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Das breite Spektrum meiner Interessen als stetig wachsende Linkliste.

Hauptgrube Mürtschenalp

am 22. Oktober 2017 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Ein kleiner Höflichkeitsbesuch mit neuen Entdeckungen.

Momentan bin ich im Trainingsmodus, ich weiss die Bündner Bergbaufreude werden mich im 2018 wahrscheinlich wieder ziemlich fordern abgesehen davon könnt ich auch noch ruhig wieder etwas schlänker werden also, die Gelegenheit zu sportlichem Sonntagsspaziergang.

Bevor ich jedoch die Hauptgrube bestieg wollte ich den Erzbetteinstieg auf mögliche Zugänglichkeit prüfen.

Erzbett Mürtschenalp

Fazit, das superschmale Mundloch steht immer noch jetzt indes fein säuberlich mit Steinen abgedeckt. Hinein würd weiterhin funktionieren doch a) brauchts eine äusserst aktive Schaufel innen und aussen und b) es wird eng und sehr gefährlich. Ich bin froh das ich dies Bergwerk kenne und ichs sauber auf Kupfergrube Erzbett Mürtschenalp Dokumentiert habe. Nochmals dies Martyrium tue ich mir wahrscheinlich nicht mehr an.

Somit zogs mich weiter ins Hauptwerk über den sauber ausgebauten Verbindungsweg. Wie üblich liess mich der Orientierungssinn im Stich und ich verpasste sträflichst die Abwärtsabzweigung. Also angelte sich die ungeschickte Luisa das abartig steile Bachbett hinunter bis ans Mundloch. Unten angekommen erkannte ich den grosszügig ausgebauten Weg welcher, trotz blauer Markierung, ich oberhalb definitiv verpasste.

Hauptgrube Mürtschenalp

In der Tagestrecke, oberste Sohle, wie üblich schönstes Stollenfeeling.

Hauptgrube Mürtschenalp

Die Lichtverhältnisse verlangen noch ein Foto, diesmal eines rückwärtsgerichtet zum Mundloch hin.

Hauptgrube Mürtschenalp

Und auch wieder, das obligate Bild den Hauptschacht hinter, welchen ich diesmal nicht befahren mochte. Ich entschied mich für die Welnesstour über den nicht so steilen Schacht aus der Weinmann-Ära.

Hauptgrube Mürtschenalp

Auch die unteren Strecken sind immer noch äusserst Fotogen.

Hauptgrube Mürtschenalp

Und noch eines ehe ich mich allmählich wieder der Forschung zuwandte.

Hauptgrube Mürtschenalp

Wie üblich gibt’s da noch die mysteriöse Abteufung die, gemäss einiger Forscher, eine Tiefe von über 12 Meter drauf haben solle. Die bekannten Grubenplänen spezifizieren eine Maximaltiefe von + 5 Metern. Indes ist der Schacht nicht ohne Grund angelegt worden und im Aussenbereich findet sich ein genannter „Tiefer Stollen“ welcher gut und gerne 12 Meter unter meinen Füssen, nur kurze 6 Meter, in den Berg getrieben wurde.

Hauptgrube Mürtschenalp

Dieser  Tiefe Stollen ist am Mundloch zu praktisch ganz zugefallen im Innern indes von stattlichen 2.5 Metern Höhe dafür, wie erwähnt, nur von sehr kurzer Länge und, eben, noch weit weg von der Abteufung. Im Stollen selbst gibt’s nicht das scheue Anzeichen eines Kupfererzes. Interessant jedoch der Tiefe Stollen wie auch die Abteufung sind im Plan von Emil Stöhr aus 1865 genannt. In den Aufzeichnungen von Fehlmann 1919 wird auf diese Bauwerke nicht näher eingegangen. Will heissen in letzter Abbauperiode, Gustav Weinmann 1916 bis 1919, blieb die Abteufung wahrscheinlich uninteressant Wassergefüllt.

Hauptgrube Mürtschenalp

Mal der Vollständigkeitshalber ein Bild des Hauptmundlochs mit, ausnahmsweise, wenig Vegetation also mehr oder minder freie Sicht. Ich wollte nach wie vor mich dem alten Knappenweg annehmen was bei bescheidener Begrünung deutlich einfacher erschien.

Anfänglich war die Transportinfrastruktur recht fix eruierbar und auch weitere, mir bis anhin verborgen gebliebene, Details traten zu Tage.

Hauptgrube Mürtschenalp

Oberhalb des Knappenwegs und unterhalb der alten Gruben steht, gut getarnt, eine wuchtige rund 2 Meter hohe Mauer im Tal. Leider reichte die Zeit nimmer um mich in diese Zone zu begeben den allmählich schien der Tag ins Dunkle zu wechseln und ich wollte ja noch die Spuren des alten Knappenwegs bei guter Lichtsituation aufspüren.

Hauptgrube Mürtschenalp

Der Blick abwärtsgerichtet zeigt die heutige Alp und die kleine Baumgruppe, Bildmittig, wo einst das Pochwerk stand. Also rein Theoretisch banal um hier den Weg zu finden würde man meinem doch weit gefehlt, nach rund 100 Meter verliert sich jede nur so kleine Spur des Weges und ich fand mich wieder in der schier unüberwindbaren Steinwüste.

Doch auch dies Hindernis war mir wohlgesonnen womit ich noch bei Sonnenlicht  den Gsopnbach erreichte.

Noch nachliefernd hier ein aktueller Plan des Hauptbergwerks um meinem Texte was Weniges an Verständlichkeit einzuhauchen..

Hauptgrube Mürtschenalp

Plan gross machen, Plan anklicken.

Sumasumarum, in der Mutschenalp gibt’s noch einige ungeklärte Geheimnisse die auf Klärung warten. Obs dies Jahr noch reichen wird mag ich indes bezweifeln, der Schnee dürfte bald mal die Gegend eindecken.

Vorgeschichten Mürtschenalp
Kupfergrube Erzbett Mürtschenalp
Uranier und sonstwie Hochdekorierte
Kupfer und Silberbergwerk Mürtschenalp
Mürtschenalp, eine Wanderung
Die Bilderseite: Mürtschenalp

Gurgelnde Bergleuts und sonstig Süddeutsche Erkundungen

am 21. Oktober 2017 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Es ist mir klar dass die wohl fleissigsten Leser und Leserinnen, wobei Zweitere ich anzweifle, in der Abteilung 9 des Regierungspräsidiums Freiburg domiziliert sind.  Insbesondere meine Süddeutschen Geschichten werden mit Argusaugen minutiös mit verfolgt. So stelle ich mit Freuden stelle ich fest dass meine Grubenpläne derer, etwas realitätsfremden Herrschaft überaus zu gefallen scheint. Nun dieser Beitrag ist mal denen da drüben vom fernen Eck gewidmet wenn doch ich, diesmal, da pfeifengerader  Erzgang, ich aufs Plänchen gänzlich verzichte.

Ohnehin weiss ich reichlich wenig übers Revier Grafenhausen.

Bergmann Gurgelholz

Unteranderem vielleicht dass dieser arme Facharbeiter seit 1972 ohne Arbeit sei. Darum diese Geschichte hauptsächlich der Bilder willen hier sein Plätzchen.

Es gibt im Schwarzwald reiche Flussspat und Schwerspatvorkommen die sich in verschiedenen Zeitepochen als immer wieder Abbauwürdig erwiesen. Am Gurgelholz und am Müllersberg bei Grafenshausen verläuft ein Schwerspatgang von Nord nach Süd. Dieser, mit reichlich Blei angereicherte, Erzgang inspirierte anfänglich das Kloster St Blasien, im Mittelalter, zum Abbau.

