergüner  Gemeindeversammlung auf Gemeindeboden ein allgemeines, als Marketinggag verkauftes,  Fotografierverbot . Ich ignorierte richtigerweise gesagtes  Verbot  im Wissen dass dies Dekret kaum der hiesig  geltenden Gerichtsbarkeit statt halten würde. Also gibt’s wieder jede Menge schöner Bilder in meinem Texte.

Aber zurück zum Kernthema, im Val Tisch, einem Tal auf, wie genannt, Bergüner Boden, liegt ein bedeutendes Bergwerk welches ich mit Freunden seit vielen Jahren regelmässig beforsche. Noch liegen viele Geheimnisse im Dunkeln doch die Geheimnisse schrumpfen allmählich und es entsteht ein klareres Bild damaliger Eisenproduktion. Und, auch immer wieder ein Ausflug wert, die herrliche Landschaft, die, auch ohne  Marketinggag, durchaus sehenswert erscheint.

Val Tisch Minas da Fier

Die Bergwerksanlage erlebte deren Betriebsende um 1840 wenn doch dieser Bruch nicht eindeutig festsetzbar erschein. Immer wieder war die Industrielandschaft Ort verschiedener Forschungen und umfangreicher  Abbauwürdigkeits-Abklärungen. Die letzen dortig Forschend und Vermessenden waren Eugster und Müller vom Büro Fisch um 1943. Aus dieser Zeit geht eine detailierte Aufzeichnung der Stollenanlagen hervor die einige Fragezeichen beherbergte. Unsere Mission war es die noch sitzenden Fragezeichen zu verbannen und die unbekannten, noch nicht dokumentierten Stollenbauten, genauer zu vermessen. Auch so wollte ich in Ruhe etwas tiefer in die Bergbaugeschichte, anhand konkreter Spurensuche, hineinblicken.

Val Tisch Minas da Fier

Wie immer ist der Einstieg ins Stollentief zwar Eng aber dafür von beindruckender Ästhetik.

Val Tisch Minas da Fier

Die Bergleute um 1840 machten jagt aufs begehrte Hämatit, welches noch heute, in zahlreichen Adern reichlich zu finden ist.

Wir indessen machten Jagt auf unbekannte, verschlossene Schächte und sonstwie nicht abschliessend dokumentierte Stollenwerke.

Val Tisch Minas da Fier

Ein immer wieder absolut kickender Deckel sitzt oberhalb des 38 Meter tiefen Hauptschachtes. Die genaue Vermessung, respektive ein genaues Aufzeichnen des  Standortes im Kontext zu den bekannten Abbaustollen, zwecks des Verständnisses, tat Not. Ursprünglich wollten wir den Deckel gewaltsam, unter hohem Risiko, knacken doch die minutiöse Umsetzung der Messwerte in Form eines Plans rettete letztlich dies edle Holzwerk. Zu eindeutig erscheint gegenwärtig das Gegenende des verschlossenen Schachtes. Dieser endet namentlich in einer oberen Halle. Auf dem Holzdeckel ruht  folglich heute rund 3 Meter Steinversatz mit samt Stützmauer. Über ein Nebendurchgang  lässt sich heute die Halle oberhalb des Holzdeckels befahren.

Val Tisch Minas da Fier

In dieser oberen Halle sind weitere interessante Geheimnisse verborgen. Im Innern liegt viel Holz am Boden. Zwischen den Holzbalken wiederum, in noch offenen Hohlräumen, kleine Stützmauern die wahrscheinlich breite hölzerne Arbeitsbühnen trugen.  Die Halle selbst erreicht eine Maximalhöhe von rund 7 Metern.  Und, in Tagrichtung  erhebt sich eine mächtige Trockenbauwand bis Hallendach.

Val Tisch Minas da Fier

An kleiner Stelle liegt eine Öffnung die einer genaueren Vermessung bedurfte. Oberhalb der Mauer wird klar ersichtlich ein Schutteinbruch welcher von Tage her ins Untertagereich eindrückte. Dieser Einbruch ist eindeutig Grund für die Mauerexistenz. Die Stützmauer sollte, soviel ist heute klar, ein weiteres Zuschütten der Halle verhindern. An Position des Einbruchs, dies jedoch auf Tage, markieren die damaligen Vorgänger, im Jahre 1943, den „vermuteten Stollen II“ auf dessen Pläne .  Der damalige Stollenkartograf, genanntes Büro Fisch aus Zürich, kannte die Halle nicht.

