Monat: August 2016

Meraluna im NDR-Livestream

Manchmal scheint die Glotze förmlich zu Überraschen.

Seit gestern werden diverse Konzerte des Meraluna-Festivals  per Livestream übertragen.

Eisbrecher im NDR

Gegenwärtig aktuell am Laufen Eisbrecher, Bildquelle NDR Livestream.

Nen herzliches Dankeschön ans NDR Team die dies möglich machte und somit nen Stückweit die Independent-Szene fördert.

Segalenbacher Flourite

Nochmals eine Schwarzwaldgeschichte da offensichtlich die Schwarzwälder viel Industriegeheimnisse zu lüften wissen. Das Wetter war wunderprächtig und die Aargauer mit weiteren Provinzlern wussten ganz gehörig an der Streetparade zu nerven also die Gelegenheit um Stadt und alle Zubringerautobahnen weiträumig zu meiden. Solch Vorhaben lässt nur eine Himmelsrichtug zu, quer zum Shoppingtourismus ins dünn besiedelte Segalenbacher-Tal und der Ausflug lohnte. An dieser Stelle sei lobend das Werk von Helge Steen „Bergbau auf Lagerstätten des Südlichen Schwarzwaldes“ erwähnt welches dank präzisen Koordinaten uns an den schwer zugänglichen Relikten des Spät-Renaissance-Bergbaus führte. Da sowohl Helge Steen wie auch ich wenig zu den Gruben wissen, bevölkern einige Behauptungen wie auch schöne Bilder dies Blog hier.

Fluoritgrube Segalenbach

Die erste Grube war unterhalb der Strasse, praktisch am Segalerbach zu, schnell gefunden. Wie die mitgebrachte UV-Leuchte zeigte, suchten die Bergknappen wahrscheinlich Flourit mit wenigen Bleiglanzeinschlüssen. Eine Seiger verlaufende Schicht weisst wenige Flouritklümpchen auf. Die Schicht ist eindeutig mit Hammer und Schlegel  traktiert worden doch das liebe Fourit endet leider nach knapp 4 Stollen-Meter.

Fluoritgrube Segalenbach

Da half auch der anschliessend feuergesetzte Sondierstollen wenig. Dieser endet ohne nennenswerte Fluoritspuren, zunehmend enger werdend, bei 15 Meter. Das Wasser ist nicht Weniges  und nur dank Mattis Stiefel trockenen Fusses überwindbar.

Dieser Ausflug wusste mich eines Besseren zu belehren hinsichtlich der Fluoritverwendung. Entgegen meines Vorwissens war Flourit auch genannter Flussspat noch in Feuersetzzeit begehrt zur Glasfärbung. Dieses Bergbaurevier wage ich in die Kulturepoche des Spät-Renaissances, als milchiges Glas voll der Fetisch war, anzusiedeln.

Noch aber war längst nicht alles aus dem Revier, wahrscheinlich Sankt Blasien, erkundet. Ein viel mächtigerer Fluoritgang solle hoch zu Bach, irgendwo im Bannwald eingegraben, zu finden sein.

Fluoritgrube Segalenbach

Und tatsächlich liegt in einer Felsnase nochmals ein feiner aber kurzer Stollen offen. Dies Teil folgte eindeutig dem beschriebenen Flouritgang. Der ausgeräumte Flouritgang lässt sich, anhand kleiner Geländesenken, trotz ausgedehnter Vegetation  oberirdisch recht gut verfolgen.

Fluoritgrube Segalenbach

Der Gang führt uns rund 60 Meter tiefer, immer noch in mitten des Urwalds, wieder an eine interessante Felsnase. Dieser Vorsprung scheint zweigeteilt.

Fluoritgrube Segalenbach

Ein tiefer Abbauschlitz öffnet sich an verschiedenen Stellen.

Fluoritgrube Segalenbach

Diese Grube scheint die ergiebigste gewesen zu sein. Der Gang ist mittels Stollen und Schächten an verschiedenen Stellen angefahren worden. Heute führen noch zwei Schächte ins Abbauwerk. Der Schlitz selbst ist rund 10 Meter Seigertiefe etwa 20 Meter in der Horizontale ins Berginnere führend. Selten ist die Schlitzbreite einen halben Meter überschreitend folglich ist die Bewegungsfreiheit im Werk eher auf unkomfortablen Seite.

Fluoritgruben Segalenbach

Auf meinem Plänchen (Quelle Daten- und Kartendienst der LUBW) ist der Fluoritgang mittels roter Linie dargestellt wobei anmerkend die erste beschriebene Grube als Aussenseiter nicht auf der roten Linie sitzt. Alle weiteren Bergbauzeugen liegen auf genau dieser Ganglinie und sind unsererseits längst nicht restlos erkundet.

Vorbeitrag
Sankt Basiens Bleiglänzer und sonstige Fluoriter

Links
Helge Steens Webseite www.erzbergbau.de

Karte
Segalenbachtal

Mal wieder 1.August

(Und völlig unpatriotisch die ruhige Zweisamkeit in trautem Heime geniessend.

Auchtung!!!! wieder mal nen Blogbeitrag mit reinem Tagebuchcharakter)

Zweifelsohne die letzten Jahre waren immer oft von abenteuerlichen Ausflügen geprägt, zuletzt die Suche nach strahlenden Steinen am Risetenpass.

Dies Jahr wars gemächlicher wenn doch ich des Vorvortages mich mit Grundrissplan  ins ferne Davos aufmachte. Eigentlich wollte ich diesem im Bergbaumuseum abliefern doch besagtes Museum war geschlossen, was, hätte ich genauer gekuckt, ich längst gewusst hätte. Naja, so führte ich den Grundriss spazieren während ich mich in die Burg Belfort aufmachte.

Ruine Belfort

Belfort war vor 13 Jahren bereits mal ein äusserst eindrückliches Ausflugsziel die daraus entstandene Seite lebt, zu meiner Verwunderung, immer noch auf www.luisa.net/pampa/ .

Ruine Belfort

Das Gemäuer aus 1244 steht noch heute in mehr oder minder vollkommener Pracht hoch zu Surava

Da meine Ausflüge doch eher anstrengender Natur sind musste am Vortag wieder eine intensive Verköstigung folgen. Diesmal wieder alte Traditionen auflebend den Transenbrunch in freudigem Freundeskreis reaktiviert.

Foodporno

Darum an dieser Stelle etwas Foodporno ehe Freunde und mein selbst all die Leckereien zu Bauche führten.

Und es Regnet

Während die Wettergötter mein 1. August Projekt Siglisfadsgrätli Wasser und Schnee ersticken.

Heute scheint die Sonne, zumindest hin und wiede.  Nichts desto trotz, Schmusen macht Spass und, Arbeit liegt auch noch jede Menge rum. Mein Bergbaukartenwerk könnt ich Updaten und das Mobiliar vom Foppa da Chianols könnt ich mal ins Pländli reinzeichnen und, und, und.

Any, allen, nen schöner erster August. Morgen gilts, zumindest für mich, wieder richtig ernst und stressig.