Schurf am Müllersberg

Aus Mittelalterszeit stammt dieser handgeschrämte Schurf am Müllersberg.

Die neueren Geschichten Datieren bis ins Jahr 1974 und standen unter der Regie der Fluss- und Schwerspatwerke, Pforzheim.

Schwerspatgrube Gurgelholz

So auch dieses schmucke Gitter am Gurgelholz welches ins Zeitgenösse Bergwerk führt. Sorry Abteilung 9, das Tor stand offen und mit etwas Realitätssinn, wird man unschwer erkennen können dass dies Tor immer wieder offen stehen wird.

Schwerspatgrube Gurgelholz

Nun ja, im Eingangsbereich, alles was zum 1970er Bergbau gehört, Sprengmittelkammer mit separatem Zündersafe, Stollenbahnausweichstrecke und jede Menge Zeugs was irgendwie doch eher sekundär zum Bergbau passt. Badewanne, Leitplanken und PKW-Getriebe sind definitiv nach Ära Fluss- und Schwerspatwerke, Pforzheim in den Stollen gewandert.

Schwerspatgrube Gurgelholz

Anschliessend Rollenschnauzen vom Feinsten, zwischendrin jeweils Fahrtürme welche die Befahrung bis zum First möglich machten. Der Erzgang verläuft, wie bis anhin gewohnt im Schwarzwald, senkrecht durchs Gestein.

Schwerspatgrube Gurgelholz

Und noch mehr Rollenschnauzen, diesmal im Blick zurück.

Schwerspatgrube Gurgelholz

Nicht jede Rollenschnauze überstand den Zahn der Zeit, manche dieser Bauwerke sind unter dem Schuttdruck komplett eingebrochen. Um den rund 400 Meter langen Stollen endzubefahren muss zwischendrin ein Rollenschnauzeneinbruch überklettert werden.

Schwerspatgrube Gurgelholz

Oberhalb der Rollenschnauzen öffnet sich ein etwa 50 Meter mächtiger Schlitz. An zwei Stellen ist dieser Schlitz, wie bereits Erwähnt, ausgebaut mit Fahr und Fördertürmen um den Abbaufirst zu erreichen.

Schwerspatgrube Gurgelholz

Im Fahr und Förderstollen sitzt die Pressluftleitung fest verankert. Am Boden liegen immer wieder Bewetterungsrohre was und zur genauen Prüfung der Luftqualität veranlasste. Indes gibt’s bezüglich Atemluft keinerlei Grund zur Sorge, Werte sind bis Stollenbrust normal.

Revier Grafenshausen

Wers besuchen will, dies schmucke Bergwerksrelikt, kleines Plänchen geklaut von udo.lubw.baden-wuerttemberg.de

Karten-Stao

Und weitere Schwerspat / Flussspatgeschichten aus dem Schwarzwald
Altbergbau vs. moderne Zeiten
Noch mehr Segalerbacher Fluoriter
Segalenbacher Flourite
Sankt Basiens Bleiglänzer und sonstige Fluoriter

Revier Gnadensonne

am 01. Oktober 2017 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Wieder ein mal, nach langer Abstinenz, wagte ich ein kleines Hallo ins Berner Oberländle. Einer meiner ersten erkundeten Bergbaurelikte, genannte Gnadensonne bei Trachsellauenen, liess seit 2011 einige Fragezeichen offen. Unterdessen, mein Begleiter Matti und ich, durchwegs im Seil beübt, stiegen wir ab in allerlei Zwischensohlen dieses legendären Bleibergwerks. Die Gegend, das Japanerüberlaufene  Lauterbrunnental, zweifelsohne, schon nur der Landschaft willen, immer wieder ein Besuch wert. Und das Bergwerk, welchem seit 1470, in wechselenden Abbauperioden, deren 6 sind genannt, immer wieder Aufmerksamkeit geschenkt wird, war diesmal auch unser Hauptziel. Die Stollenwerke folgten einem Barytgang und dienten vorwiegend der Förderung von, eben Schwerspat, Blei und Zink wobei das Hauptinteresse damals dem Blei galt. Ich selbst, mit doch eher minimalen Gesteinskenntnissen, erkannte kein, fast senkrecht verlaufender, Barytgang in den Wänden und Firsten. Einzig die UV-Lampe meines Begleiters könnte den Schwerspat punktuell etwas zum Erhellung bringen.  Nun ja, die Gesteinskunde ist auch keineswegs meine Kerndisziplin indessen offenbarten sich mir einige fein entwickelte Handwerkskünste damaliger Bergbautradition.

Die gefundenen Artefakte wie auch die schwer erreichbaren Stollen  machen diese hiesige Geschichte definitiv äusserst Bildintensiv. Mal beginnend, ganz entgegen meiner Tradition, sollen erstmals die Pläne sprechen.

Bergwerk Hauriberg um 1790

So richtig Leben kehrte ins Bergwerk um die Jahre 1790 ein, damals sind etliche Anlagen entstanden aus dem Bergwerk im Hauri entsteht das mächtige Revier Gnadensonne.  Johann Niklaus Schiel malte, um 1790 die Bergwerksanlagen in Aquarell. Das hier gezeigte Bild, mit Seigerrissdarstellung der Gruben, hängt gegenwärtig im Schloss Oberhofen. Eine zweite Fassung dieses Bildes, gleicher Künstler und gleich Datiert, zeigt die gleiche Landschaft indes mit aufgesetzter Stollenanlage in Grundrissdarstellung. Dieses Bild weilt heute in Privatbesitz bei Prof. Dr. Ernst Niggli.

Zweifelsohne war meinerseits das Verständnis der Grubenanlagen nie bedingungslos gegeben zumal ich nur Teile des Erbstollens kannte.

Gnadensonne Grubenplan Escher

Quelle: ETH Bibliothek

Auch die um 1805 entstandene Markscheiderrei  von Hans Conrad Escher war nicht restlos einleuchtend also versuchte ich mich am 15. März 2014 in verständlicher Transkribierung und es entstand, im Beitrag „Auf, ab, hinten, vorne Trallala“ beschrieben, die Grundbasis eines Luisaplanes in leuchtenden Farben.

Trotzdem war immer noch nicht jede Logik logisch, es fehlte der Einblick.

Grubenplan Gnadensonne bei Trachsellauenen nach Luisa

Plan gross machen, Plan anklicken.

Der heutige Plan ist etwas angewachsen und lebt von meinen Ergänzungen.  Ich glaube um 1800 begannen umfangreiche Erschliessungsarbeiten um ein kommerziell rentabler Abbau starten zu können.  Weder die Rendite noch der Abbau wurde je so richtig geweckt,  die Expertise vom, ebe,n genannten Herrn Hans Conrad Escher war vernichtend und verpasste dem Bergwerksbetrieb den letzten Todesstoss. Nur noch wagemutige, äusserst Bergbauinteressierte oder die nahe Dorfjugend stieg in dies Unterwerk. Eine umfangreiche Inauguraldissertation  von Jean Pierre Saheurs aus dem Jahre 1974 liegt vor, auf die ich mich oft bei meinen Ausführungen beziehe.

So will ich nun, nach solch langatmigem Vorwort, den Leser, die Leserin, ins Tief Trachsellauischer Bergwerke führen.

Oben beginnend,

Schurf A1 Gnadensonne

Alter Schurf A1, an dieser Stelle dürften die Erze damals entdeckt worden sein. Der kleine Schurf rund 5 x 5 Meter liegt parallel zum Felsbandverlauf neben Mundloch 3.