Der heute bekannte Abbauraum mündet in ein Gesenk welches hoch steigt und unsereins auch schon bereits bekannt war. Dies Gesenk verbindet über einen, wieder abwärts verbindenden Gang, die, um 1943 gezeichnete, Halle 1.

Val Tisch Minas da Fier

Die Halle 1 kann auch über den Hauptstollen befahren werden.  Mittels dieser Strecke untendurch besuchten bereits 1943 die Forscher des Büros Fisch den Abbau. Noch heute steht drohend oberhalb des engen Durchschlupfs eine halb zerfallene, voll beladene Bühne festgeklemmt zwischen den zwei Stollenwänden.

Dank viel Fleissarbeit meiner Begleiter konnte der enge Verbindungsgang steil hoch ins Gesenk weiter ausgeräumt werden so das ein Durchschlupf in die Parallelhalle möglich wurde.

Val Tisch Minas da Fier

Der Aufstieg ist Steil und Teil eines Gesenks welches sich, wahrscheinlich mittig, mit dem etwas flacherem Schrägschacht  der Parallelhalle verbindet.  Im der Gesenköffnung klemmt ein schweres Kantholz, ein Indiz für mögliche grössere Bergbautätigkeiten im oberen Gesenkteil. Bei zunehmender Gesenkhöhe indes nimmt die feuchte Versturzmasse, bis hin zur kompletten Verfüllung, zu.  Das Material stammt eindeutig von Tage und zeigt in Richtung des auf Aussenskizzen, aus Jahren 1943, markierten „Stollen II Angegeben“ Punktes. Wo dieser Stollen II angegeben wurde entzieht sich unserem Wissen. Der letzte  Betriebsleiter des Bergwerks Albertini beschrieb die Stollenbauten teils recht detailiert doch vom Stollen II lass ich nirgends, hinzukommend dürfte dieser obere Stollen II mit zugehörigem Gesenk noch vor Albertinis Zeit stammen.

Val Tisch Minas da Fier

Im unteren Ende der Halle 1, auch immer wieder faszinierend, ein weiterer Schacht, knappe 14 Meter tief, welcher nur so strotzt von Hämatit. Ich liess mich in dieser tief gelegenen Bergbauregion, nahe des Schachtkopfes,  nieder zwecks Studium vorhandener Inschriften im letzten Stollenstummel.

Val Tisch Minas da Fier

Ein letztes Namenstäfeli, wie jenes von Anton in Stollen IV, an flacher Wandfläche, ist noch übrig geblieben. Ich vermute dass einst mehrere solch schwarze Flächen mit eingeritztem Namen die aktuell unten abgebrochene Wand zierten.

Val Tisch Minas da Fier

Der genaue Blick jedoch lässt leider keine Texte mehr auf der schwarzen Fläche erkennen. Stattdessen ist nebenan eine Fingerinschrift, wahrscheinlich neuerem Datums,  erkennbar. Wer diese Inschrift festsetzte ist schwer zu erahnen. Dies Stollenwerk war lange sehr schwer zugänglich. Mit Werkzeug ausgestattete Bergleute werden kaum sich der Fingerkunst gewidmet haben.  1955 stiess eine Pfaditruppe in den 36 Meter tiefen Hauptschacht diese Jungs indes werden kaum diesen Stollen erreicht haben. Auch nach 1955 könnten Einige dies Werk besucht haben. Alleweil, wir werdens nie so genau wissen und auch die Inschrift ist nicht restlos entziffert aber wir bleiben dran.

Der Plan jedoch ist das wichtigste Produkt jahrelanger Forschung.

Val Tisch Minas da Fier

Heute ist die gänzlich undokumentierte Ebene +10 fertig vermessen. Dieser obere Plan mit der unteren Ebene verknüpft zeigt eindrücklich die Durchgänge in die 1840er Hauptstrecke. Auch sind die Bergbauperioden, die von oben nach unten sich ausdehnten,  weiter nach verfolgbar. Trotzdem ist mein Plan lange nicht fertig und es fehlt noch die Integration der unteren Etagen wie auch der definitive Seigerriss.