Und eins tiefer,

Gnadensonne

Die erste Sohle (A6 und 5) war, übers Mundloch 3  schnell mittels Seil erreicht. Auf dieser Ebene führen zwei Schächte in die noch unbekannte Tiefe. Über dem vorderen Schacht liegen zwei handgewiefelte Fahrten neuerer Zeit, sprich Bubenleitern um 1970, ob diese Jean Pierre Saheurs baute mag ich indes bezweifeln. Der hintere Schacht führt bis auf den Erbstollen A11, der vordere Schacht mit der Nummer 7 schliesst an A8. Am Schacht 7 ist eine sauber gezimmerte Schachtkopfverbauung eingepasst in welcher,  noch heute gut sichtbar, Stirnseitig , die Aussparungen für die Haspelstützen offen liegen. In diesem Schacht war eindeutig bis zuletzt ein Haspelaufzug im Einsatz. Im Vordergrund liegt noch ein leeres Schächtelchen Blitzleuchten.  Bei diesem Artefakt, wie auch bei allen weiteren ausgebrannten Blitzlampen, verdächtige ich indes Jean Pierre Saheurs da solch Dinger im 1970 sehr beliebt waren und in der DIS von Saheurs, reichlich zu tode geblitzte, Stollenbilder zu finden sind.  Das Seil wie auch mein Militärrucksack im Bild gibt ein ungefährer Einblick der Stollen-Proportionen. Stehen ist in der ganzen Stollenanlage möglich und die Hunte, vermutlich auf allen Ebenen im Einsatz, waren einst das Mitteldornsystem.

Gnadensonne Strecke 5

Das frühere Mundloch, auf meinem Plan Nummer 2 im Kreis, ist bald verstürzt. Nach Grubenplan könnten rund 2 Meter des Stollens 5 eingebrochen sein Ansonsten überrascht die Anlage mit dessen tadellosen Zustand.

Gnadensonne Schacht 7

Eine Sohle tiefer, Blick aufwärts, zeigt Schacht 7 mit ausgebautem Schachtkopf. Im Schacht steht ein Baumstamm welcher auch eher neueren Datums ist. Der Stamm lässt in meiner Fantasie der verzweifelte Versuch eines Hochstiegs aus misslicher Lage erahnen, das passende Skelett indes ist mir nicht begegnet.

Gnadensonne A8

Eine ebene Tiefer, diesmal nach Plan die grüne Sohle A8, wird erstmals etwas weniges Wasser sichtbar. Jede Menge verrottetes Holzzeugs liegt herum. Ich glaube gar zeitweilig etwas Holz der Mitteldornbahn am Boden zu erkennen.

Gnadensonne A14

Der Abstieg in die nächste Sohle erfordert wieder ein Seil. Entgegen meiner mitgebrachten Ausrüstung, waren  am Schachtkopf indessen die begehrten 2 Schlaganker, durch den Vorbefahrer, bereits vorbereitet.  Dieser Abstieg beschrieb  Saheurs als äusserst wässerig womit er auf die Erkundung der, nach Matti Lachsfarbene Sohle, verzichtete. Wir wussten uns, in Gummistiefel, gekonnt über den See hinaus zu schwingen.  Auch in diesem Stollen A14 liegen interessante Artefakte. An der Wand angelehnt ein Stückt Holmen einer Fahrte.

Gnadensonne A14

Diese Sohle schliesst gefährlich an den 2 grossen Schacht Nummer 18 an. Einzig ein kleiner Weg führt in den weiteren Stollen. Im Schacht 18 hängt noch ein altes Seil eines Vorerkunders. Wir indes nutzen, den mit unserem Seil erschlossenen, Schacht 10 um die letzte Sohle mit dem Gross an Ausrüstung zu erreichen.

Gnadensonne Schacht 10

Dieser Schacht 10 ist als angefangener Strossenbau  durchgängig bis Erbstollen A11. In dieser Zone ist ein scheuer, aber gezielter Abbau erkennbar ehe das Bergwerk die Tore definitiv schloss. Schacht 10 wie Schacht 18 bildeten zusammen mit der Grundstrecke A11 die Vorrichtstrecke.

Nachdem nun die schwere Ausrüstung, dank der Schwerkraft, die unterste Sohle erreichte, sammelten wir Seile ein und genossen unser Mittagslunch ehe wir die Erbstollenanlage genauer untersuchten.

Gnadensonne Mundloch N11

Der Eingang ist gegenwärtig wunderschön herbstlich beblumt

Gnadensonne Mundloch N11

und links des Mundlochs schmückt, in hübscher Kaligrafie, die Stollenwerkbezeichnung N11.

Gnadensonne N11

Querschlag N11 gewinnt bald an stattlicher Profilhöhe bis zu 3 Meter. Der Stollen war als zweiteilig konzipiert,  in den unteren 50 cm sollte die Wasserhaltung funktionieren im oberen Teil war einst ein Bretterboden  mit Mitteldornschienensystem eingepasst. Heute sind nur noch die Eintiefungen der Kalthölzer in der Stollenwand ersichtlich.

Gnadensonne Schacht 10

Baldig kreuzen wir unser Abseilschacht Nummer 10, inzwischen jedoch dieser ohne Seil, im Bild Blick nach oben.

An Schacht 10 stösst Querschlag N11 auf die Grundstrecke A11. Der Südöstliche Stollenfortsatz A11 ist in kurzer Höhe von 2 Meter geschlagen und mit wenig Erzreichtum belohnt. Die Nordwestliche A11 Strecke indes gewinnt Zusehens an Profilhöhe bis etwa 3.5m.

Gnadensonne A11

Auch diese Strecke ist grösstenteils als Wasserhaltungsstrecke gebaut Wasser gibt’s somit genügend und unsere Gummistiefel erfreuen sich eines ausgedehnten Einsatzes. Im ca Meterabstand sind auch in diesem Werk die Kantholzvertiefungen noch gut erhalten.  Auch in dieser Zone war einst ein Holzboden mit Schienensystem, oberhalb 50 cm Stollenboden, eingepasst.  Neu jedoch, ab Schacht 10, solle, so glaube ich,  dieser Streckenabschnitt  als Förderstrecke für den oberhalb angesetzten Firstenbau dienen. Bevor jedoch der eigentliche Abbau begann schloss die Bergwerksgesellschaft.

Gnadensonne A11 Nische Heilige Barbara

Nicht unweit des Schachtes 10 glaube ich die Nische der heiligen Barbara gefunden zu haben.

Gnadensonne A11

Bei Kreuzung Schacht 18 wird die Stollenwand allmählich rostiger. Von Schacht 18 ist einiges interessantem Material herunter gedonnert. Insbesondere die Holzreste lassen interessantes erkennen.

Gnadensonne A11

Ein Balken mit noch zwei eingeschlagenen Fahrtenklammern liegt am Schachtrand. Das dieses Teil einst, im oberen Bergwerksteil A15, eine Leiter festklammerte, liegt auf der Hand. Indes kennen wir bis heute diese wahrscheinlich ältere Grube „Im Hauri“ gar nicht. Das Mundloch 4  zur Grube A15 ist verschüttet. Die einzige Möglichkeit der Erkundung besteht über Schacht 18 in Vertikaltechnik ein Projekt dessen wir uns gerne mit gebührender Vorbereitung annehmen werden.

Gnadensonne A11

A11 wird zunehmend Fotogen. Eine kleine Wassersammelabteufung Nummer 28 muss überturnt werden ehe der Weiterverlauf fahrbar wird. Nun beginnen einige verzweifelte Suchstollen die jedoch keinerlei Erzreichtum von sich gaben. Der Stollen mindert dessen Profilhöhe erneut.