Val Tisch Minas da Fier

Nichts desto trotz wars wieder mal ein tolles Wochenende in Bergüner Gefilde mit toller Aussicht aus Stollen I heraus.

Und, ja wie bekannt, diese Geschichte wird fortgesetzt.

Vorbeiträge zu Eisenproduktion in Bergüner Gemeindeboden:
Fopa da Chianols, noch mehr Geschichten
Wer war Anton ?
Eisenbergwerk Val Tisch so is es
Internationale Val Tischer Bergwerke
Eisenbergwerk Val Tisch, Neues
Minas da Fier Val Tisch
Die geheimnisvollen Minen des Val Tisch
Bergbausachverständige am graben
Val Tisch, die Fortsetzung
Das Geheimnis von Val Tisch

Römische Eisen und sonstige verwässerte Abenteuer

am 20. Juni 2017 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Ich lass mal die Bergüner, Bergüner sein und wende mich wieder wichtigeren Dingen zu. Lange ist es inniger Wunsch unterländerischer Archäologieen die verwässerten Geheimnisse eines, eben, mit Wasser gefüllten Gesenks zu erkunden. Ich, inzwischen als Wasserpumperin bekannt, bin mit dieser spannenden Geschichte konfrontiert worden.

Ob die Pumperei  tatsächlich noch Realisierung findet werden letztlich hiesige Universitäten entscheiden. Für mich wars primär ein Reko-Ausflug in wunderschöner Landschaft und eine richtig spannende Geschichte.

Gotschens

Oberhalb des Marmorera-Sees am knappen Ende des Baumwuchses erstreckt sich ein Bergbaugebiet wie ich es in diesem Lande noch nie zu Gesicht bekam. Das karge Gebiet nennt sich Gotschens und diente einst als Eisenerzgrube.

Gotschens

Der Aufstieg war, Sepp sei Dank, mit Fahrbewilligung und Jeep easy zu bewältigen. Noch lockere 200 Höhenmeter mussten wir zu dritt abspulen ehe allmählich Industriegeschichtliche Überbleibsel sichtbar wurden.

Erzgruben Gotschens

Bald jedoch offenbarten sich gröbere Erdbewegungen die ohne Zweifel mit brachialer Muskelkraft vollzogen wurden.

Erzgruben Gotschens

An tiefster Abbaustelle wird die mächtige Halde sichtbar welche die Hauptgrube markiert.

Erzgruben Gotschens

Und zwischendurch, an verschiedensten Stelle, immer wieder massives Eisenerz welches im Tagebau gefördert wurde.

Erzgruben Gotschens

Hin und wieder etwas weniges Tiefbauten, respektive Stollenbauten, die jedoch, aktuell, ziemlich bald im Versturz enden.

Erzgruben Gotschens

Oben, auf der Haupthalde angekommen, wird das Teil archäologischer Begierde allmählich sichtbar. Es ist ein Gesenk welches, im 30 Grad Winkel, ins Berginnere verschwindet.

Erzgruben Gotschens

Der Schrägschacht, wie auch die wuchtige Halde, lässt, ohne Zweifel, Grosses erahnen doch baldig macht sich Wasser breit und die Erkundung endet bei 5.4 Meter unter Haldenboden.

Erzgruben Gotschens

Der Blick ins nasse Tiefblau zeigt klare Stollenweiterverläufe und dies nicht minder wenige, doch wie erwähnt, das Wasser hält sich hartnäckig und, ich glaube, diesem Wasser kann nur mit groben Gerät begegnet werden.

Erzgruben Gotschens

Rundum Eisen feiner Güte wenn doch oft mit Schwefel versetzt was einige Interessante Industriegeschichtliche Aspekte aufwirft.

Der Blick aufs Satellitenbild lässt ganz gewaltig staunen. Bei unserer Befahrung, und diese war äusserst genau, sind uns keinerlei Bohrlöcher begegnet.

Die Nähe zum Septimerpass, genannte 9 Kilometer Luftlinie, lässt für mich einzig den Schluss zu dass dies wuchtige Bergwerk einst Römischer Herrschaft war, 200 Jahre vor Christi, und viel Sklaven beherbergte. Indessen waren die Römer, mit Rennofentechnologie, nicht besonders erfolgreich im Bearbeiten Schwefelhaltiger Erze womit die wissenden Metallurgen hauptsächlich die Erzrosinen aus dem Erzberg jagten.