Gnadensonne A11

Im Bild auf A11 die Sicht vom Absatz aus in Richtung Tag.

Gnadensonne Installationsfläche

Und allerletzt ein Blick auf die Installationsfläche vor dem Erbstollen Gnadensonne. Links am Felsen das Mundloch.

Die Vorbeiträge zu Gnadensonne zu finden auf:
Die Erstgeschiche Das Innenleben der Postkartenschweiz
Die Fortsetzung Gnadensonne
Eine weitere Geschichte Blei und Silbermine Gnadensonne
Die Zweitletzte Gnadensonne, ich wills genau wissen
und die Letzte Auf, ab, hinten, vorne Trallala

Murtel da Fier tiefere Einsichten

am 10. September 2017 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Es war mal wieder schönes Wetter, vier Freunde in bester Zeitlaune und noch immer unerkundete Unterwelten also gegebener Anlass um mit Bohrmaschine und reichlich Montagematerial eine kleine Wanderung zu unternehmen.

Wie oft auch diesmal unser Ziel eine Bergbau-Industrieanlage aus vergangenen Tagen.  Genannte diese sitz am Fusse des Murtel da Fiers was soviel bedeuten wie, Berg des Eisens. Somit diente unser Relikt den Eisenerzabbau in Jahren, mit Unterbrüchen, um 1500 bis 1840.

Murtel da Fier

Auf 2500 Meter über Meer sind 4, mehr oder minder,  tiefe Schlitze in den Berghang getrieben worden.  Um die Abbauschlitze herum finden sich noch heute interessante Installationen rund um den damaligen Bergbau. Abgesehen von der prächtigen Landschaft, die mich immer wieder zu verzaubern vermag, ist diese Bergwerksanlage noch vollbespikt mit unentdeckten Geheimnissen also meine Wohlfühloase schlechthin.

Murtel da Fier

In schier unberührter Natur sind einige Interessante Details auf dem Areal erhalten die Aufschlüsse übers damalige Bergmannsleben geben können. Im Bild den mittleren Tagbaueinschnitt.

Murtel da Fier

Die Ruinen des damaligen  Knappenhauses, in mittig der Bergwerksanlage, sind noch gut erkennbar. Das Gebäude weisst einige äusserst interessante Merkmale auf. In der Gebäudemitte ist ein mächtiger Riegel aufgetürmt, die Wände sind stellenweise bis zu einem Meter stark. Für mich ein mögliches Indiz eines Zweistöckigen Baus. In der Räumlichkeit,  rechts im Bild, war wahrscheinlich eine Schmiede mit metallurgischer Versuchsanlage installiert,  es liegen noch etliche Schlackenreste herum. Auf dem Mauerabsatz, respektive im Mauerabsatz, ganz rechts fanden wir diverse Holzkohlestückchen. Holz indes ist gänzlich leergefegt. In geografischer Nähe stehen heute noch diverse Bauten, reichend von Alpwirtschaft bis hin zu ehemaliger Armee-Fliegerbeobachtungsunterständen. Wahrscheinlich ist das erreichbare Holz in den umliegenden Gebäuden verbaut worden.

Murtel da Fier

Am obersten Abbau steht ein sauber zusammengestellter Erzhaufen, Siderit, zum Abtransport breit, rechts im Bild.  Es scheint so als ob dieser Haufen, damals um 1840, der Schlittensäumer, schlicht vergessen hätte. Er steht noch heute und wartet auf deren Röstung.

Auch im Bild, klar zu erkennen, in den Tagebauschlitzen, an unterster Stelle, sind Stollen getrieben worden. Diese Stollen fuhren in tieferen Lagen die fast senkrecht stehende Siderit-Ader an.

Murtel da Fier

3 Stollen unter 3 Tagbaustellen sind mir bekannt leider jedoch sind alle 3 Stollenwerke verstürzt oder abgesoffen. Eines dieser Untertagewerke jedoch, genannt das höchstgelegene, kann heute, mit etwas Mut und Akrobatik, befahren werden.

Murtel da Fier

Im obersten Abbauschlitz ist an kleiner Stelle die untere Stollendecke eingebrochen was, zwischen den Felsböcken, ein Eindringen ermöglicht. Nur ist dieser Einstieg weit oberhalb, ca 10 m, des verschütteten Mundlochs also ist die Stollenregion erstmals gänzlich unbekannt und kein beherrschbarer Stollen im eigentlichen Sinn.  Ergo musste viel Sicherungsmaterial verbaut werden um sicher Einblicke ins damalig Untertägige zu erhaschen.

Murtel da Fier

Der Weg führt den Bergbauforscher, die Bergbauforscherin, erstmals über einen tiefen Schacht.  Der Schacht war einst mit Brettersteg überbrückt. Noch heute steht dieser Brettersteg und er hielt unserem Gewichte stand, trotzdem baute ich eine Traverse um möglichst keine Holzbauteile zu belasten. Oberhalb des Schachtes wird klar das die gesamte Strecke auf, mit Schutt überfüllten, Holzstempeln verläuft.  Nach dem Schacht folgt sogleich das nächste Hindernis, diesmal ein Bodeneinbruch. Der Boden liegt an dieser Einbruch-Stelle rund 3 Meter tiefer. Auch dieses Hindernis erfordert maximale Aufmerksamkeit denn allmählich wird klar,  wir bewegen uns im First eines klassischen Firstenbaus. Unsere Befahrung steht auf, mit Tonnen beschwerten, Holzbühnen aus Jahren 1840. Der Stollenboden wird zunehmend weich, das Abraummaterial ist sehr feinkörnig, gar sandig dies kombiniert mit viel herunter tropfendem Wasser ist kein gutes Omen. Die Belastung der Holzbühnen erreicht äusserst gefährliche Grenzwerte.  Der Sand ist auch ein Indiz für äusserst mürbes Wand-Gestein was wiederum meinen Schlagangern wahrscheinlich die Zugfestigkeit auf runde 300 Kilo reduziert.

Kurzum eine nicht wirklich Wellnesstaugliche Befahrung  und doch obsiegte die Neugierde.

Murtel da Fier

Nach erfolgreicher Querung der gefährlichen Hindernisse wird die Befahrung keineswegs ungefährlicher nur ist dies, dank des optisch schönen Bodens, uns nimmer so bewusst. Der Stollen indes belohnt uns mit vielerlei noch intakten Holzobjekten wie etwa ein sauber gearbeiteter Erztrog.

Murtel da Fier

Stempel sind einige sauber eingepasst, alle samt von guter Tragkraft.

Murtel da Fier

Gegen Ende unserer Befahrung, geschätzte 45 Meter ab Einstieg, sinkt Boden wie Decke allmählich ins klare Wasser ab. Über den weiterverlauf des Stollens gibt’s keinerlei Zweifel, wahrscheinlich wird dieser wieder auf die unbekannte Fahrstrecke  treffen das Wasser indes besagt, a) das der Fahrstollen dicht verstürzt ist b) dass dies kalte Nass rund 8 Meter Höhe abdeckt. Suboptimale Aussichten um den Fahrstollen, vom Hauptmundloch aus, Aufzuwältigen.

Wieder auftag  blieb noch Zeit um das umliegende Gelände genauer zu erforschen, bei meiner ersten Tour, im September 2015, lang noch haufenweise Schnee auf dem Bergwerksgelände, interessante Details blieben mir somit damals noch verborgen. Diesmal jedoch waren mir die Wettergötter eindeutig  freundlicher gesonnen und Neues trat zu Tage.