Doch die Römer waren bei weitem nicht die Einzigen die sich des Erzes bedienten. Die am gleichen Felshang liegende Grotten-Burg Marmels besass bereits um 1200 das Bergregal somit ein Nutzungsrecht für dortige Eisen. Jedoch, auch dies Adelsgeschlecht Marmels, heute Demarmels, und deren Spezialisten war damals nicht übers Rennfeuer hinaus gewachsen. Womit auch sie, wahrscheinlich Tiefbau betreibend, weiterhin Erzrosinen pickten.

Erst moderne Vorbehandlungsmetoden und Verhütungstechnologien um 1700 machte aus Schwefelhaltigem Erz mehr als nur brüchiges Gusseisen. Das grosse Haldenwenden dürfte sein Lauf genommen haben. Als letzte Abbauperiode wird die Zahl 1830 bis 1847 genannt. Damals, so wird berichtet, sollen die Erze im modernen Belaluna-Werk zu Schmiedefähigem Eisen weiter verarbeitet worden sein. Die Bohrlöcher waren folglich nie ein Thema denn wieso im engen Loch teures, schwarzes Pulver verhauen wenns auf der Halde noch Erze für viele weitere Schwerter gab.

Die Erzader, dies erkennt der Gesteinssachverständige auf nen ersten Blick, ich gehör da definitiv nicht dazu, quert den See bis ans gegenüberliegende Ufer.

Stollen unbekannt

An den Erz-Ausbissen, unterhalb der Passstrasse, ein weiterer, äusserst interessanter Fund welcher scheu ein zusammengebrochener Stollen erahnen lässt. Ein durchkriechen zwischen den Felsklötzen wäre durchaus verstellbar. Ich hatte leider, am Standort, mein Geläucht im Auto vergessen womits mal vorläufig bei der Aussenansicht bleibt.

Diese Geschichte ist so was von Spannend dass deren Fortsetzung naheliegt. Ob die Pumpaktion mit viel Logistik tatsächlich zum fliegen kommt ist leider noch offen. Klar ist, fliegen triffts auf den Punkt, ohne Heli oder 500 Sklaven geht da nix. Da nun lange die Aufklärung geschah ist Ersteres einzige Variante um das Wasser aus dem Abbaugesenk zu verbannen.

Bergüner Würfe

am 31. Mai 2017 unter Politischer Grunk, Steinerne Unterwelten abgelegt

Und sonstig königliche Dekrete.

Die wahrscheinlich  verbotstafelreichste Gemeinde  der  Schweiz ist um ein neues Dekret reicher.

Bergüner Verbots-Schilderwald

Das Kind nennt sich „Gesetz über Fotografierverbot“ und es verbietet ab  dem 30. Mai 2017 jegliches Fotografieren auf Bergüner Gemeindeboden.

Die Gemeindeversammlung beschloss am Tage 29. Mai des 2017, wahrscheinlich nach einer wahrhaft berauschenden Versammlung, das allfälliges Fotografieren auf Gemeindeboden zu verbieten sei. Ob dies ein Marketinggang der, mir bis anhin vorwiegend als Vorurteilsreiche Gemeinde, zu interpretieren ist, tue ich hiesig ernsthaft anzweifeln. Abgesehen davon das dies Fotografierverbot juristisch kaum durchzusetzen ist, wirkt der Beschluss alles andere als Gastfreundlich. Aber bekannt ist, all die bescheuerten Unterländer-Vorurteile müssen fleissig gefüttert werden.

Da ich doch immer wieder in der Gemeinde Bergün tätig bin und meine Arbeit letztlich auch ein Mehrwert für all die dortigen Gemeindeversammler darstellt, tue ich sowohl Hotelwahl wie auch meine offene Informationspolitik mal wieder gründlich überdenken.

Meine Tätigkeit als Planzeichnerin und Forscherin, die mit die Bergüner Bergbauvergangenheit aufarbeitet, hat bis anhin viele Stunden Fronarbeit verschlungen. Käumlich werde ich meinerseits irgendwas an Material aus meiner Feder, respektive aus meinem CAD, der Gemeinde in irgendwelcher Form zukommen lassen indessen wird solch abstruses Verbot mich nicht des Ablichtens abhalten. Bei all des königlichen Getues, die Gerichte werden hier das allfällig letzte, verbindliche Wort zu sprechen wissen.

Meine Vorgeschichten, sehr zum Missfallen des Gemeindepräsidenten Peter Nicolay, eben, auf Gemeindeboden handelnd.
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Minas del Carmen

am 27. Mai 2017 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Als Kind waren mir wie auch meinem Vater die beeindruckenden Ruinen am Fusse des Cerro del Piquete in Auge gestochen. Eines Tages, es dürfte gut und gerne 40 Jahre her sein, als Papa und ich damals noch klein Luis, die sehr kleine Fassung einer Luisa, uns aufmachten dies beeindruckende Ding zu erklimmen.

Minas del Carmen

Über den steilen Bremsberg erreichten wir, ich mag mich noch genauestens erinnern, das oberste Mundloch doch weder Geleucht noch Mut war unser eins und so blieben 40 Jahre Erinnerung an dies, mir irgendwie wage als Bleibergwerk bekanntes Gerät.

Minas del Carmen

Und, 40 Jahre danach bin ich mit Freuden an gleicher Stelle mit forschender Intention unterwegs. Diesmal im Bild, welches Matti (Bergwerke.ch) ablichtete, wieder ich am selben Bremsberg 40 und mehr Jahre  danach. Gegenwärtig weiss ich es ist ein Bleibergwerk mit zugehöriger Aufbereitung Poch- und Flotationsanlage. Auch wieder über den Bremsberg können alle Anlagenteile des Bergwerks „Minas del Carmen“ erreicht werden.

Minas del Carmen

Das Bergwerk ist oberhalb der Aufbereitungsanlage angesiedelt wobei die Aufbereitungsanlage bereits etwa 70 Höhenmeter verschlingt.

Oberhalb des Erzsammlers liegen zwei Tiefsohlen die einzig der Erzlogistik dienten und keinerlei Erzgänge anfuhren.

Minas del Carmen

Beide Sohlen sind als Fahrstrecken konzipiert welche Abwurfschächte erschlossen. Die tiefste Sohle schliesst an 2 Schächte, beide an Tag führend. Die nächsthöhere Sohle erschliesst 3 Schächte die am oberen Ende im Abbaufeld untertägig münden.

Erst ab Level Drei, etwa 200 Meter höher und deutlich nördlich der Verarbeitung, wird’s interessant. Eine wuchtige Halde kündigt, von weit her sichtbar, das eigentliche Bergwerk. Und tatsächlich am Orte der Neugierde angekommen öffnet sich eine Fahrstrecke zur näheren Erkundung. Nach knapp 100 gefühlten Metern die Abbauhalle Pfeilerbei, welche leicht steigend wie auch fallend, unsere Fahrstrecke allmählich auseinander schneidet.

Minas del Carmen

Die Hallen gewinnen drastisch an Kubik fasst schon Seemühleartig irrt man durchs Labyrinth des Abbaus.

Minas del Carmen

Neuere wie auch ältere Abbauten schneiden in wilden Durcheinander die komplexen Pfeilerhallen.

Minas del Carmen

Trotzdem ist die Struktur des Abbaus dank Fahrstrecken und Abwurfschächte einigermassen überblick bar. In abgeschiedenen Abbauzonen nächtigen grosse Kolonien Fledermäuse. Der untertägige Abbau schätze ich auf Dimensionen von ca 1200 Meter mal 100 Meter wobei die oberen Bergbauzonen auf Tage münden.

Wieder auf dem Rückweg tat ich mich mit den Aufbereitungsanlagen tiefer auseinandersetzten und deren Funktion einigermassen zu erahnen.

Minas del Carmen

In der obersten Ebene unterhalb des Sammlers wirkte ein Steinbrecher, Kreiselbrecher, was auch immer, so genau kann ich dies nicht bestimmen. Die Brecher sind Rückgebaut. Der Bremsberg endet am Brecherwerk.

Unterhalb des Brechers ist erneut ein Sammler ins  schmale Tal eingepasst. Südlich des Sammlers das robuste Gemäuer einer Wasserbeckens (Balsa).

Es gibt keine Zweifel, die nächste Verarbeitungsstufe war äusserst wässerig.