Murtel da Fier

Von allen 3 Stollenbauten führten  Wasserkanäle weg am untersten Stolleneingang  jedoch ist dieser Kanal mit Mauer eingefasst.  Auch sonstig konnten wir diverse Erzwege auskundschaften.

Die Gesamtübersicht des Areals

Murtel da Fier

Plan gross machen, Plan anklicken

Das Revier erstreckt sich von Ost nach West auf rund 100 Höhenmetern am Fusse des Murtel da Fiers. Die Bergwerksanlage gehörte, zusammen mit den Minas da Fier auf Val Tischer Seite, zu den Eisenwerken Bellaluna. Die Werke, Abbauten, leitete, in letzten Bergbauperiode, bis ca. 1840, Albertini.

Und der Einblick in den Stollen

Murtel da Fier

Plan gross machen, Plan anklicken

Kein Zweifel, die von uns befahrene Grube ist ein klassischer Firstenbau mit Fahrstollen und Erschliessungsschächten. Wir haben bei unserer Erkundung den eigentlichen Firstabbau befahren. Der Fahrstollen, soviel ist klar, führt a) momentan recht viel Wasser b) ist dieser an minimum 2 Stellen eindeutig verstürzt. Der Schacht ist sehr gefährlich zumal 1. keine eindeutige Auszimmerung erkennbar war 2. das westseitig anliegende Abraummaterial sandig und reichlich Wassergetränkt, eine labile Masse darstellt. Kurzum, eine Unterwelt für Geduldige wenn doch die Landschaft allweil bereits den Ausflug legitimiert.

Die Vorgeschichte Murtel da Fier
Murtel da Fier

Eisenwerke Belaluna, Val Tisch und co
Val Tisch und die verschollenen Unterwelten
Val Tisch im 2017
Fopa da Chianols, noch mehr Geschichten
Wer war Anton ?
Eisenbergwerk Val Tisch so is es
Internationale Val Tischer Bergwerke
Eisenbergwerk Val Tisch, Neues
Minas da Fier Val Tisch
Die geheimnisvollen Minen des Val Tisch
Bergbausachverständige am graben

CSD 2002

am 03. September 2017 unter BDSM, Vergangenes abgelegt

Legendär auch die kleine Bilderserie, als noch Digicams richtig scheisse waren.

Luisa 2002

Luisa auf dem Käfig gebunden, Wagen Mister Leather an der Pride 2002.

Luisa 2002

Damals noch in einer äusserst beflügelnden Beziehung mit Franz, ganz links in Bild.

Luisa 2002

Die Bilder schoss meine jetzige Lebensgefährtin Christina. Mein Auftritt auf dem Wagen machte Dirk Grundmann möglich welcher leider viel zu früh von uns ging.

Luisa bebildert

am 03. September 2017 unter Vergangenes abgelegt

Und ja, für Auswertige mein aktuelles Aussehen.

Luisa 2016

Mal nicht in Bergbaukluft, ich mit meiner Lebensgefährtin Christina, links im Bild, an einer Vernissage, Juli 2016. (Bild Maya)

Luisa 2017

Voll durch den Wind auf Gotschens, August 2017. (Bild Elsbeth)

Luisa 2017

Mal wenigstens Windstille, Untertägig im Juli 2017. (Bild Matti)

Blick ins Fotoalbum

am 03. September 2017 unter Transgender, Vergangenes abgelegt

Es gibt manchmal sehr bewegende Entscheide so wie etwa die Auflösung des Trans*-Stammtisches. Solch Entscheide  sind gern wiederkehrende Gelegenheit um im Fotoalbum zu stöbern und nach Erinnerungen zu forschen.  Da dies Blog auch mein geistiges Gedächtnis darstellt  und dies über die erkundeten Bergwerke hinaus, eine kleine Bilderschau der Luisa.

Luisa

Ich glaub dies Bild knipste meine damalige Freundin Monika Poser von mir. Behaupten tue ich dies sei im Jahr 1983 gewesen. Ich sitze im Cafe City Oerlikon und im Hintergrund ist noch die Gebäudezeile am Sternen Oerlikon, vor der Gentrifizierungswelle, zu erkennen.

Luisa

Die wilden Jahre vor Millennium sind geprägt von einer androgynen Artikulationsform. Experimentelle Sexualität, BDSM, Techkno, und das Kreative allgemein wirken sehr anziehend auf mich.  Gleichzeitig folgt, nach Beendigung meiner Kleinkriminellenkariere, eine neue Welle gesellschaftlicher Konflikte.

Luisa

Nen BDSM-Stammtisch, so plus minus der erste, entsteht im Widder Winterthur. Erster Meilenstein, ich bin Trans oder ich bin auch Trans, wissen tue ichs nid so genau.

Luisa

Der Switch ist perfekt, ich mach das was ich kann, ich gaff in Computer und ich mach, mir nichts dir nichts, Militär bis Ende Diensttage. Im Bild, Katastropheneinsatz Beckenried, mein letzter WK. Im Hintergrund, mein Vorgesetzter, naja ich weiss nimmer so genau wie er hiess.

Luisa

Nachts bin ich Königin der Nacht. Ich beehre Herrn Valentino an erster Stadtzürcher Dargqueenparty im Mascotte. Das Pola-Bild ist ziemlich bekannt und war nen Dankeschön fürs gegebene Fernsehen-Interview.

Luisa

Es steigt die wilde Zeit eben so wilder Partys. Fetisch, BDSM, Trans und meine überaus kommunikative Art vermengt sich zu einer hektisch pulsierenden Lebensform wer indes der hohe junge Mann neben mir ist, weiss ich leider heute nimmer.

Ich bin, Anno Domini 2000, in Jahren meiner absoluten Vitalität angekommen, Schlaf scheint in jener Zeit eine äusserst seltene Tätigkeit zu werden. Indessen ist der Glimmstängel längst nimmer mein Begleiter und mein Körpergewicht, steigt leider stetig aber unaufhaltsam.

Luisa

Es folgt, ab Mai 2001 der TG-Stammtisch,  damals im Club 696. Im August 2000 beschloss ich nur noch als Luisa zu leben.

Weiteres zu meiner Geschichte auf Luisa.net unter Bio

TG-Stammtisch ich sage tschüss

am 02. September 2017 unter Transgender abgelegt

Liebe Trans*Menschen  und Interessierte

16 Jahre sind genug

Als wir, ein recht illustres Idealistinnen-Grüppchen, damals am 31. Mai des Jahres 2001, das erste TG-Treffen organisierten dachten wir nie dass diese monatliche Zusammenkunft noch ganze 16 Jahre überdauern würde.

Luisa im 2004

Und es wurden 16 Jahre in denen ich, als letzte Verbleibende, viele, viele interessante Menschen kennenlernte und in einige Transbiografien, teils sehr nah, Einblick erhaschte. Auch ich durchlebte meine ganz eigene Trans*-Biografie und doch, jener Moment der sogenannten Transition mit allen damit verknüpften Fragen rückte mit fortschreitender Zeit weit in die Vergangenheit. Viele MitstreiterInnen, dieses oft steinigen Weges, waren auch mir wichtige Stütze auf dieser Reise genannt Transition. Heute nun ist diese Transition wichtige Geschichte aber eben, seit meiner Geschlechtsangleichenden Operation, ganze 11 Jahre zurück.

Dies wie auch die Tatsache dass die Transcommunity heute über eine Vielzahl von neuen Angeboten verfügt, veranlasst mich dazu den regelmässigen Freitagsstammtisch definitiv zu streichen. Ich bin für viele Trans, die wichtige Unterstützung brauchen, längs nimmer mögliche Identifikationsfigur indessen war ich stehts stark verwurzelt in der Geschichte des Transensyndikats. Logisch das neue Angebote, initiiert von  jungen Transmenschen, zahlreicher frequentiert werden. Anderseits wars für mich je länger je schwieriger ein geeignetes Treff-Lokal zu finden. In der bornierten Hipster-Stadt Zürich schwanden zunehmend witzig, kreative Gastro-Projekte, wichtige Orte für unsere Zusammenkünfte. Für mich und eine sich austauschend wollende Transgruppe wurde der Raum zunehmend eng gleichzeitig entstanden zahlreiche wirklich tolle Gruppen die klar jede Unterstützung verdienen.

Nach 16 Jahren nun, mit eindeutig zwei weinenden Augen,  sag ich Tschüss doch nur ganz klein Tschüss. Nach wie vor bin ich, mit meiner Geschichte, Teil der Trans*Community und solange eine Jung-SVP über uns lästert und uns der Dekadenz bezichtigt, wird mein Engagement umso wichtiger sein.

Noch ist meine  Lust gross zu machen denn als solches bezeichne ich mich gern, sprich als Macherin, und jener Space der nun frei wird, gibt Raum her für neue tolle Projekte.

Konkret solle die  Domain http://www.transensyndikat.net wie auch die dazugehörige Webseite als Informationspool weiter leben.

Die Facebookseite wird auch bleiben, ich habe an dieser viel Freude und meine Lebensgefährtin Christina pflegt dies Werk mit qualitativ hochstehenden Beiträgen.

Das Forum werde ich längerfristig löschen. Die Beiträge sind fern jeglicher Aktualität und die Interaktivität, bedingt durch die, in die Jahre gekommene PHPBB-Software, ist nur noch teilweise gegeben. Hinzukommend ist meine Lust eher gering um dem Forum wieder etwas Dynamik einzuhauchen.

Der Stammtisch ist, wie geschrieben, nimmer, nichts desto trotz wird’s wahrscheinlich wieder Aktionen wies Trans-Fondue oder den TG-Brunch geben.  Auch hätt ich Lust mal nen Filmabend aufzugleisen.

Und mich gibt’s eh immer noch,

In diesem Sinne, keine Sorge, nicht nur, aktuell, die Archäologen, werde ich aufzumischen wissen. Es gibt noch viel und noch viele um richtig intensiv aufzumischen.

Es war ne saugeile Zeit, wir, Ihr, Romelle, Cornelia, Esther,  Christina, Martina, und viele mehr, wir haben echt bewegt.

Wir waren wichtiger Impuls in dieser, hiesigen Transcommunity. Ohne unser Dazutun wären Aufklärungsfremde SVPler der Regelfall und wir eine massiv diskriminierte Subkultur. Wir sind heute selbstbewusste, stolze Persönlichkeiten, anerkannte Mitglieder, Mitgliederinnen, einer, so hoffe ich, aufgeschlossenen Gesellschaft. Diese Tatsache ist a) nicht Gottgegeben und b) definitiv auch unser Verdienst.

Ich erinnere mich an 16 sehr bewegende Jahre in denen wir, die Transcommunity, vom der Avantgarde-Ecke uns zur starken Lobby herauf arbeiteten. Viele Knochen warfen wir der Gesellschaft vor die Füsse an denen noch lange zu beissen ist. An diesen Knochen war unser Grüppchen, zeitweilig mit recht viel Impact bestückt, nid gänzlich unbeteiligt.

Und ich erinnere mich an ganz viele tolle Menschen die ich gerne wieder treffen würde.

Danke Euch für all die schönen Stunden.

Liebs Grüessli

Luisa

Silberberg

am 27. August 2017 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

An schönem Tage letzten Samstag war ich geladen zu tiefen Einblicken in den Silberberg. So gilt ein grosses Dankeschön den Bündner Bergbaufreuden die mich zu solch Ausflug einluden.

In diesem Sinne dürfte ich diesmal, mit einer Handvoll Bergbaubegeisterter, mich durch die Tiefen damaliger Blei und Zink-Abbauten führen lassen. So wird diese Geschichte eher der Bilder willen mein Blog schmücken, die Aufarbeitung der Geschichte selbst überlasse ich definitiv dem Bergbauverein Silberberg Davos, die dies eindeutig besser können.

Silberberg

Die heilige Barbara wachte, im Dalvazzerstollen über uns. Da wir eher die tieferen Regionen  ansteuerten, das System jedoch vertikal so ziemlich zusammenhängend ist, schützte uns erfolgreich auch auf unteren Ebenen die Schutzpatronin aller Bergleut.

Silberberg

Im Tiefenstollen musste erstmals die Einbruchstelle unter der Halde gequert werden ehe der Hauptabbau sich zeigte.

Silberberg

Der Abbausschlitz indes erwies sich als gefährliche Traverse die unser Weiterkommen auf besagter Strecke endgültig unterbrach. Die ausgeräumte Erzspalte bringts in der Vertikale rund 170 Meter und abwärts ab Tiefenstollensind doch immerhin noch 70 Meter bis zum nicht so klarem Stollenboden.

Silberberg

Also galts den Rückzug anzutreten  um übers Tällibachtobel den tiefsten aller Stollen zu befahren, genannter, oft gelesener und bis anhin nie gesehener, Andreasstollen.

Silberberg

Der Andreasstollen, einst als Erbstollen angelegt, verfügt über ein gut erhaltenes Mitteldorn-Holzschienensystem. Wo dieses Vorhanden kann, oberhalb des Wasserlaufs trockenen Fusses und Bequem, die Strecke abgewandert werden.

Silberberg

Wo indes sowohl Schienen wie auch Bretter fehlen ist vorsichtiges Hürdenlaufwaten  angesagt.

Andreasstollen Silberberg

Am Eintritt ins wuchtige Schachtgebilde dominieren robuste Holzkonstruktionen  die jedoch etwas ramponiert scheinen.

Andreasstollen Silberberg

Die Holzbauten stützen ein riesiges Wasserrad welches einst eine Kolbenhubwasserpumpe trieb. Eindeutig führt unter dem Wasserrand noch eine tiefere Sohle die mittels der Konstruktion des Bergwassers entledigt wurde.

Andreasstollen Silberberg

Aktuell jedoch schmettert das Wasser, in Form eines Monsunregens,   ungebündelt den Schacht hinunter, im Bild, der Blick nach oben dem Wasserursprung  folgend. Der Regenschutz war ohne Zweifel von unschätzbarem Werte.

Andreasstollen Silberberg

An der grossen Wasserradachse noch heute intakt die Kurbelwelle welche eine Kolbenhubpumpe in Stimmung hielt.

Andreasstollen Silberberg

Hinter der Wasserrad-Pumpstation öffnete sich eine zweite Halle mit jeder Menge interessanter Artefakte aus Bergbauzeitalter um 1820. Wir laufen auf robustem Holzboden unter uns die Wassergefüllte Abteufung. Rechts im Bild die beiden Stützen einer Haspelwinde dazugehörend im Boden die Öffnung durch die, im tiefblauem  Nass, eine tiefere, abgesoffene Sohle erkennbar wird.

Zwischen den Brettern liegen etliche noch gut erhaltene Teuchel herum und auch der Haspel der Aufzugsanlage liegt nicht weit der beiden Stützen.

Silberberg

Und wieder Tagwärt, den Aufstieg jener beschwerlichen 110 Metern bezwingend, noch kurz ein Bild des ehemaligen Pochhauses auf Niveau Dalvazer also + 110 Meter ab Andreasstollen.

Wer übers Bergwerk mehr Erfahren möchte dem sei die umfangreiche Webseite des Bergbauverein Silberberg Davos nahegelegt.