Minas del Carmen

Ich glaube die hier gemauerten Waschtröge, sollten mittels Flotationsverfahren die schweren Bleierze aussondern. Überlaufleitungen die vom Werk wegziehen, verleiten mich zu solch Annahme.

Minas del Carmen

Und im untersten Anlagenbereich waren Silos, Transformer, Kompressoren und die Lastwagenverladerampe angebracht. Das Bergwerk könnte, meiner Beurteilung nach, bis ins Jahr 1960 Blei gefördert haben. Der Zustand des Mauerwerks wie auch die wenigen Innereien legen solch Erkenntnis nahe. Im Bergwerk selbst sind Spuren des Altbergbaus um 19. Jahrhundert sichtbar. Die Schienen waren auf Holzschwellen eingepasst also eher unmodernes Rollmaterial. An vielen Orten kamen noch Körbe (Espuertas) zum Einsatz.

Ich vermute dass auch dies Bergwerk eher eine alte Tradition um die Maurenherrschaft kennt. Die letzte Bergbauperiode der Moderne dürfte indes alte Spuren ziemlich effizient vernichtet haben.

Die Sierra Alhamilla-Geschichte Part II

am 21. Mai 2017 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Ja, viel zu viel kann ich erzählen über die dortigen Bergwerke und allem drum rum.

Mina de la Plata

Da ich mit äusserst fähigen Forschen die dortige Gegend, wie erwähnt, durchforschte ist platz meine Sierra Alhamilla-Geschichte aus allen Fugen.

Weiter geht’s mit Sierra Alhamilla auf Update Part II

Und das gesamte Stück nennt sich immer noch Minas Los Baños Sierra Alhamilla

Linklistenoffensive

am 21. Mai 2017 unter Musikalisches abgelegt

Momentan steh ich total auf Elektronikaproduzierende, starke Frauen. Deswegen erlebt meine hiesige Linkliste gegenwärtig eine regelrechte Erweiterungsoffensive.

Es gibt’s zu viel Gutes und noch Geileres ausserhalb des allgegenwärtigen Trump-Zirkus was weit mehr als Savewürdig ist.

Darum, immer wieder hier vorbeischauen und auch mal der einte oder andere Link auspröbeln.

Momentan neues hauptsächlich im Soundteil.

Viel Spass

Luisa

Baños de Alfaro

am 21. Mai 2017 unter Steinerne Unterwelten, Vergangenes abgelegt

Eine Geschichte über die längst verschwundenen Thermalbäder von Alfaro. Es waren viele Jahre die heilenden warmen Wässerchen der Sierra Alhamilla weit bekannt. Man sagt die Römer hätten als erste Bäder auf der Sierra Alhamilla gebaut. Zwei sind noch heute überliefert. Das Thermalbad „Los Baños“ welches mit einer um 1990 gebaute Strasse zu neuem Glanz erstrahlte und das Bad „Baños de Alfaro“ welches irgendwo um 1800 bekannter weise erstmals genannt wird. Zweiterem will ich mich in diesem Texte widmen.

Wenig ist bekannt über dies wuchtige Gebäude welches um 1865 ganze 35 Zimmer beherbergt haben soll.

Baños de Alfaro

Damals, so wird berichtet, war das an der Quelle gefasste Wasser knappe 21 Grad warm und die Menge bescheidene 2 Liter die Minute. Trotzdem wuchs ein stattliches Gebäude in vollkommener Abgeschiedenheit der Wüste Tabernas. Der versierte Besucher wird diese Anlage keineswegs einfach finden, erst die moderne Kartografie machte mir dies ehemalige Juwel zugänglich.

Baños de Alfaro

Man sagt das Wasser sei lange über Aquädukte geflossen ehe dieses im Speicher rund 15 Meter oberhalb des Thermalbads landete. Im Hintergrund das noch gut erhaltene Wasserspeichergewölbe (Aljibe) in welchem das Wasser knapp 21grädig gesammelt wurde.

Baños de Alfaro

Die Innenansicht zeigt ein recht gut erhaltenes Wasserreservoir obschon das Bad und die dazugehörende Infrastruktur anfangs 20. Jahrhundert aufgegeben wurde.

Baños de Alfaro

Indessen musste das Wasser, um der Bezeichnung Thermal gerecht zu werden, erstmals in grossen Ofenanlagen  angenehme Temperaturen beheizt werden. Die Öfen sind gut erkennbar am Eingang des Thermalbadareals.