Meraluna auf Chili con Crane

am 24. August 2017 unter Kulinarik, Musikalisches abgelegt

Inzwischen ist Kleinluisa doch noch um ein Jährchen gealtert, Gelegenheit um mal wieder sich nen Meraluna-Marathon anzutun. Der letzte solcher Art geschah im 2016 damals mit Claudia an Seite. Diesmal indes genossen wir das umfassende Line-up in Zweisamkeit bei Chili con Carne

Mera Luna

Das Chili con Carne Rezept gibt’s bei Betty Bossi, einzig meine Fassung verzichtet auf Kartoffeln und die Bohnen sind ordinär aus der Büchse. Gleiche Grundregel wie beim Bolognese, je länger es köchelt je Geiler und wenns nen Tag steht gibt’s exponentieller Geschmack.

Und ja, das Mera-Luna Festival wird laufend vom NDR aufgezeichnet.  Die Sendungen sind auf NDR Mera Luna eine Anzahl Tage abrufbar. Tolles Geschenk, ich freu mich immer wieder auf die Mera Luna Aufzeichnung.

Gubri Luisa

Und wer rechnet,

10 x 0.1 x 2 + 10 x 1 x 5 = gibt mein aktuelles Alter.

Links
Mera Luna Beitrag 2016

Gotschens Part II

am 23. August 2017 unter Steinerne Unterwelten abgelegt

Die Fortsetzungsgeschichte zu damalig Römische Eisen und sonstige verwässerte Abenteuer diesmal wieder eine Bildintensive Geschichte.

Es ist lange die Neugierde vielerlei Forscherherzen geweckt, genannt wird in Archäologenkreisen die Bergwerksentstehung unter keltischer Kultur. Damals, 1000 Jahren vor Christus, sollen die Kelten, das begehrte Kupfer in zahlreichen Gruben nördlich und südlich der Julia abgebaut haben. Diverse Verhüttungsplätze sind bis in heutiger Zeit entdeckt.  So richtig Einblick ins Untertägige Keltenleben hat indessen niemand so richtig erhaschen können.

Gotschens Grube 4

Das noch immer abgesoffene obere Bergwerk auf Gotschens anerbot sich für mich wie auch für die akademisierte Wissenschaft zur möglichen Einsichtnahme ins Keltische Bergbauleben.

Leider jedoch obliegt dem Wasser ein kleiner Hacken, es gedenkt nicht freiwillig das Gesenk zu Räumen und dies, wie ich geneigt bin zu behaupten, seit vielen 100 Jahren. Um das Wasser aus dem möglichen Keltenbau herauszubringen war grobes Gerät von Nöten und dies auf unwegsamem Grund bei 2300 Höhenmetern. Nun denn die Neugierde der Archäologen und meine Vergangenheit als Strommacherin bildeten eine konstruktive Synergie die letztlich allen spannende Einblicke gewährte.

Meine Aufgabe bestand darin dies Bergwerksgesenk des Wassers zu befreien, eine komplexe Aufgabe da es galt auf 2300 müm, eine 50 Meter Transportstrecke und eine maximale Höhendifferenz von 30 Meter zu überwinden.

Die forschenden Archäologen wiederum organisierten eine Fluggerät inklusive Helfer die mein Maschinenparkt an Ort und Stelle platzierten.  Gekommen ist ein Superpuma vom feinsten und so beschloss ich bei meiner Maschinen-Wahl Gewichtskriterien eher sekundär zu behandeln.

Zurück zur Pumpaktion,

Die Maschinen mussten auf 2300 müm händelbar sein was eher kleinere Geräte verlangte gleichzeitig musste die Pumpe abgasfrei, also minimal zwei Einheiten, ein Stromerzeuger und eine Tauchpumpe.  Nächster Knackpunkt war die Leistung und der Wirkungsgrad. 30 Höhenmeter schaffen nur sehr schwere Pumpen bei massiver Stromaufnahme geschweige den Anlaufströme die jedes Aggregat in die Knie zwingen würden. Als Lösung sah ich nur Drehstrom verteilt auf zwei Pumpen die jedoch maximal eine 19 Meter Höhendifferenz frisst. Nötigenfalls hätte ich auf halber Strecke ein Wasserreservoir mit meinen Transportrahmen gebaut um doch noch auf die 30 Meter zu kommen. Niemand wusste die effektive Tiefe des Gesenks, 30 Meter blieb eine Annahme die ich anhand der Haldengrösse konstruierte.

Generator

Als Stromerzeuger begleitete mich ein Lombardini- Aggregat mit 6.5 KVA Dauerleistung ins Gebirge. Die Pumpen waren eine 2.2 KW und eine 1.6 KW mit von der Partie. Der Transportrahmen hätte, sofern notwendig, ein Wasserreservoir werden sollen.

Superpuma

Mit Hilfe des Superpumas war die Gerätschaft, eine mobile Küche, Kleider, Zelte und Allerlei um nötigenfalls auf dem Areal zu hausen, platziert.  Jetzt war meine Hauptarbeit den Zusammenbau einer Anlage zur Wasserabsenkung die funktioniert. Als kleines Zückerchen, unter Berücksichtigung einer optimalen Phasenlast, konnten wir elektrisch Kochen was in dort stürmischen Gefilden sich ziemlich als Vorteil erwies.

Gotschens Grube 1

Anfänglich mit zwei parallel laufenden Pumpen senkte sich der Wasserspiegel schneller als erwartet.

Dieselaggregat 6.5 KVA

Währenddessen das Diesel-Aggregat gemütlich vor sich hin brummte. Zwar verschliess am ersten Tag der Treibstoffrückschlauch doch dank des Einsatzes von Simon konnten wir dies Problem recht schnell wieder fixen und die Maschinchen ratterten wieder.

Gotschens Grube 4

Da unsere Last eher Induktiv dominiert war, gabs genügend Strom für eher kapazitiv wirkende LED-Leuchten. Es leuchtete folglich eine prächtige Stollenbeleuchtung welche uns die Arbeit massiv erleichterte.

Gotschens Grube 4

Das Wasser schien allmählich aus dem Gesenk zu verschwinden.

Kühe auf Gotschens

Gleichzeitig  jedoch liebten die Kühe unsere Wasserrutschbahn mit welcher wir die letzten Meter Wassertransport, mittels Schwerkraft, bewältigen wollten. Glück da allmählich nur noch brauner Schlamm aus der Grube heraus drückte.

Gotschens Grube 4

Im Untergrund öffnet sich die verborgene Kammer etwa in Grösse 5 x 5 Meter. Der Schlamm jedoch hält sich hartnäckig und verstopft die grosse Tauchpumpe immer wieder.

Gotschens Grube 4

Es müssen Pausen geschaltet werden um mit frisch einströmendem Wasser den Schlammboden etwas aufzulockern.

Gotschens Grube 4

Im Gesenkboden, wo eindeutiger Fels die Grenze markiert, liegen einige Holzartefakte aus, ich behaupte, eher neuerer Zeit. So finden wir unter anderem eine Dachlatte mit Nägeln aus 21 Jahrhundert aber auch verschiedene Rundhölzer die nach Maschinenfertigung riechen. Einige kleinere Holzfunde indes könnten für die Archäologen von grossem Werte sein zumal diese durchaus älteren Datums sein könnten.

Gotschens Grube 4

In einer kleinen Stolleneinbuchtung lag ein Erztrog welcher ganz und gar nicht in solch grosse Bergbauhalle hineinpasste. Solch Erztröge waren oft in kleinen engen Stollen, während des Spätmittelalters, im Einsatz. Fest steht, auch in dieser ausgepumpten Halle waren keine Bohrspuren auffindbar. Die Halle ist nach Feuersetzprinzip ausgehoben also vor Erfindung des Schwarzpulvers angelegt. Seitig Mundloch liegt im Gesenk viel Geröll was darauf schliessen lässt dass während den letzten bekannten Bergbauperioden bis 1840 einzig die grosse Halde bearbeitet wurde. Nicht verwertbares Material wurde in den Stollen, respektive ins Gesenk gekippt, Verwertbares wiederum, in letzter Periode hauptsächlich Eisenerz, fand, mittels ausgeklügelten Schlittentrasses, den Weg ins Juliertal.

Gotschens Grube 4

Meine rudimentäre Erinnerungszeichnung, ohne Anspruch auf genaue Messwerte, nennt eine ungefähre vertikale Gesenktiefe von 17 Meter. Ein Grossteil der Grube ist nach wie vor aufgefüllt mit Haldenschutt einzig im letzten Teil war klar unter dem Schlamm Felsboden ausmachbar. Wie gross die Grube tatsächlich einst mal war lässt sich heute nicht eindeutig bestimmen, dazu müsste der Schutt weggeräumt werden was wiederum nur mit Schrappertechnik oder Handarbeit funktionieren würde.

Gotschens Grube 4

Während die Maschinen vor sich hin Pumpten gabs genügend Zeit fürs Gesellige. Und, obschon nur Tee oder Beutelsuppe, unsere mobile Küche war doch von unschätzbarem Werte.

Und zwischendurch blieb auch noch reichlich Zeit das wuchtige Bergwerksareal genauer zu erkunden.

Gotschens

Oberhalb aller Abbaustellen liegt ein prächtiger Bergsee. Eine oft genutzte Gelegenheit zur Entspannung und zu tollen Gesprächen mit Besucherinnen unserer Baustelle. Ob der Bergsee natürlichen Ursprungs ist oder, wie bei vielen Anlagen, künstlich angelegt würde, entzieht sich meiner Kenntnis. In Vorstellung, als Person mit damalig hohem Rang eines Schmieds oder eines Betriebsleiters, hätte ich persönlich gerne auf dieser Fläche gehaust.

Gotschens

Nicht weit fern unterhalb, die erste grössere Tagabbaustelle, im Bild die Westflanke. Ich glaub da war vorwiegend Stemmwerkzeug im Einsatz.

Gotschens

Unsere Halde mit zugehörigem Tagbau und dahintergelegenen, ausgepumpten Stollen.

Gotschens

Und, noch wenige Höhenmeter unterhalb unserer  Pumpbaustelle, nach Luisa „Grube 4“ ein weiterer nennenswerter  Abbau mit Stollenspuren. Ich nenn dies Teil auf meinem Plan „Vermutet Grube 3“ da die Grubenspuren ziemlich ramponiert rüberkommen.

Gotschens

„Grube 2“ ist eindeutiger im Gelände ausmachbar. Der Stollen ist gegenwärtig ca 5 Meter tief wobei dieser klare Versturzanzeichen zeigt. Ergo könnte der Abbau einst untertägig tiefer geführt haben.

Die unterste Grube, nach Luisa „Grube 1“, liegt in zerklüftet steilem Gelände und ist auch mehrheitlich im Tagbau bespielt worden. Der kleine Stollen reicht etwa 6 Meter in den Berg hinein und nen ein klares Bergseeli sein eigen. Indessen dieser See eindeutig kein Fall für die Pumpen, die Stollendimensionen sind auf allen Axen eindeutig erkennbar.

Karte Gotschens

Plan gross machen, Plan anklicken

Der Übersichtlichkeit willen mein Plan des gesamten Bergwerkareals, eben zuunterst Grube 1 und zuoberst Grube 4, die welche heute kaum noch Wasser hält. Das Alter der Gruben ist für mich schwer auszumachen weiter denk ich das einige an dieser Mission Beteiligte dies um Längen besser können.  Meine Beobachtungen indes stehen noch bei keinerlei Bohrlöcher auf dem Areal. Ein Graben wie auch eine Aufschüttung zeigen eindeutig auf Teile einer Erztransportinfrastruktur , mittels Schlitten, wie sie um 1800 weit verbreitet war. Der Erztransportweg könnte in die Epoche 1840 fallen. Die um 1840 weit verbreiteten Bohrlöcher wiederum fehlen gänzlich. Meine Vermutung ist folglich dass der Abbau sich damals aufs Halden sortieren unds Abstemmen beschränkte. Die unteren Stollen, welche hauptsächlich Magnetit aufschlossen, könnten neuer, Mittelalter, sein. Der oberste Stollen ist eindeutig Feuergesetzt und sehr alt, wie alt werden diesmal Andere besser wissen. Die Nähe zum Septimerpass und deren Bedeutung während der römischen Herrschaft lässt wiederum eine Römische Industrieanlage, vielleicht in Zwischenepochen, vermuten.

Vorgeschichte

Römische Eisen und sonstige verwässerte Abenteuer

Links extern zum Thema
Bündner Kupfer
Glück auf, auf Bündner Kupfer

Miss Kittin

am 01. August 2017 unter Musikalisches abgelegt

Es gibt leider wenig Künstlerinnen die so richtig die Musikszene aufmischten. Eine dieser Künstlerinnen indes schrieb Musikgeschichte als Begründerin der Elektroclash-Bewegung.

Die Mixcloud, ein grosser Pool interessanter Fundstücke die kaum je den Einstieg in die Mainstream-Welt schaffen werden. Definitiv ein Pool für Künstlerinnen abseits der ganz grossen Kassen wenn doch Miss Kittin, in besten Zeiten, tatschlich einige passabel verkaufte Platten herausbrachte.

Nunn denn, darum hier mal wieder was Musik mit kleines Set der ewig vitalen Grenoblerin

Und, nicht minder wichtig, der Link zur gesamten Miss Kittin-Sammlung auf der Mixcloud Mixcloud.com Miss kittin

Viel Spass und schöne 1. August liebe Leserschaft.

Ein Bergbaufreies Wochenende

am 30. Juli 2017 unter Stadtindianer abgelegt

Nach dem mich die Archäologen die letzten Wochen ziemlich auf Trapp hielten, steht dies, noch laufende, Wochenende ganz im Zeichen der Entschleunigung.

Luisa hat Bergbaufrei

So war gestern ein cooler Kinoabend mit ebenso coolem Drink bei nächtlichem Urbanfeeling, bis weit über Mitternacht hinaus, spontanes Programm. Ganz liebs Dankeschön meiner Liebsten mit entschleunigenden Fähigkeiten.

Die kommende Woche wird, trotz Nationalfeiertag, wieder ganz im Zeichen der Beschleunigung stehen.

In diesem Sinne wünsch ich meiner Leserschaft

en schöne Sunntig

Strom

am 30. Juli 2017 unter Seitwärts parkieren, Steinerne Unterwelten abgelegt

Da sich das Schachtgepumpe allmählich zu etablieren scheint war meinerseits eine kleine Investition von Nöten.

Drehstromgenerator

Drehstrom ist eine durchwegs feine Sache insbesondere bei Betrieb leistungsfähiger Tauchpumpen. Also nenn ich nun solch ein Drehstromteil, mit sparsamem Diesel getrieben, mein Eigen.

Erfahrungswerte gibt’s meinerseits bis anno Dato gar keine, Prämiere wird  sein die wassergefüllten Untertagewerke von Gotschens.

Links
Erstes Schachtgepumpe in Cava sul Rhein
Zweites bevorstehendes Schachtgepumpe in Gotschens