Baños de Alfaro

Ich wage zu behaupten das hinter diesen zwei Fenstern einst eine Kapelle residierte.

Baños de Alfaro

Die noch erhaltene Heiligennische könnte solch ein Indiz sein.

Das Bad von Alfaro, am Fusse des gleichnamigen Hügels, war zweifelsfrei einiges grösser als das Bad Los Baños.

Baños de Alfaro

So richtig klar wird dies bei Betrachtung des Satellitenbildes. Und auch die dazugehörige Infrastruktur mit Zufahrtsstrassen und Brücken lässt auf eine goldene Zeit schliessen. Heute jedoch ist kaum Weiteres bekannt zu diesem Bau.

Das andere Thermalbad Los Baños ist auf meiner Luisa.net-Seite ausführlich dokumentiert unter Minas Los Baños Sierra Alhamilla

Wenn eine, eine Reise tut, schon wieder

am 13. Mai 2017 unter Reisen, Steinerne Unterwelten abgelegt

Ich war schon lange nicht mehr zu Ferien unterwegs, Grund gegeben dies ausgiebig, exzessiv nachzuholen. Einerseits wollte ich den Geburtstag meiner Mutter im heimischen Madrid feiern, anderseits sollte die Zeit noch reichen zu gemeinsamer Fahrt nach Denia, Mutters Wohnort, und drittens wollte ich mit meinen Bergbaufreuden die Tiefen Andalusischer Bergbaureviere erkunden. Also Kilometerintensive Ferien, genannte 6000.

Llanca

Doch allererst gabs nen Zwischenhalt in Llanca

Ehe die Reise nach Madrid weiterführte.

In Madrid nächtigte ich nicht unweit des Mataderos im Madrider Chinatown im Viertel Usera.

Matadero Madrid

Der, eben, in der Nachbarschaft angesiedelte ehemalige Schlachthof (Matadero) war mir ne kleine Fotoserie wert.

Nach zweitägigem Abstecher nach Denia führte mir die Strasse weiter in den Süden.

Gabo de Gata

Diesmal Zmittagessen am Gabo de Gata bei der längst vergessenen Kirche, Objekt immer wiederkehrender Besuche.

Und, nachdem nun meine Freunde per Flieger zu mir stossten, waren die Untergründe nicht weit.

Balneario Alfaro

Die Ruinen der Alfaro-Thermalbäder wussten sich über Jahre hinweg meiner Neugier zu entziehen. Diesmal, Luisa mit viel geiler Kartografie ausgestattet, gabs kein verbergen. Wir fanden das mächtige Thermalbad Baujahr 1848, im Bild der Wasserspeicher.

Nächtigen taten wir im legendären Thermalbad Los Baños am Fusse der Sierra Alhamilla. Auch diese Region weis viel Geschichte zu erzählen was mich bereits vor Jahren zur Seite Minas Los Baños Sierra Alhamilla animierte.

Cementerio Los Banos

Geschichten sind längst nicht alle Erkundet geschweige den Erzählt. Der verlassene Friedhof und deren Verbleib einiger sterblicher Überreste ist noch wie vor noch Buch der sieben Siegel. Die herumliegenden Grabsteine datieren auf die Jahre 1932.

Minas Primero de Mayo

Aber eigentlich galt unsere Hauptmission den Bergmännischen Untergründen. Im Bild, eine Hauptstrecke keine 100 Meter von unserem Nachtquartier entfernt.

Auch der kommende Tag knüpfte an vergangene Familientraditionen und so bestiegen wir  die Minas de Gador, ist auch eine Geschichte auf meiner Seite unter Bergbau, Gador und Benahadux .

Minas las Balsas

Im Bildchen das Revier Las Balsas.

Minas las Balsas

Und in guter Mitte das Haus des Meisters.

Am Tage der Arbeit war grosse Arbeit angesagt zumindest was Höhenunterschiede und Rückwärtsfahren anbetrifft.

Minas del Carmen

Zu Gast waren wir im steilen Blei-Bergwerk Mina del Carmen bei El Marachal de Enix. Im Bild die Aufbereitungsanlage ehe uns die Stollenwerke lockten.

Minas del Carmen

Unterirdisch ist dies Bergwerk locker in die Grössen-Liga Seemühle einzuordnen.

Nächster Tag, ein Riesenrevier, war auch mal Thema auf meiner Seite unter Goldminen Rodalquilar

Also, wie genannt, Gold in rauen Mengen aber, leider, in noch raueren Mengen Stein gebunden.

Mina Maria Josefa

Im Bild Maria Josefa obere Sohlen.

Mina Maria Josefa

Und die schöne Landschaft mit, zu Füssen gelegener, Aufbereitung.

Mina las Ninas

Auch zur Gruppe Rodalquilar gehörend, Mina las Niñas

Mina Primero de Mayo

Doch wie üblich bei unseren Ausflügen war auch diesmal etwas Handarbeit gefragt. Im Bild die Stollenöffnung einer Hauptstrecke gehörend zur Gruppe Primero de Mayo nahe unserer Unterkunft in Los Baños.

Mina Felisa

Und, weils so schön war, Mina Felisa in der Sierra Alhamilla.

Und ich mich versah, waren die Ferien durch.

Llanca

Also nochmals eine Nacht in Llanca und ab nach Zürich.

Allen Beteiligten es grosses Dankeschön. An dieser Stelle nen grossen Musiker zitierend „Ihr ward Geil“.

Und, die Geschichten tue ich sicher noch weiter ausarbeiten.

Osterstollen

am 15. April 2017 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Ich weiss, ich hab schon lange nichts mehr hier verfasst. Meine Nachlässigkeit sei mir verziehen, meist jedoch klemmt ein zu knappes Zeitmanagement.

Aber, nix desto trotz, es gibt weiterhin Untergründe zu erforschen wenn doch dieser Beitrag sich eher der Fotografischen Ästhetik hingeben wird.

Schon wieder waren wir zu Fützen am schönen Wutachtal gelegen. Diesmal mit im Team zwei hochkarätige Untertageablichter, Matti von www.bergwerke.ch   und Roger von der bergwerkforschung.ch also auch für mich gewordener Anlass um etwas halbwegs überlegte Bilder zu knipsen. Mit im Rucksack meine 1950er Karbidleuchte und eine halbe Schicht Karbidsteinchen.

Mein Ziel, nur im Karbidlicht Befahrung und Belichtung zu bewerkstelligen.

Gipsgrube Dörr

Und es zeigte sich, mein Lämpchen ist auf voller Stufe ganz tauglich.

Gipsgrube Dörr

Solch LKW-Stollen, Baujahr 1970 mags ganz fesch ausleuchten.

Gipsgrube Dörr

Wenn doch, richtig geil wirken tuts Acetylen-Licht im kleinen Gemäuer.  Diesmal nicht um wuchtigen LKW-Teil stattdessen im Schmuckengrubenhuntbau, Hauptstrecke mit vergessenem Lorenunterbau.

Gipsgrube Dörr

Wenn mal wieder richtig Licht kommt, erhebt sich eine durchaus künstlerische Perspektive aus Hadesreichern.

Gipsgrube Dörr

Und auch der romantische Karbidlight-Teatime dürfte nicht fehlen.

Währenddessen meine Freude, mit viel Licht, nicht minder Künstlerisches Inszenierten.

Gipsgrube Dörr

Der tiefblaue See erfreute sich einer leistungsstarken Beleuchtung um die 200 Watt was mir die scheue Gelegenheit gab auch noch was Weniges zu Knipsen.

Gipsgrube Dörr

Hinter dem massigen Pfeiler nun die Frage aller Fragen, was ist Spiegelbild und was ist realer Wassergrund.

Und all jene die sich meiner Grubenpläne erfreuen. Es gibt sowas und ich sehe keinerlei Grund dies Planwerk ins Geheimfach zu verbannen, Forschung ist Austausch ich wiederum lebe auch nicht ewig.

Gipsgrube Dörr

Gross machen, anklicken

Gipsgrube Dörr

So kann nun der noch gewieftere Leser / Leserin meine Karbidpfundsel aufstöbern.

Schöne Ostern und Glück auf wünscht Euch

Luisa

Und, eher wissenschaftlichere Beiträge gibt’s auf:
Fützen tiefes Eindringen
Gipsgrube Fützen weitere Geheimnisse
Gipsbergwerk Fützen